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Die Liebesbriefe von Montmarte - Nicolas Barreau



    • Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
    • Verlag: Thiele & Brandstätter Verlag (4. September 2018)
    • ISBN-10: 3851794109
    • ISBN-13: 978-3851794106
    • Genre: Liebesroman


Thiele Kurzbeschreibung:
Als seine Frau Hélène mit nur dreiunddreißig Jahren stirbt, ist Julien Azoulay, ein Autor von Liebeskomödien, am Boden zerstört. Doch Hélène hat ihrem Mann ein Versprechen abgenommen: Julien soll ihr nach ihrem Tod dreiunddreißig Briefe schreiben – für jedes gelebte Lebensjahr einen. Verwundert stellt Julien fest, dass ihn das Schreiben der Briefe auf seltsame Weise tröstet. Er berichtet Hélène von dem Leben, das er jetzt ohne sie führen muss. Von seiner Liebe, die keine Antworten mehr bekommt. Von ihrem Sohn Arthur, der keinen traurigen Papa möchte. Von Cathérine, die ihn so gern trösten will, aber selbst zu unglücklich ist über den Tod ihrer Freundin. Hélène liegt auf dem Friedhof am Montmartre begraben, und dort, in ein Geheimfach am Grabstein, legt Julien seine Korrespondenz. Doch eines Tages sind alle Briefe verschwunden. Statt ihrer entdeckt Julien ein kleines Herz aus Stein. Julien ist fassungslos. Er hat keinem Menschen von den geheimen Briefen erzählt. Und noch seltsamer: Auf jeden Brief, den er nun schreibt, erfolgt eine »Antwort«: ein Gedicht von Prévert, Kinokarten für Orphée, ein Vergiss-mein-nicht-Sträußchen ...

Meine Bewertung: * * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Was für ein bezaubernder Roman! Obwohl das eigentliche Thema in dieser Geschichte die Trauerbewältigung nach dem Tod eines geliebten Menschen ist, versteht es Nicolas Barreau mit seiner wundervollen Sprache den Leser zu verzaubern und sehr viele positive Gedanken und auch Hoffnung zu verbreiten.

Der Roman handelt von Julien. Er ist vor kurzem Witwer geworden und man spürt den Schmerz über seinen Verlust in jeder Zeile. Julien ist gefangen in seiner Trauer. Wäre nicht sein kleiner Sohn Arthur und sein Verleger, der immer wieder unangemeldet an seine Tür pocht und nach seinen Fortschritten für den nächsten Roman fragt, würde er im Schmerz um Hélène versinken. Sein Kopf ist leer und das eigentliche Leben läuft ereignislos an ihm vorbei. Erst nach einiger Zeit kann er sich dazu aufraffen Hélènes letzten Wunsch zu erfüllen. Er soll 33 Briefe an sie schreiben - für jedes ihrer Lebensjahre einen. Mit der Zeit bemerkt er, dass ihm das Schreiben dieser Briefe hilft, die er in einem Geheimfach im Grabstein versteckt. Als eines Tages alle verschwunden sind und durch ein Herz aus Stein ersetzt wurden ist Julien sicher, dass Hélène mit ihm kommuniziert. Doch wie soll das möglich sein?

Gespannt verfolgt man als Leser, wie Nicolas Barreau dieses Rätsel lösen wird. Zu oft wurde ich bei ähnlichen Vorkommnissen in einem Roman enttäuscht. So fragte ich mich: Bleibt das Ende offen? Wird es übersinnlich oder bleibt der Autor rational? So wie er es gelöst hat, war es für mich perfekt.
Julien verbringt viele Tage auf dem Friedhof von Montmartre. Aus seinen Briefen an Hélène erzählt er aus seinem Alltag, der auch ohne seine geliebte Frau weitergehen muss. Gleichzeitig ist es aber auch eine Art Hommage an Hélène, die er tagtäglich sehr vermisst und dies auch in seinen Briefen ausdrückt.  Der Leser erfährt dadurch auch mehr aus dem gemeinsamen Leben der Beiden und besonders Juliens Gefühle und Gedanken. Es dauert bis man den Tod eines geliebten Menschen verarbeiten kann und auch Julien benötigt dazu seine Zeit. Unterstützt wird er von seinem Freund Alex, einem Goldschmied, von Cathérine, der besten Freundin seiner Frau, die im selben Haus wohnt, seiner Mutter und Sophie, Steinbildhauerin und Restaurateurin, die seine oftmaligen Friedhofsbesuche etwas auflockert. Als Julien weitere Botschaften im Geheimfach entdeckt, klammert er sich an die Hoffnung, dass es doch noch Dinge zwischen dem Himmel und der Erde gibt, die wir nicht verstehen. Ist es Hélène, die ihm diese kleinen Botschaften hinterlässt? Oder kennt noch jemand außer er selbst, dem Steinmetz und seinem Sohn Arthur sein geheimnes Versteck? Julien fragt sich, was wohl passieren wird, wenn er den dreiundreißisgten Brief geschrieben hat....und ich mich genauso =)

Die Botschaft, dass man nicht auf Dauer in der Vergangenheit leben und man die Trauer hinter sich lassen soll - ohne den geliebten Menschen dabei zu vergessen - kommt beim Leser zu hundert Prozent an. Sehr gefühlvoll und warmherzig wird diese überbracht.

"Wenn sich ein Tor des Glücks schließt, öffnet sich ein anderes. Aber oft schauen wir so lange auf das verschlossene Tor, dass wir das andere, das sich für uns geöffnet hat, gar nicht sehen" - Seite 227

Dabei gelingt es dem Autor weder kitschig zu werden, noch ins Melancholische abzugleiten und den Leser in Trübsal zu versetzen. Durch das Schreiben der Briefe findet Julien langsam wieder den Weg zurück ins Leben und überwindet seine Trauer.
Wie gewohnt bringt Nicoals Barreau eine Art Zauber und Magie in seine Geschichte. Manchmal gelingt das besser, manchmal nicht so gut. Diesmal wurde ich aber wieder von dieser zauberhaften Geschichte überzeugt.

Nicoals Barreau hat auch den Nebencharaktere Leben eingehaucht und diese lebendig und facettenreich dargestellt. Manche nehmen dabei mehr Raum ein, als andere.
Der Roman enthält viele wunderschöne Zitate, aber auch Filme oder Gedichte werden erwähnt. Die bildhafte Beschreibung von Paris, dem Viertel rund um die berühmte Sacre Coer und dem Friedhof Montmarte ist wunderbar eingefangen.

Das Cover, welches in Sepia-Tönen gehalten ist, passt zu den Vorgängerromanen des Autors und ist wunderbar stimmig. Wiederum ist es eine Frau in einem roten Mantel oder Jacke, wie auf den meisten Buchcovern des Autors.

Schreibstil:
Der Schreibstil von Nicolas Barreau (oder wer auch immer hinter diesem Pseudonym steckt) verzaubert mit einer wundervollen Sprache und ganz besonderer Wortwahl. Nicht nur die eingestreuten französischen Wörter, sondern generell der Schreibsstil vermittelt viel französisches Flair. Die Zitate, Gedichte und auch die Romantik geben der Geschichte das gewisse Etwas.

Erzählt wird der Roman aus der Sicht von Julien in der Ich-Form. Die Briefe an Hélène heben sich in kursiver Schrift vom Rest ab. Unter jedem Kapitel steht ein Satz, der einen Bezug zum folgenden Inhalt hat.

Fazit:
"Die Liebesbriefe von Montmarte" haben mich verzaubert. Gerne habe ich Julien auf seinem Weg aus der Trauer begleitet. Perfekte romantische und leichte Wochenendlektüre - ganz einfach ein Barreau, wie man es sich wünscht!


Das Café der kleinen Wunder - Nicolas Barreau





    • Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
    • Verlag: Thiele & Brandstätter Verlag (17. September 2016)
    • ISBN-10: 3851793684
    • ISBN-13: 978-3851793680
    • Genre: Roman, Liebesroman



Thiele Kurzbeschreibung:
Eleonore Delacourt ist 25, mag alte Bücher, liebt die Langsamkeit, misstraut schönen Männern, ist heimlich in ihren Philosophieprofessor verliebt, glaubt an Zeichen und würde niemals, nie und unter keinen Umständen ein Flugzeug besteigen. Und leider ist Nelly, wie sie sich selbst nur nennt, nicht so beherzt wie die geliebte Großmutter aus dem bretonischen Finisterre, die ihr einen alten Granatring hinterlassen hat, in dem AMOR VINCIT OMNIA steht. Auf jeden Fall ist Nelly nicht der Typ, der an einem kalten Januarmorgen alle Ersparnisse abhebt, eine rote Handtasche kauft, das winterliche Paris verlässt und einfach so mit dem Zug davonfährt – nach Venedig.

Meine Bewertung: * * * uneinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Wer die Bücher von Nicolas Barreau kennt, der weiß, was ihn erwarten wird. So ist das auch bei "Das Café der kleinen Wunder" der Fall, auch wenn dieser Roman doch einige kleine Schwächen gegenüber "Das Lächeln der Frauen" oder "Paris ist immer eine gute Idee" aufweist.

Dies beginnt bereits bei unserer Protagonistin Nelly, die für mich als junge Frau anfangs nicht authentisch genug war. Barreau hat zwar immer etwas verträumte und eigenwilligere Charaketere in seinen Romanen, die man einfach lieben muss, aber Nelly war auf der einen Seite zu kindisch und auf der anderen Seite wie eine alte Frau. Dabei ist sie 25, hat furchtbare Flugangst, liebt die Langsamkeit und ist total verliebt in ihren Professor. Sie himmelt diesen heimlich an, wie eine Vierzehnjährige. Dieser schätzt sie zwar, aber weiß nichts von ihrer Schwärmerei. An dem Tag, an dem sie ihre Gefühle endlich offenbaren möchte, erfährt sie, dass er sich mit einer Kollegin verlobt hat und nach Bologna ziehen wird. Für Nelly bricht eine Welt zusammen. Sie verschanzt sich in ihrer Wohnung und entrümpelt eine alte Kiste mit Büchern ihrer geliebten Großmutter. Dabei findet sie einen Roman mit einer geheimnisvollen Inschrift: AMOR VINCIT OMNIA - Die Liebe besiegt alles.
Genau denselben Satz, der auf dem Ring steht, den ihr ihre Nonna geschenkt hat. In ihrer Verzweiflung handelt sie zum ersten Mal in ihrem Leben spontan und geht den Spuren ihrer Großmutter nach.  Sie kauft sich ein Zugticket nach Venedig, der Stadt aus dem der Autor des Buches kommt. Und weil sie ihr Leben ändern möchte, kommt auch gleich die neue rote Handtasche, die sie schon monatelang in einem Schaufenster bewundert hat, mit. Etwas naiv denkt sie, dass es im winterlichen Venedig wärmer als in Paris sei, da es doch südlicher liegt, doch auch die Lagunenstadt erwartet sie mit Regen und Wolken. Es ist düster und grau und dann verliert Nelly auch noch ihre neue rote Handtasche....

Die Nelly aus Paris war für mich sehr realitätsfremd und "alt". Sie lebte ein Leben wie eine alte einsame Frau (und ich bin auch nicht mehr jung, aber mein Leben sieht doch ganz anders aus) und war aber auf der anderen Seite naiv wie ein Teenager. Ich konnte mich so überhaupt nicht in Nelly hineinversetzen. Erst als sie den amerkanischen StraßenmusikerSsean kennenlernt und das geheimnisvolle Buch entdeckt, wird sie etwas lebhafter. Und als sie dann selbstständig nach Venedig fährt, wundert man sich plötzlich über die "neue Nelly", die über ihren Schatten springt. Als sie ihre Handtasche verliert und dadurch den attraktiven Valentino kennenlernt, ist eigentlich der Fortgang der Geschichte klar.
Normalerweise gelingt es dem Autor oder wer immer hinter dem Pseudonym steckt, mich mit seinen zwar weniger anspruchsvollen, aber trotzdem zu Herzen gehenden Romanen zu berühren und in der Geschichte zu versinken. Doch diesmal hat mich die kleine Liebesgeschichte kaum ergriffen und auch das Geheimnis, deswegen Nelly eigentlich nach Venedig gereist ist, wird erst kurz vor dem Ende aufgelöst. Es verliert sich als Nebensächlichkeit, um plötzlich auf den letzten Seiten wieder im Mittelpunkt zu stehen.

Gefallen haben mir die wundervollen und bildhaften Beschreibungen der Lagunenstadt. Die kleinen Gässchen und der Flair von Venedig (auch wenn ich KEIN Fan der Stadt bin!), die typischen italienischen Zwischenfälle und die Lebensweise. Das gefiel mir schon in allen anderen Romanen, wobei sich dort aber alles um Paris dreht. Der Szenenwechsel nach Venedig hat mir gut gefallen, denn der Rest des Plots ist ziemlich ähnlich wie in den anderen Romanen von Nicoals Barreau. 

Schreibstil:
Wer Barreau kennt, der weiß, was er bekommt....und liebt dies auch. Der Schreibstil ist flüssig und emotional. Die überraschenden Wendungen werden erwartet und eine kleine Vorsehrbarkeit ist auch erwünscht. Vorallem erzählt er sehr bildhaft über eine Stadt, dessen Gerüche und Geschmäcker.....man fühlt und riecht und lebt in seinen Büchern einfach mit. Auch die Romantik kommt nie zu kurz.

Fazit:
Wieder eine nette Geschichte des Autors, jedoch eines der schwächeren Bücher aus seiner Feder. Leider konnte mich diesmal auch die Protagonistin und die Liebesgeschichte nicht richtig "abholen". Nur die wunderbare Atmosphäre konnte wieder voll punkten.

Vielen Dank an den Theile Verlag und an Lovelybooks für das Buch und die nette Leserunde!

Paris ist immer eine gute Idee - Nicolas Barreau


    • Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
    • Verlag: Thiele Verlag GmbH (15. September 2014)
    • ISBN-10: 3851792351
    • ISBN-13: 978-3851792355
    • Genre: Roman, Liebesroman


Piper Kurzbeschreibung: 

Rosalie ist Besitzerin eines kleinen Postkartenladens in St. Germain. Ihre Spezialität sind selbstgestaltete "Wunschkarten", doch mit ihren eigenen Wünschen hat die eigenwillige Grafikerin selten Glück. Das ändert sich schlagartig, als eines Tages der berühmte Kinderbuchautor Max Marchais in ihren Laden stolpert und sie bittet, sein neues (und wahrscheinlich letztes) Kinderbuch zu illustrieren. Rosalie willigt ein, und das Buch wird zum großen Erfolg. Doch kurze Zeit später taucht ein junger Literaturprofessor aus den USA im Laden auf und behauptet steif und fest, dass die Erzählung seine Geschichte sei ...

Meine Bewertung: * * * * *

Buch zur ABC Challenge

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Einmal um die Welt Challenge

Meine Meinung:
Nicolas Barreau oder wer auch immer hinter diesem Pseudonym stecken mag, ist bekannt für seine berührenden Geschichten, die im Herzen von Paris spielen. Irgendwie ähneln sie sich doch alle ein bisschen und trotzdem bin ich immer wieder mehr oder weniger begeistert von diesen zu Herzen gehenden Romanen. Und es betrifft auch immer Themen, die ich mag: alte Kinos, Postkarten, Bücher, Briefe....Dinge, die auch mein Herz höher schlagen lassen!

Im neuersten Roman geht es um Rosalie, die gerne Kunst studieren möchte. Sie ist eine begnadete Zeichnerin, doch ihre Mutter besteht auf einen "ordentlichen" Beruf. Und so kauft sie einen kleinen Laden, wo sie Postkarten verkauft und nebenbei Glückwunschkarten malt, die speziell nach Wunsch ihrer Käufer angefertig werden. Ihre Zeichnungen bleiben von einem Verlag nicht unbemerkt. Als der bekannte Kinderbuchautor Max Marchais nach Jahren wieder ein Kinderbuch schreibt, schickt ihn dieser Verlag zu Rosalie. Nach einigen Missverständnissen illustriert Rosalie das Buch vom blauen Tiger und Max und sie haben damit großen Erfolg. Bis auf einmal ein wütender Amerikaner im Geschäft steht und behauptet, dass dies seine Geschichte sei.....

Bezaubernd! Einfach bezaubernd sind meine ersten Gedanken nach dem Zuschlagen der letzten Seite. Immer wieder schafft es der Autor mich zu faszinieren...manchmal eben mehr, manchmal weniger.. Vorallem aber gelingt es ihm, mich mit seinen zwar weniger anspruchsvollen, aber trotzdem zu Herzen gehenden Romanen nach Paris zu entführen und dort einige Stunden zu verweilen.

Rosalie, unsere Hauptprotagonistin liebt die Malerei und ganz besonders die Farbe blau. In ihrem Postkartenladen fühlt sie sich wohl und verewigt die Wünsche ihrer Kunden auf ihre Glückwunschkarten. Bis ihr Leben plötzlich auf den Kopf gestellt wird durch den kautzigen Kinderbuchautor Max Marchais. Beide Charaktere werden wunderbar dargestellt. Rosalie, die herzensgute Künstlerin, liiert mit einem Sport- und Gesundheitsfanatiker.....zwei Gegensätze, die die Leidenschaften des Anderen nicht wirklich verstehen. Max Marchais, der erfolgreiche Kinderbuchautor, der sich nach dem Tod seiner Frau zurückgezogen hat und eigenbrötlerisch geworden ist. Eigentlich will er kein Buch mehr schreiben, wären da nicht die Überredungskünste seines alten Freundes. Und dann treffen sich die Wege der Beiden und ihrer beider Leben wird durch diese Freundschaft wahrlich bereichert.
Der rote Faden des Buches ist jedoch die Geschichte des blauen Tigers, das Buch, das Rosalie illustriert und das der Amerikaner Robert als die Geschichte seiner Mutter zu erkennen glaubt. Er ist außer sich vor Wut und wittert ein Plagiat. Rosalie und Robert begeben sich somit auf Spurensuche, denn es gibt mehr Geheimnisse zu entschlüsseln und zahlreiche Missverständnisse aufzuklären, als sie denken.

Dieser neue Roman des unter Pseudonym schreibenden Autors (oder einer Autorin - was ich eher vermute) ist meiner Meinung nach der Beste, den ich bis jetzt gelesen habe. Es ist zwar wie gewohnt eine romantische und ein wenig vorhersehbare Geschichte, doch all die kleinen versteckten Bedeutungen und die Geschichte in der Geschichte (das Buch des blauen Tigers) machen diesen Roman zu etwas ganz Besonderen. Natürlich kommt auch der "Paris-Faktor" nicht zu kurz, doch dieses Buch hat auch noch Charme und Witz und verzaubert mit einer magischen Liebesgeschichte.

Schreibstil:
Wer Barreau kennt, der weiß, was er bekommt! Der Schreibstil ist wie immer flüssig und lässt sich sehr gut lesen. Man ist leider viel zu schnell durch die Geschichte!

Fazit:
Wie gewohnt eine romantische Liebesgeschichte, die verzaubert und den Leser nicht nur nach Paris entführt, sondern auch den "Feel good-Faktor" hat. Meiner Meinung nach bis jetzt das beste Buch des Autors.


Menu d'amour - Nicolas Barreau


    • Gebundene Ausgabe: 160 Seiten
    • Verlag: Thiele Verlag GmbH (17. September 2013)
    • ISBN-10: 3851792629
    • ISBN-13: 978-3851792621
    • Genre: Roman

Amazon Kurzbeschreibung: 
Als sich der verträumte Literaturstudent Henri Bredin in die lebenslustige Valérie Castel verliebt, scheint diese so unerreichbar für ihn wie der Mond. Fast hat er schon die Hoffnung aufgegeben, das Herz des schönen Mädchens mit den aquamarinblauen Augen zu gewinnen, da entdeckt er bei einem Bouquinisten ein altes Buch mit dem Rezept für ein Liebeselixier. Doch kann so etwas heutzutage überhaupt funktionieren?

Meine Bewertung: * * * undeinhalb

Buch zur Chaos Challenge 2014

Buch zur Jahreszeiten-Cover-Challenge

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Einmal um die Welt Challenge

Meine Meinung:
Büchlein oder Kurzgeschichte mit Rezepten wäre eine passendere Beschreibung für dieses Buch, das gerade mal 160 Seiten hat. Davon sind leider auch nur 81 Seiten die oben genannte Geschichte und der Rest sind Rezepte....und alles noch in Großschrift und nicht seitenausfüllend. Somit bin ich schon beim größten Kritikpunkt zum neuersten Roman von Nicolas Barreau angelangt, der die Vorgeschichte zu "Das Lächeln der Frauen" (meine Rezi dazu hier) ist. Denn der Preis für diese Kurzgeschichte ist mit Sicherheit überhöht, wenn man nicht ein Rezeptbuch kaufen will! Gut, dass ich es mir von der Bücherei geliehen habe!

Innerhalb einer Stunde hatte ich das Büchlein durch und wie erwartet war die Liebesgeschichte rund um Henri und Valérie bezaubernd.
Wer bereits "Das Lächeln der Frauen" gelesen hat, wird sich vielleicht noch an Henri, dem Vater von Amelia, der Protagonistin aus dieser Geschichte, erinnern. Dieser verliebt sich bei einer Lesung unsterblich in seine Mitstudentin Valérie und versucht alles um sie zu erobern. Doch die Beiden sind nur gute Freunde. Als sich Valérie im Italienurlaub in den reichen Hotelierssohn Alessandro verliebt, sieht Henri keine Möglichleit mehr Valérie's Herz zu erobern. Da kommt Henri ein geheimnisvolles Büchlein mit einem Liebeselixier gerade recht....


Nicolas Barreau hat es in diesem kurzen Roman wieder geschafft, eine rundherum süße Geschichte in seinem unverkennbaren Schreibstil zu erzählen, die den Leser einfach verzaubert. Leider ist sie aber viel zu kurz um richtig zu berühren oder nicht gleich wieder in Vergessenheit zu geraten und das ist schade!

Wer gerne kocht (ich leider nicht), der wird auch eine Freude an den köstlichen Rezepten haben. Während des Lesens lief mir das Wasser im Munde zusammen......das war ganz schlecht, weil ich momentan auf Diät bin! ;) Zum Nachkochen sind die Rezepte zu empfehlen (wenn auch nicht gerade billig) und wer weiß, vielleicht geht die Liebe wirklich durch den Magen?

Fazit:
Leider viel zu kurz, aber im typischen Stil des Autors. Wer gerne kocht und Rezepte ausprobiert, hat hier tolle Ideen zum Nachkochen aufgelistet. Wer auf einen neuen Roman des Autors gewartet hat, wird hier nur mit einer Kurzgeschichte abgespeist! Ich vergebe 3 1/2 Punkte für die ersten 81 Seiten.




Eines Abends in Paris - Nicolas Barreau


    • Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
    • Verlag: Thiele Verlag (24. August 2012)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3851791770
    • ISBN-13: 978-3851791778
    • Genre: Roman

Amazon Kurzbeschreibung: 
Alain Bonnard, Besitzer eines kleinen Programmkinos in Paris, das früher seinem Onkel gehörte, ist Nostalgiker aus Überzeugung. In seinem Cinéma Paradis gibt es keine Eimer mit Popcorn, keine XXL-Colabecher, keine Hollywood-Blockbuster. Ein schlechtes Konzept zum Überleben. Doch Alain hält an seinen Qualitätsansprüchen fest. Er möchte Filme zeigen, die Träume schenken, und er mag die Menschen, die in sein Kino kommen. Ganz besonders diese bezaubernde schüchterne Frau im roten Mantel, die jeden Mittwoch erscheint und sich immer in die Reihe 17 setzt. Was für eine Geschichte sie wohl hat?

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur "Die dunklen Tage" Challenge

Meine Meinung:
Schon das Thema des kleinen Programmkinos im Herzen von Paris hat mich beim Lesen der Inhaltsangabe fasziniert! Definitiv ein Buch für mich, dachte ich mir. Ich war vor zwei Jahren selbst im Förder-Verein eines kleines Programmkinos in meiner alten Heimatgemeinde und obwohl ich jetzt nur mehr unterstützendes Mitglied bin, liegt es mir noch immer am Herzen!
Somit habe ich voller Vorfreude die ersten Seiten aufgeschlagen und wie bei "Das Lächeln der Frauen" bin ich sofort in die sympathische und lustige Erzählweise des Autoren reingekommen.
Irgendwo im Netz habe ich gelesen "Nicolas Barreau sei der Nicolas Sparks aus Frankreich". Das kann ich nur unterstreichen, obwohl ich finde, dass Barreau viel poetischer schreibt.
Ich habe auch immer das Gefühl mich mitten in Paris zu befinden und die von ihm beschriebenen Gassen und Plätze entlang zu schlendern.....so wunderbar beschreibt der Autor seine Schauplätze. Aber nicht nur die Straßen von Paris entstanden bildhaft vor meinen Augen...auch das alte Kino mit den roten Plüschsesseln (wie unseres) und all die Nebencharaktere füttern mein Gehirn mit farbenfrohen Bildern.

Die Geschichte selbst erzählt von Alan, einen sympathischen jungen Mann, der trotzalledem eher ein Einzelgänger ist. Nach den Wünschen seiner Eltern erlernte er zuerst einen "richtigen Beruf", jedoch spätestens nach dem Tod seines Onkels, der ihm sein kleines Kino vermacht hat, erfüllt er sich seinen Traum  und wird Kinobesitzer.
Schon als kleiner Junge hat er die meiste Zeit bei seinem Onkel verbracht und sich vorallem französischen Filme wie "Die Dinge des Lebens" mit meiner Lieblingsschauspierlin Romy Schneider oder "Before Sunrise" mit meinem Lieblingsschauspieler Ethan Hawke unzähllige Male angeschaut. Wie habe ich mich gefreut, als hier auch einige meiner Favoriten aufgezählt wurden....=)
Barreau entführt den Leser meisterhaft in die Welt der Filme und großer Regisseure...bis auf einmal einer vor Alain steht und genau in seinem kleinen Kino einen Film drehen will. Alan ist total aus dem Häuschen und innerhalb weniger Tage wird sein Leben auf den Kopf gestellt.

Doch nicht nur geschäftlich schwebt Alan im siebten Himmel. Endlich hat er seine Traumfrau angesprochen, die jeden Mittwoch zur Spätabendvorstellung zu "Les Amours au Paradis" ("Die Romanzen im Paradies"), ins Cinema Paradis kommt. Jede Woche um 22 Uhr werden besondere Liebesfilme gespielt und jeden Mittwoch erscheint die junge Frau im roten Mantel und setzt sich in Reihe siebzehn.
Nachdem sich die Beiden endlich das erste Mal verabredet haben und auch im kleinen Cinema Paradis alles wie am Schnürchen läuft, erscheint Alan's Angebetete aufeinmal nicht mehr. Alan ist verzweifelt....weiß er doch nur ihren Vornamen und in welchem Haus (natürlich mit vielen Parteien) seine Traumfrau (angeblich!) wohnt.....Mit diesen wenigen Hinweisen macht er sich mit der Hilfe seines besten Freundes Robert auf die aufregendste Suche seines Lebens.....

Das Cover des Buches passt hervorragend zur Geschichte. Endlich stimmt auch mal die Haarfarbe der beschriebenen "Frau im roten Mantel" und wie man sieht, ist auch dieser abgebildet.

Am Schluss des Buches werden noch alle 25 Liebesfilme aus dem Cinema Paradies aufgezählt.

Fazit: Ein wunderbar geschriebener Liebesroman, der vorallem durch die Erzählweise seines Autors besticht. Für Barreau Liebhaber eine absolute Kaufempfehlung! Aber auch für Kino- oder Paris-Fans empfehlenswert oder wenn man einfach nur abtauchen will....




Das Lächeln der Frauen - Nicolas Barreau


Französischer Originaltitel: ?

Amazon Inhaltsangabe:
Es gibt keine Zufälle! Davon ist Aurélie, die nach dem Tod ihres Vaters dessen Restaurant "Le Temps des Cerises" übernommen hat, überzeugt. An jenem verhängnisvollen Freitag im November, als Aurélie so unglücklich ist wie nie zuvor, fällt ihr in einer Buchhandlung ein Roman mit dem Titel "Das Lächeln der Frauen" ins Auge. Verwundert stößt sie auf einen Satz, der auf ihr eigenes kleines Restaurant verweist. Nach der Lektüre der ganzen Geschichte will Aurélie plötzlich nicht mehr sterben. Eines aber will sie unbedingt - den Autor dieses Romans kennenlernen, der ihr, davon ist sie überzeugt, das Leben gerettet hat, ohne dies auch nur zu ahnen. Sie möchte sich bedanken und ihn in ihr kleines charmantes Restaurant einladen, das er ja offensichtlich bereits zu kennen scheint. Doch ihr Wunsch erweist sich als schwieriges, ja fast unmögliches Unterfangen. Alle Versuche, mit dem scheuen Autor über seinen französischen Verlag in Kontakt zu treten, werden von dem bärbeißigen Lektor André abgeblockt, der ihre enthusiastischen Briefe nur widerwillig weiterleitet. Doch Aurélie gibt nicht auf, und als eines Tages tatsächlich eine Nachricht von dem zurückhaltenden Schriftsteller in ihren Briefkasten flattert, kommt es zu einer ganz anderen Begegnung, als sie es sich vorgestellt hat ...

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge
Buch zur Liebe, Tod und Ehre Challenge

Meine Meinung:
Was für ein schönes Buch! Mit einem Lächeln habe ich das Buch zugeschlagen und noch immer lässt mich das Flair der Geschichte nicht los.
Aurélie, gerade am Boden zerstört, nachdem ihr Vater vor wenigen Monaten verstorben ist und sich nun auch noch ihr Freund aus dem Staub gemacht hat, irrt, ganz im Kummer versunken, stundenlang durch Paris. Auf der Flucht vor einem netten Polizisten, der denkt, sie will sich von der Brücke stürzen, versteckt sie sich - als Nicht-Leserin ;) -  in einem kleinen Buchladen. Dort entdeckt sie ein Buch, das ihr Restaurant und Sie selbst beschreibt! Fassungslos nimmt Aurélie dieses Buch mit nach Hause und liest die ganze Nacht durch. Verzaubert von der Geschichte und der fixen Idee, dass der Autor in ihrem Restaurant gewesen sein muss und es Schicksal ist, dass ihr gerade jetzt dieses Buch zufällig in die Hände gefallen ist, beschließt Sie dem Autor zu schreiben, nichtsahnend, dass dieser gar nicht derjenige ist, als der er sich ausgibt.

Der Schreibstil von Nicoals Barreau ist sehr leicht und flüssig zu lesen. Es ist mein erstes Buch des Autors und es hat mich sofort verzaubert. Der Roman wird abwechselnd aus der Sicht von Aurélie und André erzählt. Dadurch erhalten wir einen sehr guten Eindruck über die beiden Hauptprotagonisten und ihre Gedanken, Gefühle und Handlungen.Auch wenn das Ende vorhersehbar ist, kann man es kaum erwarten zu lesen wie eine kleine Lüge immer weitere Kreise zieht und zu unvorhersehbaren Verwicklungen führt.

Auch erhält man Einblicke in die Welt der Verlage und Autoren, erliegt dem Charme von Paris und kommt auch kulinarisch nicht zu kurz. Am Schluss des Buches gibt es das 3-Gänge Menü der Liebe auch für die Leser zum nachkochen.


Nachdem man im Buch auch einige Einblicke in so ein Autorenleben werfen konnte, frage ich mich nun nach dem Lesen, warum es keinen französischen Titel gibt? Ich habe  auch nochmals vorne im Buch nachgeschlagen, aber nichts gefunden....wer das Buch schon gelesen hat, wird meinen Gedanken wahrscheinlich folgen können oder ist es einfach nur irrtümlich passiert?

Fazit: Ein Liebesroman mit viel Humor, aber auch tiefgründigen Gedanken (Aurélie's Gedankenwand), vielen Irrungen und Wirrungen, viel Romantik, aber nicht kitschig, ist dieses Buch ein richtiger Lesegenuss.

 

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