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Die Engel von Alperton - Janice Hallett

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     


    • Gebundene Ausgabe: 544 Seiten
    • Verlag:‎ Atrium Verlag AG, 1. Edition, 9. April 2025
    • Übersetzer: ‎ Stefanie Kremer
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 385535197X
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3855351978
    • Originaltitel‏: The Mysterious Case of the Alperton Angels
    • Genre: ?


Atrium Kurzbeschreibung:
Die True-Crime-Autorin Amanda Bailey weiß alles über den berüchtigten Fall der Engel von Alperton. Zahlreiche Bücher und Verfilmungen berichteten von der fanatischen Sekte, seit ihre Mitglieder vor achtzehn Jahren versuchten, ein Baby zu opfern, das sie für den Antichrist hielten. Mittlerweile scheint daher alles erzählt zu sein – doch nun ist das "Alperton-Baby" volljährig und könnte endlich interviewt werden. Amanda wittert ihre Chance auf einen echten Coup. Doch während sie immer tiefer in die Recherchen eintaucht, wird klar, dass in diesem Fall nichts ist, wie es scheint. Und dass die Geschichte der Engel von Alperton noch lange nicht vorbei ist ...

Meine Bewertung: * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Puh...was war das? Nachdem ich den Klappentext gelesen habe, hatte ich die Geschichte auf dem Schirm. True Crime und etwas mystisches, eine "jagende" Reporterin und Spannung habe ich mir versprochen. Bekommen habe ich nichts davon!

Amanda Bailey bekommt den Auftrag ein Buch über "Die Engel von Alperton" zu schreiben. Diese waren/sind eine Sekte, die glauben keine Menschen, sondern Engel zu sein. Eines Tages kommt es zu einem Blutbad. Ein Baby soll geopfert werden, welches angeblich der Antichrist werden würde. Das Baby und ein junges Pärchen überleben das Massaker, während die anderen Sektenmitglieder sterben. Ihr Sektenführer kommt ins Gefängnis. Seitdem sind achtzehn Jahre vergangen und Amanda soll nun das Kind finden und das Geheimnis lüften.....

Ich weiß nicht einmal genau, in welches Genre ich das Buch einordnen soll. Dass der Inhalt aus Emails, Sprachaufzeichnungen, WhatApp Nachrichten, Kapitelentwürfen und einem Drehbuch besteht, hat mich nicht gestört. Ich habe bereits einige Bücher in Form von Emails gelesen und mochte sie teilweise sehr. Was zu Beginn noch relativ spannend ist und man schnell durch die Seiten kommt, wird mit der Zeit immer langweiliger.
Doch zuerst lassen einem die ersten kleinen Unstimmigkeiten aus den verschiedenen Kommunikationsmaterialien stutzen und überlegen. Was ist damals wirklich passiert? Und warum verschwinden immer wieder Menschen oder werden getötet, die sich mit dem Vorfall näher beschäftigen?
Im Laufe der Zeit kommt es zu immer mehr Wiederholungen, die furchtbar einschläfernd wirken. Ich hatte bald immer weniger Lust im mehr als 500 Seiten starken Buch weiterzulesen.
Durch die WhatsApp Nachrichten und Interviews baut man keinerlei persönliche Beziehung zu den Charakteren auf. Es treten generell immer mehr Figuren auf und mit der Zeit verliert man vollkommen den Überblick. Einzig Amanda, die True-Crime Autorin mit eigener Show, die ihre Story über den angeblichen Selbstmord der Engel von Alperton schreiben soll, ihr Kontrahent Oliver Menzies, der an einem ähnlichen Projekt arbeitet und Elli Cooper, die Amandas Interviews aufzeichnet, sind die Hauptcharaktere, die in Erinnerung bleiben. Sie konnten trotzdem keinerlei Empathie bei mir erzeugen, was ich schade finde. 

Die Handlung wird zum Ende hin immer abstruser und es kommen plötzlich esoterische und übersinnliche Elemente hinzu. Die Auflösung konnte mich ebenfalls nicht überzeugen.
Wäre es kein Rezensionsexemplar für eine Lovelybooks Leserunde gewesen, hätte ich das Buch abgebrochen. So gibt es eben statt einen Stern (Buch abgebrochen), zwei Sterne.

Cover:
von links nach rechts:
das niederländische, das italienische, das spanische und das englischsprachige Cover

Fazit:
Coole Idee, die sehr mangelhaft umgesetzt wurde. Leider keine Leseempfehlung!


Vielen Dank an Lovelybooks und den Atrium Verlag für das Rezensionsexemplar

Die Stille des Bösen - Kyle Perry

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     

    • Gebundene Ausgabe: 460 Seiten
    • Verlag: ‎ Atrium Verlag AG (20. August 2021)
    • Übersetzer: ‎ Sabine Längsfeld
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3855351171
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3855351176
    • Originaltitel: The Bluffs
    • Genre: Thriller



Atrium Kurzbeschreibung:
Das Verschwinden einer Gruppe Teenager in der abgeschiedenen Wildnis der tasmanischen Berge versetzt das Städtchen Limestone Creek in Alarmbereitschaft. In den Achtzigern sind hier schon einmal junge Mädchen verschollen, und die Legende des Hungermanns verfolgt die Gemeinde noch immer. Als schließlich die übel zugerichtete Leiche eines der Mädchen am Fuß eines Berges gefunden wird, fällt der Verdacht auf wilde Tiere. Doch Detective Badenhorst ist skeptisch – warum ist die Leiche barfuß? Und wie kommen ihre Schuhe auf den Gipfel des Felsens, fein säuberlich zugeschnürt? 

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Ein weiterer Debütroman, der mir ausgesprochen gut gefallen hat. Vorallem, weil es ein etwas anderer Thriller ist, als ich die letzte Zeit gelesen habe. Damit kann Kyle Perry alleine schon punkten. Ein weiterer Pluspunkt ist die Location: Tasmanien. Mein erstes Buch, das in Tasmanien spielt und das nach so vielen Jahren, die ich bereits lese. Einzig der Ausgangspunkt rund um eine Gruppe, die sich in der Wildnis verirrt, habe ich bereits bei einer anderen australischen Autorin gelesen: Ins Dunkel von Jane Harper.

In Limestone Creek verschwinden vier Schülerinnen beim Schulausflug in den Great Western Tiers. Eine der Lehrkräfte wurde niedergeschlagen und verletzt aufgefunden. Sie kann sich allerdings an nichts mehr erinnen. Bereits im Jahr 1985 sind vier Teenager in den Great Western Tiers verschwunden. Die Legende vom Hungerman, der in den tasmanischen  Bergen sein Unwesen treibt, hält seitdem die Bevölkerung des kleinen Städtchens in Atem. Sehr bald steht der Drogendealer Murphy, dessen Tochter Jasmine eine der verschwundenen Schülerinnen ist, unter Verdacht. Murphy hat jedoch nur ein Ziel: Seine Tochter so schnell wie möglich zu finden. Davon hält ihn Dobs, der Ortspolizist, jedoch immer wieder ab. Die beiden Männer können sich auf den Tod nicht ausstehen und Dobs hat noch eine alte Rechnung mit Murphy zu begleichen. Die herbeigerufenen Einsatzkräfte und die Ermittler Con Badenhurst und seine Kollegin Gabriella versuchen eine Spur von den verschwundenen Mädchen zu finden und festzustellen, was passiert sein könnte.

Drei der verschwunden Teenager sind in der Schule die "Fab Four", deren Anführerin Madison eine bekannte Influencerin ist. Sie ist fasziniert von der Legende des "Hungerman", weiß sich aber auch zu präsentieren und hat dabei keinerlei Hemmungen. Ihre Zwillingsschwester Cierra und Georgia, die von den Aboriginies abstammt, sind die weiteren abgängingen Mädchen.
Interessant ist für uns Blogger natürlich auch, dass eine der Figuren eine bekannte Influencerin ist. Allerdings sollte man sich an Madison kein Beispiel nehmen! Für sie gehen Klicks und Follower über alles. Es zeigt sehr genau auf, wie sich Menschen von ihren Aussagen in die Irre führen lassen. Sensationsgier und Schnelllebigkeit wird vom Autor hier sehr drastisch - aber ehrlich - dargestellt.

Die Ermittler Con und Gabriella sind anfangs schwer fassbar. Vorallem Con knabbert noch an seinem letzten Fall, bei dem es ebenfalls um ermordete Jugendliche ging. Das Problem in Limestone Creek ist, dass die Einheimischen den Ermittlern aus der Stadt nicht wirklich vertrauen. Das sozialkulturelle Bild der Kleinstadt und deren Bewohner wird vom Autor sehr gut dargestellt. Umso schwerer ist es für Con und Gabriella richtig zu ermitteln und Verdächtige zu finden. Diese sind auf jeden Fall mehr als zahlreich!
Die Charaktere sind sehr facettenreich und teilweise undurchschaubar. Manche mochte ich zu Beginn nicht wirklich, was sich dann aber im Laufe der Geschichte änderte. Umgekehrt ging es mir aber ebenso. 

Die ersten Kapitel werden aus der Sicht von Jasmine, Murphy's Tochter, erzählt. Danach verfolgen wir die Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven. Die Sprache ist oftmals etwas derb, was ich eigentlich nicht wirklich mag. Sie tritt allerdings meistens in Verbindung mit Murphy und seinem Bruder Buck auf.

Kyle Perry beschreibt die für uns unbekannte tasmanische Tier- und Pflanzenwelt sehr detailliert und atmosphärisch. Es gibt auch viele mystische Einschläge. Ich fand den Schauplatz und die Atmosphäre teilweise sehr bedrückend und unheimlich...passend zur Suche in den Bergen nach den jungen Mädchen.

Die Spannungskurve hält konstant bis zum Schluss an. Viele unvorhersehbare Wendungen und überraschende Entwicklungen haben mich an die Geschichte gefesselt. Die Verdächtigen sind zahlreich und ich bin bis zum Ende vollkommen im Dunkeln getappt. Der Autor hat wirklich eine großartige Geschichte geschrieben, deren Auflösung mich richtig überraschen konnte.

Cover:

von links nach rechts: das niederländische, das estnische und das englischsprachige Cover

Fazit:
Ein sehr atmosphärischer Thriller, der konstant spannend bleibt. Das Setting in den Great Western Tiers hat der Autor sehr gut dargestellt. Es ist bedrohlich und unheimlich. Facettenreiche Charaktere und unerwartete Wendungen machen diesen Thriller zu einem wirklich gelungenem Debüt! Chapeau!

Vielen Dank an den Atrium Verlag und an Lovelybooks für das Rezensionsexemplar!

Der dunkle Sog des Meeres - Roxanne Bouchard

    Die Bildrechte liegen beim Verlag


    • Gebundene Ausgabe: 310 Seiten
    • Verlag: Atrium Verlag AG (23. April 2021)
    • Übersetzer: Frank Weigand
    • ISBN-10 : 3855351139
    • ISBN-13 : 978-3855351138
    • Originaltitel: Nous étions le sel de la mer
    • Genre: Spannungsroman, Krimi 
    • Reihe: Band 1 um Inspektor Morales



Atrium Kurzbeschreibung:
Die Bewohner des kanadischen Küstenörtchens Caplan führen ein ruhiges Leben im Rhythmus des Meeres. Doch als die junge Catherine Day auf der Suche nach ihrer leiblichen Mutter in den Ort kommt und kurz darauf deren Leiche in einem Fischernetz gefunden wird, beginnen alte Geheimnisse die Wasser der malerischen Küste zu trüben. Frisch aus der Großstadt nach Caplan gezogen, wird Sergent Joaquín Morales in die Untiefen des merkwürdigen Todesfalles geworfen. Statt sich dem Auspacken seiner Kisten widmen zu können, sieht er sich mit dem eigenwilligen Verhalten der Dorfbewohner konfrontiert – denn diese haben ihren ganz eigenen Umgang mit der Wahrheit: Verhöre driften in Plaudereien ab, und Beweise treiben mit den Gezeiten davon. Schon bald muss Sergent Morales erkennen, dass sich dieser Fall keine Regeln aufzwingen lässt. 

 Meine Bewertung: * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Der Klappentext hörte sich so gut an, jedoch fand ich leider keinen richtigen Zugang zu diesem Buch, das eine Mischung aus Spannungsroman und Krimi ist. Dabei hat die Autorin die Atmosphäre des kleinen kanadischen Küstendorfes Caplan wunderbar eingefangen. Das alleine genügte mir allerdings nicht.

Die junge Catherine Day kommt von Montreal in das entlegene Fischerdorf Caplan um ihre leibliche Mutter zu suchen. Die Dorfbewohner machen es ihr nicht leicht und sie braucht wahrlich Geduld bis sich einige der Menschen ihr gegenüber öffnen. Als die Leiche einer Frau an die Küste gespült wird, die sich im Fischernetz verfangen hat, muss Catherine ihre Hoffnung aufgeben ihre Mutter kennenzulernen. Die tote Frau im Netz ist nämlich Marie, ihre Mutter.
Das ruft die Polizei nach Caplan. Joaquin Morales, Inspektor mit mexikanischen Wurzeln, der gerade von der Großstadt an die Küste zieht, wird von seiner Chefin für die Ermittlungen herangezogen. Morales, der noch gar nicht richtig im Fischerdorf angekommen ist, wird gleich ins kalte Wasser gestoßen, denn auch dem Neuankömmling werden keinerlei Sympathien entgegen gebracht. Im Gegenteil - Morales wird von den Dorfbewohnern ziemlich an der Nase herumgeführt. Zusätzlich setzen ihm Eheprobleme zu, die ihn ablenken und nicht wirklich auf den Fall eingehen lassen. Der verpeilte Inspektor ist somit keine große Hilfe.

Die Schilderungen des Meeres, rund ums Fischen und die Gespräche der Dorfbewohner untereinander, sowie die Szenen mit Catherine und Morales sind  leider ziemlich langatmig. Sie drehen sich immer wieder im Kreis und driften ab. Das führt zu Längen und meine Aufmerksamkeit ließ mit der Zeit immer mehr nach.
Die Handlung dreht sich größtenteils ums Fischen und das Meer oder über die schöne Maria, die anscheinend allen Männern im Dorf den Kopf verdreht hat. Außer dass Maria alleine segelte und immer wieder verschwand und sie zudem sehr hübsch ist, erfährt man nichts über diese Frau, die der eigentliche rote Faden der Geschichte ist. Generell bleiben alle Figuren sehr an der Oberfläche.

Was der Autorin jedoch gelungen ist, ist die Darstellung der Atmosphäre im Ort und zwischen den Dorfbewohnern. Die Landschaftsbeschreibungen sind großartig. Auch das Meer konnte ich riechen und ich sah die raue See vor mir. Die Beschreibung ist poetisch und märchenhaft.

Das Meer schlug hart auf die Kiesel des Strandes ein, die zu meinen Füßen klirrten wie Glasscherben. Die Silbermöwen ließen die Panzer der Krebse auf die Felsen fallsen, um sie aufzubrechen.       --Seite 139--

Die Handlung fand ich nicht wirklich schlüssig und ich blieb auch nach Beenden der letzten Seite ziemlich ratlos zurück. Vielleicht habe ich die Geschichte auch nicht verstanden und die Autorin wollte damit etwas ganz anderes aussagen. Als Beginn einer Krimireihe jedoch finde ich die Handlung absolut ungeeignet.

Schreibstil:
Der Schreibstil ist sehr dialoglastig. Die Erzählperspektive ändert sich oft ohne Vorankündigung und manchmal mitten im Absatz. Ich brauchte danach immer ein paar Zeilen bis ich herausgefunden hatte, dass plötzlich jemand anderer erzählt. Nachdem ich sowieso schon Schwierigkeiten mit der Geschichte hatte, war dies nicht besonders hilfreich. Obwohl Morales als Inspektor ermittelt, fehlte zusätzlich komplett die Spannung. 

Cover:

Das französisch- und das englischsprachige Cover des Romans.

Hier muss ich dem Atrium Verlag ein großes Kompliment machen, denn das deutsche Cover ist wunderschön und absolut gelungen, was ich von diesen beiden Ausgaben leider gar nicht behaupten kann

Fazit:
Für mich war dieser Roman leider nichts und der Klappentext irreführend. Vielleicht fehlt mir auch als Binnenmädchen die Liebe zum Meer, aber die Story generell konnte mich trotzallem nicht abholen. Sie plätscherte wie ein leichter Regenguss dahin und hatte weder Höhen noch Tiefen. Weder Handlung, noch Figuren waren überzeugend. Der Plot nicht auffindbar. Sehr schade!

Vielen Dank an den Atrum Verlag und an Lovelybooks für das Rezensionsexemplar!

 

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