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[Die Erben der Nacht] Nosferas - Ulrike Schweikert

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     

     

    • Broschiert: 448 Seiten
    • Verlag: cbt; 1. Edition (10. März 2008)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 9783570304785
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3570304785
    • Genre: Jugendbuch, Fantasy, Vampirroman
    • Reihe: ja - Band 1 der Erben der Nacht



cbt Kurzbeschreibung:
Ende des 19. Jahrhunderts haben sich die letzten sechs Vampir-Clane über ganz Europa ausgebreitet. Feindselig stehen sie einander gegenüber, doch als ihre Art in der modernen Zeit vom Untergang bedroht ist, gibt es nur einen Weg, das eigene Überleben zu sichern: Gemeinsam sollen ihre Kinder, die Erben der Nacht, ausgebildet werden, damit sie von den Stärken jedes Clans profitieren … Die Ausbildung der Erben der Nacht beginnt in Rom. Von den italienischen Meistern sollen die Irin Ivy, der Engländer Malcom, der Wiener Franz-Leopold und die Deutsche Alisa lernen, sich gegen Kirchenkräfte jeder Art zu immunisieren. Doch bald häufen sich die Morde im italienischen Clan. Ein rätselhafter Vampirjäger geht um. Als sich die vier jungen Vampire auf seine Fährte setzen, stoßen sie auf eine teuflische Verschwörung in den eigenen Reihen … 

Meine Bewertung: * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
In einer gemeinsamen Leserunde auf meinem Blog habe ich "Nosferas", den ersten Teil der "Erben der Nacht" Reihe von Ulrike Schweikert gelesen. Meine Mitleser waren Aleshanee vom Blog "Weltenwanderer" und Nicole vom Blog "Zeit für neue Genres". Eines hatten wir gemeinsam: Es ist total an uns vorbei gegangen, dass es sich hier um ein Jugendbuch handelt. Dementsprechend verhalten fiel unser Fazit aus. Das ist allerdings unsere eigene Schuld und ich denke ich werde als Einzige dem nächsten Band noch eine Chance geben, weil ich Band 2 und 3 sowieso schon hier zuhause liegen habe. Wann das sein wird, kann ich allerdings noch nicht sagen.
Von der Autorin habe ich bereits einen anderen historischen Vampirroman gelesen, der mehr in die Richtung historisch geht und mir eigentlich sehr gut gefallen hat. Es handelt sich dabei um "Das Herz der Nacht". Hier ist meine uralt Rezension aus dem Jahre 2011 dazu *klick*

In Nosferas haben die letzten sechs Vampirclans ein großes Problem. Sie sind davor auszusterben. Deshalb beschließen sie die jüngste Generation, die Erben der Nacht, zusammenzuführen und sich nicht mehr gegenseitig zu bekämpfen. Abwechselnd sollen diese gemeinsam in den diversen Ländern der einzelnen Clans unterrichtet werden. Dabei sollen sie sich die  bestimmte Eigenschaften der anderen Vampirclans aneigen und von deren Stärken profitieren. Nur gemeinsam können sie stark genug sein, um sich gegen die immer häufiger auftretenden Vampirjäger zu wehren. Die Ausbildung beginnt in Rom bei den Nosferas. Von ihnen sollen die Nachkommen aus den verschiedenen Clans Unterricht in Abwehr gegen Kirchenkräfte erhalten und die italienische Sprache lernen. Außerdem würden sich die jungen Vampire gegenseitig besser kennenlernen. Nacheinander treffen die Lycana aus Irland, die Dracas aus Wien, die Vyrad aus London, die Pyras aus Paris und die Vamalia aus Hamburg in Rom ein, wo sie in der Domus Auream, dem ehemaligen Palast Neros, untergebracht sind.

Eine einzige Hauptprotagonistin gibt es in der Geschichte eigentlich nicht, obwohl ich zu Beginn dachte es sei Alisa aus Hamburg. Doch auch Ivy aus Irland, die immer in Begleitung ihres Wolfes ist und der hochnäsige Franz Leopold aus Wien spielen eine größere Rolle. Neben den Schulstunden unternehmen die jungen Vampire Ausflüge in das nächtliche Rom. Doch dort lauert eine große Gefahr! Es gehen Vampirjäger um und immer wieder werden Vampire ermordet aufgefunden. Es scheint, als ob der Vatikan in diese Geschehnisse verwickelt  ist. Zusätzlich zieht noch eine weitere, unheimliche Gestalt durch die Ruinen - weder Vampir noch Mensch. Doch die Nosferas verheimlichen den Erben diese Todesfälle, was sie zusätzlich in große Gefahr bringt.
Im weiteren Verlauf erleben wir einige sehr spannende Szenen, aber es gibt auch etliche Längen, die sehr deutlich werden lassen, dass es sich um eine Jugendbuch handelt. Die Ausschnitte, die mehr Spannung aufbauten, waren meiner Meinung etwas zu kurz geraten. Hier hätte ich mir ein bisschen mehr gewünscht.  Auch das Ende wurde mir etwas zu schnell abgehandelt und natürlich werden nicht alle Geheimnisse aufgelöst, denn es folgen noch weitere Bände.

Gefallen haben mir die bildhaften Beschreibungen der Landschaft und der ewigen Stadt am Ende des 19. Jahrhunderts. Ulrike Schweikert hat die Stellung der Kirche sehr gut dargestellt und die politischen Folgen ihres Eingreifens. Ganz besonders gefallen haben mir die Erwähnungen bekannter Autoren, wie Oscar Wilde, Charles Dickens, Bram Stroker und Shakespeare. Wenn Alisa am Friedhof auf den blutjungen Oscar Wilde trifft, ist dies ein ganz besonderer Lesemoment.

Der Schreibstil der Autorin ist wie in ihren anderen Romanen bildhaft und einnehmend. Die Charaktere sind sehr aussagekräftig und man kann sich ein gutes Bild machen. Was ich jedoch sehr vermisst habe war eine Übersicht der Clans und ihren jugendlichen Vertretern zu Beginn des Buches. So dauerte es eine Weile bis ich alle richtig zuordnen konnte, denn die Jungvampire kamen alle in Begleitung ihrer Servienten, sogenannten Halbvampiren, die als Mensch gebissen wurden. Sie sind deren Diener, aber auch Beschützer. Und so gab es zu beginn namen über Namen, die mich ziemlich verwirrten und die ich erst im Laufe der Zeit zuordnen konnte.

Fazit:
Ein Vampirroman, der einen interessanten Plot aufweist, dem man jedoch anmerkt, dass es sich um ein Jugendbuch handelt und "Nosferas" der Beginn einer Reihe ist. Die Geschichte ist sicher erst mit dem sechsten Band zu Ende erzählt, jedoch ist der erste Band abgeschlossen. Ich hoffe, dass die Charaktere im Laufe der nächsten Bände noch erwachsener werden und etwas mehr Spannung aufkommt. 


 

[LESERUNDE] Nosferas - Ulrike Schweikert

 

Morgen am 1. August startet hier die gemeinsame

LESERUNDE
zu
"Nosferas"
DIE ERBEN DER NACHT

den ersten Band der Vampir-Reihe von Ulrike Schweikert


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KLAPPENTEXT:
Ende des 19. Jahrhunderts haben sich die letzten sechs Vampir-Clane über ganz Europa ausgebreitet. Feindselig stehen sie einander gegenüber, doch als ihre Art in der modernen Zeit vom Untergang bedroht ist, gibt es nur einen Weg, das eigene Überleben zu sichern: Gemeinsam sollen ihre Kinder, die Erben der Nacht, ausgebildet werden, damit sie von den Stärken jedes Clans profitieren …
Die Ausbildung der Erben der Nacht beginnt in Rom. Von den italienischen Meistern sollen die Irin Ivy, der Engländer Malcom, der Wiener Franz-Leopold und die Deutsche Alisa lernen, sich gegen Kirchenkräfte jeder Art zu immunisieren. Doch bald häufen sich die Morde im italienischen Clan. Ein rätselhafter Vampirjäger geht um. Als sich die vier jungen Vampire auf seine Fährte setzen, stoßen sie auf eine teuflische Verschwörung in den eigenen Reihen …
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Einteilung des Buches
Abschnitt 1: Prolog bis inklusive Im Kolosseum
Abschnitt 2: Nächtliche Verfolgung bis inkl. Anatomieunterricht
Abschnitt 3: Die Bibliothek... bis inkl. In der Falle
Abschnitt 4: Rettung bis Ende

Teilnehmer:
Aleshanee von Weltenwanderer
Nicole von Zeit für neue Genres
und ich
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Jeder, der noch gerne mitlesen möchte, ist herzlich eingeladen!

Die Charité - Ulrike Schweikert



    • Broschiert: 496 Seiten
    • Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verlag; Auflage: 2 (26. Juni 2018)
    • ISBN-10: 3499274515
    • ISBN-13: 978-3499274510
    • Genre: Historischer Roman



Rowohlt Kurzbeschreibung:
Berlin, 1831. Seit Wochen geht die Angst um, die Cholera könne Deutschland erreichen – und als auf einem Spreekahn ein Schiffer unter grauenvollen Schmerzen stirbt, nimmt das Schicksal seinen Lauf. In der Charité versuchen Professor Dieffenbach und seine Kollegen fieberhaft, Überträger und Heilmittel auszumachen: ein Wettlauf gegen die Zeit. Während die Ärzte um das Überleben von Tausenden kämpfen, führen drei Frauen ihren ganz persönlichen Kampf: Gräfin Ludovica, gefangen in der Ehe mit einem Hypochonder, findet Trost und Kraft in den Gesprächen mit Arzt Dieffenbach. Hebamme Martha versucht, ihrem Sohn eine bessere Zukunft zu bieten, und verdingt sich im Totenhaus der Charité. Die junge Pflegerin Elisabeth entdeckt die Liebe zur Medizin und - verbotenerweise - zu einem jungen Arzt ...

Meine Bewertung: * * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Die Charité ist eine der bekanntesten Universitätskliniken Europas. Als ich letztes Jahr eine Serie im TV sah, die um die Jahrhundertwende spielte und die vorallem von Robert Kochs Forschungen erzählte, war ich begeistert. Ulrike Schweikert ist für mich keine unbekannte Autorin und nach der Leseprobe wusste ich, dass ich diesen Roman unbedingt lesen möchte.

In "Die Charité - Hoffnung und Schicksal" sind wir noch früher angesiedelt und zwar zu Anfang des 19. Jahrhunderts rund um die Jahre 1830-40. Die Cholera wütet in Teilen Osteuropas und auch in Berlin gibt es bereits die ersten Totesfälle. Die Menschen sind verängstigt und schreiben die Krankheit den giftigen Dämpfen, die aus dem Kanal aufsteigen zu. Zu dieser Zeit beginnt Elisabeth als Wärterin in der Charité zu arbeiten. Sie ist eine der wenigen Frauen und Männer, die diese schwere und kaum bezahlte Arbeit mit Herzblut verrichtet. Sie ist einfühlsam und kümmert sich liebevoll um die Patienten, aber auch wissbegierig und intelligent.
Gemeinsam mit Elisabeth beginnt auch Dr. Alexander Heydecker als angehender Arzt in der Charité zu arbeiten. Er ist noch in der Ausbildung, die ihm vom Militär gewährt wird und wird Doktor Diffenbach zugeteilt. Oft liegen sich Elisabeth und Alexander in den Haaren, aber die gegenseitige Anziehung ist groß....der Standesunterschied aber größer.

Gräfin Ludovia ist eine sehr interessante Frau, die ebenfalls ihrer Zeit weit voraus ist. Sie interessiert sich für Medizin und wäre es ihr zu der damaligen Zeit möglich gewesen, hätte sie studiert. So aber ist sie das Anhängsel eines schwachen Mannes, eines Hypochonders, der sich mit seinen eingebildeten Krankheiten das Leben schwer macht. Mit dem behandelnden Arzt des Grafen, Doktor Diffenbach, kann sie einige Stunden mit interessanten Unterhaltungen füllen und verliebt sich in ihn. Ludovica unterstützt daraufhin die Klinik mit finanziellen Mitteln für eine bessere Ausbildung der Wärterinnen.
Hebamme Martha ist die Dritte im Bunde der drei starken Frauen in dieser Geschichte. Durch einen Vorfall möchte sie nicht mehr als Hebamme praktizieren und verschreibt sich der Pathologie.
Doktor Diffenbach ist das Bindeglied dieser drei Frauen, die alle großes Interesse an der Medizin haben und von Diffenbach erkannt und unterstützt wird. Nur mit Ludovica verbindet ihn auch eine geheime Liebe.

Während wir die vier Figuren begleiten, erleben wir den täglichen Ablauf im Krankenhaus, aber vorallem bekommt man die damalige medizinische Realität vorgesetzt. Durch den sehr bildhaften Schreibstil befand ich mich selbst im Krankensaal, konnte den ekelhaften Geruch von Eiter und Bllut riechen und nur schwer atmen. Es ist kaum zu glauben, dass zu dieser Zeit bei einer Operation noch keine Betäubungsmittel eingesezt werden konnten und der Patient einfach nur festgehalten oder angebunden wurde, während er operiert wurde. Die Behandlungsmethoden der damaligen Zeit lassen den Leser dankbar sein, dass er im 21. Jahrhundert leben darf.
Auch Hygiene war ein Fremdwort! Nicht umsonst starben die meisten Patienten nach einer Operation an Wundbrand. Mit Professor Diffenbach, der sich auch der Forschung verschrieb, erleben wir einen sehr engagierten Arzt, der eigene Wege geht und nicht an althergebrachten medizinischen Irrtümern glaubte. Auch die Therapiemethoden von Patienten der psychiatrischen Klinik oder der Behandlung von Syphillis lassen einem beim Lesen die Haare zu Berge stehen...

Die Charaktere sind authentisch und wunderbar real dargestellt. Man erlebt ihre Angst, Wut oder Hoffnung hautnah mit. Die Eigenheiten der realen Personen hat die Autorin miteingeflochten. Alle haben Ecken und Kanten und wurden mit Liebe zum Detail gezeichnet. Man begegnet nicht nur bekannten Ärzten, sondern auch dem Dichter Heinrich Heine oder dem Brüderpaar Alexander und Wilhelm von Humboldt, Naturforscher und Gelehrter.

Ulrike Schweikert ist es wunderbar gelungen interessante Hintergrundinformationen zu vermitteln und dem Roman Leben einzuhauchen. Die fiktiven Figuren wie Elisabeth oder Martha stehen den realen Vertretern der Ärzteschaft, wie Dr. Diffenbach, gegenüber. Viele der angeführten Ärzte gab es wirklich und einige haben mit ihren Forschungen Geschichte geschrieben.
Fiktion und Wahrheit sind von der Autorin wunderbar verknüpft und mit einer dementsprechenden spannenden Rahmenhandlung perfekt umgesetzt worden.
Bezüglich Dichtung und Wahrheit gibt es am Ende des Romans noch einige Erläuterungen der Autorin.

Schreibstil:
Der Schreibstil ist sehr bildhaft und zeitgemäß, wobei er ruhig auch historischer hätte sein können. Die sachlichen medizinischen Informationen wurden mit einer spannenden Rahmenhandlung lebendig erzählt und wunderbar verknüpft.So fiebert man die 500 Seiten mit allen Figuren mit und erfährt nebenei wissenswertes über Medizin. Ulrike Schweikert hat wirklich hervorragend recherchiert.

Fazit:
Ein wunderbarer Roman, der den Leser aufzeigt, wie viel in den letzten zweihundert Jahren im medizinischen Bereich geforscht und erreicht wurde. Mit einer spannenden Rahmenhandlung und facettenreichen Figuren hat Ulrike Schweikert interessante medizinische Hintergrundinformationen zu einer fesselnden Geschichte verschmelzen lassen. Von mir gibt es eine Leseempfehlung!

Vielen Dank an den Rowohlt Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

Hinter den Spiegeln - Ulrike Schweikert



  • Gebundene Ausgabe: 464 Seiten
  • Verlag: MIRA Taschenbuch; Auflage: 1., Aufl. (10. Oktober 2014)
  • ISBN-10: 3956490649
  • ISBN-13: 978-3956490644
  • Genre: Historischer Roman

Mira Kurzbeschreibung:
Wien 1892. Bei einem tragischen Sturz verliert die junge Komtess Luise von Waldenberg ihr Gedächtnis. Aber gerade das öffnet ihr die Augen: Die Dekadenz des Hofadels kommt ihr plötzlich verlogen vor, im elterlichen Palais erscheint ihr die strenge Aufteilung zwischen den Bediensteten und ihrer eigenen Familie falsch. Und warum werden treppauf und treppab Wahrheiten verschwiegen statt ausgesprochen? Doch Luise ist nicht allein: In der Werkstatt des jungen Zuckerbäckers Stephan Brucker erlebt sie eine sinnliche Welt voller Düfte, süßer Genüsse und warmer Vertrautheit. Eine Mesalliance bahnt sich an, die auf höchste Empörung stößt. Denn es gibt ungeschriebene Gesetze, die niemand brechen darf. Könnte doch davon die Zukunft der Donaumonarchie abhängen...

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Einmal um die Welt Challenge

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Deutsche Autoren Challenge

Meine Meinung:
Ulrike Schweikert ist ein Garant für spannende historische Geschichten, aber auch für Vampirromane. Ihren Schreibstil finde ich immer wieder wunderbar zu lesen, so wie auch in ihrem neuersten Roman "Hinter den Spiegeln". In diesem Buch wird die Donaumonrarchie in Wien hervorragend beschrieben. Man merkt richtig, dass die Autorin Wien als Lieblinsgsstadt auserkoren hat. Ich konnte mich so richtig in unsere Bundeshauptstadt am Ende des 19. Jahrhunderts zur Kaiserzeit hineinversetzen: Droschken, Barone, Komtessen, Fürsten, Grafen und deren dekandente Feste, Tanzabende, langweilige Kaffeekränzchen usw.
Die k.u.k.-Monarchie ist auch heutzutage noch in Wien zu entdecken! Wer einmal k.u.k.-Hoflieferant war, der profitiert noch heute von dieser "Auszeichnung", denn diese Geschäfte haben eine Aura der Exklusivität und versprechen eine hohe Qualität ihrer Waren.

Der Prolog führt den Leser kurzerhand ins Jahr 1916 und zu einem Tag, der ganz Wien und Österreich erschütterte: der Tod des Kaisers mitten im ersten Weltkrieg. Cosima, die Tochter unserer Hauptprotagonistin Luise wollte an diesem Tag, dem 22. November, ihre Verlobung feiern, doch der Tod des Kaisers hat diese Feier nun unmöglich gemacht. Luise erinnert sich an ihre eigene, verschobene Verlobung vor 24 Jahren....

Und hier steigt der Leser  in die eigene Geschichte ein. Nach einem bösen Sturz vom Pferd erwacht Komtess Luise nach Wochen aus dem Koma. Sie kann sich an nichts mehr erinnern....weder an ihren Unfall, noch an all die Gesichter um sie herum oder an das ihres angeblichen Verlobten. Mit Hilfe des Haushofmeisters Milan und der Zofe Dana gelingt es ihr vor den anderen Familienmitgliedern zu verbergen, dass sie sich an nichts erinnern kann. Der Fund einiger ihrer Tagebücher ist ihr ebenfalls eine große Hilfe. Beim Lesen ihrer Eintragungen ist sie geschockt von ihrer eigenen Hochnäsigkeit, ihrem oberflächlichen Charakter und ebenso von der strengen Hierachie innerhalb des Adels, als auch zwischen Adel und Bürgern. Sie fängt einige Dinge zu hinterfragen an und befreundet sich mit Stephan, dem Sohn der Bruckner k.u.k. Hofzuckerbäckerei. Dort erfährt sie zum ersten Mal Wärme und Freundschaft und hilft sogar beim Herstellen von Pralinen. Doch Stephan verliebt sich, trotz des Standesunterschiedes, in die junge Komtess. Seine Mutter unterbindet daraufhin den Kontakt der Beiden. Luise, die zuhause keine Wärme und Liebe erfährt, ist erschüttert. Ihre Mutter ist kränklich und untersagt ihrer eigenen Tochter jeden Besuch. Nur Vesna, ihre Hofdame, wird von ihr geduldet. Die Familie ihrer Mutter, die aus niederem Adel stammt, lebt auf die Kosten ihres Vaters und bekommt trotzdem nicht genug. Onkel Philipp, Tante Irma, Kusin Max und Kusine Gabriele fühlen sich trotzdem benachteiligt und sehen ihre Chance gekommen um endlich an mehr Geld zu kommen.

Intrigen, Ränkespielchen und sogar Morde sind in dieser spannenden Geschichte enthalten. Während der Klappentext den Inhalt mehr als eine Liebesgeschichte zwischen Stephan und Luise ankündigt, ist der Hauptstrang ein ganz anderer: die Intrigen und Machtspielchen der Adelshäuser, Komplotte und Familiengeheimnisse. Man fliegt förmlich durch die wunderbar erzählte Geschichte.
Im Gegensatz zu meinen deutschen Kolleginnen bei der Leserunde hatte ich keinerlei Schwierigkeiten mit den Titeln und langen Namen. Obwohl es bei uns - im Gegensatz zu Deutschland - keine Adelstitel mehr gibt, sind selbst nach etwas mehr als hundert Jahren diese uns Österreicher noch immer ein Begriff.

Die Geschichte hat mich gefesselt, doch das Ende kam eindeutig zu schnell. Der doch etwas abrupte Schluss hat das Gesamtbild der Geschichte etwas geschmälert und einen etwas schalen Geschmack bei mir hinterlassen. Es bleiben auch einige Fragen offen. Schade, denn bis dahin fand das Buch richtig gut und hätte wahrscheinlich 5 Sterne bekommen....
Allerdings gibt es auch etwas Positives zu vermelden: Ulrike Schweikert hat eine Fortsetzung angekündigt und damit auch eine Auflösung, der noch offenen Fragen. Daumen hoch!

Cover:
Eine Augenweide! Weißes Cover mit goldener Schrift, nach dem Aufklappen sind auch die ersten Seiten in gold gehalten. Die Schrift ist erhaben und man denkt sich nur eines: edel und wunderschön. Ein richtiger Hingucker!

Fazit:
Ein Eintauchen in die österreichisch-ungarische Monarchie dank der wundervollen Darstellung dieser Zeit durch die Autorin. Spannung, Intrigen und Standesdünkel beherrschen die Geschichte, die sich wunderbar liest. Leider kam das Ende dann etwas zu schnell und hat das Gesamtbild des Buches geschmälert. Eine Fortsetzung wurde von der Autorin angekündigt.


Mein Dank geht an Lovelybooks, dem Mira Taschenbuch Verlag und an die Autorin Ulrike Schweikert, die uns bei der Leserunde begleitet hat. Es war eine kaiserliche Leserunde! ;)

Das Herz der Nacht - Ulrike Schweikert


Inhalt:
Im Wien des 19. Jhdt. herrscht das Savoir Vivre: Adelige und reiche Bürger vergnügen sich auf Bällen, bei Pferdeschlitten-Rennen, Konzerten, Soirées und im Theater. 
Vor kurzem lebt dort auch ein Adeliger aus dem Osten, ein Graf aus Siebenbürgen, András Báthoryder. Der attraktive Vampir  wird von den Damen am kaiserlichen Hof umschwärmt. In einer kalten Winternacht rettet er dann zufällig die schöne Fürstin Therese Kinsky vor dem sicheren Tod. Die beiden fühlen sich schnell zueinander hingezogen. Doch dann wird die Wiener Gesellschaft von einer grausamen Mordserie erschüttert. . Immer wieder findet man die Leichen grausam ermordeter junger Frauen, denen die Kehle herausgerissen oder durchgeschnitten wurde. Auffällig dabei, dass sich an den Tatorten der Verbrechen erstaunlich wenig Blut findet. Hinweise führen die ermittelnden Kriminalbeamten auf die Spur des Grafen András – nur, dass dieser, ob zwar ein Vampir, nicht der Täter, sondern selbst das Wild ist …

Fazit: + + + + einhalb

Ich will gleich zu Beginn sagen, warum ich statt der fünf Punkte "nur" 4 einhalb verteile....einzig und allein, weil sich die ersten 200 Seiten ein bisschen ziehen...doch wer dran bleibt erlebt einmal einen Vampirroman der anderen Art. Ulrike Schweikert, die ja außer Vampirromanen großteils historische Romane schreibt, hat hier beides verwoben und es ist Ihr wirklich sehr gut gelungen. Anfangs musste ich mich etwas reinlesen, doch danach konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Man wird in das Wien der k.u.k. Monarchie entführt und erlebt in eindrucksvollen Bildern, wie sich das Leben damals abgespielt hat. Im Buch steht nicht nur der Vampir Andras im Mittelpunkt, sondern auch etliche andere Persönlichkeiten. Diese lernt man ebenso näher kennen und auch lieben..... leidet mit Ihnen mit. Durch die Mordserie und den beiden Krimininalbeamten, die hier ermitteln, erhält das Buch auch die Spannung, die sich bis zum großen Finale am Schluss steigert.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich kann es nur weiterempfehlen.
 

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