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Die Salbenmacherin und der Fluch des Teufels - Silvia Stolzenburg

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     

    • Gebundene Ausgabe: 344 Seiten
    • Verlag: ‎ Gmeiner-Verlag; 2021. Edition (4. August 2021)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3839200172
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3839200179
    • Genre: Historischer Roman
    • Reihe: ja - Band 6 um die Salbenmacherin Olivera 



Gmeiner Kurzbeschreibung:
September 1412. Ein verzweifelter Ratsherr bittet Olivera um Beistand. Seine Tochter leidet unter unkontrollierten Zuckungen und einer Schwäche bis hin zur Ohnmacht. Gegen die rätselhafte Krankheit weiß selbst der Medicus keinen Rat. Olivera verspricht Hilfe, doch auch sie kann das Leid des Mädchens nicht lindern. Bald erkranken weitere Nürnberger, und es dauert nicht lange, bis das Gerücht entsteht, der Teufel hätte die Kranken verflucht. Olivera gerät unter Verdacht, mit den dunklen Mächten im Bunde zu stehen …

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Man kann das Buch alleinstehend lesen, aber ich empfehle die Reihenfolge einzuhalten

Meine Meinung:
Der sechste und voraussichtlich letzte Band um die Salbenmacherin Olivera schließt nahtlos an den letzten Band an, auch wenn zwei Jahre vergangen sind seit dem Vorfall mit den Wanderheiler. Götz und Olivera scheinen endlich in Nürnberg angekommen und akzeptiert zu sein.

Olivera wird zu einem Ratsherren gerufen, dessen Tochter an hohem Fieber und Krämpfen leidet. Selbst der Medicus ist ratlos und nun erhofft man von der Salbenmacherin Hilfe. Doch auch sie weiß nicht, um welche Krankheit es sich handelt von der immer Menschen, aber vorallem mehr Kinder befallen werden. Einzig der Prister ist sicher, dass das Kind vom Teufel besessen ist. Olivera sucht Rat im Kräterkundebuch ihrer Großmutter und weiß bald Rat. Doch für die Tochter des Ratsherrn ist es zu spät und das Gerücht, dass ein Dämon seine Finger im Spiel hat, macht viel zu schnell die Runde. Ein Teufelsaustreiber aus Bamberg wird nach Nürnberg geholt und schon bald glauben auch die Bürger Nürnbergs, dass der Teufel oder ein Däman sein Unwesen treibt...

Im voraussichtlich letzten Band müssen wir von Olivera Abschied nehmen, die mir im Laufe der Zeit ans Herz gewachsen ist. Auch in "Die Salbenmacherin und der Fluch des Teufels" steht der Aberglaube der Menschen im Mittelalter im Fokus. Krankheiten und Unwetter werden Teufel, Dämonen und später Hexen zugeschrieben, die besonders die katholische Kirche immer wieder ins Spiel bringt. Der Gedanke, dass jemand schuld an Wetterexetremen und an Seuchen hat, ist auch heute nicht von der Hand zu weisen. Man braucht nur die verschiedenen Meinungen zu Corona hören. Aber besonders im Mittelalter war der Aberglaube extrem ausgebildet.
Olivera und der Medicus kämpfen dagegen an, aber werden sehr schnell vom Teufelsaustreiber in Schach gehalten und geraten dabei selbst in Gefahr. Sie haben alle Hände voll zu tun sich vom Verdacht zu befreien, selbst mit dem Teufel im Bunde zu stehen.
Aber auch zuhause hat Olivera Probleme mit Jona und Mathis, die sich nicht leiden können. Mathis sieht sich gegenüber dem ehemaligen Betteljungen benachteiligt und wird immer agressiver. Jona, der inzwischen ein junger Mann geworden ist, lässt sich allerdings nicht mehr mutwillig verdreschen...

Gewohnt temporeich erzählt Silvia Stolzenburg in ihrem sechsten Teil über Oliveras neuerstes spannendes Abenteuer. Von Beginn an war ich wieder sofort in der Geschichte und hatte das Gefühl gute alte Bekannte zu treffen. Man lebt und leidet mit ihnen. Diesmal ist Götz Gott sei Dank wieder "der Alte", denn im Vorgängerband habe ich stark mit ihm gehadert. Mit Jona habe ich diesmal wieder mitgezittert und gehofft, dass er nicht wieder unschuldig in Schwierigkeiten gerät.

Silvia Stolzenburg zeichnet ihre Figuren äußerst lebendig. Sie haben Ecken und Kanten und wirken authentisch. Die kurzen und knackigen Kapitel verleiten einem immer wieder dazu noch schnell ein weiteres zu lesen. Viel zu schnell ist man durch die 344 Seiten durch und klappt das Buch zufrieden zu, obwphl man noch lange weiterlesen könnte...

Fazit:
Mit einem weinenden und einem lachenden Auge habe ich nach diesem sechsten und voraussichtlich letzten Band von Olivera Abschied genommen. Die Reihe hat mir großartig gefallen und auch dieser Band konnte mich wieder völlig fesseln und mich ins tiefste Mittelalter mitnehmen. Ich empfehle die Reihe gerne weiter, die auch für Anfänger im historischen Genre geeignet ist.


Vielen Dank an den Gmeiner Verlag und an Lovelybooks für das Rezensionsexemplar!

Die Reihe um Salbenmacherin Olivera:

  1. Die Salbenmacherin  *Rezi*
  2. Die Salbenmacherin und der Bettelknabe   *Rezi*
  3. Die Salbenmacherin und die Hure   *Rezi*
  4. Die Salbenmacherin und der Engel des Todes  *Rezi*
  5. Die Salbenmacherin und der Stein der Weisen *Rezi*
  6. Die Salbenmacherin und der Fluch des Teufels

Die Salbenmacherin und der Stein der Weisen - Silvia Stolzenburg

    Die Bildrechte liegen beim Verlag



    • Verlag: Gmeiner-Verlag; 2020. Auflage (12. August 2020) 
    • Gebundene Ausgabe: 346 Seiten
    • ISBN-10: 3839227062
    • ISBN-13: 978-3839227060
    • Genre: Historischer Roman
    • Reihe: ja - Band 5 um die Salbenmacherin Olivera




Gmeiner Kurzbeschreibung:
April 1410. Über ein halbes Jahr ist vergangen, seit die Salbenmacherin Olivera und ihr Gemahl beinahe einer tödlichen Intrige zum Opfer gefallen wären, doch die Lage scheint sich ein wenig beruhigt zu haben. Es herrscht eine Art Waffenstillstand mit ihren mächtigen Gegnern, der allerdings durch die Ankunft eines Wanderheilers in Gefahr gerät. Dieser behauptet, im Besitz des „Steins der Weisen“ zu sein, der kurze Zeit später auf rätselhafte Weise verschwindet. Als der Heiler dann auch noch erschlagen aufgefunden wird, spitzt sich die Situation dramatisch zu …

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Man kann das Buch alleinstehend lesen, aber ich empfehle die Reihenfolge einzuhalten

Meine Meinung:
Im fünften Band rund um die Salbenmacherin Olivera bringt ein Wanderheiler die Stadtbevölkerung von Nürnberg in Unruhe. Olivera hat den Anschlag auf ihr Leben im Vorgängerband noch nicht gänzlich weggesteckt. Nach der Geburt ihres Sohnes hat sie ein halbes Jahr nicht mehr ihr Haus verlassen. Doch jetzt ist es an der Zeit wieder im Spital zu arbeiten. Sie versucht gemeinsam mit Gerlin wieder Fuß zu fassen. Währenddessen gerät die Stadt in den Dunstkreis des Wanderheilers Alphonsius, der verspricht Mithilfe des Steins der Weisen unedles Metall in Gold zu verwandeln. Götz soll im Auftrag der Ratsmitglieder beweisen, dass es sich um einen Scharlatan handelt und ihn überführen. Doch auch er gerät in den Bann des Heilers, obwohl er doch wissen muss, dass es sich nur um Schwindel handeln kann. Olivera ist entsetzt. Immer mehr Bürger und auch Arme, die ihr letztes Geld zusammenkratzen, fallen auf Alphonsius herein. Bevor der Betrug auffliegt und er die Stadt verlassen kann, wird der Scharlatan kurze Zeit später erschlagen aufgefunden. Olivera versucht herauszufinden, wer hinter der Tat stecken könnte und begibt sich wieder einmal in große Gefahr....

Wie gewohnt erzählt Silvia Stolzenburg mit viel Tempo und Spannung eine weitere Geschichte über die Salbenmacherin Olivera, die mir mir im Laufe der Reihe immer mehr ans Herz gewachsen ist. Mit Götz hatte ich allerdings in diesem Band einige Probleme. Immer wieder ist er launisch und jähzornig und wirkt so anders als in den Vorgängerbänden. Er erschien mir diesmal viel zu oft zu aufbrausend und wirkte auf mich immer unsympathischer. Ein Bild, das ich so gar nicht von ihm hatte. Auch Jona und Gerlin tappen wieder in ungeahnte Schwierigkeiten..... Der Betteljunge und die ehemalige Hübschlerin haben sich gut im Haus bei Götz und Olivera eingelebt.
Silvia Stolzenburg gelingt es wieder hervorragend die Charaktere bis hin zur kleinsten Nebenfigur lebendig darzustellen.

Interessant fand ich wieder die mittelalterlichen medizinischen Heilmethoden und Mittelchen. In der Leserunde besonders besprochen wurde das Einschlafzäpfchen für das Baby, bei dem Mäusekot beigemischt wird...brrr..

Zum Ende hin wird es wieder besonders spannend. Die Kapitel sind kurz und knackig und lassen sich schnell weglesen. Die Geschichte ist stimmig und temporeich und hat mir wieder vergnügliche Lesestunden bereitet.

Fazit:
Ein weiterer spannender und temporeicher Band der Reihe um die Salbenmacherin Olivera, der mich wieder mit einem sehr lebendigen Bild dieser Zeit und facettenreichen Figuren überzeugen konnte. Diese Reihe ist einfach empfehlenswert!

Vielen Dank an den Gmeiner Verlag für das Rezensionsexemplar für die Lovelybooks Leserunde

Die Reihe um Salbenmacherin Olivera:
  1. Die Salbenmacherin  *Rezi*
  2. Die Salbenmacherin und der Bettelknabe   *Rezi*
  3. Die Salbenmacherin und die Hure   *Rezi*
  4. Die Salbenmacherin und der Engel des Todes  *Rezi*
  5. Die Salbenmacherin und der Stein der Weisen

Tribut der Sünde - Silvia Stolzenburg



    • Taschenbuch: 367 Seiten
    • Verlag: Tinte & Feder (14. April 2020)
    • ISBN-10: 249670397X
    • ISBN-13: 978-2496703979
    • Genre: Historischer Roman
    • Reihe: ja - Band 1 der Tribute Reihe



Amazon Kurzbeschreibung:
Stuttgart, 1513. Ein mörderisches Komplott zerstört die heile Welt der sechzehnjährigen Franziska Hochperger, Tochter eines wohlhabenden Weinhändlers. Die Bluttat lässt sie vaterlos, arm und entehrt zurück, gejagt von der Obrigkeit, die sie mundtot machen will. Auf der Suche nach Rache und Gerechtigkeit findet Franziska Unterschlupf bei ihrem Freund Jakob, der sich Aufständischen angeschlossen hat. Sie wollen sich gegen den verhassten Herzog von Württemberg zur Wehr setzen, dessen Prunksucht das einfache Volk an den Bettelstab bringt. Um den Verursacher ihres Leids zu überführen, wagt Franziska einen gefährlichen Schritt …

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
"Tribut der Sünde" ist Teil Eins einer neuen historischen Reihe aus der Feder von Silvia Stolzenburg - jipee! Ich liebe ihre historischen Romane, die meistens sehr grausam und blutig sind und mir oftmals mehr Gänsehaut bescheren, als so einige sogenannte Thriller.

Auch diesmal geht es blutig zu, denn gleich zu Beginn der Geschichte erwacht Martin Wengert aus seinem Rausch in der Schankstube und stolpert über eine Leiche. Dummer Weise ist es der Sohn des Bürgermeisters, Moritz Welling, der mit durchschnittener Kehle am Boden liegt und mit dem er letzte Nacht einen Streit hatte. Entsetzt flieht er zum Haus der Familie seiner Verlobten, Franziska Hochperger. Kurze Zeit später wird er verhaftet und des Mordes angeklagt. Zwei Tage später wird auch Franziskas Vater, ein ehrwürdiger Weinhändler und Ratsherr, festgenommen und der Beihilfe angeklagt. Haus und Hof werden beschlagnahmt und Franziksa steht plötzlich auf der Straße und muss sich als Bettlerin durchschlagen. Einzig Jakob, ein Freund von ihr und Martin, bietet ihr Hilfe an, die sie zuerst ausschlägt....

Von Anfang an fiebert man mit Franziska mit, deren Leben von einem Tag auf dem anderen aus den Angeln gehoben wird. Noch gestern Tochter eines angesehenen Mannes und kurz vor der Hochzeit stehend, steht sie nun auf der Straße und hat nichts und niemanden mehr. Eine furchtbare Vorstellung! Franzi ist sich sicher, dass ihr Verlobter und ihr Vater unschuldig sind und versucht alles Mögliche, um ihnen irgendwie Hilfe zukommen zu lassen.Gleichzeitig versucht sie herauszufinden, wer hinter dieser Intrige stecken könnte.

Zur selben Zeit brodelt es bereits unter den Bürgern von Stuttgart. Herzog Ulrich ist ein verschwenderischer Regent, der sich nicht um seine Untertanen schert. Seine Frau Sabina von Bayern hasst ihren Mann und dessen Geliebte und versucht mit allen Mitteln dieser Ehe zu entfliehen. Sie hütet ein Geheimnis, welches Franzi eines Tages zufällig in der Kirche, in der sie Zuflucht sucht, mithört. Ab diesem Zeitpunkt droht ihr auch von dieser Seite Gefahr.
Gewohnt spannend und fesselnd erzählt Silvia Stolzenburg die Geschichte um Franziska, deren Schicksal man mit klopfenden Herzen und unglaubigen Staunen liest. Glaubt man, ihr könnte nichts mehr zustoßen, wird man kurz darauf eines Besseren belehrt.

Das mittelalterliche Setting Stuttgarts wurde sehr bildhaft und detailliert beschrieben. Ich hatte immer das Gefühl mitten drinnen zu sein und mit Franzi durch die Gassen zu laufen.
Zusätzlich spürt man die Unzufriedenheit unter den Bürgern und ich nehme an, dass die Autorin im folgenden oder letzten Band den Aufstand des "Armen Konrad" als Mittelpunkt nehmen wird. Im ersten Band spürt man bereits die Ansätze dazu.

Mein einziger Kritikpunkt ist das Ende. Es gibt im ersten Band noch keine Auflösung und einen Cliffhanger. Ich hatte das Gefühl mitten aus demLesefluss gerissen zu werden. Das kommt leider nun immer öfters vor und ist nicht wirklich nach meinem Geschmack.
Außerdem bin ich von den anderen Bänden der Autorin gewohnt, dass eine Geschichte abgeschlossen isr, bevor es zum nächsten Band geht. Deswegen kann ich auch keine 5 Sterne vergeben, obwohl mich die Geschichte mitgerissen hat. Ich möchte aber nicht Monate warten und drei Bücher lesen, um endlich zu wissen, wer hinter der Intrige steckt, die Martin und Franzis Vater ins Gefängnis brachten.

Fazit:
Ein spannender Triologieauftakt, der mich ins mittelalterliche Stuttgart entführt und mit der Hauptprotagonistin mitleiden hat lassen. Einen Stern Abzug gibt es für das abrupte Ende mit dem Cliffhanger. Ich hatte das Gefühl mitten in der Geschichte rausgerissen worden zu sein....nun kann ich es gar nicht abwarten, den nächsten Band in den Händen zu halten.

Vielen Dank an Silvia Stolzenburg für das signierte Rezensionsexemplar!

Die Flucht der Meisterbanditin - Silvia Stolzenburg



    • Taschenbuch: 283 Seiten
    • Verlag: Gmeiner-Verlag; Auflage: 2019 (11. September 2019)
    • ISBN-10: 3839225302
    • ISBN-13: 978-3839225301
    • Genre: Historischer Roman, historischer Krimi
    • Reihe: ja -Band 2 der Meisterbanditin


Gmeiner Kurzbeschreibung:
Nach der gefährlichen Zeit als Spionin im Dienst der Mätresse des württembergischen Herzogs ist endlich etwas Ruhe in Maries Leben eingekehrt. Das ändert sich jedoch schlagartig, als ihr Geliebter Jost von der Leibgarde des Herzogs festgenommen wird. Man bezichtigt ihn des Mordes an einem Soldaten des Markgrafen von Baden-Durlach. Maries Flehen stößt bei der Mätresse auf taube Ohren. Daher bleibt ihr nichts anderes übrig, als Jost selbst aus dem Kerker zu befreien. Allerdings sind ihnen die Männer des Herzogs dicht auf den Fersen …

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Im zweiten Teil der Reihe rund um Marie, ehemalige Spionin der Mätresse des würtembergischen Herzogs, erleben wir ein ebenso spannendes und rasantes Abenteuer, wie schon in Teil Eins.
Wir befinden uns im Jahr 1721. Marie lebt mit Jost, ihrem Lebensgefährten, mittlerweile in einem kleinen Häuschen in Ludwigsburg, welches sie als Dank für ihre Dienste und der Lebensrettung von Wilhelmine von Grävitz erhalten hat. Doch die Idylle währt nicht lange. Die silberne Schatulle, die Marie im Auftrag eines hohen Offizier gestohlen, aber für sich behalten hat, verbirgt ein Geheimfach. Eines Tages läfut Marie genau dieser Offizier wieder über den Weg, der die Schatulle haben möchte. Fast zum selben Zeitpunkt wird Jost des Mordes beschuldigt und von den Leibeigenen des Herzogs festgenommen. Marie wendet sich an Gräfin Wilhelmine, die ihr jedoch die Hilfe verweigert. Marie ist verzweifelt und heckt einen tollkühnen Plan aus, um Jost aus dem Kerker zu befreien. Fortan sind die beiden auf der Flucht, die sie zuerst nach Stuttgart führt, wo nicht nur Jost, sondern auch Marie in Gefahr ist. Das Glück ist den Beiden auch in der Stadt nicht hold und schon bald befinden sich Jost und Marie wiederum in großen Schwierigkeiten...

Gewohnt fesselnd und leicht zu lesen ist auch die Fortsetzung rund um Marie und Jost. Der historische Roman mit leichten Krimielementen setzt dort an, wo Teil Eins endete. Die Flucht des Pärchens durch die Lande ähnelt einem mittelalterlicher "Roadtrip", der zu einer spannenden Verfolgungsjagd wird. Gräfin Wilhelmine ist zur Ergreifung von Marie und Jost jedes Mittel recht, denn der Inhalt der Schatulle verbirgt ein brisantes Geheimnis, das sie um die Gunst des Herzogs bringen könnte. Zusätzlich sind noch die markgräflichen Gardisten hinter Jost her. Mit Mut und Pfiffigkeit retten sich die Beiden oftmals aus bereits aussichtlosen Situationen. Dabei trägt die Autorin meiner Meinung ein bisschen zu viel auf. Trotzdem fliegt man wieder durch die Seiten, denn der Spannungsbogen ist sehr hoch.

Gewohnt anschaulich und lebendig sind die Beschreibungen der mittelalterlichen Stadt Stuttgart. Die Dekadenz des Hofes und das Leben der armen Leute stehen im krassen Gegensatz zueinander. Die Charaktere sind sehr lebendig dargestellt. Auch das Spaßtheater der damaligen Zeit hat wieder einen Platz im Roman gefunden. Die kriminellen Elemente verleihen der Geschichte noch mehr Tempo und Spannung.

Schreibstil:
Silvia Stolzenberg schreibt fesselnd und temporeich. Die Sprache wurde der damaligen Zeit angepasst und lässt sich trotzdem ohne Probleme sehr flüssig lesen. Die Geschichte wird in der 3. Person erzählt und die Kapitel sind eher kurz gehalten. Im Nachwort erklärt Silvia Stolzenberg noch wissenwertes über historische Fakten und ihrer Recherche.

Fazit:
Eine ebenso tempereiche Fortsetzung des Meisterbanditin, die man kaum aus der Hand legen kann. Manches Mal hatte ich allerdings das Gefühl, dass etwas weniger mehr gewesen wäre....
Dieser historische Roman ist auch für Histo-Quereinsteiger geeignet, da er sich leicht und schnell lesen lässt.

 Vielen Dank an den Gmeiner Verlag und an Lovelybooks für das Rezensionsexemplar!

Die Reihe rund um die Meisterbanditin Marie:
  1. Die Meisterbanditin  *Rezi*
  2. Die Flucht der Meisterbanditin

Falschspiel - Silvia Stolzenburg



    • Taschenbuch: 278 Seiten
    • Verlag: Gmeiner-Verlag; Auflage: 2019 (13. März 2019)
    • ISBN-10: 3839224241
    • ISBN-13: 978-3839224243
    • Genre: Thriller
    • Reihe: ja - Band 3 um Mark Becker


Gmeiner Kurzbeschreibung:
Nachdem Mark Becker aus dem Dienst bei der Bundeswehr ausgeschieden ist, entscheidet er sich dazu, in die Securityfirma eines ehemaligen Kameraden einzusteigen. Die Auftragsbücher sind voll. Unter anderem muss ein Sicherheitskonzept für den Cannstatter Wasen erstellt werden. Als Mark durch Zufall eine Wanze in seinem Wagen entdeckt, keimt ein Verdacht in ihm auf. Galt ein eben erst vereitelter Anschlag ihm? Mit Hilfe eines Freundes beschließt er, den Lauschern eine Falle zu stellen. Da explodiert eine Handgranate in einem Festzelt auf dem Wasen …

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

 Es ist nicht unbedingt Voraussetzung die ersten beiden Bände zuerst zu lesen, doch ich empfehle dies immer wieder.

Meine Meinung:
Auch der dritte Band rund um Feldjäger Mark Becker und Oberkommissarin Lisa Schäfer ist gewohnt actionreich ausgefallen. Nach Band 1 und 2 war ich sehr auf den neuen Fall gespannt, der nahtlos an "Das dunkle Netz" anschließt.

Silvia Stolzenburg gelingt es immer wieder mich von der ersten Seite an in den Bann zu ziehen. Schon der Prolog verschaffte mir Gänsehaut.
Danach erfahren wir im ersten Kapitel, dass Mark nach dem eher unglücklichem Ende des letzten Falles, um ein Disziplinarverfahren zu umgehen, die Bundeswehr verlässt. Er nimmt ein Jobangebot seines ehemaligen Kameraden Michael Kuhn als Sicherheitsfachmann  an, der seine neue Securityfirma gerade im Aufbau hat. Der neue Job bringt große Anforderungen, denn Kuhns Firma soll die Sicherheitsvorkehrungen für das Volksfest an der Cannstädter Wasen erstellen. Ein Großauftrag und noch viel zu wenig Personal! Kurze Zeit später entdeckt Mark eine Wanze in seinem Auto und beim Checken des Volksfestgeländes wird eine Handgranate ins Festzelt geschmissen, in dem er gerade steht. Hat es jemand auf Marks Leben abgesehen oder will die Konkurrenz die neue Sicherheitsfirma ausschalten?

Im Gegenzug hofft Lisa Schäfer endlich wieder einen neuen Fall auf den Tisch zu bekommen. Und sie braucht nicht langne zu warten. Ein junger Mann wird schwer verletzt ins Krankenhaus eingeliefert - versuchter Mord. Kurze Zeit später ist er tot - erwürgt. Die Polizei geht zunächst davon aus, dass der junge Mann in ein Drogendelikt verwickelt ist. Doch es bleibt nicht bei diesem einem Todesfall... Gibt es Verbindungen zu den Todesfällen und den Anschlägen?

Während sich privat Lisa und Mark näher kommen, ändert sich an Marks altem Verhalten nicht wirklich etwas. Er lässt auch in diesem Fall alle rechtlichen Vorschriften außer acht und bleibt seinem Stil treu.
Auch Marks Hacker-Freund Lukas ist wieder mit von der Partie und eine große Hilfe bei der Auflösung des Falles. Als sich die Ereignisse zu überschlagen beginnen, ist Lukas in seinem Element.

Der neue Thriller lässt sich wieder schnell  lesen und ich war innerhalb kürzester Zeit durch. Der Schreibstil von Silvia Stolzenburg ist wie immer rasant und temporeich. Die Spannungskurve bleibt die ganzen 278 Seiten konstant oben. Die kurzen Kapitel unterstreichen die rasante Handlung noch mehr. Allerdings muss ich sagen, dass es mir langsam zu actionlastig und explosiv wird und die Realitätsnähe immer mehr auf der Strecke bleibt. Schon im letzten Teil fand ich einige Handlungen zu abgedreht. Oft erinnerte mich die eine oder andere Szene an einem amerikanischen Actionfilm in dem der Held unverwüstlich bleibt und sämtliche Mordanschläge mit einer Handbewegung zur Seite wischt. Dadurch fand ich einige Ereignisse etwas unrealistisch. Auch die Ermittlungsarbeit geriet diesmal aufgrund der Action ins Hintertreffen.
Trotzdem war ich wieder in der temnporeichen Erzählung gefangen und konnte den Thriller kaum aus der Hand legen. Innerhalb kürzester Zeit war ich damit durch.

Fazit:
Wer es gerne rasant und explosiv mag, ist hier bestens aufgehoben. Mark Beckers drittes Abenteuer ist wieder Hochspannung pur, jedoch erinnerten mich diesmal doch so einige Szenen an amerikanische Actionsfilme. Die Ermittlungsarbeit blieb mir zu sehr auf der Strecke und auch die Auflösung in LIsas Fall war mir zu unrund.
 
 Vielen Dank an den GMEINER Verlag für die Bereitsstellung des Rezensionsexemplares!

Die Mark Becker Reihe: 
  1. Blutfährte   *Rezi*
  2. Das dunkle Netz *Rezi*
  3. Falschspiel

Die Salbenmacherin und der Engel des Todes - Silvia Stolzenburg

    Die Bildrechte liegen beim Verlag



    • Gebundene Ausgabe: 376 Seiten
    • Verlag: Gmeiner-Verlag; Auflage: 2019 (13. Februar 2019)
    • ISBN-10: 3839224233
    • ISBN-13: 978-3839224236
    • Genre: Historischer Roman, historischer Krimi
    • Reihe: ja - Band 4 um Olivera


Gmeiner Kurzbeschreibung:
Nachdem die Salbenmacherin Olivera die Nachricht vom Tod ihrer Großmutter erhalten hat, versinkt sie in tiefer Trauer. Um Ablenkung zu finden, arbeitet sie noch mehr als sonst im Heilig-Geist-Spital. Als jedoch kurz hintereinander ein Greis und eine Wöchnerin versterben, erhebt der Spitalmeister schwere Anschuldigungen gegen sie. Auf Befehl des Rates wird sie verhaftet, doch auf dem Weg zum Gefängnis verhilft ihr der Henker zur Flucht. Allein, hochschwanger und schwer verletzt flieht Olivera aus der Stadt und schwebt in tödlicher Gefahr …

Meine Bewertung: * * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

 Es ist nicht unbedingt Voraussetzung die ersten drei Bände zuerst zu lesen, doch ich empfehle dies immer wieder.

Meine Meinung:
Wer bereits die Bücher rund um die Salbenmacherin Olivera kennt, der weiß, dass es sicherlich auch im vieren Band wieder spannend weitergeht. Und wie immer fesselt einem bereits der Prolog von Anfang an an die Seiten.

Wir sind in Nürnberg im Jahre 1409. Olivera ist hochschwanger und trauert um ihre geliebte Großmutter in Konstantinopel. Um sich abzulenken, arbeitet sie noch mehr als zuvor im Heilig-Geist-Spital. Hier kümmert sie sich nicht nur um reiche Kranke, sondern vorallem um die Armen in der Siechenstube. Gerlind ist in der Zwischenzeit zu ihrer Freundin geworden und geht ihr im Spital zur Hand. Das Mädchen beobachtet während der Nacht einige seltsame Vorgänge, traut sich aber nicht ihre Beobachtungen kundzutun. Götz versucht in der Zwischenzeit um ein Aufnahme in den Größeren Rat. Doch zu seinen Mitbewerbern gehört auch der Medicus. Olivera ist ihm schon lange ein Dorn im Auge. Der ehemalige Straßenjunge Jona arbeitet in der Apotheke mit, doch Knecht Mathis traut ihm nicht über dem Weg. Als in den Offizien von Olivera eingebrochen wird, fällt der Verdacht sofort auf ihn. Im Heilig-Geist-Spital sterben unterdessen kurz hintereinander ein alter Mann, den Olivera erst behandelt hat, und eine Wöchnerin. Als aufkommt, dass in der letzten Zeit mehrere Frauen, die erst entbunden haben, gestorben sind, wird Olivera vom Spitalmeister als Giftmischerin verdächtigt....

Gewohnt temporeich liest man sich durch die Abenteuer, die Salbenmacherin Olivera zu bestehen hat. Hochschwanger ist sie auf der Flucht, während Götz versucht sie zu entlasten und dabei sich und seine Frau noch tiefer in den Schlamassel zieht. Aber auch Jona und Gerlind sind nicht untätig. Doch wer glaubt schon einer ehemaligen Hure und einem Straßenjungen?

Silvia Stolzenburg nimmt den Leser wieder direkt mit ins Mittelalter, samt dazugehörigen Aberglauben. Besonders interessant waren für mich wieder die damaligen Behandlungsmethoden von allerlei Wehwechen (auch zu dieser Zeit wurde schon nach Mittelchen zur Stärkung der Manneskraft gefragt) oder schweren Verletzungen und Krankheiten. Neben den gewohnten Themen wie Neid, Missgunst, Hab- und Machtgier, nimmt sich die Autorin auch vermehrt um den Wert von Freundschaft und Loyalität an, die besonders Jona und Casper betrifft.

Ich liebe diese Reihe um die Salbenmacherin Olivera und habe das Gefühl, dass sie von Band um Band noch besser wird. Ich freue mich schon auf den kommenden Band.

Schreibstil:
Die lebendige und bildreiche Schreibweise lässt mich jedes Mal wieder im Buch versinken und die  Zeit rund um mich herum vergessen. Die Figuren sind lebendig, facettenreich und mit viel Liebe gezeichnet. Die Charaktere sind nicht einfach schwarz-weiß, sondern mitten aus dem Leben gegriffen - mit Ecken und Kanten. Die Kapitel sind eher kurz gehalten. Der Spannungsbogen baut sich laufend auf und bleibt auf einem hohem Niveau. Die historischen Hintergründe sind wie gewohnt sehr gut recherchiert. 
Fazit:
Für mich ist "Die Salbenmacherin und der Engel der Todes" der bis jetzt beste Band der Reihe! Spannung von Beginn an, überraschende Wendungen und ein überaus lebendiges Bild dieser Zeit verbinden den Plot zu einem wahren Pageturner! Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung! (mit dem Hinweis die Reihe mit Band 1 zu beginnen)


Die Reihe um Salbenmacherin Olivera:
  1. Die Salbenmacherin  *Rezi*
  2. Die Salbenmacherin und der Bettelknabe   *Rezi*
  3. Die Salbenmacherin und die Hure   *Rezi*
  4. Die Salbenmacherin und der Engel des Todes

Die Meisterbanditin - Silvia Stolzenburg

    Die Bildrechte liegen beim Verlag



    • Taschenbuch: 315 Seiten
    • Verlag: Gmeiner-Verlag; Auflage: 2018 (5. September 2018)
    • ISBN-10: 9783839223017
    • ISBN-13: 978-3839223017
    • ASIN: 3839223016
    • Genre: Historischer Roman

Gmeiner Kurzbeschreibung:
Die Welt der siebzehnjährigen Marie bricht jäh zusammen, als der Sohn eines wohlhabenden Bauern ihr eröffnet, dass er eine andere heiraten wird. Durch die Demütigung vom väterlichen Hof getrieben, tritt Marie in die Dienste der Mätresse des Herzogs von Württemberg ein. Als Dienstmagd auf Schloss Brenz muss sie sich der Nachstellungen des herzoglichen Jägers erwehren, der sie des Diebstahls bezichtigt. Anstatt sie zu bestrafen, schlägt Wilhelmine ihr vor, sich einer Truppe von fahrenden Schauspielern anzuschließen und für sie zu spionieren. Marie willigt ein und gerät dadurch schon bald in einen Strudel aus tödlichen Intrigen.

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Der neue historische Roman von Silvia Stolzenburg ist der Beginn einer neuer Reihe, die im 18. Jahrundert spielt.

Marie und Bartholomäus sind ein Paar, doch beim Erntedankfest erklärt er ihr, dass er die Tochter des reichen Pferdebauern heiraten wird. Marie ist entsetzt und unfassbar traurig. Ihr Schicksal ist somit beschlossen, denn ihr Ruf ist dahin und die Eltern wollen sie nicht mehr durchfüttern. Marie muss das Dorf verlassen und sich eine Anstellung suchen. Doch die Aussicht bei einem Schweinebauern als Magd zu arbeiten behagt ihr gar nicht. Da probiert sie es doch lieber auf Schloss Brenz, wo Gräfin Wilhelmine residiert. Sie hat einen eher zweifelhaften Ruf, denn sie ist die Mätresse des Herzogs von Würtemberg. Im Dorf wird sie als Hexe bezeichnet, weil ihr der Herzog hörig ist. Marie hat Glück, denn die Köchin benötigt tatsächlich eine Küchenmagd. Doch auch auf Schloss Brenz hält dieses nicht lange an, denn der Geliebte der Gräfin, Jägermeister Hubertus, stellt dem jungen Mädchen nach. Als sich Marie wehrt, bezichtigt er sie des Diebstahls. Sie wird eingekerkert. Sie kann der Bestrafung nur entgehen, wenn sie die Burg mit der Schaustellergruppe verlässt und als Spionin für die Mätresse des Herzogs arbeitet. La Bonelle, der Anführer der Gaukler und Wilhelmines Meisterspion, nimmt sie unter seine Fittiche und bildet sie als Schauspielerin und Diebin aus. Doch die Feinde von Wilhelmina sind zahlreich und geben nicht so schnell auf. Und auch Jäger Hubertus sinnt auf Rache....

Der neue historische Roman mit Krimielementen ist wieder wahnsinnig schnell gelesen, denn der flüssige und anschauliche Schreibstil der Autorin lässt einem sofort in die Geschichte eintauchen. Die Handlung ist kurzweilig und man liest sich sehr schnell durch die gerade mal 315 Seiten, was für einen historischen Roman nicht sehr viel ist.
Mit ihren beiden weiblichen Protaginistinnen, die trotz vieler Gefahren und Anfeindungen ihren eigenen Weg gehen, hat sie zwei starke Frauen geschaffen. Wilhelmina ist dabei keine fiktive Figur, sondern hat tatsächlich gelebt und war die Mätresse des Herzogs Eberhard Ludwig. Sein großes Vorbild war der Sonnenkönig, Ludwig der XVI..
Auch der Herzog hat sich sein eigens Schloss bauen lassen, Schloss Ludwigsburg, wo er fröhliche Feste feierte und Jagdgesellschaften gab. Der Politik konnte er nicht viel abgewinnen und so überließ er Wilhelmine die politischen Ränkespiele.

Marie ist ein fiktiver Charakter und steht für einige jungen Frauen dieser Zeit, die viel zu schnell durch ihre Unbedarftheit oder wegen wollüstiger Männer aus Adelskreisen ihren Ruf und ihre Unschuld verlieren. Marie ist noch nie aus ihrem Dorf hinausgekommen und muss sich, früher als ihr lieb ist, auf eigene Beine stellen, denn auch in der Gauklergruppe ist sie wieder einigen Anfeindungen ausgesetzt. Die junge, und anfangs eher naive Frau, lernt schnell und muss bald erkennen, dass sie niemand wirklich trauen darf. Auch Diebstahl und Spionage will gelernt sein und dauert seine Zeit...

Zum Ende hin steigt der Spannungsbogen nochmals an und lässt einige Fragen (Cliffhanger) offen. Deswegen ließ es mich ein bisschen unzufrieden zurück. Nun heißt es auf Band 2 warten....

Schreibstil:
Der Schreibstil von Silvia Stolzenburg liest sich sehr flüssig und temporeich. Die Figuren sind sehr bildhaft und lebendig beschrieben. Man fühlt sich mitten im Ränkespiel der adeligen Herrschaften oder in der Schaustellertruppe. Dieser historische Roman ist auch für Histo-Quereinsteiger geeignet, da er sich leicht und schnell lesen lässt.
Die Kapitel sind eher kurz gehalten. Im Nachwort gibt es noch Wissenwertes über Herzog Eberhard, seine Mätresse Wilhelmina und der Ludwigsburg, aber auch über die damaligen Gaukler.

Fazit:
Ein temporeicher historischer Roman, der sich leicht lesen lässt und ideal für Einsteiger in das historische Genre ist. Schnell hat man die 300 Seiten gelesen und ist erstaunt, dass am Ende doch einige Fragen offen bleiben und die Geschichte mit einem kleinen Cliffhanger endet. Somit heißt es geduldig auf Band 2 warten...

Vielen Dank an den Gmeiner Verlag für das Rezensionsexemplar!

Das dunkle Netz - Silvia Stolzenburg




    • Taschenbuch: 277 Seiten
    • Verlag: Gmeiner-Verlag; Auflage: 2018 (7. Februar 2018)
    • ISBN-10: 383922280X
    • ISBN-13: 978-3839222805
    • Genre: Thriller
    • Reihe: ja - Band 2 um Mark Becker


Gmeiner Kurzbeschreibung:
Als Mark Becker einen Anruf von einem ehemaligen Kameraden erhält, ahnt er nicht, in welche Gefahr er sich begibt, indem er ein Treffen mit dem Anrufer vereinbart. Dieser behauptet, Beweise für etwas zu haben, über das er am Telefon nicht sprechen kann. Als Mark zu ihm fährt, ist der Mann jedoch spurlos verschwunden. Wenige Tage später tauchte eine verkohlte Leiche in einem Waldstück bei Stuttgart auf. Die Obduktion ergibt, dass es sich um Marks ehemaligen Kameraden handelt. Da er kurz vor seinem Tod mit Mark Becker telefoniert hat, lädt Lisa Schäfer von der Kriminalpolizei Mark zur Vernehmung vor. Er scheint tatverdächtig zu sein ...

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Mit ihrem zweiten Thriller rund um Feldjäger Max Becker und Oberkommissarin Lisa Schäfer präsentiert uns Silvia Stolzenburg eine überaus actionreiche Geschichte.
Bereits auf den ersten Seiten ist die Spannung zwischen den Zeilen spürbar. Der Leser begleitet einen Mann, der in einer Firma heimlich Daten am PC kopiert. Er ist nervös und fühlt sich nach dem Verlassen des Gebäudes unwohl und verfolgt. Zur Sicherheit kopiert er die Daten nochmals und schickt den USB-stick seinem ehemaligen Kollegen bei den Feldjägern, Max Becker, den er um Hilfe bitten, aber telefonisch nicht erreichen konnte. Dieser hat am nächsten Tag eine kurze Nachricht von seinem Exkollegen Kai Jäger auf seiner Mailbox. Als er zurückrufen will, hebt Kai auch nach mehrmaligen Versuchen nicht ab.
Als die Kriminalpolizei kurze Zeit später zu einer verkohlten Leiche gerufen wird, ergibt die Obduktion, dass es sich um Kai handelt. Die Spurensicherung findet sein Handy, die Mark als letzten Kontakt anzeigt....

So treffen Mark Becker und Lisa Schäfer im zweiten Band der Reihe wieder zusammen. Der zu Beginn Tatverdächtige wird nach seiner Entlastung erneut gebeten mit der Polizei zusammenzuarbeiten. Weder Lisa, noch Mark sind darüber besonders erfreut. Die Spur führt zu der Securityfirma, bei der Kai Jäger zuletzt gearbeitet hat. Diese ist allerdings alles andere als kooperativ. Wie kommt man einer Firma, die einer Festung gleicht und Mitarbeiter, die nur im Beisein eines Anwaltes sprechen, näher? Lisa und Mark haben es diesmal mit besonders skrupellosen Menschen zu tun.... 
Mit Hilfe seines Freundes Lukas, einem Hacker, gelingt es ihm die Daten zu entschlüsseln, die ihm Kai zugespielt hat. Bis die Polizei endlich dieselben entschlüsselt hat, ist Mark den Tätern bereits auf der Spur und begibt sich in große Gefahr...

Die Autorin hat wieder hervorragend recherchiert und bringt erneut die Unterschiede der Ermittlungsarbeit zwischen Bundeswehr und der Polizei auf den Punkt. Die Schauplätze sind lebendig beschrieben und betreffen die Umgebung von Stuttgart bis Ulm.
Das ungewöhnliche Ermittlerduo, das gegensätzlicher nicht sein könnte, bringt ebenfalls Schwung in die Geschichte und diesmal spürt man zum Ende hin sogar eine unterschwellige knisternde Spannung zwischen Mark und Lisa.
Mir war der neue Fall fast zu rasant und explosiv und erinnerte stark an einem Actionfilm im TV. Ich konnte den Thriller zwar nicht mehr aus der Hand legen, doch im Hinterkopf beschlich mich immer ein Gefühl der Unglaubwürdigkeit...
Die Autorin hat jedoch akribisch recherchiert und sich auf den neuersten Stand technischer Möglichkeiten gebracht und festgehalten, dass alle handlungen möglich sind.

Die vielen Abkürzungen, die zwar teilweise am Ende des Buches erklärt wurden, verwirrten etwas beim Lesen.

Das Ende lässt noch einige wenige Fragen offen und weist auf eine Fortsetzung hin.....darüber freue ich mich sehr.

Schreibstil:
Bei diesem Thriller ist der Schreibstil sehr temporeich und die Dialoge lebendig. Die Spannungskurve bleibt durchgehend oben. Die Autorin schreibt mitreißend und die Figuren sind authenisch. Die Kapitel sind sehr kurz gehalten.

Fazit:
Ein explosiver und actionreicher Thriller, den man kaum aus der Hand legen kann. Ich hatte aber diesmal fast das Gefühl es wäre "too much".... Trotzdem wieder ein nervenaufreibender Fall mit einem sympathischen, aber ungewöhnlichen Ermittlerpaar. Natürlich werde ich die Reihe weiterverfolgen!

Vielen Dank an den GMEINER Verlag und an Lovelybooks für die Bereitsstellung des Rezensionsexemplares!

Mark Becker Reihe: 
  1. Blutfährte   *Rezi*
  2. Das dunkle Netz

Die Salbenmacherin und die Hure - Silvia Stolzenburg



    • Gebundene Ausgabe: 374 Seiten
    • Verlag: Gmeiner-Verlag; Auflage: 2017 (2. August 2017)
    • ISBN-10: 3839221579
    • ISBN-13: 978-3839221570
    • Genre: historischer Roman, historischer Krimi
    • Reihe: ja - Band 3 um Olivera


Gmeiner Kurzbeschreibung:
Brütende Sommerhitze liegt über der Stadt. Seit Wochen hat es nicht mehr geregnet, und die Menschen der Handelsmetropole werden zusehends dünnhäutiger und gereizter. Während immer mehr Nürnberger an einem rätselhaften Fieber erkranken, wird ein grauenhaft zugerichteter Leichnam am Ufer der Pegnitz an Land gespült. Dem Toten fehlen nicht nur der Kopf und die Hände – er scheint fachmännisch ausgeweidet worden zu sein. Die Nürnberger sind entsetzt. Als zwei Nächte später angeblich ein Werwolf in den Wäldern rings um die Stadt gesichtet wird, greift Panik um sich. Gehen Dämonen um?

Meine Bewertung: * * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

 Es ist nicht unbedingt Voraussetzung die ersten beiden Bände zuerst zu lesen, doch ich empfehle dies immer wieder.


Meine Meinung:
Voller Vorfreude habe ich schon in der Vorschau des Verlages gesehen, dass es einen weiteren Band um die Salbenmacherin Olivera geben wird. Nun ist er auch schon wieder gelesen und das Warten auf Band 4 hat begonnen, der leider erst in etwa einem Jahr erscheinen wird.
Wer gerne historisch liest, dem kann ich diese Reihe von Herzen empfehlen! Aber Achtung: Man merkt, dass Silvia Stolzenburg auch Krimis und Thriller schreibt!

Im Sommer 1409 leiden die Einwohner Nürnbergs nicht nur unter der drückenden Hitze, sondern auch unter einem rätselhaften Fieber. Salbenmacherin Olivera und ihr Mann Götz, der Stadtapotekarius, haben deswegen alle Hände voll zu tun. Die Stimmung ist bereits gereizt, als man an den Ufern der Pegnitz eine ausgeweidete, kopflose Leiche ohne Hände findet. Fortan leben die Bürger der Stadt in Angst und Schrecken. Sie sind der Meinung, dass nur ein Dämon den Toten so grausamen zugerichtet haben kann. Als jemand einen Werwolf im nahen Wald gesehen haben will, kippt die Stimmung völlig. Bald ist ein Opfer gefunden und zum Tode verurteilt. Olivera und Götz sind von der Unschuld des Mannes überzeugt, der Pöbel und die Stadtwache allerdings sind anderer Meinung. Doch auch nach dem Tod des Verurteilten geht das Morden weiter....

Wie schon im Vorgängerband ist der Prolog wieder äußerst grausam. Auch Band 3 der Salbenmacherin ist nicht wirklich etwas für schwache Nerven.
Olivera und Götz haben sich in Nürnberg eingelebt. Als Stadtapothekarius ist Götz ein angesehenes Ratsmitglied. Auch Olivera hilft im Spital aus und bereitet zuhause ihre Salben und Schönheitsmittelchen zu. Das Paar hat außerdem den ehemaligen Betteljungen Jona zu sich genommen, der Götz in der Apotheke hilft. Doch auch in dieser Stadt ist Olivera mit ihren fundierten medizinischen Kenntnissen dem Medicus ein Dorn im Auge. Da sie ein Kind erwartet und ihr nicht alle gutgesinnt sind, tritt sie diesmal ein bisschen in den Hintergrund. Hingegen spielen Jona und sein Freund Casper diesmal eine größere Rolle, denn beide Jungen stürzen sich voller anfänglichem Übermut in die Aufgabe den Werwolf zu fangen. Im Hurenhaus lernen wir die beiden Hübschlerinnen Gerlind und Eva kennen, die ebenfalls eine große Rolle in diesem dritten Band spielen....

Die Handlung ist vielschichtig und kurzweilig. Glaube, Quacksalberei und der aufkommende Aberglaube (Dämonen, Werwölfe, Hexen....) spielen neben der eigentlichen Handlung eine große Rolle. Abwechselnd begleiten wir Olivera, Gerlind oder Jona und erleben hautnah mit, wie "der Werwolf" immer brutaler und gefährlicher wird. Mit überraschenden Wendungen hält die Autorin die Spannungskurve gewohnt hoch. Kaum hat man zu lesen angefangen, kann man das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Aber nicht nur die Spannung, sondern auch die düstere und teilweise sehr raue Stimmung versetzt den Leser einige Male in Furcht und Schrecken...vorallem, wenn man bei diversen Folterungen "direkt mit dabei ist" oder man Jona und Casper in den düsteren Wald folgt...
Das Ende ist schlüssig, aber diesmal hat uns die Autorin zum Abschluss einen Cliffhanger dagelassen...

Mich begeistert die Reihe rund um die Salbenmacherin Olivera immer mehr und mit Silvia Stolzenburg habe ich generell eine Autorin gefunden, deren historischen Romane, Krimis und Thriller ich absolut empfehlen kann!

Schreibstil:
Silvia Stolzenburg schreibt flüssig, spannend und sehr anschaulich. Die sehr bildhafte Beschreibung der mitteralterlichen Stadt Nürnberg und seiner Bürger, sowie die interessanten medizinischen Erklärungen rund um heilende Tinkturen und Mittelchen, sind wieder absolut gelungen. Die Autorin hat wieder perfekt recherchiert. Die Kapitel sind eher kurz gehalten.
Die Charaktere sind Menschen wie du und ich und besitzen Tiefe. Sie sind nicht nur gut oder böse (bis auf den Werwolf natürlich ;)....sondern haben auch menschliche Fehler, Ecken und Kanten.
Und ich muss sagen ich bin froh, dass ich heute beim Friseur für meine Nachblondierung nur zwei Stunden sitze und nicht wie damals ganze zwei Tage (!) mit einem Mittel auf dem Kopf herumlaufen muss :)

Fazit :
Auch der dritte Band rund um die Salbenmacherin Olivera und ihrem Mann Götz konnte mich wieder absolut fesseln. Ein rundum gelungener historischer Roman mit Krimielementen, großartiger bildhafter Beschreibung und Recherche und Spannung von der ersten Seite an. Eine Lesempfehlung! (aber bitte beginnt mit Band 1!)

Vielen Dank an den Gmeiner Verlag für das Rezensionsexemplar!

Die Reihe um Salbenmacherin Olivera:
  1. Die Salbenmacherin  *Rezi*
  2. Die Salbenmacherin und der Bettelknabe   *Rezi*
  3. Die Salbenmacherin und die Hure

Blutfährte - Silvia Stolzenburg




    • Taschenbuch: 343 Seiten
    • Verlag: Gmeiner-Verlag; Auflage: 1., 2017 (8. März 2017)
    • ISBN-10: 3839220696
    • ISBN-13: 978-3839220696
    • Genre: Thriller

Gmeiner Kurzbeschreibung: 
Als Oberleutnant Mark Becker den Auftrag erhält, einem unerlaubt abwesenden Sanitätsfeldwebel nachzuspüren, ahnt er nicht, in welche Gefahr er sich damit begibt. Was zuerst nach einem einfachen Auftrag aussieht, verwandelt sich schon bald in einen äußerst verzwickten Fall. Wenige Tage später findet die Kriminalpolizei eine Leiche in einem Hotel. Alle Spuren deuten auf den verschwundenen Sanitätsfeldwebel. Mark Becker wird als Berater hinzugezogen und bald beginnt eine atemlose Jagd auf einen skrupellosen Killer ...

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Silvia Stolzenburg ist für mich ein Garant für spannende und absolut gut recherchierte Geschichten, egal ob im historischen Bereich oder im Krimi-Genre. Nun hat sie sich an ihrem ersten Thriller gewagt und ich bin wieder absolut begeistert.

Bereits der Prolog macht unheimlich neugierig und man fragt sich, was hier eigentlich abgeht. Das Fragezeichen in meinem Gesicht wurde immer größer.... Danach folgt im ersten Kapitel ein Schwenk zur Bundeswehr und Sanitätsfeldwebel Tim Bergmann. Dieser beobachtet einige ungewöhnliche Vorkommnisse während seines Dienstes, die ihn neugierig machen. Als er beim Schnüffeln in den Unterlagen seines Vorgesetzten erwischt wird, ergreift er die Flucht und wird prompt verfolgt. Tim taucht unter und Oberleutnant Max Becker erhält den Auftrag ihn aufzuspüren, da er unerlaubt vom Dienst ferngeblieben ist. Becker ahnt nicht, worauf er sich einlässt, als er den Auftrag annimmt.
Als kurze Zeit später eine Leiche in einem Hotel gefunden wird und alle Spuren zu Tim führen, schaltet sich auch die Polizei ein. Oberkommissarin Lisa Schäfer beginnt zu ermitteln und zieht Max Becker hinzu. Doch die Zusammenarbeit zwischen Kripo und Bundeswehr ist nicht so einfach. Während sich Lisa auf Tim als Täter einschießt, hat Max Bedenken und glaubt nicht an seine Schuld.....

Die Beschreibungen und die Arbeitsweise der Bundeswehr, den Feldjäger und der Polizei wurden von der Autorin wieder hervorragend recherchiert.
Mit Max Becker hat Silvia Stolzenburg einen außergewöhnlichen "Ermittler" erschaffen. Dieser schnüffelt im Alleingang weiter, nachdem Lisa ihm den Fall wieder entzogen hat. Dabei entdeckt er wesentlich schneller die Hintergründe von Tims Verschwinden, als Lisa und ihr Team.
Die Handlung nimmt immer mehr Fahrt auf und der Spannungsbogen steigt kontinuierlich an. Man fühlt sich beim Lesen mittendrin im Geschehen. Durch die wechselnden Schauplätze und Personen, die sich oft kapitelweise ablösen, steigt die Spannung noch weiter an und man kann nicht aufhören zu lesen. Silvia Stolzenburg gelingt es wieder großartig falsche Spuren zu legen und den Leser in die Irre zu führen. Bis zum großartigen und dramatischen Finale, bei dem mich die Autorin absolut überraschen konnte, tappt man völlig im Dunkeln....und trotzdem fügt sich alles logisch und glaubwürdig zusammen. Ich freue mich, dass es eine Fortsetzung mit Feldjäger Max Becker geben wird.
 
Schreibstil:
Egal ob historischer Roman, Krimi oder Thriller...die Autorin beherrscht jedes Genre! Ihr Schreibstil ist wunderbar flüssig, mitreißend und angenehm zu lesen. Die Kapitel sind eher kurz gehalten und der Spannungsaufbau steigt stetig. Die Figuren sind lebendig und mitten aus dem Leben gegriffen. Durch den Perspektivenwechsel erhält man gute Einblicke in die Gedankengänger einzelner Figuren. Als Leser hat man einen kleinen Vorsprung an Wissen gegenüber den Ermittlern und rätselt gerne mit.

Fazit:
Auch im Thriller-Genre ist Silvia Stolzenburg eine Klasse für sich. Toller Plot, konstante Spannungskurve und ein Ende, das absolut überrascht und überzeugt. Eine Leseempfehlung für Krimi- und Thrillerfans!

Vielen Dank an den Gmeiner Verlag für das Rezensionsexemplar!

Tödliche Verdächtigungen - Silvia Stolzenburg




    • Taschenbuch: 272 Seiten
    • Verlag: Bookspot Verlag (19. Oktober 2016)
    • ISBN-10: 3956690699
    • ISBN-13: 978-3956690693
    • Genre: Krimi
    • Reihe: ja - Band 3 um Ermittlerin Anna Benz

Bookspot Kurzbeschreibung (gekürzt):
Stuttgart, November 2015: Als Anna Benz an den Fundort einer Leiche gerufen wird, traut sie ihren Augen nicht. Denn bei der Toten handelt es sich um die Galerie-Assistentin ihres leiblichen Vaters, Roland Kirchberger. Erst kürzlich hat sie sich ein Herz gefasst und Kontakt zu dem berühmten Maler aufgenommen. Als ihn Anna und ihr Kollege Markus Hauer zu seiner Assistentin befragen, fängt er wilde Verschwörungstheorien zu spinnen. Doch bevor Anna ihre Zweifel an seiner Aussage ausräumen kann, erfahren ihre Kollegen, in welchem Verhältnis sie zum Hauptverdächtigen steht und sie wird vom Fall abgezogen. Um der Wahrheit auf den Grund zu gehen, bleibt ihr nur eine Möglichkeit: Anna ermittelt auf eigene Faust weiter. Und gerät dabei tief ins Stuttgarter Drogenmilieu, womit sie nicht nur sich selbst in tödliche Gefahr bringt …

Meine Bewertung: * * * * uneinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

 Der dritte Fall kann auch ohne Vorkenntniss zur Reihe gelesen werden

Meine Meinung:
Im 3. Band der Reihe rund um Anna Benz stößt die Polizistin diesmal an ihre Grenzen. Denn als sie an einem Sonntagmorgen von ihrem Vater aus dem Bett geklingelt wird, erwartet sie sicherlich keine Leiche in seinem Haus. Durch seine Krankheit (eine bipolare Störung mit psychotischen Schüben) und dem daraus resultierenden Tablettenkonsum hat der Künstler keinerlei Erinnerungen an die letzte Nacht.
Erst im zweiten Band der Reihe hat Anna Benz ihren leiblichen Vater gefunden und nun ist er der Hauptverdächtige in einem Mordfall. Keine leichte Aufgabe für die Polizistin und auch nicht verwunderlich, dass sie die Verwandtschaft zum Künstler Roland Kirchberger geheim hält. Doch es dauert nicht lange und ihr Chef erhält einen anonymen Anruf und Anna wird vom Fall abgezogen. Natürlich hindert dies die toughe Polizistin nicht hinter dem Rücken ihrer Kollegen weiter zu ermitteln. Schon bald hat sie den richtigen Riecher und verfolgt eine konkrete Spur, die ins Drogenmilieu führt ....

Wie von der Autorin bereits gewohnt, wurde auch bei diesem Krimi wieder großartig recherchiert. Die Ermittlungsarbeit wird so authentisch dargestellt, wie noch in keinem anderen Krimi, den ich bis jetzt gelesen habe. Diesmal lässt uns die Autorin aber auch hinter die Kulissen einer Haftanstalt blicken. Der Leser erhält sehr detailgetreue Einblicke in das Leben eines inhaftierten Häftlings in der Justizvollzugsanstalt Stuttgart-Stammheim. Man begleitet den Tatverdächtigen bei seiner Einlieferung, verfolgt seinen Gefängnisalltag bis hin zur Entlassung.
Der eigentliche Fall ist ziemlich komplex. Als Leser fragt man sich lange, was hinter der Sache steckt und wie Annas Vater darin verwickelt sein könnte. Die Autorin versteht es überraschende Wendungen einzubauen und den Leser auf falsche Fährten zu schicken. Der Spannungsbogen steigt kontinuierlich an. Das Ende ist rund und ließ mich den Krimi zufrieden zuklappen.

Schade ist nur, dass dies der letzte Band der Reihe rund um Anna und Markus sein soll. Im Februar wird allerdings ein Thriller der Autorin auf den Markt kommen, auf dem ich mich schon sehr freue!

Charaktere:
Es ist toll alte Bekannte wiederzutreffen und mit Anna, Bea und Markus gemeinsam zu rätseln, wer  hinter dem Mord steckt. Alle drei Hauptprotagonisten haben sich wesentlich weiterentwickelt und für mich sind alle etwas sympathischer und "handzahmer" geworden. War Anna bereits in Teil 2 ausgeglichener, so scheint es, als hätte sie in Teil 3 endlich mit ihrer Vergangenheit abgeschlossen und mit ihrem leiblichen Vater auch eine neue Beziehung aufgebaut. Man erkennt aber auch ihre Zweifel und die Hoffnung, die sie nicht so schnell aufgibt. Markus ist ebenfalls "gewachsen". Er hat sein machohaftes Getue komplett abgelegt und ist noch immer sehr in Bea verliebt. Und Bea zeigt sich hier als wirklich gute Freundin von Anna, die in allen Lebenslagen zu ihr hält. Auch Jens, Annas Lebensgefährten, lernen wir diesmal von einer neuer Seite kennen....

Schreibstil:
Ich liebe den Schreibstil von Silvia Stolzenburg, egal ob in einem Krimi oder in einem ihrer historischen Romane. Hier sind die Kapitel eher kurz gehalten. Die Erzählung ist flüssig, mitreißend und detailgetreu. Man darf hinter die Kulissen eines Gefängnisalltages blicken und erlebt die vielen Schritte einer Ermittlungsarbeit. Der rasante Ablauf lässt den Spannungsbogen kontinuierlich ansteigen.

Fazit:
Ein spannender Abschlussband der Reihe rund um Anna Benz und Markus Hauer, der gewohnt rasant durch die Geschichte führt und großartig recherchiert wurde. Eine Empfehlung für Krimi-Liebhaber!

Die Reihe rund um Anna Benz:
  1. Tödliche Jagd *Rezi*
  2. Die Fliege   *Rezi*
  3. Tödliche Verdachtigungen
Vielen Dank an den Bookspot Verlag, an Silvia Stolzenburg für die tolle Begleitung bei der Leserunde und an Lovelybooks.

Die Salbenmacherin und der Bettelknabe - Silvia Stolzenburg




    • Gebundene Ausgabe: 406 Seiten
    • Verlag: Gmeiner-Verlag; Auflage: 1., 2016 (3. August 2016)
    • ISBN-10: 3839219108
    • ISBN-13: 978-3839219102
    • Reihe: ja - Band 2 um Olivera


Gemeiner Kurzbeschreibung:
Der elfjährige Waisenjunge Jona ist ein Bettler. Ein Bettler und ein Dieb. Als er im Februar 1409 in Nürnberg ankommt, ist sein Leben kaum mehr einen Pfifferling wert. Es ist eiskalt, und er ist nur noch Haut und Knochen. Jona kann sein Glück kaum fassen, als ihm ein reicher Städter etwas zu essen und ein Lager für die Nacht anbietet. Allerdings fordert dieser dafür eine, wie er sagt, harmlose Gegenleistung. Jona willigt ein. Und gerät damit in einen Strudel aus Täuschung und Gewalt, in den schon bald auch die Salbenmacherin Olivera hineingezogen wird, die den Bettelknaben halb tot geschlagen in ihrem Hinterhof findet …

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

 Es ist nicht unbedingt Voraussetzung den ersten Band zuerst zu lesen, doch ich empfehle dies immer wieder.

Meine Meinung:

 ******ACHTUNG, KANN SPOILER ENTHALTEN!*****
Nach Band Eins um die Salbenmacherin Olivera freute ich mich sehr auf eine Fortsetzung der Geschichte.
Olivera lebt nun gemeinsam mit Götz in Nürnberg, das ihre neue Heimat werden soll. Beide wollen der Vergangenheit entfliehen. Götz möchte der neue Apothekarius der Stadt werden und obwohl Olivera noch immer schmerzlich ihre Heimat Konstantinopel vermisst, ist sie mit ihm sehr glücklich. Doch Laurenz ist nicht tot und hat Rache geschworen.....

Parallel zur Geschichte rund um unsere Hauptprotagonistin begleiten wir, wie schon aus dem Titel ersichtlich, den Bettlerjungen Jona. Der etwa Elfjährige hat bis jetzt noch nichts Gutes in seinem Leben erfahren und ist täglich auf der Suche nach etwas Essbaren und auf der Flucht vor zu anstrengender Arbeit. Er versucht sich als Taschendieb und mit Bettlerei über Wasser zu halten. So gestaltet sich jeder Tag für ihn zum Spießrutenlauf. Eines Tages wird er von einem zwielichtigen Mann angesprochen, der noch Jungen als Überbringer von Botschaften sucht. Gemeinsam mit Casper, mit dem er sich angefreundet hat, folgt er dem Unbekannten und wird mit vielen anderen Jungs in einen Keller gesperrt. Dort muss er zusehen, wie satanische Rituale an ihnen ausgeübt werden und er entschließt sich abermals zur Flucht. Doch Jona wird erwischt, schwer verletzt und vermeintlich tot liegen gelassen.  So wird er halbtot von Olivera gefunden, die sich um ihn kümmert. Beide sind nichtsahnend, dass sie einen gemeinsamen Feind auf sich aufmerksam gemacht haben....
Die beiden Handlungsstänge rund um Olivera und den Bettlerjungen Jona laufen zuerst parallel, bis sich der Weg der Beiden auf unvorhersehbare Weise kreuzt und die beiden Handlungen verschmelzen.

Olivera hat all ihre Naivität aus dem ersten Band verloren und ist eine selbstbewusste Frau geworden, die versucht den Schatten der Vergangenheit zu entfliehen. Ihre Liebe zu Götz ist groß und ihr erstes gemeinsames Kind, das Olivera erwartet, schweißt sie noch mehr zusammen. Auch im zweiten Band erfährt der Leser wieder viel über die medizinische Lehre aus dieser Epoche und wie oft Hebammen und Salbenmacherinnen trotz positiver Behandlung der Launen der reichen Adeligen ausgesetzt sind. Die medizinischen Erklärungen und Kenntnisse der damaligen Zeit sind wieder sehr interessant dargestellt.

Der Nachfolgeband gestaltet sich weniger blutig als "Die Salbenmacherin", die ja mehr Tote und Morde bieten konnte, als so manch blutiger Thriller, den ich lese. Trotzdem bangte ich um das Leben einiger von mir liebgewonnenen Charaktere, denn bei der Autorin weiß man nie.....
Schon wegen des grausamen Prologes ahnt man, dass dieser historische Roman nichts für schwache Nerven ist ;) Unerwartete Wendungen lassen die Spannung ansteigen, die im Laufe der Geschichte immer weiter aufgebaut wird - bis hin zum großen Finale. 
Laut der Autorin wird es noch einen dritten Band geben, auf dem ich mich schon jetzt freue!

Schreibstil:
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, detailliert, sowie anschaulich. Hier wird Geschichte lebendig und Silvia Stolzenburg hat wieder sehr gut recherchiert! Es gibt realistische Einblicke in das Leben einer mittelalterlichen Stadt, sowie interessante medizinischen Erklärungen rund um heilende Tinkturen. Silvia Stolzenburg kann sowohl historische Romane, als auch ihre Krimischiene einfach perfekt vermitteln.

Fazit :
Band 2 rund um die Salbenmacherin Olivera ist genauso spannend und wunderbar erzählt, wie Band 1. Hier wird Geschichte lebendig und auch Freunde des historischen Krimis kommen voll auf ihre Kosten. Ein tolles Buch, das ich gerne weiterempfehle!
 
Vielen Dank an den
 
Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!
 

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