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Salzburgwut - Manfred Baumann

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     


    • Broschiert: 272 Seiten
    • Verlag: ‎ Gmeiner-Verlag, 1. Auflage (13. August 2025)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3839209021
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3839209028
    • Genre: Regionalkrimi
    • Reihe: ja - Kommissar Meranas 12. Fall


Gmeiner Kurzbescheibung:
Im Sebastiansfriedhof in Salzburg wird der Franziskanernovize Elias tot aufgefunden. Kommissar Merana fragt sich: War der Tote nur zur falschen Zeit am falschen Ort als wertvolles Kirchengut gestohlen wurde? Oder steckt mehr hinter dem Mord? Elias hatte Kontakt zur rechtspopulistischen HPÖ – eine gefährliche Verbindung? Während Merana ermittelt, stößt er auf ein Netz aus Manipulation, Hass und Spaltung. Was hatte Elias entdeckt? Merana muss die Wahrheit finden, bevor der Zorn die Stadt erfasst.

Meine Bewertung: * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
In seinem zwölften Fall hat Manfred Baumann wieder etwas mehr Politik einfließen lassen. Mich stört das eigentlich weniger, jedoch sollte bei einem Krimi auch die Spannung nicht zu kurz kommen und diese habe ich diesmal stark vermisst!

Im Salzburger Sebstiansfriedhof wird frühmorgens ein junger Mann tot aufgefunden. Beim Opfer handelt es sich um Elisas, einen Novizen des Franziskanerordens, der sich wegen seiner Forschungsarbeit auch nachts dort aufhalten durfte. Der angehende Ordensbruder interessierte sich ganz besonders für Paracelsus und seine Lehren. Aus der naheliegenden Kirche sind außerdem Kerzen und ein sakrales Kunstwerk gestohlen worden. Ist Elias etwa den Kirchenräubern in die Quere gekommen und musste deswegen mit dem Tod bezahlen? Dagegen spricht aber die brutale Gewalt gegen den jungen Novizen, die angewendet wurde.

Martin Merana, der erst aus seinem wohlverdienten Italienurlaub zurückgekehrt ist, hat somit bei seiner Rückkehr gleich jede Menge zu tun.
Zum Ermordeten gibt es nur wenig Hintergrundinformationen. Seine Eltern und sein älterer Bruder sind bei einem Unfall ums Leben gekommen, die ältere Schwester war damals im Ausland. Daraufhin kam Elias in ein Waisenhaus und lebte dort einige Jahre, bis er im oberösterreichischen Enns als Postulant im Franziskanerkloster eintreten durfte. Doch eine Spur führt zu einer Politikerin der HPÖ, der Heimat Partei Österreichs, die Elias kurz vor seinem Tod aufgesucht hat. Was wollte Elias bei der rechtspopulistischen Parteigenossin?

Die Nachforschungen im Umfeld des Toten sind interessant, denn Manfred Baumann erzählt einiges über den Sebastiansfriedhof und dem Leben der Mönche im Franziskanerkloster. Natürlich wird auch die Stadt Salzburg mit ihren Attraktionen wieder sehr bildhaft dargestellt. Die "versteckten" Tipps für künftige Salzburgbesucher sind jedoch etwas weniger gestreut, als in den letzten Krimis. Dafür widmet sich der Autor diesmal sehr viel der Politik. Ich habe zwar sehr ähnliche Ansichten, aber irgendwann war es meiner Meinung einfach zu viel. Ich möchte in einem Krimi Spannung und keine offensichtliche Stellungnahme des Autors zu politischen Parteien oder Personen. Als Leser:in wünscht man sich weder einen erhobenen Zeigefinger, noch die Meinung des Autors pausenlos vorgekaut zu bekommen. Man sollte neutral erzählen und kann trotzdem auf die Gefahr der rechtspopulistischen Parteien hinweisen. Belehrungen sind nicht wirklich erwünscht. Das fand ich sehr schade, denn der Mordfall wäre an sich interessant gewesen, kam aber deshalb viel zu kurz. Zusätzlich war für mich der Täter sehr bald ersichtlich.
Da ich die Reihe von Manfred Baumann sehr mag, gebe ich hier noch gutgemeinte 3 Sterne. Wäre es mein erstes Buch der Martin Merana Serie gewesen, hätte es deutlich schlechter abgeschnitten.

Fazit:
Ein sehr ruhiger, leider auch teilweise langweiliger Krimi mit zu viel politischen Content. Der eigentliche Fall und die Ermittlungen treten deshalb zu sehr in den Hintergrund und werden zur Nebensache. Sehr schade! 

Mörderwalzer - Markus Baumann

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     

     

    • Broschiert: 288 Seiten
    • Verlag: Gmeiner-Verlag; 2023. Edition (9. August 2023)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3839204941
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3839204948
    • Genre: Regionalkrimi
    • Reihe: ja - Band 11 um Martin Merana



Gmeiner Kurzbeschreibung:
Eine Journalistin wird ermordet. Leona Trill, TV-Star und Aufdeckerin. Ihre Fragen: Energieknappheit, schwindende Ressourcen, explodierende Preise. Wer verdient dabei? Und wer hilft den Menschen, die damit nicht mehr zurechtkommen? Der Mord passiert im malerischen Ambiente von Schloss Leopoldskron in Salzburg bei einer mit Promis besetzten Benefizveranstaltung zugunsten des Überlebens auf diesem Planeten. Ein Vorzeigeprojekt. Das empfindet auch Kommissar Merana. Bei seinen Ermittlungen zeigt sich bald: hinter glänzendem Schein und guten Willen gibt es offensichtlich auch mörderische Abgründe.

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Weltenbumler Challenge

Meine Meinung:
Mittlerweile sind wir beim elften Band der Salzburg Krimis von Manfred Baumann angelangt.
In "Mörderwalzer" sind wir diesmal in geschichtsträchtiger Umgebung, nämlich in Schloss Leopoldskron. 1918 wurde es von Regisseur Max Reinhard gekauft, der es generalrenovierte. Beim Aufkommen des Nationalsozialismus musste Max Reinhard flüchten und das Schloss fiel den Nazis in den Händen. Nach Ende des Krieges ging es an die Republik Österreich, die es den Erben von Max Reinhard übergaben. Diese verkauften es und heute ist es im Besitz der US-amerikanischen Nichtregierungsorganisation Salzburg Seminar und ein Hotel. So viel zur kleinen Geschichtsstunde...;)

In diesem idyllischen Ambiente findet eine TV Benefiz-Veranstaltung statt. Moderatorin und Investigative Journalistin Leona Trill führt durch die Sendung. Die engagierte, aber nicht unbedingt beliebte Moderatorin, wird in einer Drehpause beim Schlossweiher tot aufgefunden. Sie wurde mit zahreichen Schlägen auf den Hinterkopf getötet. War die Moderatorin einem neuen Skandal auf der Spur? Oder war es ein persönliches Motiv?
Martin Merana und sein Team haben es diesmal besonders schwer, denn sie müssen aus 163 potentiellen Verdächtigen, die die Veranstatung besucht haben, den Täter oder die Täterin finden.

Wie schon in den letzten Bänden steht der "Sightseeing" Aspekt mehr im Vordergrund, als der eigentliche Mordfall. Die Ermittlungsarbeiten gehen nur langsam voran und werden erst im letzten Drittel wirklich spannend. Die im Klappentext angesprochenen Themen, wie Energiekrise und weitere Umweltthemen werden nur kurz angeschnitten. Dafür erfahren wir viel über die Geschichte des Schlosses und auch Näheres über die tote Moderatorin.
Dieser Band hat mir wieder etwas besser, als der letzte gefallen, trotzdem rückt für mich der Kriminalfall seit einiger Zeit immer mehr in den Hintergrund, was mir nicht so gut gefällt.

Das Buch habe ich bereits im Oktober gelesen und mit 4 Sternen bewertet. Heute würde ich weniger geben....aber zur Zeit bin ich auch extrem kritisch gestimmt.

Fazit:
Ein typischer Baumann Krimi mit viel regionaler Geschichte und aktuellen Themen. Letztere kommen meiner Meinung nach etwas zu kurz. Ein gut geschriebener, aber nicht besonders packender Regionalkrimi.


Die Reihe um Kommissar Martin Merana:

  1. Jedermanntod
  2. Wasserspiele
  3. Zauberflötenrache
  4. Drachenjungfrau  *Rezi*
  5. Mozartkugelkomplott  *Rezi*
  6. Todesfontäne  *Rezi
  7. Marionettenverschwörung  *Rezi
  8. Jedermannfluch  *Rezi*
  9. Salzburgsünde  *Rezi
  10. Salzbruigrache  *Rezi*

Salzburgrache - Manfred Baumann

    Die Bildrechte liegen beim Verlag


     

    • Broschiert: 281 Seiten
    • Verlag: ‎ Gmeiner-Verlag; 2022. Edition (10. August 2022)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3839202981
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3839202982
    • Genre: Krimi, Regionalkrimi
    • Reihe: ja - Band 10 um Martin Merana


Gmeiner Kurzbeschreibung:
Ein Toter am Fuß der Festung Hohensalzburg. Es ist Kris Kailer, der eben ein spektakuläres Konzept für die Salzburger Burgen- und Schlösserlandschaft entwickelte. Das hat vielen nicht gepasst. Vor allem eine Gruppe renommierter Historiker ist vehement dagegen. Welche Rolle spielt die ominöse Vereinigung FFB, Freiheit für Bürger, bei dem Mord? Die selbsternannte Bürgerwehr hat schon Politikern gedroht, sie von den Zinnen der Burg zu werfen. Kommissar Merana und sein Team beginnen zu ermitteln und müssen schnell erkennen: Hinter allem steckt offenbar ein teuflischer Plan, der bald auch Merana bedroht.

Meine Bewertung: * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Nun sind wir schon beim zehnten Band der Reihe rund um Kommissar Martin Merana angelangt.

Am Fuße der Festung Hohensalzburg wird ein Toter gefunden. Zur Zeit findet in der Mozartstadt ein Wettbewerb statt, bei dem ein neues Werbekonzept für die Salzburger Burgen- und Schlösserlandschaft entwickelt werden soll. Kris Keiler war einer dieser kreativen Köpfe und er hatte gute Chancen für seine Agentur den Sieg zu holen. Doch nun liegt er am Fuße der Festung. Wurde er von einem Konkurrenten getötet? Doch kurze Zeit später wird auf Burg Moosham ein weiterer Toter gefunden. Diesmal ist es der Schlossverwalter. Liegt das Mordmotiv doch wo anders?

Nach dem rasanten Start wird der Krimi eher gemächlich. Baumann greift zu seiner bekannten Mischung aus Krimi und Stadtführer. Man spaziert durch die Mozartstadt, die der Autor von seiner schönsten Seite zeigt. Weitere Schausplätze sind diesmal neben der Festung auch Burg Hohenwerfen und Schloss Moosham.

Die Ermittlungsarbeit kommt nur langsam voran. Was steckt hinter den beiden Morden? Spielt dabei eine Gruppe von Historiker eine Rolle, die sich gegen die Vermarktung der Burgen im Salzburger Land stellen? Als die Ermittler jedoch entdecken, dass der Tote auch für die FFB, die Freiheit-für-Bürger-Partei tätig ist, bekommt der Fall eine neue Dimension.

Kritik muss ich diesmal allerdings an dem Versuch des Autors üben, seine politische Meinung offensichtlich miteinzubringen. Baumann hat mit der FFB eine Art Bürgwehr eingebaut, bei der es sich wohl um eine Anspielung auf die Coronamaßnahmen-Gegner handelt. Ich habe zwar ähnliche Ansichten wie der Autor, finde aber politische Äußerungen unangebracht und vorallem sollte sie nicht einseitig und mit dem erhobenen Zeigefinger vorkommen. Als Leser erwarte ich mir eine neutrale Meinung.

Mittlerweile habe ich auch mit den vielen Überfällen auf Merana zu kämpfen. Unser Kommissar wird in fast jedem Fall von irgendjemand niedergeschlagen oder jemand aus seinem nahen Umkreis wird getötet. Das ist eindeutig zu viel des Guten!
Irgendwie hatte ich bei diesem Teil das Gefühl, dass sich die Reihe langsam totläuft. 

Fazit:
Nicht der beste Krimi der Reihe, aber trotzdem ein MUSS für diejenigen, die diese Reihe gerne lesen. 


Die Reihe um Kommissar Martin Merana:

  1. Jedermanntod
  2. Wasserspiele
  3. Zauberflötenrache
  4. Drachenjungfrau  *Rezi*
  5. Mozartkugelkomplott  *Rezi*
  6. Todesfontäne  *Rezi
  7. Marionettenverschwörung  *Rezi
  8. Jedermannfluch  *Rezi*
  9. Salzburgsünde  *Rezi*

Salzburgsünde - Manfred Baumann

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     

     

    • Taschenbuch: 279 Seiten
    • Verlag: ‎ Gmeiner-Verlag; 2021. Edition (7. Juli 2021)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 383920075X
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3839200759
    • Genre: Krimi, Regionalkrimi
    • Reihe: ja - Band neun um Kommissar Merana



Gmeiner Kurzbeschreibung:
Osteridylle in der Festspielstadt Salzburg. Doch die Stimmung wird gestört. Auf dem Kapuzinerberg entdeckt man einen Totenschädel. Er gehört zu einer Frau, die vor 65 Jahren spurlos verschwand. Zugleich passiert ein Mord an einer Politikerin in der Gegenwart. Sie war einst Schülerin der Toten vom Kapuzinerberg. Alles nur Zufall? Kommissar Martin Merana glaubt nicht daran und beginnt zu ermitteln. Das führt ihn bis in höchste Kreise der Salzburger Gesellschaft und zugleich in ungeahnte Gefahr.

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Den neunten Fall der Reihe rund um Kommissar Martin Merana von Manfred Baumann habe ich bereits vor einigen Monaten gelesen. Bevor der nächste Fall veröffentlicht wird, möchte ich noch meine Rezension zu "Salzburgsünde" posten.
Nachdem mich der achte Fall rund um die Morde bei der Jedermann Aufführung in Salzburg nicht so recht überzeugen konnte, hoffte ich auf einen spannenden neunten Fall. "Salzburgsünde" konnte mich wieder richtig packen und mitnehmen, auch wenn der Krimi doch wieder einige Längen hatte.

Kurz vor dem Osterfest findet eine Spaziergängerin mit ihrem Hund eine tote Gämse am Kapuzinerberg. Als der hinzugerufene Förster den Kadaver entfernt, entdeckt er darunter ein menschliches Skelett. Anhand des Eherings, der zwischen den Knochen liegt, findet die Polizei sehr schnell heraus, dass es sich um die sterblichen Überreste von Maresa Stirner handelt. Die Tote war Lehrerin am Gymnasium und verschwand bereits im Jahr 1956 spurlos. Maresa's Tochter Emilia war Meranas Professorin an der Universität. Dies veranlasst ihn zu ermitteln, was seinem Chef nicht wirklich gefällt. Als jedoch kurze Zeit später die bekannte Politikerin Gwenda Truhl ermordet aufgefunden wird, die Merana erst wegen der Toten am Kapuzinerberg befragt hat, gibt es grünes Licht von seinem Chef.
Gwenda Truhl war zu Lebzeiten nicht unbedingt beliebt, denn sie war eine streitbare Politikerin. Merana hat allerhand zu tun, denn es gibt unzählige Verdächtige, die nicht wirklich unglücklich über ihren Tod sind. In erster Linie ihr Sohn Tanne, der schon sehnsüchtig auf das Erbe wartet. Doch ist er der Mörder? Und wie hängt der Tod der Politikerin mit den von Maresa Stirner zusammen?

Der Einstieg ist diesmal sehr gemächlich, zieht aber nach dem Mord an der Politikerin Gwenda Truhl an. Als sich immer mehr politische Persönlichkeiten einzuschalten versuchen, geraten Merana und sein Team unter enormen Druck.
Doch der Kommissar beharrt auf seinen Entscheidungen und lässt sich von seinen Instinkten leiten. Als Merana selbst nur knapp einen Anschlag überlebt, weiß er, dass er auf der richtigen Spur ist.

Waren mir das letzte Mal, die sehr detaillierten Beschreibungen rund um die Aufführung des Jedermanns zu viel, verliert sich Baumann diesmal ein bisschen zu sehr in die Welt der Oper, was zulasten der Krimihandlung geht. Trotzdem hat der Autor noch die Kurve genommen und der Krimi hat besonders im letzten Drittel an Spannung gewonnen.

Zusätzlich gibt es einige "Rückblenden", die aus der Sicht eines cirka 16jährigen Burschen erzählt werden. Die gewählte Jugendsprache aus den Fünfziger Jahren war mir nicht wirklich vertraut und so hörte sich manches in meinen Ohren komisch an. Trotzallem hat man bei seinen (Selbst-)Gesprächen ein sehr unbehagliches Gefühl, das immer stärker wird und man zu rätseln beginnt, wer diese Person in der Gegenwart sein könnte.

Fazit:
Ein ruhiger Krimi des Autors, der erst später an Fahrt gewinnt und dann richtig spannend wird. Die Stadt Salzburg selbst ist wieder Hauptschauplatz und erfüllt wieder alle touristischen Aspekte. Ich mag die Reihe von Manfred Baumann einfach und freue mich schon auf den nächsten Fall in der wunderschönen Mozartstadt.

Die Reihe um Kommissar Martin Merana:

  1. Jedermanntod
  2. Wasserspiele
  3. Zauberflötenrache
  4. Drachenjungfrau  *Rezi*
  5. Mozartkugelkomplott  *Rezi*
  6. Todesfontäne  *Rezi
  7. Marionettenverschwörung  *Rezi
  8. Jedermannfluch  *Rezi*

Jedermannfluch - Manfred Baumann

    Die Bildrechte liegen beim Verlag


    • Taschenbuch: 284 Seiten
    • Verlag: Gmeiner-Verlag; Auflage: 2020 (8. Juli 2020)
    • ISBN-10: 3839227224
    • ISBN-13: 978-3839227220
    • Genre: Krimi, Regionalrkimi
    • Reihe: ja - Band acht um Kommissar Merana


Gmeiner Kurzbeschreibung:
Das berühmte Jedermann-Spiel der Salzburger Festspiele - ein großartiges Spektakel. Der Tod erscheint auf der Bühne, holt den reichen Lebemann. Doch bald darauf zeigt sich der Tod schon wieder. Dieses Mal in der Wirklichkeit. Eine junge Schauspielerin aus der Jedermann-Gesellschaft wird brutal ermordet. Erneut muss Kommissar Merana in der von versteckten Geheimnissen durchdrungenen Welt der Festspiele ermitteln. Da schlägt der Tod wieder zu …


Meine Bewertung: * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Martin Merana verfolge ich bereits seit seinem vierten Fall. Ja, Band 1 -3 habe ich versäumt, aber man kann bei dieser Reihe problemlos auch mittendrin einsteigen und das sage ich nicht oft.
Manfred Baumanns Krimis besitzen sehr viel Lokalkolorit. Oftmals geht es um Kunst, Theater oder Musik und alle Bände spielen in der Mozartstadt Salzburg oder Umgebung. Besonders in diesem achten Fall fand ich die teilweise sehr detaillierten Beschreibungen der Umgebung, der engen Gassen oder auch der kulinarischen Köstlichkeiten etwas zu dominant. Der Kriminalfall kam in meinen Augen diesmal zu kurz.

Dies ist Manfred Baumanns zweiter Krimi, der sich um die Aufführung des Jedermanns dreht. 2020 feiert das Stück von Hugo-von-Hoffmannsthal sein 100-jähriges Jubiläum - etwas schaumgebremst durch Corona. Da passt "Jedermannsfluch" perfekt dazu - ganz Baumann-like natürlich mit einem Mord an einer Darstellerin der Tischgesellschaft. Die noch weithin unbekannte Schwester der gefeierten Buhlschaft, Isolde Laudess, wird unter seltsamen Umständen beim Aufgang zum Nonnberklsoter tot aufgefunden. Sie wurde mit einer Gartenfigur erschlagen. Merana und Braunberger beginnen im Umfeld der Schauspieler zu ermitteln. Es scheint, als wäre die Tote nicht sonderlich beliebt und auch untalentiert gewesen. Doch wer hat ein Motiv Isolde zu töten? Jemand aus der Theater Laiengruppe, die mit "Jederfrau" in der Region auftreten? Oder jemand aus den eigenen Reihen? Oder hängt ihr Mord mit dem Unfalltod und einem illegalen Straßenrennen ihres Freundes zusammen?
Doch dann gibt es einen weiteren Toten und er ist ebenfalls Mitglied der Tischgesellschaft....

Merana ermittelt in verschiedenen Richtungen und hat wie immer den richtigen Riecher. Doch bis er herausfindet, wer dahintersteckt, darf auch der Leser fleißig mitraten. Die Ermittlungen sind im Buch auf vier Tage komprimiert. 
Neben den bereits erwähnten sehr detaillierten Beschreibungen der Festspielstadt, rund um die Aufführung des Jedermanns, kam mir der Fall selbst zu kurz. Auch das Privatleben von Martin Merana spielt in diesem Band der Reihe keine Rolle, was ich ein bisschen schade fand, auch wenn ich es sonst nicht mag, wenn das Privatleben überhand nimmt. Ebenso fehlte mir Kollegin Carola Salmann bei den Ermittlungen. Der Fokus liegt diesmal einzig bei der Stadt Salzburg und ihrer eindruckvollen Kulisse - dadurch fehlt es aber leider an Spannung.
Manfred Baumanns Reihe um Martin Merana ist für mich ein Auf und Ab. Manche Krimis der Reihe sind spannend und voller Lokalkolorit, anderen fehlt es hingegen manchmal etwas am Nervenkitzel.

Fazit:
Mit Band acht rund um Kommissar Martin Merana hat es der Autor diesmal etwas zu gut gemeint mit seiner Liebe zur Festspielstadt. Sie spielt eindeutig die Hauptrolle, wobei der Kriminalfall selbst zu kurz kommt. Mir war es zu viel Kulisse und zu wenig Spannung.


Die Reihe um Kommissar Martin Merana:
  1. Jedermanntod
  2. Wasserspiele
  3. Zauberflötenrache
  4. Drachenjungfrau  *Rezi*
  5. Mozartkugelkomplott  *Rezi*
  6. Todesfontäne  *Rezi
  7. Marionettenverschwörung  *Rezi
  8. Jedermannfluch

Marionettenverschwörung - Manfred Baumann

    Die Bildrechte liegen beim Verlag


    • Taschenbuch: 310 Seiten
    • Verlag: Gmeiner-Verlag; Auflage: 2019 (9. Oktober 2019)
    • ISBN-10: 3839224586
    • ISBN-13: 978-3839224588
    • Genre: Krimi, Regionalkrimi
    • Reihe: ja - Band 7 für Kommissar Merana


Gmeiner Kurzbschreibung:
Magische Fäden. Puppen tanzen. Zauberhaftes Spiel. Das berühmte Salzburger Marionettentheater. Wo Papageno und Pamina Besucher aus der ganzen Welt verzücken, hängt jetzt eine junge Frau in den Puppenkulissen. Lucy, der Liebling der Truppe. Erdrosselt. Kommissar Merana beginnt zu ermitteln. Er stößt auf Intrigen hinter den Theaterfassaden, doch die Spur führt auch zu Kreisen politisch rechter Verschwörung. Und plötzlich ist auch Meranas Leben in Gefahr …

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Im siebenten Fall von Kommissar Martin Merana haben wir es mit einem Mordfall im Salzburger Marionettentheater zu tun.
Nach dem schweren Schicksalsschlag am Ende des fünften Bandes und der eher düsteren Atmosphäre im letzten Teil, hat Merana wieder ein neues Glück gefunden. Mit seiner neuen Liebe Jennifer verbringt er ein paar schöne Tage in Hamburg, die jedoch schneller vorüber sind, als ihm lieb ist. Merana wird nach Salzburg zurückgerufen. Im Marionettentheater wurde die junge und äußerst beliebte Puppenspielerin Lucy Salmira zwischen ihren geliebten Puppen tot aufgefunden - aufgehängt an einem Seil. Kurze Zeit später wird ihre Kollegin Sibylle Lercher ebenfalls ermordet. Wer hat es auf die Frauen abgesehen? Oder will jemand dem Marionettentheater schaden, das nur eine begrenzte Zahl an Puppenspieler hat?
Während Kommissar Merana im Umfeld des Theaters ermittel, wird Lucys Bruder tot aus der Salzach geborgen. Kaum hat sich der Kommissar überlegt, wie der Tod des jungen Mannes mit den Morden an den beiden Frauen zusammenhängen könnte, werden ihm die Ermittlungen durch das BVT, dem Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung, abgenommen. Lucys Bruder war verdeckter Ermittler und Martin Merana werden weitere Auskünfte zu seinem Tod verweigert. Sehr schnell ist ihm klar, dass es sich hier um ein explosives politischen Thema handelt...doch was haben Lucy und Sibylle damit zu tun?

Die erste Hälfte hat mich von Beginn an gefangen genommen. Martin Baumann erzählt seine Geschichte im Präsens und verwebt seinen fiktiven Mordfall geschickt mit der Geschichte des Salzburger Marionettentheaters. Dabei schildert er sehr atmosphärisch über die Arbeit der Puppenspieler und den musikalischen Darbietungen. Obwohl ich selbst aus Österreich komme, kannte ich das Salzburger Marionettentheater bisher nicht und war fasziniert von der Beschreibung hinter den Kulissen. Man rätselt mit, wer hinter den beiden Morden stecken könnte und hat seine Favoriten, die durch geschickte Wendungen des Autors rasch wechseln können. Doch durch den Mord an Lucys Bruder schlägt der Krimi eine neue Richtung ein und wird etwas zu politisch. Er driftet weg vom gemütlichen Flair der Marionetten und verbleibt mir allzu lange bei der österreichischen Innenpolitik, die beim Lesen des Krimis bereits teilweise überholt ist. Die angesprochenen Themen sind zwar gut gewählt und zeigen auf, wie wichtig das richtige Parteibuch in Österreich noch immer ist, jedoch hatte ich mit der Zeit das Gefühl, dass Baumann den eigentlich roten Faden verliert.

Die Charaktere sind facettenreich und Baumann bringt wieder sehr viel Lokalkolorit in seinem Krimi. Man schlendert durch die Innenstadt Salzburgs und begleitet den Kommissar durch den Mirabellgarten oder entlang der Salzach. Man bemerkt in jeder Zeile die Liebe des Autors zu Salzburg, der Musik und dessen Kultur. Der Krimi liest sich flüssig und ist spannend geschrieben, jedoch hat mir die zweite Hälfte nicht mehr so gut gefallen.
Hingegen fand ich die Idee, die Figur der Marionette Leandro, die von Lucy erschaffen wurde, eine wichtige Rolle bei der Aufklärung des Falles spielen zu lassen, großartig.

Auf das Cover möchte ich noch kurz eingehen, denn es zeigt eine der Original Marionetten aus dem "Sommernachtstraum" des Salzburger Marionettentheater.

Fazit:
Der siebente Fall von Kommissar Martin Merana ist nicht mehr so melancholisch und düster, wie sein letzter und hat etwas mehr Biss. Den Blick hinter die Kulissen des Marionettentheaters und das gewohnte Salzburger Lokalkolorit fand ich äußerst gelungen, jedoch wurde mir die zweite Hälfte zu politisch. Ich hatte das Gefühl, dass der Fall von den eigentlichn Morden im Puppentheater wegdriftet und der Autor zwischenzeitlich den Faden verloren hat. Erste Hälfte top, zweite Hälfte okay.
Die Reihe um Kommissar Martin Merana:

  1. Jedermanntod
  2. Wasserspiele
  3. Zauberflötenrache
  4. Drachenjungfrau  *Rezi*
  5. Mozartkugelkomplott  *Rezi*
  6. Todesfontäne  *Rezi*

Todesfontäne - Manfred Baumann

    Die Bildrechte liegen beim Verlag



    • Taschenbuch: 314 Seiten
    • Verlag: Gmeiner-Verlag; Auflage: 2018 (4. Juli 2018)
    • ISBN-10: 3839223458
    • ISBN-13: 978-3839223451
    • Genre: Krimi
    • Reihe: ja - Kommissar Meranas sechster Fall


Gmeiner Kurzbeschreibung:
Ein Toter stört die Idylle der barocken Festspielstadt. Im Springbrunnen des weltberühmten Mirabellgartens liegt die Leiche des Investors Hans von Billborn. Steht der Mord in Zusammenhang mit der »Paracelsus-App«, einer sensationellen neuen Software, die in Salzburg präsentiert wurde? Kommissar Merana, der den Dienst quittieren will, sieht sich plötzlich gezwungen, in diesem Fall zu ermitteln. Denn eine der Spuren führt in Meranas Vergangenheit. Liegt dort die Antwort für den rätselhaften Mord oder steckt die Lösung im Schauplatz, in den Geheimnissen des Mirabellgartens?

Meine Bewertung: * * * einhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Diesen 6. Band sollte man nicht ohne Vorkenntnisse des Vorgängerbandes lesen! 

Meine Meinung:
Manfred Baumann legt uns mit seinem 6. Band rund um Chefinspektor Martin Merana einen sehr düsteren Krimi vor. Im letzten Teil "Mozartkugelkomplott" wurde Merana schwer verletzt und hat außerdem einen schweren Schicksalsschlag erlitten. "Todesfontäne" ist sicherlich Meranas persönlichster Fall!

Durch die durchwegs eher düsteren Gedanken unseres Protagonisten schwebt über den Krimi eine eher negative Energie. Diese zieht zwar den Leser zu Beginn etwas runter, ist aber notwendig, da Merana im letzten Band einen schweren Schicksalschlag erlitten hat. Seitdem leidet er unter Depressionen. Seine Rücktrittserklärung hat er abgegeben, denn er möchte nicht mehr in den Polizeidienst zurückkehren. Im Rehabilitationszentrum, wo er seine Schussverletzung auskuriert, hat er bereits gedanklich mit seiner Polizeikarriere abgeschlossen. Da kontaktiert ihn seine Kollegin Carola wegen eines aktuellen Falles. Im Schlossgarten zu Mirabell wurde eine Leiche im Brunnen gefunden. Es ist der deutsche Geschäftsmann Hans von Billborn, der anlässlich eines Kongresses in Salzburg weilte. Auf seinem Notebook hatte er kurz vor seinem Tod ein Foto angesehen, welches vor ungefähr 40 Jahren genau vor demselben Brunnen aufgenommen wurde, wo nun seine Leiche entdeckt wurde. Darauf zu sehen sind ein fröhliches, junges Paar: Hans von Billborn und Meranas Mutter Rosalinde. Dieses Bild reißt Merana aus seinen Depressionen. Er versucht herauszufinden, wann und wie Hans von Billborn seine Mutter kennengelernt hat und warum er dieses Foto kurz vor seinem Tode auf seinem Laptop angschaut hat. Während seine Kollegen sich um den Mordfall kümmern, muss sich Merana seiner Vergangenheit stellen.

Bereits in den letzten Bänden wurde der tragische Tod seiner Mutter erwähnt, aber nie Genaueres darüber erzählt. Nun sieht sich Merana gezwungen, sich mit dem für ihn traumatischen Unglück auseinanderzusetzen und stößt auf einige Ungereimtheiten. Doch nach fast 40 Jahren ist dies ein schweres Unterfangen. Als Billborns Tochter Jennifer anreist, versuchen sie gemeinsam herauszufinden, in welcher Verbindung ihr Vater und seine Mutter standen. Doch da passiert ein weiterer Anschlag auf ihn und wieder gibt es einen Toten. Warum steht er im Fokus des Täters?

Wie von Manfred Baumann gewohnt, gibt es neben der Krimihandlung wieder eine bildhafte "Stadtführung" durch die Salzburger Innenstadt. Zentrum ist diesmal natürlich der Mirabellgarten und seine Brunnen und Figuren. Man merkt hier wieder sehr stark, dass sich der Autor mit Geschichte und der Kunstszene beruflich befasst hat und sich sehr gut auskennt. Auch die Umgebung rund um Salzburg kommt nicht zu kurz, wenn Merana seine Großmutter besucht oder die näheren Umstände des Todes seiner Mutter aufzuklären veruscht.

Die Spannungskurve steigt diesmal erst gegen Ende des Buches an. Der Leser versucht mitzurätseln, doch Merana ist uns und seinen Kollegen eine Spur voraus. Das Ende konnte mich leider nicht gänzlich überzeugen.

Schreibstil:
Im Gegensatz zum letzen Krimi schreibt Manfred Baumann diesmal nicht so detailverliebt. Die Sätze sind sehr kurz gehalten. Sie spiegeln Martin Meranas Gefühlwelt wider. Mit der Zeit werden sie etwas länger - passend zu seinem Gemütszustand. Die Stimmung ist großteils düster. Sie dauerte mir fast zu lange an.
Punkten kann der Autor wieder mit viel Lokalkolorit und seiner Mischung aus Krimi und Informationen über Salzburg.
Die Kapitelüberschriften zeigen den Wochentag und das Datum an.

Fazit:
Der neue Krimi aus der Reihe rund um Kommissar Martin Merana war mir diesmal zu schwermütig. Auch das Ende fand ich etwas konstruiert. Trotzdem hatte ich wieder sehr angenehme Lesestunden mit dieser wunderbaren Mischung aus Krimi und einem Spaziergang durch Salzburg. Ich hoffe, dass der kommende Band der Reihe wieder etwas mehr Heiterkeit versprüht.


Die Reihe um Kommissar Martin Merana:
  1. Jedermanntod
  2. Wasserspiele
  3. Zaiberflötenrache
  4. Drachenjungfrau  *Rezi*
  5. Mozartkugelkomplott  *Rezi*

Mozartkugelkomplott - Manfred Baumann



    • Broschiert: 376 Seiten
    • Verlag: Gmeiner-Verlag; Auflage: 2015 (1. Juli 2015)
    • ISBN-10: 3839217733
    • ISBN-13: 978-3839217733
    • Genre: Krimi, Regionalkrimi 
    • Reihe: ja - Band 5 um Kommissar Merana


Gmeiner Kurzbeschreibung: 
In der Hand eine Mozartkugel. Auf dem Kopf eine Mozartperücke. So liegt der Schauspieler Jonas Casabella, splitternackt und tot, in Mozarts Geburtshaus. Dieser bizarre Anblick ist nur der Anfang einer Serie rätselhafter Ereignisse mit zwielichtigen Personen, denen sich Kommissar Merana gegenübersieht: rivalisierende Zuckerbäcker, profittreibende Musikmanager, verzweifelte Wunderkinder, erpresserische Fädenzieher. Und Meranas Herz erlebt im Lauf der Ermittlung eine Achterbahn der Gefühle.

Meine Bewertung: * * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge 2016

Darum geht's:
Diesmal wird Kommissar Merana in Mozarts Geburtshaus gerufen. Dort liegt ausgerechnet im Geburtszimmer des Wunderkindes ein Toter: in der Hand hält er eine Mozartkugel. Es ist der Schauspieler Jonas Casabella, der den Mozart in einer TV-Serie über die Geschichte der Salzburger Mozartkugel spielen sollte. Mitten im Schäferstündchen mit einer Praktikantin hat ihn seine Vorliebe für die berühmten Kugeln den Tod gebracht, denn diese waren vergiftet. Wurde Casabella, eher unbeliebt, bei seinen Kollegen, aber beliebt bei den Frauen, vorsätzlich vergiftet ? Oder ist es ein Anschlag an eine der vielen Mozartkugelerzeuger? Denn nur kurze Zeit später tauchen weitere vergiftete Pralinen, alle von der Firma Mirabell, auf....

Meine Meinung:
Vom Salzburger Autor Manfred Baumann habe ich bereits den 4. Fall "Drachenjungfrau" (Rezi) und die kriminellen Weihnachtsgeschichten "Maroni, Mord und Hallelujah" (Rezi) gelesen. Da mir beide Bücher sehr gut gefallen haben, musste ich auch "Mozartkugelkomplott" lesen. Meiner Meinung nach, ist es sein bis jetzt bester Krimi - spannend von Beginn an mit vielen überraschenden Wendungen.

Wie bereits in allen anderen Büchern der Reihe (bis auf Drachenjungfrau) ist auch diesmal wieder die wunderschöne Festspielstadt Salzburg Schauplatz....und mitten drinnen Kommissar Martin Merana.
Der tote Schauspieler Jonas Casabella war bekannt für seine Liebe zu den süßen Kugeln, die er immer parat hatte, egal ob in seinem Zimmer oder in seiner Tasche. Sogar beim Liebesspiel mit der Praktikantin brachte er sie zusammen mit einer Flasche Sekt mit. Deshalb beginnt Kommissar Merana seine Untersuchungen auch bei der Filmcrew, die alle von seiner Vorliebe wussten. Doch war der Anschlag wirklich für ihn bestimmt? Oder war es Zufall? Denn kurze Zeit später werden weitere vergiftete Pralinen entdeckt und aus den Geschäften genommen. Alle sind von der Firma Mirabell, den in Salzburg größten Vertreiber der Mozartkugel, aber nicht der Originalerfinder der leckeren Praline! Diese stammt nämlich von Paul Fürst, Gründer der Konditorei Fürst, einer dieser "Pechvögel", die eine großartige Erfindung hatten oder eine tolle Idee umsetzten,  aber andere damit das große Geschäft machten. Die Filmreihe, in der Casabella den Mozart miemen sollte, trägt deshalb den Namen "Unlucky Fellows".
Doch dann taucht ein ehemaliger Mitarbeiter der Firma Mirabell auf, der fristlos gekündigt wurde und Rache schwört.....eine weitere Spur! Kommissar Merana ist unter Zeitdruck, denn niemand weiß, wie viele vergiftete Mozartkugeln im Umlauf sind...

Die Idee des Autors, die Geschichte der Mozartkugel zu erzählen und dabei diese in eine Art Filmreihe einzubauen, die von anderen Pechvögeln handelt, fand ich richtig toll. Es wurden im Buch auch diverse andere Beispiele angeführt.
Auch die vielen Beschreibungen zur Mozartstadt gefielen mir und ließ mein österreichisches Herz höher schlagen ;) Man bekommt große Lust Salzburg wieder einmal zu besuchen. Ich mag Krimis, wo man auch etwas von der Stadt/Umgebung, in der er spielt, erfährt. Man hat nicht das Gefühl in einer anonymen Gegend zu ermitteln.
Auch die unerwarteten Wendungen und falschen Fährten sind sehr gut umgesetzt und ließen mich bis zum Schluss raten, aus welcher Ecke der Täter kommt! Etwas entsetzt war ich über eine Begebenheit im letzten Drittel des Buches, die mich kurz sprachlos zurück ließ.

Wer denkt hier einen lustigen Regionalkrimi vor sich zu haben liegt falsch! Hier wird viel ermittelt und leider kommt es auch zu einigen tragischen Zwischenfällen, die mir kurz den Herzschlag verlangsamten. Wer die Bücher des Autors bereits kennt weiß, dass er auch ein großer Kunst- und Musikliebhaber ist und immer wieder kulturelle Begebenheiter der Mozartstadt einfließen lässt, seien es Opern, Theaterstücke oder geschichtliche Begebenheiten. Nicht umsonst war der Autor Redakteur und Abteilungsleiter beim ORF (Österreichischen Rundfunk).

Charaktere:
Die einzelnen Charaktere sind sehr vielschichtig und gut ausgearbeitet. Besonders entzückend fand ich Roberta Hiriondelle, die französische Kamerafrau, und ihre süßen Versprecher =) Auch Carola Salman, die Chefinspektorin und Meranas Stütze, konnte wieder punkten. Sie steht wie ein Fels in der Brandung hinter dem Kommissar und hat selbst genug um die Ohren. Auch die anderen Ermittler und die Mitglieder der Filmcrew werden mehr oder weniger gut beschrieben.  


Schreibstil:
Der Schreibstil des Autoren ist angenehm flüssig, aber detailverliebt. Die Kapitel sind in Tage untergeordnet. Vor jedem Kapitelanfang erfährt man, um welchen Tag es sich handelt (z. Bsp. 1. Tag), darunter in Klammer eine klassische Tempobezeichnung (Musik). Diese steht in Verbindung zu den Ermittlungen. Außerdem hat der Autor seinen Lesern (in kursiver Schrift im Prolog und vor manchen Kapiteln) ein  kleines "Rästel" hinterlassen, das erst am Ende des Romans einen Sinn macht. 

Die Sätze lesen sich manchmal etwas poetisch und man merkt, dass er sich neben seinem Krimiautorenleben in der Kunstgeschichte und der Musikszene gut auskennt. Manchmal erinnerte er mich auch an meinen Bruder, der Lehrer für Deutsch, Musik und Geschichte ist ;) Das soll aber niemand abschrecken, denn denn die Handlung ist spannend und nicht vorhersehbar!


Fazit:
"Mozartkugelkomplott" isr mein bisheriger Favorit aus der Kommissar Merana Reihe. Der Krimi bringt dem Leser die Mozartstadt näher, überrascht mit unerwarteten Wendungen, einem steigenden Spannungsbogen und einem stimmigen Ende.


 
Vielen Dank an den Gmeiner Verlag für das Rezensionsexemplar!

Maroni, Mord und Hallelujah - Manfred Baumann


    • Broschiert: 244 Seiten
    • Verlag: Gmeiner, A; Auflage: 1 (1. Oktober 2014)
    • ISBN-10: 3839215889
    • ISBN-13: 978-3839215883
    • Genre: Krimi, Kurzgeschichten

Gmeiner Kurzbeschreibung: 

Weihnachten hat sich Kommissar Merana anders vorgestellt. Dass er mitten auf dem berühmten Salzburger Christkindlmarkt plötzlich dem Christkind gegenübersteht, passt ja noch ganz gut zur weihnachtlichen Idylle. Aber dass dieses Christkind mit einer Pistole auf ihn zielt, stört den Weihnachtsfrieden doch erheblich. Und schon ist der Kommissar unfreiwilliger Hauptdarsteller einer aberwitzigen Rallye durch das weihnachtliche Salzburg, mit grimmigen Schiachperchten und verschwundenen Erzengeldarstellern.

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Einmal um die Welt Challenge

Buch zur Deutschen Autoren Challenge

Buch zur Jahreszeiten Cover Challenge

Meine Meinung:
Seit dem Krimi "Drachenjungfrau" schaue ich nach weiteren Büchern von Manfred Baumann aus. Sein Schreibstil und besonders die interessante Beschreibung des Brauchtums ins Salzburg gefallen mir ausgesprochen gut. So habe ich mich sehr gefreut, als ich beim Weltbild Verlag seinen Weihnachtskrimi gewonnen habe. Natürlich stand der nun in der Adventzeit auf dem Programm.

Leider habe ich allerdings gleich etwas zu bemängeln: Nirgends wurde ich fündig, dass es sich hier nicht um einen Roman, sondern um vier Kurzgeschichten handelt! Der beschriebene Inhalt bezieht sich alleine auf die erste Geschichte in diesem Buch, das auch den Titel trägt. Danach folgen weitere drei Kurzgeschichten mit den Titeln: Otmar und die Weihnachtskekserlfee, Stern.Taler.Kind und Raunacht. Alle vier weihnachtlichen "Mordsgeschichten" haben mich gut unterhalten, auch wenn ich eigentlich kein Kurzgeschichtenfan bin. Nun fällt es mir auch etwas schwer dieses Buch, das eigentlich vier Geschichten beinhaltet zu rezensieren, denn ich will ja nirgends zu viel verraten....

In jeder Geschichte spielt Kommissar Merana oder einer seiner Kollegen die Hauptfigur.
In der ersten Geschichte "Mord, Maroni und Hallelujah" verfolgt Merana das Christkind, welches am Salzburger Christkindlmarkt jemanden angeschossen hat. Es gestaltet sich eine Verfolgungsjagd durch Punschhütten und gipfelt bei einem Krippenspiel.

In der zweiten Geschichte "Otmar und die Weihnachtskekserlfee" wird Abteilungsinspektor Otmar Braunberger unfreiwillig Teilnehmer der im TV ausgestrahlten Sendung "Salzburg sucht die Weihnachtskekserlfee". Während der Sendungsübertragung kommt es zu einem Zwischenfall: Einer der Kekserlkoster (Juroren)  krümmt sich schmerzverzerrt und kippt bewusstlos vom Stuhl. Abteilungsleiter Braunberger ermittelt.....

Die dritte Geschichte "Stern.Taler.Kind" erzählt von einem kleinen Jungen, der sich mit seinem Laserschwert abends auf Abenteuer begibt; einem kleinen Mädchen, das ihre Eltern im Feuer einer Fabrik in Pakistan verloren hat, einem jungen Burschen, der ganz besondere Krippenfiguren verkauft und einen LKW Fahrer. Alle diese Menschen sind Handlung einer kleinen Kriminalgeschichte und miteinander verstrickt.

Und die letzte Geschichte "Raunacht" handelt von den Raunächten. Dies sind einige Nächte vom 21. Dezember anfangend bis zum Jahreswechsel, denen oft besondere Bedeutung zugemessen wird und die bis heute für Wahrsagungen und Mythologien bedeutend sind. Diesen Bräuchen ist ein italienisches Fernsehteam auf den Spuren bis sich eines der Orakel erfüllt und der erste Ermordete gefunden wird.

Alle vier Mordsgeschichten sind sehr flüssig erzählt und binden viel Brauchtum mit ein. Einige sind witzig, die anderen stimmen nachdenklich. Mir haben alle vier sehr gut gefallen und finde sie passend für die Vorweihnachtszeit.

Fazit:
Wer mörderische Kurzgeschichten mag, die in der Adventzeit spielen, hat hier das richtige Buch gefunden. Mich hat es unterhalten und die Vorweihnachtszeit ein bisschen kriminalistisch versüßt.


Drachenjungfrau - Manfred Baumann


    • Broschiert: 308 Seiten
    • Verlag: Gmeiner, A; Auflage: 1 (2. Juli 2014)
    • ISBN-10: 3839215870
    • ISBN-13: 978-3839215876
    • Reihe: ja - Meranas 4. Fall
    • Genre: Krimi, Regionalkrimi

Gmeiner Kurzbeschreibung:
Am Fuß der beeindruckenden Krimmler Wasserfälle liegt ein totes Mädchen: Lena Striegler, siebzehnjährige Schönheit, Gewinnerin der Vorausscheidung zum groß inszenierten Austrian Marketenderinnen Award. Der Salzburger Kommissar Martin Merana ermittelt erstmals in der Provinz, zwischen den kuriosen Abgründen einer rustikalen Casting-Show und den mystischen Geheimnissen einer alten Sage. Während Merana den Kreis der Verdächtigen einschnürt, geschehen weitere rätselhafte Dinge im Ort ...

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

 Buch zur ABC Challenge

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Einmal um die Welt Challenge

Buch zur Jahreszeiten-Cover-Challenge

Buch zur Deutsche Autoren Challenge


Meine Meinung:
Überraschender Weise bekam ich mein erstes Rezi-Exemplar vom Gmeiner Verlag angeboten. Eigentlich wären es eBooks gewesen, aber da ich keine eBooks lese, wurde mir "Drachenjungfrau" von Manfred Baumann vorgeschlagen. Ich habe leider die ersten drei Bücher der Krimireihe nicht gelesen, mir fehlte aber nicht wirklich etwas und so kann ich das Buch guten Gewissens auch denjenigen vorschlagen, die ebenfalls die ersten drei Bücher nicht kennen.

Die Geschichte spielt in Krimml im Bundesland Salzburg. Dort wird Kommissar Martin Merana (mit dem Namen konnte ich mich nicht ganz anfreunden) zu einem Todesfall gerufen. Es ist seine alte Heimat, in der er aufgewachsen ist und wo noch seine Großmutter wohnt. Dort im beschaulichen Krimml bei den Krmimmler Wasserfällen wurde die Leiche von Lena Striegler gefunden. Sie war die Dorfschönheit und die große Hoffnung des Pinzaugs für den Sieg beim Marketenderinnen Award, den der Bürgermeister von Krimml inszeniert. Denn außer dem Fremdenverkehr braucht Krimml frisches Blut und muss mit der Zeit gehen, meint dieser. Merana, der aus Salzburg in seine ehemalige Heimatgemeinde gerufen wird, kennt einige der Einwohner noch von früher, wie etwa Bürgermeister Gottfried Erlinger, der mit Martin in die gleiche Klasse ging oder Alma Thaler, verheiratete Striegler, die Mutter der Toten. Das erleichtert nicht immer die Polizeiarbeit, aber mit der toughen Gruppeninspektorin Ulla Heilmayer hat er eine kompetente Partnerin zur Seite. Gemeinsam versuchen sie unter all den Intrigen und Mythen im Dorf auf die Spur des Täters zu kommen.

Regionalkrimis gibt es viele, jedoch unterscheiden sie sich oft nicht nur durch die Regionen in denen sie spielen, sondern auch wie viel Krimi und wie viel Humor drinnen steckt. Ich bevorzuge die Bücher, die den Humor nur am Rande streifen und ehrliche Ermittlerarbeit in den Vordergrund stellen, gewürzt mit einheimischen Besonderheiten und natürlich ein bisschen Dialekt.
Genauso ein Krimi ist "Drachenjungfrau". Hier wird ermittelt, was das Zeug hält und als Tochter vom Lande kenne ich auch die Tratschereien und Gruppenspielchen innerhalb eines Dorfes. Neben dem dörflichen Klatsch fließt auch sehr viel mysthisches in diesen Roman. Die Salzburger Sage der Drachenjungfrau bestimmte nicht nur den Titel, sondern ist das tragende Thema im ganzen Buch. Rund um diese Sage wird die Geschichte um Lena Striegler aufgebaut. Dabei fließen ebenso moderne Fernseh-Wettbewerbe á la Supermodel oder Grund-Spekulationen mit in die Geschichte.Daneben gelingt es dem Autor aber auch mmer wieder Informationen über Traditionen, Brauchtum und Mythologie aus dem Bundesland Salzburg einfließen zu lassen. Die Meisten davon kannte ich als Österreicherin ebenfalls nicht.

Schreibstil:
Der Autor ist Redakteur, Moderator, Regisseur und Kabarettist. Man bemerkt beim Lesen sofort, dass er sein Handwerk versteht. Die Geschichte ist in Wochentage eingeteilt, die danach nochmals in Unterkapitel aufgeteilt werden. Vor jedem Kapitelanfang steht ein Ausschnitt aus der Sage der Drachenjungfrau von Krimml. Die Charaktere sind manchmal etwas überzeichnet, aber das passt hervorragend zur Geschichte.

Fazit:
Ein guter Krimi, der sich durch viel Ermittlungsarbeit, gewürzt mit Sagen und Mythen aus dem Salzburger Land, aus vielen Regionalkrimis hervorhebt. Zum Schluss hin rasant mit einem überraschenden Finale.

Wer etwas über die Sage der Drachenjungfrau wissen möchte:
http://virtuelleschule.bmukk.gv.at/fileadmin/wissen/burgen-volksschule-herzgasse/schule/sage-drachenjungfrau.htm


Vielen Dank an Markus Riedelsheimer vom
Verlag für das Rezensionsexemplar!

Die Reihe um Martin Merana:
  1. Jedermanntod
  2. Wasserpiele
  3. Zauberflötenrache
 

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