Drachenjungfrau - Manfred Baumann


    • Broschiert: 308 Seiten
    • Verlag: Gmeiner, A; Auflage: 1 (2. Juli 2014)
    • ISBN-10: 3839215870
    • ISBN-13: 978-3839215876
    • Reihe: ja - Meranas 4. Fall
    • Genre: Krimi, Regionalkrimi

Gmeiner Kurzbeschreibung:
Am Fuß der beeindruckenden Krimmler Wasserfälle liegt ein totes Mädchen: Lena Striegler, siebzehnjährige Schönheit, Gewinnerin der Vorausscheidung zum groß inszenierten Austrian Marketenderinnen Award. Der Salzburger Kommissar Martin Merana ermittelt erstmals in der Provinz, zwischen den kuriosen Abgründen einer rustikalen Casting-Show und den mystischen Geheimnissen einer alten Sage. Während Merana den Kreis der Verdächtigen einschnürt, geschehen weitere rätselhafte Dinge im Ort ...

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

 Buch zur ABC Challenge

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Einmal um die Welt Challenge

Buch zur Jahreszeiten-Cover-Challenge

Buch zur Deutsche Autoren Challenge


Meine Meinung:
Überraschender Weise bekam ich mein erstes Rezi-Exemplar vom Gmeiner Verlag angeboten. Eigentlich wären es eBooks gewesen, aber da ich keine eBooks lese, wurde mir "Drachenjungfrau" von Manfred Baumann vorgeschlagen. Ich habe leider die ersten drei Bücher der Krimireihe nicht gelesen, mir fehlte aber nicht wirklich etwas und so kann ich das Buch guten Gewissens auch denjenigen vorschlagen, die ebenfalls die ersten drei Bücher nicht kennen.

Die Geschichte spielt in Krimml im Bundesland Salzburg. Dort wird Kommissar Martin Merana (mit dem Namen konnte ich mich nicht ganz anfreunden) zu einem Todesfall gerufen. Es ist seine alte Heimat, in der er aufgewachsen ist und wo noch seine Großmutter wohnt. Dort im beschaulichen Krimml bei den Krmimmler Wasserfällen wurde die Leiche von Lena Striegler gefunden. Sie war die Dorfschönheit und die große Hoffnung des Pinzaugs für den Sieg beim Marketenderinnen Award, den der Bürgermeister von Krimml inszeniert. Denn außer dem Fremdenverkehr braucht Krimml frisches Blut und muss mit der Zeit gehen, meint dieser. Merana, der aus Salzburg in seine ehemalige Heimatgemeinde gerufen wird, kennt einige der Einwohner noch von früher, wie etwa Bürgermeister Gottfried Erlinger, der mit Martin in die gleiche Klasse ging oder Alma Thaler, verheiratete Striegler, die Mutter der Toten. Das erleichtert nicht immer die Polizeiarbeit, aber mit der toughen Gruppeninspektorin Ulla Heilmayer hat er eine kompetente Partnerin zur Seite. Gemeinsam versuchen sie unter all den Intrigen und Mythen im Dorf auf die Spur des Täters zu kommen.

Regionalkrimis gibt es viele, jedoch unterscheiden sie sich oft nicht nur durch die Regionen in denen sie spielen, sondern auch wie viel Krimi und wie viel Humor drinnen steckt. Ich bevorzuge die Bücher, die den Humor nur am Rande streifen und ehrliche Ermittlerarbeit in den Vordergrund stellen, gewürzt mit einheimischen Besonderheiten und natürlich ein bisschen Dialekt.
Genauso ein Krimi ist "Drachenjungfrau". Hier wird ermittelt, was das Zeug hält und als Tochter vom Lande kenne ich auch die Tratschereien und Gruppenspielchen innerhalb eines Dorfes. Neben dem dörflichen Klatsch fließt auch sehr viel mysthisches in diesen Roman. Die Salzburger Sage der Drachenjungfrau bestimmte nicht nur den Titel, sondern ist das tragende Thema im ganzen Buch. Rund um diese Sage wird die Geschichte um Lena Striegler aufgebaut. Dabei fließen ebenso moderne Fernseh-Wettbewerbe á la Supermodel oder Grund-Spekulationen mit in die Geschichte.Daneben gelingt es dem Autor aber auch mmer wieder Informationen über Traditionen, Brauchtum und Mythologie aus dem Bundesland Salzburg einfließen zu lassen. Die Meisten davon kannte ich als Österreicherin ebenfalls nicht.

Schreibstil:
Der Autor ist Redakteur, Moderator, Regisseur und Kabarettist. Man bemerkt beim Lesen sofort, dass er sein Handwerk versteht. Die Geschichte ist in Wochentage eingeteilt, die danach nochmals in Unterkapitel aufgeteilt werden. Vor jedem Kapitelanfang steht ein Ausschnitt aus der Sage der Drachenjungfrau von Krimml. Die Charaktere sind manchmal etwas überzeichnet, aber das passt hervorragend zur Geschichte.

Fazit:
Ein guter Krimi, der sich durch viel Ermittlungsarbeit, gewürzt mit Sagen und Mythen aus dem Salzburger Land, aus vielen Regionalkrimis hervorhebt. Zum Schluss hin rasant mit einem überraschenden Finale.

Wer etwas über die Sage der Drachenjungfrau wissen möchte:
http://virtuelleschule.bmukk.gv.at/fileadmin/wissen/burgen-volksschule-herzgasse/schule/sage-drachenjungfrau.htm


Vielen Dank an Markus Riedelsheimer vom
Verlag für das Rezensionsexemplar!

Die Reihe um Martin Merana:
  1. Jedermanntod
  2. Wasserpiele
  3. Zauberflötenrache

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