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Dornengrab - Aikaterini Maria Schlösser



    • Taschenbuch: 112 Seiten
    • Verlag: Books on Demand; Auflage: 1 (28. Februar 2018)
    • ISBN-10: 3746005930
    • ISBN-13: 978-3746005935
    • Genre: historische Mysterynovelle




Amazon Kurzbeschreibung:
"Da lag sie. Die weiße Rose auf dem Fensterbrett. Wie sie schon so oft dort gelegen hatte, als Zeichen für ein geheimes Treffen mit seiner Geliebten. Mit dem Unterschied, dass er seine Geliebte vor drei Tagen getötet hatte."



Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Von der Autorin habe ich im Januar dieses Jahres ihren Roman "Blut schreit nach Blut" gelesen, der eigentlich nicht ganz in mein übliches Genre passte, mir aber richtig gut gefallen hat. Als bei Lovelybooks ihre neue historische Mysterynovelle vorgestellt wurde, habe ich mich sofort beworben und es nicht bereut.

Wir sind in mitteralterlichen Worms. Hartmuth, der Sohn eines Schlachters, will groß hinaus. Seine Pläne haben nichts gemeinsam mit dem seines Vaters, einmal in sein Geschäft einzusteigen. Er hat genug von der Armt und fühlt sich zu Höherem geboren. Die eher unscheinbare Margarethe, Tochter einer reichen Kaufmannsfamilie, passt damit genau in sein Beuteschema. Obwohl sich ihr Vater gegen eine Heirat ausspricht, gelingt es Hartmuth seine Pläne durchzuziehen. Schon bald betrügt er Margarethe mit der jungen und betörenden Elslinn. Doch seine junge Geliebte möchte bald mehr und Hartmuth sieht seine Existenz gefährdet...

Dieses Büchlein ist ziemlich dünn und ich bin auch nicht wirklich ein Kurzgeschichtenfan, aber schon zu Beginn hat mich Aikaterini Maria Schlössers atmosphärischer und bildhafter Schreibstil sofort wieder gefangen genommen. Ich habe die 112 Seiten in einem Rutsch duchgelesen.

Die Geschichte wird so stimmungsvoll erzählt, dass man mit Hartmuth durch den Schlamm und den Regen stapft, mit ihm grübelt und sich ängstigt. Man riecht die verfaulten Rosenblätter, den Gestank in den Gassen und den feuchtwarme Qualm der Gaststube. Ebenso spürt man Hartmuths Ängste, die Unsicherheit und seine Wut durch die Zeilen. Seine Gedanken, die sich um Elslinn, seine Frau und seinem Kumpel Jorgen drehen und der Verdacht, dass ihm jemand in den Wahnsinn treiben möchte. Die geheimnisvollen weißen Rosenblätter und der Verwesungsgeruch, den er permanent in der Nase hat, stragen dazu noch bei.
Dies wird so atmosphärisch und spannend beschrieben, dass man die poetischen Worte mit einer leichten Gänsehaut liest und nicht aufhören kann, bis man am Ende angelangt ist. Mystisch, spannend und atmosphärisch!

Fazit:
Die Autorin überzeugt mich auch mit ihrer mystischen historischen Kurznovelle. Der grandiosen Schreibsil sucht Seinesgleichen. Ich muss unbedingt mehr von Aikaterini Maria Schlösser lesen!


Mein Dank geht an die Autorin für das Rezensionsexemplar!

Blut schreit nach Blut - Aikaterini Maria Schlösser




    • Taschenbuch: 344 Seiten
    • Verlag: Books on Demand; Auflage: 5
      (24. Juli 2017)
    • ISBN-10: 3743187450
    • ISBN-13: 978-3743187450
    • Genre: historischer Fantasyroman


Amazon Kurzbeschreibung:
Schwarzwald, Herzogtum Alamannien, 1272
Luna, die Tochter des Burgherrn, beobachtet seit ihrer Kindheit ein Sternenpaar im Waldschatten. Doch sie wagt es nicht, seinem Ruf zu folgen, auch wenn er immer stärker wird. Im Nebel wird die Schwarzburg angegriffen. Als einziges gelingt Luna die Flucht. Ihre Verletzung zwingt sie auf den Waldboden. Zwischen den Stämmen erscheint ihr Lichterpaar. Doch es sind keine Sterne. Augen haben sie beobachtet. Starren sie an.

Meine Bewertung: * * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Mein erster historischer Fantasyroman und ich begeistert! Die Geschichte ist eine gelungene Verknüpfung aus Mittelalterroman und Fantasy. Da ich sonst eher im historischen Genre anzutreffen bin, war ich schon sehr neugierig auf den Roman, der mir bereits vor einiger Zeit aufgefallen ist. Die Leseprobe konnte mich damals schon für die Geschichte gewinnen...
Aikaterini Maria Schlösser konnte mich nicht nur mit ihrer Erzählung rund um Luna, der einzigen Tochter des Burgherrn der Schwarzburg, überzeugen, sondern vorallem durch ihren außergewöhnlichen Schreibstil. Dieser ist wirklich etwas ganz Besonderes - voller Stimmung und Atmosphäre.

Das mittelalterliche Leben auf der Schwarzburg im Schwarwald wird sehr realistisch dargestellt. Auch für die Tochter des Burgherrn beginnt der Tag frühmorgens und ist durchsetzt von schwerer Arbeit. Söldner und Raubritter durchstreifen das Land - es wird gemordet und gebrandschatzt. So fällt auch die Schwarzburg in die Hände von Räubern und Lunas Eltern werden grausam ermordet. Einzig Luna gelingt die Flucht. Im Wald trifft sie auf zwei leuchtende Sterne, die sie bereits seit ihrer Kindheit vom Fenster aus beobachtet und die ihr das Gefühl geben, nach ihr zu rufen. Doch diese Sterne entpuppen sich als ein Augenpaar....

Nach dem Tod der Eltern und ihrer Flucht in den Wald, entdeckt Luna plötzlich merkwürdige Veränderungen an ihrem Körper, die ihr Angst einflößen. Sie fühlt sich immer unwohler in ihrem Zuhause, das seit dem Tod der Eltern ihr Onkel Hanco und seine Frau Binhildis übernommen haben. Bald offenbart ihr Hanco, dass er die Burg nicht übernehmen möchte und für Luna so schnell wie möglich einen geeigneten Heiratskandidaten finden möchte. Doch wenn dieser Lunas Geheimnis entdeckt, ist ihr der Tod sicher...

Der Fokus des Romans liegt eindeutig bei Luna und ihren Gefühlen. Nach dem Überfall vermittelt die Autorin äußerst eindringlich die innere Zerissenheit, die Trauer um ihre Eltern und die Ängste betreffend ihrer körperlichen Veränderungen. Man verfolgt großteils die Gedanken von Luna und ihre inneren Kämpfe. Der Spannungsbogen bleibt eine Weile auf gleicher Ebene, bis er im letzten Drittel deutlich ansteigt. Der Leser ist nicht mehr in Lunas Gedankenwelt gefangen, sondern die Geheimnisse werden nach und nach aufgedeckt. Ab diesem zeitpunkt kann man das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Das Ende hat dann nochmals eine Überraschung parat, mit der man nicht wirklich rechnet.

Die Autorin hat uns verraten, dass es einen Nachfolgeband geben wird. Ich muss gestehen, dass ich keine Ahnung habe, wie der aussehen könnte....aber Aikaterini Maria Schlösser hat mich schon einmal überrascht ;)
Die Nebencharaktere sind sehr bildhaft beschrieben, auch wenn wir hier nicht an deren Gedankenwelt teilhaben. Ich hatte jeden Einzelnen vor Augen. Die Figuren sind nicht einfach schwarz-weiß gemalt, sondern konnten mich des Öfteren im Laufe der Geschichte mit ihren Handlungen überraschen.
Mich hat dieser historische Fantasyroman in den Bann gezogen und vollkommen überzeugt.

Erwähnen möchte ich noch zwei Dinge: Der Schriftsatz tut leider in den Augen weh...dafür entschädigen die wunderschönen Illustrationen im Buch.

Schreibstil:
Der Schreibstil von Aikaterini Maria Schlösser ist das ganz Besondere an diesem Buch! Er ist detailliert, poetisch, atmosphärisch und sie versteht es exzellent die Gefühlswelt der Protagonistin zu beschreiben. Als Leser fühlt und leidet man mit Luna. Man kann sich mit ihren Gedanken und Ängsten identifizieren. Die Autorin verfügt außerdem über eine sehr bildhafte Beschreibung. Manche Gerüche oder Taten waren so eindringlich beschrieben, dass es mich beim Lesen wirklich ekelte.

Fazit:
Plot und Schreibstil überzeugten mich zu 100% bei diesem historischen Fantasyroman....ein Genre, das ich eigentlich sonst kaum lese. Tolle Atmosphäre und überraschende Wendungen runden diese Geschichte perfekt ab. Ich kann diesen Roman eindeutig weiterempfehlen!

Ich möchte mich ganz herzlich für das Rezensionsexemplar bei der Autorin bedanken!
Meine Bewertung hat dadurch aber keinerlei Einfluss!
 

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