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Böse Mädchen sterben nicht - Christina Henry

    Die Bildrechte liegen beim Verlag


    • Gebundene Ausgabe: 432 Seiten
    • Verlag: Penhaligon; Deutsche Erstausgabe Edition (13. März 2024)
    • Übersetzer: ‎ Sigrun Zühlke
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3764533153
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3764533151
    • Originaltitel: Good Girls Don't Die 
    • Genre: Thriller

     

Penhaligon Kurzbeschreibung:
Drei Frauen, drei Storys und ein albtraumhafter Plan: Celia wacht in einem Haus auf, das nicht ihr eigenes ist. Dennoch behauptet ein ihr unbekanntes kleines Mädchen, ihre Tochter zu sein. Und dann ist da noch der unheimliche Kerl, der so tut, als wäre er Celias Ehemann ... Allie wollte eigentlich einen Wochenendausflug mit Freunden machen – doch landet sie in einer abgelegenen Hütte im Wald, wo ein Szenario aus einem Horrorschocker sie erwartet ... Um zu ihrer Tochter zurückzukehren, muss Maggie in einem tödlichen Spiel um ihr Leben kämpfen. Was ist stärker? Ihr Gewissen oder ihr Überlebensinstinkt? 

Meine Bewertung: * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Diese drei Geschichten um Celia, Allie und Maggie ist weder eine Fantasy-Märchenadaption noch Horror, wie wir es von Christina Henry kennen, sondern eher ein Thriller/Krimi Mix, wobei der Handlungsstrang um Allie noch am ehesten an Horror herankommt.

Gespannt habe ich mit Celias Geschichte begonnen, die in einem ihr fremden Haus aufwacht und sich nicht an dieses Leben erinnern kann. Ihr angeblicher Ehemann ist ihr fremd und dass sie ein Kind hat, scheint ihr unmöglich. Und doch nennt sie das Mädchen Mummy und ihr Mann Babe, bevor er in die Arbeit verschwindet. Celia findet Fotos von ihr, dem Mann und dem Mädchen im Haus an der Wand hängen und doch kommt ihr alles sehr falsch vor. Sie hat keine Ahnung wer sie ist und wie sie in dieses Haus gekommen ist....

Allie möchte ihren Geburtstag mit ihren Freunden an einem Strand feiern, doch einer der Freunde hat andere Pläne und sie landen in einer abgelegenen Hütte im Wald. Als während der Nacht plötzlich ein Fremder um die Hütte schleicht und am nächsten Morgen einer fehlt, fängt der Horror erst an.

Maggie findet sich ebenfalls nach dem Erwachen in einer fremden Umgebung wieder. Sie muss in einer Art Labyrinth gegen andere Mitstreiterinnen um ihr Leben kämpfen, die ebenfalls wie sie selbst gefangen genommen wurden und aus verschiedenen Gesellschaftsschichten stammen. Es folgt eine Art Panem Version, wo es nur eine Überlebende geben kann.

Drei sehr unterschiedliche Handlungsstränge, die nacheinander erzählt werden, lassen nicht das Gefühl aufkommen, irgendwie in Verbindung zu stehen. Man rätselt, warum sich diese Frauen plötzlich in einer fremden Welt befinden, wo sie versuchen müssen, ihr altes Leben wiederzuerlangen oder ganz einfach ihr Leben zu behalten. Zwischen den drei Handlungsabläufen werden interessante Chatverläufe eingeblendet, die viel Raum für Spekualtionen geben.

Jede der Geschichten ist spannend erzählt und lebt von drei starken Frauen, die sehr unterschiedlich sind. Ich habe sowohl mit Celia, Allie und auch Maggie mitgefiebert. Schade fand ich, dass keine der drei Erzählstränge auserzählt wird.
Der Schreibstil lässt sich schnell und flüssig lesen und man rast nur so durch die Geschichten. Christina Henry arbeitet sich genremäßig durch einen Cosy Crime, einem Horrorroman und einer Art Dystopie. Anspielungen auf diverse Bücher und Filme scheinen gewollt.

Zum Ende hin wird aufgelöst, wie die drei Geschichten zusammenhängen. So richtig überzeugt hat mich die Auflösung dann jedoch nicht. Ich fand sie eher unaufgeregt und plump, sowie klischeehaft. Sehr schade, denn der Weg dorthin war gelungen und hat mir gut gefallen.

Warum auf deutsch die Mädchen im Titel böse sind, im englischen Original aber gute Mädchen, ist mir nicht wirklich klar. "Gute Mädchen sterben nicht" hätte besser gepasst und mir auch besser gefallen.

Cover:

von links nach rechts:
die amerikanische und die britische Ausgabe in englischer Originalsprache und das russische Cover

Fazit:
Drei spannende Geschichhten, eine tolle Idee und eine gute Umsetzung. Die Auflösung war hingegen sehr plump und klischeehaft und hat mich im Endeffekt enttäuscht zurückgelassen.


Der Knochenwald - Christina Henry

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     


     

    • Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
    • Verlag: ‎ Penhaligon Verlag; Deutsche Erstausgabe Edition (20. September 2023)
    • Übersetzer: ‎ Sigrun Zühlke
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3764532777
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3764532772
    • Originaltitel: ‎ Near the Bone
    • Genre: Horror, Dark Fantasy 

     

Penhaligon Kurzbeschreibung:
Mattie lebt mit ihrem Ehemann William allein in einer entlegenen Berghütte. Er ist ein gewalttätiger Mensch, den die junge Frau niemals verärgern darf. Doch als Mattie im Wald die verstümmelte Leiche eines Fuchses entdeckt, weiß sie, dass die Eheleute nicht alleine in der Wildnis sind. Wer – oder was – stößt jene seltsamen Schreie in der Nacht aus? Wessen krallenbewehrte Fußabdrücke sind im Schnee um die Hütte zu sehen? Als drei Fremde auf dem Berggipfel auftauchen und im Wald nach einer geheimnisvollen Kreatur suchen, weiß Mattie, dass die Neuankömmlinge William verärgern werden. Und wenn William wütend ist, passieren wahrlich schreckliche Dinge … 

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Schon länger habe ich immer wieder ein Auge auf die Geschichten von Christina Henry geworfen. Dabei sagten mir aber nicht alle davon zu. "Der Knochenwald" war aber sofort auf meiner Wunschliste und als ich das Buch tatsächlich in meiner Bücherei entdeckte, musste ich es mitnehmen.

Mattie lebt mit ihren um einiges älteren und gewalttätigen Ehemann William in einer abgelegenen Berghütte. Die Isolation ist von William gewollt, denn er verbirgt ein Geheimnis. Seine junge Ehefrau hält er wie eine Sklavin, die er züchtigt, wie es ihm gerade passt. Mattie kennt nichts anderes, obwohl sie hin und wieder Flash Backs hat, in denen sie sich an eine Schwester erinnern kann. Doch diese rinnerungen ergeben für sie keinen Sinn. Ihre Welt ist die abgelegene Hütte am Berg, Schnee, Kälte und ihr Ehemann, von dem die richtige Gefahr ausgeht. Unter keinen Umständen darf sie ihn verärgern.
Als Mattie einen grauenhaft zugerichteten Fuchs im Wald entdeckt, ist sie sicher, dass dieser von keinem menschlichen Wesen und auch von keinem Tier aus dem Wald getötet wurde. Die Spuren rund um den getöteten Fuchs sind riesig und können keiner normalen Kreatur gehören. Als sie William davon berichtet und sie immer wieder grauenhafte Schreie hören, macht er sich auf, nach dem furchteinflößenden Wesen zu suchen. Als auch noch drei Fremde am Berg auftauchen, die sich für die unheimliche Kreatur interessieren, weiß Mattie, dass ihr Mann dies nicht zulassen wird. Die Fremden und sie selbst sind in Gefahr, denn nicht nur das unsichtbare Monster im Wald, sondern auch das menschliche namens William, wollen ihren Tod. Denn William hat ein Geheimnis und dieses droht durch die Fremden ans Licht zu kommen, was um jeden Preis verhindert werden muss...

Der Schauplatz ist minimal und erinnerte mich irgendwie an "Die Wand".....eine einsam gelegene Hütte auf einem Berg und Wald drumherum. Mit nur wenigen Figuren, der rauen und eher ungemütlichen Winterlandschaft und einem angeblichen Monster, erschafft die Autorin einen spannenden Roman mit Thriller- und Horroranteilen. Zuerst aber lernen wir das menschliche Monster kennen: William, der seine Frau schlägt, hungern lässt und ihr befiehlt seine Söhne zu gebieren. Harter Tobak! Wer sich hier getriggert fühlt, sollte nicht zu diesem Buch greifen! Auf der anderen Seite erwartet man auch grausame Dinge, wenn man zu einer Geschichte dieses Genres greift.

Wir lesen aus der Sicht von Mattie und bekommen viele Einblicke in ihre Gefühlswelt und ihre Empfindungen. Sie lebt in ständiger Angst vor ihrem Ehemann. Nach und nach deckt Christina Henry Matties Vergangenheit auf. Ihre Figur und die von William sind großartig gezeichnet. Die drei Fremden haben mich hingegen nicht alle überzeugen können. Vorallem einer der drei Figuren ist kein empathischer Mensch und bringt Mattie manchmal in noch größerer Schwierigkeiten....

Die Atmosphäre ist düster und beklemmend. Der Schreibstil temporeich. Die Situation spitzt sich von Seite zu Seite immer mehr zu. Die Autorin spielt mit der Angst vor dem Unbekannten, dabei wird aber das Monster eher nebulös und mystisch dargestellt und nicht genau beschrieben. Der Spannungsbogen und das Grauen steigert sich von Seite zu Seite. Für reine Horrorleser wird sich der Grusel wahrscheinlich in Grenzen halten.
Zum Ende hin flachte die Geschichte dann etwas ab und das etwas offene Ende hat mir weniger gefallen. Man hat das Gefühl, dass man zum Schluss hin irgendwie alleine gelassen wird. Ein Epilog hätte die Handlung passend abgerundet.

Cover:

gefunden habe ich nur zwei englischsprachige Cover, wobei ich das rechte gruselig finde


Fazit:
Ein spannender Horrorthriller mit Gruselfaktor, dem am Ende ein bisschen die Luft ausgeht. Bis dahin allerdings ein gruseliges Erlebnis, wobei die größerer Gefahr vom menschlichen Monster ausgeht. 


 

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