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Die Party - Jonas Winner




    • Broschiert: 368 Seiten
    • Verlag: Heyne Verlag (10. September 2018)
    • ISBN-10: 345343918X
    • ISBN-13: 978-3453439184
    • Genre: Thriller




Heyne Kurzbescheeibung:
Es ist der 31. Oktober – Halloween: Zehn Jugendfreunde freuen sich auf ein Wiedersehen nach vielen Jahren. Brandon, der elfte im Bund, hat sie alle in einen Glasbungalow geladen, der sich auf einem Felsplateau hoch über dunklen Wäldern erhebt. Auf dieser Party will Brandon die Zeit der achtziger Jahre aufleben lassen – was damit beginnt, dass alle ihre Handys abgeben müssen. Doch als die Freunde begrüßt werden, überschlagen sich die Ereignisse. Aus einem vermeintlichen Schockeffekt wird tödlicher Ernst: Ein Kronleuchter löst sich von der Decke und begräbt den Gastgeber unter sich. Ein tragischer Unfall. Oder? In diesem Moment wird der Gesellschaft klar: Unter ihnen ist ein Killer. Die Party beginnt … ihre letzte Party!

Meine Bewertung: * * *

Buch zur Weltenbummler Challemnge

Buch zur "Ich war noch niemals in New York Challenge

Meine Meinung:
Halloween, die 80iger Jahre und Morde a la Agathe Christies "Zehn kleine Negerlein" - diese drei Komponenten genügten, dass mich "Die Party" von Jonas Winner sofort ansprach. Als mich dann auch noch der Autor persönlich anschrieb und fragte, ob ich den Thriller lesen und rezensieren möchte, sagte ich sofort zu.

Brandon lädt zu einer Revival-Halloweenparty ein. Er möchte die Achziger Jahre aufleben lassen, denn vor genau 30 Jahren hat er zum Schulabschluss ebenfalls mit seinen Mitschülern gefeiert. Diesmal hat er sich aber auf zehn seiner ehemaligen Freunde eingeschossen, die die Fahrt in sein abgelegenes Haus als Mumie, Horrorclown oder Werwolf antreten. Der opulente Glasbungalow außerhalb von New Jericho ist nur mit einer Fähre über einen Fluss zu erreichen und liegt auf einer Anhöhe. Gleich zu Beginn werden den Besuchern die Handys abgenommen, denn die Party soll authentisch sein. Die zehn Freunde fragen sich, warum gerade sie eingeladen wurden, denn eigentlich haben sich alle seit dem Schulabschluss aus den Augen verloren.
Als Brandon seine Gäste begrüßt, geschieht ein Unglück und der Gastgeber wird vom Kronleuchter erschlagen. Kurze Zeit später spricht er in einem Video zu ihnen und erklärt den zehn Freunden, dass sie gerade noch 24 Stunden leben werden. Nach der Ankündigung von Brandon, dass nur einer von ihnen das Haus lebend verlassen wird, bricht anfangs das Chaos aus. Bald beginnt das gegenseitige Misstrauen und die Freunde fragen sich: "Was wissen wir eigentlich über Henry? Ashley? Oder Nick? Nicht wirklich viel. Leider erfährt es auch der Leser nicht wirklich, denn die Charaktere bleiben sehr blass und sind austauschbar. Einzig Nick, Donna und Henry ergeben ein etwas klareres Bild.
Das in der Videobotschaft angesprochene Konzept, dass nur im Haus die Fallen lauern, wird nicht durchgezogen. Nur zu Beginn werden die Anschläge auf die Gäste durchgeführt, danach weitet sich das tödliche Netz aus. Den immer weniger werdenden Überlebenden ist bald klar, dass Brandon einen Komplizen haben muss, der noch unter ihnen weilt. Wer steckt mit dem Gastgeber unter einer Decke?

In "Die Party" gibt es keinen typischen Protagonisten, sondern alle Gäste erzählen abwechselnd aus ihrer Perspektive - manche mehr, manche weniger. Anfangs war ich durch die vielen Namen und Kostüme verwirrt und konnte nicht gleich jede Figur richtig zuordnen. Das Personenregister mit Name, Kostüm und Beruf fand ich leider erst kurz bevor ich das Buch zugeschlagen habe.....ähm. Das wäre vielleicht zu Beginn des Buches besser platziert gewesen, damit es auch Blondinen finden können.

Den Plot finde ich gut, auch wenn er nicht unbedingt neu ist. Die Atmosphäre ist düster und geheimnisvoll. Auch die Achziger Jahre Stimmung kommt durch, wenn von Filmen und Musik dieser Zeit gesprochen wird oder von der ersten Halloweenparty, die Brandon gegeben hat und die ein plötzliches Ende nahm. Keiner der Freunde weiß jedoch, was damals passiert ist.
Das Tempo ist schnell, der Spannungsbogen hoch. Man liest sich wirklich sehr gut durch die kleine Horrorgeschichte und drückt unwillkürlich dabei ein Auge zu, wenn es zu konstruiert und überspitzt wird. Was ich allerdings nicht verstehen kann ist, dass man im Angesicht seines baldigen Todes lieber Sex haben möchte, statt einen Ausweg aus der tödlichen Ausgangslage zu finden.

Ich hatte gehofft, dass mich das Ende aus den Socken hauen wird, jedoch fand ich es richtig an den Haaren herbeigezogen und konstruiert. Schade!

Fazit:
Kleiner Grusel, schönes Achziger Jahre Feeling und ein rasantes Tempo sind die positiven Aspekte dieses Thrillers. Blasse Charaktere, keine wirklichen Überraschungsmomente und ein Ende, das irgendwie mit dem Rest der Geschichte nichts zu tun hat und für mich völlig an den Haaren herbeigezogen ist.
Die 3 Sterne vergebe ich für die rasante Unterhaltung und schöne Erinnerungsmomente an meine Jugendzeit in den Achziger Jahren, sowie der düsteren Atmosphäre.

Ich danke dem Autor und den Heyne Verlag für das Rezensionsexemplar!

Wie die Sonne in der Nacht - Antje Babendererde




    • Gebundene Ausgabe: 480 Seiten
    • Verlag: Arena (2. Februar 2018)
    • ISBN-10: 9783401603315
    • ISBN-13: 978-3401603315
    • Genre: Jugendroman



Arena Kurzbeschreibung:
Am Ende ihres Austauschjahres in New Mexico sucht Mara das Abenteuer. Und es fällt ihr buchstäblich vor die Füße: in Gestalt eines verletzten Jungen mit rabenschwarzem Haar, der ohne Gedächtnis ist und ohne Sprache. Einzig an seinen Namen kann er sich erinnern - Kayemo. Gemeinsam brechen die beiden in die Wildnis auf. Sie entdecken geheime Orte der Pueblo-Indianer und Spuren, die in Kayemos Vergangenheit führen. Mit jedem Schritt dringen mehr dunkle Geheimnisse an die Oberfläche. Geheimnisse, die die wachsenden Gefühle zwischen Mara und Kayemo unmöglich zu machen scheinen. Aber längst schlagen die Herzen der beiden füreinander …

Meine Bewertung: * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur "Ich war noch niemals in New York" Challenge 

Meine Meinung:
Es ist schon eine Weile her seit ich mein letztes Jugendbuch gelesen habe.
Auf diesen Roman von Antje Babendererde wurde ich aufmerksam, weil meine Tochter auf ihrem Blog "Book Blossom" Anfang des Jahres ein Interview mit der Autorin zu "Wie die Sonne in der Nacht" gemacht hat *klick*
Das Thema Indianer und ihr Leben ist ein weiterer Pluspunkt, denn diese Geschichte mitbringt. Ich habe schon einige Bücher zum Thema Indianer und ihre Lebensweise in der Erwachsenenliteratur gelesen, vorallem von Kerstin Groeper.

Unsere Protagonistin ist Mara, eine 17jährige Schülerin aus Deutschland. Es sind bereits ihre letzten Wochen in New Mexico, die sie bei ihrer Gastfamilie verbringt. Diese fliegen allerdings nach Paris, wo eine der Töchter einen Studienplatz erhalten soll. Mara hatte für diese Wochen geplant ihrem Freund Nils die Gegend zu zeigen, doch dieser hat die Beziehung kurz zuvor beendet. Wenige Tage spoäter stößt sie auf der Landstraße auf einen verletzten Jungen, der sich an nichts erinnern kann, außer an seinem Namen: Kayemo.
Gemeinsam mit ihm macht sie sich auf, seine Heimt und seine Familie zu finden....

Das Buch beginnt ruhig und benötigt seine Zeit um Fahrt aufzunehmen. Bis dahin fand ich es leider etwas anstrengend, vorallem da mir Mara nicht wirklich sympathisch war und ich ihre Handlungen nicht verstand. Mara ist unsensibel, gedankenlos und forsch. Ihre unbedachte Art ist aber auch teilweise von der Autorin gewollt, denn Mara und Kayemo sollen den Unterschied der beiden Kulturen verdeutlichen. Insbesonders die Gegensätze zwischen der alten Indianerkultur und der heutigen Konsumgesellschaft wird hier sehr schnell deutlich. Hier prellen eindeutig zwei Welten aufeinander.
Kayemo liegt sehr viel an der Lebensweise seiner Ahnen. Sein ganzes Leben hat sich in einem Pueblo-Dorf abgespielt. Er ist ein sympathischer Junge, der oft wie "aus der Welte gefallen" wirkt.
Die Naturverbundenheit und die Wertschätzung der Ahnen, heilige Stätte, die nur wenige ausgesuchte Personen betreten dürfen, sowie alte Mythen sind allgegenwärtige Themen. Antje Babendererde lässt uns durch Kayemos Augen diese für uns unbekannte Welt erfühlen und erforschen. Die manchmal mystische Atmosphäre fand ich äußerst gelungen.
Der letzte Abschnitt war äußerst spannend und hat mich dann richtig ans Buch gefesselt.

Die Liebe oder Verliebtheit der Beiden war hingegen für mich nur teilweise greifbar. Es ging eindeutig viel zu schnell und Mara und Kayemo überschreiten die Grenze zwischen "Wir-sind-nur-Freunde" etwas zu früh. Dadurch fehlte mir das Gefühl, das Knistern und die Glaubwürdigkeit.
Was ich der Autorin hier ankreiden muss ist, dass sie zwar Verhütung erwähnt hat, allerdings nimmt Mara eine Spirale. Ehrlich gesagt kenne ich kein Mädchen in dem Alter, dass die Spirale benutzt und die Ärzte raten auch in diesem Alter davon ab. Aber das sei nun dahingestellt.... was mir richtig sauer aufgestoßen ist, ist allerdings, dass die Verhütung wieder nur der Frau überlassen wird und vorallem kein Wort über die Möglichkeit einer Erkrankung anderer Art gesprochen wird. Da die angegebene Zielgruppe des Romans mit "Von 12 bis 15 Jahre" angegeben ist, finde ich das ziemlich verantwortungslos. Mara scheint außerdem ein ausgesprochen aktives Sexualleben zu haben und auch ihre Gedanken im Buch schwirren mir zu viel um dieses Thema herum.

Manche Handlungen konnte ich auch nicht wirklich nachvollziehen. Mara wird von ihrer Gastfamilie alleine gelassen und sie soll auf das Haus aufpassen. Fand ich ehrlich gesagt etwas merkwürdig. Ich würde meinem Au-Pair Mädchen nie das Haus überlassen bzw. sind die Gasteltern nicht verpflichtet auf ihre minderjährigen Austauschstudenten aufzupassen? Dass Mara das Haus dann trotzdem verlässt und einem ihr wildfremden Jungen in die Berge folgt, fand ich ebenso fragwürdig.

Schreibstil:
Der Schreibstil ist eher ruhig und die Spannung baut sich sehr langsam auf. Die Geschichte wird aus der Sicht beider Protagonisten erzählt. So erhält man einen schönen Zugang zu ihren Gedanken.
Die Mystik und die wunderbare bildhafte Beschreibung der Gegend und der Kultur der Pueblo-Indianer ist das große Plus des Romans. Hier bemerkt man sofort, dass sich die Autorin auf diesem Gebiet sehr gut auskennt. Man ist verzaubert von den Geheimnissen und Mythen. Auch die Charakterisierung der Figuren ist lebendig, sehr detailliert und absolut gelungen.

Cover:
Ich muss noch ein paar Worte zum wunderschönen Cover verlieren. Die Signalfarbe rot und die weiße Eidechse, die gelben Farbschattierungen, die an die Sonne erinnern....wunderschön! Auch das Lesebändchen sieht edel aus.

Fazit:
Ein Buch, das mich etwas zwiegespalten zurücklässt. Die erste Hälfte konnte mich nicht überzeugen und war mir auch zu ruhig. Die Protagonistin fand ich außerdem unsympathisch. Ab der Hälfte wird es wunderbar atmosphärisch und richtig spannend. Das Leben und die Kultur der Pueblo-Indianer hat die Autorin wunderbar eingefangen.
Vielen Dank an den Arena Verlag für das Rezensionsexemplar!

Verliebt für eine Weihnachtsnacht - Sarah Morgan



    • Taschenbuch: 304 Seiten
    • Verlag: MIRA Taschenbuch; Auflage: 1 (1. Oktober 2018)
    • Übersetzer: Ivonne Senn
    • ISBN-10: 9783956497865
    • ISBN-13: 978-3956497865
    • Originaltitel: Moonlight over Manhattan 
    • Genre: Liebesroman
    • Reihe: ja - Band 6 der "From Manhattan with Love" Reihe



Mira Kurzbeschreibung:
Harriet Knight will sich jeden Tag einer Herausforderung stellen. Aber als die Hundesitterin ihren neuesten Kunden kennenlernt, gerät sie mächtig ins Stottern: Obwohl der attraktive Arzt Ethan Black bei vielen Frauen einen Fieberschub auslöst, scheitert er an der Erziehung des unbändigen Spaniels Madi kläglich. Um dem Hund zu helfen, bleibt Harriet nichts anderes übrig, als in Ethans Apartment im winterlichen Manhattan einzuziehen – wo sie sich Hals über Kopf in Ethan verliebt. Doch wenn ihre Arbeit getan ist, muss sich Harriet eines fragen: Hat sie Ethan ihr Herz nur für eine Weihnachtsnacht geschenkt? Oder für ein ganzes Leben?

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur "Ich war noch niemals in New York" Challenge

Meine Meinung:
Der sechste Band der "From Manhattan with Love" Reihe hat mich diesmal richtig verzaubert. Waren mir die Vorgängerbände doch manchmal etwas zu kitschig, war für mich die Dosis hier genau richtig.
 
Harriet, Zwillingsschwester von Fliss, die wir im letzten Band "Verliebt bis in die Fingerspitzen" begleitet haben, fühlt sich alleine. Gemeinsam mit ihrer Schwester besitzt Harriet das Gassi-geh-Service "Bark Rangers" in Manhattan, welches ziemlich gut läuft. Doch nun lebt Fliss mit Seth in den Hamptons und Harriet fühlt sich sehr einsam, denn sie war noch nie in ihrem Leben von ihrer Zwillingsschwester getrennt. Auch Bruder Daniel steht kurz vor seiner Hochzeit mit Molly...nur Harriet ist Single. Die Geschwister haben für sie immer alles geregelt und nun ist sie plötzlich ganz auf sich alleine gestellt.
Seit ihrer traumatischen Kindheit hat sie Probleme auf andere Menschen zuzugehen. Deshalb versucht sie krampfhaft mehr Selbstvertrauen durch ihre eigene ins Leben gerufene "Harriet-Challenge" zu bekommen. Ihr Ziel ist es, sich bis Weihnachten jeden Tag neuen Herausforderungen zu stellen - bis sie in der Notaufnahme bei Doktor Ethan Black landet! "Dr. HOT", wie ihn Harriet heimlich nennt, kreuzt schon bald wieder ihren Weg. Der total gestresste Arzt soll sich um die Hündin seiner Schwester kümmern, die Kundin bei Harriet ist und für einige Wochen verreisen muss. Ethan ist jedoch total überfordert mit seiner Aufgabe sich um "Madi" zu kümmern. Nach einem anstrengenden Tag, an dem er vollkommen vergessen hat, dass er einen Hund zuhause hat, steht er vor seiner total verwüsteten Wohnung. Harriet, die zur selben Zeit Madi zum Spaziergang abholen will, bekommt seine geballte Wut zu spüren. Daraufhin bricht ihre alte Sprachstörung wieder durch, die sie bereits überwunden glaubte. Völlig verzweifelt flüchtet Harriet und fühlt sich außerstande ihren Job zu machen.....

Harriet und Ethan sind ein Paar, das sich erst zusammenraufen muss. Ethan hat durch seinen anstrengenden Arbeitsalltag seine Gefühle fast ausgeschaltet, um mit den Tragödien und Zwischenfällen in der Notaufnahme klarzukommen. Außerdem kann er mit Hunden so gar nichts anfangen und will einfach nur sein Versprechen an seine Schwester halten. Für Harriet geht jedoch das Wohl eines Hundes über alles und kennt dabei keine Kompromisse.

Die Charaktere sind hervoragend und äußert lebendig gezeichnet. Außerdem entwickeln sie sich weiter und haben Ecken und Kanten.
Wie schon im Vorband setzt sich die Autorin dem Thema seelischer Verletzungen an Kindern und Vertrauensverlust auseinander. Harriet leidet seitdem an ihrer Sprachstörung, die wieder durchbricht, als sie sich einem wütenden Mann gegenüber sieht. Sie macht in dieser Geschichte eine wunderbare Entwicklung durch, die ihre wahre Stärke zeigt und die ihr endlich auch das gewünschte Selbstvertrauen gibt. Harriet besitzt den Mut sich jeden Tag einer neuen Herausforderung zu stellen und aus dem Schatten anderer zu treten. Dabei sieht man als Leser schon zu Beginn, dass sie es ist, die größtenteils für den Erfolg der Bark Rangers verantwortlich ist. Nur Harriet selbst stellt ihr Licht immer wieder unter dem Scheffel.
Auch Ethan, der für seinen Job lebt, aber dadurch sein eigenes Leben aus den Augen verloren hat, macht eine Wandlung durch. Er beginnt zu erkennen, dass er von seinem ursprünglichen beruflichen Weg abgekommen ist.

Wie sich die beiden doch noch zusammenraufen liest sich einfach köstlich und kommt diesmal meiner Meinung mit weniger Kitsch als in den Vorgängeromanen aus, sodass ich gerne 4 1/2 Sterne für diese süße Weihnachtsliebesgeschichte gebe.

Für Leser der Reihe gibt es auch ein Wiedersehen mit einigen Charakteren aus der "Snow Crsytal Reihe", was ich äußerst erfrischend gefunden habe.

Schreibstil:
Sarah Morgans Schreibstil ist flüssig, kurzweilig und lässt sich wunderbar lesen. Die bildhaften Beschreibungen, sowie Szenen, die mit Witz und Humor und einem Schuss Romantik  gespickt sind, sind das Markenzeichen der Autorin. Sarah Morgan verpackt die winterliche Stimmung von Manhattan zu einer wundervollen Wohlfühlgeschichte.

Cover:

Auch nach der Veränderung des Covers des sechtsen Bandes kann ich mich noch immer nicht damit abfinden, dass die süßen Cover der Bände 4-6 geändert wurden. Schaue ich mir so die englischsprachigen Originalcover an oder auch das französische oder italienische, die übernommen wurden, tut mir das Herz weh. Ich finde die hier abgebildeten Cover viel schöner....aber noch mehr die ursprünglich vorgesehenen....

Fazit:
"Verliebt für eine Weihnachtsnacht" war für mich das beste Buch der sechsteiligen "From Manhattan with Love-Reihe" und konnte mich richtig verzaubern. Perfekt für die kommende Vorweihnachtszeit und für Hundeliebhaber im Allgemeinen.

Vielen Dank an Mira Taschenbuch für das Rezensionsexemplar!

Die "From Manhattan with Love" Reihe:

  1. Schlaflos in Manhattan   *Rezi*
  2. Ein Sommergarten in Manhattan   *Rezi*
  3. Lichterzauber in Manhattan
  4. Verliebt bis über beide Herzen 
  5. Verliebt bis in die Fingerspitzen *Rezi*
  6. Verliebt für eine Weihnachtsnacht

Ab morgen für immer - Leslie Cohen



    • Taschenbuch: 352 Seiten
    • Verlag: MIRA Taschenbuch; Auflage: 1 (3. September 2018)
    • Übersetzer: Anke Brockmeyer
    • ISBN-10: 3956498046
    • ISBN-13: 978-3956498046
    • Originaltitel: This Love Story Will Self-Destruct 
    • Genre: Gegenwartsliteratur, Liebesroman


Mira Kurzbeschreibung:
Das klassische Szenario: Mann trifft Frau … Frau geht mit einem anderen nach Hause. So beginnt die Geschichte von der quirligen Eve und dem realistischen Ben. Ein halbes Jahrzehnt lang lieben sie aneinander vorbei und verlieren sich dennoch nie aus den Augen. Doch plötzlich scheint ihre gemeinsame Zeit gekommen zu sein. Nach einer überraschenden Liebesnacht entsteht zwischen ihnen etwas Neues. Wird diese zarte, zerbrechliche Verbindung halten – vielleicht sogar für immer?

Meine Bewertung: * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Ich war noch niemals in new York Challenge

Meine Meinung:
Hätte ich dieses Buch nicht in einer Lovelybooks Leserunde gelesen, hätte ich es spätestens nach den ersten 100 Seiten abgebrochen.
Normaler Weise liebe ich Romane die ähnliche Inhalte haben wie eines meiner absoluten Lieblingsbücher "Zwei an einem Tag" von David Nicholls", wo ein Mann und einen Frau erst nach Jahren zusammenfindet. In dieser Art hatte ich mir laut Klappentext auch diesen Roman vorgestellt. Bekommen habe ich nichts davon.

Der Roman wird aus der Perspektive von Eve und von Ben erzählt, wobei derjenige von Eve den Hauptteil der Geschichte einnimmt. Schon der Einstieg bereitete mir Schwierigkeiten. Die in der Inhaltsangabe angegebene Liebesgeschichte zwischen Eve und Ben findet erst ab cirka der Hälfte des Buches statt. Zuvor begleiten wir die junge Frau, die ihr letztes Jahr am College absolviert, durch Bars oder nehmen Teil an Parties, Drogenkonsum und One Night Stands. Dabei lernen wir ihre Freundinnen Maya und Kate kennen. Eve hat jedoch ein Auge auf Jesse geworfen, einen drogenabhängigen und egozentrischen Musiker, mit dem sie eine Beziehung eingeht. Die Beiden agieren jedoch eher selbstzerstörerisch und ziehen sich gegenseitig in den Abgrund.
Durch Rückblenden in Eves Kindheit erhält man ein genaueres Bild von ihr. Seit dem Weggang ihres Vaters, der die Familie verließ, als sie noch klein war und dem Tod der Mutter, vermeidet sie engere Beziehungen. Sie hat immense Verlustängste. Auch zu ihrer Schwester hat sie keine feste Bindung. Diese Rückblenden fand ich etwas interessanter und auch der Schreibstil, der mir oft wirr und hölzern vorkam, besserte sich bei diesen kurzen Rückblenden.
Eve empfand ich als unsympathisch, extrem und zerstörerisch. Dabei auch egoistisch und verletzend. Mit ihr wurde ich absolut nicht warm.
Ben lernen wir gleich zu Beginn bei Eve's wilden Partytreiben kennen, jedoch bleibt er eine Figur am Rande. Er ist das Gegenteil von Eve: besonnen und liebenswürdig. Für Eve ist er zu Beginn einfach nur ein Langweiler. Von der Liebe zwischen den Beiden konnte ich auch im zweiten Teil des Romans nichts spüren. Da sprühen keine Funken, da gibt es keine Gefühle und auch kein Knistern. Ich spürte absolut nichts! Einzig Ben gibt sich große Mühe Eve zu gefallen. Für eine Beziehung oder die große Lovestory, wie im Klappentext angekündigt, war es mir viel zu wenig. Dabei brauche ich keinen Kitsch, aber wenigstens glauben muss ich, dass sich die Beiden lieben....

Die Figuren bleiben insgesamt sehr an der Oberfläche und sind eindimensional. Eves Freundinnen scheinen zu Beginn und am Ende des Romans auf, aber ich kann über Maya überhaupt nichts sagen und über Kate nur, dass sie anscheinend den falschen Mann heiratet. Charaktereigenschaften oder tiefgründige Gedanken der Figuren sucht man in diesem Roman vergebens.

Leslie Cohen greift auch kurz das Thema 9/11 auf, ebenso wie Trennung und Untreue, aber mir kam das Ganze wie hingeworfene Teile vor, die erwähnt, aber nicht wieder aufgegriffen wurden.
Aufgefallen ist mir auch, dass sehr oft Essen weggeschmissen wurde. Eve kauft sich zum Beispiel einen Burger und als Ben oder Jesse etwas zu ihr sagt, was ihr nicht passt, vergeht ihr der Appetit und sie wirft den noch unangetasteten Burger in den Mistkübel. Auch ein Eis mit bunten Streusel muss daran glauben. Ist dies nun sehr amerikanisch (wie der Roman generell) oder einfach ein schlechter Charakterzug der Protagonistin? Ist es das Alter oder ??? Ich habe keine Ahnung!

Generell hat der Roman keinerlei Vorbildfunktion...eigentlich weiß ich nach dem Beenden nicht einmal was er mir sagen will.....traurig! Hier finden wir weder eine Liebesgeschichte, noch eine wohldurchdachte Story....sorry!

Schreibstil:
Der Schreibstil der Autorin ist nüchtern und hölzern. Ich hatte große Schwierigkeiten beim Lesen. Die wirren Gedanken der Protagonistin, denen ich nicht immer folgen konnte und der plötzliche Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit, machte es mir noch schwerer.
Die Charaktere sind oberflächlich. Ich hatte kein genaues Bild von den Figuren im Kopf. Manche Namen waren gleich wieder vergessen.


Cover:
 

Das Originalcover, das ich nicht wirklich ansprechend finde. Vielleicht hätte ich mich daran halten sollen...

Fazit:
So einen schlechten Roman habe ich schon lange nicht mehr gelesen. Ich kann das Buch leider nicht weiter empfehlen!

Vielen Dank an Mira Taschenbuch und Harper Collins für das Rezensionsexemplar!

Ein Teil von ihr - Karin Slaughter

    Die Bildrechte liegen beim Verlag



    • Gebundene Ausgabe: 544 Seiten
    • Verlag: HarperCollins; Auflage: 1 (1. August 2018)
    • Übersetzer: Fred Kinzel
    • ISBN-10: 3959672144
    • ISBN-13: 978-3959672146
    • Originaltitel: Pieces of her
    • Genre: Thriller

 
Harper Collins Kurzbeschreibung:
Wir alle kennen unsere Mütter. Oder etwa nicht?
Wieder und wieder sieht Andrea Oliver das Gesicht ihrer Mutter Laura vor sich: gelöst, gutmütig, beherrscht – während sie einem Menschen das Leben nimmt. Nur knapp konnten sie beide einer grauenvollen Schießerei entkommen. Andrea will Antworten, doch stattdessen zwingt ihre Mutter sie in eine riskante Flucht. Weil sie verfolgt wird. Weil sie ein dunkles Geheimnis hat. Andrea folgt dem Befehl ihrer Mutter. Doch je weiter sich ihr die wahre Identität dieser Frau enthüllt, desto mehr entpuppt sich ihr Leben als eine Lüge. Wer ist ihre Mutter wirklich?

Meine Bewertung: * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Ich war noch niemals in New York Challenge

Meine Meinung:
"Ein Teil von ihr" ist ein Stand alone der Autorin. Ich habe bis jetzt fast alle ihre Bücher gelesen und war schon sehr neugieig auf ihren neuen Thriller. Die Bewertungen waren ja eher durchwachsen...

Die Story beginnt allerdings mit einem Knalleffekt und mit einem großen Fragezeichen im Gesicht des Lesers. Wir begegnen Mutter und Tochter: Laura und Andrea.
Andrea ist Anfang 30 und hat ihren Weg im Leben noch nicht wirklich gefunden. Sie hat das Studium abgebrochen, kaum Freunde und ist noch Single. Ihre erfolgreiche Mutter ist Ärztin und hat soeben den Krebs besiegt. Andrea ist deswegen vor einiger Zeit aus New York zurückgekehrt, um sich um sie zu kümmern. An ihrem Geburtstag geht Andy gemeinsam mit ihrer Mutter in ein Diner, als plötzlich ein Amokschütze wild um sich schießt. Zwei Frauen hat er bereits getötet, als er auf Laura und Andrea zukommt. Laura stellt sich vor ihre Tochter und dem Täter entgegen...und tötet ihn. Auf einem Video, welches ein weiterer Besucher des Diners aufgenommen hat, sieht man wie emotionslos Laura den Mann tötet. Sie wird vom Opfer zum Täter und die Menschen beginnen sich gegen sie zu wenden. Laura befiehlt Andrea die Stadt zu verlassen und gibt ihr einige Koordinaten mit auf den Weg. Am ersten Ziel angelangt, stellt sie sehr bald fest, dass ihr Leben auf eine Lüge aufgebaut ist. Wer ist ihre Mutter wirklich? Und wer ist hinter ihnen her?

Die Geschichte besteht aus zwei zeitlich unterschiedlichen Handlungssträngen. Der Strang in der Gegenwart spielt 2018, der in der Vergangenheit 1986. In der Gegenwart hält sich Andrea an den Vorschlag un flüchtet. Sie begibt sich auf einen turbulenten Roadtrip. Die sehr unselbstständige Frau, die nicht wie Anfang 30 erscheint, sondern jünger und vorallem hilfloser wirkt, ahnt bald, dass sie verfolgt wird. In ihrer Not gelangt sie nach und nach zu mehr Selbstvertrauen. Trotzdem passieren ihr einige Fehler, bei der sie  meiner Meinung nicht so glimpflich davonkommen würde, wie es hier erscheint...

Im Vergangenheitstsrang lernen wir die junge Jane kennen, eine erfolgreiche Pianistin, die jedoch in den Dunstkreis ihres Vaters und Freundes steht. Als es in Oslo zu einem Anschlag auf ihren Vater kommt, ändert sich Janes Leben von Grund auf...

Die Ausarbeitung der Charaktere blieb mir diesmal etwas zu oberflächlich. Zu Andrea konnte ich irgendwie kaum eine Verbindung aufbauen. Auch Laura blieb mir trotz der Rückblenden in die Vergangenheit fremd, obwohl mich ihre Vergangenheit anfangs fasziniert hat. Mit der Zeit konnte ich aber über sie nur mehr den Kopf schütteln. Auf der anderen Seite kann man aber auch ihr Verhalten nachvollziehen, da sie in ihrem Leben zuerst von ihrem Vater und danach von ihrem Freund manipuliert und beherrscht wurde. Einige Abschnitte fand ich jedoch ziemlich unglaubwürdig und kontruiert.

Der Spannungsbogen ist anfangs hoch, fällt jedoch sehr schnell ab und die Geschichte beginnt vor sich hin zu dümpeln. Trotzdem will man wissen, was alles hinter dem Ganzen steckt und liest und liest. Der Schreibstil der Autorin ist wie gewohnt fesselnd und eher einfach. So fliegt man durch die Seiten, auch wenn das Tempo nachlässt. Zum Ende hin zieht die Geschichte wieder an und alle Fragen werden überzeugend aufgelöst.

Die letzten Bücher der Autorin konnten mich leider nicht mehr so fesseln, wie damals die Grant County Reihe. Ich hoffe Karin Slaughter findet wieder zu ihrer alten Form.

Cover:


Von links nach rechts: Das englische, das niederländische, nochmals ein englischsprachiges und das portugiesische Cover.

Fazit:
Der hohe Spannungsbogen zu Beginn verliert sich mit der Zeit immer mehr und birgt einige Längen im Mittelteil. Mit den zwei Zeitebenen soll die Spannung aufrecht erhalten werden, was nur teilweise gelingt.
Ein solider Thriller, fast mehr Krimi - nicht mehr und nicht weniger. Die Autorin kann es auf jeden Fall besser...

Liebe & Verderben - Kristin Hannah

    Die Bildrechte liegen beim Verlag


    • Gebundene Ausgabe: 591 Seiten
    • Verlag: Rütten & Loening; Auflage: 1. (14. September 2018)
    • Übersetzer: Gabriele Weber-Jaric
    • ISBN-10: 3352009139
    • ISBN-13: 978-3352009136
    • Originaltitel: The Great Alone
    • Genre: Drama, Roman, Familienroman


Rütten & Loenig Kurzbeschreibung:
1974: Als Lenora Allbright mit ihren Eltern nach Alaska zieht, ist die Familie voller Hoffnung, das Trauma des Krieges, das der Vater in Vietnam davongetragen hat, hinter sich zu lassen. In Matthew, dem Sohn der Nachbarn, findet Leni einen engen Freund, und aus ihrer Vertrautheit entwickelt sich bald eine junge Liebe. Doch auf die Schönheit des Sommers in Alaska folgt unweigerlich die Finsternis des Winters, und je länger diese andauert, desto weniger vermag Lenis Vater die in ihm wohnenden Dämonen zu bändigen. Schon bald müssen die beiden jungen Liebenden um ihr Miteinander kämpfen – bis sie eines Tages auszubrechen versuchen …

Meine Bewertung: * * * * * ergreifend!

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Ich war noch niemals in New York Challenge

Meine Meinung:
Es sind die Siebziger Jahre des letztesn Jahrhunderts. Hippiekultur und Vietnamkrieg sind vorüber, aber die 12jährige Leni erlebt jeden Tag dieses Lebensgefühl aufs Neue. Seit ihrer Geburt ziehen ihre Eltern Cora und Ernt Allbright von Ort zu Ort. So findet sie schwer Anschluss und hat keine gleichaltrigen Freunde. Ernt leidet seit seiner Rückkehr aus dem Vietnamkrieg an einer posttraumatischen Störung. Er trinkt zu viel, wird gewalttätig und jobmäßig hält er es nie länger an ein und demselben Arbeitsplatz. Als er von einem befreundeten Vietnamveteran ein Stück Land in Alaska erbt, ist er erstmals voller Tatendrang. Er beschließt mit Frau und Tochter nach Alaska zu ziehen, um nochmals einen Neuanfang zu wagen. Als sie in Kaneq ankommen, werden die Allbrights herzlich aufgenommen. Gemeinschaft wird großgeschrieben und alle packen tatkräftig mit an, um ihre Blockhütte wintersicher zu machen. Hier hilft jeder jeden, denn nur gemeinsam kann man in der Wildnis überleben. Die Gastfreundschaft und die wunderbare Natur geben Leni Hoffnung, dass ihre Eltern endlich einen Platz gefunden haben, wo sie zusammen glücklich werden können. In Matthew findet sie endlich einen gleichaltrigen Freund. Doch die Familie ist nicht auf den langen und rauhen Winter vorbereitet. Es gibt keinen Strom, kein fließendes Wasser und der Weg in die Schule ist weit. Bald werden die Tage kürzer und während die Drei auf engen Raum zusammenleben, kehren die Depressionen und die schrecklichen Dämonen von Ernt zurück. Cora liebt Ernt und wie jede Frau, die geschlagen wird, sucht sie die Schuld bei sich selbst. Doch Ernts Aussetzer und Wahnvorstellungen werden immer schlimmer...

Kristin Hannah begeistert mich immer wieder aufs Neue! Nicht alle ihre Romane konnten mich überzeugen, aber diejenigen, die von mir 5 Sterne bekommen haben ("Die Nachtigall" und "Wie Blüten im Wind") sind Bücher, die mir immer im Gedächtnis bleiben werden und einen Ehrenplatz in meinem Bücherregal haben. "Liebe und Verderben" gehört nun definitiv dazu!
Der Roman ist jedoch nicht einfach zu lesen, denn Leni muss so einiges in ihrem Leben verkraften. Wir begleiten sie über eine Zeitspanne von ungefähr fünfzehn Jahren und erleben so ihre Entwicklung hautnah mit. Dabei gewinnt sie an Stärke und verliebt sich in das rauhe Alaska. Sie findet endlich so etwas wie Heimat. Ihre einzige Stütze ist Matthew, doch sein Vater Tom ist Ernt's größter Feind. Es hat mir in der Seele weh getan, wie Leni sich nichts sehnlicher wünscht, als eine normale Familie, Liebe und Geborgenheit. Sie versucht so wenig wie möglich aufzufallen, um nicht den Ärger ihres Vaters heraufzubeschwören, während dieser immer verrücktere Wahnvorstellungen hat.

Die Charaktere sind sehr authentisch dargestellt. Cora ist eine eher schwache Frau, die ihren Mann abgöttisch liebt und ihm immer wieder verzeiht. Doch mit der Zeit entdeckt man, dass sie nicht so schwach ist, wie sie erscheint und vorallem ihre Tochter schützen will. Trotzdem konnte ich ihre Handlungen oft  nicht verstehen.
Versöhnlich stimmen hingegen die einzigartigen Landschaftsbeschreibungen von Alaska. Die Autorin fängt die Atmosphäre wundervoll ein. Die ausdrucksstarken Beschreibungen der Umgebung, der Wildnis und der Tierwelt, sowie die Unterwerfung der Menschen an die Natur und die Jahreszeiten, werden hervoragend dargestellt. Der intensive und emotionale Schreibstil lassen einem in der Geschichte versinken. Meine Gefühle spielten verrückt, während ich darauf hoffte, dass Leni und Cora endlich nicht mehr leiden müssen. Der Roman ist tiefgründig und spricht einige Themen wie häusliche Gewalt, Eifersucht, das Schicksal der Kriegsveteranen, die unberührte Natur und Traumabewältigung an.Dieses Familiendrama fesselte mich so sehr, dass sich einige Thrillerautoren ein Beispiel nehmen könnten!

Mein einziger kleiner Kritikpunkt an diesem wundervollen Roman ist eine etwas unglaubwürdige Wandlung einer Figur am Ende des Buches. Mehr kann ich nicht dazu sagen, sonst würde ich spoilern.

Schreibstil:
Der emotionale Schreibstil von Kristin Hannah hat mich wieder sofort gepackt und an die Geschichte gefesselt. Die Autorin schreibt intensiv und ausdrucksstark. Die Spannung ist dauerhaft greifbar, lässt aber auch immer wieder nach, um den Leser verschnaufen zu lassen. Keine andere Autorin hat es bis jetzt geschafft mich emotional so zu packen!

Cover:
von links nach rechts:
Das englische Hardcover, die Spanier haben das Cover übernommen. Danach das italienische Cover, das sehr ähnlich ist, welches auch die Portugiesen ausgewählt haben. Das englische paperback macht den Schluss und gefällt mir am allerbesten. Es spiegelt die wunderschöne Landschaft Alaskas wieder.

Fazit:
Was für eine Achterbahn der Gefühle! Ein grandioses Buch mit unglaublicher Spannung und wunderbarer Landschaftsbeschreibung. Ein Familiendrama, das alles bietet, was man sich von einem 5 Sterne Buch erwartet. Kristin Hannah hat hier wieder ein Meisterwerk abgeliefert. Eine Leseempfehlung!

Vielen Dank an die Lesejury und an den Aufbau Verlag für das Rezensiosnexemplar!

Cranberrysommer - Irene Hannon

    Die Bildrechte liegen beim Verlag


    • Taschenbuch: 318 Seiten
    • Verlag: Francke-Buchhandlung; Auflage: 1 (29. Juni 2018)
    • Übersetzer: Silvia Lutz
    • ISBN-10: 3963620064
    • ISBN-13: 978-3963620065
    • Originaltitel:  Hope Harbour
    • Genre: christlicher Roman, Gegenwartsliteratur


Francke Kurzbeschreibung:
Es ist der Name, der Michael Hunter in den malerischen Küstenort Hope Harbor zieht. Einen Hafen der Hoffnung kann der ausgebrannte Geschäftsmann aus Chicago nun gut brauchen. Doch dann hat das einzige Motel im Ort geschlossen und er bringt, kaum in der Stadt, eine Fahrradfahrerin zu Fall. Kann eigentlich noch mehr schiefgehen? Zum Glück ist Tracy Campbell nicht nachtragend. Sie verpflichtet ihn kurzerhand für ihre Wohltätigkeitsorganisation und bringt ihn außerdem dazu, auf ihrer Cranberryfarm zu helfen. Und schon bald weht eine Brise der Veränderung durch Hope Harbor, die nicht nur für Michael und Tracy, sondern auch für etliche andere Menschen Heilung und Hoffnung mit sich bringt.

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Ich war noch niemals in New York Challenge

Meine Meinung:
Michael Hunter hat sich eine Pause von seinem Job genommen und reist von Chicago an die Westküste íns kleine Städtchen Hope Harbour im Staat Oregon. Der Geschäftsführer einer wohltätigen Origanisation ist ausgebrannt und hat außerdem seine Frau vor 18 Monaten verloren. Doch der Aufenthalt im Ort mit dem hoffnungsvollen Namen beginnt alles andere als gut. Die gebuchte Unterkunft ist geschlossen und die Motels der Umgebung ausgebucht. Als er auch noch ins Fahrrad von Tracy Campell läuft, würde er am liebsten den Rückzug nach Chicago antreten. Doch dann erhält er eine unerwartete Einladung. Gerade Anna Williams, die "Einsiedlerin" des Städtchens, bietet ihm ein Apartment an. Michael erinnert sie an ihren Sohn John, der vor 20 Jahren im Streit senin Elternhaus verlassen und zu dem sie den Kontakt verloren hat. Michael nimmt die Einladung an und beginnt langsam Annas Schutzschicht aufzubrechen, indem er ihr eine neue Herausforderung gibt...

Tracy Campbell wuchs in Hope Harbour auf, hat aber ihre Heimat zum Studium verlassen. Aber das Leben hat oft andere Pläne und nun ist sie zurück, um ihren Onkel auf der Cranbverryfarm zu helfen. Sie ist entschlossen die Farm zu retten, die seit Generationen ihrer Familie gehört und finanzielle Schwierigkeiten hat. Neben der anstrengenden Arbeit auf der Farm sitzt sie abends über die Buchhaltung ihrer Klienten und engagiert sich unentgeltlich im Vorstand einer wohltätigen Organisation. Nicht nur die Farm braucht dringened Hilfe, sondern auch Tracy, der alles über den Kopf zu wachsen beginnt....

Anna hingegen ist seit 20 Jahren zur Einsiedlerin des Städtchens mutiert, als sie sich mit ihrem Sohn zerstritten hat. Seitdem ist der Kontakt zu ihm abgebrochen. Mit John hat sie auch ihre Lebensfreude  verlassen und sie hat sich in ihrem Häuschen eingeigelt, wo sie verletzen Tieren hilft und für das Pfarrhaus kocht und bäckt.

Die Charaktere sind wunderbar gezeichnet. Die drei Hauptprotagonisten des Romans haben in ihrer Vergangenheit alle eine Entscheidung getroffen, die noch heute Schuldgefühle bei ihnen hervorrufen. Alle drei haben das Gefühl, dass es für sie keine Hoffnung mehr gibt und haben eine Mauer rund um sich aufgebaut. Erst ganz langsam fängt diese an zu bröckeln, als sie versuchen auf andere zuzugehen. Nach und nach werden die Geheimnisse der drei Protagonisten aufgedeckt und die drei Stränge verbinden sich am Ende zu einem gefälligen Ende. Es geht um Hoffnung, Vertrauen, das Verlassen alter Wege und die Stärke neue einzuschlagen.

Die Entwicklung der Protagoinisten ist realistisch und findet genau im richtigen Tempo statt um glaubwürdig zu sein. Alle drei wachsen an ihren neuen Herausforderungen und man fühlt sich mit ihnen verbunden. Gerne wäre ich mit Anna zusammen auf der Terrasse gesessen und hätte ihre köstlichen Plätzchen gegessen oder den Streitgesprächen von Pater Kevin und Reverend Baker gelauscht. Der Star des Buches ist aber tierisch! Seemöwe Floyd sorgt für heitere Einlagen.

Komplettes Neuland war für mich der Anbau und die Ernte von Cranberries (Moosbeere). Ich hatte ebenfalls keine Ahnung, dass es auch in Oregon Cranberry Farmen gibt. So habe ich wieder etwas dazu gelernt....lesen bildet einfach! =)

Die Kulisse einer nebligen Stadt am Meer bietet das perfekte Ambiente für diese Geschichte von Liebe, Vergebung und einem Neubeginn.
Weitere Folgebände rund um Hope Harbour und seine Einwohner sollen noch erscheinen.

Schreibstil:
Der Schreibstil von Irene Hannon ist flüssig, einfühlsam und lässt sich gut lesen. Die Autorin erzählt ihre Geschichte aus drei verschiedenen Sichtweisen (Michael, Tracy und Anna) in der 3. Person, sowie wenige Kapitel aus der Sicht von John, Annas Sohn. Die Charaktere sind ganz wunderbar gezeichnet, ebenso punkten die bildhaften Beschreibungen des Ortes.

Cover:

Hier ist das deutsche Cover eindeutig mein Favorit! Die englischen finde ich eher nichtssagend.

Fazit:
Ein Wohlfühlroman, in dem es um Hoffnung und Vertrauen, sowie das Verlassen alter Wege geht, eingebettet in einem wunderbaren Ambiente einer amerikanischen Kleinstadt an der Küste.

Vielen Dank an den Francke Verlag für das Rezensionsexemplar!

Der Sommer der Wünsche - Debbie Macomber

    Die Bildrechte liegen beim Verlag


    • Taschenbuch: 432 Seiten
    • Verlag: MIRA Taschenbuch; Auflage: 1 (2. Juli 2018)
    • Übersetzer: Anita Sprungk
    • ISBN-10: 3956498178
    • ISBN-13: 978-3956498176
    • Originaltitel: Summer on Blossom Street
    • Genre: Liebesroman, Roman
    • Reihe: ja - Band 6 der Blossom Street



Mira Kurzbeschreibung:
Es ist Sommer in der Blossom Street, und in Lydias Wollladen »A Good Yarn« findet ein neuer Strickkurs statt. Abbie ist eine der Teilnehmerinnen und sie weiß, erst wenn sie die Liebe überwindet, die zerbrochen vor ihr liegt, kann sie nach vorn schauen und wieder glücklich werden. Wie beim Stricken muss sie erst mit dem Vergangenen abschließen, bevor sie neu beginnen kann. Doch die Nadel lässt sich mit jeder Masche leichter führen, bis schließlich der letzte Faden vernäht ist. Und Abbie spürt: Gemeinsam mit Freunden kann sie alles schaffen.

Meine Bewertung: * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur "Ich war noch niemals in New York" Challenge

Meine Meinung:
"Der Sommer der Wünsche", Band 6 der Blossom Street Reihe, konzentriert sich diesmal wieder auf Lydia, unsere Hauptprotagonistin aus Band 1, die mit ihrem kleinen Wolllädchen "A Good Yarn" und den Strickkursen immer wieder die zentrale Figur der Reihe darstellt. Hat man die Vorgängerbände gelesen, fühlt man sich schnell wieder in der Blossom Street in Seattle wohl und freut sich auf Begegnungen mit alten Bekannten.

In allen Geschichten wird die Überwindung von Schicksalschlägen thematisiert. So steht diesmal der neue Strickkurs in Lydias Wollparadies unter dem Thema "Altes hinter sich lassen" - egal ob man sich einer Sucht oder Probleme stellen will.  
Alix, die wir schon aus den Vorgängerbänden kennen und im Café gegenüber arbeitet, ist die erste Kursteilnehmerin. Sie möchte sich das Rauchen abgewöhnen, weil sie ein Baby plant. Sie gesellt sich zu den neuen Strickbegeisterten Phoebe und Bryan, genannt Hutch.  
Phoebe hat sich von ihrem Verlobten Clark getrennt, der sie mehrmals betrogen hat. Dieser versucht sie jedoch weiterhin zu manipulieren und setzt dabei auch verbotene Mittel ein.
Bryan ist Geschäftmann und hat den Strickkurs von seinem Arzt zur Entspannung verschrieben bekommen, da er völlig überarbeitet ist und sein Gesundheitscheck nicht sehr gut ausgefallen ist. Er hat viel zu früh die Schokoladenmanufaktur seines Vaters übernommen, nachdem dieser plötzlich verstorben ist. Im Moment bereitet ihm noch zusätzlich eine Klage gegen die Firma Kopfzerbrechen.
Lydia hingegen stellt sich einer neuen Aufgabe. Sie möchte ein Baby adoptieren, nachdem sie selbst keine eigenen Kinder mehr bekommen kann. Anne-Marie aus dem Buchladen "Blossom Street Books", die Adoptivmuutter der kleinen Ellen, ist ihr dabei eine große Hilfe und stellt den Kontakt zu ihrer damaligen Vermittlerin her. Doch statt dem erhofften Baby kommt erstmal die 12-jährige Casey als Pflegekind zu Lydia, Brad und Codey.
Aber auch Anne-Marie und ihre Adoptivtochter Ellen sind wieder mit dabei. Die Vergangenheit holt die Beiden ein und Anne-Marie sieht sich nicht nur einer neuer Herausforderung gegenüber stehen, sondern entdeckt, dass sie nach dem Tod ihres Mannes wieder frei für die Liebe ist.

Wie in allen Geschichten rund um die Blossom Street und ihre Bewohner, wird jedes Kapitel einer Figur gewidmet. Wechselweise wird aus der Sicht der jeweiligen Charaktere erzählt. Diese sind sehr lebendig und facettenreich dargestellt. Debbie Macomber beherrscht die Beschreibung ihrer Figuren wirklich meisterhaft.

Das Stricken nimmt diesmal nicht wirklich viel Raum ein. Obwohl die Bücher leichte Lektüre zum Entspannen sind, war diesmal die Geschichte sehr vorherhsehbar. Bis auf eine kleine Überraschung traf alles genauso ein, wie ich schon zu Beginn des Buches vermutet hatte. Hier hätte ich mir ehrlich gesagt etwas mehr  Überraschungsmomente und Wendungen gewünscht.
Auch die Punkte rund um die beiden Adoptionen bzw. Pflegestellen war mir zu lasch und konstruiert. Als Anne-Marie Probleme bekommt, denkt sie nicht einmal daran bei der Behörde nachzufragen. Auch Lydia nimmt alles als gegeben hin. Das war mir eindeutig zu viel Blick durch die rosarote Brille....

Cover:

Alle Cover sind englischsprachig bis auf das letzte, das aus der Türkei kommt

Fazit:
Nicht unbedingt der beste Band der Reihe und leider sehr, sehr vorhersehbar. Trotzdem wieder unterhaltsam und für Freunde der Blossom Street trotzallem nett zu lesen. Perfekt für die momentanen heißen Temperaturen, bei denen es schwer fällt nachzudenken und einfach zum Entspannen.
 Vielen Dank an den Mira Taschenbuch Verlag und Harper Collins für das Rezensionsexemplar

Die Blossom Street Reihe:
  1. Das Muster der Liebe  *Rezi*
  2. Die Maschen des Schickals  *Rezi*
  3. Der Garten des Lebens (meiner Meinung nach nicht ganz zur Reihe gehörend)   *Rezi*
  4. Die Farben der Herzen  *nicht rezensiert*
  5. Eine Schachtel voller Glück  *Rezi*
  6. Der Sommer der Wünsche 
  7. Der Winter der Wunder (Kurzgeschichte zur Reihe) erscheint im  November

Mehr als nur ein Traum - Elisabeth Büchle




    • Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
    • Verlag: Gerth Medien (26. Februar 2018)
    • ISBN-10: 3957344603
    • ISBN-13: 978-3957344601
    • Genre: Roman, historischer Roman




Gerth Kurzbeschreibung:
Felicitas hat trotz ihrer jüdischen Wurzeln Nazideutschland überlebt. Ein unerwartetes Erbe führt die junge Frau Anfang der 1960er-Jahre in den Süden der Vereinigten Staaten, mitten hinein in die brodelnden Rassenunruhen. Trotz aller Warnungen freundet sie sich mit ihren schwarzen Nachbarn an - und macht sich damit rasch Feinde, die bereit sind, bis zum Äußersten zu gehen. Welchem ihrer neuen Nachbarn kann sie trauen? Ein riskantes Verwirrspiel inmitten der aufgeheizten Stimmung am Mississippi nimmt seinen Lauf ...

Meine Bewertung: * * * * *
♥♥♥ Lieblingsbuch-Status ♥♥♥

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur "Ich war noch niemals ins New York" Challenge

Meine Meinung:
Bereits im Roman "Gute Geister" von Kathryn Stockett hat mich der Rassismus in den 1960igern im Süden der USA schockiert. Ich konnte es nicht fassen, dass es vor rund 50 Jahren im "fortschrittlichen" Amerika Zustände gab, die mich eher an die Zeit der Sklavenhaltung erinnerten. Die Gesichter derjenigen hätte ich gerne gesehen, als die USA den ersten schwarzen Präsidenten wählte! Nun...eine Frau hat es noch immer nicht geschafft...

Zurück zu den 1960igern. Zu dieser Zeit tritt Felicitas, eine junge Deutsche mit jüdischen Wurzeln, ein unverhofftes Erbe an. Als einzige Überlebende des Holocaust hält sie, außer ihrer Freundin Kerstin und ihrem Job als Fotografin, nichts mehr in Deutschland. Kerstin, die mit einem Piloten der US-Army liiert ist, überlegt allerdings ebenfalls mit Christopher nach Amerika auszuwandern. Als Felicitas in Wilkinson County, Mississippi ankommt, ist sie gänzlich unbefangen was Rassentrennung angeht - vorallem auch wegen ihrer eigenen Vergangenheit. Ihre offene und liebenswürdige Art hilft ihr schnell in der kleinen Stadt, sowie im eigens gelegenen Dorf der Schwarzen, Anschluss zu finden. Doch gerade ihre Unbeschwertheit den farbigen Menschen gegenüber ist manchen Bewohnern ein Dorn im Auge. Und so erhält Felicitas in ihrem neuen Heim, das zwar idyllisch, aber sehr abgeschieden liegt, bald Besuch von den berühmt berüchtigten weißen Kapuzenmännern, dem Klu-Klux-Klan. Als durchsickert, dass sie Jüdin ist, steht sie noch mehr im Zentrum der Vereinigung, die nicht nur auf Schwarze, sondern auch auf Juden und Katholiken Hatz macht. Nur durch die Hilfe der beiden engagierten Sheriffs Landon Brown und John Johnson ist sie erstmals sicher. Doch ihr fotografisches Gedächtnis erinnert sie an einen blinkenden Sheriffstern beim letzten Übergriff der Kapuzenmänner. Wen kann sie eigentlich noch trauen? Und was geschah mit der Frau, die vor ihr im Haus wohnte und auf mysteriöse Art gestorben ist? Als Kerstin in Deutschland auch noch Hinweise bekommt, dass die Nachlasspapiere Ungereimtheiten aufzeigen, sind beide Frauen mehr als beunruhigt...

Elisabeth Büchle ist mit "Mehr als nur ein Traum" ein wahrhaft großartiger Roman gelungen, der viele Themen beinhaltet und auch einen tollen Spannungsbogen aufweisen kann. In der Geschichte nehmen die Rassenunruhen in den Südstaaten der USA eine tragende Rolle ein. Dazu hat die Autorin auch einige historische Begebenheiten und Personen einflochten. J.F. Kennedy, Martin Luther King, sowie der bereits im Kern beginnende Vietnamkrieg sind genauso Themen, wie der Kampf gegen den Drogensumpf.
Mit dem Perspektivenwechsel nach Vietnam erzählt Büchle ebenso brilliant über den schwelenden Konflikt zwischen dem Norden und Süden des Landes, den Glaubenskriegen und dem Einsatz der US Army, sowie den beginnenden Drogenhandel und der Prostitution.

Charaktere:
Felicitas ist ein sehr vielschichtiger Charakter. Trotz ihrer schweren Kindheit ist sie eine offene, herzliche und hilfsbereite Frau. Sie hat ein fotografisches Gedächtnis und ist vollkommen unvoreingenommen. Auf der anderen Seite ist sie etwas tollpatschig, naiv und chaotisch. Sie hat Mut und lässt sich nicht so schnell von ihrem Weg abbringen. Sie setzt sich für Gerechtigkeit ein und nimmt auch selbst die Dinge in die Hand.
Sheriff Landon bleibt bis zum Ende hin ein undurchschhaubarer Charakter. Ich konnte ihn bis zum Ende nicht in Gut oder Böse einordnen, auch wenn ich immer etwas mehr zu den Guten tendierte. Das beruhte aber auch darauf, dass er ebenfalls den Schwarzen gegenüber gerecht und freundschaftlich gegenüber trat.
Kerstin und vorallem Christopher, den wir in einem eigenen Handlungsstrang nach Vietnam begleiten, nehmen ebenfalls einen Teil der Geschichte ein. Die restlichen Nebenfiguren sind ebenfalls sehr authenisch und sprühen teilweise nur so vor Leben. Besonders ans Herz gewachsen ist mir Birdie, die im Dorf der Schwarzen lebt.
Und noch kurz erwähnt...nicht nur der Inhalt, sondern auch das Cover ist einfach mehr als nur ein Traum!

Schreibstil:
Der Schreibstil der Autorin ist einnehmend, lebendig und sehr bildhaft. Die beschriebene Zeitspanne wurde hervorragend recherchiert. Historische Persönlichkeiten wurden in die fiktive Geschichte miteinbezogen. Dadurch erhält man beim Lesen das Gefühl inmitten einer wahren Geschichte zu sein, die fesselt und mitreißt. Die wunderbare Erzählweise und Sprache der Autorin sind ein weiterer Pluspunkt.
Die Geschichte ist in fünf Teile aufgeteilt, die sich über die Jahre 1960-1964 aufteilen. Das Schriftbild des Buches ist eher klein und der Roman besitzt eine Dichte, die etwas mehr Lesezeit beansprucht. Zum einfach "kurz dazwischenlesen" ist die Geschichte nicht geeignet. Aber wer einmal begonnen hat, greift sowieso zu keinem anderen Roman.

Fazit:
Dieser tiefgründige Roman beinhaltet einfach alles, was man sich für einen bewegenden und interessanten Leseabend wünscht: spannende Handlung mit überraschenden Wendungen, lebendige Charaktere und Landschaften, sowie die hervorragende Recherche der Autorin.
Meiner Meinung ist "Mehr als nur ein Traum" das bisher beste Buch der Autorin! Von mir gibt es eine dicke Leseempfehlung und den "Lieblingsbuch" Status!

Verliebt bis in die Fingerspitzen - Sarah Morgan



    • Taschenbuch: 400 Seiten
    • Verlag: MIRA Taschenbuch; Auflage: 1 (4. Juni 2018)
    • Übersetzer: Ivonne Senn
    • ISBN-10: 3956497856
    • ISBN-13: 978-3956497858
    • Originaltitel: Holiday in the Hamptons
    • Genre: Liebesroman 
    • Reihe: ja - From Manhattan with Love 5


Mira Kurzbeschreibung:
Eines hat Hundesitterin Fliss schon als Kind gelernt: Zeig niemandem, wie verletzbar du bist. Zeig niemandem deine Gefühle. Als sie erfährt, dass ihr Ex Seth als Arzt in der örtlichen Tierklinik anfängt, brennen Erinnerungen wie die Sonne auf ihrer Haut: die zärtlichen Stunden am Strand, der Geruch des Meeres. Prompt flüchtet sie aus New York in die Hamptons. Doch dort trifft sie ausgerechnet auf Seth. Verwirrt schlüpft sie in die Rolle ihrer Zwillingsschwester, um der schmerzlichen Begegnung aus dem Weg zu gehen: der Begegnung mit dem größten Fehler ihres Lebens ...

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur "Ich war noch niemals in New York" Challenge

Meine Meinung:
Dies ist der fünfte Band der "From Manhattan with Love" Reihe, die wie ich finde eher zwei Trilogien, als sechs Bände sind. Es gibt auch einige Unterscheidungen zwischen Titel und Cover, wobei alle drei Bücher aus dem Vorjahr das Wort "Manhattan" im Titel haben und die Romane aus diesem Jahr "Verliebt...".
Man kann die Geschichten meiner Meinung aber auch einzeln lesen....

Im Vordergrund der "Verliebt bis...." Romane steht die Hundesitter-Firma "Bark Rangers". Sie gehört den Zwillingen Felicity und Harriet. Diesmal begleiten wir Felicity, genannt Fliss, von Manhattan in die Hamptons, wo sie als Kind jeden Sommer bei ihrer Großmutter verbracht hat. Schon damals hat sie gelernt, dass es besser ist ihre Ängste und Gefühle nicht zu zeigen. Ihre schwierige Kindheit hat sie nachhaltig bis in die Gegenwart geprägt. Und so ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass sie ihren Ex-Mann Seth nicht über den Weg laufen will, als er ein paar Straßen weiter in einer Tierklinik in Manhattan aushilft. Auch nach zehn Jahren leidet sie noch immer unter der Trennung ihrer Jugendliebe. Da kommt der Anruf von ihrer Großmutter gerade richtig, die nach einem Krankenhausaufenthalt Hilfe braucht. Fliss flüchtet zur Grandma in die Hamptons und trifft trotzdem wieder auf ihren Ex, der sich um den Verkauf seines Elternhauses kümmert. Kurzfristig gibt sie sich als ihre Zwillingsschwester Harriet aus, doch das Schicksal hat einen ganz eigenen Plan...

Fliss ist kein einfacher Charakter. Sie nennt sich selbst "den bösen Zwilling". Schon als Kind hat sie ihre schüchterne Zwillingsschwester Harriet vor dem cholerischen Vater beschützt. Diesen Beschützerinstinkt hat sie auch noch heute intus. So hat sie die meisten Wutanfälle ihres Vaters abbekommen und um sich eine Schutzmauer gebaut. Neben Harriet waren nur ihr Bruder Daniel und sein bester Freund Seth immer für sie da. Als Erwachsene hat sie sich gemeinsam mit Harriet ihren Wunsch erfüllt und die Hundesitter-Firma "Bark Raners" aufgebaut. Hier ist sie erfolgreich und liebt ihre Arbeit über alles.

Seth ist ein sehr einfühlsamer Mann. Auch er leidet noch immer unter der Trennung von Fliss. Im Laufe der Geschichte nähern sich die Beiden wieder an, doch Fliss wurde so nachhaltig von ihrem Vater verletzt, dass sie zu niemanden - nicht einmal zu Harriet - vollstes Vertrauen aufbauen kann. Wird es Seth gelingen ihre Mauer einzureißen?
Besonders mochte ich Fliss und Harriets Großmutter und ihre weibliche Pokerrunde. Die amüsanten Szenen mit den älteren Damen haben mich richtig gut unterhalten.

Sarah Morgan erzählt in diesem Roman sehr eindringlich von schlimmen seelischen Verletzungen in der Kindheit und jeglichen Vertrauensverlust. Wunderbar dargestellt sind auch die landschaftlichen Beschreibungen. Man hört die ganze Zeit die Wellen rauschen und hat das Meer und den Sandstrand vor Augen. Genauso liebevoll sind die Hunde beschrieben....allen vorn Seth Hündin Lulu, und Seths Arbeit als Tierarzt. Was mir gut gefällt ist, dass auch immer wieder kurz Figuren aus den Vorgängerbänden auftauchen oder erwähnt werden.

Die Grundidee zu "Verliebt bis in die Fingerpsitzen" ist nicht unbedingt etwas Neues. Geschichten wie diese gibt es massenhaft mit ähnlichen Inhalten. Ebenso weiß man bei einem Liebesroman ganz einfach, wie er ausgehen wird (bei den meisten jedenfalls), aber der Weg bis dahin kann sehr unterschiedlich sein. Und dieser konnte mich in diesem Band der Reihe mehr überzeugen, als in den beiden anderen Romanen der "From Manhattan with love"-Reihe. Ich habe mich wirklich amüsiert und gehofft, dass Fliss endlich ihre Mauern niederreißt.

Cover:
Beide Cover sind englischsprachig und ich finde vorallem das linke Cover sooo schön!
Was ich überhaupt nicht verstehen kann ist, dass das deutsche Cover verändert wurde! Vor der Änderung hat es so ausgesehen --->
Ist das nicht süß?
Und dann dieses plumpe neue Cover oben....!

Auch wenn es mehr an die ersten drei Bände der "From Manhattan with Love"-Reihe angepasst wurde, hätte man das doch auch anders lösen können....

Fazit:
Eine schöne, romantische, aber auch humorvolle Liebesgeschichte, die nicht unbedingt neu ist, aber mir das Herz erwärmt hat. Mir hat dieser Band der "From Manhattan with Love..." Reihe bis jetzt am besten gefallen. Ich muss allerdings zugeben, dass ich noch nicht alle gelesen habe und die Reihenfolge nun etwas willkürlich geworden ist ;)

Vielen Dank an Mira Taschenbuch für das Rezensionsexemplar!

Die "From Manhattan with Love" Reihe:
  1. Schlaflos in Manhattan   *Rezi*
  2. Ein Sommergarten in Manhattan   *Rezi*
  3. Lichterzauber in Manhattan
  4. Verliebt bis über beide Herzen 
  5. Verliebt bis in die Fingerspitzen
  6. Verliebt für eine Weihnachtsnacht  (erscheint am 1. Oktber 2018)

 

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