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[Felix Blom] Mord an der Spree - Alex Beer

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     


    • Broschiert: 320 Seiten
    • Verlag: ‎ Limes Verlag, Originalausgabe (5. November 2025)
    • ISBN-10 : ‎ 3809027960
    • ISBN-13 : ‎ 978-3809027966
    • Genre: Historischer Krimi
    • Reihe: ja - Band 3 der Felix Blom Reihe


Limes Kurzbeschreibung:
Berlin, 1879. Als Privatdetektiv Felix Blom und seine Partnerin Mathilde Voss im Zuge eines Auftrags den Mord an einer ehemaligen Prostituierten untersuchen, werden sie von der Vergangenheit eingeholt: Vor neun Jahren verschwand eine Freundin von Mathilde auf rätselhafte Weise – und nun deuten Hinweise darauf, dass beide Ereignisse zusammenhängen. Als es ein weiteres Mordopfer gibt, erkennen Felix und Mathilde, dass jemand bereit ist, über Leichen zu gehen, um ein düsteres Geheimnis zu bewahren. Bald steht nicht nur ihre berufliche Existenz, sondern auch ihr Leben auf dem Spiel – denn der Täter ist gefährlich nahe …

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Reiselust Challenge

Meine Meinung:
Obwohl ich die historischen Wien Romane um August Emmerich und Ferdinand Winter der Autorin bevorzuge, habe ich dem dritten Band ihrer Felix Blom Reihe schon hin gefiebert. Ich habe sogar ein signiertes Exemplar bei Thalia ergattert, was ich erst nach meinem Kauf bemerkt habe! Nun habe ich schon drei von Alex Beer signierte Bücher, denn ich war auch schon zwei Mal bei einer Lesung von ihr.

Aber nun zum dritten Felix Blom Teil, der "Mord an der Spree" heißt und mit dem Tod einer Prostituierten beginnt. Für Mathilde ist es diesmal jedoch kein Mord wie jeder andere, sondern er führt sie zurück in ihre Vergangenheit.
Damals, am Ostersonntag vor neun Jahren, machen Mathilde und ihre Freundinnen Charlotte, Agnes und Antonia einen Ausflug zum Biergarten auf der Spandauer Spitze. Kaum haben sie sich hingesetzt, wirkt Agnes plötzlich erschrocken und verlässt den Biergarten und ihre Freundinnen. Sie kehrt nie wieder zurück.  
Nun soll auch Charlotte verschwunden sein und mit ihr ein Amulett, welches sie angeblich gestohlen hat. Felix und sie haben diesen neuen Auftrag von einem Herren aus der oberen Schicht erhalten. Sie sollen die Diebin überführen. Mathilde kann es nicht fassen und erhält kurze Zeit später eine Nachricht von Antonia, der dritten Freundin. Als Mathilde Antonia aufsucht, findet sie diese tot vor. Kurz darauf wird sie von der Polizei überrascht und wird zur Hauptverdächtigen. Obwohl sie ihre Unschuld beteuert, wird sie nach Moabit überstellt - wo einst auch Felix Blom inhaftiert war.
Felix versucht alles, um ihre Unschuld zu beweisen und verbündet sich sogar mit seinem Erzfeind Bruno Harting. Obwohl er und Felix Feinde sind, glaubt auch er nicht an Mathildes Schuld. Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, denn Mathilde droht die Todesstrafe.

Es ist sehr spannend zu verfolgen, wie Felix und Bruno alles versuchen, um Mathilde zu retten. Es dauert relativ lange, bis sie einen Hinweis entdecken, der schließlich zur Auflösung des Falles führt. Bis dahin fiebert man mit den beiden Männern mit, denn es wird immer offensichtlicher, dass jemand Mathilde eine Falle gestellt hat. Doch wer und warum? 

Erschreckend fand ich, wie schnell man unschuldig ins Visier der Bürokratie gerät und es kaum gelingt seine Unschuld zu beweisen. Im 19. Jahrhundert war dies noch ohne Fingerabdrücke, DNA und anderen elektronischen Hilfsmitteln kaum möglich. 

Alex Beer hat wieder ein wunderbares Sittengemälde der damaligen Zeit und der Stadt Berlin gezeichnet. Die Atmosphäre ist wie immer eindrucksvoll und sehr stimmig eingefangen. Der Schreibstil der Autorin gefällt mir schon immer sehr gut. Er ist fesselnd, detailliert und sehr bildhaft.

Wie schon bei den beiden Vorgängern hat die Autorin eine historische Quelle für ihren Krimi inspiriert. Diesmal war es jedoch kein Zeitungsausschnitt, sondern eine eindrucksvolle Illustration aus der Illustrierten Zeitung von 1870. Was es damit auf sich hat, erfährt man beim Lesen =).

Fazit:
Auch der dritte Felix Blom konnte mich wieder überzeugen und hat mir viel Spaß gemacht - spannend und atmosphärisch!

Die Reihe um Felix Blom:

  1. Der Häftling von Moabit  *Rezi*
  2. Der Schatten von Berlin  *Rezi*
  3. Mord an der Spree

Die weiße Stunde - Alex Beer

    Die Bildrechte liegen beim Verlag



    • Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
    • Verlag:‎ Limes Verlag; Originalausgabe Edition (25. September 2024)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3809027650
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3809027652
    • Genre: Historischer Krimi
    • Reihe: ja - Band 6 der August Emmerich Reihe


Limes Kurzbeschreibung:
Wien 1923. Die Stadt gleicht einem Pulverfass, die politischen Lager haben sich radikalisiert, die Hakenkreuzler sind auf dem Vormarsch. Mitten in dieser angespannten Situation geschieht ein aufsehenerregender Mord: Marita Hochmeister, eine stadtbekannte Gesellschaftsdame, wird brutal erschlagen in ihrem Schlafzimmer aufgefunden. Einen Tag später weist ein pensionierter Kriminalinspektor den Ermittler August Emmerich auf eine ungelöste Mordserie hin – damals, vor zehn Jahren, wurden drei Frauen auf ähnlich grausame Weise getötet wie das Opfer. Kann es sein, dass der Mörder zurückgekehrt ist? Und wenn ja, kann Emmerich ihn stellen, bevor er erneut zuschlägt?

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Ich liebe die Reihe um August Emmerich und seinen Assistenten Ferdinand Winter, die Alex Beer nun endlich fortgesetzt hat. Für mich ist es ihre beste Reihe, deshalb bin ich auch immer etwas ungeduldig und warte voller Vorfreude auf den nächsten Band.

Diesmal sind wir im Jahre 1923 und die politische Situation spitzt sich immer mehr zu. Die Nationalsozialisten sind immer mehr auf dem Vormarsch und die Arbeitslosigkeit steigt. Die Menschen sind desillusioniert. Die Hyperinflation treibt viele in den Selbstmord. Diejenigen, die sich in die Donau stürzen und nicht identifiziert werden können, werden im "Friedhof der Namenlosen" bestattet.

Während die Reichen und Schönen opulente Partys feiern, hungert der Rest größtenteils noch immer...auch fünf Jahre nach dem Ende des großen Krieges.
Nach einer dieser Partys wird die prominente Gesellschaftsdame Marita Hochmeister am nächsten Morgen tot aufgefunden - brutal erschlagen. August Emmerich und Ferdinand Winter bekommen den Fall, werden jedoch bald vom ehemaligen Leiter der Abteilung Leib und Leben, Heinrich Wertheim, aufgesucht. Dieser erkennt Ähnlichkeiten zu einem Fall vor zehn Jahren, den er nie lösen konnte. Es gab damals einen Verdächtigen, der jedoch plötzlich verschwunden war und dem man die Serienmorde nicht nachweisen konnte. Wertheim ist überzeugt, dass der damalige Täter wieder zugeschlagen hat. 

Neben dem Kriminalfall, in den sich Wertheim immer mehr einmischt und Emmerich und Winter einreden versucht, dass sein damaliger Verdächtiger der Mörder sein muss, plagen August Emmerich auch private Probleme. Er hat endlich herausgefunden, wer sein Vater war und hat nach seinem Tod seine Villa vererbt bekommen. Diese ist jedoch in keinem guten baulichen Zustand und gehört dringend renoviert. Doch August Emmerich fehlt natürlich das Geld. Gefallen haben mir hier auch die Dialoge mit seiner Nachbarin, die nicht erfreut über den neuen Besitzer ist, und ihm immer wieder unter die Nase reibt, dass ihm die Villa nicht zusteht.
Und Kolja, Emmerichs Freund aus dem Waisenhaus und Unterweltbaron, scheint ebenfalls in Schwierigkeiten zu stecken.

Ferdinand Winter wird hingegen immer mehr von seiner Großmutter genötigt, sich endlich nach einer Ehefrau, natürlich aus Adelskreisen, umzusehen und trifft einfach hinter seinem Rücken Verabredungen. Ein Gutes hat es allerdings, denn er und Emmerich kommen so näher in die Kreise, in der die ermordete Marita verkehrte. Und schon bald gibt es auch schon die nächste Tote....

Wie immer versteht es Alex Beer großartig, die damalige Atmosphäre in Wien einzufangen. Man fühlt sich mitten drin in diesem Moloch aus verzweifelten Menschen, den Hakenkreuzlern, dem neuen Geldadel und der Unterwelt. 
Die Charaktere entwickeln sich weiter und die Zusammenarbeit zwischen Emmerich und Winter wird immer besser. Gefallen hat mir auch die "Flüche-Kasse", eine Art Bußgeld für jeden Fluch, den Emmerich ausstößt.

Dieser sechste Band ist genauso spannend, wie die letzten Krimis der Reihe, jedoch hat mich diesmal die Auflösung nicht zu hundert Prozent überzeugt. Deswegen gibt es für "Die weiße Stunde" "nur" 4 Sterne. Am Ende gibt es auch noch einen fiesen Cliffhanger.
 
Fazit:
Alex Beer kann atmosphärisch und bringt uns das Wien der Zwanziger Jahre wieder näher. Diesmal konnte mich jedoch die Auflösung des Kriminalfalles nicht zu hundert Prozent überzeugen. Trotzdem freue ich mich auf den nächsten Band der Reihe, der hoffentlich den Cliffhanger des sechsten Bandes (positiv) auflöst.



Die Reihe um August Emmerich:

  1. Der zweite Reiter  *Rezi*
  2. Die rote Frau  *Rezi*
  3. Der dunkle Bote  *Rezi*
  4. Das schwarze Band  *Rezi*
  5. Der letzte Tod  *Rezi*
  6. Die weiße Stunde  

[Felix Blom] Der Schatten von Berlin- Alex Beer

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     


     

    • Broschiert: 336 Seiten
    • Verlag: ‎ Limes Verlag; Originalausgabe Edition (18. Oktober 2023)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3809027642
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3809027645
    • Genre: Historischer Krimi 
    • Reihe: ja - Band 2 der Felix Blom Reihe 

     

Limes Kurzbeschreibung:
Berlin, 1879: Der ehemalige Gauner Felix Blom und seine Geschäftspartnerin Mathilde Voss stehen kurz vor dem Bankrott. Da kommt den beiden Detektiven ein lukrativer Auftrag sehr gelegen: Sie sollen herausfinden, wer in die Gruft eines kürzlich verstorbenen Archäologie-Professors eingedrungen ist. Der Sarg wurde aufgebrochen, jedoch nichts gestohlen. Kurz darauf wird ein Kleinganove brutal ermordet, und die Fälle scheinen miteinander verbunden zu sein. Die Spur führt ausgerechnet zu Bloms einstigem Mentor, dem gerissenen Gangsterboss Arthur Lugowski. Felix und Mathilde ahnen nicht, dass sie bald zwischen die Fronten rivalisierender Banden geraten und Blom den Fall nicht nur mit legalen Mitteln lösen kann …

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Ich empfehle bei Band 1 zu beginnen

Meine Meinung:
Was habe ich dem zweiten Teil von Felix Blom entgegen gefiebert! Ich hatte das Buch sogar noch vor Veröffentlichung in der Hand, doch an der Kasse wurde es mir wieder abgenommen. Sie hatten den Krimi irrtümlicher Weise zu früh aufgelegt und durften das Buch nicht verkaufen.....:(
So habe ich mir "Der Schatten von Berlin" dann bestellt, denn zum Datum der Veröffentlichung war ich nicht mehr mobil, um ihn im Buchladen kaufen zu können.

Felix Blom und Mathilde Voss haben zwar ihre Detektei gegründet, doch nachdem sie ihren ersten Fall erfolgreich gelöst haben, bleiben die zahlungsfähigen Kunden mit der Zeit doch wieder aus. Der Winter ist hart und die Menschen frieren und hungern. Die Nachricht, dass der Krögel abgerissen werden soll, erschreckt nicht nur die Bewohner des Viertels, sondern auch auch Felix und Mathilde, die ebenfalls ihre Bleibe verlieren würden. Da kommt ihnen doch noch ein Auftrag zu Hilfe. In der Gruft eines kürzlich verstorbenen Archäologie-Professors wurde eingebrochen und in Folge dessen Sarg aufgebrochen. Komischer Weise wurde aber nichts gestohlen. Blom ist jedoch misstrauisch geworden und beginnt Nachforschungen anzustellen. Dabei führen einige Spuren zu seinem Ziehvater Arthur Lugowski. Als eine grauenhaft verstümmelte Leiche gefunden wird, die aus den Reihen des Gangsterbosses stammt, kommt der Verdacht auf, dass jemand Lugowski auf die Zehen steigen will. Doch da wird eine weitere Leiche gefunden, die zur rivalisierenden Gang gehört...

Alex Beer hat sich wieder von einer tatsächlichen Meldung in der Berliner Gerichtszeitung anno 1879 inspirieren lassen. Basierend auf diesen Bericht hat sie ihre fiktive Geschichte rund um Felix Blom und Mathilde Voss aufgebaut. Die beiden sind ein richtig cooles Ermittler-Pärchen, welches mir immer mehr ans Herz wächst. Die Figuren sind, bis zum letzten Nebencharakter, sehr lebendig gezeichnet. Der Blick in die Bandenkriminalität dieser Zeit hat wieder sehr viel Spaß gemacht und hat mir spannende Stunden beschert. Das Tempo ist hoch und man fliegt nur so durch die Seiten.
Was ich aber besonders an den fesselnden historischen Krimis der Autorin liebe, ist die tolle Atmosphäre. Diese wird von der Autorin wieder absolut authentisch dargestellt. Man hat das Gefühl, dass man gemeinsam mit ihren Protagonisten im 19. Jahrhundert wandelt und die spannnenden Abenteuer direkt miterlebt.

Alex Beer hat mich wieder richtig an der Nase herumgeführt und immer wieder falsche Fährten gestreut. Zum Ende hin wird es extrem spannend. Felix hat sich einen ganz besonderen Clou ausgedacht, der meine Nerven gewaltig strapaziert hat.
Die Wartezeit auf den nächsten Band fällt wieder sehr, sehr schwer.....

Fazit:
Auch der zweite Band rund um den ehemaligen Meisterdieb Felix Blom und Mathilde Voss konnte mich wieder richtig überzeugen. Spannend, atmosphärisch und wieder absolut gelungen!

Die Reihe um Felix Blom:

  1. Der Häftling von Moabit  *Rezi*
  2. Der Schatten von Berlin

FELIX BLOM: Der Häftling aus Moabit - Alex Beer

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     

     

    • Broschiert: 368 Seiten
    • Verlag: Limes Verlag; Originalausgabe Edition (26. Oktober 2022)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3809027596
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3809027591
    • Genre: Historischer Krimi



Limes Kurzbeschreibung:
Berlin, 1878: Der Gauner Felix Blom wird nach drei Jahren Haft aus dem Gefängnis entlassen. Doch in Freiheit ist nichts mehr so, wie es mal war: Sein Hab und Gut gepfändet, seine Verlobte ist mit jemand Neuem liiert. Alle Versuche, an Geld oder Arbeit zu kommen, scheitern. Aber dann hat Blom eine geniale Idee: Warum sich nicht mit der neuen Nachbarin zusammentun? Die ehemalige Prostituierte Mathilde führt eine Privatdetektei, allerdings sind die Aufträge rar, da man ihr als Frau diese Arbeit nicht zutraut. Ihr erster Fall führt die beiden gleich auf die Spur eines mysteriösen Mörders, der seinen Opfern Briefe mit der Botschaft zukommen lässt: „In wenigen Tagen wirst Du eine Leiche sein.“ Als auch Blom eine solche Karte unter seiner Tür durchgeschoben bekommt, wird die Sache persönlich

Meine Bewertung: * * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Als ich in der Vorschau das neue Buch von Alex Beer gesehen habe, war ich etwas irritiert. Eine neue Reihe? Was ist mit August Emmerich und Jakob Rubinstein?
Nachdem ich nun "FELIX BLOM - Der Häftling von Moabit" gelesen habe, freue ich mich umso mehr, dass es diesen tollen Protagonisten gibt.

Meisterdieb Felix Blom wird nach dreijähriger Isolationshaft aus dem Gefängnis entlassen. Doch der Neustart gestaltet sich schwierig. Ohne Geld und Job und einem fiesen Polizisten, der darauf schaut, dass Felix erfolglos bleibt, wird es nicht einfach. Die Auflage, dass er wieder zurück ins Gefängnis muss, wenn er innerhalb von drei Tagen keine Unterkunft und keine Arbeit gefunden hat, ist kaum zu erfüllen. Außerdem scheint seine große Liebe Auguste bereits mit einem anderen Mann liiert zu sein. Von einem alten Bekannten wird ihm eine Bleibe im Armenviertel angeboten, in dem er aufgewachsen ist. Felix muss zugreifen, obwohl er nie wieder zurückkehren wollte. Und genau dort trifft er auf Mathilde Voss. Die ehemalige Edelprostituierte hat ein Detektivbüro eröffnet, wird jedoch von ihren männlichen Kollegen terrorisiert. Mathilde und Felix ergreifen die Chance....Felix benötigt einen Job und Mathilde einen Mann, der nach außen hin die Detektei präsentiert. Gemeinsam versuchen sie herauszufinden, wer Felix damals reingelegt hat und er deswegen unschuldig ins Gefängnis wandern musste.
Doch nicht nur dieser Fall will gelöst werden, denn bereits am zweiten Tag in seinem neuen Zuhause wird ihm eine Karte auf edlem Karton vor die Tür gelegt. Darauf steht: „Binnen weniger Tage wirst Du eine Leiche sein.“ Blom ist nicht der einzige Empfänger dieser Karten, denn in Berlin treibt sich ein Mörder herum, der diese Karten verteilt. Ein Toter wurde bereits gefunden....

Zu diesem Zeitpunkt bekommen die beiden neuen Partner tatsächlich einen Fall zu bearbeiten. In einer Porzellanfabrik verschwinden plötzlich Lieferungen aus China. Blom und Voss müssen in der Berliner Unterwelt nachforschen, in der gerade ein Bandenkrieg herrscht. Dabei erfahren sie von einem weiteren Toten, der dieselbe Nachricht, wie Blom erhalten hat....

Ich liebe den Schreibstil und die Geschichten von Alex Beer einfach. Mit Felix Blom ist ihr erneut ein toller Protagonist gelungen. Der Meisterdieb ist ein Charmeur und Lebenskünstler, der unschuldig verurteilt wurde. Trotzdem ist er kein Unschuldsengel und steht auch zu seinen zuvor ausgeübten Diebstählen.

Alex Beer fängt die damalige Atmosphäre wieder perfekt ein - egal ob Wien oder Berlin. Zum Zeitpunkt der Handlung, im Jahr 1878, findet der Berliner Kongress statt. Die Polizeipräsenz ist groß und doch gelingt es einem Mörder seine Opfer mitten in Berlin zu töten. Und genau dort versuchen Mathilde und Felix ihren ersten Fall zu lösen.
In überraschenden Wendungen und mit immer neuen Tatverdächtigen gelingt es der Autorin die Spannung immer hoch zu halten. Dabei hatte ich die Lösung jederzeit vor Augen....doch gesehen habe ich sie nicht. Das ist Krimi wie er sein sollte! Chapeau!

Fazit:
Alex Beer erzählt die spannende Geschichte des Gauners und Hochstaplers Felix Blom, der nach seiner Haftentlassung zum Meisterdetektiv wird.  Ein toller Auftakt einer neuen Reihe! Ich liebe Felix Blom schon jetzt!

Vielen Dank an Buch Contact für das Rezensionsexemplar!

Der letzte Tod - Alex Beer

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     

     

    • Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
    • Verlag: ‎ Limes Verlag; Originalausgabe Edition (27. September 2021)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3809027499
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3809027492
    • Genre: Historischer Krimi
    • Reihe: ja - Band 5 um August Emmerich



Limes Kurzbeschreibung:
Wien im September 1922: Die Inflation nimmt immer weiter Fahrt auf, die Lebenshaltungskosten steigen ins Unermessliche, und der Staatsbankrott steht kurz bevor. Unterdessen haben Kriminalinspektor August Emmerich und sein Assistent Ferdinand Winter es mit einem grausigen Fund zu tun: Auf dem Gelände des Wiener Hafens wurde in einem Tresor eine mumifizierte Leiche entdeckt. Und dabei bleibt es nicht, denn der Mörder tötet nach einem abscheulichen Muster, und er hat sein nächstes Opfer schon im Visier. Doch damit nicht genug: Ein alter Feind aus Emmerichs Vergangenheit taucht wieder auf – und er trachtet dem Ermittler nach dem Leben …

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Der fünfte Band um August Emmerich und seinem Kollegen Ferdinand Winter spielt diesmal im Jahre 1922. Doch für die Wiener Bevölkerung werden die Jahre nach Kriegsende nicht besser. Der Unterschied zwischen Arm und Reich wird immer größer und die Inflation steigt ins Unermessliche.
Während auf der Straße immer mehr Menschen betteln und verhungern, löffelt eine kleine Gruppe bei ihren ausufernden Partyexzessen Kaviar. August Emmerich ist vorallem fassungslos, dass seine geliebten Zigaretten bereits pro Stück 120 Kronen kosten, worauf er immer wieder hinweist. Selbst die "Hühnerarmee" kann ihn nicht wirklich trösten. Der Benimmkurs, den er im letzten Band über sich hat ergehen lassen müssen, hat nicht wirklich gefruchtet und Emmerich eckt weiterhin bei jedem an. Einzig sein Assistent Winter nimmt ihn so wie er ist. Zu Emmerichs Unmut bekommt er auch noch einen Psychoanalytiker zugeteilt. August hält von dieser "neuen Masche" allerdings überhaupt nichts und fürchtet, dass alle Verbrecher wegen einer traumatischen Kindheit in Zukunft freigesprochen werden.

In diesem fünften Fall haben es der Kriminalkommissar und sein Assistent mit einem kaltblütigen Serienmörder zu tun. In einem versperrten Tresor wird nach Jahren  durch Zufall eine männliche, mumifizierte Leiche freigelegt. Es bleibt aber nicht bei einem Toten, sondern es hat den Anschein, als würde jemand Gefallen daran finden Menschen auf kleinen Raum verdursten und ersticken zu lassen. Doch August Emmerich hat diesmal nicht nur mit einem grausamen Serienmörder zu kämpfen, sondern ebenso mit seinen drei traumatisierten Kindern, denen er mehr Zeit widmen sollte. Außerdem setzt ihm sein neidischer Kollege Brühl den bereits erwähnten Psychoanalytiker Sándor Adler vor die Nase und dann wäre noch der Besuch bei seinem leiblichen Vater ausständig. Dem noch nicht genug, trachtet ihm ein ganz besonderer Zeitgenosse nach seinem Leben. ....

Der Fall ist sehr facettenreich. Erstmals begibt sich Emmerich auch ins benachbarte Budapest. Der zuständige Kommissar unterstützt ihn bei seinen Ermittlungen, wie auch der oberste Polizeipräsident, der ihn dazu ermutigt in weiteren Nachbarstaaten nach ähnlichen Fällen zu suchen.

Die Figuren entwickeln sich weiter und als Leser hat man immer wieder Spaß daran unsere Hauptprotagnisten dabei zu begleiten. Vorallem Ferdinand Winter wird immer selbstständiger. Der Psychoanalytiker Sándor Adler ist eine einteressante neue Figur, der wir hoffentlich auch im nächsten Band wieder begegnen. Auch einige historische Persönlichkeiten, wie der Spekulant Camillo Castiglioni und Polizeipräsident Johann Schober sind in die Handlung eingebaut. Schober ist uns ja bereits in anderen Bänden begegnet, doch diesmal hat er maßgeblichen Anteil daran, dass es in Zukunft eine internationale Zusammenarbeit zwischen der Polizei geben wird. Es ist der Beginn von Interpol und Johann Schober ist der Gründer.

Alex Beer schreibt wie gewohnt wunderbar atmosphärisch. Die Unterschiede zwischen Arm und Reich wird sehr plastisch dargestellt und man begibt sich wieder ins Wien der Nachkriegszeit. An einer Stelle im Buch hatte ich sogar einen Wiedererkennungseffekt zur Gegenwart, was mir etwas Bauchweh verursacht hat. Ich bin immer wieder verblüfft wie Alex Beer recherchiert und Dinge auf den Punkt bringt, die uns das Wien der damaligen Zeit und die politische Situation so präsent macht. Eine kleine Ungereimtheit ist mir allerdings aufgefallen und der Dialekt hat mir manchmals zu wenig Raum eingenommen. Der Cliffhanger am Ende des Krimis lässt auf einen weiteren Band hoffen.

Fazit:
Ein gelungener fünfter Teil, der diesmal so einige Themen beinhaltet. Spannend von der ersten Seite an, sowie hervorragend recherchiert und mit ganz viel Atmosphäre. Ich liebe diese Reihe und freue mich schon auf den sechsten Band.


 Die Reihe um August Emmerich:

  1. Der zweite Reiter  *Rezi*
  2. Die rote Frau  *Rezi*
  3. Der dunkle Bote  *Rezi*
  4. Das schwarze Band  *Rezi*
  5. Der letzte Tod   

[LESUNG] Alex Beer und Iva Procházková - Krimi auf höchstem Niveau

 Hallo meine Bücherwürmer!

Endlich! Endlich gibt es wieder Lesungen! In meiner Umgebung sind diese sowieso etwas rar gestreut und trotzdem sind sie mir wahnsinnig abgegangen. Im Oktober 2019 war ich bei meiner letzten Lesung in St. Pölten bei Andreas Gruber und Hazel Frost.

Nun gab es im Rahmen Treffpunkt Bibliothek und dem Literaturhaus Niederösterreich zum Thema "Das Land liest" eine Reihe von Lesungen, die am Mittwoch begonnen haben und die in unterschiedliche Themengebiete aufgeteilt sind. Ich weiß von meiner Bücherei, dass sie sich das Thema nicht aussuchen durften, was ich sehr schade finde. Gott sei Dank war aber in meiner Nähe (40-50 km) eine Lesung, die mich interessierte und vorallem eine Autorin, die ich super gerne lese: Alex Beer

 

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Alex Beer las noch aus ihrem letzten Buch aus der August Emmerich Reihe "Das schwarze Band". Der neue Fall "Der letzte Tod" erscheint am 27. September und ich bin schon wahnsinnig neugierig darauf.
 
Kurz zum Inhalt:

 Wien im Juli 1921: Die Stadt ächzt unter einer Hitzewelle, Wasser wird rationiert, und der Asphalt schmilzt. Kriminalinspektor August Emmerich macht noch ein ganz anderes Problem zu schaffen: Weil er sich wieder einmal danebenbenommen hat, wird er von den Ermittlungen an zwei ermordeten Tänzerinnen abgezogen und in einer Kadettenschule interniert. Dort soll er, gemeinsam mit anderen schwarzen Schafen aus dem Polizeidienst, bessere Umgangsformen lernen. Doch als in der Schule ebenfalls ein Mord passiert, muss Emmerich für seine Nachforschungen erneut alle Regeln brechen. Denn er sieht sich mit einer blutigen Intrige konfrontiert, die ihn bis in die höchsten politischen Kreise führt ...

August Emmerich ermittelt:

Band 1: Der zweite Reiter  *Rezi*
Band 2: Die rote Frau  *Rezi*
Band 3: Der dunkle Bote  *Rezi*
Band 4: Das schwarze Band  *Rezi*

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Es war nicht meine erste Lesung mit Alex Beer, denn 2018 war sie beim Krimifestival in St. Pölten
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Neben Alex Beer las Iva Procházková, eine mir noch unbekannte Autorin. Sie schrieb lange Zeit Kinderbücher, bevor sie sich der Kriminalliteratur widmete. Ihre Krimis gehen eher in die politische Richtung und man bemerkt ihren tschechischen Hintergrund, denn Russland und die politischen Umbrüche sind immer wieder ein Thema. Iva Procházková las aus ihrem letzten Buch "Die Residentur"
 

Kurz zum Inhalt:

Der Tod eines unbequemen Journalisten unmittelbar vor der Europawahl steht am Beginn einer dramatischen Geschichte, die sich im Verlauf einer Woche abspielt. t.pán Chytil, ein Ministerialbeamter mit großen Ambitionen, verbirgt hinter der Fassade von geradezu langweiliger Anständigkeit das Geheimnis seines Lebens. Dank der Unterstützung einflussreicher Akteure ist er sehr weit aufgestiegen. Ein Scheitern wäre schicksalhaft. Um jeden Preis versucht er den Absturz zu verhindern. Korruption, Mord, zweifelhafte Finanzierung des Wahlkampfs, schmutzige Praktiken der Geheimdienste jedes Mittel ist ihm recht. Doch die Umstände deuten auf eine bittere Niederlage hin. Denn einen gefährlichen Gegner hat Chytil nicht nur in seinem kompromisslosen Sohn, sondern auch sein eigenes Gewissen könnte ihn zu Fall bringen.

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Iva Procházková liest, Alex Beer lauscht ;) Diesmal habe ich leider kein Foto mit der Autorin. Mit Maske wollte ich nicht unbedingt eines machen bzw. mit Riesenabstand, obwohl das Buffet danach ganz normal eröffnet wurde und es keine weiteren Einschränkungen gab. Natürlich wurde aber vor dem Einlass die 3-G Regel kontrolliert. 
Heute findet in "meiner" Bücherei eine weitere Lesung in diesem Rahmen statt. Leider interessieren mich die Themen eher weniger....sehr schade!


Unter Wölfen: Der verborgene Feind - Alex Beer

     
    Die Bildrechte liegen beim Verlag

    • Broschiert : 352 Seiten
    • Verlag: Limes Verlag; Originalausgabe Edition (12. Oktober 2020)
    • ISBN-10 : 3809027367
    • ISBN-13 : 978-3809027362
    • Genre: Historischer Krimi
    • Reihe: ja - Band 2 um Isaak Rubinstein




Limes Kurzbeschreibung:
Nürnberg, April 1942: Der jüdische Antiquar Isaak Rubinstein, der sich noch immer als Sonderermittler Adolf Weissmann ausgibt, lässt sich auf eine Liaison mit der Nazigröße Ursula von Rahn ein. Durch sie erhält er Zugang zu den höchsten gesellschaftlichen Kreisen und bekommt Einsicht in die Pläne der Gegenseite. Doch dann wird Nürnberg plötzlich von brutalen Morden erschüttert. Zwei junge Frauen werden erdrosselt aufgefunden. Ausgerechnet Isaak bekommt von Berlin die Order, den »Würger« aufzuspüren. Darüber hinaus hat er noch ganz andere Probleme: Seine Popularität hat Neider auf den Plan gerufen und besonders ein Mann könnte ihm gefährlich werden …

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Hier sollte Band 1 zur besseren Verständnis zuerst gelesen werden

Meine Meinung:
Neben der fantastischen Reihe der Autorin um August Emmerich im Wien der Zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts, schreibt die Autorin auch an ihrer Reihe um Isaak Rubinstein weiter. Band zwei "Unter Wölfen: Der verborgene Feind" scheint auch noch nicht der Letzte zu sein, denn dieser Band endet mit einem kleinen Cliffhanger.

In "Der verborgene Feind" wartet Isaak Rubinstein, der in die Rolle des SS-Sturmbannführers und Kriminalkommissar Adolf Weissmann geschlüpft ist, auf seine Kontaktperson im Widerstand, die ihm zur Flucht verhelfen soll. Nur noch wenige Tage und er kann Nürnberg unerkannt verlassen. Doch dann passiert ein Mord in gehoben Kreisen. Die Tochter des Gauamtsleiters, Gisela Hofmann, wird erwürgt in ihrem Bett aufgefunden. Die Familie der Toten will den ausnahmslos den besten Ermittler des Reiches, Adolf Weissmann, als Fahnder. Der zuständige Kommissar Paul Köhler ist darüber "not amused". So gestaltet sich die Zusammenarbeit von Beginn an nicht wirklich prickelnd. Zusätzlich hat Isaak Angst aufzufliegen, wenn er mit einem renommierten Kommissar ermittlen soll, denn er hat von richtiger Polizeiarbeit kaum Ahnung. Da hilft auch kein Blick in sein Sherlock Holmes Buch. Darüber hinaus soll er für den Widerstand mehr über die "Operation Georg" herausfinden. Ursula von Rahn, die Tochter eines einflussreichen Industriellen, durch den er an Informationen kommen soll, findet großen Gefallen an Isaak und träumt bereits von einer Hochzeit. Dadurch fühlt sich widerum der Journalist Felix Bachmayer auf den Schlips getreten, der Ursula schon als seine Verlobte sieht. Keine einfache Zeit für Isaak, denn Bachmayer setzt alles daran seinen Nebenbuhler eines auszuwischen. Und es bleibt auch nicht bei einem Frauenmord...
Die Angst vor Enttarnung ist allgegenwärtig. Isaak hat keine Ahnung von Kriminalistik und soll seine Rolle als unberechenbaren SS Ermittlers überzeugend spielen. Und tatsächlich scheint Rubinstein einige Male fast aufzufliegen. Nicht nur Köhler, sondern vorallem Bachmayer interessiert sich für seine gefakte Vergangenheit.
 
Schon im ersten Teil hatte ich einige Probleme mit der Glaubwürdigkeit der Figur Isaak Rubinstein. Das hat sich auch in Teil zwei nicht geändert. Entweder man drückt hier ein Auge zu oder man wird nicht ganz glücklich mit dieser Reihe. Trotzdem fliegt man wieder durch die Seiten und mag den Protagonisten ganz einfach. Die Figur selbst ist sehr gut charaktisiert, aber idealisiert.

Alex Beer versteht es vorallem - wie schon in ihrer Wien-Reihe - den historischen Hintergrund perfekt wiederzugeben. Die Zeit des Nationalsozialismus, die Lebensumstände und die Begeisterung der Nürnberger Bevölkerung an Hitlers Geburtstag ist äußerst lebendig eingefangen.
Die eingestreuten kurzen Kapitel in kursiver Schrift unter dem Titel "Marianne" bringen dem Leser das Motiv des Mörders langsam näher. Einige überraschenden Wendungen treiben den Spannungsbogen nach oben. Das Ende ist gut durchdacht und gelungen.

Fazit:
Band zwei hat mir ein wenig besser als Band eins gefallen, auch wenn diese Reihe nicht an August Emmerich heranreicht. Trotzdem fühlte ich mich gut unterhalten, rätselte mit und genoss vorallem den lebendigen historischen Hintergrund, den die Autorin wieder wunderbar eingefangen hat.  

Das schwarze Band - Alex Beer


    Die Bildrechte liegen beim Verlag



    • Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
    • Verlag: Limes Verlag; Auflage: Originalausgabe (25. Mai 2020)
    • ISBN-10: 3809027200
    • ISBN-13: 978-3809027201
    • Genre: Historischer Krimi
    • Reihe: ja - Band 4 um August Emmerich




Limes Kurzbeschreibung: 
Wien im Juli 1921: Die Stadt ächzt unter einer Hitzewelle, Wasser wird rationiert, und der Asphalt schmilzt. Kriminalinspektor August Emmerich macht noch ein ganz anderes Problem zu schaffen: Weil er sich wieder einmal danebenbenommen hat, wird er von den Ermittlungen an zwei ermordeten Tänzerinnen abgezogen und in einer Kadettenschule interniert. Dort soll er, gemeinsam mit anderen schwarzen Schafen aus dem Polizeidienst, bessere Umgangsformen lernen. Doch als in der Schule ebenfalls ein Mord passiert, muss Emmerich für seine Nachforschungen erneut alle Regeln brechen. Denn er sieht sich mit einer blutigen Intrige konfrontiert, die ihn bis in die höchsten politischen Kreise führt ...

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb 

Buch zur Weltenbummler Challenge 

Meine Meinung:
Voller Vorfreude habe ich auf den neuen historischen Krimi von Alex Beer um August Emmerich und seinen Kollegen Ferdinand Winter gewartet.
Wien im Sommer 1921. Die Stadt wird von einer schlimmen Hitzewelle heimgesucht. August Emmerich wird zu einem Doppelmord in einem Wiener Wohnhaus gerufen. Zwei junge Frauen, die als Tänzerinnen in einer Bar arbeiten, wurden bestialisch ermordet. Von der dritten Mitbewohnerin fehlt jede Spur. Doch bevor er mit seinen Kollegen Winter den Fall weiter verfolgen kann, wird Emmerich verpflichtend zu einem Art Benimmkurs in der Schwarzenberg-Kaserne verdonnert, nachdem er bei einer Feier den neuen Bundeskanzler Schober beleidigt hat. Winter muss im Milieu alleine ermitteln, was August Bauchschmerzen bereitet. Er ist außer sich, als auch noch sein Erzfeind und Widersacher in der Abteilung, Peter Brühl, als sein Ausbilder im Kurs ist. Zusätzlich kommen ihm die wenigen Teilnehmer sehr suspekt vor. Als in der Kaserne ein Mord passiert, steckt er in der Zwickmühle. Soll er die Regeln brechen und eine Suspendierung riskieren oder ermitteln? Wer Emmerich kennt, weiß wie er sich entscheidet....

Alex Beer hat wieder ein sehr stimmungsvolles Zeitbild von Wien Anfang der Zwanziger Jahre geschaffen. Diesmal quält den Protagonisten nicht die Kälte, sondern die sengende Hitze. Hunger und Wohnungsnot sind jedoch noch immer allgegenwärtig, die Moral verfällt. Die junge Republik kämpft ums Überleben. Die Reichen werden immer reicher und die Armen immer ärmer. Die Inflation treibt die Preise in ungeahnte Höhen. Emmerich macht sich zusätzlich Sorgen um die drei Kinder von Luise, die er bei sich aufgenommen hat.

Der Autorin gelingt es wieder hervorragend das Wiener Lokalkolorit einzufangen, Diesmal wird es allerdings politischer. Der neue Bundeskanzler hat einen schweren Stand und die Monarchisten versuchen alles, um wieder an die Macht zu kommen. Zusätzlich gibt es noch immer Verzögerungen betreffend des Vertrages von Trianon. Das Königreich Ungarn hat diesen noch nicht erfüllt und das damalige Deutsch-Westungarn, das heutige Burgenland, an Österreich abgetreten. So kommt es immer wieder zu politischen Unruhen, während Ferdinand in die Unterwelt abtaucht, wo der ehemalige Adelspross wie ein Elefant im Porzellanladen agiert. Erst durch Augusts Satz: "Machen sie genau das Gegenteil von dem, was sie normaler Weise tun würden" klappt es etwas besser. Doch so ohne Emmerichs Hilfe scheint es wirklich schwierig zu werden und der zusätzliche Mord in der Kaserne beunruhigt die beiden Ermittler sehr.....

Wie alles zusammenhängt und was dahinter steckt, müsst ihr allerdings selbst herausfinden. Am Ende gibt es noch einen kleinen Cliffhanger privater Natur, der auf einen weiteren Teil hoffen lässt.

Schreibstil:
Alex Beer alias Daniela Larcher schreibt wunderbar atmosphärisch. Diesmal tritt allerdings die Politik und ihre Machenschaften mehr in den Vordergrund, ebenso wie den Versuch Kaiser Karl I. und die Monarchie wieder einzuführen. Die Autorin hat hervorragend recherchiert. Das eine oder andere kleine Ereignis hat die Alex Beer zeitlich angepasst und dies in ihrem Nachwort geschildert. Die Charaktere entwickeln sich weiter, wobei eher Ferdinand Winter langsam zum perfekten Assistenten von Emmerich aufsteigt. Bei August Emmerich ist trotz "Benimmkurs" weiterhin Hopfen und Malz verloren...aber gerade so lieben ihn die Leser!

Fazit:
Ein atemberaubender vierter Teil der historischen Wien-Krimireihe, bei dem diesmal der politische Part mehr Raum einnimmt und das Düstere zurücktritt. Spannend von der ersten Seite an, gewohnt hervorragend recherchiert...nur war ich diesmal viel zu schnell durch!


 Die Reihe um August Emmerich:

  1. Der zweite Reiter  *Rezi*
  2. Die rote Frau  *Rezi*
  3. Der dunkle Bote  *Rezi*

Unter Wölfen - Alex Beer

    Die Bildrechte liegen beim Verlag


    • Broschiert: 368 Seiten
    • Verlag: Limes Verlag; Auflage: Originalausgabe (4. November 2019)
    • ISBN-10: 3809027111
    • ISBN-13: 978-3809027119
    • Genre: Historischer Krimi


Limes Kurzbeschreibung:
Nürnberg 1942: Isaak Rubinstein, der ständig in Angst um seine Familie lebt, bittet eine Widerstandskämpferin um Hilfe. Doch ihre Gegenforderung ist hart: Isaak soll die Gestapo infiltrieren und sich dazu als Sonderermittler Adolf Weissmann ausgeben – jenen Mann, der vom Führerhauptquartier beauftragt wurde, den Mord an einer berühmten Schauspielerin aufzuklären. Was niemand weiß: Der Kriminalist hat den Anschlag, den die Widerstandsgruppe auf ihn verübt hat, überlebt. Mitten unter Wölfen zieht sich das Netz immer weiter zu und die Gefahr, enttarnt zu werden, ist allgegenwärtig …

Meine Bewertung: noch * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Die historischen Wien-Krimis von Alex Beer sind ein absolutes Muss für mich, denn die Reihe um August Emmerich gehört zu meinen Lieblingen. Deswegen war ich schon sehr auf den neuen Stand-alone (?) der Autorin gespannt, der in Nürnberg während des Zweiten Weltkrieges spielt. Gleich vorweg - der Krimi ist ein absoluter Pageturner, aber ich habe auch einige Kritikpunkte.

Wir befinden uns in Nürnberg im März 1942. Isaak Rubinstein, ehemaliger Antiquar, erhält für sich und seine Familie den Deportationsbescheid. Nachdem ihnen bereits alles genommen wurde, fürchtet Isaak nun um das Leben seiner Eltern und Schwestern. Deshalb bittet er seine arische Ex-Freundin Clara um Hilfe. Sie hat Verbindungen zum Widerstand und es gelingt ihr tatsächlich die Familie zu verstecken. Für Isaak hat sie jedoch eine neue Identät besorgt. Er, der belesene Jude, soll in die Rolle des SS-Sonderermittlers Adolf Weissmann schlüpfen und für Clara die Gestapo infiltriren und wichtige Unterlagen für den Widerstand beschaffen. Ein unmögliches Unterfangen! Clara übergibt ihm einen SS-Siegelring, einen gefälschten Ausweis und eine passende Uniform. Um am Leben bleiben zu können, versucht Isaak über seinen Schatten zu springen. Er sieht nicht mehr auf den Boden, sondern blickt seinem Gegenüber in die Augen, tritt selbstbewusst auf und bemerkt sehr schnell, wie sehr Macht korrumpieren kann. So befindet er sich, schneller als ihm lieb ist, im Gestapo-Hauptquartier, mitten unter Wölfen und gibt sich als Adolf Weissmann aus. Der Sonderermittler wurde für die Ermittlungen am Mord an der beliebten Schauspielerin Lotte Lanner angefordert, deren Leiche im Quartier des Sturmführers Gerhard Bade gefunden wurde. Ein Opfer muss her, denn ein Sturmführer der SS kann natürlich nicht der Mörder einer der beliebtesten Schauspielerinnnen des Reiches sein...

Und so begleiten wir Isaak Rubinstein, wie er in die Rolle von Adolf Weissmann schlüpfen muss und einen Mord aufklären soll. Obwohl man durch die Seiten fliegt und wirklich Spannung herrscht, hatte ich vorallem in der zweiten Hälfte das Gefühl in einer sehr unglaubwürdigen Geschichte zu stecken. Man zittert zwar mit Isaak bei jeder brenzligen Situation mit, aber davon sind die eine oder andere doch etwas zu dick aufgetragen. Sicherlich gab es Juden, die sich als Arier ausgaben und sich dahinter verstecken konnten. Der Film "Die Unsichtbaren", der über wahre Schicksale von untergetauchten Juden berichtet, zeigt auf, dass es möglich war den Nazis zu entgehen. Deswegen will ich diese Möglichkeit auch nicht ausschließen. Oftmals spielen auch wir nach außen hin eine Rolle und so wahrt auch Isaak den Schein, immer mit dem Wissen, dass er jederzeit aufzliegen kann. Dieses Gefühl hat Alex Beer tatsächlich sehr gut transportiert. Weissmann und Rubinstein sehen sich zwar ähnlich, sind aber charakterlich sehr verschieden. Und dann gibt es auch noch Bekannte und Freunde von Weissmann, die plötzlich autauchen und Rubinstein in arge Bedrängnis bringen....

Durch den jungen Unterscharführer Rudolf Schmitt, der Isaak als Assistent zur Seite steht, zeigt die Autorin auf, wie gut die braune Maschinerie gearbeitet hat, um junge Menschen zu manipulieren. Rudolf, der noch in der Schule mit einem Juden bestens befreundet war, glaubt anstandslos die Hetze der Nationalsozialisten, obwohl er es doch besser wissen sollte...
Auch heute funktioniert die Manipulation bei jungen Leute genauso, egal ob von der Terrormiliz IS oder bei diversen Sekten.

Vermisst habe ich die grandiose Atmosphäre, die Alex Beer in ihren Wien Krimis wirklich erstklassig wiedergibt. Allerdings ist "Unter Wölfen" nicht so düster, wie ihre August Emmerich Reihe. In diesem Krimi schreibt Beer direkter und nicht so detailliert. Dadurch ist die Handlung temporeicher, die Figuren jedoch nicht ganz so vielschichtig und die Atmosphäre nicht so dicht. Im Mittelpunkt steht das Katz und Maus Spiel der "beiden Parteien". Der Spannungsbogen ist dabei sehr hoch und lässt einem den Krimi kaum aus der Hand legen. Das Ende lässt darauf schließen, dass auch Isaak Rubinstein in Serie gehen könnte...

Fazit:
Alex Beer schreibt in ihrem neuen Roman weniger düster, als in ihren Wien-Krimis aus den 1920-iger Jahren, jedoch sehr temporeich und fesselnd. Trotzdem konnte mich "Unter Wölfen" nicht ganz überzeugen und lässt vorallem in der zweiten Hälfte des Buches etwas vermissen, nämlich Authentizität. Trotzdem hatte ich vorallem fesselnde Lesestunden und bin gespannt, ob Isaak Rubinstein in Serie gehen wird.


Der dunkle Bote - Alex Beer

    Die Bildrechte liegen beim Verlag


    • Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
    • Verlag: Limes Verlag; Auflage: Originalausgabe (27. Mai 2019)
    • ISBN-10: 3809027030
    • ISBN-13: 978-3809027034
    • Genre: Historischer Krimi
    • Reihe: ja - Band 3 um August Emmerich



Limes Kurzbeschreibung:
Wien im November 1920: Ein unerwarteter Kälteeinbruch hat die Ernten vernichtet, jeder dritte Mann ist arbeitslos, und das organisierte Verbrechen hat Hochkonjunktur. Doch der Mordfall, der jetzt die Stadt erschüttert, übertrifft alles bislang Dagewesene: Ein Toter wird bizarr zugerichtet und von einer Eisschicht bedeckt aufgefunden. Kurz darauf taucht ein Bekennerschreiben auf. Kriminalinspektor August Emmerich und sein Assistent Ferdinand Winter ermitteln – und das ist nicht das einzige Rätsel, das sie zu lösen haben, denn noch haben sie Xaver Koch nicht aufgespürt, den Mann, der Emmerichs Lebensgefährtin entführt hat und der sich als gefährlicher Gegner entpuppt ...

Meine Bewertung: * * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Bevor man diesen dritten Band liest, empfehle ich zuerst die beiden Vorgängerbände zu lesen!

Meine Meinung:
Kriminalinspektor August Emmerich und sein junger Kollege Ferdinand Winter ermitteln wieder. Es ist ein eiskalter November im 20iger Jahr des letzten Jahrhunderts. In Wien hungern und frieren die Menschen auch zwei Jahre nach Kriegsende immer noch. Hoffnungslosigkeit macht sich breit. Die Republik ist noch jung und alles andere als stabil. Banden, politische Gruppierungen und Verbrecher jeder Coleur machen die Stadt unsicher. Die Inflation ist enorm und Valutenschmuggler sind die gefragtesten Männer im Reich, während der Großteil der Menschen hungert und friert. Das Verbrechen hat Hochkonjunktur!

Alex Beer hat diese düstere und hoffnungslose Stimmung wieder hervorragend eingefangen. Von der ersten Seite an war ich mit August Emmerich und Ferdinand Winter sofort wieder im historischen Wien. Die Beiden haben es diesmal mit einem brutalen Mordfall zu tun. Dem Opfer wurde die Zunge entfernt und anschließend wurde es mit Wasser übergossem. Durch die tiefen Temperaturen hat sich eine dünne Eisschicht über den Toten gebildet. Die abgeschnittene Zunge taucht kurze Zeit später bei der Journalistin Alma Lehner auf. In einem Belgeitschreiben steht: "Lassen Sie die Welt wissen, dass ich mir seine Seele geholt habe". Die unkonventionelle Frauenaktivistin, die mit ihren Artikel über Missstände den Frauen gegenüber aufrütteln will, kommt dieser Aufforderung nach. Bald wird eine weitere Leiche mit abgeschnittener Zunge gefunden, die jedoch auf eine andere Art ermordet wurde. Trotzdem weisen einige Merkmale, wie ein Zettel mit einer römischen Ziffer, auf einen Serienmörder hin. Die Zeit drängt und so beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Die Telefonnistinnen und Sekretärinnen im Büro, etwas spöttisch und trotzdem liebevoll von Emmerich "Die Hühnerarmee" genannt, sind den beiden Ermittlern eine große Hilfe. Gemeinsam versuchen sie die Zusammenhänge zwischen den Mordfällen herauszufinden. Wer ist der von Alma Lehner genannte "dunkle Bote", der Rache zu nehmen scheint?

Neben den Ermittlungen führt Emmerich noch einen privaten Kampf mit Xaver Koch, dem Ehemann von Luise, August's großer Liebe. Koch galt als gefallen, als er plötzlich wieder auftaucht. Der Krieg hat ihn gewalttätig und zu einem Mann gemacht, der vor nichts zurückstreckt. Er ist politisch aktiv und privat sind Luise und die Kinder, die er entführt hat, seinem Jähzorn vollkommen ausgeliefert. August Emmerich schwört sie zu finden und zu "retten". Er wendet sich an einen alten Bekannten, Veit Kolja, der ihm ebenfalls vor Koch warnt. Ob sich Emmerich wieder auf einen gefährlichen Handel einlässt?

Das müsst ihr schon selbst herausfinden! Der Spannungsbogen bleibt im Laufe des Krimis konstant und zieht zum Schluss hin nochmals rasant an. Das Ende bleibt sicherlich jedem Leser in Erinnerung, denn es ist sehr emotional.

Schreibstil:
Alex Beer schreibt so wunderbar atmosphärisch, dass man sich immer wieder mitten im historischen Wien fühlt. Man hungert und friert mit den Menschen mit, man spürt die Hoffnungslosigkeit förmlich durch die Zeilen und trotzdem versteht es die Autorin dem Leser damit nicht hinabzuziehen, sondern mit Emmerich und Winter mitzuermitteln und der Zeit zu trotzden.
Die Charaktere sind wieder sehr lebendig beschrieben und Ferdinand Winter entwickelt sich neben Emmerich langsam zum ebenbürtigen Ermittler.

Fazit:
Für mich war "Der dunkle Bote" das bisher beste Buch der Reihe! Spannend, düster und atmosphärisch. Wer Alex Beer noch nicht kennt, dem kann ich ihre historischen Wien-Krimis wirklich sehr empfehlen!


Die Reihe um August Emmerich:
  1. Der zweite Reiter  *Rezi*
  2. Die rote Frau  *Rezi*
  3. Der dunkle Bote

Lesung Alex Beer [Erster St. Pöltner Krimi-Herbst]


Verwendung des Logos mit schriftlicher Genehmigung des Veranstalters
Heute geht es weiter mit meiner nächsten Lesung beim ersten St. Pöltner Krimi-Herbst vom 4.-13. Oktober 2018. Mein erstes Zusmamentreffen mit Alex Beer, deren historische Wien Krimis um August Emmerich "Der zweite Reiter" und "Die rote Frau" mich wirklich begeistern konnten.

ALEX BEER

Kurz zum Inhalt:
Wien, 1920: Die Stadt von Kriminalinspektor August Emmerich ist ein Ort der Extreme, zwischen bitterer Not, politischen Unruhen und wildem Nachtleben. Während seine Kollegen den aufsehenerregenden Mordfall an dem beliebten Stadtrat Richard Fürst bearbeiten, müssen Emmerich und sein Assistent Ferdinand Winter Kindermädchen für eine berühmte Schauspielerin spielen, die um ihr Leben fürchtet. Dabei stoßen sie nicht nur auf eine ominöse Verbindung zu Fürst, sondern kommen einem perfiden Mordkomplott auf die Spur. Es beginnt ein dramatischer Wettlauf mit der Zeit, der sie in die Abgründe der Stadt und deren Einwohner blicken lässt.

*link* zur Rezension

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Es ist beschämend, wie wenig Zuhörer bei der Lesung von Alex Beer waren. Wir waren ganze zehn Personen, wenn ich richtig gezählt habe.

Zuerst hat uns die nette Autorin etwas über die Zeit, in der ihre Bücher spielen, erzählt und warum sie diese gewählt hat. Auch auf das Problem, dass sie immer Mails und Schreiben mit "Lieber Herr Beer..." bekommt und die Lokalpresse sie ebenfalls als männlichen Autor angekündigt hat....



Natürlich habe ich mir auch wieder mein Buch signieren lassen

 
Und ich hatte Riesenglück! Bei jeder Lesung des Krimi-Herbstes wird ein Buchpaket verlost und diesmal habe ich dieses Paket gewonnen!!

Das ist mein Gewinn


Gekennzeichnet  gemäß § 2 Nr. 5 TMG  als Werbung

Die rote Frau - Alex Beer

    Die Bildrechte liegen beim Verlag


    • Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
    • Verlag: Limes Verlag (21. Mai 2018)
    • ISBN-10: 380902676X
    • ISBN-13: 978-3809026761
    • Genre: Historischer Krimi
    • Reihe: ja - Band 2 der August Emmerich Reihe

 
Limes Kurzbeschreibung:
Wien, 1920: Die Stadt von Kriminalinspektor August Emmerich ist ein Ort der Extreme, zwischen bitterer Not, politischen Unruhen und wildem Nachtleben. Während seine Kollegen den aufsehenerregenden Mordfall an dem beliebten Stadtrat Richard Fürst bearbeiten, müssen Emmerich und sein Assistent Ferdinand Winter Kindermädchen für eine berühmte Schauspielerin spielen, die um ihr Leben fürchtet. Dabei stoßen sie nicht nur auf eine ominöse Verbindung zu Fürst, sondern kommen einem perfiden Mordkomplott auf die Spur. Es beginnt ein dramatischer Wettlauf mit der Zeit, der sie in die Abgründe der Stadt und deren Einwohner blicken lässt

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Nachdem mich der erste Band rund um Rayonsinspektor August Emmerich sehr gut gefallen hat, war es selbstverständlich, dass ich auch den neuen Fall lesen werde. Und ich kann euch gleich zu Beginn verraten: Auch "Die rote Frau" ist wieder richtig gut!

August Emmerich und sein junger Assistent Ferdinand Winter haben es nach der erfolgreichen Auflösung des Kriminalfalles aus Band 1 tatsächlich geschafft und sind in die Abteilung "Leib und Leben" aufgestiegen. Allerdings gestaltet sich das Berufsleben am neuen Arbeitsplatz nicht so, wie es sich Emmerich vorgestellt hat. Anstatt endlich durch die Straßen von Wien auf Verbrecherjagd zu gehen, sitzen er und Winter gemeinsam neben Bürofräuleins und "dürfen" Protokolle tippen. Von den Kollegen werden sie als "Krüppelbrigade" beschimpft, nachdem Winter wegen eines Dienstunfalles noch seinen Arm in der Schlinge trägt und Emmerich wegen eines Granatsplitters im Bein hinkt. Vom Heroin, das ihm im ersten Teil Linderung verschaffte, ist er losgekommen, aber seine Wohnung bei Luise hat er trotzdem verloren als ihr Mann aus dem Krieg zurückkehrte. Nun lebt er in einem Männerwohnheim für Kriegsverletze. Als Stadtrat Richard Fürst, der sich für die Belange der sozial Schwachen einsetzt, ermordet wird, hofft Emmerich den Fall zu übernehmen, doch Polizeichef Gonka zieht ihn gar nicht erst in Betracht. Bald darauf geschieht ein weiterer Mord. Die Tote ist ebenfalls gut situiert und eine Wohltäterin, wie Stadtrat Fürst. Wer bringt schon Menschen um, die sich für Andere einsetzen? Welches Motiv hat der Täter?
Kollege Brühl fasst kurz darauf einen Verdächtigen: Es ist Peppi, der im selben Männerlogierheim, wie Emmerich wohnt. Dieser ist fassungslos und beginnt auf eigene Faust zu ermitteln. Seine Wege führen ihn und Winter wieder in den Wiener Untergrund: Illegale Wettlokale, Bordelle und Bäder, aber auch ein Sanatorien und die Welt des Theaters und des Films sind ihre Ziele. Doch Emmerich und Winter bleiben nur 72 Stunden, die Gonka der "Krüppelbrigade" gibt, um die Mordefälle zu lösen....

Noch immer ist das Leben der Menschen gekennzeichnet von bitterer Armut, Wohnungsnot, unzureichender medizinischer Versorgung, Hunger und hoher Arbeitslosigkeit. Die junge Republik ist instabil. Während Monarchisten die Rückkehr des Kaisers wünschen, bilden sich bereits neue politische braune Herde, die aus München nach Wien überschwappen. Zur selben Zeit befindet sich die Filmindustrie auf ihrem Höhenpunkt. Die Menschen flüchten in eine Scheinwelt.

Emmerich, der mittlerweile seine Meinung über seinen Assistenen Winter geändert hat, bleibt seiner unkonventionellen Arbeitsweise treu. Die Auslegung der Gesetze dreht und wendet er, wie er sie gerade braucht und Winter kommt durch Emmerichs Eskapaden nicht nur in eine brenzlige Situationen. Trotzdem unterscheidet er sehr wohl zwischen Gut und Böse und hat immer das Herz am rechten Fleck. Die Sorge um seine Geliebte Luise und die Kinder lassen ihn kaum schlafen, denn Luises Mann kehrt als anderer - als grausamer Mensch - aus dem Krieg zurück.
Während sich die Ermittlungen etwas im Kreis drehen, die Motive völlig unklar sind und Emmerich sich auch in eine Sackgasse manövriert, begleiten wir die beiden ungleichen Ermittler durch die Straßen Wiens. Manche Auflösungen erschienen mir dabei ein bisschen weit hergeholt, jedoch löst sich alles logisch auf, während sich das Ende diesmal zu einem richtigen Showdown entwickelt.

Alex Beer gelingt es wieder hervorragend das Lokalkolorit der Stadt Wien einzufangen. Der historische Krimi lebt neben den beiden eigenwilligen Ermittlern vorallem von der besonderen Atmosphäre, die die Nachwehen des Krieges brutal aufzeigen. Die atmosphärische Beschreibung der Nachkriegszeit habe ich noch bei keinem Autor/Autorin so perfekt umgesetzt gefunden, wie bei Alex Beer. Dazu gibt es, wie bereits im ersten Teil, interessante Details über bedeutende Bauwerke und Lokale, die heute noch existieren.

Schreibstil:
Wie schon im ersten Teil gelingt es der Autorin wieder fabelhaft, sich beim Lesen mitten im Wien der Zwanziger Jahre zu fühlen. Sie erzählt sehr intensiv und detailliert, aber genau in der richtigen Dosierung. Auch die Wiener Mundart darf nicht fehlen und bringt wieder das typische Lokalkolorit mit sich. Alex Beer alias Daniela Larcher hat hervorragend recherchiert und erzählt von einem Wien der gar nicht so goldenen Zwanziger Jahre.
Die Charaktere sind einzigartig und facettenreich. So wird das Wien der 1920iger Jahre wieder lebendig!

Fazit:
Auch der zweite Band rund um den charismatischen Inspektor August Emmerich und seinen Assistenten Winter ist wirklich gelungen. Der historische Krimi lebt vorallem wieder von der tollen Atmosphäre der Nachkriegszeit, dem typischen Wiener Flair und dem verzwickten Kriminalfall. Von mir gibt es eine Empfehlung für diese tolle Reihe!

Die Reihe um August Emmerich:
  1. Der zweite Reiter  *Rezi*
  2. Die rote Frau

 

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