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[Das Pensionat an der Mosel] Der Weg der Frauen - Marie Pierre

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     


    • Broschiert: 560 Seiten
    • Verlag: ‎ Heyne Verlag, Originalausgabe, 11. Juni 2015
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3453427246
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3453427242
    • Genre: Historischer Roman
    • Reihe: ja - Band 3 von "Das Pensionat an der Mosel"



Heyne Kurzbeschreibung:
1912: Pauline Martin ist schockiert, als sie erfährt, dass ihre Schülerin Sophie in Metz bei einer Kundgebung für Frauenrechte verhaftet wurde. Obwohl sie bald darauf wieder entlassen wird, hat das Ganze Konsequenzen für Pauline, denn der Ruf ihres Pensionats hat erheblichen Schaden genommen. Als Sophie kurze Zeit später aus Luxemburg zurückkehrt, ist sie vollkommen verändert. Das einst selbstbewusste Mädchen ist nun blass, still, bisweilen geradezu apathisch. Pauline forscht nach und stößt in Sophies Elternhaus auf Ungeheuerliches. Gleichzeitig taucht Paulines ehemaliger Verlobter Roland in Diedenhofen auf und wirbt erneut um sie. Als Erich von Pliesnitz davon erfährt, zieht er sich enttäuscht zurück. Pauline muss sich entscheiden – und könnte dadurch alles verlieren.

Meine Bewertung: * * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur "Music meets Books Challenge"

Die Trilogie sollte man der Reihe nach lesen

Meine Meinung:
"Der Weg der Frauen" von Marie Pierre aka Maria W. Peter ist der dritte und letzte Band der Trilogie um das Pensionat an der Mosel. Auch dieser Abschlussband reiht sich mit weiteren 5 Sternen in die Riege der Vorgängerbände ein.
Mittlerweile sind wir im Jahr 1912 angekommen und Pauline hat mit einigen Problemen zu kämpfen. Ein Anruf der Polizeidienststelle in Metz lässt sie sofort in ihre alte Heimat aufbrechen. Ihre Schülerin Sophie wurde bei einer Frauenrechtskundgebung verhaftet. Obwohl Sophie nur über Nacht im Gefängnis saß, hat es folgenreiche Konsequenzen für beide Frauen. Sophie wird aus der Schule genommen und das Pensionat kommt erneut in Verruf. Obwohl Pauline Sophie wieder als Schülerin aufnehmen darf ist diese vollkommen verändert. Aus dem lebenslustigen Mädchen ist ein blasses und verhuschtes Geschöpf geworden. Manchmal wirkt sie sogar apathisch und Pauline macht sich große Sorgen um ihre Gesundheit.
Doch das sind nicht die einzigen Sorgen, die Pauline quälen. Ein neuer Lehrer, der statt der irischen Lehrerin Rhona O'Mealy unterrichten soll, kommt an die Schule. Der sehr verkopfte Mann kann nicht glauben, dass ein Pensionat von einer Frau geführt werden kann. Zusätzlich taucht Paulines ehemaliger Verlobter Roland in Diedenhofen auf und macht ihr den Hof, was Erich von Pliesnitz gar nicht schmeckt. Doch damit nicht genug: Nach dem Vorfall mit Sophie erscheinen nacheinander aufgebrachte Eltern und nehmen ihre Töchter aus der Schule.

Diesmal nimmt sich Marie Pierre in ihrem dritten Band den Frauenrechten an. Damals unterlagen sie noch sehr großen gesellschaftlichen Beschränkungen und vor allem Pauline durfte als Lehrerin nicht an öffentlichen Plätzen mit einem Mann gesehen werden, denn als Lehrerin dufte sie nicht heiraten oder musste den Beruf aufgeben. Ehefrauen hatten keinerlei eigene Rechte und kein Mitspracherecht. Auf ihre Meinung wurde einfach kein Wert gelegt. Töchter hatten sich den Wünschen des Vaters zu fügen und wurden gewinnbringend verheiratet.
Es ist aber auch die Zeit, als die Frauen in Großbritannien erstmals für mehr Frauenrechte kämpften und sich für das Wahlrecht einsetzen.

Der Schreibstil ist wieder mitreißend und lebendig, sowie der damaligen Zeit angepasst. Man verspürt das Lokalkolorit dieser Zeit und dieser Gegend, die zwischen den Franzosen und den Preußen zerrissen ist. Marie Pierre stellt diese politische schwierige Zeit perfekt dar. 
Durch Gegenspieler und einigen Verwirrungen und Irrungen bleibt der Spannungsbogen immer hoch. 
Die Nebenfiguren sind hervorragend gezeichnet und spielen teilweise eine größere Rolle. Sie wachsen dem Leser genauso ans Herz, wie Pauline. Ich kann gar nicht sagen, ob es Vincent, der Hausmeister und Gärtner; Lisbeth, die Köchin; Camille, das Stubenmädchen oder die Schülerinnen sind, die mir mehr ans Herz gewachsen sind. Und natürlich unsere preußischer Offizier Erich von Pliesnitz und sein Offiziersbursche Franzl, der das Herz am rechten Fleck hat und immer hungrig ist.

Auf der Innenseite der Klappbroschur findet man eine Karte des Bezirkes Lothingen um 1912. Im ausführlichen Nachwort erfährt man weitere geschichtliche Informationen über die damalige politische Situation.
Ich kann die ganze Trilogie wärmstens weiterempfehlen!

Fazit:
Ein krönender Abschluss dieser wundervollen Trilogie, der selbst Geschichtsmuffel überzeugen kann und sie in diese spannende Zeit eintauchen lässt. Nie war die Vergangenheit so lebendig! 


Vielen Dank an Lovelybooks und an den Heyne Verlag für das Rezensionsexemplar!

Das Pensionat an der Mosel Trilogie:

  1. Töchter des Aufbruchs  *Rezi*
  2. Schwestern im Geiste  *Rezi*
  3. Der Weg der Frauen  

[Das Pensionat an der Mosel] Schwestern im Geiste - Marie Pierre

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     

    • Broschiert: 560 Seiten
    • Verlag: ‎ Heyne Verlag; Originalausgabe Edition (14. August 2024)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3453427238
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3453427235
    • Genre: Histoprischer Roman
    • Reihe: ja - Band 2 von "Das Pensionat an der Mosel" Trilogie


     

Heyne Kurzbeschreibung:
Diedenhofen/Thionville, 1911. Zwischen Pauline Martin und dem preußischen Hauptmann Erich hat sich eine tiefe Freundschaft entwickelt. Auch wenn Pauline sich manchmal nach mehr sehnt, ist eine Liebesbeziehung für sie als Lehrerin undenkbar. Noch stärker als zuvor konzentriert sie sich auf ihre Schützlinge und stellt eine zusätzliche Lehrkraft ein. Rhona O’Meally soll ihren Schülerinnen nicht nur die englische Sprache, sondern auch die irische Kultur näherbringen. Rhona sorgt für frischen Wind, hat jedoch ein gefährliches Geheimnis. Als es im Pensionat zu Diebstählen kommt und in Diedenhofen vermehrt antipreußische Schmierereien auftauchen, gerät Pauline selbst unter Verdacht. Die politischen Spannungen verhärten sich – in der Moselstadt und in ganz Europa –, und Pauline muss für ihre Zukunft kämpfen.

Meine Bewertung: * * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Die Trilogie sollte man der Reihe nach lesen

Meine Meinung:
Der zweite Band dieser Reihe, der von Marie Pierre aka Maria W. Peter, im Jahre 1911 in Diedenhofen, dem heutigen Thionville spielt, konnte mich noch mehr als der erste Band begeistern. Wir sind wieder in der deutsch-französischen Grenzregion und in Elsaß-Lothringen, wo das preußische und bayrische Militär weilt, nachdem das Gebiet 1871 nach der Niederlage der Franzosen im Deutsch-Französischen Krieg an das deutsche Kaiserreich fiel.

"Schwestern im Geiste" schließt nahtlos an den ersten Band der Trilogie an. Bereits nach wenigen Seiten war ich sofort wieder mitten im Geschehen.
Pauline Martin, die ein Mädchenpensionat in Diedenhofen führt, erhält endlich die langersehnte Unterstützung. Die irische Lehrerin Rhona O'Meally bringt frischen Wind in das Pensionat und fordert die Schülerinnen zum eigenen Denken auf. Sie wird von den Mädchen schnell ins Herz geschlossen. Doch sie scheint ein Geheimnis zu haben....

Pauline hat diesmal nicht nur gegen Widerstände von außen zu kämpfen, sondern es geht auch innerhalb des Mädchenpensionates hoch her. Charlotte, die schon im ersten Band für Unfrieden sorgte, ist diesmal besonders hinterlistig. Zusätzlich kommt es zu Diebstählen, Antisemitismus und einen Einbruch in das Pensionat. Das hebt die Spannung ungemein!
Dann wird auch noch die preußische Kaserne beschmiert und Wachtmeister Schrother hat nichts anderes zu tun, als sofort die Schuldigen im Mädchenpensionat zu suchen! Gut, dass es Hauptmann Erich von Pliesnitz gibt, der sofort versucht Pauline und ihre Mädchen aus der Schusslinie zu bringen. Pauline und Erich kommen sich dabei immer näher, doch als Lehrerin darf sie ihren Gefühlen nicht nachgeben, sonst würde sie ihren Beruf verlieren.

Der Schreibstil ist wieder sehr mitreißend und bildhaft. Die Figuren sind vielschichtig und lebendig und ich hatte jede von ihnen vor Augen. Zeit- und Lokalkolorit sind wieder passend, der Schreibstil der Zeit angepasst.
Zusätzlich ist dieser zweite Teil äußerst fesselnd. Marie Pierre schafft es wieder hervorragend die geschichtlichen Hintergründe der Grenzregion anschaulich und informativ in ihren Roman einzubinden. Außerdem greift die Autorin diesmal auch die jüdische Geschichte im Deutschen Kaiserreich, sowie die irische Unabhängigkeitsbewegung auf.
Die Beschreibungen der Landschaften, der Städte und auch der Besonderheiten dieses Gebietes, wie die Porzellanmalerei werden bildhaft dargestellt.

Im ausführlichen Nachwort erfährt man noch weitere geschichtliche Informationen über die damalige politische Situation.

Fazit
Ein sehr spannender und großartiger zweiter Band, der mich absolut überzeugen konnte und den ich richtig verschlungen habe. Ich freue mich schon auf den abschließenden dritten Band, der im Februar 2025 erscheinen wird.

Vielen Dank an Lovelybooks und den Heyne Verlag für das Rezensionsexemplar!

 Das Pensionat an der Mosel Trilogie:

  1. Töchter des Aufbruchs  *Rezi*
  2. Schwestern im Geiste
  3. Der Weg der Frauen  *erscheint im Februar 2025
     

[Das Pensionat an der Mosel] Töchter des Aufbruchs - Marie Pierre

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     

    • Broschiert: 448 Seiten
    • Verlag: ‎ Heyne Verlag; Originalausgabe Edition (14. Februar 2024)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3453428552
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3453428553
    • Genre: Historischer Roman
    • Reihe: ja - Band 1 des Pensionat an der Mosel



Heyne Kurzbeschreibung:
Reichsland Elsaß-Lothringen 1910: Im mittelalterlichen Moselstädtchen Diedenhofen führt die junge Lehrerin Pauline Martin inmitten einer bunt gemischten Bevölkerung aus Deutschen und Franzosen ein Pensionat für höhere Töchter, die sie zu eigenständigen und selbstbewussten Frauen erziehen will. Als ihr neuester Schützling Suzette sich heimlich mit einem Soldaten trifft und kurz darauf spurlos verschwindet, bittet Pauline den preußischen Hauptmann Erich von Pliesnitz um Hilfe. Ihre enge Zusammenarbeit droht, die strengen Konventionen der Kaiserzeit zu sprengen. Und dann ist da noch Paulines neuer Gärtner Vincent, der ein dunkles Geheimnis hütet. Kann Pauline Suzette finden und den guten Ruf ihres Pensionats bewahren?

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Maria W. Peter, die hier unter dem Pseudonym Marie Pierre schreibt, versteht es großartig, die Region Lothringen und das Saarland zur Zeit der Deutsch-Französischen Kriege zu beschreiben. Die Autorin hat selbst Familien auf beiden Seiten. Ich durfte bereits zwei ihrer historischen Romane lesen, die ebenfalls die deutsch-französische Geschichte beinhalten.

Diesmal befinden wir uns im Jahr 1910 im Reichsland Elsaß-Lothringen, dem heutigen Frankreich. Zu dieser Zeit ist die Bevölkerung bunt gemischt, jedoch gibt es einen Stützpunkt des preußischen Militärs in Thionville/Diedenhofen.

Die junge und engagierte Pauline Martin leitet in der Stadt eine höherer Töchterschule. Den größtenteils deutschstämmigen Einwohnern ist das Mädchenpensionat ein Dorn im Auge, denn Pauline lehrt auch französische Literatur. Außerdem ist sie eine gebildete und hübsche Frau, die nicht nur Wert auf gute Umgangsformen, sondern auch auf ein adrettes Aussehen achtet.
Als sich eines der Mädchen eines Nachts aus dem Pensionat schleicht, um einen deutschen Soldaten zu treffen, schrammt Pauline nur wenig an einem Skandal vorbei. Suzette, ihre aufmüpfige Nichte, lässt sich nämlich nichts gefallen und sieht durch ihre rosarote Brille nur den adretten Offizier, aber nicht die Gefahr, in die sie sich begibt. Als sie eines Morgens nicht auffindbar ist, wendet sich Pauline an Hauptmann Erich von Pliesnitz. Dieser ist alles andere als ein Frauenfreund, jedoch ist ihm ebenfalls an dem guten Ruf seiner Einheit gelegen und steht ihr bei. Langsam entwickelt sich eine Freundschaft zwischen den beiden.
Als Leser nehmen wir auch am Leben im Mädchenpensionat Teil und erleben einige anregende Diskussionen in der Literaturstunde über Victor Hugos "Die Elenden".
Aber nicht nur Suzette bringt Pauline und das Pensionat immer wieder in Aufruhr. Suzettes Mitschülerin Louise hütet ein Geheimnis, genauso wie der undurchsichtige Gärtner Vincent Lehmann, der eine ganz bestimmte Rolle in der Geschichhte innezuhaben scheint.
Als Leser spekuliert man von Beginn an, warum er  ausgerechnet bei Pauline im Mädchenpensionat Arbeit sucht. Erst am Ende wird sein Geheimnis gelüftet, was für einen guten Spannungsaufbau sorgt.

Der Schreibstil ist der damaligen Zeit angepasst und lässt sich trotzdem flüssig lesen. Die sehr lebendigen Beschreibungen der Charaktere und der Landschaft lassen das Kopfkino sofort anlaufen.

Maria W. Peter schafft es wieder mich von Beginn an zu fesseln. Neben den spannenden Plot schafft es die Autorin die geschichtlichen Hintergründe der Grenzregion anschaulich und informativ miteinzubinden. Sie hat sehr gründlich recherchiert und hat mir nebenher die Region sehr nahe gebracht. Als Österreicherin weiß man nicht sehr viel über diesen Landstrich und die ewigen Kämpfe zwischen Frankreich und Deutschland, wenn man sich vorher nicht schon mehr damit befasst hat.

Hier erlebt man Geschichtsunterricht auf abwechslungsreiche Weise!

Fazit
Marie Pierre alias Maria W. Peter lädt uns auf eine spannende Reise nach Lothringen zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein. Ein absolut gelungener Reihenauftakt ihrer "Pensionat an der Mosel" Trilogie.

Vielen Dank an Lovelybooks und den Heyne Verlag für das Rezensionsexemplar!
 

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