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Mord im Planetarium - Beate Maly

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     


    • Taschenbuch: 256 Seiten
    • Verlag: ‎ Emons Verlag, Erscheinungstermin: ‎ 11. November 2025
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3740826029
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3740826024
    • Genre: Historischer Krimi
    • Reihe: ja - Band 10 um Ernestine Kirsch und Anton Böck



Emons Kurzbeschreibung:
Wien, 1927: Das erste Planetarium Österreichs wird eröffnet, die Besucher kommen in Scharen. Auch Anton und Ernestine wollen sich das Spektakel auf keinen Fall entgehen lassen. Doch als nach der Vorführung das Licht wieder angeht, ist einer der Besucher tot. Schnell wird klar, dass er nicht auf natürliche Weise starb. Anton und Ernestine wittern das Motiv hinter der schillernden Fassade einer angesehenen Familie und machen sich an die Ermittlungen... Mit feinem Humor, historischem Flair und einem Hauch Nostalgie entführt Beate Maly in »Mord im Planetarium« in das Wien der Goldenen Zwanziger – ein raffiniert konstruierter Wohlfühlkrimi voller Atmosphäre, Spannung und Wiener Esprit. Tauchen Sie ein in die Glanzzeit Wiens und rätseln Sie mit!

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur "Music meets book Challenge"

Meine Meinung:
Kaum habe ich den schmalen Adventroman von Beate Maly gelesen, bei dem sich Ernestine und Anton zu einer Kunstauktion ins Semmeringgebiet begeben, bin ich wieder mit den beiden in Wien gelandet. Und diesmal gibt es auch wieder Mordermittlungen...

1927 wird am Messegelände das erste Planetarium in Wien eröffnet. Ernestine hat Karten für die Eröffnungsfeier, die nur für geladene Gäste bestimmt ist. Natürlich sollen auch Anton, Heide und Erich, sowie Rosa und Fritzi mitkommen. Während sich Anton und die Kinder lieber ein Eis holen, als sich die Sondervorstellung anzusehen, bleibt Ernestine mit Heide und Erich im Saal. Als das Licht nach der Vorführung angeht, gibt es einen Toten: Konrad Faber. Noch vor der Vorführung kam es zu einem Streit und einer Rangelei zwischen den Faber-Brüdern, die sich nicht ausstehen können. Konrad, der angesehene Arzt, und  Matthias, der Inhaber der familieneigenen Stofffabrik, sind sich spinnefeind. Aber nicht nur die Zwillingsbrüder hassen sich - die ganze Familie Faber ist eine einzige Schlangengrube.
Sie sind außerdem für Erich, der direkt zu ermitteln beginnt, alles andere als kooperativ. Als es zu einem weiteren Todesfall in der Familie kommt, hat er alle Hände voll zu tun, den Fall aufzulösen.

Während Erich ermittelt, kommt es in Wien zu schweren Unruhen. Nach dem "Schattendorf-Prozess", bei dem die Schützen, die bei einer Versammlung ein kleines Kind und einen alten Mann erschossen haben, freigesprochen wurden, sind die Menschen erzürnt. Es kommt zu gewalttätigen Ausschreitungen, die mit dem Brand des Justizpalastes und vielen Toten und Verletzten endet. Als Ernestine erfährt, dass Anton unterwegs ist, um Rosa und Fritzi zu suchen, die auf den Weg zum Schwedenplatz sind, um ein Eis zu essen, wird sie nervös. Schweben ihre Lieben in Gefahr?

Mit der Julirevolte und den Aufständen im Juli 1927 erschafft Beate Maly diesmal eine etwas ernstere Stimmung. Der Antisemitismus ist immer mehr zu spüren und als Leser fragt man sich, wie es wohl mit der Familie weitergehen wird.
Trotzdem verliert auch der zehnte Band nicht an Leichtigkeit und mit der jungen Apothekergehilfin Ilse und dem kleinen Julian kommen zwei neue Figuren hinzu. Der Wiener Schmäh und die lebendigen Figuren schaffen auch diesmal wieder eine sehr ganz besondere Atmosphäre, die ich bei dieser Reihe sehr mag. Die historischen Ereignisse, die Beate Maly mit einbezogen hat, sind hervorragend recherchiert und lässt uns diese Zeit lebendig werden.

Fazit:
Ein spannender zehnter Fall, der viel Historisches im Kriminalfall beinhaltet und spannend erzählt ist. Wieder ein sehr atmosphärischer Wiener Cosy-Crime, den ich sehr gerne gelesen habe und der diesmal auch viele ernstere Seiten anschlägt.


Vielen Dank an den Emons Verlag für das Rezensionsexemplar!


Die Reihe rund um Ernestine Kirsch und Anton Böck:
  1. Tod am Semmering *gelesen vor meiner Bloggerzeit*
  2. Tod an der Wien   *Rezi*
  3. Mord auf der Donau
  4. Tod in Baden  *Rezi*
  5. Mord im Auwald  *Rezi folgt*
  6. Mord auf dem Eis  *Rezi*
  7. Mord auf der Trabrennbahn  *Rezi*
  8. Mord im Filmstudio  *Rezi*
  9. Mord im Böhmischen Wald *Rezi*
  10. Mord im Planetarium

Der Tandler und der Tod - Eva Reichmann

    Die Bildrechte liegen beim Verlag
     


    • Taschenbuch: 320 Seiten
    • Verlag: ‎ Emons Verlag (21. September 2023)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3740819510
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3740819514
    • Genre: Regionalkrimi, Krimi 

     

Emons Kurzbeschreibung:
Ein Kriminalroman mit aberwitzigen Wendungen und originellen Figuren. Humorvoller Cosy Crime aus der oberösterreichischen Landeshauptstadt. Briefe mit seltsamem Inhalt, schwere Waffen und viel Geld in einer Garage – als Entrümpler Sebastian Tandler bei einem Auftrag in einem Linzer Privatschloss auf die Spuren eines Verbrechens stößt, ist seine Neugier geweckt, und er beginnt Nachforschungen anzustellen. Doch dann gibt es Tote, und der Tandler gerät tiefer in die Sache hinein, als ihm lieb ist. Es hilft nur eins: Er muss den Fall aufklären, um sein eigenes Leben zu retten.

Meine Bewertung: * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Mein erster Krimi, bei dem ein Altwarenhändler ermittelt. Sebastian "Sebo" Tandler (Nomen ist hier Omen)  hat eine kleine Entrümpelungsfirma in der oberösterreichischen Hauptstadt Linz. Überraschend bekommt er den Auftrag ein Linzer Privatschloss auszuräumen. Für die kleine zwei-Personen-Firma ein Großauftrag. Neben Sebastian, der die Hausratsauflösungen übernimmt, arbeitet noch Johanna Ramböck mit, die ihm beim Sortieren und Verkaufen der Ware behilflich ist.
Der unsympathische Schlossinhaber Mariano Zamberk-Tachov hat bereits an eine Immobilienfirma verkauft, die Hotelanlagen bauen möchte. Isis Bruckner, die Gesellschafterin der ehemaligen Schlossherrin Adriana Zamberk und nun Angestellte des Schlossherrn, soll ihm zeigen, was er ausräumen und verkaufen soll. Die zwielichtigen Männer, die sich rund um die vielen Oldtimer des Hausherren scharren, lassen ein ungutes Gefühl in ihm aufsteigen. Als er mysteriöse Briefe, versteckt in einer Couch findet, die auf ein Verbrechen hinweisen, wird er noch misstrauischer. Der Tandler ist ein sehr neugierieger Artgenosse und deshalb lassen ihn diese Briefe und auch eigenartige Vorfälle nicht in Ruhe. Als bei ihm und im Schloss bei Isis eingebrochen wird, beginnt er nachzuforschen und als Adriana Zamberk ermordert wird, schrillen alle Alarmglocken....

Der Krimi braucht lange bis er endlich Fahrt aufnimmt. Das ist sehr schade, denn die erste Hälfte des Buches enthält viele Hinweise, die man nicht unbedingt braucht; wie Erläuterungen zu Wohnungsauflösungen, detaillierte Beschreibungen von Innenräumen und Farbschemen, wie Tandler und Ramböck die Ware aufteilen. Auch die vielen Namen sind zu Beginn sehr verwirrend. Tandler hat neben Johanna Ramböck auch Freunde aus Griechenland und Albanien, die ihm beim Entrümpeln helfen. Die für uns fremd klingenden Namen merkt man sich nicht wirklich schnell und auch in der Familie des Schlossherrn gibt es jede Menge längere Namen, die nicht sofort hängen bleiben. Hilfreich ist das Personenregister gleich zu Beginn des Krimis.

Die Handlung spielt in Linz und Umgebung. Sebo wohnt in einer der sogenannten „Hitlerbauten“. Diese schnell hochgezogenen Wohnburgen wurden während der NS-Zeit gebaut. Die Wohnung hat er von seiner Tante Brigitte geerbt, in der er alleine lebt. Sprachlich gibt es viele österreichische Begriffe, die man im Glossar hinten erklärt bekommt, wenn man sie nicht versteht.

Die Figuren sind sehr lebendig und etwas skurril gezeichnet. Man hat jeden einzelnen vor Augen und auch die vielen Nebenfiguren sind größtenteils gut charaktisiert. Den multi-kulti Freundeskreis fand ich super erfrischend. Den Tandler selbst fand ich sehr sympathisch, Isis blieb mir zu Beginn noch etwas fremd. Im Laufe des Krimis ändert sich das jedoch. Sie hat auf jeden Fall einen sehr interessanten Background, der Grund zu Spekulationen liefert.

Die zweite Hälfte ist aber wirklich gelungen und sehr spannend erzählt. Es überschlagen sich die Ereignisse und die Autorin überrascht mit neuen Wendungen. Ab diesen Zeitpunkt konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen.
Einer Fortsetzung der Reihe bin ich nicht abgeneigt, denn wir sind nun ja schon richtig gut in das Leben vom Tandler eingeführt worden ;)

Fazit:
Der Krimi braucht leider etwas zu lange bis er Fahrt aufnimmt, aber dann wird es richtig spannend! Die Ideen der Autorin sind großartig und endlich etwas anderes, als viele der uns bekannten Regionalkrimis enthalten. Das fängt mit dem eigenwilligen Ermittler an, geht weiter mit seinem Job, seinen Freundeskreis und Isis Hintergrund....richtig gute Ideen!


Vielen Dank an den Emons Verlag und an Lovelybooks für das Rezensionsexemplar!

Freunderlwirtschaft - Petra Hartlieb

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     

    • Broschiert: 416 Seiten
    • Verlag: ‎ DuMont Buchverlag GmbH & Co. KG; 1. Edition (13. August 2024)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3832182012
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3832182014
    • Genre: Regionalkrimi



Dumont Kurzbbeschreibung: Es ist Kommissarin Alma Oberkoflers erste Woche in Wien, und schon hat sie einen toten Politiker am Hals. Max Langwieser: jung, konservativ, aufstrebend, Minister und bester Freund des Kanzlers, hat sich den Schädel an seinem Designerglastisch aufgeschlagen. Der Fall sorgt für einiges Aufsehen und bereitet Alma Kopfschmerzen. Denn von der einzigen potenziellen Zeugin, seiner Verlobten Jessica, fehlt jede Spur. Die sitzt derweil in ihrem roten MINI-Cabriolet und weiß nur eins: Sie muss weg, weg, weg. Wie ihr Leben innerhalb weniger Tage derart dramatisch den Bach runtergehen konnte, weiß sie dagegen nicht. Warum sie in ihrer Panik Max’ Laptop eingesteckt hat, könnte sie im Nachhinein auch nicht mehr so genau sagen. Zum Glück hat sie oft genug Tatort geschaut, um zu wissen, wie man eine Zeit lang untertaucht. Vielleicht kommt sie ja doch noch lebend aus der Nummer raus.

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Das neue Buch von Petra Hartlieb habe ich dankenswerter Weise über Lovelybooks bekommen. Ich war schon sehr neugierig auf diesen ganz speziellen Krimi und den Genrewechsel der Autorin. Ich habe bereits Hartliebs Jahreszeitenreihe, die unter anderem auch im Hause Schnitzler und im 20. Jahrhundert spielt, sehr gerne gelesen. Ich glaube ich habe nicht alle vier Bände hier rezensiert, aber ich mochte die Reihe wirklich sehr!
Und nun schreibt Petra Hartlieb, eine gebürtige Deutsche, die 2004 in Wien eine ehemalige Buchhandlung übernommen hat, einen Krimi, der sich um die österreichische Politik und der sogenannten Freunderlwirtschaft beschäftigt. Kann sie das wirklich? Und ob!

Hauptkommissarin Anna Oberkofler hat sich von Linz nach Wien versetzen lassen, als bereits in ihrer ersten Woche ein aufsehenerregender Todesfall passiert. Der Landwirtschafts- und Tourismus-Minister Max Langwieser wird in seiner schicken Penthouse-Wohnung tot aufgefunden. Seine Verlobte Jessica Pollauer ist seitdem spurlos verschwunden - genauso wie das Notebook von Max. War es Mord oder ein Unfall?
Anna Oberkofler und ihr neues Team beginnen dem Fall nachzugehen, der von den Politikerfreunden und vom Bundeskanzler persönlich als tragischer Unfall abgetan wird. Max Langwieser war bei allen beliebt und erfolgreich. Niemand würde dem jungen aufsteigenen Politiker Böses wünschen oder gar antun, ist die einhellige Meinung in seinem Umkreis.
Doch warum ist Jessica so plötzlich verschwunden? Hat sie etwas zu verbergen? Oder ist sie auf der Flucht und selbst in Gefahr?

Der Krimi besteht aus zwei Handlungssträngen, die sich abwechseln. Wir begleiten Alma und ihr Team bei den Ermittlungen, bei denen ihnen immer wieder Steine in den Weg gelegt werden. Alma fragt sich, wer hier versucht die Schuld auf Jessica abzuwälzen bzw. alles als Unfall darstellen zu lassen? Als es einen weiteren Toten gibt, ist sie überzeugt, dass dies kein Zufall sein kann. Doch die Hauptkommissarin wird massiv unter Druck gesetzt und hat alle Hände voll zu tun, den Fall doch noch aufzuklären.

Im zweiten Handlungsstrang begleiten wir Jessica auf ihrer abenteuerlichen Flucht. Dabei erfahren wir mehr über ihre frühe Bekanntschaft mit Max während der Schulzeit, private Hintergründe und näheres über den Vorzeigepolitiker, der in Wirklichkeit keine so reine Weste hatte, wie alle dachten. Es geht um Geld, Macht und Privilegien. Dabei ist der Leser dem Ermittlerteam immer eine Spur voraus.

Natürlich sind Parallelen oder Ähnlichkeiten zu realen Personen nicht erkennbar...hüstel. Petra Hartlieb hat mit Humor die österreichische Politik aufs Korn genommen. Dabei hat man des öfteren einige kleine Déjà-vus, auch wenn die Autorin darauf hinweist, dass alles frei erfunden ist. Gewisse Ähnlichkeiten kann man allerdings nicht ganz ausschließen.

Der unblutige Cosy Crime unterhält, hat in der Mitte kleine Längen und nimmt die sogenannte Freunderlwirtschaft bei uns in Österreich aufs Korn. Man sollte den Krimi mit Humor nehmen, denn wer weiß, wie es in Zukunft in diesem Land weitergehen wird...

Fazit:
Ein unblutiger Krimi, der mit der typischen österreichischen Kultur und einiger Gesellschaftskritik aufwartet. Dieser liest sich locker leicht und lässt erahnen, dass die sogenannte Freunderlwirtschaft nicht nur in meinem Heimatland zuhause ist.

Vielen Dank an Lovelybooks und den Dumont Verlag für das Leseexemplar!
 

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