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Als Luca verschwand - Petra Hammesfahr

    Die Bildrechte liegen beim Verlag



    • Gebundene Ausgabe: 496 Seiten
    • Verlag: Diana Verlag (12. März 2018)
    • ISBN-10: 345329209X
    • ISBN-13: 978-3453292093
    • Genre: Krimi, Spannungsroman
    • Reihe: ja - Band 1 um Kommissar Klinkhammer


Diana Kurzbeschreibung:
Die junge Mel ist im Drogeriemarkt mit der Auswahl eines Lippenstiftes beschäftigt, als ihr kleiner Sohn Luca verschwindet. Hat ihn die merkwürdige Frau vor dem Schaufenster, die Lucas Bruder einen Lolli schenkte, aus dem Kinderwagen genommen? Warum ließ Mel ihr Baby an einem eisigen Januartag im Wagen draußen vor dem Laden stehen? Oder hatte sie Luca gar nicht dabei? Ein heikler Fall für Kommissar Klinkhammer, denn er kennt die Familie gut und weiß, dass es in Mels Ehe nicht zum Besten steht. Aber gibt es einen Zusammenhang zwischen Lucas Verschwinden und den Problemen der Eltern? Eine Familientragödie nimmt ihren Lauf. Und mit jeder Stunde, die vergeht, wird es unwahrscheinlicher, dass Luca überlebt.

Meine Bewertung: schwache * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Im neuem Spannungsroman/Krimi von Petra Hammesfahr geht es wieder um das Verschwinden eines Kleinkindes. Diesmal ist es sogar noch ein neun Monate altes Baby, welches aus dem Kinderwagen geraubt wurde, während die Mutter mit dem älteren Sohn Max im Drogeriemarkt einkaufen war. Der Fall wirft viele Fragen auf, vorallem warum Mel ihr Baby im Winter draußen vor der Tür stehen lässt. Eine halbherzige Lösegeldforderung liefert der Polizei keine weiteren Hinweise und die Oma, die als erfolgreiche Autorin genug Geld hätte, ist ebenfalls verschwunden. Steckt sie etwa dahinter, weil sie ihren jüngsten Enkel nicht sehen darf? Oder ist die Mutter selbst die Täterin? Auch der Vater hat Geldsorgen und eine Entführung wäre eventuell die Lösung seiner Probleme... Und was hatte die vernachlässigt aussehende Frau mit dem Poncho, die man vor den Eingang beobachtet hat, am Kinderwagen zu schaffen? Fragen über Fragen...

Man ist bereits zu Beginn mitten im Geschehen und wir begleiten Mel mit ihrem Sohn in den Drogeriemarkt. Der Einkauf wird sehr detailliert beschrieben, ebenso wie die Beobachtungen der Verkäuferinnen im Geschäft. Erst nach und nach erfährt man mehr über die eher verworrene Familiensituation. Zusätzlich erhält man noch Einblicke in die Vergangenheit von Mels Mann Martin und seiner Mutter, wie auch in die der mysteriösen Frau mit dem Poncho. Dazu kommen noch die polizeilichen Ermittlungen und das Problem, dass Kommissar Klinkhammer vom KK11 eigentlich gar nicht ermitteln darf, da er die Familie persönlich kennt.

Die unzähligen Protagonisten machen es anfangs etwas schwer die Figuren auseinanderzuhalten. Die vielen Verwandschaftsverhältnisse und Namen verwirren zusehends und beeinträchtigen den Lesefluss. Ein Personenregister hätte ich für sinnvoll gehalten. Es werden auch viele Details geschildert, die eigentlich nicht wirklich relevant für den Krimi sind. So schleichen sich einige Längen ein. Man sollte aber trotzdem versuchen an der Geschichte dranzubleiben, denn es ist schwer wieder in diese hineinzufinden, wenn man mal pausiert hat. Durch die vielen Personen braucht man länger, bis man sie gedanklich wieder zuordnen kann und verliert sonst schnell den Überblick. Ich war zwar immer am lesen, aber trotzdem fehlte mir schlussendlich der Zugang zu den Protagonisten. Einzig die Geschichte um Anni, die Frau mit dem Poncho, konnte mich erschüttern und ich empfand tieses Mitleid mit ihr. Sonst war ich eher am Rätseln, wer denn nun den kleinen Luca entführt hat und stellte einige Thesen auf. Petra Hammesfahr unterstützte meine Überlegungen noch mit einigen überraschenden Wendungen und neuen Erkenntnissen.

Anstatt den üblichen Kapiteleinteilungen finden wir Überrschriften wie "Die Polizisten", "die Zeugen", "der Frontmann", "der Verbindungsmann" oder "die Engelssucherin". Die vielen verschiedenen Sichtweisen sind zunehmen verwirrend, da auch bei der Engelssucherin die Vergangenheit ins Spiel kommt. Ab der zweiten Hälfte hat man dann aber den Überblick und auch die Spannung zieht etwas an.
Der Spannungsbogen ist im ersten Teil eher niedrig gehalten und ist mehr Einführung in die Figuren und deren Vergangenheit. Petra Hammesfahr versucht mit unerwarteten Wendungen die Spannungskurve anzuheben und lenkt den Verdacht auf neue Personen. Die vielen Sichtweisen führen jedoch am Ende logisch zusammen. Trotzdem hatte ich von Beginn an einen Verdacht, der sich dann auch am Ende teilweise bestätigte.

Schreibstil:
Der Schreibstil der Autorin ist diesmal leider eher nüchtern gehalten, aber auch sehr detailliert. Das bin ich von der Autorin nicht wirklich gewöhnt.

Fazit:
Ein Krimi, der viel Aufmerksamkeit braucht und nicht viel Spannung beinhaltet. Trotzdem sind die Hintergründe der Entführung interessant dargelegt, der Schreibstil aber eher nüchtern gehalten. Es gibt eindeutig bessere Bücher der Autorin. Kann man lesen, muss man aber nicht.


An einem Tag im November - Petra Hammesfahr


    • Gebundene Ausgabe: 496 Seiten
    • Verlag: Diana Verlag (1. September 2014)
    • ISBN-10: 3453291557
    • ISBN-13: 978-3453291553
    • Genre: Kriminalroman


Diana Kurzbeschreibung: 
An einem Nachmittag im November verschwindet die fünfjährige Emilie Brenner. Spurlos, denn obwohl die Nachbarn sie noch mit ihrem neuen Fahrrad sahen, scheint sie wenig später wie vom Erdboden verschluckt. Ein Albtraum für die Eltern, die eine Vermisstenanzeige allerdings viel zu spät aufgeben, und auch für Kommissar Klinkhammer, der aus bitterer Erfahrung weiß, dass bei verschwundenen Kindern jede Minute zählt. Noch ahnt er nicht, dass seit Monaten in der Nachbarschaft Dinge geschehen, die an jenem Tag im November unweigerlich zur Katastrophe führen.

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
"An einem Tag im November" konnte mich im Vergleich zu meinem ersten gelesenen Roman der Autorin "Der Frauenjäger" (Rezi hier) wirklich positiv überraschen.

In diesem Kriminalroman geht es um einen Vermisstenfall. Die kleine Emilie Brenner verschwindet an einem regnerischen und grauen Tag im November spurlos. Während ihre schwangere und vollkommen erschöpfte Mutter Anna Brenner im Wohnzimmer eingeschlafen ist, holt Emilie ihr neues Fahrrad heraus, um in der Wohnsiedlung  herumzufahren. Doch aus dem kleinen Fahrradausflug wird einer ohne Wiederkehr. Emilie gilt als vermisst - ein Albtraum für alle Eltern.

Schon der Prolog entführte mich in eine unglaubliche Geschichte, die einem nach Luft schnappen lässt und man sofort wissen möchte, wie es weitergeht. Doch danach lässt uns die Autorin in verschiedene Erzählsträngen an den Ermittlungen, sowie an den Monaten vor dem Verschwinden von Emilie, teilhaben. Während die Ermittlungsarbeiten unter Kommissar Arno Klinkhammer kaum voranschreiten, lernt der Leser die Bewohner der vermeintlich idyllischen Gartensiedlung, in der die Brenners wohnen, näher kennen. Doch auch dessen Verwandtschaft, die ehemalige Chefin von Anna und die Angestellten aus Lukas Brenners Fitnessstudio. Bei diesen vielen Figuren ist das anfangs angeführte Personenregister teilweise unablässig!

Autorin Petra Hammesfahr beweist hier großes Geschick, denn um all die vielen Personen, Handlungen und letztendlich die Geschichte zu einem zufriedenen und logischen Ende zu bringen, bedarf es wahrlich der Kunst des Schreibens!
Hier geht es um viele Themen: Überforderung, Mobbing, Erpressung und vorallem um das kleinbürgerliche Spießbürgertum, um Rassismus und Geheimnisse. Sieht man etwas genauer hinter die wunderschönen Fassaden, findet man jede Menge Grausamkeiten und Lieblosigkeit. Sei es der Nachbarjunge, der in der Schule gemobbt wird und dessen Eltern sein Leiden nicht mal bemerken oder die drei Mädchen, die ihre Schulkameraden bestehlen und prügeln, der etwas anderes Sohn von Anna Brenners Chefin, der junge Mädchen bedrängt und der prügelnde Ehemann.....alle scheinen ihre Päckchen zu schleppen und nichts ist so, wie es scheint. An manchen Stellen erinnert der Roman teilweise an eine Sozialstudie und die typischen Klischees kommen auch nicht zu kurz. Trotzdem bleibt die Krimihandlung spannend und alle beschriebenen Personen könnten als Täter in Frage kommen.
Die Charaktere werden sehr glaubhaft beschrieben und ich bin mir sicher, dass wir alle einen oder mehrere ähnliche Charaktere, die hier dargestellt werden, kennen. 

Schreibstil:
Die Autorin schreibt sehr detailreich und die vorkommenden Personen sind anfangs nicht ganz zu überblicken. Das Personenregister zu Beginn hilft hier ungemein und der flüssige Schreibstil ebenso. Nach den anfänglichen Schwierigkeiten ist man sehr schnell in der Kriminalgeschichte gefangen und fragt sich, was sich hinter all den Abgründen verbirgt. Dies hat die Autorin meisterhaft gelöst, genauso wie die vielen roten Fäden, die sich zum Ende hin wunderbar zu einem Ganzen verbinden.

Cover:
Das Cover ist perfekt gewählt. Das pinke Fahrrad der kleinen Emilie, das der eigentliche Auslöser und der Beginn einer tragischen Geschichte wird. Auch die düstere und graue Stimmung im November zeigt sich auf dem Titelbild.

Fazit:
Ein spannender Kriminalroman mit einem überraschenden Ende, der anfangs durch die vielen Personen und Erzählstränge etwas verwirren kann. Obwohl hier einige Klischees bedient wurden, fesselte mich die Handlung und ließ mich durch das Buch nur so fliegen.Wegen der angesprochenen negativen Punkte (viele Erzählstränge und Personen, Klischees...) sind es vier statt fünf Sterne geworden - sonst TOP!


Der Frauenjäger - Petra Hammesfahr

Amazon Kurzbeschreibung:
Während Dein Leben perfekt scheint, lauert er im Dunklen. Keiner weiß, dass es ihn gibt. Niemand hat die Zeichen erkannt, niemand die Frauen gefunden. Frauen, die seiner Meinung nach Parasiten sind, die sich von ihren Männern aushalten lassen und diese betrügen. Auch Marlene muss nicht arbeiten. Ihr Mann ist ein erfolgreicher Unternehmensberater, sie hat zwei wohlgeratene ältere Kinder, ein Haus – kurz: alles, was man braucht. Nur das Gefühl, gebraucht zu werden, das fehlt ihr oft. Nur zu gerne hilft sie ihrem alten Freund Andreas Jäger aus der Klemme. Kurz darauf erwacht Marlene in totaler Schwärze und erinnert sich nicht, wie sie in diese Finsternis geraten ist.

Meine Bewertung: * * * undeinhalb
 8. Buch Thriller Challenge

Inhalt und  meine Meinung:
Nachdem ich ein bisschen in die ersten Seiten im Internet reingelesen hatte und mir auch die Rezis von vorablesen.de sehr gut gefallen haben, kam dieses Buch auf meine Wunschliste. In der Bücherei habe ich es reserviert und nun muss ich sagen, dass ich mir eigentlich mehr davon erwartet hätte.
Die ersten 100 Seiten sind wirklich sehr gut geschrieben und spannend und die fand ich wirklich gut. Im Prolog hat man kurz Einblick in die Gedankenwelt des Mörders, die einem gleich fesselt und erschreckt.

Unser Mörder hat es auf Frauen abgesehen, die seiner Meinung nach Parasiten sind und die auf Kosten anderer leben, hauptsächlich auf die Kosten von Ihren Ehemännern. Dabei scheint er manchmal nicht ganz gut zu wählen, denn die Protagonistin im Buch, Marlene, ist zwar Hausfrau, liebt aber Ihren Mann und kümmert sich liebevoll um Ihre Familie, auch wenn sie sich in Ihrem Leben mittlerweile langweilt.
Zu Beginn des Buches erfährt man wie Marlene und Ihre Freundinnen ihre Männer kennengelernt haben und wie sich das Leben der vier Frauen und Männer in den letzten 20 Jahren verändert hat. Da musste ich auch etwas an mich denken....;)
Bei einer Lesung im Buchladen ihrer Freundin Annette wird sie auf das Buch "Monas Tagebuch" aufmerksam gemacht, das Monas Schwester Heidrun Merz vermarktet und die immer wieder darauf hin weist, dass Mona ermordet wurde. Am nächsten Tag ist auch Heidrun tot.

Leider ist das Buch besonders im Mittelteil nicht wirklich spannend und plätschert eine zeitlang nur so dahin.  Zwischen den Geschichten der einzelnen Freundinnen von Marlene und Rückblende ihres eigenes Lebens wird in eigenen Kapiteln beschrieben, wie sich Marlene, die bereits bereits gefangen genommen worden ist, sich in einem Erdloch versucht zu befreien und wo sie sich eigentlich fragt, wie Sie eigentlich dorthin gelangt ist. Ich erahnte bald wer der Mörder ist, auch wenn ich kein Idee hatte, wie er auf Marlene kam.

Wie ein roter Faden zieht sich das Lied "The Ballade of Lucy Jordan" von Marianne Faithfull durch das Buch. Wer es noch nicht kennen sollte, hier das Video dazu:



Fazit: Der Schreibstil von Petra Hammesfahr gefällt mir ganz gut, trotzdem fand ich das Buch nicht wirklich spannend und die Geschichte manchmal auch nicht wirklich logisch. Schade! Ich habe schon bessere Thriller gelesen!

 

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