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Salz für die See - Ruta Sepetys



    • Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
    • Verlag: Königskinder (29. September 2016)
    • Übersetzer: Henning Ahrens
    • ISBN-10: 3551560234
    • ISBN-13: 978-3551560230
    • Originaltitel: Salt to the Sea
    • Genre: Jugendbuch, historischer Roman, All-Age-Roman


Königskinder Kurzbeschreibung:
Die letzten Kriegstage des Jahres 1945: Tausende Menschen flüchten aus Angst vor der Roten Armee nach Westen. Darunter Florian, ein deutscher Deserteur, Emilia, eine junge Polin, und Joana, eine litauische Krankenschwester. Eine Notgemeinschaft, in der jeder ein Geheimnis hat, das er nicht preisgeben will. Denn der Krieg hat sie Misstrauen gelehrt. Im eiskalten Winter wählt der kleine Flüchtlingstrek den lebensgefährlichen Weg über das zugefrorene Haff. In Gotenhafen, so heißt es, warte die Wilhelm Gustloff, um sie nach Westen zu bringen. Doch auch dort sind sie noch lange nicht in Sicherheit.

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Vor sieben Jahren habe ich bereits den Jugendroman "Und in mir der unbesiegbare Sommer" (*Rezi*) der Autorin gelesen, der ebenfalls den zweiten Weltkrieg als Thema hatte, und der mir wirklich sehr gut gefallen hat. Deshalb sind ihre weiteren Romane sofort auf meine Wunschliste gelandet. Leider steht der eine oder andere noch im Regal, aber "Salz für die See" haben wir nun in einer kleinen, aber feinen Blogger-Leserunde gemeinsam gelesen.

Kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges versuchen tausende Menschen aus Polen, Ostpreussen und dem Baltikum vor der russischen Armee in Richtung Westen zu fliehen. In Gotenhafen stehen einige Schiffe bereit, die die Flüchtlinge mit mehrheitlich deutscher Abstammung aufnehmen sollen. Darunter auch die Wilhelm Gustloff, ein ehemaliges Kreuzfahrtschiff, das sie in den sichern Hafen nach Kiel bringen soll.

Unter den Flüchtlingen sind auch Florian, ein Preuße und Deserteur, der in seiner eigenen Mission unterwegs ist. In seinem Rucksack hat er etwas Wichtiges versteckt und gibt sich als Soldat mit einem Spezialauftrag aus. Ebenso die litauische Krankenschwester Joana, die unter Schuldgefühlen leidet und als eine Art Buße ihr Helfersyndom auslebt. Zu Joana und Florian gesellt sich die junge schwangere Polin Emilia, die sowohl vor den Deutschen, als auch den Russen auf der Flucht ist. Jeder von den Dreien trägt ein Geheimnis mit sich. Die mögliche Gefahr aufzufallen oder entlarvt zu werden, schweißt sie zusammen. Der eiskalte Winter und der Fluchtweg über die zugefrorene Frische Haff nach Gotenhafen, stellt neben dem Hunger und der Angst vor den feindlichen Soldaten eine weitere große Gefahr für die Flüchtlinge dar.....

Die Autorin erzählt schonungslos und trotzdem sehr sensibel über die letzten Kriegsmonate. Wir begleiten die drei Hauptprotagonisten und einige Nebencharaktere auf ihren harten Weg voller Gefahren Richtung Gotenhafen. Wir schließen uns dem Flüchtlingstrek an und erfahren so immer mehr über die Lebensumstände der einzelnen Figuren und deren Vergangenheit.
Abwechselnd wird aus der Sicht von Joana, Emilia, Florian und dem deutschen Matrosen Alfred in der Ich-Perspektive erzählt.
Alfred ist auf der Wilhelm Gustloff und ein sehr eigener Charakter. Er ist treuer Anhänger von Hitler, wurde jedoch als Kind immer verspottet und träumt als Kriegsheld nach Hause zu kommen. In seinen Tagträumen ist er ein bedeutender Marinesoldat, seinem Vaterland treu ergeben. In Wahrheit ist er ein Feigling, der sich bei Gefahr im Verzug sofort aus dem Staub macht.

Auch die liebenswerten Nebencharaktere, wie der Schuh-Poet, Ingrid oder der kleine Klaus sind sehr lebendig und authentisch dargestellt. Diese Drei sind mir besonders ans Herz gewachsen.

Trotz der etwas schweren Thematik hat die Autorin ihrem Roman immer eine hoffnungsvolle Note beigefügt, die zum Ende hin dramatisch wird. Einziger Kritikpounkt war für mich, wie auch der meiner Mitleserin, dass ein Handlungsstrang, der wie ein roter Faden durch den Roman führte, offen blieb.

Warum, fragt man sich, weiß kaum jemand von dieser größten Schiffskatastrophe, bei der MEHR Menschen gestorben sind, als beim Untergang der Titanic?
Die Wilhelm Gustloff, die als Flüchtlings- und Lazarettschiff zweckentfremdet wurde, hatte insgesamt 10.000 Menschen an Board - 8.000 mehr als ursprünglich vorgesehen. 
Die Autorin hat dieses schwere Unglück zum Anlass genommen und hat historische Ereignisse mit fiktiven Figuren verknüpft. Das Jugendbuch, das mehr ein All-Age-Roman ist (er sollte auch wirklich von allen Altersgruppen gelesen werden!) soll ein Andenken an die Menschen sein, die ihr Leben auf der Wilhelm Gustloff ließen.

Im Nachwort erzählt die Autorin warum sie diese Geschichte schreiben musste und wie aufwendig ihre Recherche war. Sie hat dabei viele Überlebende befragt und versucht keine Partei zu ergreifen, sondern zu zeigen, dass es immer auf beiden Seiten gute und schlechte Menschen gibt.

Schreibstil:
Der Schreibstil von Ruta Sepetys ist sehr einfühlsam und anschaulich. Der Inhalt ist bedrückend. Trotzdem erwischt die Autorin genau die richtige Dosis, um den Leser nicht damit zu erdrücken.
Die Kapitel sind sehr kurz gehalten und mit dem Namen des Erzählers versehen. Am Anfang und am Ende des Buches gibt es eine Karte des Gebietes von Russland bis Deutschland. Im vorderen Teil sieht man die damaligen Länderverhältnisse im Jahre 1945 und am Ende des Romans die aktuellen .

Cover:

 von links nach rechts: das bulgarische und danach englischsprachige Cover

Fazit:
Ein eindringlicher Roman, der von allen Altersstufen gelesen werden kann und sollte. Ein Vermächtnis an die vergessenen Opfer der Wilhelm Gustloff, die sich ähnlich unserem heutigen Flüchtlingsstrom vor Not und Hunger auf einen gefährlichen Weg machten. Ich gebe gerne eine Leseempfehlung!


Die Buchspringer - Mechthild Gläser




    • Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
    • Verlag: Loewe (16. Februar 2015)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3785574975
    • ISBN-13: 978-3785574973
    • Genre: Jugendbuch, Fantasy


Loewe Kurzbeschreibung:
Während des Sommerurlaubs auf einer vergessenen Shetlandinsel erfährt Amy, dass sie als Mitglied der Familie Lennox of Stormsay über die Fähigkeit verfügt, in Bücher zu reisen und dort Einfluss auf die Geschichten zu nehmen. Schnell findet Amy Freunde in der Buchwelt.Doch bald merkt Amy, dass die Buchwelt nicht so friedlich ist, wie sie zunächst scheint. Erst verschwindet Geld aus den Schatzkammern von Ali Baba, dann verletzt sich Elizabeth Bennet auf dem Weg zum Ball mit Mr Darcy, sodass eine der bekanntesten Liebesgeschichten der Weltliteratur im Keim erstickt wird. Für Amy ist klar: Sie muss den Störenfried stellen! Doch erst, als sich die Zwischenfälle auch auf die Realität auswirken und schließlich sogar ein Todesopfer fordern, wird Amy klar, wie ernst die Bedrohung ist. Worauf hat es der geheimnisvolle Attentäter wirklich abgesehen?

Meine Bewertung: * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:

Es ist eigentlich schon wieder eine Weile her, dass ich das Buch gelesen habe, aber ich hatte noch keine Rezension dazu geschrieben, was ich heute nachhole.
Der Roman "Die Buchspringer" hat ja wieder genau unser Lieblingthema zu bieten, nämlich: BÜCHER. Und wer hat sich nicht schon einmal gewünscht so richtig in eine Geschichte eintauchen zu können...ganz real...und einer der Protagonisten in der Geschichte sein zu dürfen. Oder dass vielleicht der Traumprinz aus dem Büchlein steigt und gerade zu uns nach Hause kommt :) Mittlerweile gibt es immer mehr Bücher dazu und jedes ist ein bisschen anders, was ich sehr gut finde.
Mechthild Gläser hat unserer Hauptprotagonistin Amy die Fähigkeit gegeben, in eben so eine Geschichte einzutauchen, quasi ins Buch zu springen. Doch Amy weiß anfangs noch gar nichts von ihren Fähigkeiten und dass sie einer Familie der Buchspringer angehört.

Gemeinsam mit ihrer Mutter Alexis reist Amy in den Sommerferien von Deutschland auf die schottische Insel Stormsay zu ihrer Großmutter, die sie weder kennt, noch jemals vorher getroffen hat. Diese fordert von Alexis, dass Amy endlich in das Familiengeheimnis eingeweiht wird, wegen dem sie damals die Insel und ihre Familie verlassen hat. Alexis Tochter soll gemeinsam mit Will und Betsy, die ebenfalls Buchspringer sind oder werden, am Unterricht teilnehmen. Amy bemerkt bald, dass sie über größerer Fähigkeiten verfügt, als die beiden Mitschüler. So versucht sie auf eigene Faust ihren ersten Sprung und findet sich schon kurze Zeit später im Dschungelbuch wieder und freundet sich mit Shir Khan und Mogli an. Doch warum sind einige der Buchfiguren so aus dem Häuschen? Bald entdeckt Amy, dass in der Buchwelt einiges schief läuft. Die Geschichten verändern sich plötzlich und so macht sie sich gemeinsam mit Shir Khan und dem jungen Werther auf, den Dieb der Worte zu finden. Denn das oberste Gebot der Buchspringer ist es, die Geschichten und deren Inhalt zu beschützen.

Die Autorin hat hier eine wirklich nette Idee aufgegriffen, die jedoch nur teilweise gut umgesetzt wurde. Leider machte sich bei mir während des Lesens bald Enttäuschung breit. Das beginnt damit, dass Amy meiner Meinung nach das Buchspringen viel zu schnell erlernt und zieht sich durch weitere Abschnitte. Während sie von einer Geschichte zur nächsten wandert, macht sie im Schnelltempo die Bekanntschaft mit den unterschiedlichsten Buchfiguren, wie den jungen Werther, Shir Khan und Mogli aus dem Dschungelbuch, sowie Alice im Wunderland....eben typischen Kinder- und Jugendbuchklassiker. Außerdem schein Amy als Einzige die Fähigkeit zwischen den Geschichten hin- und herzuspringen zu besitzen, denn die anderen Buchspringer aus der Familie halten sich nämlich immer nur in ihrer jeweiligen Lieblingsgeschichte auf. Und so ist Amy die Einzige, die den Dieb aufhalten kann. Warum der Dieb letztendlich auch diese Fähigkeiten hat, wurde nicht wirklich erklärt. Auch viele andere Dinge bleiben eher oberflächlich und nebulös und kratzen nur an der Oberfläche. Man muss dies als Leser einfach so hinnehmen, dann kann man sich auch besser in die Geschichte einfühlen. Vielleicht ist es doch zu sehr Kinder- und Jugendbuch, dass die Autorin so an der Oberfläche bleibt, was ich trotzdem nicht wirklich verstehen und akzeptieren kann.
Auch die beiden Liebesgeschichten konnten mich überhaut nicht überzeugen. Hier kamen kaum Gefühle rüber und schien mir insgesamt zu bemüht.
Der große Pluspunkt ist das Thema und das Stöberns durch die Buchwelt mit bekannten Figuren aus unserer Jugendzeit.

Schreibstil:
Der Schreibstil der Autorin ist dem Jugendbuch angepasst und lässt sich leicht und flüssig lesen. Der Roman ist aus der Sicht von Amy in der Ich-Form geschrieben. Gelegentlich berichtet auch Will in der 3. Person über die aktuellen Ereignisse. An jedem Kapitelanfang kann man einzelne Zeilen aus einem Märchenbuch lesen, das im Buch eine Rolle spielt.

Fazit :
Leider hatte ich mir hier viel mehr erwartet. Die Geschichte kratzt nur an der Oberfläche und viele Dinge bleiben unerklärt. Es fehlte mir einfach das gewisse Etwas und der Tiefgang. Eine fantasievolle Geschichte rund um Bücher, die so viel mehr hätte sein können....



Anna und der Schwalbenmann - Gavriel Savit




    • Gebundene Ausgabe: 272 Seiten
    • Verlag: cbt (29. Februar 2016)
    • ISBN-10: 3570164047
    • ISBN-13: 978-3570164044
    • Originaltitel: Anna and the Swallow Man
    • Genre: Jugendbuch



cbt Kurzbeschreibung: 
 Krakau, 1939. Anna ist noch ein Kind, als die Deutschen ihren Vater mitnehmen, einen jüdischen Intellektuellen. Sie versteht nicht, warum. Sie versteht nur, dass sie allein zurückbleibt. Und dann trifft Anna den Schwalbenmann. Geheimnisvoll ist er, charismatisch und klug, und ebenso wie ihr Vater kann er faszinierend viele Sprachen sprechen. Er kann Vogellaute imitieren und eine Schwalbe für sie anlocken. Und er kann überleben – in einer Welt, in der plötzlich alles voller tödlicher Feindseligkeit zu sein scheint. Anna schließt sich dem Schwalbenmann an, lernt von ihm, wie man jenseits der Städte wandert, sich im Wald ernährt und verbirgt. Wie man dem Tod entkommt, um das Leben zu bewahren. Aber in einer Welt, die am Abgrund steht, kann alles gefährlich werden. Auch der Schwalbenmann.

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Erst vor kurzem habe ich ein anderes Jugendbuch zum Thema Zweiten Weltkrieg gelesen: "Winterpferde" von Philipp Kerr, das ebenfalls im Osten Europas spielt und den Überfall der deutschen Wehrmacht aufzeigt. Dieser Roman hier ist noch etwas märchenhafter und meiner Meinung nach für jüngere Leser oder Teenager geeignet, die über den Weltkrieg lesen wollen, da er auch weniger Brutalität aufzeigt, aber trotzdem die Atmosphäre spüren lässt..

Die erst siebenjährige Anna ist ein sehr intelligentes Mädchen. Ihr Vater ist Professor für Fremdsprachen an der Jagiellonen Universität und so lernt sie spielerisch von klein auf die Sprachen Russisch, Deutsch, Französisch, Englisch, Jiddisch und Ukrainisch. Die Muttersprache Polnisch lernt er ihr nicht, denn die kommt von ganz alleine, meint ihr Vater.
Doch eines Tages kommt er nicht mehr von der Universität nach Hause. Gemeinsam mit anderen jüdischen Gelehrten wurde Annas Vater von der Gestapo abgeholt und wurde nie mehr gesehen. Anna wartet stundenlang vor der Tür des Apothekers, der sie normaler Weise immer unter seine Fittiche nimmt, bis der Vater sie abholt. Doch diesmal ist es anders und er will das Mädchen nach dem Verschwinden des Professors nicht mehr in seine Apotheke lassen. Dort vor der Eingangstür trifft sie eines Tages auf den Schwalbenmann. Er ist elegant gekleidet, groß gewachen und spricht ebenfalls mehrere Sprachen, wie ihr Vater. Aber was Anna am meisten an ihm fasziniert....er spricht mit den Vögeln.
Sie folgt dem faszinierenden Mann. Es ist eine Wanderschaft ins Ungewisse. Bald sind die Beiden in ganz Polen unterwegs und kommen sogar bis in die Ukraine. Dabei macht ihnen der Winter schwer zu schaffen, aber Anna lernt wie man in der Wildnis überlebt, Gefahren umgeht und sich von der Stadt fernhält. Eines tages treffen die Beiden auf den Juden Reb Hirschel, mit dem Anna sofort Freundschaft schließt. Er stellt jedoch für Beide eine große Gefahr dar, da er keine Ahnung vom Überleben im Wald hat und außerdem ein Jude ist.

Es gab nur eine negative Anmerkung von meiner Seite, deshalb auch keine 5 Sterne: Das Ende blieb mir zu offen. Das liegt nicht an der Frage, wer nun der Schwalbenmann eigentlich ist, denn hier kann jeder seine eigenen Vermutungen anstellen. Aber das offene Ende bezüglich Anna's Schicksal hat mich dann doch etwas gestört.

Charaktere:
Die Protagonisten sind sehr anschaulich beschrieben, mit allen Eigenheiten und einer Portion Magie. Und trotz der bildhaften Charakterbeschreibungen sind diese schwer greifbar. Auch der Schwalbenmann bleibt für den Leser ein Geheimnis. Man erfährt weder seinen wahren Namen, noch seinen Beruf oder warum er sich Anna annimmt. Der Leser bleibt Betrachter und lässt sich von der märchenhaften Erzählung ganz einfach faszinieren.

Schreibstil:
Der Schreibstil ist ruhig, sehr poetisch und bildhaft. Er hat mich sofort verzaubert und mich auf eine Reise mitgenommen, die mal voller Hoffnung und Liebe war und dann wieder düster und verwirrend. Hier wird der Krieg auf ganz andere Art erklärt....die Deutschen sind z. Bsp. die Wölfe, die Russen die Bären und natürlich muss sich Anna in den Tiefen des Waldes von Beiden verstecken. Es gibt viele Metapher, die jedoch leicht verständlich sind.

Fazit:
Eine etwas andere Geschichte über den Zweiten Weltkrieg, ruhig und poetisch, die sich langsam und leise in das Herz des (jungen?) Lesers schmuggelt. Fasziniert hat mich auch, dass "Anna und der Schwalbenmann" ein Debütroman ist. Von diesem Autor möchte ich gerne noch mehr lesen!


Vielen Dank an den cbt Verlag und das Bloggerportal für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

Silber - Das dritte Buch der Träume - Kerstin Gier



    • Gebundene Ausgabe: 464 Seiten
    • Verlag: FISCHER FJB; Auflage: 3 (8. Oktober 2015)
    • ISBN-10: 3841421687
    • ISBN-13: 978-3841421685
    • Genre: Jugenbuch, Fantasy
    • Reihe - ja,  3. Band der Trilogie


FJB Kurzbeschreibung: 
Es ist März, in London steht der Frühling vor der Tür – und Liv Silber vor drei Problemen. Erstens: Sie hat Henry angelogen. Zweitens: Die Sache mit den Träumen wird immer gefährlicher. Arthur hat Geheimnisse der Traumwelt ergründet, durch die er unfassbares Unheil anrichten kann. Er muss unbedingt aufgehalten werden. Drittens: Livs Mutter Ann und Graysons Vater Ernest wollen im Juni heiraten. Und das böse Bocker, die Großmutter von Grayson, hat für die Hochzeit ihres Sohnes große Pläne, allerdings ganz andere als die Braut. Liv hat wirklich alle Hände voll zu tun, um die drohenden Katastrophen abzuwenden..

Meine Bewertung: * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Darum geht's:
Im dritten Band der Reihe rund um Liv Silber steht ihre Mutter Ann kurz vor der Hochzeit mit Ernest, was ziemlich viel Stress mit sich bringt. Vorallen weil das Bocker so ihre eigene Ansichten und Pläne hat, wie diese auszusehen hat! Arthur und Annabell versuchen indessen in der Traumwelt nicht nur Harry, Grayson und Liv zu bedrohen, sondern benutzen diese, um Menschen in der Realität zu manipulieren. 

Meine Meinung:
Der Abschlussband der Reihe rund um Liv Silber und dem Traumkorridor konnte leider - wie bereits Band 2 - nicht mit dem ersten Band der Trilogie mithalten.
Obwohl Kerstin Gier vorallem mit ihrem Humor punkten kann, fehlte auch im letzten Buch das "gewisse Etwas". Es gibt einige deutliche Längen und keinen richtigen Fortschritt in der Geschichte

Arthur und Annabell sind weiterhin die Bösewichte im Traumkorridor. Während Annabell ihren Arzt in seiner eigenen Traumwelt gefangen hält, schmiedet Arthur Pläne, Liv und ihre Freunde zu elliminieren.
Was zu Beginn des Buches sehr bedrohlich wirkt, da Arthur Menschen im echten Leben manipuliert und zu Handlungen zwingt, die sie in Wirklichkeit nie ausführen würden, verläuft dieses Thema später irgendwann im Sand.....Genauso wie die eigentlich beiden Hauptthemen neben der Traumwelt und dem Korridor, nämlich die Hochzeit von Ann und Ernest und das großte Thema rund ums erste Mal. Beide Vorgänge wurden zwar immer wieder erwähnt und angeschnitten, aber letztendlich fehlte jede weitere Information dazu. Es gab keine Hochzeit im Buch und auch zum Thema erster Sex gab es keinerlei Informationen. Letzteres kann ich ja noch verstehen, da diese Trilogie eine deutlich jüngere Leserschaft anspricht (außer uns Erwachsenen, die Kinder- und Jugendbücher lesen), aber dass wir nicht einmal die Hochzeit miterleben durften, ist sehr schade. Gerade durch Kerstin Gier's wunderbare Schreibweise und ihrem tollen Humor, hätte diese Geschichte wirklich punkten können! Gerade solche Situationen beschreibt die Autorin immer großartig! Man denke nur an die Erklärung von Rasmus in diesem Band. Dabei habe ich mich wirklich köstlich amüsiert!

Es gibt auch einen neuen Charakter im dritten Band der Reihe: Matt, der Nachbarsjunge, der wieder zuhause einzieht. Welche genaue Funktion er aber eigentlich inne hatte, kann ich nicht sagen. Liv verfolgte ihn zwar einige Mal in seinen Träumen, aber auch hier kam es zu keinen richtigen Ende....
Insgesamt bleiben nach diesem Reihenabschluss wirklich einige Fragen offen! Ich möchte hier nicht spoilern, deshalb zähle ich die für mich offenen Punkte nach Ende dieser Trilogie NICHT auf, aber ich kann definitiv sagen, dass es EINIGE unbeantwortete Fragen und Themen gibt. Aufgelöst wurde jedoch das Geheimnis um Secrecy....ein Rätsel, das uns allen seit dem ersten Band keine Ruhe lässt! Und die Auflösung ist größtenteils auch stimmig!

Das dritte Buch der Träume wirkt nicht wie ein Abschlussband: es gab keine dramtischen oder unvorhersehbaren Wendungen und leider auch keine spektakuläre Abschlusszene. 
Positiv vermerken kann ich, dass das dritte Buch der Träume mehr Spannung aufweisen kann als Band Zwei, jedoch einige Fragen unbeantwortet lässt.

 Charaktere:
Irgendwie blieben im Buch diesmal alle Charaktere ziemlich blass. Grayson kam nur mehr am Rande vor, Matt blieb mir fremd, selbst Lotti war nicht in Hochform. Einzig die kleine Mia konnte voll bei mir punkten!

Schreibstil:
Zu Kerstin Gier's Schreibstil kann man einfach nichts anderes als großartig und sehr humorvoll sagen. Hier kann man nichts bemäkeln und ich liebe ihre Bücher einfach - egal ob Erwachsenen- oder Jugendbuch, denn sie leben vom Esprit und Humor der Autorin.

Nun kommt das Dilemma mit der Bewertung!
Ich werde hier mit 3 1/2 Sterne bewerten, aber nur weil ich Band 2 ebenfalls 3 1/2 Sterne gegeben habe und mir vom Erzählstil der Abschlussband besser gefiel. Der typische "Zwischenband" war mir nämlich definitv zu langweilig und hätte ich eigentlich schlechter bewerten müssen!
Während ich Band 1 wiederum 4 Sterne gegeben habe und ich heute etwas besser bewerten würde.


Fazit:
Der Abschlussband konnte mich leider nicht wirklich überzeugen. Er kratzt viel zu sehr an der Oberfläche. Einige Handlungsstränge verlaufen einfach im Sand und es bleiben letztendlich auch mehrere Fragen offen. 


Die Reihe um Liv Silber:
  1. SILBER - Das erste Buch der Träume *meine Rezi*
  2. SILBER - Das zweite Buch der Träume  *meine Rezi*
  3. SILBER - Das dritte Buch der Träume

Der Geschmack von Glück - Jennifer E. Smith


    • Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
    • Verlag: Carlsen (25. Juli 2013)
    • ISBN-10: 3551583048
    • ISBN-13: 978-3551583048
    • Originaltitel: This Is What Happy Looks Like 
    • Genre: Jugendbuch



Carlsen Kurzbeschreibung:
Ein einziger, kleiner Tippfehler und schon landet die Email von Graham Larkin, dem zurzeit am heißesten umschwärmten Teeniestar, in Ellies Postfach - ganz am anderen Ende der USA und in einer vollkommen anderen Welt: ohne Glamour, dafür mit Ferienjob in einer Eisdiele. Dennoch, und ohne, dass der eine irgendetwas vom anderen weiß, entspinnt sich sofort ein wunderbarer, sprühender Dialog zwischen den beiden. Sie können über Gott und die Welt miteinander reden, nur nicht darüber, wer sie in Wirklichkeit sind. Doch dann schlägt Graham als Drehort für seinen neuesten Film Ellies kleines Küstenstädtchen vor, weil er sie endlich persönlich kennenlernen will. Aber wie macht man das als überall bekannter Filmstar und warum scheut umgekehrt Ellie die Öffentlichkeit so sehr?

Meine Bewertung: * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Darum geht's:
Durch einen Tippfehler landet die E-Mail von Graham irrtümlicherweise im Postfach von Ellie. Beide beginnen einander zu mailen, obwohl sie sich nicht kennen. So beginnt ein wundervoller Mailkontakt, indem sich Ellie und Graham viele persönliche Dinge erzählen, ohne den anderen zu kennen. Denn Graham ist DER neue und total angesagte Jungschauspieler aus Hollywood. Er ist fasziniert von diesem Mädchen aus Maine und als ein geeignetes Küstenstädchen als Drehort für seinen neuen Film gesucht wird, schlägt Graham Ellies Heimatort vor. Sein Plan geht auf und so erhält er die Möglichkeit Ellie endlich kennenzulernen. Doch er rechnet nicht damit, dass Ellie die Öffentlichkeit scheut wie der Teufel das Weihwasser.....und sie hat auch einen Grund dafür.

Meine Meinung:
Der Beginn des Jugendromans besteht aus E-mails, die sich Ellie und Graham schreiben, ohne einander zu kennen. Die Beiden verstehen sich auf Anhieb und ihre Mails werden immer länger und intensiver......dabei kennen sie voneinander nur die Namen.

"Meine Vorstellung von Glück ... Sonnenaufgänge über dem Hafen. Eiscreme an einem heißen Tag. Das Geräusch von Wellen am Ende der Straße. Wenn sich mein Hund neben mir am Sofa einrollt. Abendspaziergänge. Tolle Filme. Gewitter. Ein guter Cheeseburger. Freitage. Samstage. Sogar Mittwoche. Die Zehen ins Wasser stecken. Pyjamahosen. Flipflops. Schwimmen. Gedichte. Die Abwesenheit von Smileys in E-Mails." 
 - Seite 26 -

Ellie ist ein ganz normaler Teenager, der während des Sommers gemeinsam mit ihrer besten Freundin Quinn in der örtlichen Eisdiele arbeitet. Am Nachmittag hilft sie ihrer alleinerziehenden Mutter im Andenkenladen. Als Graham nach Henley, dem Heimatort von Ellie kommt, verspricht er sich viel von diesem Treffen. Denn obwohl er ein Superstar ist, ist er auch ziemlich einsam. Sein großes Haus in Los Angeles teilt er sich nur mit seinem Hausschwein Wilbur. Seine Familie versteht dem Starrummel um ihn nicht und verhält sich, seitdem er berühmt ist, ihm gegenüber reserviert.

Jennifer E. Smith erfindet mit dieser Geschichte das Rad nicht unbedingt neu, doch vorallem am Anfang liest sich der Roman sehr gut. Mit viel Humor und sympathischen Charakteren findet man leicht in die Geschichte hinein. Leider lässt der Roman nach der Hälfte etwas nach und die Geschichte beginnt stellenweise vor sich zu plätschern. "Der Geschmack von Glück" ist auch eines dieser Bücher, bei denen man schon am Anfang weiß, wie es ausgehen wird. Das ist hier allerdings nicht unbedingt negativ auszulegen, denn die Geschichte lebt vorallem den humorvollen Schreibstil der Autorin und der Prise Romantik.


Schreibstil und Charaktere:
Die Geschichte wird in der 3. Person und abwechselnd aus der Sicht von Ellie und Graham erzählt. Durch die bezaubernden E-Mails, die die beiden verschicken, legen sie ihre Gedanken- und Gefühlswelt frei. Der leicht zu lesende, humorvolle, jugendliche und mitreißende Schreibstil der Autorin hat mir von Anfang an sehr gut gut gefallen.

Die rothaarige und sommersprossige Elli ist eine starke Persönlichkeit, die schlagfertig ist und sich von Grahams Berühmtheit nicht blenden lässt. Sie meidet eher die Öffentlichkeit und kann dem Rummel um eine einzige Person nichts abgewinnen.
Graham ist eher ein sensibler Charakter und er wirkt manchmal traurig. Er fühlt sich oft in seiner Haut nicht wohl und wünscht sich, wie wohl jeder Superstar, mehr Privatsphäre. Auf der anderen Seite wirkt er sehr professionell und erwachsen. Er nimmt seinen Job ernst und weiß was auf dem Spiel steht.
Auch das Küstenstädchen Henley und die Umgebung wurden von der Autorin sehr bildhaft beschrieben.

Cover:
Das Originalcover vermittelt den romantischen Touch, während das deutsche Cover meiner Meinung nach einfach mehr gute Laune versprüht. Ich kann mich nicht wirklich entscheiden, welches Cover ich besser finde.

Fazit:
Ein sehr jugendlicher Roman mit sympathischen Protagonisten, einer nicht unbedingt neuen Idee und einiger Vorhersehbarkeit. Trotzdem hat mich die Geschichte unterhalten und sie passt perfekt für einen lauen Sommerabend. Für die jugendliche Zielgruppe ein unterhaltender Liebesroman mit einer süßen Story.


Der Schatten meines Bruders - Tom Avery


    • Gebundene Ausgabe: 149 Seiten
    • Verlag: Beltz & Gelberg;  (3. Februar 2014)
    • ISBN-10: 3407820496
    • ISBN-13: 978-3407820495
    • Originaltitel: My Brother's Shadow
    • Genre: Jugendbuch



Beltz & Gelberg Kurzbeschreibung:

Kaias Bruder ist tot. Nichts mehr wie vorher. Nicht für Kaia und nicht für ihre Mutter, die in ihrer Trauer die Tochter aus den Augen verliert. Nur einer dringt noch zu Kaia durch: der wilde, stumme Junge, der neu an der Schule ist. Wo kommt der Junge her? Gibt es ihn wirklich? Langsam, sehr langsam fasst Kaia wieder Vertrauen zu ihren Freundinnen, die sie davon überzeugen, dass echte Freundschaften auch tiefe Krisen überwinden.

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Einmal um die Welt Challenge

Meine Meinung:
Dieses Jugendbuch habe ich bei Lurchi von Leselurchs Bücherhöhle entdeckt! Sie war ganz begeistert und hat eine wunderbare Rezi dazu geschrieben! Umso erstaunter war ich, als ich es auf der Büchereiseite entdeckte und ich mich beim nächsten Büchereibesuch gleich auf die Suche machte, ob es ausgeborgt war oder nicht. Und ich hatte Glück! Es war da und wartete anscheinend auf mich ;)

Ich lese ja eigentlich kaum Bücher dieser Altersklasse (12-15 Jahre) und auch nur wenige Jugendbücher, aber dieses Büchlein ist wirklich ein kleines Juwel. Es hat nur 150 Seiten, aber diese haben sehr viel Inhalt. Auch wenn mich der Schreibstil anfangs etwas irritierte und ich erst reinkommen musste in die Geschichte, fühlt man bereits zu Beginn diese furchtbare Starre in Kaia. Sie sagt über sich selbst, sie sei festgefroren. Festgefroren seit sie ihren Bruder Moses vor neun Monaten und zwölf Tagen tot in seinem Bett gefunden hat. Seitdem ist sie ein "Freak", wie Poppy, ein Mädchen aus ihrer Klasse sie nennt. Sie findet keinen Anschluss mehr....ihre Freunde sind nicht mehr ihre Freunde, ihre Mutter hat ihren Job verloren und greift lieber zur Flasche. Kaia's Leben ist von einen Tag auf den anderen wie erstarrt. Kai ist erstarrt...vor Trauer!

"Ich wandert' einsam wie die Wolke,
die treibt dahin in ihrer Höhe"
Seite 64

Das Buch ist in Kapitel unterteilt, die sich die 10 Lebensregeln nennen. Diese sind Erfahrungen, die Kaia im Laufe der Geschichte macht und die von ihrer Trauer, aber auch vom Weg zurück ins Leben erzählen. Als ein neuer Junge in die Klasse kommt, der ebenso ein "Freak" wie sie zu sein scheint, beginnt Kaia sich mit ihm anzufreunden. Der neue Schüler spricht nicht, ist zerlumpt und wild. Er ist ihr ein Freund...einer der zuhört. Durch ihn beginnt Kaia Stück für Stück wieder ins Leben zu finden und loszulassen. ...aber gibt es ihn wirklich?

Tom Avery erzählt hier eine Geschichte in der Ich-Form. So erleben wir die Gefühle von Kaia direkt mit und sehen ihr leben durch ihre Augen. Obwohl es ein Kinder- und Jugendbuch ist und auch so geschrieben wurde, ist es ebenso für Erwachsene ansprechend. Es gibt wenige Bücher, die das Problemthema Trauer so anrührig, aber dennoch nicht traurig beschreibt. Die Geschichte ist glaubhaft und realitätsnah.
Auch wenn sich die Beschreibung hier sehr pessimistsich und traurig anhört, zieht die Geschichte den Leser auf keinen Fall runter. Es ist eher eine berührende Geschichte voller Poesie und Freundschaft. Es geht um die Bewältigung der Trauer und darum sein Leben wieder in die Hand zu nehmen.


Cover:
Auch das Originalcover gefällt mir sehr gut...vielleicht sogar etwas besser, als das deutsche Cover. Kaia sieht ihren Bruder ab und zu als Erscheinung in einem Baum. Für Bäume interessiert sie sich außerdem sehr, da Moses ihr zum Geburtag ein Buch über Bäume geschenkt hat, das sie hütet wie ihren Augapfel.
So passen beide Cover sehr gut.....das Originalcover vielleicht sogar noch um einen Tick besser.


Schreibstil:
Der Schreibstil des Autor macht das Buch zu etwas besonderem. Es ist eine sprachlich wunderschöne Geschichte, die die Seele berührt. Man findet darin viele Zitate, die einem innehalten lassen und die man am liebsten sofort irgendwo niederschreiben möchte. Auf der anderen Seite ist der Schreibstil aber auch dem empfohlenen Lesealter angepasst.

Fazit:
Ein berührendes Buch über ein junges Mädchen und ihre Bewältigung der Trauer. Geschrieben mit viel Poesie und empfehlenswert für ältere Kinder, die sich mit dem Trauerprozess auseinandersetzen müssen.
Klare Leseempfehlung für Jung und Alt!


Die Auslese - Joselle Charbonneau


    • Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
    • Verlag: Penhaligon Verlag (26. August 2013)
    • ISBN-10: 3764531177
    • ISBN-13: 978-3764531171
    • Originaltitel: The Testing
    • Reihe: ja - Band 1
    • Genre: Dystopie, Jugendbuch

Amazon Kurzbeschreibung:
Sie wurden auserwählt, um zu führen - oder zu sterben Nach den verheerenden Fehlern der Vergangenheit war sich die Gesellschaft einig, dass nur noch die Besten politische Macht ausüben dürfen. Von nun an sollten die Psychologen darüber urteilen, in wessen Händen die Zukunft des Landes liegen sollte. So entstand die Auslese. Cia ist sechzehn und damit eine der Jüngsten, die zu den Prüfungen antreten, die darüber entscheiden, ob man für ein Amt geeignet ist. Zunächst ist sie von Stolz erfüllt – bis die erste Kandidatin stirbt! Jetzt breitet sich Angst aus, und Cia erkennt: Nur die Besten überleben …

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Chaos Challenge AGAIN

Buch zur Wir lesen dicke Dinger Challenge

Meine Meinung:
Die Hype um "Die Auslese"  und all die guten Rezensionen noch vor der Veröffentlichung der Geschichte gingen auch an mir nicht spurlos vorbei und umso überraschter war ich, als ich das Buch in der Bücherei fand. Natürlich nahm ich es sofort mit nach Hause, denn Dystopien lese ich sehr gerne.
Was mich erwarten würde, wusste ich noch nicht so recht, aber eigentlich bin ich positiv überrascht. Durch die "Überschwemmung" von Büchern aus diesem Genre, ist es auch für die Leser nicht so einfach zu differenzieren, denn welche Geschichte bringt hier wirklich etwas Neues und welche ist nur abgekupfert? Und so erinnerte mich auch gleich der Beginn an "Die Auswahl" und an "Die Bestimmung", der Rest etwas an Panem. Tja, so einfach ist es hier wohl auch nicht mehr etwas ganz Neues zu kreieren.

Malencia, genannt Cia, lebt in der Five Lakes, einer relativ kleine Kolonie von vielen im "Vereinigten Commonwealth", die nach dem verheerenden Krieg gegründet wurden. Schon seit Jahren wurden aus Five Lakes keine Schüler mehr nach Tosu Stadt zur Auswahl geschickt, doch diesmal sind es gleich vier: Cia, Tomas, Malachi und Zandri. Nur die Besten, wie Cia's Vater, dürfen daran teilnehmen und gelangen nach einer Aufnahmeprüfung in die Universität. Vor ihrer Abreise warnt er sie noch keinem zu vertrauen!
Zu Beginn sind alle euphorisch und der Test beginnt mir schriftlichen Prüfungen in verschiedenen Fächern. Alle Prüflinge erhalten eigene Armbänder, um sie in einzelne Gruppen mit bestimmten Fähigkeiten zu unterteilen. Doch schon bald tauchen einige Mitstreiter nicht mehr auf oder sind tot, denn wer die Prüfungsfragen nicht richtig beantwortet hat unweigerlich den Tod zu fürchten....

Geschildert wird das Geschehen aus Sicht von Cia in der Ich-Perspektive. Man steckt sozusagen als Leser in ihrer Haut und fragt sich immer wieder: Wen darf ich trauen und wen nicht?
Cia ist eine sehr toughe junge Frau und einige ihrer Handlungen finde ich für eine 16-jährige, auch wenn sie noch so gescheit ist, doch etwas übertrieben. Sie weiß alles und kann alles, während alle anderen in die gestellten Fallen tappen. Natürlich muss hier unsere Hauptprotagonistin überleben und allen Widrigkeiten zum Trotz im kontaminierten Land einen Weg finden durchzukommen, sonst würde es keinen zweiten und voraussichtlichen dritten Teil mehr geben. Stellenweise wurde hier auch die Brutaliät aus Panem übernommen, denn die Welt, die die Autorin hier darstellt, ist teilweise sehr erschreckend. Trotzdem fand ich die Geschichte ab dem Zeitpunkt der Ankunft in Tosu City als spannend erzählt und wollte unbedingt wissen, wie es weiter geht und welche Prüfungen Cia noch bevorstehen.

Die kleine Liebesgeschichte zwischen Cia und Tomas empfand ich gerade richtig dosiert, denn an Dystopien mag ich eigentlich die Spannung und den Nervenkitzel und nicht romantische Einlagen, wie bei "Die Auswahl", die für mich die absolut schlechteste Reihe in diesem Genre ist.

Cover:
Das Cover hat mich angezogen und abgestoßen. Ich finde es eher passend für einen Krimi oder Thriller. Das Bild erinnert mich viel zu sehr an Model-Castingserien im TV, andererseits war es einmal was anderes und ein kleiner Eyecatcher. Ich kann mich nicht entschließen, ob ich es mag oder nicht ;)


Schreibstil:
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und leicht und sehr spannungsgeladen. Einige kleine Logikfehler schmälern den Lesefluss nicht wirklich. Die Charaktere haben mich zweigespalten zurückgelassen. Cia ist dominant und wurde sehr gut beschrieben. Ich lebte mit ihr mit, während die anderen Figuren teilweise ein bisschen blass blieben.

Fazit:
Ein gelungener Auftakt einer weiteren Dystopiereihe, die viel an Panem erinnert. Jedoch lässt das Ende des ersten Bandes auf etwas ganz Neues im Folgenband hoffen. Band 2 wird definitiv von mir gelesen werden!



Wir beide, irgendwann


    • Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
    • Verlag: cbt (27. August 2012)
    • ISBN-10: 357016151X
    • ISBN-13: 978-3570161517
    • Originaltitel: The Future of Us
    • Genre: Jugenbuch

Amazon Kurzbeschreibung: 
Im Mai 1996 bekommt die 16-jährige Emma ihren ersten Computer geschenkt. Mithilfe ihres besten Freunds Josh loggt sie sich ein und gelangt zufällig auf ihre eigene Facebook-Seite – 15 Jahre später. Geschockt stellt sie fest, dass sie mit 31 Jahren arbeitslos und unglücklich verheiratet sein wird. Josh hingegen, bislang alles andere als ein Frauenheld (der erst kürzlich von Emma einen Korb bekommen hat), wird das hübscheste Mädchen der ganzen Schule heiraten und zudem seinen Traumjob ergattern. Emma ist jedoch nicht gewillt, sehenden Auges in ihr Unglück zu laufen. Um das Zusammentreffen mit dem Jungen zu verhindern, der sie später mal unglücklich machen wird, beginnt sie, bewusste Änderungen in der Gegenwart herbeizuführen. Doch der Versuch, in ihr Schicksal einzugreifen und dadurch ihr künftiges Facebook-Profil zu verändern, setzt eine fatale Kettenreaktion in Gang


Meine Bewertung: * * *

Buch zur Chaos Challenge AGAIN

Meine Meinung:
Als das Buch herauskam und ich die tollen Rezis las, wollte ich es eigentlich gleich lesen, denn das Thema gefiel mir einfach total gut! Außerdem hatte es ja auch etwas von Zeitreise...;)
Leider dauerte es viel zu lange, bis ich es jetzt endlich zur Hand nahm und zu lesen begann....und nun bin ich leider doch etwas enttäuscht.
Irgendwie hatte ich mir einfach viel mehr erwartet, wobei ich ja auch nicht vergessen sollte, dass diese Geschichte für Juguendliche geschrieben ist und ein Empfehlungsalter von ~ab 12~ hat. Vielleicht gefällt es meiner Tochter besser, die genau in diesem Jahr, nämlich 1996, geboren ist. Somit falle ich ja gänzlich aus der Zielgruppe....ähm;)....aber wie gesagt, hatte es mir das Thema echt angetan und es gibt hier ja einige Damen über 30 oder 40, die Jugendromane lesen......(nur so zur Verteidigung....lach) Und beim Lesen erinnerte ich mich wieder an die Zeiten, als wir noch ein Modem hatten und man nur telefonieren oder im Internet surfen konnte.....Gott sei Dank sind diese Zeiten vorbei!!!

Die Hauptprotagonisten sind Emma und Josh, die seit ihrer Kindheit befreundet sind und in derselben Straße wohnen. Als Josh Emma erklärt, dass er in sie verliebt ist, pausiert diese Freunschaft allerdings eine Weile.
Beide sind zu verunsichert, vorallem Josh, dem Emma einen Korb gegeben hat.
Erst als diese von ihrem Vater einen Computer geschenkt bekommt und Josh  ihr eine CD von AOL vorbeibringt, die plötzlich unter Favoriten ein gewisses "Facebook" abgespeichert hat, ändert sich das wieder. Denn als sich Emma dort einloggt, findet sie plötzlich ein Foto von ihr, auf dem sie 15 Jahre älter  und anscheinend unglücklich verheiratet ist. In ihrer Freundesliste befindet sich auch Josh, der überraschenderweise mit dem beliebtesten Mädchen der Schule verheiratet ist und einen tollen Job hat. Daraufhin will sie ihre Zukunft verändern und weiht auch Josh in ihr Geheminis ein. Dieser ist nun nicht gerade damit einverstanden, dass Emma ihre Zukunft ändern will.....wird doch damit auch seine Eigene beeinflusst.

Der Schreibstil ist nett und flüssig zu lesen, die Kapitel sind so aufgeteilt, dass einmal Emma und einmal Josh aus ihrer/seiner Sicht erzählen. Ab und zu schwelgt man in Erinnerungen an die Neunziger und teilweise kam auch der Humor nicht zu kurz, aber im Großen und Ganzen war die Geschichte flach. Ein wenig mehr Tiefe hätte dem Schreibstil und dem Buch gut getan.

Die Charaktere der beiden Hauptprotagonisten fand ich leider etwas zu unreif, vorallem Emma, die laufend irgendeine Beziehung zu einem Jungen hatte oder suchte. Die große Liebe nahm ich ihr deshalb nicht wirklich ab. Neben den Versuchen von Emma sich durch bestimmte Handlungen in der Gegenwart die Zukunft zu verändern und dem täglichen checken von Facebook tat sich leider nicht wirklich viel in dieser Geschichte. Für mich plätscherte sie einfach nur so dahin, ohne wirkliche Höhen und Tiefen. Schade, denn ich hatte mir wirklich viel erwartet von diesem Jugendbuch.
Positiv ist jedoch wieder die Botschaft, die die beiden Autoren hier rüberbringen wollen und dies ihnen auch ganz gut gelingt. Trotzdem bleibt die Geschichte ohne Tiefgang.


Fazit: Eine nette Geschichte, von der ich viel mehr erwartet hatte. Gute Grundidee, die viel besser umgesetzt hätte werden können. Ganz nett zu lesen, aber nicht mehr und nicht weniger...


 
 

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