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Das Falsche in mir - Christa Bernuth



    • Broschiert: 352 Seiten
    • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. Januar 2014)
    • ISBN-10: 3423249927
    • ISBN-13: 978-3423249928
    • Genre: Thriller


Amazon Kurzbeschreibung: 
Lukas Salfeld, 50, führt ein ganz normales Leben. Niemand ahnt, dass er als Jugendlicher im Gefängnis saß, weil er seiner damaligen Freundin Marion die Kehle durchgeschnitten und ihr post mortem tiefe Messerstiche beigebracht hatte. Viele Jahre gelingt es ihm, seinen kranken Trieb zu bekämpfen. Eines Tages begegnet er einem Mädchen, das seiner toten Freundin auf fatale Weise ähnlich sieht. Seine gefährlichen Fantasien gewinnen immer mehr die Oberhand. Zeitgleich wird ein totes Mädchen aufgefunden, das auf dieselbe Weise wie damals Marion ermordet wurde. Die ermittelnden Kommissare entdecken schnell die Parallelen zum früheren Mordfall. Um einer Verhaftung zu entgehen, taucht Salfeld unter – mit dem kühnen Plan, als Gejagter selbst zum Jäger zu werden, um die Spur des Mörders aufzunehmen. Doch was, wenn er dabei sich selbst überführt? Denn an die Mordnacht hat Salfeld keinerlei Erinnerung...

Meine Bewertung: * * 

Buch zur Einmal um die Welt Challenge

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Deutschen Autoren Challenge


Meine Meinung:
Im Rahmen der SuB-Thrill-Kill-Challenge bei Steffis Bücherbloggeria
haben wir diesen Thriller der Autorin Christa Bernuth gelesen.
Und ich bin wirklich froh, dass ich nicht die Einzige in der Runde war, die solche Schwierigkeiten mit diesem Buch hatte! Schon lange habe ich keinen so wirren Roman mehr gelesen. Nach dem ersten Abschnitt war ich stark am Überlegen, ob ich nicht auch dieses Buch abbrechen sollte.
Ich habe dann ein anderes Buch dazwischen gelesen und danach hatte ich komischer Weise nicht mehr ganz so viele Schwierigkeiten mit dem Schreibstil und der wirren Story.

Dabei ist der Klappentext doch sehr vielversprechend: Ein ehemaliger Mörder, wieder in die Gesellschaft integrierter Familienvater und Geschäftsmann, wird durch ein Mädchens, das ihn an seine ehemalige Freundin Marion erinnert, die er ermordet hat, anscheinend rückfällig. Black Out's und wirre Fantasien quälen ihn und lassen ihn an seinem Verstand zweifeln. Und dann verschwinden plötzlich zwei Mädchen hintereinander und werden ermordet aufgefunden. Die Leichen weisen ähnliche Merkmale auf, wie damals bei Marion. Als Lukas Vergangenheit aufgerollt wird und er für den Mörder der Mädchen gehalten wird, flüchtet er und versucht selbst der Sache auf den Grund zu gehen.

Schreibstil:
Wie schon erwähnt hatte ich große Schwierigkeiten in die Geschichte reinzukommen. Die Handlung wird aus Lukas Sicht in der ersten Person und in der Gegenwartsform erzählt. Dazu kommen noch Tagebucheinträge der ermordeten Freundin und in kursiver Schrift Ereignisse eines Mädchens in Gefangenschaft. 
Es gibt einiges an Perspektivenwechsel, der für mich einige Male nicht ganz durchschaubar war. Ebenso verstrickt in die Geschichte scheint die Ermittlerin Sina zu sein, deren Vergangenheit mit den Morden der Mädchen im Zusammenhang zu stehen scheint.

Es war mir leider auch niemand der Personen in diesem Thriller sympathisch. Alle blieben irgendwie farblos und nicht greifbar. Die Ereignisse waren manchmal zu konstruiert und unglaubwürdig, genauso wie am Ende die Auflösung.
Mehr will ich hier gar nicht mehr dazu sagen.....für mich war es definitiv kein Buch, das mir gefallen hat. Allerdings hat es eine der Mitleserinnen für gut befunden und ich freue mich immer wieder, dass wir alle einen unterschiedlichen Lesegeschmack haben!

Fazit:
Dieser Thriller konnte mich leider überhaupt nicht fesseln, noch überzeugen. Wirr, zu konstruiert und unglaubwürdig mit blassen Charakteren.


Der Fluch der Zuckerinsel - Nora Berger


    • Gebundene Ausgabe: 464 Seiten
    • Verlag: Bookspot Verlag (Juli 2014)
    • ISBN-10: 3937357998
    • ISBN-13: 978-3937357997
    • Genre: Historischer Roman

Bookspot Kurzbeschreibung (gekürzt): 
Insel Martinique, Anfang des 19. Jahrhunderts: Annabelle und Léon lieben sich. Doch ihre Familien, reiche Zuckerrohr-Plantagenbesitzer, sind verfeindet und gegen eine Verbindung. Sklavenaufstände erschüttern die Insel, die nur ein scheinbares Paradies ist. Léon, der in Paris sein Medizinstudium abschließen will, erleidet Schiffbruch und gilt als verschollen. Annabelle, die nach einem leidenschaftlichen Abschied ein Kind von ihm erwartet, erfährt, dass die elterliche Plantage verschuldet ist. Sie ist gezwungen, den reichen Sklavenhändler Ramazon zu heiraten. Ein böser Fluch scheint über ihr und Léon zu liegen, trotz des schützenden Amuletts ihrer Sklavin Leila, der Tochter einer Mambo-Priesterin.

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Einmal um die Welt Challenge

Buch zur Deutschen Autoren Challenge

Buch zur ABC Challenge

Meine Meinung:
Im Rahmen einer Leserunde bei Lovelybooks durfte ich den äußerst spannenden historischen Roman der Autorin Nora Berger lesen. Ich habe oben die Inhaltsangabe gekürzt, da sowohl amazon als auch Bookspot fast den ganzen Inhalt preisgeben!
Wer sich also noch überraschen lassen will, sollte keine der Kurzbeschreibungen lesen!


Zwei der größten Plantagen auf der karibischen Insel Martinique - zwei verfeindete Familien: die Castellins und die de Montargis. Wie schon bei Shakespeare's Romeo und Julia (man beachte dieselben Initialen des Nachnamens!) lieben sich auch hier die Kinder der beiden Großfamilien: Annabelle Castellin und Leon der Montargis.
Während Leon bereits zu Beginn des Romans nach Frankreich aufbricht um sein Medizinstudium zu beenden, werden die Zustände auf der Insel immer schlimmer. Sklavenaufstände und Übergriffe auf die reichen Plantagenbesitzer lassen die reichen Grundherren vor Sorge noch härtere Maßnahmen gegen die Sklaven ergreifen. Bald darauf wird der grausame Aufseher der Planatage der Castellins ermordet aufgefunden. Alles sieht nach einem Übergiff der Sklaven aus, doch die beiden verfeindeten Familien beschuldigen sich gegenseitig. Während Annabelle auf ein Lebenszeichen von Leon hofft, der Schiffbruch erlitten hat, verlangt die Familie von ihr, dass sie den reichen Plantagenbesitzer und Sklavenhändler Ramazon heiratet, damit die in Schwierigkeiten steckende Plantage gerettet werden kann.
Als der ältere Bruder von Leon, Albert, der mehr dem Alkohol und den Prostituierten zuspricht als der Aufsicht der Plantage, Annabelles Vater schwer verletzt, kommt es zum endgültigen Bruch. Die Liebe der beiden scheint auswegslos. Nur Emilie, Leons Schwester, bleibt Annabelle eine gute Freundin.
Nach dem Tod des Vaters versucht Pierre, Annabelles Bruder, die Plantage zu retten. Doch ein böser Fluch scheint über den beiden Familien zu liegen. Hilft dagegen das Amulett von Annabelles Sklavin Leila, der Tochter einer Mambo-Priesterin ?

Man taucht sofort in die Geschichte ein, die die Autorin sehr spannend geschrieben hat. Die Sklavenaufstände, die napoleonischen Kriege in Europa und die schwelende Unruhe schildert Nora Berger sehr lebhaft. Auch geschichtlich wurde hier sehr gewissenhaft recherchiert und auch im Roman erwähnt, wie z. Bsp. die Abschaffung der Sklaverei während der Französischen Revolution, die von Napoleon wieder eingeführt wurde und hier auch als einer der Gründe für die Unruhen angegeben wurde. Auch der Aberglaube und Voodoo komment dabei nicht zu kurz.
Während der erste Teil des Buches in Martinique spielt, geht es im zweiten Teil in Paris weiter. Auch dort werden die Zustände nicht beschönigt und die Gegensätze zwischen Arm und Reich werden auch in der europäischen Metropole hervorgehoben. Annabelle, die reiche und verwöhnte Tochter eines Plantagenbesitzers, lernt hier die Armut kennen.

In diesem Buch wimmelt es nur so von Schicksalschlägen und die meisten "meiner" Thriller, die ich bis jetzt gelesen habe, habe nicht so viele Tote zu bieten, wie dieser historische Roman. Die Autorin meinte dazu, dass sie nichts beschönigen wollte und in dieser Zeit eben viele Menschen aufgrund von Krankheiten, Tod im Kindbett oder durch Aufstände ums Leben gekommen sind.


Schreibstil:
Die Autorin hat einen sehr bildhaften Schreibstil. Die Schauplätze in der Karibik und in Frankreich werden wunderbar beschrieben. Man fühlt sich fast "vor Ort". Der Roman ist sehr flüssig geschrieben, lässt sich leicht lesen und wurde historisch gut recherchiert. Die Charaktere sind sehr lebendig. Einige davon sind jedoch sehr stereotyp.

Cover:
Das Cover muss ich auch nochmals extra hervorheben, denn ich finde es wirklich schön und passend zu einem historischen Roman, der in der Karibik spielt.

Fazit:
Ein spannender historischer Roman rund um Sklavenaufstände und Aberglauben, sowie den Gegensätzen zwischen Arm und Reich.  Lebendige Charaktere und bildhaften Beschreibungen runden die, mit vielen Toten bereichernde Geschichte ab.


 Vielen Dank an Lovelybooks und an die Autorin Nora Berger für die aufschlussreiche Leserunde!

Maroni, Mord und Hallelujah - Manfred Baumann


    • Broschiert: 244 Seiten
    • Verlag: Gmeiner, A; Auflage: 1 (1. Oktober 2014)
    • ISBN-10: 3839215889
    • ISBN-13: 978-3839215883
    • Genre: Krimi, Kurzgeschichten

Gmeiner Kurzbeschreibung: 

Weihnachten hat sich Kommissar Merana anders vorgestellt. Dass er mitten auf dem berühmten Salzburger Christkindlmarkt plötzlich dem Christkind gegenübersteht, passt ja noch ganz gut zur weihnachtlichen Idylle. Aber dass dieses Christkind mit einer Pistole auf ihn zielt, stört den Weihnachtsfrieden doch erheblich. Und schon ist der Kommissar unfreiwilliger Hauptdarsteller einer aberwitzigen Rallye durch das weihnachtliche Salzburg, mit grimmigen Schiachperchten und verschwundenen Erzengeldarstellern.

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Einmal um die Welt Challenge

Buch zur Deutschen Autoren Challenge

Buch zur Jahreszeiten Cover Challenge

Meine Meinung:
Seit dem Krimi "Drachenjungfrau" schaue ich nach weiteren Büchern von Manfred Baumann aus. Sein Schreibstil und besonders die interessante Beschreibung des Brauchtums ins Salzburg gefallen mir ausgesprochen gut. So habe ich mich sehr gefreut, als ich beim Weltbild Verlag seinen Weihnachtskrimi gewonnen habe. Natürlich stand der nun in der Adventzeit auf dem Programm.

Leider habe ich allerdings gleich etwas zu bemängeln: Nirgends wurde ich fündig, dass es sich hier nicht um einen Roman, sondern um vier Kurzgeschichten handelt! Der beschriebene Inhalt bezieht sich alleine auf die erste Geschichte in diesem Buch, das auch den Titel trägt. Danach folgen weitere drei Kurzgeschichten mit den Titeln: Otmar und die Weihnachtskekserlfee, Stern.Taler.Kind und Raunacht. Alle vier weihnachtlichen "Mordsgeschichten" haben mich gut unterhalten, auch wenn ich eigentlich kein Kurzgeschichtenfan bin. Nun fällt es mir auch etwas schwer dieses Buch, das eigentlich vier Geschichten beinhaltet zu rezensieren, denn ich will ja nirgends zu viel verraten....

In jeder Geschichte spielt Kommissar Merana oder einer seiner Kollegen die Hauptfigur.
In der ersten Geschichte "Mord, Maroni und Hallelujah" verfolgt Merana das Christkind, welches am Salzburger Christkindlmarkt jemanden angeschossen hat. Es gestaltet sich eine Verfolgungsjagd durch Punschhütten und gipfelt bei einem Krippenspiel.

In der zweiten Geschichte "Otmar und die Weihnachtskekserlfee" wird Abteilungsinspektor Otmar Braunberger unfreiwillig Teilnehmer der im TV ausgestrahlten Sendung "Salzburg sucht die Weihnachtskekserlfee". Während der Sendungsübertragung kommt es zu einem Zwischenfall: Einer der Kekserlkoster (Juroren)  krümmt sich schmerzverzerrt und kippt bewusstlos vom Stuhl. Abteilungsleiter Braunberger ermittelt.....

Die dritte Geschichte "Stern.Taler.Kind" erzählt von einem kleinen Jungen, der sich mit seinem Laserschwert abends auf Abenteuer begibt; einem kleinen Mädchen, das ihre Eltern im Feuer einer Fabrik in Pakistan verloren hat, einem jungen Burschen, der ganz besondere Krippenfiguren verkauft und einen LKW Fahrer. Alle diese Menschen sind Handlung einer kleinen Kriminalgeschichte und miteinander verstrickt.

Und die letzte Geschichte "Raunacht" handelt von den Raunächten. Dies sind einige Nächte vom 21. Dezember anfangend bis zum Jahreswechsel, denen oft besondere Bedeutung zugemessen wird und die bis heute für Wahrsagungen und Mythologien bedeutend sind. Diesen Bräuchen ist ein italienisches Fernsehteam auf den Spuren bis sich eines der Orakel erfüllt und der erste Ermordete gefunden wird.

Alle vier Mordsgeschichten sind sehr flüssig erzählt und binden viel Brauchtum mit ein. Einige sind witzig, die anderen stimmen nachdenklich. Mir haben alle vier sehr gut gefallen und finde sie passend für die Vorweihnachtszeit.

Fazit:
Wer mörderische Kurzgeschichten mag, die in der Adventzeit spielen, hat hier das richtige Buch gefunden. Mich hat es unterhalten und die Vorweihnachtszeit ein bisschen kriminalistisch versüßt.


Vanoras Fluch - The Curse 1- Emily Bold



    • Taschenbuch: 300 Seiten
    • Verlag: Books on Demand; Auflage: 1 (5. November 2014)
    • ISBN-10: 3738608192
    • ISBN-13: 978-3738608199
    • Genre: All-Age Roman, Fantasy


Amazon Kurzbeschreibung:

„Hältst du es für vernünftig, bei mir zu sein?“ Seine Worte waren leise, beinah geflüstert und seine Haltung war angespannt. „Nein. Das ist sogar das Unvernünftigste, was ich je getan habe“, gestand ich. Samantha hat genug von den Jungs ihrer Higschool – und besonders von Herzensbrecher Ryan. So nimmt sie das Angebot ihres Lehrers an, die Ferien im fernen Schottland zu verbringen. Kaum bei ihrer Gastfamilie angekommen, wird sie von den Sagen und Mythen des Landes in den Bann gezogen. Als sie dann auch noch den geheimnisvollen Schotten Payton kennenlernt, beginnt das größte und gefährlichste Abenteuer ihre Lebens …

Meine Bewertung: * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Einmal um die Welt Challenge

Deutsche Autoren Challenge

Meine Meinung:
The Curse - Vanoras Fluch ist wieder ein Buch, das irgendwie aus meinen normal gelesenen Genres heraussticht, trotzdem stand es schon länger auf meiner Wunschliste. Es ist meiner Meinung nach eine Mischung aus romantischer Fantasy, einem Jugend-, als auch einen historischen Roman.
Auf Lovelybooks eröffnete Niob eine Leserunde für Leserinnen, die das Buch bereits auf dem SuB haben, doch dann meldete sich die Autorin und stellte noch weitere Exemplare für eine Leserunde zu Verfügung. Wie toll!!! Und ich war eine der Gewinnerinnen, die noch ein Printexemplar für die Leserunde erhalten haben!
Den meisten Bloggern wird das Buch noch mit dem alten Cover in Erinnerung sein (wie auch mir). Emily Bold meinte dazu, dass es zu sehr an einen Vampirroman erinnerte....deswegen die Änderung.

Worum geht es in Vanoras Fluch? Beim Entrümpeln des Dachbodens ihrer verstorbenen Großmutter findet Samantha, genannt Sam, ein altes Medaillon mit einem gälischer Schriftzug, der teilweise schon verblasst ist,  und ein Notizbuch. Sie nimmt Beides mit nach Hause und schenkt ihnen keine große Beachtung mehr. Nur das Medaillon trägt sie dann doch als Erinnerung.
Im anschließenden zweiten Kapitel, das in der "alten Printversion" anscheinend der Prolog des Buches ist, werden wir nach Schottland ins Jahr 1740 zurückversetzt. Dort erleben wir einen gemeinsam verübten Überfall der beiden Clans der Stuarts und McLeans auf die Burg des Cameron Clans. Kein Burgbewohner überlebt das Massaker. Bevor die Angreifer jedoch den Sieg feiern können erscheint eine alte Frau, die einen geheimnisvollen Fluch ausstößt.
Zurück in der Gegenwart wird Sam auf einen Schüleraustausch nach Schottland geschickt. Als sie bei ihrer Gastfamilie ankommt hat sie seltsame Träume und wird kurze Zeit später von einem Motorradfahrer beinahe überfahren. Dieser junge Mann, Payton, läuft ihr immer wieder über den Weg und bald fühlt sie sich immer mehr zu ihm hingezogen. Doch Payton hütet ein Geheimnis.....

Die Kapitel, die sich um Samantha drehen, werden in der Gegenwart und in der Ich-Perspektive erzählt. Man erlebt so ihre Gefühle und Gedanken hautnah mit. Die restlichen Kapitel werden in der 3. Person geschildert.
Zu Beginn ist die Geschichte sehr teenielastig. Mit dem Wechsel nach Schottland wird es jedoch spannend und man fragt sich immer wieder welches Geheimnis Payton verbirgt. Das Medaillon ihrer Großmutter spielt anscheinend auch eine wichtige Rolle, denn es wird heiß, sobald Sam in Paytons Nähe kommt.

Die Beschreibungen und  Rückblenden in das alte Schottland lassen den Leser an der Geschichte Schottlands und an den Fehden zwischen den einzelnen Clans teilhaben. Ein bisschen erinnert es auch an eine Jugendversion von Diana Gabaldons Zeitreiseepos, jedoch mit anderen Themen. Aber alleine Schottland und Highlander lassen mein Herz höher schlagen ;)
Jedoch kann Emily Bolds Buch nicht mit Diana Gabaldon mithalten bzw. hat es auch eine andere Ziel- und Altersgruppe und man sollte es auch nicht vergleichen. Was mir gut gefallen hat war der Schreibstil und die Rückblenden ins Schottland des 18. Jahrhunderts. Man wurde richtig in diese Zeit zurückversetzt. Die Liebesgeschichte war teilweise etwas kitschig, doch ich denke ich bin hier nicht unbedingt ein Maßstab, da ich Liebesromane mit kleinen Kitschmomenten bevorzuge und Schmachtfetzen gar nicht leiden kann! Es muss einfach authentisch und real bleiben.....
Der Teil aus der Gegenwart hat mir weniger gut gefallen und besonders der Schluss war dann nicht ganz meins. Es wurde zwar sehr spannend, aber eigentlich hätte das Buch abgeschlossen werden können....gäbe es nicht einen kleinen Umschwung und einen Cliffhanger, der erkennen lässt, dass die Geschichte weitergeht.
Trotzdem konnte mich die Geschichte fesseln und unterhalten und bis auf ein paar kleine Schwächen fand ich es kurzweilig und packend.

Cover:


Das Cover ganz links ist jenes, das ich oben angesprochen habe. Das rechte Cover wurde nur kurze Zeit verkauft.

Informationen zur Reihe
  1. Vanoras Fluch
  2. Im Schatten der Schwestern
  3. Das Vermächtnis
Am Ende des Buches gibt ein Personenverzeichnis, sowie ein gälisches Wörterbuch.

Fazit:
Eine Mischung aus romantischer Fantasy, einem Jugend- und historischem Roman....zusammen macht es eine kurzweilige Geschichte mit kleinen Schwächen.






Mein Dank geht an Lovelybooks für die Leserunde und ganz besonders an Emily Bold für das Buch und die Goodies und die interessante Leserunde! Im Schatten der Schwestern wird sicher bei mir einziehen!

Wem die Glocke schlägt - Peter Kimeswenger


    • Taschenbuch: 152 Seiten
    • Verlag: Styria Premium (27. August 2014)
    • ISBN-10: 3222134790
    • ISBN-13: 978-3222134791
    • Genre: Krimi

Amazon Kurzbeschreibung: 
In einem aufgelassenen Weinkeller in der mittelalterlichen slowenischen Hafenstadt Piran wird ein Investmentbanker erhängt aufgefunden. Der österreichische Kriminalpolizist Karl Heber, der sich hier im Ruhestand den Traum von Haus und Boot erfüllt hat, macht sich auf Spurensuche. Mitunter raue See und raue Sitten bilden die Kulisse für dunkle Geschäfte, dubiose Machenschaften und verwobene Familienstrukturen. Heber kämpft gegen Bürokratie, Einfältigkeit und Zentralismus. Und er beweist: Ein Selbstmord kein solcher sein.

Meine Bewertung: * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Einmal um die Welt Challenge

Buch zur Deutsche Autoren Challenge

Meine Meinung:
Diesen Krimi aus dem Styria Krimi Verlag habe ich von "Literaturtest" als Reziexemplar zur Verfügung gestellt bekommen. Vielen Dank!
Der österreichische Autor und Journalist Peter Kimeswenger entführt den Leser in seine eigene Heimat: seine alte und seine neue. Klagenfurt in Österreich auf der einen Seite, Piran in Slowenien auf der anderen Seite. Und hier kam auch das "Zauberwort" ins Spiel, warum ich dieses Buch lesen wollte: Piran.
Der letzte und westlichste Zipfel von Slowenien, dem einzigen Meerzugang mit den Nachbarstädten Koper und Izola, aber das glamouröste der drei Städtchen auf diesem Fleckchen Erde, hat auch mich begeistert. Hier sah ich das erste Mal das Meer! Ich war damals 14 Jahre alt und ich werde diesen Moment nie vergessen. Vor sieben Jahren war ich wieder dort - gemeinsam mit meiner Familie und einer lieben Freundin aus Slowenien. Piran fasziniert mich noch immer und so kann ich auch sehr gut verstehen, warum sich der Autor hier im Ruhestand niedergelassen hat.

Auch im Krimi geht es um den Polizisten Karl Heber aus Klagenfurt, der sich seinen Traum erfüllt und sich ein Häuschen in Piran gekauft hat. Hier will er seinen letzten Lebensabschnitt verbringen. Doch auch in Rente verfolgt ihm Mord und Totschlag. In einem Weinkeller wird ein Investmentbanker erhängt aufgefunden. Auf dem Tisch vor ihm eine schwarze Kerze und eine Glocke, die leise läutet. Selbstmord heißt es. Doch kurz darauf erhält Heber einen Anruf von Antonella Lupini, einer Anwältin. Vor Jahren standen sich die Beiden bei einem Prozess gegenüber, doch nun bittet sie Karl um Hilfe. Der Tote aus dem Weinkeller ist ihr Zwillingsbruder Angelo und Antonella glaubt nicht an die Selbstmordtheorie. Helber verspricht ihr nachzuforschen und bald ist auch er sich sicher, dass es sich hier um keinen Selbstmord handelt.

Die Krimihandlung im sehr dünnen Büchlein ist nicht wirklich der Hauptstrang bzw. kann man das Buch auch als "ruhigen Krimi" beschreiben. Mir kam oft vor, als ob die ausführlichen Beschreibungen, wie man sich auf einem Boot zu verhalten hat oder welche Vorzüge welche "Nussschale" hat, oft mehr hervorgehoben wurde. Auch die Besuche in Kaffeehäuser und Restaurants nahmen einiges an Seiten ein. Mir fing oft der Magen zu knurren an ;) Der Fall wurde irgendwie so nebenbei gelöst, wo ich zugeben muss, dass mich die raschen Schlussfolgerungen des Ex-Polizisten oft überrascht aufblicken ließen. Jede Spur, die er verfolgte, führte ihn ans Ziel...auch wenn es am Ende des Buches doch ein bisschen rasanter wurde...allerdings nur ein bisschen.
Die Spannung habe ich hier etwas vermisst. Weniger Beschreibungen der Schifffahrt hätten mir besser gefallen, aber wahrscheinlich deshalb, weil ich damit auch nicht wirklich etwas anfangen kann.

Positiv anmerken möchte ich die ausführliche Beschreibung der Eigenheiten der Menschen im Dreiländereck Italien-Slowenien-Österreich. Man spürt hier immer wieder durch, dass diese Gegend früher zu Österreich gehörte, jedoch durch die südliche Landschaft, dem Meer und die Verbundenheit der Menschen zu ihren Bräuchen und ihrer Sprachen geblieben ist...egal, ob in Italien oder Slowenien lebend. Die Eigenheiten jeder kleinen Region und der Sprache, die auch heute teilweise in Kärnten noch gesprochen wird, vermittelt im Buch eine Art kleine grenzübergreifende Völkerverständigung.

Schreibstil:
Den Schreibstil fand ich flüssig und gut zu lesen. Allerdings konnte ich mich nicht wirklich in die dargestellten Personen "hineinfühlen" und der Überhang an Beschreibungen über Fischfang und Boote im Allgemeinen fesselte mich nicht wirklich. Dafür konnte der Autor mit der bildhaften Erzählung der Landschaft und der Orte der Region punkten.

Fazit:
Ein sehr leiser Krimi mit viel Lokalkolorit. Die Spannung blieb meiner Meinung leider auf der Strecke. Die Charaktere waren teilweise blass, aber die Beschreibungen der Landschaft, der Bräuche und Eigenheiten der Menschen in diesem Dreiländereck ist gelungen.


Vielen Dank an Frau Güttler von Literaturtest für das Reziexemplar!

Kölsch & Spätzle - Anette Judersleben



    • Taschenbuch: 416 Seiten
    • Verlag: Edition Ecrilis; Auflage: 2., überarbeitete Fassung (23. August 2013)
    • ISBN-10: 3944554264
    • ISBN-13: 978-3944554266
    • Genre: Liebesroman


Amazon Kurzbeschreibung:

Ein spießiger Schwabe ist sein neuer Partner? Florian Wenzel, der coolste Polizeikommissar des Rheinlands ist entsetzt. Ihr erster gemeinsamer Fall führt sie ausgerechnet in die Karnevalsszene, doch was die beiden unterschiedlichen Männer dabei erleben, wird zum Anstoß einer sich rasch entwickelnden, tiefen ehrlichen Freundschaft. Der Kontakt mit Frank Scheuerle und dessen Familie verändert Florian und eines Tages begegnet er Kerstin, der Schwester seines Partners. Die selbstbewusste Innenarchitektin aus Stuttgart und er verlieben sich auf Anhieb ineinander. Durch ein gegenseitiges Missverständnis dauert es jedoch geraume Zeit, bis aus ihnen ein Paar wird. Eine leidenschaftliche Fernbeziehung beginnt, die Monate später ein abruptes Ende findet, weil beide unterschiedliche Vorstellungen von einer gemeinsamen Zukunft haben. Eine Versöhnung scheint für immer ausgeschlossen, bis Kerstin eine gewagte Entscheidung trifft, die alles ändert.

Meine Bewertung: wunderbare * * * * undeinhalb

Buch zur Deutschen Autoren Challenge

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Einmal um die Welt Challenge

Meine Meinung:
Ein Liebesroman so richtig nach meinem Geschmack: nicht zu kitschig, realitätsnah und auch wirklich amüsant. Ich bin bei Liebesgeschichten immer etwas vorsichtig, denn zu schnulzig darf es bei mir auf keinen Fall sein! Realistisch sollte es auch rüberkommen und von zigtausenden Zufällen halte ich auch nicht viel. So hat dieser Debütroman von Anette Juderleben genau ins Schwarze getroffen! Besonders jetzt in der Adventzeit lese ich lieber kuschelige Liebesromane, statt meine Thriller! Doch auch hier steckt ein kleines bisschen Krimi drinnen...jedenfalls zu Beginn. Und es geht ja auch um Polizeibeamte....

Aber Vorsicht: Die Kurzbeschreibung verrät schon sehr viel! Wer sich überraschen lassen will, sollte die Inhaltsangabe nicht oder nur teilweise lesen!

Florian Wenzel ist ein richtiger Frauentyp: fescher Kerl, durchtrainiert, Polizeibeamter und immer für einen Aufriss zu haben. Er liebt Hardrock, schnelle Autos und trifft sich jedes Wochenende mit seinen Kumpeln Dirk und Jupp in seiner Stammkneipe "Lino", wo er nichts anbrennen lässt. Sein Leben gefällt ihm so, wie es ist. Im Job jedoch hat es seinen Partner Rolf erwischt: Magenkrebs. Während dieser im Krankenhaus gegen seine Krankheit kämpft, bekommt Florian einen neuen Partner: Frank Scheuerle - einen Schwaben! Und das ist nicht genug: Frank ist gediegener Familienvater mit Frauchen Ute und drei Kinder. Pullunder und Faltenhose sein Kleidungsstil,  eine Familienkutsche sein Auto. Mit diesem Typ hat er so gar nichts gemeinsam, denkt sich Florian. Doch nach dem ersten Polizeieinsatz findet er Frank gar nicht mehr so unsympathisch und bei einem Abendessen mit Käsespätzle (seinem Lieblingsgericht) im Hause Scheuerle, verlässt er die Familie mit einem unbekannten Gefühl der Sehnsucht. Denn auch in Florian steckt mehr, als man auf den ersten Blick wahrnimmt....der berühmte Satz: rauhe Schale, weicher Kern trifft urplötzlich auf ihn zu, als er Kerstin, Franks unabhängige Schwester, kennenlernt.
Die Beiden sind wie füreinander bestimmt! Beide lieben ihre Unabhängigkeit, schnelle Autos, ihren Job und Hardrock. Und beide sind die größten Sturköpfe, die es gibt.

Die Geschichte wird abwechselnd aus den Perspektiven von Florian und Kerstin erzählt und steckt voller Details und liebenswürdigen Darstellern. Das Buch ist warmherzig und sprüht nur so vor Witz und Charme. Doch diese Geschichte stimmt auch teilweise nachdenklich und oft möchte man Kerstin und Florian einfach nur schütteln und fragen: "Was macht ihr da nur gerade?" Natürlich ist auch einiges vorherhbar, aber das stört hier überhaupt nicht, denn bis zum Happy End dauert es ganz schön lange! Kein Wunder bei einem sturen Rheinländer und einer noch stureren Schwäbin. Als Österreicherin fand ich das Gekabbel richtig lustig und so manches Vorurteil findet sich in dieser Geschichte natürlich auch wieder ;)

Schreibstil:
Der Schreibstil von Anette Judersleben ist sehr flüssig, humorvoll und super gut zu lesen. Die Charaktere sind alle wunderbar dargestellt und ich konnte mir wirklich jeden Einzelnen ausgezeichnet vorstellen. Hervorheben möchte ich noch Alex, die Freundin von Ute und später auch Freundin von Florian, die das Herz auf den rechten Fleck hat! Sie war einer der sympathischten Charaktere des Romans. Auch die Gefühle und die Warmherzigkeit, die Florian den Kindern gegenüber darbringt, ist sehr eindrucksvoll beschrieben.

Fazit:
Eine sehr warmherzige und humorvolle Liebesgeschichte, die realitätsnah ist und mit wenig Kitsch auskommt. Ein wundervolles Buch mit sehr liebenswerten Charakteren, das man in einem Rutsch gelesen hat. So richtig zum entspannen und wohlfühlen!






Vielen Dank an Lovelybooks und an die Autorin Anette Judersleben, denen ich wundervolle Stunden mit diesem Buch verdanke!

Hinter den Spiegeln - Ulrike Schweikert



  • Gebundene Ausgabe: 464 Seiten
  • Verlag: MIRA Taschenbuch; Auflage: 1., Aufl. (10. Oktober 2014)
  • ISBN-10: 3956490649
  • ISBN-13: 978-3956490644
  • Genre: Historischer Roman

Mira Kurzbeschreibung:
Wien 1892. Bei einem tragischen Sturz verliert die junge Komtess Luise von Waldenberg ihr Gedächtnis. Aber gerade das öffnet ihr die Augen: Die Dekadenz des Hofadels kommt ihr plötzlich verlogen vor, im elterlichen Palais erscheint ihr die strenge Aufteilung zwischen den Bediensteten und ihrer eigenen Familie falsch. Und warum werden treppauf und treppab Wahrheiten verschwiegen statt ausgesprochen? Doch Luise ist nicht allein: In der Werkstatt des jungen Zuckerbäckers Stephan Brucker erlebt sie eine sinnliche Welt voller Düfte, süßer Genüsse und warmer Vertrautheit. Eine Mesalliance bahnt sich an, die auf höchste Empörung stößt. Denn es gibt ungeschriebene Gesetze, die niemand brechen darf. Könnte doch davon die Zukunft der Donaumonarchie abhängen...

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Einmal um die Welt Challenge

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Deutsche Autoren Challenge

Meine Meinung:
Ulrike Schweikert ist ein Garant für spannende historische Geschichten, aber auch für Vampirromane. Ihren Schreibstil finde ich immer wieder wunderbar zu lesen, so wie auch in ihrem neuersten Roman "Hinter den Spiegeln". In diesem Buch wird die Donaumonrarchie in Wien hervorragend beschrieben. Man merkt richtig, dass die Autorin Wien als Lieblinsgsstadt auserkoren hat. Ich konnte mich so richtig in unsere Bundeshauptstadt am Ende des 19. Jahrhunderts zur Kaiserzeit hineinversetzen: Droschken, Barone, Komtessen, Fürsten, Grafen und deren dekandente Feste, Tanzabende, langweilige Kaffeekränzchen usw.
Die k.u.k.-Monarchie ist auch heutzutage noch in Wien zu entdecken! Wer einmal k.u.k.-Hoflieferant war, der profitiert noch heute von dieser "Auszeichnung", denn diese Geschäfte haben eine Aura der Exklusivität und versprechen eine hohe Qualität ihrer Waren.

Der Prolog führt den Leser kurzerhand ins Jahr 1916 und zu einem Tag, der ganz Wien und Österreich erschütterte: der Tod des Kaisers mitten im ersten Weltkrieg. Cosima, die Tochter unserer Hauptprotagonistin Luise wollte an diesem Tag, dem 22. November, ihre Verlobung feiern, doch der Tod des Kaisers hat diese Feier nun unmöglich gemacht. Luise erinnert sich an ihre eigene, verschobene Verlobung vor 24 Jahren....

Und hier steigt der Leser  in die eigene Geschichte ein. Nach einem bösen Sturz vom Pferd erwacht Komtess Luise nach Wochen aus dem Koma. Sie kann sich an nichts mehr erinnern....weder an ihren Unfall, noch an all die Gesichter um sie herum oder an das ihres angeblichen Verlobten. Mit Hilfe des Haushofmeisters Milan und der Zofe Dana gelingt es ihr vor den anderen Familienmitgliedern zu verbergen, dass sie sich an nichts erinnern kann. Der Fund einiger ihrer Tagebücher ist ihr ebenfalls eine große Hilfe. Beim Lesen ihrer Eintragungen ist sie geschockt von ihrer eigenen Hochnäsigkeit, ihrem oberflächlichen Charakter und ebenso von der strengen Hierachie innerhalb des Adels, als auch zwischen Adel und Bürgern. Sie fängt einige Dinge zu hinterfragen an und befreundet sich mit Stephan, dem Sohn der Bruckner k.u.k. Hofzuckerbäckerei. Dort erfährt sie zum ersten Mal Wärme und Freundschaft und hilft sogar beim Herstellen von Pralinen. Doch Stephan verliebt sich, trotz des Standesunterschiedes, in die junge Komtess. Seine Mutter unterbindet daraufhin den Kontakt der Beiden. Luise, die zuhause keine Wärme und Liebe erfährt, ist erschüttert. Ihre Mutter ist kränklich und untersagt ihrer eigenen Tochter jeden Besuch. Nur Vesna, ihre Hofdame, wird von ihr geduldet. Die Familie ihrer Mutter, die aus niederem Adel stammt, lebt auf die Kosten ihres Vaters und bekommt trotzdem nicht genug. Onkel Philipp, Tante Irma, Kusin Max und Kusine Gabriele fühlen sich trotzdem benachteiligt und sehen ihre Chance gekommen um endlich an mehr Geld zu kommen.

Intrigen, Ränkespielchen und sogar Morde sind in dieser spannenden Geschichte enthalten. Während der Klappentext den Inhalt mehr als eine Liebesgeschichte zwischen Stephan und Luise ankündigt, ist der Hauptstrang ein ganz anderer: die Intrigen und Machtspielchen der Adelshäuser, Komplotte und Familiengeheimnisse. Man fliegt förmlich durch die wunderbar erzählte Geschichte.
Im Gegensatz zu meinen deutschen Kolleginnen bei der Leserunde hatte ich keinerlei Schwierigkeiten mit den Titeln und langen Namen. Obwohl es bei uns - im Gegensatz zu Deutschland - keine Adelstitel mehr gibt, sind selbst nach etwas mehr als hundert Jahren diese uns Österreicher noch immer ein Begriff.

Die Geschichte hat mich gefesselt, doch das Ende kam eindeutig zu schnell. Der doch etwas abrupte Schluss hat das Gesamtbild der Geschichte etwas geschmälert und einen etwas schalen Geschmack bei mir hinterlassen. Es bleiben auch einige Fragen offen. Schade, denn bis dahin fand das Buch richtig gut und hätte wahrscheinlich 5 Sterne bekommen....
Allerdings gibt es auch etwas Positives zu vermelden: Ulrike Schweikert hat eine Fortsetzung angekündigt und damit auch eine Auflösung, der noch offenen Fragen. Daumen hoch!

Cover:
Eine Augenweide! Weißes Cover mit goldener Schrift, nach dem Aufklappen sind auch die ersten Seiten in gold gehalten. Die Schrift ist erhaben und man denkt sich nur eines: edel und wunderschön. Ein richtiger Hingucker!

Fazit:
Ein Eintauchen in die österreichisch-ungarische Monarchie dank der wundervollen Darstellung dieser Zeit durch die Autorin. Spannung, Intrigen und Standesdünkel beherrschen die Geschichte, die sich wunderbar liest. Leider kam das Ende dann etwas zu schnell und hat das Gesamtbild des Buches geschmälert. Eine Fortsetzung wurde von der Autorin angekündigt.


Mein Dank geht an Lovelybooks, dem Mira Taschenbuch Verlag und an die Autorin Ulrike Schweikert, die uns bei der Leserunde begleitet hat. Es war eine kaiserliche Leserunde! ;)

MANJA - Anna Gmeyner


    •  Gebunden mit Schutzumschlag: 544 Seiten
    • Verlag: Aufbau Verlag; Auflage: 1 (6. Oktober 2014)
    • ISBN-10: 3351034180
    • ISBN-13: 978-3351034153 
    • Genre: Roman, Exilliteratur


Aufbau Verlag Kurzbeschreibung:
Poetisch und berührend erzählt Anna Gmeyner die Geschichte von fünf Kindern, die in derselben Nacht im Frühjahr 1920 gezeugt werden, aber in ganz unterschiedlichen Milieus aufwachsen. Eigentlich trennen sie Welten, und dennoch sind sie Freunde geworden, verbunden durch eine innige Zuneigung zu Manja – dem Mädchen aus armen ostjüdischen Verhältnissen. Für diese Freundschaft müssen sie immer wieder kämpfen: zu Hause, in der Schule und in ihrer Freizeit. Doch letztlich bleiben sie Gefangene ihrer Zeit, an der Manja zerbricht und mit ihr die Hoffnung auf eine menschenwürdige Zukunft.

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Deutsche Autoren Challenge

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Einmal um die Welt Challenge

Buch zur Chaos Challenge

Meine Meinung:
Der Aufbau Verlag hat diesen Roman der österreichischen Autorin Anna Gmeyner neu verlegt und über Lovelybooks gab es diese besondere Buch für eine Leserunde zu gewinnen. 
Die Autorin erzählt hier eine Geschichte aus dem Leben zwischen den beiden Weltkriegen. Die fünf Kinder, die bereits am Buchcover erwähnt werden, wurden alle in derselben Nacht im Jahre 1920 gezeugt. Die Idee diese Nacht als Ausgangspunkt zu nehmen, fand ich einfach großartig. So erkennt man als Leser auch sehr schnell, in welches soziales Gefüge die Kinder hineingeboren und wie unterschiedlich sie wahrscheinlich aufwachsen werden.
Zu Beginn hatte ich ein bisschen Schwierigkeiten mit der wunderschönen poetischen Sprache, die so gar nicht zum Inhalt passt. Doch mit der Zeit gewöhnte ich mich daran und fand den Stil der Autorin wunderbar.
Was mir mehr Schwierigkeiten machte, waren die Namen und die Zuordnung zu den Paaren. Ich habe mir dann extra Notizen gemacht, wer zu wem gehört und welches Kind welchem Paar geboren wurde, da man von Kapiptel zu Kapitel bei einer anderen Familie verweilte. Die Geschichte selbst wurde aber chronolgisch von Beginn der 20 Jahre an bis in die Mitte der 30er Jahre erzählt.

Die fünf Kinder Manja, Karli, Heini, Harry und Franz kommen alle aus verschiedenen Milieus. Während Manja aus armen jüdischen Verhältnissen stammt und ihr richtiger Vater Selbstmord begangen hat, kann sich ihre Mutter mehr recht als schlecht über Wasser halten. Sehr früh beginnen auch schon die Anfeindungen gegen die Juden und vorallem gegen arme Juden. Manja ist jedoch ein Mädchen, das die vier Jungen mit ihrem Charme und ihrer Weisheit verzaubert. Sie hält mit ihrer Art die Gruppe zusammen, selbst als die Jungen beginnen sich immer mehr zu entfremden. Manja, die nur das Gute im Menschen sieht, ist ihr aller Halt.

Karli kommt ebenfalls aus einer armen, aber sozialistischen Familie, wobei seine Mutter Anna eine herzensgute Frau ist, die versucht die Familie zu ernähren. Ihr Mann verliert immer wieder seine Arbeit und eckt mit seinen Ansichten an.
Heini ist der Sohn von Hanna und Ernst, einer jüdischen Arzfamilie, die dem Jungen vorallem viel Liebe geben und der ohne Vorurteile aufwächst, seine Meinung kundtut und leider oft dafür bestraft wird.
Harry ist ein armer Junge, der zwar aus reichem Haus kommt, dessen Mutter aber nicht ganz bei Verstand ist und dessen Vater sich nicht um ihn kümmert und ihn auch nicht liebt.
Die Eltern von Franz sind Nazis und man sieht hier richtig an Franz Vater wie er aus dem Nichts aufsteigt. Einst ein geduldeter Angestellter, wird er mit der aufkommenden Macht zu dieser Zeit immer stärker, nützt diese maßlos aus und geht rigoros gegen Andersdenkende vor.
Durch den anbahnenden Nationalsozialismus beginnen sich die Jungen zu entfremden. Bedingt durch die Vorgabe ihrer Eltern, die alle ihre eigene Ideologien leben, verändern sie sich immer mehr. Auch die Gesellschaft wandelt sich und als Leser kann man genau mitverfolgen, wie der Nationalsozialismus beginnt jeden Aspekt im Tagesablauf zu durchdringen.

Die Charaktere sind etwas schwarz-weiß gemalt, was jedoch die Geschichte nicht wirklichbeeinträchtigt.
Die Freundschaft der Kinder ist der Kern dieser Geschichte, aber auch die Wege der Eltern werden immer wieder geschickt miteinander verknüpft.
Die Stimmung im Buch wird immer bedrückender und für mich war es erstaunlich, wie die Autorin bereits 1933 erahnen konnte, wie der Nationalsozialismus die Welt verändern wird. Sie hat die Stimmung dieser Zeit einfach großartig eingefangen.
Das Buch fordert die gesamte Aufmerksamkeit des Lesers. Ich musste es immer wieder aus der Hand legen, um einige Kapitel zu verarbeiten. Die sehr poetische Sprache lässt einem trotz der bedrückenden Grundstimmung länger bei einzelnen Zitaten verweilen und man greift bald wieder zu diesem Roman, um weiterzulesen.

Anna Gmeyner wurde 1902 in Wien geboren und starb 1991 in York, Großbritannien. Während der Machtübergabe an die Nationalsozialisten  im Januar 1933 hielt sich Gmeyner in Paris auf, wo sie im Exil „Manja“ schrieb. In Deutschland wurde dieser Roman erstmals 1984 vom persona verlag in Mannheim verlegt. Der Aufbau Verlag hat hier ein wahres Schätzchen neu aufgelegt und ich habe mein erstes Buch von einer österreichischen Autorin gelesen, die im Exil eine anerkannte Schriftstellergröße wurde.

Fazit:
Ein Buch aus der Exilliteratur, das nicht so einfach zu lesen war, aber wunderschön und poetisch geschrieben wurde von einer Schriftstellerin, die bereits 1933 ahnte, was auf die Welt zukommen wird!


Mein Dank geht an Lovelybooks und dem Aufbau Verlag für dieses interessante und beeindruckende Buch.

Verloren in der grünen Hölle - Ute Jäckle


    • Broschiert: 470 Seiten
    • Verlag: bookshouse (15. Juli 2014)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 9963523978
    • ISBN-13: 978-9963523979
    • Genre: Romantic Thrill, Young Adult
 
Amazon Kurzbeschreibung:
Das Leben der siebzehnjährigen Kolumbianerin Elena verläuft glücklich und sorgenfrei. Bis sie eines Tages gemeinsam mit zwei Freundinnen auf dem Weg zu einem Einkaufsbummel entführt und in das Camp einer professionellen Kidnapperbande mitten im Regenwald verschleppt wird. Eine Zeit voller Todesangst und Schrecken bricht für die Mädchen an, denn der cholerische Bandenführer Carlos kennt keine Gnade. Elena will sich mit ihrem Schicksal nicht abfinden, sie rebelliert mit dem Mut der Verzweiflung gegen die Männer und fordert damit den Zorn von Carlos heraus. In letzter Minute beschützt der attraktive Entführer Rico sie vor dem gefährlichen Anführer und stürzt Elena in einen Gewissenskonflikt. Ehe Elena bewusst wird, auf was sie sich einlässt, zieht es sie in einen reißenden Strudel aus Leidenschaft und tödlicher Gefahr.

Meine Bewertung: tolle * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Einmal um die Welt Challenge

Buch zur Deutsche Autoren Challenge

Meine Meinung:
Ein Romantischer Thriller aus dem New Adult Genre...mein Genre? Hm....Thriller: ja, romantisch: naja....New Adult: eher nein....trotzdem musste ich dieses Buch lesen! =) Denn bereits bei Erscheinen dieses Romans fiel mir der Klappentext ins Auge und interessierte mich sehr. Und bei Lovelybooks hatte ich wieder Glück und konnte ein Taschenbuch zur Leserunde gewinnen! Es wurde sogar von der sympathischen Autorin signiert! Jipee!
Die Leserunde wurde von Ute Jäckle begleitet und ich muss sagen, dass ich bis jetzt noch nie bei so einer tollen Leserunde dabei war, wo die Autorin wirklich JEDES Kommentar ihrer Leser kommentiert hat! Wow! Ein dickes Plus an Ute Jäckle!!!

Ich hatte die Leseprobe gelesen und wusste, dass man als Leser sofort mitten im Geschehen sein wird. Und so war es auch! Elena, Luisa und Adriana sind drei verwöhnte und reiche Mädchen aus der Oberschicht Kolumbiens. Eines Tages wird aus dem geplanten Einkaufsbummel nichts mehr, denn die Drei werden auf dem Weg ins Einkaufszentrum entführt und in den kolumbianischen Dschungel verschleppt. Tagelang müssen sie gemeinsam mit ihren Entführern gegen die Hitze und die unmenschliche Behandlung kämpfen, bis sie mitten im Regenwald in einem Camp ankommen. Dort erwarten sie nicht nur weitere Bandenmitglieder, sondern auch zwei ebenfalls entführte Jungen: Jose und Pedro.
Carlos, der Bandenführer und Rico, sein Kusin, sind in diesem Lager die Anführer, doch es handelt sich hier um eine professionelle Entführerbande, die im Dschungel nicht nur ein einziges Lager aufgeschlagen haben. So sind die drei Mädchen und zwei Jungs den Kidnappern völlig ausgeliefert, werden misshandelt und genötigt. Besonders Carlos ist unberechenbar und Elena reizt ihn besonders, da sie sich einfach nicht mit ihrem Schicksal abfinden will und aufbegehrt. Wäre nicht Rico, der sie immer öfter gegen Carlos in Schutz nimmt, hätte dies schon schlimme Folgen gehabt. Langsam entwickelt sich eine besondere Zuneigung zwichen Entführer und Entführte, die Elena in arge Gewissenskonflikte stürzt. Aber auch Rico ist darüber ziemlich verwirrt....

Die Charaktere sind sehr gut beschrieben. Elena ist ein Mädchen, das manchmal lieber nicht ganz so forsch auftreten sollte, denn meistens bringt es ihr nur Schwierigkeiten. Sie ist eine kleine Rebellin und die Einzige, die aufbegehrt. Adriana und Luise sind etwas blasser, vorallem Luise. Beide Mädchen nehmen mehr oder weniger ihr Schicksal hin. Später distanzieren sie sich sogar von Elena.
Carlos ist jähzornig und durch und durch ein Verbrecher, der über Leichen geht und dem alles egal ist, bis auf das Geld, das er sich von den Entführungen erwartet. Rico ist ebenfalls ein Kopf der Entführerbande, jedoch einer, der meistens zu schlichten versucht und schon als Kind mit Carlos auf die schiefe Bahn geriet.
Beide kommen aus den Elendsviertel des Landes. Natürlich ist der "weiche Kern" des Täters von der Autorin beabsichtigt, sonst würde er auch für die Leserinnen kein "sympathischer" Bösewicht sein und auch nicht Elenas Herz erobern.
In einigen Passagen konnte die Autorin den große sozialen Unterschied zwischen der Unterschicht und der reichen und protzenden Oberschicht gegenübergestellen. Ebenfalls wird auch die Drogenmafia erwähnt, für die Kolumbien so berüchtigt ist.

Schreibstil:
Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig, temporeich und gut zu lesen. Die Beschreibungen sind sehr bildhaft und es fehlt hier weder an Spannung noch an Romantik.
Ute Jäckle versteht es bei dieser Geschichte die Spannungskurve vom Anfang an hoch zu halten. Man fiebert förmlich den nächsten Seiten entgegen und jede Mitleserin aus der Leserunde hat sich wohl dieselben Fragen gestellt: Werden die Mädchen das Überleben? Was passiert zwischen Rico und Elena? Was wird nach der Entführung sein? Fragen über Fragen, die danach aussehen, nicht wirklich gelöst werden zu können bzw. kann man sich nicht vorstellen WIE diese Geschichte weitergehen und ausgehen soll. Aber die Autorin hat das richtig toll gelöst. Allerdings fand ich den letzten Abschnitt des Buches für mich selbst dann doch etwas zu weit hergeholt bzw. gab es meiner Meinung nach zu viele Zufälle. Einige Handlungen konnte ich auch nicht nachvollziehen und musste immer wieder den Kopf schütteln oder mich packte das Entsetzen vor so viel Gedankenlosigkeit.

Die Autorin hat uns verraten, dass es eine Fortsetzung geben wird und eine meiner Fragen an sie im zweiten Band gelöst wird ;)

Fazit:
Ein packender romantischer Thriller aus dem New Adult Genre, der im Dschungel Kolumbiens spielt und der durch Spannung und mit unerwartenden Wendungen punkten kann. Das letzte Drittel fand ich dann allerdings
 zu sehr konstruiert und es wimmelte nur so von Zufällen....deshalb "nur" 4 Sterne statt der Höchstwertung.
Die Fortsetzung werde ich auf jeden Fall lesen!


Mein Dank geht auch an Lovelybooks, dem Bookhouse Verlag für das Buch zur Leserunde und ganz besonders an Ute Jäckle, die mir eine einmalige und ganz tolle Leserunde beschert hat!

Die Lebenden und die Toten - Nele Neuhaus


    • Gebundene Ausgabe: 560 Seiten
    • Verlag: Ullstein Hardcover  (10. Oktober 2014)
    • ISBN-10: 3550080549
    • ISBN-13: 978-3550080548
    • Genre: Krimi
    • Reihe: ja - 7. Fall für Bodenstein und Kirchhoff




Ullstein Kurzbeschreibung:
Kriminalkommissarin Pia Kirchhoff will gerade in die Flitterwochen fahren, als sie ein Anruf erreicht: In der Nähe von Eschborn wurde eine ältere Dame aus dem Hinterhalt erschossen. Kurz darauf ereignet sich ein ähnlicher Mord: Eine Frau wird durch das Küchenfenster ihres Hauses tödlich getroffen. Beide Opfer hatten keine Feinde. Warum mussten ausgerechnet sie sterben? Der Druck auf die Ermittler wächst schnell. Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein fahnden nach einem Täter, der scheinbar wahllos mordet – und kommen einer menschlichen Tragödie auf die Spur
 
Meine Bewertung: * * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Einmal um die Welt Challenge 

Buch zur deutschen Autoren Challenge 

Meine Meinung: 
Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein gehören zu meinen Lieblingsermittlern und auch die TV-Adaptionen (zwei habe ich gesehen: "Eine unbeliebte Frau" und "Mordsfreunde") fand ich gelungen. Nun habe ich den 7. Band der Reihe aus der Bücherei geliehen und muss sagen, dass Nele Neuhaus mit dieser Krimireihe etwas wirklich Tolles erschaffen hat!
Die Autorin greift immer wieder aktuelle und brandheiße Themen auf. Diesmal geht es um Organspenden und deren Missbrauch.

Pia hat sich heimlich getraut und ihren Christopher geheiratet. Während sie ihre Koffer für Südamerika packt, erhält sie einen Anruf, dass eine Frau tot aufgefunden wurde. Das Dezernat ist total unterbesetzt, denn eine Grippewelle wütet gerade unter ihren Kollegen und die Weihnachtstage stehen vor der Tür. So springt Pia noch schnell einen Tag vor Abflug ein, um Oliver zu helfen.
Die Tote, eine ältere Frau, die mit ihrem Hund spazieren ging, wurde durch einen gezielten Kopfschuss getötet. Während Pia und Oliver überlegen, ob die Tote gerade zufällig am falschen Ort war oder ob es ein gezielter Mord war, wird die nächste Tat verübt. Diesmal ist die Verstorbene wieder eine ältere Frau, die gerade mit ihrer Enkelin Weihnachtskekse backen wollte und ebenfalls durch einen Kopfschuss hingerichtet wurde.
Pia hadert mit sich und entscheidet sich schlussendlich dazu nicht mit ihrem Mann in die Flitterwochen zu fliegen, sondern an der Aufklärung der Morde mitzuarbeiten. Durch den Personalmangel schickt das LKA auch einen "Profiler" ins Dezernat. Dieser vertritt seine Meinung ziemlich selbstbewusst und beleidigt gleich zu Beginn einen Kollegen nach den anderen. Bald wünscht sich jeder, er würde einfach wieder verschwinden, da er zusätzlich noch mehr Unruhe stiftet statt zu helfen.
Als wenig später ein junger Mann erschossen wird, dem vor längerer Zeit ein Spenderherz eingesetzt wurde, ergeben sich plötzlich erste lose Zusammenhänge zwischen den bisherigen Opfern.

Der Täter ist dem Ermittlerteam immer eine Nasenlänge voraus und als Leser fiebert man mit, ob sie es diesmal schaffen das nächste Opfer zu retten. Die Gedanken des Mörders sind in kursiver Schrift dargestellt. und in Ich-Form geschrieben. Obwohl man immer wieder in die Gedankenwelt des Mörders "zuhause" ist, bleibt die Identität des Täters bis zum Ende unklar. Nele Neuhaus hat es diesmal sehr geschickt angestellt und ich bin bis zum Schluss im Dunkeln getappt.
Es gibt auch eine neue Perspektive....


 ****ACHTUNG KLEINER SPOILER!******
Vor kurzem habe ich erst bei Veit Etzold's Thriller "Todeswächter" gelesen, der dieselbe Idee aufgegriffen hat wie Nele Neuhaus: Es werden nicht die eigentlichen Personen, an denen man rächen möchte, getötet, sondern diejenigen, die ihnen am Nächsten stehen.
****SPOILER AUS*****

Besonders zum Nachdenken regt das Thema der Organspenden und der Organmafia an. Ich muss sagen, dass hier die Autorin sehr einseitig berichtet hat und man als williger Organspender anfängt nachzudenken, ob man wirklich seinen Ausweis behalten möchte. Das finde ich weniger gut, denn gerade ein so wichtiges Themao, wo es um neues Leben geht, sollte man unterstützen. Vielleicht hat die Autorin dies aber auch beabsichtigt, damit man die Gedankenwege der einzelnen Personen besser nachvollziehen kann oder einfach deswegen, weil es zu einem aktuellen Fall in den Medien passte.

Schreibstil:
Nele Neuhaus hat einfach einen wunderbaren flüssigen Schreibstil. Die Spannung bleibt diesmal bis zum Schluss erhalten und das Tempo ist hoch. Die wechselnden Handlungsstränge machen die Geschichte interessant, aber nie unübersichtlich. Die bereits beliebten Charaktere entwickeln sich wieder ein Stückchen weiter und es gibt neue Perspektiven für die kommenden Bücher ;)

Fazit:
Nach "Schneewittchen muss sterben" der beste Neuhaus aus der Reihe. Ich habe die Geschichte verschlungen und freue mich schon auf die kommenden Bücher der Reihe. Eine klare Leseempfehlung!



Die Reihenfolge der Bodenstein-Kirchhoff Krimis:

  1. Eine unbeliebte Frau
  2. Mordsfreunde
  3. Tiefe Wunden
  4. Schneewittchen muss sterben
  5. Wer Wind sät
  6. Böser Wolf


Die Donauprinzessin - Beate Maly



    • Taschenbuch: 416 Seiten
    • Verlag: Ullstein Taschenbuch (10. Oktober 2014)
    • ISBN-10: 3548286410
    • ISBN-13: 978-3548286419
    • Genre: Historischer Roman

Ullstein Kurzbeschreibung: 
Wien im Herbst 1530: Winzertochter Fanny ist nach dem frühen Tod ihres Mannes wieder bei ihrem Vater eingezogen. Das geordnete Leben der jungen Winzerin gerät ganz kräftig durcheinander, als eine Leiche hinter dem Wirtshaus gefunden wird. Der tote Stadtrat war in dunkle Machenschaften verwickelt. Ausgerechnet der schweigsame Mathematiker Sebastian soll den Mörder finden – die Zusammenarbeit mit ihm ist eine Herausforderung für die zupackende und sehr direkte Fanny. Aber jeder weiß: Was sich streitet, das liebt sich ...

Meine Bewertung: tolle * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Einmal um die Welt Challenge

Buch zur Deutschen Autoren Challenge

Buch zur Jahreszeiten Cover Challenge

Meine Meinung:
Die österreichische Autorin Beate Maly hat mich bereits mit ihrem Roman "Die Hebamme von Wien" begeistert, zwei weitere Bücher von ihr liegen noch auf meinen SuB. Daher freute ich mich besonders für diese Leserunde bei Lovelybooks ausgewählt worden zu sein und ein bisschen mit meiner Landsmännin zu plaudern.

In "Die Donauprinzessin" lernen wir die resolute Winzertochter Fanny kennen. Sie ist verwitwet und lebt wieder bei ihren Vater in dessen Wirtshaus "Zur Donauprinzessin" vor den Toren Wiens. Nach der ersten Türkenbelagerung im Jahre 1529 atmen die Wiener befreit auf, doch die umliegenden Vororte Hernals und Dornbach sind ein einziger Trümmerhaufen und es gibt kaum Überlebende. Die Zeit ist hart und der Unterschied zwischen den reichen Herren und der armen Bevölkerung ist groß.
Da entdeckt man eines Morgens die Leiche des Rathsherren Philipp Schacht im Hof des Gasthaues von Fanny's Vater. Am Vorabend saß er noch zusammen mit zwei weiteren Ratsherren am Wirtshaustisch, eher er sich mit dem Wirt und einem seiner zwei Freunde heftig stritt. Sofort fällt der Verdacht auf Fannys Vater. Der Bürgermeister der Stadt fürchtet um seinen guten Tropfen, denn Fannys Vater hat den besten Wein weit und breit. Außerdem ahnt er, dass hinter der Tat weit mehr stecken und er vielleicht ebenfalls in Gefahr sein könnte. So beauftragt er Sebastian Grün, den jungen Bauingenieur der Stadt, den Mord aufzuklären. Der etwas chaotische, aber liebenswerte Sebastian ist alles andere als erfreut und macht sich auf dem Weg zur Dorfschenke. Er hat allerdings nicht mit Fanny gerechnet, die die Unschuld ihres Vaters beweisen und gemeinsam mit ihm den Mord aufklären will.

Die Charaktere im Buch sind wunderbar beschrieben. Sie sind zwar etwas stereotyp, aber das störte mich bei diesem Roman nicht wirklich.
Fanny, die neugierige und resolute Winzertochter und ihr gegenüber der gerechte, von Flugmaschinen träumende Sebastian, der seiner entstellten Schwester Margarethe ein liebevoller Bruder ist.
Ihnen gegenüber die Ratsherren, verwickelt in dunkle Machenschaften, geldgierig und nur an ihre Vorteile bedacht.
(Die Autorin meinte dazu, dass sich die Zeiten nicht wirklich geändert hätten und ihr die Idee dazu eigentlich nach einigen Vorfällen in der heutigen Politik eingefallen wäre....)
Dazu das einfache Volk, die unter den reichen Leuten leiden und hungern. Auch die Religion spielt hier eine Rolle, denn die Toten in Hernals und Dornbach waren größtenteils Anhänger der neuen Reform von Martin Luther.

Die Autorin hat das erste Mal versucht ein bisschen Krimihandlung in ihre historischen Romane einzubauen und ich denke, dass ist ihr wirklich hervorragend gelungen! Ich bin ein Thrillerleser, aber ich hatte, wie alle anderen Mitleserinnen, jemand ganz anderen in Verdacht. Der Täter war für mich eine Überraschung und die Lösung dazu war stimmig! Das zeichnet einen Autor/eine Autorin, der sich ins Krimi-/Thrillergenre wagt, wirklich aus!

Cover:
Das Cover gefällt mir sehr gut. Man weiß auf den ersten Blick, dass es sich um einen historischen Roman handelt. Die Weintrauben in der Hand der jungen Frau ergeben den Bezug zu den Weingärten und dem Winzerberuf. Gelungen!

Schreibstil:
Der Schreibstil von Beate Maly ist sehr flüssig und lässt sich richtig gut lesen. Ich bin nur so durch die Seiten "geflogen". Als Österreicherin hat mir auch die Beschreibung der Straßen von Wien sehr gut gefallen, die ich selbst teilweise kenne oder mir auf jeden Fall die Namen etwas sagen. Außerdem wurde auch die Entstehung des "Kipferls" erwähnt ;) Jeder Österreicher kennt die Sage, dass ein findiger Bäcker nach der Türkenbelagerung Wiens sein Gebäck nach dem Halbmond geformt hat und daraus wurde unser heißgeliebtes "Kipferl" ;)

An "Die Hebamme von Wien" reicht dieser Roman nicht ganz. Für die volle Punktezahl fehlte mir noch etwas mehr vom historischen Hintergrund. Trotzdem wurde ich wunderbar unterhalten!

Fazit:
Ein sehr unterhaltsamer und flüssig zu lesender historischer Roman, der eine Krimihandlung beinhaltet und einige Überraschungen bereit hält. Wunderbare Charaktere und eine sehr bildhafte Erzählung.



Mein Dank geht auch an Lovelybooks, dem Ullstein Verlag für das Buch zur Leserunde und an die Autorin, die diese Leserunde sehr interessant gemacht hat!

Letzter Saibling - Herbert Dutzler


    • Taschenbuch: 368 Seiten
    • Verlag: Haymon Verlag; Auflage: 1 (28. Mai 2014)
    • ISBN-10: 3852189691
    • ISBN-13: 978-3852189697
    • Genre: Krimi, Alpenkrimi 
    • Reihe: ja - 4. Band rund um Gasperlmeier

Amazon Kurzbeschreibung: 
Der Gasperlmaier hat schon viel erlebt - aber so etwas Furchtbares ist ihm noch nie untergekommen: Leichenteile im malerischen Toplitzsee. Das Verbrechen hat offenbar mit dem jährlichen Fischessen des Altausseer Skiclubs zu tun. Doch als grausamen Killer kann Gasperlmaier sich keinen seiner Skiclub-Freunde vorstellen. Mit dem liebenswürdigen Inspektor hat Herbert Dutzler die Herzen der Krimi-Fans erobert: Spannung, umwerfende Komik und originelle Figuren im gemütlichen Ausseerland.

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Einmal um die welt Challenge

Buch zur Deutschen Autoren Challenge

Meine Meinung:
Der Gasperlmaier ist mir mittlerweile richtig ans Herz gewachsen. Seine schrullige und eher wortkarge Art bringt ihn diesmal aber ganz schön in Gefahr!
Herbert Dutzler hat in seinem vierten Altaussee-Krimi rund um Franz Gasperlmaier und Frau Doktor Kohlross, die der Franz mittlerweile Renate nennen darf, eine spannende Geschichte rund um den rätselhaften Toplitzsee geschrieben. Und nein, es wird kein Nazi-Schatz im See gefunden, sondern zuerst ein sorgfältig abgetrenntes männliches Bein und danach weitere Leichenteile. Bis die Polizei herausgefunden hat, wer der Tote ist, gibt es bereits den nächsten Todesfall....

Gasperlmaier bekommt gleich zu Beginn einen ordentlichen Schock! Sein Kollege und Vorgesetzter Postenkommandant Friedrich Kahlß erleidet einen Herzinfarkt und Franz verliert fur kurze Zeit nicht nur seinen Kollegen, sondern erhält als Ersatz eine Kollegin ins Präsidium. Vorbei ist es mit Bier und Schweinsbraten, Jausenpausen und der Ruhe! Denn seine neue Kollegin ist eine junge engagierte Polizistin und noch voller Tatendrang. Gemeinsam mit Dr. Kohlross und ihr versucht Gasperlmaier Licht ins Dunkel um den Toten aus dem Toplitzsee zu bringen. Die Spur führt zuerst zum jährlichen Fischessen seiner Skiclub-Freunde. Doch Einer aus dem Skiverein kann doch unmöglich der Mörder sein und zur Tatzeit befragen will er sie noch weniger. Trotzdem werden die drei bald fündig, haben aber auch schon die nächste Leiche am Hals. Und dem Täter macht es richtig Spaß seine Leichenteile perfekt in Szene zu setzen.....

Während der Autor mit seinen liebenswürdigen Beschreibungen der Gegend und den Einwohnern seiner Alpenkrimis diese zu etwas Besonderem macht, bleibt diesmal auch die Krimihandlung nicht außen vor. Das Buch ist trotz mancher skurillen Szene spannend und zum Schluss kommt der Gasperlmaier dem Mörder fast zu nahe....
Mir gefällt es auch sehr, dass sich die handelnden Personen und deren zwischenmenschlichen Beziehungen von Band zu Band weiterentwickeln und man als Leser daran teilhaben kann. Außerdem wurde in diesem Band der Reihe endlich mal weniger gegessen ;)  Mit Hunger sollte man trotzdem nicht lesen....
Ich würde außerdem raten die Bücher der Reihenfolge nach zu lesen!

Fazit:
Für mich bis jetzt der beste Band der Altaussee-Krimireihe. Die Personen wachsen einem richtig ans Herz (Reihenfolge beachten!) Für Fans von Krimis mit Humor und Lokalkorit, wobei aber auch die Ermittlung nicht zu kurz kommt. Wer Kluftinger mag, wird auch Gasperlmair mögen!


HOTLINE - Jutta Maria Herrmann


    • Taschenbuch: 336 Seiten
    • Verlag: Knaur TB (3. November 2014)
    • ISBN-10: 3426514567
    • ISBN-13: 978-3426514566
    • Genre: Thriller


Droemer Knaur Beschreibung: 
Keine Polizei - never ever. So lautet die unumstößliche Maxime der Beichthotline. Aber was tun, wenn eine Anruferin ankündigt, ihr neugeborenes Kind lebendig zu vergraben?
 
*****Ich habe hier einen Teil der Beschreibung weggelassen, da er schon ein Detail verrät!******


Meine Bewertung: * * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Einmal um die Welt Challenge

Buch zur deutschen Autoren Challenge

Meine Meinung:
Über den Gewinn dieses Buches bei Lovelybooks habe ich mich ganz besonders gefreut, denn ich hatte schon einige sehr gute Meinungen dazu gelesen. Als Thrillerleser bin ich immer über neue spannende Psychothriller dankbar und ich muss sagen, dass mich in letzter Zeit deutsche Thriller mehr begeistern, als amerikanische. Und meine Hoffnung hier ein gutes Buch zu erhalten, hat sich auch erfüllt!
Ich bin noch immer ziemlich überrascht, dass dies ein Thriller-Debüt ist!

Die Autorin hat sich hier einiges Neues einfallen lassen, was ich richtig super finde! Es beginnt z. Bsp. damit, dass der Roman durchgehend in Präsens geschrieben ist. Vor der eigentlichen Geschichte beginnt eine Art Prolog mit den Überschriften Davor und Danach.  Hervorzuheben ist das Danach, denn hier haben wir einen Perspektivenwechsel zum eher ungewohnten "Du". Diese Form gibt einem das Gefühl direkt selbst dabei zu sein bzw. einen Blick auf den Täter zu erhaschen. Anschließend geht es in der üblichen 3. Person weiter. Diese Perspektiven wechseln während der 300 Seiten immer wieder und heben die Spannungskurve.

Im Anschluss lernen wir die vier Hauptprotagonisten Chris, Rick, Paula und Konrad kennen. Sie wohnen nicht nur gemeinsam in einer WG, sondern haben eine neue innovative Geschäftsidee in die Tat umgesetzt: eine Beicht-Hotline. Jeder Anrufer kann hier Dinge gegen Bares erzählen, die er sich von der Seele reden möchte. Das Motto ist: Keine Polizei und keine Nachverfolgung. Das Geschäft läuft anfangs sehr gut und Chris, der Gründer der Firma ist zufrieden. Doch eines Abends nimmt Rick einen Anruf entgegen, der ihn das Motto des Unternehmens vergessen lässt, denn eine Frau teilt ihm mit, dass sie ein Baby auf dem Friedhof lebendig begraben wird. Rick ist entsetzt und verständigt die Polizei, die jedoch den Anruf nicht ernst nimmt. Doch dies ist erst der Anfang, denn diese Frau hat nur ein Ziel: die Vier zu vernichten! Und hier startet ein Psychothriller sondergleichen!


Das dies ein Debüt ist, macht mich noch immer sprachlos! Hier findet man außerdem eine Geschichte ohne den mürrischen, einsamen Ermittler oder einem Kommissaren-Duo. Es gibt gar keine Ermittlungsarbeit und trotzdem ist dieser Thriller vom Anfang bis zum Ende fesselnd und nervenaufreibend. Der Perspektivenwechsel und der Ablauf der Geschichte in der Gegenwart tut sein Übriges. Die Erzählweise ist eindringlich. Die Spannungskurve beginnt stark, sackt in der Mitte dann etwas ab und gipfelt in einen Höhepunkt am Ende des Buches. Der Aufbau des Thrillers ist sehr gut geplant und die Idee der Beicht-Hotline fand ich richtig gut.

Auch die vier Hauptptotagonisten Chris, Rick, Paula und Konrad sind allesamt sehr sympathisch.
Chris, der Gründer der Hotline, ist zielstrebig und seine Geschäftsidee ist sein Ein und Alles. Rick, ist ein richtiger Freund und war mein Liebling im Buch. Er ist in Paula verliebt, doch Paula ist mit Konrad zusammen und die Beiden erwarten ihr erstes Kind. Doch Konrad's große Liebe ist die Musik. Er spielt in einer Band und tourt zwischendurch. Alle vier Freunde arbeiten im Hotline-Büro mit und jeder von ihnen hat auch außerhalb des Geschäfts einige private Probleme zu bewältigen. Das macht sie sehr menschlich und sympathisch.

Die mysteriöse Frau am Telefon schwor vor Jahren Rache und beginnt nun diese umzusetzen, denn einer der vier Freunde hat in seinem Leben einen folgenschweren Fehler begangen....
"Von dir wird nichts bleiben außer die Erinnerung an mich"...dieser Satz begleitet sie seit Jahren....

Es gibt nur einen kleinen Abstrich für mich...ich ahnte bereits bei der Hälfte des Buches, wer die Täterin ist. Trotzdem blieb der Thriller fesselnd und vorallem das Ende hatte trotzdem noch so einige Überraschungen für mich parat!

Cover:
Das Cover finde ich für das Genre passend und stellt ein verschnürtes Paket/Schachtel dar. Das passt zum Thema. Mehr will ich dazu nicht verraten.

Fazit:
Ich bin geflasht! Was für ein Thriller-Debüt! Ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen und obwohl ich bald wusste, wer die Täterin ist, tat dies der Geschichte keinen Abbruch. Meine vollste Leseempfehlung!



Vielen Dank an Lovelybooks, dem Droemer Knaur Verlag und der Autorin für dieses tolle Buch und für die interessante Leserunde!
 

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