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Ägerisee - Monika Mansour

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     


    • Taschenbuch: 288 Seiten
    • Verlag: ‎ Emons Verlag, (Erscheinungstermin: ‎ 22. April 2025)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3740824182
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3740824181
    • Genre: Regionalkrimi
    • Reihe: ja - Band 5 der Zuger Reihe



Emons Kurzbeschreibung:
Ein nervenaufreibendes Versteckspiel, bei dem nichts so ist, wie es scheint. Als die junge Schauspielerin Noemi spurlos verschwindet, bittet ihr Freund die Detektei Trust Investigation um Hilfe. Die Nachforschungen von Natalie, Sara und Tom lösen eine Reihe verstörender Ereignisse aus, bis sie bei der Ruine Wildenburg blutige Hinweise, aber keinen Leichnam finden. Das Kleintheater am Zuger Kolinplatz scheint der Schlüssel zu Noemis Verschwinden zu sein, denn das geplante Stück weist Parallelen zu dem Fall auf und endet mit einem schrecklichen Mord. Mehr und mehr verschwimmt die Grenze zwischen Schauspiel und Realität, und eine grausame Wahrheit kommt ans Licht.

Meine Bewertung: * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Eigentlich liebe ich die Krimis von Monika Mansour und habe diese bisher immer sehr gut bewertet. Mit "Ägerisee" aus der Zuger Reihe wurde ich diesmal aber nicht so richtig warm. Es ist der fünfte Band der Reihe aus der ich bisher nur den Vorgänger "Lorzentobel" gelesen habe, den ich aber sehr spannend fand.

Die Ermittler dieser Reihe sind die Mitglieder der Privatdetektei Trust Investigation. Die ehemalige Polizistin Sara; Nathalie, die an der Schmetterlingskrankheit leidet und zum Großteil für die Recherchen im Darknet zuständig ist und Tom, ihr ehemaliger Bodyguard und Privatdetektiv. Diesmal mischt auch Elias Tanner, genannt ET, fleißig mit. Er ist der Pflegesohn von Sara, der in Band vier bereits eine wichtige Rolle spielte und die Trust Investigation aufmischt. Seine jugendlichen Ideen und Denkweisen helfen Sara und Tom oftmals den Fall aus einem anderen Blickwinkel zu sehen.

Den Prolog fand ich großartig! Jemand wird gefragt, wie er denn sterben möchte. Welche Art von Tod man wählen würde....eine sehr interessante Frage! Die Gefragte entscheidet sich für einen Heldentod, denn Heldinnen sterben nie....
Danach steigen wir ins Theater-Milieu ein. Die Schauspielerin Noemi ist spurlos verschwunden, obwohl sie endlich am Zuger Theater eine Hauptrolle ergattert hat. Sie ist ein großer Fan von Jeanne d'Arc/Johanna von Orleans und sieht sich selbst als Kriegerin.
Ihr Freund Fabian bittet Nathalie, die eine Schulkameradin von ihm war, um Hilfe. Die Mitglieder der Trust Investigation versuchen eine Spur von Noemi zu finden und beginnen zuerst im Theater nachzuforschen. Das Zwei-Personen-Stück "Wildenburg", in dem Noemi auftreten sollte, steht nun auf der Kippe. Levi Morgenstern, der Regisseur, und Samu, ihr Partner im Theaterstück, sind beide ratlos und fürchten um die Premiere. Trotzdem scheinen alle Fäden beim Theater zusammenzulaufen, denn das Verschwinden von Noemi weist Ähnlichkeiten zum Theaterstück auf, dessen Arbeitstitel "Wildenburg" ist. Tatsächlich werden bei der Ruine Wildenburg Blutflecken gefunden. Eine Leiche ist jedoch keine zu finden. Es beginnt ein sehr verworrenes Ratespiel mit vielen neuen Wendungen und Irrwegen, die die Autorin einstreut. Monika Mansour lässt die Leser diesmal sehr lange im Unklaren. Mit der Zeit hatte ich allerdings das Gefühl beim Lesen auf der Stelle zu treten. 

Die Figuren sind sehr gut ausgearbeitet. Neben den drei Privatdetektiven, die alle ihr eigenes Päckchen zu tragen haben, kam mir ET etwas zu brav für einen Teenager vor. Auch wenn ich seine Vorgeschichte kenne, fand ich ihn manchmal etwas unglaubwürdig gezeichnet.
Der Krimi ist komplex. Es gibt es jede Menge Nebenfiguren, wie Theatermitarbeiter oder auch die Eltern von Noemi. Diese waren strikt gegen ihre Schauspielerei und auch gegen ihren Freund Fabian. Der Vater, ein ehemaliger Soldat und die Mutter, eine sehr bestimmende und manipulative Frau, sind alles andere als Sympathieträger. Das macht aber nichts - ich brauche nicht nur sympathische Menschen in einem Buch. Schließlich kommen wir im täglichen Leben auch nicht immer mit diesen zusammen ;)

Der Schreibstil lässt sich flüssig lesen, die Dialoge sind lebendig. Diesmal fehlte es mir aber etwas an Tempo.

Fazit:
Mir war dieser Krimi diesmal etwas zu wirr und ich vermisste teilweise die Spannung, die Monika Mansour sonst immer in ihren Krimis bravourös einbaut. Die Auflösung war okay und logisch. Meine Ahnung ging bereits ein bisschen in diese Richtung....
Für mich der bisher schwächste Krimi der Autorin.


 Vielen Dank an den Emons Verlag für das Rezensionsexemplar!

Die Zuger Reihe:

  1. Höllgrotten
  2. Wildspitz
  3. Zugersee
  4. Lorzentobel  *Rezi*
  5. Ägerisee

Tod auf dem Napf - Monika Mansour

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     

    • Taschenbuch: 304 Seiten
    • Verlag: ‎ Emons Verlag (30. April 2024)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 374082106X
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3740821067
    • Genre: Krimi, Regionalkrimi
    • Reihe: ja - Band 8 um Cem Cengiz

     

Emons Kurzbeschreibung:
Ein Kunsthändler wird tot auf dem Napf gefunden. Auf den ersten Blick sieht es so aus, als sei der Mann von einem Tier angegriffen worden. Bei genauerer Betrachtung stellen die Ermittler Cem Cengiz und Barbara Amato jedoch fest, dass der Tatort Ähnlichkeiten mit dem eines lang zurückliegenden Mordes aufweist. Die Spuren führen das Team der Luzerner Kripo zu einem abgelegenen Hof – und mitten in eine dunkle und unheimliche Welt, in der bereits eine Bestie auf sie wartet.

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Im Luzerner Hinterland wird die bestialisch zugerichtete Leiche eines amerikanischen Kunsthändlers gefunden. Die Frage ist, was dieser Mann in dieser abgelegenen Gegend gesucht hat. Außer Wälder, einsame Bergbauernhöfe und tiefen Schluchten gibt es nichts. Bald wird jedoch klar, dass er auf dem Weg zu Jonathan Lang gewesen sein muss, einem Maler, dessen Bilder mehr und mehr berühmt werden. Angekommen ist er jedoch nie und die Anzeichen, dass eine riesige Bestie ihn umgebracht haben muss, wird immer wahrscheinlicher. Die riesengoßen Klauen und die Tierhaare bei der Leiche sind Indizien genug, dass die Einheimischen an einen furchtbaren Mord vor 15 Jahren zurückdenken. Damals wurden die Eltern von Johnathan Lang auf sehr ähnliche Weise ermordet. Seitdem macht im Ort die Runde, dass auf den Napf ein Ungeheuer wohnt, das Menschen auflauert, ebenso wie uralte Sagen, die bis heute Bestand haben.

Dies ist bereits der achte Band um Ermittler Cem Cegnitz und sein Team. Wer die Reihe bereits kennt, freut sich auf ein Wiedersehen mit Cem und den Luzerner Ermittlern. Wer neu einsteigt, dürfte anfangs mit der Vielzahl an Figuren etwas Probleme bekommen. Doch in diesem neuen mysteriösen Fall haben wir es mir einem etwas kleineren Ermittlerteam zu tun. Die Kripo steht vor einem Rätsel, obwohl Cem im lokalen Umfeld Ermittlungen anstellt und mehr aus den verschrobenen Menschen herauszubekommen. Nachdem bei den Ermittlungen Stillstand eingekehrt ist, entschließt sich Cems Kollegin Barbara Amato undercover zu arbeiten. Sie gibt sich als vermeintliche Urlauberin aus und bucht ein Zimmer auf dem abgelegen Bauernhof des Malers Jonathan Lang.  Der wortkarge Künstler lebt seit dem Mord an seinen Eltern mit seiner schwerbehinderten Schwester Mandy alleine am Hof. Es dauert nicht lange und Barbara steht ebenfalls dem Ungeheuer gegenüber...
Im letzten Drittel erreicht die Spannungskurve ihren Höhepunkt
, denn nicht nur Barbara gerät in große Gefahr, sondern auch Cem und weitere Mitglieder seines Teams.

Monika Mansour schreibt im Nachwort, dass sie sich mit ihrem neuen Kriminalroman etwas ins Horrorgenre gewagt hat. Das nach Verwesung stinkende Ungeheuer ist furchterregend, aber man weiß bald, dass ein Mensch dahinterstecken muss. Ich hatte bald einen Verdacht, der schlussendlich auch stimmte - die Umsetzung war mir allerdings ein Rätsel. Diese wurde von der Autorin sehr gut gelöst. 

Die Autorin schreibt sehr dialoglastig und temporeich. Die bildhaften und atmosphärischen Beschreibungen des düsteren Waldes und der kargen Region, die grauenhafte Bestie und die unterschwellig immer vorhandene Gefahr, machen diesen Regionalkrimi zu etwas Besonderen und wirkt teilweise wie ein Thriller. Somit sticht er aus den Krimis dieses Genres heraus und bleibt gut in Erinnerung. Trotzem hat mir "Wenn der Glaubenberg schweigt" und "Luzerner Totentanz" etwas besser gefallen.

Fazit:
Ein sehr atmosphärischer und leicht gruseliger Krimi mit Lokalkolorit, der spannend erzählt wird und sich in die Reihe rund um Ermittler Cem Cegniz perfekt einfügt.

Vielen Dank an dem Emons Verlag für das Rezensionsexemplar!

Die Reihe um Cem Cengiz und der Luzerner Polizei:
  1. Liebe, Sünde, Tod
  2. Himmel, Hölle, Mensch
  3. Luzerner Todesmelodie
  4. Luzerner Totentanz  *Rezi*
  5. Die Tote vom Titlis
  6. Wenn der Glaubenberg schweigt  *Rezi*
  7. Lichter über Luzern
  8. Tod auf dem Napf

Lorzentobel - Monika Mansour

    Die Bildrechte liegen beim Verlag


    • Taschenbuch: 304 Seiten
    • Verlag: ‎ Emons Verlag (23. Mai 2023)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3740817712
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3740817718
    • Genre: Krimi
    • Reihe: ja - Band 4 der Zuger Reihe



Emons Kurzbeschreibung:
Der rebellische Teenager ET ist sechzehn, trägt bunte Haare und spielt in einer Rockband. Als seine Mutter von einem angesehenen Zahnarzt gestalkt wird, sucht er die Zuger Detektei Trust Investigation auf. Sara, Natalie und Tom beginnen zu ermitteln, doch kurz darauf wird ETs Mutter erhängt aufgefunden. Der Fall wird zu einem undurchschaubaren psychologischen Terrorspiel, bei dem ET selbst ins Kreuzfeuer gerät. Mehr und mehr stellt sich die Frage, wer hier der eigentliche Stalker ist – und wer im Stillen nach Hilfe ruft.

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Ich habe bereits einige Krimis der Schweizer Autorin Monika Mansour gelesen, jedoch noch keinen aus dieser Reihe rund um die Detektei Trust Investigations. Der Einstieg fiel mir nicht schwer, obwohl "Lorzentobel" bereits der vierte Band ist.

Eines Tages bekommt die Detektei Besuch von Elias Tanner, genannt ET.  Der Bassist einer Rockband hat Toms Tochter Lucy bei einem seiner Konzerte kennengelernt und erfahren, dass ihr Vater als Detektiv arbeitet. Der rebellische Sechzehnjährige bittet Sara, Tom und Natalie von Trust Investigations um Hilfe. Seine Mutter Bianca wird seit Jahren von ihrem ehemaligen Arbeitsgeber gestalkt. Beide haben bisher keinerlei Hilfe von anderen Stellen erhalten und sie sind seine letzte Anlaufstelle.
Der angesehene Zahnarzt Doktor Roman Wagner soll Elias Mutter seit Jahren terrorisieren, nachdem er sie fristlos entlassen hat. Sara, Natalie und Tom lehnen zuerst ab, beginnen aber jeder selbstständig nachzuforschen, jedoch sind alle seine Patienten begeistert von Wagner. Besonders Sara, eine ehemalige Polizistin, möchte ET helfen. Als Elias Mutter durch einen angeblichen Selbstmord stirbt, übernimmt die Trust Investigation offiziell den Fall.

Der Fall ist von Anfang an spannend und undurchsichtig. Der Krimi ist fesselnd und wendungsreich. Die Erzählperspektiven wechseln öfters und man erhält tiefe Einblicke in verschiedene Gemütszustände und in die Gedanken der Figuren. Des Weiteren gefiel mir die persönliche Entwicklung der Protagonisten, insbesondere die von Sara und auch von ET.
Monika Mansour hat es perfekt verstanden den Leser mit überraschenden Wendungen und der immerwährenden Frage: Wer lügt hier? an die Geschichte zu fesseln. Alle paar Kapitel fragte ich mich, ob meine Vermutung nun richtig oder falsch ist.
Der Krimi lebt von seinen Verwirr- und Psychospielchen. Nichts ist, wie es scheint. Der Spannungsbogen ist und bleibt die ganzen 304 Seiten über hoch.

Die Dialoge sind lebendig und die Charaktere facettenreich. Dieser Krimi hebt sich eindeutig von anderen ab und entpuppt sich als spannender Pageturner.

Fazit:
Ein toller Schweizer Krimi, mit dem ich spannende Lesestunden hatte! Leseempfehlung!

Vielen Dank an den Emons Verlag und an Lovelybooks für das Rezensionsexemplar!

Die Zuger Reihe:

  1. Höllgrotten
  2. Wildspitz
  3. Zugersee
  4. Lorzentobel
     

Wenn der Glaubenberg schweigt - Monika Mansour

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     

     

    • Taschenbuch: 336 Seiten
    • Verlag: ‎ Emons Verlag (29. Juni 2021)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 374081134X
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3740811341
    • Genre: Krimi
    • Reihe: ja - Band 6 um Cem Cengiz


Emons Kurzbeschreibung:
Temporeicher Krimi mit Witz, Melancholie und knallharter Action. Die Luzerner Staatsanwältin Eva Roos wird von ihrer Vergangenheit eingeholt: Ihr schlimmster Feind Viktor Kasakow ist zurück. Der Kunsthändler und Multimillionär, der für ein russisches Syndikat arbeitet, bringt Eva in seine Gewalt. Ihr Ehemann, Ermittler Cem Cengiz, ist bereit, für seine Frau bis aufs Äusserste zu kämpfen. Unterstützt wird er von einem Agenten, den ihm der russische Geheimdienst zur Seite stellt. Doch in diesem undurchsichtigen Netz aus Intrigen, Verrat und Mord spielt jeder sein eigenes Spiel … 

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Bei Lovelybooks hatte ich Glück und habe mich sehr gefreut, dass ich wieder gemeinsam mit Cem Cengiz ermitteln darf. Es ist der sechste Band der Reihe rund um den türkisch stämmigen Ermittler und die Kripo Luzern.

Schon der Prolog erweckte meine Neugierde. Ein Killer zieht die letzten Fäden, um seinen Auftrag zu erfüllen und man fragt sich: Wer ist er? Was ist sein Auftrag? Wer wird das Opfer sein?
Damit packte mich Monika Mansour schon auf den ersten Seiten. Kurze Zeit später sind wir Zuschauer einer Gerichtsverhandlung: Cem's Ehefrau Eva ist die Staatsanwältin und Lila, seine Ex-Freundin, die Angeklagte. Sie soll den minderjährigen Jungen Sabou aus einem Flüchtlngslager in Mali entführt und in die Schweiz gebracht haben. Sabou hat sich Lila anvertraut und fürchtet um sein Leben. Niemand geringerer als Viktor Kasakow, Evas schlimmster Feind, trachtet dem Jungen nach dem Leben. Sabou hat angeblich geheime Informationen mitbekommen, scnweigt jedoch seit seiner Ankunft in der Schweiz. Kasakov gehört zur russischen Mafia und kennt keine Skrupel. Als er Eva entführt, ist Cem nicht zu halten. Seine Chefin greift jedoch schnell ein, denn er ist in diesem Fall befangen. Als Ella, eine ältere Dame, die Polizeidirektion betritt und von einer Toten in der Wolfsschlucht spricht, schickt sie Cem mit der Frau zum angeblichen Tatort. Ella ist aber absolut sicher, denn ihre Tarotkarten lügen nie! Cem ist genervt und doch folgt er Frau Ella in die Wolfsschlucht, wo sie eine unbekannte Tote finden....

Cem ist mir bereits in der Vergangenheit sehr ans Herz gewachsen. Wie er versucht seine Frau zu schützen und gleichzeitig den Fall lösen möchte, wird sehr lebendig beschrieben. Cem steckt in einer Zwickmühle, denn er ist befangen und hat doch nicht die Muße einfach nur abzuwarten - verständlich! Seine Gedanken werden sehr plastisch beschrieben und man fühlt sehr mit ihm mit.
Mit Frau Ella hat die Autorin einen ganz besonderen Charakter erfunden, der mich immer wieder zum Schmunzeln brachte. Sie ist ein Original und einfach zum Niederknien! Ella nervt Cem und hat doch immer wieder Informationen, die ihm weiterhelfen. Doch welches Spiel spielt Ella? Wer ist sie und warum scheint sie mehr über Cem's aktuellen Fall zu wissen?
Warum möchte Viktor unbedingt mit Eva in Kontakt treten? Und welche Rolle spielt Eva in Viktors Spiel?

Der Fall ist von Anfang an spannend und undurchsichtig. Monika Mansour gelingt es den Leser immer wieder auf falsche Fährten zu schicken. Es geht um Geldwäsche, Intrigen, Machtkämpfe innerhalb der Mafia, Drogen- und Menschenhandel, sowie Kunstfälschungen - ein breites Spektrum! Der Fall ist sehr komplex und raffiniert gestrickt. Am Ende führen alle Fäden zusammen und ergeben ein gelungenes Gesamtbild. Ein toller Krimi, mit dem ich spannende Lesestunden hatte!

Vielen Dank an den Emons Verlag und an Lovelybooks für das Rezensionsexemplar!

Die Reihe um Cem Cengiz und der Luzerner Polizei:
  1. Liebe, Sünde, Tod
  2. Himmel, Hölle, Mensch
  3. Luzerner Todesmelodie
  4. Luzerner Totentanz  *Rezi*
  5. Die Tote vom Titlis
  6. Wenn der Glaubenberg schweigt

Luzerner Totentanz - Monika Mansour



    • Taschenbuch: 272 Seiten
    • Verlag: Emons Verlag (21. September 2017)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 374080193X
    • ISBN-13: 978-3740801939
    • Genre: Krimi, Länderkrimi 
    • Reihe: ja - Band 4 um Cem Cengiz


Emons Kurzbeschreibung:
Heiligabend: Im Luzerner Männliturm wird ein vermisstes Mädchen aufgefunden, gekleidet in ein Engelskostüm. Die Wände des Turms zieren mystische Zeichen, mit Blut gemalt. Das Mädchen lebt, spricht aber nicht. Ist es ein Opfer der Sträggele, die der Sage nach in den kalten Winternächten ihr Unwesen treibt? Ermittler Cem Cengiz begibt sich gemeinsam mit einem Okkultismus-Experten auf die Spur der Hexe. Doch dessen Eingreifen verschärft die Lage nur noch, und die Medien schaukeln das Drama weiter hoch. Die öffentliche Jagd beginnt, und der Scheiterhaufen ist bereits errichtet . . .

Meine Bewertung: * * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Es ist kurz vor Weihnachten. Im Luzerner Männliturm wird ein kleines Mädchen gefunden. Sie ist ausstaffiert wie ein Engel mit Flügel und Goldstaub. Bewusstlos liegt es am Boden, rundherum sind an den Mauern okkulte Zeichen mit Blut aufgemalt. Man beobachtet eine rothaarige Frau auf einem Pferd, einen Hund und Feuer.......wer bedient sich hier der alten Sage von der Sträggle, der Hexe, die Kinder entführt?
Als die Ermittler das Mädchen später im Krankenhaus besuchen, weigert es sich zu sprechen. Kurze Zeit später findet man wieder ein Mädchen als Engel verkleidet, nicht ansprechbar und verwirrt. Die Polizei tappt völlig im Dunkeln bis der ehemalige Auslandskorrespondent Marius Cem auf eine alte Sage rund um die Sträggele und den Türst verweist.

Der Krimi geht gleich spannend los und bleibt auf einem hohen Level, der mich das Buch nicht mehr aus der Hand legen ließ. Man grübelt über die Hintergründe der Taten nach. Die eigenen Kapitel, die Einblicke auf die Täterin geben, hinterlassen anfangs mehr Verwirrung als Aufklärung. Das macht die Geschichte noch spannender.
Die schweizer Ausdrücke spiegeln das Lokalkolorit wieder und die Sage rund um die Sträggle und dem Türst runden dieses perfekt ab. Grandios vermischt die Autorin die alte Legende mit dem aktuellen Kriminalfall.
Leider kannte ich die Vorgängerbände rund um Ermittler Cem Cengiz noch nicht, was ich aber auf jeden Fall nachholen werde. Das Team rund um den türkischstämmigen Cem ist wunderbar authenisch und konnte mich überzeugen. Barbara, Lila und Eva, sowie der charismatische Journalist und Experte für Okkultismus, Marius, haben mein Herz im Sturm erobert, wobei man Marius nicht wirklich zuordnen kann. Weiß er mehr, als er verrät oder ist er tatsächlich eine Hilfe für das Ermittlerteam? Kann Cem Marius trauen?

Besonders zu Beginn gab es einige Hinweise auf die ersten drei Bände, die mir doch einiges verraten haben. Die Anspielungen waren jedoch "diskret" und haben meine Lust die ersten drei Cem Cengiz Krimis zu lesen, nicht abgeschwächt. Im Gegenteil!
Auch das Privatleben der Ermittler bleibt nicht außen vor. Barbara leidet unter dem Tod von Rolf und soll noch dazu seinen Platz einnehmen. Doch dann bekommt das eingespielte Team eine neue Chefin vorgesetzt, die wie ein Feldwebel auftritt. Und Cem  steckt in einer gefühlsmäßigen Zwickmühle....obwohl mit Lila zusammen, fühlt er sich immer mehr zu Eva hingezogen....

Monika Mansour zeigt in ihrem neuem Krimi auf, dass Aberglaube und eine vorschnelle Verurteilung immer aktuell ist. Durch Mobbing aller Art werden Menschen auch heute ausgegrenzt und erfahren oftmals sehr viel Leid, das jahrzehntelang anhalten oder zu Selbstmord führen kann.
Durch einen Artikel über eine angebliche Hexe, die Sträggle, die Mädchen entführt, beginnt sehr schnell eine Hatz auf rothaarige Frauen, die an die Zeiten der Hexenverfolgung erinnert. Auch ein konservativer Pfarrer fördert das Misstrauen der Menschen und spielt eine Rolle....

Der Showdown zum Ende hin ist packend, das Ende schlüssig und es bleiben keinerlei Fragen offen. So sollte Krimi sein!

Schreibstil:
Die Autorin schreibt sehr dialoglastig, temporeich und atmosphärisch. Der schweizer Lokalkolorit mit einigen Dialektwörter macht die Geschichte identisch. Als Österreicherin tat ich mich nicht so schwer, denn viele Wörter haben auch Ähnlichkeiten zu österreichischen Dialektwörtern. Die Schauplätze in Luzern werden sehr lebendig und bildhaft beschrieben.

Fazit :
Ein richtig guter Krimi, der alles beinhaltet was sich ein Krimileser wünscht! Ich werde mir noch die Vorgängerbände kaufen und gebe für "Luzerner Totentanz" eine absolute Leseempfehlung für Freunde der Spannungsliteratur!


Herzlichen Dank an den Emons Verlag und der Autorin für das Rezensionsexemplar!
 

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