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Unser schönster Sommer - Elena Sonnberg

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     


    • Taschenbuch: 480 Seiten
    • Verlag: ‎ Goldmann Verlag, Originalausgabe (20. Mai 2026)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3442496942
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3442496945
    • Genre: Roman, Gegenwartsliteratur



Goldmann Kurzbeschreibung:
Mykonos bedeutet für Ana pures Glück. Seit ihrer Kindheit verbringt sie dort jeden Sommer bei ihrer griechischen Großmutter, die auf der Kykladeninsel eine kleine Taverne führt. Malerische Strände, türkisblaues Meer, die leckere Küche ihrer geliebten Yiayia – Ana lässt den stressigen Alltag in der Großstadt hinter sich. Doch diesen Sommer ist nichts wie früher. Ihre Großmutter hütet ein Geheimnis, und das charmante Fischerlokal steht kurz vor dem Ruin. Sofort packt Ana mit an, um die Taverne zu retten. Hilfe erhält sie ausgerechnet von dem attraktiven Bootsbauer Leonidas: Als Kinder konnten er und Ana sich nicht ausstehen, nun ist er nach Mykonos zurückgekehrt, und Ana entdeckt ganz neue Seiten an ihm. Vielleicht wird es ja doch noch der schönste Sommer aller Zeiten …

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Reiselust Challenge

Meine Meinung:
Die liebe Elena Sonnberg aka Adriana Popescu entführt uns in ihrem neuen Sommerroman nach Griechenland. Nach ihren Romanen, die in Italien und auf Mallorca gespielt haben, sind wir bei der nächsten Lieblingsurlaubsdestination der Mitteleuropäer angekommen. Ganz genau sind wir auf der Insel Mykonos.

Seit Ana mit ihrer Freundin Natalie eine Marketingfirma gegründet hat, blieb kaum Zeit für Urlaub – und noch seltener für Mykonos, die Heimat ihrer Mutter. Als Kind verbrachte sie hier jeden Sommer und genoss unbeschwerte Ferientage mit dem Nachbarjungen Leonidas.

Nun freut sie sich auf ihre Großmutter Eleni und die vertraute Taverne, deren Küche auf der ganzen Insel berühmt ist. Ana stellt jedoch bald fest, dass das Familienrestaurant kurz vor dem Aus steht. Eleni verdient seit Jahren kein Geld mehr, weil sie Menschen, die sich keine Mahlzeit leisten können, kostenlos versorgt. Obwohl der finanzielle Ruin droht, denkt die über 80-Jährige nicht ans Aufgeben. Eleni hofft noch immer, dass ihr vor Jahren auf See verschollener Mann eines Tages zur Taverne zurückkehrt.
Als Ana die Lage erkennt, möchte sie helfen – doch Eleni lehnt jede Unterstützung ab, bis es beinahe zu spät ist.

Eleni und ihre Taverne bilden das Herz der Geschichte. Als Ana Leonidas wiedersieht, der nach dem Tod seiner Frau mit seinem Sohn Yannis auf die Insel zurückgekehrt ist, schlägt ihr Herz schneller. Gleichzeitig begegnet sie dem charmanten Briten William, der ihr in der Taverne zur Hand geht. Beide Männer bemühen sich um sie bzw. nervt Leonidas Ana wie damals mit seinen Neckereien. Um seinen Sohn Yannis bemüht er sich sehr und versucht ihm zu helfen, die Trauer um seine Mutter zu überwinden. Mit der Hilfe in Elenis Taverne und der Ziege Cordelia genießt Yannis die Ferien. 
Und auch für Ana hält dieser Sommer zwischen Vergangenheit und Neuanfang mehr bereit, als sie je erwartet hätte....

Die bildhaften Beschreibungen der griechischen Insel haben sofort den Wunsch geweckt, endlich wieder einmal nach Griechenland zu reisen. Mein Kopfkino hat verrückt gespielt und ich saß in Gedanken bei Eleni in der Taverne und habe den Sonnenuntergang genossen, die Segelboote bestaunt und das Meeresrauschen gehört.
Auch die Figuren wirken authentisch und lebensnah. Nicht nur die Charaktere rund um Eleni und Ana, sondern auch die vielen Nebenfiguren sind liebevoll gezeichnet. Der Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft hat mir besonders gut gefallen. Und natürlich Yanni, der kleine Sohn von Leonidas, den man sofort ins Herz schließt.
"Unser schönster Sommer" hat mir doch um einiges besser als "Das Versprechen eines Sommertages" gefallen. Jetzt muss ich nur noch den ersten Roman lesen und an den Gardasee reisen....

Fazit:
Ein Wohlfühlroman, der uns nach Mykonos entführt und den Zauber der Insel spüren lässt. Der Roman bietet alte Erinnerungen und neue Begegnungen, Familien- und Dorfgemeinschaften, zweiten Chancen und eventuell einen Neuanfang. 

Tod im Wiener Rathaus - Beate Maxian

    Die Bildrechte liegen beim Verlag




    • Taschenbuch: 352 Seiten
    • Verlag: ‎ Goldmann Verlag, Originalausgabe, (22. April 2026)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3442496764
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3442496761
    • Genre: Krimi, Regionalkrimi
    • Reihe: ja - Band 16 der Sarah Pauli Reihe


Goldmann Kurzbeschreibung:
An einem sonnigen Junitag ist die Journalistin Sarah Pauli für den Wiener Boten im altehrwürdigen Rathaus der Donaumetropole. Dort findet ein prestigeträchtiges Event zur bewegten Geschichte des prächtigen Gebäudes statt. Doch die Veranstaltung endet jäh, als ein Toter im Paternoster entdeckt wird. Das Merkwürdige: Auf der Brust des Mannes prangt ein rätselhaftes Zeichen, und in seiner Tasche findet die Polizei den Bibliotheksausweis einer Frau, die seit Monaten verschwunden ist. Sarah, die ein Faible für Aberglauben und Symbolik hat, beginnt sofort zu recherchieren. Unterdessen sucht der Mörder weiter die Rathaushallen heim und ist ihr stets einen Schritt voraus …

Bewertung: * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Reiselust Challenge

*** Man kann diesen sechzehnten Band auch ohne Vorkenntnisse lesen.
Ich empfehle aber immer die Reihenfolge einzuhalten  ***

Meine Meinung:
Die Wien Krimis von Beate Maxian lese ich regelmäßig jedes Jahr und freue mich immer auf einen weiteren neuen Band. Interessant ist für mich auch, welche Location in Wien die Autorin diesmal gewählt hat.
Wie der Titel des 16. Bandes bereits verrät, ist es diesmal das Wiener Rathaus. Als sich Sarah Pauli zu einem Event in den Sitz der Stadtverwaltung aufmacht, rechnet sie nicht damit, über eine Leiche zu stolpern. Im Paternoster, dem historischen Aufzug des Rathauses, wird ein Mann tot aufgefunden. Da sich auf seiner Brust ein ungewöhnliches Zeichen befindet, wird Sarah Pauli von Martin Stein hinzugezogen. Sie erkennt das Symbol sofort als "Vierpass", welches Steinmetze verwenden. Doch nicht nur das geheimnisvolle Zeichen auf der Brust des Toten, sondern auch der Bibliotheksausweis einer vor Monaten verschwundenen Frau in seiner Tasche, geben Ermittler Martin Stein Rätsel auf. Was verbindet dem ehemaligen Architekt Ewald Schwab und Ilka Dorn, die seit Monaten abgängig ist? Natürlich versucht auch Sarah Pauli der Sache nachzugehen....
Umso verärgerter ist sie, als ein mysteriöser Online Journalist über den Mord schreibt und Dinge veröffentlicht, die niemand - außer Stein und Pauli - wissen kann. Zudem veröffentlicht er Bilder und angebliche Enthüllungen, die sich bald als Fake News erweisen. 

Während sich Beate Maxian meistens mit alten Sagen und Ritualen in ihren Wien Krimis beschäftigt, hat sie diesmal noch ein sehr aktuelles Thema in ihre Story mit einbezogen. Sie widmet sich in ihrem 16. Fall den Fake News. Dabei geht es um Hetze und Verleumdungen von Menschen, die gezielt verbreitet werden. Die Opfer können sich gegen die digitalen Schmutzkampagnen und Diffamierungen kaum wehren und sind machtlos. Ein spannendes Thema, welches immer mehr an Bedeutung gewinnt und leider oftmals sogar von der Realität überholt wird. Es wird immer schwieriger echte und gefakte Nachrichten zu unterscheiden - ein Thema, welches auch Autoren und Autorinnen beschäftigt.
 
Natürlich geht es aber auch wieder um Symbole und wir begleiten Sarah und das Team des Wiener Boten bei den Nachforschungen zur vermissten Ilka Dorn und deren Hintergrund. Auch auf privater Basis gibt es diesmal eine kleine Überraschung.
Die Figuren sind allesamt gut bekannt, wenn man die Wien-Krimis schon eine Weile verfolgt und sind einem bereits ans Herz gewachsen. 

Auch "Tod im Wiener Rathaus" ist kein blutrünstiger Krimi, sondern eher einer von der "leichten" Sorte.
Es bereitet jedes Mal enorme Freude mit zu rätseln und dem Täter sowie seinem Motiv auf die Spur zu kommen. Ein bisserl mehr Spannung hätte dieser 16. Teil der Reihe vielleicht noch gut vertragen, dennoch überzeugt der Krimi, wie die ganze Reihe, immer mit einer guten Portion Wiener Charme. 

Fazit:
Auch der 16. Wien Krimi punktet vor allem durch die tolle Atmosphäre und seinem Schauplatz. Das aktuelle Thema Fake News hebt sich ein bisschen von den anderen Krimis der Reihe ab, wo es meistens um alte Symboliken und Rituale geht.


Die Sarah-Pauli Reihe:

 1. Tödliches Rendezvous
 2. Die Tote vom Naschmarkt
 3. Tod hinter dem Stephansdom
 4. Der Tote vom Zentralfriedhof *Rezi*
 5. Tod in der Hofburg *Rezi*
 6. Mord in Schönbrunn  *Rezi*
 7. Die Prater Morde  *Rezi*
 8. Tod in der Kaisergruft  *Rezi*
 9. Mord im Hotel Sacher  *Rezi*
10. Der Tote im Fiaker *Rezi*
11. Die Tote im Kaffeehaus  *Rezi*
12. Ein letzter Walzer  *Rezi*
13. Tod im Belvedere   *Rezi*
14. Tod auf dem Opernball  *Rezi
15- Tod auf der Donau  *Rezi*
16. Tod im Wiener Rathaus




Die Kolonie - C.J. Tudor

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     


    • Taschenbuch: 480  Seiten
    • Verlag: ‎ Goldmann Verlag, deutsche Erstausgabe (22. Januar 2025)
    • Übersetzer: Marcus Ingendaay
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3442206510
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3442206513
    • Originaltitel: ‎ The Gathering
    • Genre: Thriller, Vampirthriller


Heyne Kurzbeschreibung:
In einer Kleinstadt in Alaska wird ein Junge tot aufgefunden. Seine Kehle ist zerfetzt, seinem Körper alles Blut entwichen. Die Brutalität des Mordes erinnert an eine Tat, die 25 Jahre zurück liegt. Detective Barbara Atkins wird zur Unterstützung von Sheriff Jensen Tucker hinzugezogen, der den ursprünglichen Fall untersucht hatte. Die Einwohner von Deadhart glauben jedoch zu wissen, wer der Schuldige ist: ein Mitglied der nahe gelegenen Vampirkolonie, die in einer alten Bergbausiedlung tief in den Bergen lebt. Barbara gerät unter Druck, die gesamte Kolonie gezielt töten zu lassen. Doch die Beweise sind nicht stichhaltig, und die Menschen lügen. Dann verschwindet ein weiterer Teenager. Barbara und Tucker bleibt nicht mehr viel Zeit, um die Wahrheit herauszufinden: Jagen sie einen kaltblütigen Mörder – oder ein blutdürstiges Monster?

Meine Bewertung: * * * * 

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Reiselust Challenge

Buch zur Book Special ABC Challenge

Meine Meinung:
Gemeinsam mit der lieben Aleshanee, Nicole, Silke und Andrea habe ich diesen Vampirthriller gelesen, der uns ins kalte Alaska geführt hat.
Ein Thriller-Untergenre, welches ich bisher noch nicht gelesen habe. Ich muss gestehen, dass es mein erster VAMPIR-Thriller war und er hat mich sehr gut unterhalten.

In der Kleinstadt Deadhart in Alaska wird ein Teenager tot aufgefunden. Alles erinnert an einem ähnlichen Fall vor 25 Jahren, als ein Teenager-Vampir ebenfalls einen Jungen getötet hat. Die Einwohner von Deadhart sind aufgebracht und möchten die Vampir-Kolonie vertreiben. Diese leben an der Seite der Menschen, verließen jedoch nach dem letzten Vorfall die Nachbarschaft. Seit einiger Zeit sind sie wieder in die ehemalige Bergbausiedlung zurückgekehrt. Nach dem neuerlichen Todesfall wünschen die Einwohner von Deadhart die völlige Ausrottung der Kolonie.
Vampirantrophologin und Detective Barbara Atkins wird daraufhin nach Deadhart geschickt, um den Fall genau zu untertsuchen. Sie lehnt die Keulung ohne stichhaltige Beweise ab und muss bald Anfeindungen der Einwohner spüren, die größtenteils für die Ausrottung sind. Dann wird ein weiterer Teenager ermordet.....

In C.J. Tudors Vampirthriller haben wir es nicht mit wunderschönen (glitzernden) und reichen Vampiren zu tun, sondern mit einer eher armseligen Kolonie, die laufend der Willkür der Menschen ausgesetzt sind. Sie werden ausgegrenzt und verfolgt. Der Rassismus ist allgegenwärtig.

Der Beginn ist etwas langsam und es werden einige Figuren erst eingeführt. Erzählt wird aus aus verschiedenen Perspektiven. Zusätzlich gibt es Rückblenden und einen weiteren Strang um ein gefangenes Mädchen, welches beim Lesen von Beginn an Fragen aufwirft.
Der Schreibstil ist fesselnd und bildhaft. Zahlreiche Wendungen lassen einem an der Geschichte dran bleiben und miträtseln. Man spürt die bedrohliche Stimmung im Dorf auf jeder Seite. Etwas Kritik gibt es an einigen Übersetzungsfehlern, die einem größeren Verlag eigentlich nicht passieren sollte.

Vampirantrophologin Barbara  ist sympathisch, humorvoll und intelligent. Sie ist bereits über 50 und von kerniger Statur, eher unsportlich und hat keine angenehme Kindheit hinter sich. Mit dem Einsiedler und ehemaligen Debuty Jensen Tucker, der vor 25 Jahren an dem damaligen Fall gearbeitet hat, versteht sie sich gut. Die beiden ergänzen sich perfekt und akzeptieren einander. Tucker hat Kontakte zur Kolonie und glaubt diesmal nicht an einem Mörder aus dessen Reihen.
Auch die übrigen Charaktere, vor allem die Einwohner von Deadhart, sind sehr lebendig und facettenhaft beschrieben. Trotz der vielen Figuren kann man diese sehr gut zuordnen und hat sie lebhaft vor Augen. Die Autorin hat diese wirklich großartig ausgearbeitet.

Tudor zeigt perfekt auf, was Hetze und Selbstjustiz erzeugen können und lässt einem manchmal ganz schön gruseln. Die Beschreibungen der Jagd auf die Vampire ist grausam und wird nicht beschönigt. Dazu passt das düstere und kalte Setting, welche ich als sehr atmosphärisch erzählt empfand. Die winterliche Kulisse und die Abgeschiedenheit, die durch den Schneesturm noch verstärkt wurde, ließ mich bei den klirrenden Minustemperaturen hier in Österreich noch mehr frieren. Vielleicht sollte ich diese Art von Bücher doch eher im Sommer zur Abkühlung lesen ;)
Einzig das Ende war fast etwas zu schnell abgehandelt.

Cover:

von links nach rechts:
das englischsprachige Hardcover und Paperback und das polnische Cover
Ich muss sagen, dass ich das Hardcover sehr atmosphärisch finde - gefällt mir

Fazit:
Ein etwas anderer Thriller, der in der gemeinsamem Leserunde viel Spaß gemacht hat. Besonders gemocht habe ich die tolle winterliche und düstere Atmosphäre, die dem Thriller noch das gewisse Etwas gibt. Es ist definitiv kein Vampirroman, sondern eine düstere Mörderjagd in einem abgelegenen Dorf in Alaska. 



Die Frauen von Ballymore - Lucinda Riley

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     


    • Gebundene Ausgabe: 480 Seiten
    • Verlag: ‎ Goldmann Verlag, Deutsche Erstausgabe (12. November 2025)
    • Übersetzer: ‎Sonja Hauser, Karin Dufner, Ursula Wulfekamp, Sibylle Schmidt
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 344230234X
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3442302345
    • Originaltitel: ‎ Losing You
    • Genre: Roman


Goldmann Kurzbeschreibung:
Sorcha O'Donovan wächst behütet in Ballymore an der Südküste Irlands heran. Als sie 16 Jahre alt ist, verliebt sie sich unsterblich in den Musiker Con Daly, einen Einzelgänger, der in einer Hütte am Strand lebt. Es beginnt eine heimliche Beziehung zwischen den beiden, die aber zu einem Eklat führt: Sie werden von der der ebenso vermögenden wie missgünstigen Helen McCarthy aus dem Dorf verraten, und in seinem Zorn verbannt Sorchas Vater seine Tochter. Die beiden verlassen über Nacht ihre irische Heimat, um im London der 1960er Jahre ein neues Leben zu beginnen. Und dort, in der brodelnden Metropole, wird für Con ein Traum wahr: der Aufstieg vom mittellosen Straßenmusiker zum Leader einer der erfolgreichsten Bands seiner Zeit. Aber als Helen in London auftaucht, sind die Weichen gestellt für ein Drama, das unerbittlich seinen Lauf nimmt ...

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Reiselust Challenge

Buch zur Book Special ABC Challenge

Meine Meinung:
Eigentlich habe ich mir den Klappentext zum neuen/alten Buch von Lucinda Riley gar nicht durchgelesen, als ich es in der Vorschau sah. Mir war klar, dass ich es lesen werde, denn meine Bücherei wird es auf jeden Fall kaufen.
Als ich dann beim Lesen mitbekam, dass es hier auch um Musik geht, war ich gleich Feuer und Flamme. Damit kann man mich immer überzeugen =)

Wir sind in den 1960igern. Die 16jährige Sorcha O'Donovan lebt in Ballymore, einem verschlafenen Ort im Süden Irlands. Nicht nur sie träumt davon, dem Dorfleben den Rücken zu kehren, sondern auch Con Daly, der alleine in einer Hütte am Strand lebt. Con träumt von einer Karriere als Musiker in der englischen Hauptstadt London. Die beiden verlieben sich ineinander, doch ihr strenger Vater ist von Beginn an gegen die Beziehung. Durch einen Verrat wird Sorcha aus dem Elternhaus gejagt und in einer Nacht und Nebelaktion verlassen Sorcha und Con ihre irische Heimat Richtung London. Hier lebt die Musikszene und tobt das Leben. Doch zuerst leben die beiden Iren von der Hand in den Mund, bis Sorcha eine Stelle in einem Kaufhaus findet. Doch auch Cons Talent wird bemerkt und er bekommt einen Platz in einer aufstrebenden Band. Bald haben "The Fishermen" einen Manager und einen Plattenvertrag und führen die Charts an...
Doch nicht nur Sorcha und Con haben Irland verlassen. Auch Helen McCarthy, die Sorcha damals verraten hat, hat ihrer Heimat den Rücken gekehrt und sucht ihr Glück in London. Irgendwann kreuzen sich ihre Wege und die Katastrophe nimmt ihren Lauf....

Es muss jeder Leserin klar sein, dass der Roman, bereits in den frühen Neunziger Jahren geschrieben und von ihrem Sohn überarbeitet wurde. Noch hat die Sprache und der Schreibstil nicht ganz das Niveau von ihren späteren Werken und dennoch hat mich die Geschichte abgeholt.
Die erste Hälfte des Romans erzählt den Beginn der Beziehung von Sorcha und Con, sowie den Aufstieg von Straßenmusiker zum gefeierten Bühnenstar. Ich fand es sehr interessant in die damalige Musikbranche hineinzuschnuppern, als die Beatles und die Rolling Stones die Charts anführten. 

In der zweiten Hälfte hat Riley wieder einige kriminelle Elemente miteingebaut, die ich schon bei "Der verbotene Liebesbrief" sehr mochte. Dieser Roman ist mir in Erinnerung geblieben und würde ich heute viel besser bewerten, denn es ist mittlerweile mein liebstes Buch der Autorin geworden. Auch dieses hat sie noch unter ihrem Mädchennamen Lucinda Edmonds geschrieben.

Sehr gefallen hat mir auch die Entwicklung von Helen, die als missgünstige und einsame junge Frau ihren Weg findet und sich zu einer tollen Geschäftsfrau entwickelt. Auch die anderen Charaktere sind sehr bildhaft dargestellt, wie auch das Setting in London und in Irland.
Mit überraschenden Wendungen und schicksalhaften Ereignissen bleibt die Geschichte durchgängig kurzweilig. Das Ende war überraschend und habe ich nicht voraus gesehen. 

Cover:
von links nach rechts:
die englischsprachige Neuauflage für 2025, das polnische, das rumänische, das bulgarische, das  norwegische, das dänische und das serbische Cover.
Das Buch wurde bereits unter Lucinda Rileys Mädchenname im Englischen veröffentlicht. Die Ausgaben oben sind aber alle aus dem Jahr 2025.

Fazit:
Auch wenn "Die Frauen von Ballymore" von Lucinda Rileys Sohn Harry Whittaker überarbeitet wurde und man manchmal den etwas anderen Stil erkennt, hat mir die Handlung sehr gut gefallen, was auch am musikalischen Teil liegen kann. Da ich von der "Sieben Schwestern Reihe" nicht ganz so begeistert war, wie viele andere, liegen mir die Geschichten mit einem kleinen Spannungsanteil irgendwie mehr.



Die Farbe des Bösen - Ralf H. Dorweiler

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     


    • Taschenbuch: 416 Seiten
    • Verlag: ‎ Goldmann Verlag, 1. Auflage, (19. November 2025)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3442496381
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3442496389
    • Genre: Historischer Krimi
    • Reihe: ja - Band 2 zu Ein Fall für Rieker und Ahrens



Goldmann Kurzbeschreibung:
Hamburg 1887. Die Richterstochter Johanna Ahrens hat sich Hals über Kopf in einen Sozialisten verliebt. Als sie ihn zu einer Protestaktion vor einer Tapetenfabrik begleitet, wird sie Zeugin, wie zwei Männer eine Leiche aus einem Nebengebäude tragen. Schockiert wendet Johanna sich an Criminalcommissar Hermann Rieker. Der kann vor Ort zunächst keine Spur eines Verbrechens finden, wird aber hellhörig, als auf einem nahe gelegenen Brachgelände ein grausam zugerichteter Toter entdeckt wird. Während Johanna auf eigene Faust inkognito in der Fabrik ermittelt, forscht Rieker nach der Identität des Toten. Schon bald stößt er auf weitere Leichen, die ähnlich entstellt sind …

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Letztes Jahr habe ich den ersten Band des historischen Kriminalromanes von Ralf H. Dorweiler gelesen, der von mir 5 Sterne bekommen hat! Deshalb war ich besonders neugierig auf den zweiten Band rund um Criminalcommissar Hermann Rieker und der Richterstochter Johanna Ahrens - einem etwas ungewöhnlichem Schnüfflerpaar.

Richterstochter Johanna Ahrens ist mit ihren 23 Jahren noch unverheiratet, was vor allem ihrer Mutter nicht wirklich gefällt. Als sie bei einer Feier den Sozialisten Jan kennenlernt, ist sie von ihm schwer beeindruckt und stimmt einem Treffen vor der Kunsthalle (ohne Begleitung, wie es zur damaligen Zeit üblich war) zu. Doch Jan möchte nicht mit ihr Kunstwerke bestaunen, sondern nimmt sie mit zu einer Protestaktion gegen die schlechten Arbeitsbedingungen in der Tapetenfabrik Trempin & Co. Dabei wird sie Zeuge, wie zwei Männer eine vermeintliche Leiche, die in einem Teppich gewickelt ist, aus einem Nebengebäude tragen. Sie informiert Commissar Rieker davon, doch in der Fabrik scheint niemand zu fehlen. Jan und seine Freunde versuchen Johanna zu überreden sich in bei Trempin als Arbeiterin einzuschleusen, damit sie mehr über die Arbeitsverträge erfahren. Das nutzt Johanna, um auf eigene Faust nachzuforschen....

Diesmal bringt Johanna durch ihre Impulsivität nicht nur sich selbst, sondern auch andere Menschen in Gefahr. Während Hermann Rieker mehr über die Tapetenfabrik herauszufinden versucht, stößt er nicht nur auf einen Leichenacker, sondern auch auf sehr dubiose Geschäftspraktiken. Zusätzlich muss er sich auch immer wieder gegen seinen Vorgesetzen durchsetzen, der ihm am liebsten keinen Mordfall, sondern zum Schnüffeln bei den Sozialisten einsetzen würde. Die Klassenunterschiede, die zu dieser Zeit herrschen, bekommt auch Rieker immer wieder zu spüren.

Ralf H. Dorweiler hat wieder einen sehr spannenden historischen Krimi geschrieben. Nach dem Totenfotograf im ersten Band, habe ich wieder völlig neue Informationen über dubiose Geschäfte und Gifte erfahren. Das macht die Geschichte einfach noch spannender, vor allem der Einblick in die damalige Medizin und Forensik war sehr interessant.
Der Autor stellt die damalige Zeit im späten 19. Jahrhundert sehr atmosphärisch und authentisch dar. Auch die Sprache ist perfekt angepasst und vermittelt das besondere historische Flair ohne antiquiert zu wirken. Neben den teilweise schaurigen Beschreibungen kommt auch der Wortwitz nicht zu kurz.

Über den einzelnen Kapiteln steht der Ort und ein genaues Datum, denn der Krimi geht nur über wenige Tage.

Fazit:
Wieder ein absolut gelungener historischer Kriminalroman, spannend und atmosphärisch. Für Fans der historischen Wienkrimis von Alex Beers - nur mit Hamburgfeeling und zeitlich etwas früher. Empfehlung!


Vielen Dank an den Goldmann Verlag und an Lovelybooks für das Rexensionsexemplar!

Tödliches Gold - Beate Maxian

    Die Bildrechte liegen beim Verlag



    • Taschenbuch: 320 Seiten
    • Verlag: ‎ Goldmann Verlag, Erscheinungstermin: ‎ 24. September 2025)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3442496756
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3442496754
    • Genre: Krimi, Regionalkrimi
    • Reihe: ja - Band 3 um Lou Conrad


Goldmann Kurzbeschreibung:
 Sonnige Weinberge entlang der Donau, malerische Städtchen umgeben von duftenden Wiesen und kulinarische Köstlichkeiten – die Wachau ist ein Paradies auf Erden. Die ehemalige Polizistin Lou Conrad genießt die Schönheit ihrer Heimat, wo sie einen kleinen Feinkostladen führt. Doch dann rührt ein Mordfall die Idylle auf: Auf dem neu eingeweihten Bienen-Wanderweg wird eine junge Frau tot aufgefunden. Handelt es sich etwa um eine Touristin, die tragischerweise zur falschen Zeit am falschen Ort war? Zusammen mit ihrem Berner Sennenhund Michelin und dem befreundeten Sternekoch Fabio Gerber begibt Lou sich auf die Suche nach Antworten …

Meine Bewertung: * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Vor einiger Zeit habe ich den dritten Teil der Reihe um Lou Conrad gelesen, der unweit meiner Heimat spielt und zwar in der wunderschönen Wachau.
Diesmal dreht sich alles um Honig, das gelbe Gold, welches plötzlich tödlich wird.

In wenigen Tagen soll auf Initiative eines örtlichen Imkers ein Bienen-Wanderweg eröffnet werden. Die feierliche Eröffnung steht kurz bevor und die Marienkirchner sind schon sehr aufgeregt. Doch bevor es soweit ist, wird am Beginn des Wanderweges eine junge Frau tot aufgefunden. Als im Dorf auch noch die Runde macht, dass eine Joggerin nur wenige Tage davor von einem Mann verfolgt wurde, geht die Angst in Marienkirchen um. Lou Conrads ehemalige Chefin Verena Badinger vom LKA in Sankt Pölten hat jedoch schnell einen Verdächtigen ausgemacht, der verhaftet wird. Lou hat hingegen Zweifel, ob der junge Mann tatsächlich der gesuchte Mörder ist. Sie beginnt sich umzuhören und stellt Nachforschungen über die Tote an, die als Weltenbummlerin und Fotografin auf Social Media wohl bekannt war. Wer kann ein Interesse daran haben, die junge Frau zu töten?

Diesmal dreht sich viel um das gelbe Gold, was mir Spaß gemacht hat, weil mein Mann seit etwas mehr als einem Jahr Imker ist und ich gerne über die Imkerei lese, um mehr zu erfahren.
Gemeinsam mit Sternekoch Fabio schnüffelt Lou im Umkreis der Toten, aber auch im örtlichen Marienkirchen herum. Die Einwohner beharren zwar darauf, dass der Täter kein Ortsansässiger sein kann, jedoch führen einige wenige Spuren auch ins idyllische Dörfchen.
Die locker leichte Erzählweise bringt uns die schönen Seiten der Wachau und auch die Kulinarik der Region wieder näher. Man sollte beim Lesen jedes Regionalkrimis um Lou Conrad keinen Hunger mitbringen oder bereits gut gegessen haben, denn hier bekommt man auf jeder Seite Köstlichkeiten vorgesetzt.
Das gewohnte Konzept der Autorin greift auch bei "Tödliches Gold" wieder. Spannung kommt eher erst im letzten Drittel auf.

Die Beziehung zwischen Fabio und Lou entwickelt sich diesmal jedoch kaum weiter. Beide schmachten sich an, aber keiner gesteht seine Gefühle. Das wirkt etwas aufgesetzt - vor allem in ihren Alter.
Trotzdem bin ich schon neugierig auf den nächsten Teil der Reihe.

Fazit:
Cosy Crime, der in meiner Heimat spielt und mit regionalen Köstlichkeiten aufwartet, die auch tödlich sein können... Kurzweilig und mit viel Lokalkolorit.


Die Lou Conrad Reihe:
  1. Ein tödlicher Jahrgang  *Rezi*
  2. Tödliche Marillenzeit  *Rezi*
  3. Tödliches Gold  

Der Kuckucksjunge - Søren Sveistrup

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     


    • Broschiert: 672 Seiten
    • Verlag: ‎ Goldmann Verlag, Deutsche Erstausgabe (24. Dezember 2025)
    • Übersetzer: ‎Susanne Dahmann, Meike Dörries
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3442317940
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3442317943
    • Originaltitel:‎ Tælle til en, taelle til to
    • Genre: Thriller


Goldmann Kurzbeschreibung:
Hab dich. Das ist die letzte Nachricht auf Silje Thomsens Handy, ehe die geschiedene Mutter an einem verregneten Februartag in Kopenhagen spurlos verschwindet. Kommissarin Naia Thulin ist sofort alarmiert. Denn genau diese Botschaft bekam auch eine 19-jährige Schülerin, kurz bevor sie ermordet wurde. Steckt derselbe Täter dahinter? Naia muss ausgerechnet mit dem verschlossenen Mark Hess zusammenarbeiten, den sie nach ihrem letzten gemeinsamen Fall um den „Kastanienmann“ nicht mehr wiedersehen wollte. Doch bevor sie einer ersten Spur folgen können, wird eine brutal zugerichtete Frauenleiche gefunden – und es gibt einen neuen Vermisstenfall. Die letzte Nachricht auf dem Handy des Verschwundenen: Hab dich …

Meine Bewertung: * * * * *

Thriller-Jahres-Highlight
♥♥♥ Lieblingsbuch-Status ♥♥♥

Buch zur Weltensommer Challenge

Buch zur Music meets book Challenge

Meine Meinung:
Wow, was war das für eine Geschichte! Schon seit Ewigkeiten hat mich kein Thriller mehr so gepackt, wie "Der Kuckucksjunge". Am liebsten hätte ich ohne Unterbrechung gelesen und jeden Abend wollte ich sofort das Buch wieder zur Hand nehmen, was leider nicht immer möglich war.

Schon die ersten Seiten, die ich bei vorablesen gelesen habe, habe mich sofort gepackt. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass ich das Buch gewonnen habe und lesen durfte. Es erscheint nämlich erst am 24. Dezember. Macht euch schon mal ein Kreuzerl in den Kalender!

Der Thriller beginnt mit einem Schulausflug Anfang der Neunziger Jahre. Dabei wird beim Verstecken spielen von einem der Schüler die Leiche eines vermissten Jungen im Schilf gefunden.
Danach sind wir in der Gegenwart. "Hab dich" ist die letzte Nachricht auf Silje Thomsens Handy, bevor die in Scheidung lebende Mutter einer Tochter spurlos verschwindet.
Naja Thulin arbeitet seit kurzem bei der NC3, dem nationalen Zentrum für Cyberkriminalität. Als Naja und ihr Kollege Raheem sich Siljes Handyverlauf näher ansehen, entdecken sie einen Abzählreim "Ich zähl eins, ich zähl zwei...", der sofort Erinnerungen an einen noch ungelösten Fall vor zwei Jahren weckt. Die damals 19jährige Gymnasiastin Caroline Holst wurde gestalkt und hatte ähnliche Nachrichten auf ihrem Handy. 
Nachdem eine Frauenleiche gefunden wird und weitere Stalkingfälle mit ähnlichen Nachrichten bei der Polizei angezeigt werden, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Thulins ehemaliger Partner Mark Hess, den sie nach ihrem letzten gemeinsamen Fall nie mehr wiedersehen wollte, wird hinzugezogen. Doch der Stalker ist intelligent und versteht seine Spuren zu verwischen. Fotos der zukünftigen Opfer, die er stalkt, können selbst von der Cyberkriminalität nicht zurückverfolgt werden. Das Ermittlerteam muss an einigen Fronten gleichzeitig arbeiten, denn die Fälle beginnen sich zu häufen und weitere Personen verschwinden spurlos. Hess und Thulin geraten unter Druck...
Kurze Zeit später kommt es zu einem weiteren Zwischenfall und der Täter scheint gefunden. Doch einige lose Enden und Ungereimtheiten lassen Naja und Hess keine Ruhe. Obwohl Hess an einer privaten Tragödie knabbert und sich nur schwer auf den Fall konzentrieren kann, irritiert ihn einiges an der Beweislage des mutmaßlichen Täters und er ermittelt weiter, was ihn in tödliche Gefahr bringt....

Der Schreibstil ist absolut fesselnd und der Spannungsbogen bleibt die fast 700 Seiten konstant hoch. Die Charaktere sind sehr authentisch gezeichnet. Die Angst und die Panik der Stalkingopfer ist permanent spürbar. Ein richtiger Alptraum!
Überraschende Wendungen und emotionale Konflikte geben dem Thriller zusätzlich Dramatik. 

Die Gefahr, die immer näher kommt, ließ mich Nägel kauend in meinem Lesesessel versinken und mit fiebern. Trotz der 672 Seiten kann man das Buch kaum aus der Hand legen und man möchte alles um sich herum ausblenden. Der Showdown war purer Nervenkitzel. Große Leseempfehlung!

Søren Sveistrups Vorgänger "Der Kastanienmann" ist damals bald nach Erscheinen bei mir eingezogen und liegt seitdem auf meinem SuB. Das Buch wird jetzt definitiv sehr bald gelesen werden!

Cover:

von links nach rechts:
das tschechische, das französische, das schwedische Cover, das dänische Originalcover, das niederländische und das bulgarische Cover.

Fazit:
Ein psychologisch ausgefeilter und komplexer Thriller der Hochspannung vermittelt. Für mich ein absolutes Highlight und endlich wieder großartige Thriller-Literatur. Große Leseempfehlung!


Vielen Dank an vorablesen und an den Goldmann Verlag für das Rezensionsexemplar!

Tödliche Marillenzeit - Beate Maxian

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     


    • Broschiert: 336 Seiten
    • Verlag: ‎ Goldmann Verlag, Originalausgabe‎ (18. September 2024)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3442495911
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3442495917
    • Genre: Regionalkrimi, kulinarischer Krimi
    • Reihe: ja - Band 2 um Lou Conrad


Goldmann Kurzbeschreibung:
Marillenernte in der Wachau, ein Fest für die Sinne. Auch Lou Conrad, Ex-Polizistin und Inhaberin des beliebtesten Feinkostladens der Region, möchte aus den Früchten Köstlichkeiten kreieren und fährt zum Hof ihrer Bekannten Marta. Doch dort macht Lou eine schockierende Entdeckung: Die Bäuerin liegt tot im Marillengarten. Im Ort brodelt schnell die Gerüchteküche. Beging ein Tourist die Tat? Waren es skrupellose Obstdiebe? Mit Sternekoch Fabio und Berner Sennenhund Michelin an ihrer Seite geht Lou der Sache auf den Grund und entdeckt: In diesem Fall ist das süße Gold der Wachau mit mörderischen Geheimnissen verbunden ...

Meine Bewertung: * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Die Marillenernte hier in der Wachau ist schon wieder vorüber. Dabei wollte ich doch pünktlich dazu meine Meinung zu Beate Maxians zweiten Regionalkrimi mit der ehemaligen Ermittlerin Lou Konrad, der genau zu diesem Zeitpunkt spielt, veröffentlichen. Wie auch immer - nun kommt die Rezension doch etwas später.... 
Die Marillenernte ist neben der Weinlese die betriebsamste Zeit in der Region. Die Wachauer Marille ist eine geschützte Ursprungsbezeichnung und die Obstsorte ist äußerst beliebt. Auch Lou Konrad benötigt täglich für ihr Delikatessengeschäft die saftigen Früchte. Bei Marillenbäuerin Marta hat sie bereits ihre Ware vorbestellt und will diese nur mehr abholen, als sie ihre Freundin tot im Garten findet. Die Einwohner von Marienkirchen sind geschockt, denn Marta war allseits sehr beliebt und niemand kann sich vorstellen, dass der Mörder oder die Mörderin aus dem Ort kommt. Trotzdem wurden in letzter Zeit einige Tonnen Marillen aus Martas Garten gestohlen. Ist der Dieb auch der Mörder?
Der erste Verdacht fällt auf Martas Exmann Rainer, den auch Lous ehemalige Vorgesetzte Verena Badinger vom LKA in Sankt Pölten ins Visier nimmt. Natürlich kann auch Lou nicht still sitzen und beginnt sich in Marienkirchen umzuhören. Immer mit dabei ist ihr Berner Sennenhund Michelin.
Neben Martas Exmann gibt es bald noch einige weitere Verdächtige und bald gerät auch Lou mehr und mehr ins Visier des LKAs......

Der Krimi liest sich wieder wunderbar leicht und kurzweilig. Die Charaktere sind sehr lebendig und bis hin zum kleinsten Nebencharakter sehr authentisch beschrieben. Sie alle haben Ecken und Kanten und sind mehr oder weniger liebenswert. Der Dorftratsch lebt und die ersten Verdächtigen sind schnell gefunden. Vieles wird sehr detailliert erzählt und oftmals auch wiederholt, was etwas Spannung rausnimmt. 
Die Kulinarik kommt nicht zu kurz und mit Sternekoch Fabio, der eindeutig Lous Herz erobert hat, kommt noch etwas "gehobene Küche" und etwas Herzklopfen dazu. Mit dabei wieder viel Lokalkolorit und Humor.
Die großartigen Landschaftsbeschreibungen erzeugen Urlaubsflair. Ich bin froh, dass ich nicht weit weg von dieser Region wohne, wo andere Urlaub machen.
Bald erscheint der dritte Teil, der natürlich wieder gelesen wird!

Fazit:
Ein kulinarischer Regionalkrimi, der unsere schöne Wachau ins Rampenlicht stellt. Diesmal sind wir zur Ernte der süßen Marillen im fiktiven Marienkirchen unterwegs. Kurzweilig und mit viel Lokalkolorit - perfekt für einen lauschigen Tag auf der Terrasse und einem Glaserl "Grüner Veltliner" aus der Wachau..


 
Die Lou Conrad Reihe:
  1. Ein tödlicher Jahrgang  *Rezi*
  2. Tödliche Marillenzeit
  3. Tödliches Gold   (erscheint am 24. September)

Worst Case - T.J. Newman

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     


    • Taschenbuch: 416 Seiten
    • Verlag: ‎ Goldmann Verlag, deutsche Erstausgabe, 19. Juni 2025
    • Übersetzer: ‎ Thomas Bauer
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3442496306
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3442496303
    • Originaltitel:  Worst Case Scenario
    • Genre: Thriller


Goldmann Kurzbeschreibung:
Es beginnt mit eine Tragödie: Als der Pilot eines Passagierflugzeugs einen Herzinfarkt erleidet, stürzt die Maschine auf das Gelände eines Atomkraftwerks. Zunächst ist das Ausmaß des Schadens unklar, doch für die nahe Kleinstadt im Mittleren Westen der USA laufen sofort die Evakuierungsmaßnahmen an. Dann wird deutlich: Im Kraftwerk steht eine Kernschmelze bevor, da die Kühlung auszufallen droht. Während im Reaktor eine vom Schicksal zusammengewürfelte Crew versucht, das Worst-Case-Szenario abzuwenden, kämpfen zwei Einsatzkräfte um das Leben eines einzelnen Kindes: Herumfliegende Flugzeugtrümmer führten zu einer tödlichen Massenkarambolage, und unter den Opfern sind auch die Eltern des kleinen Connor, der sich nicht mehr aus dem Auto befreien kann ...

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Dies ist nun der dritte Thriller der ehemaligen Flugbegleiterin T.J. Newman, die jeden Menschen, der an  Flugangst leidet, noch mehr Angst einjagt. Ich lese ihre Bücher prinzipiell NACHDEM ich in den Urlaub geflogen bin ;) Trotzdem greife ich immer wieder voller Spannung zu ihren Thrillern, denn sowohl "Flug 416", "Absturz" und nun "Worst Case" haben mich alle drei begeistert.

In "Worst Case" haben wir tatsächlich genau den angesprochenen worst case, denn eine  Passagiermaschine stürzt genau über einem Kernkraftwerk ab. Keiner der Passagiere überlebt, doch noch ahnt niemand, welch verheerende Folgen dieser Absturz noch haben wird....

Wie auch schon bei den beiden Vorgänger hat man es mit einem Page-Turner zu tun, der einem kaum Luft holen lässt. Die Handlung wird aus mehreren Perspektiven erzählt und man erlebt diese aus verschiedenen Blickwinkeln. Es bleiben nur 16 Stunden und 38 Minuten bis die Kühlung des Clover-Hill-Kernkraftwerkes auszufallen droht und eine bisher noch nie dagewesene Nuklearkatastrophe in Gang setzt. Eine Crew von Experten und Feuerwehrleuten setzen alles daran die Feuer zu löschen und eine Kernschmelze abzuwenden. Doch die Probleme werden immer weitgreifender und die Zeit läuft den Menschen in Waketa davon.

Diesmal sind wir nur zu Beginn an Bord eines Passagierflugzeuges, denn die weitere Handlung spielt sich im Kernkraftwerk Clover-Hill in Waketa im Mittleren Westen der USA ab, sowie auf der Brücke über den Mississippi, die von Waketa hinaus führt. Dort kam es aufgrund von herabfallenden Flugzeugteilen zu einer Massenkarambolage. Dabei wurde ein Van schwer getroffen und hängt nun etwas instabil auf der Brücke fest. Darin sitzt ein kleiner Junge, dessen Rettung sich alles andere als einfach gestaltet soll.

Das Tempo steigert sich mit jedem Kapitel. Man fiebert mit den Feuerwehrleuten mit, die sich Befehlen widersetzen, um das Leben eines fünfjährigen Jungen zu retten. Man hält bei den Bemühungen im Kraftwerk, welches außer Kontrolle geraten ist, den Atem an und hofft auf ein Wunder. Obwohl es manchmal sehr technisch wird, während wir den Einsatz im Kernkraftwerk mitverfolgen, hat die Autorin diese Details so erklärt, dass ich sie auch verstehen konnte.
Es gibt viele Helden (sehr amerikanisch) und herzerwärmende Momente, denn manche Figuren müssen schwerwiegende Entscheidungen treffen, die tief berühren. Manche Szenarien sind etwas 

Da radioaktive Strahlung nicht sichtbar ist, wird sie oft verharmlost. Wie gefährlich sie tatsächlich ist, wird einem in diesem Thriller sehr intensiv vor Augen geführt.

Cover:


T.J. Newmans dritter Thriller scheint bisher nur ins Deutsche übersetzt worden zu sein. Außer dem englischsprachigen Originalcover links habe ich nämlich keine weiteren gefunden.


Fazit:
T.J. Newman ist die Queen der actiongeladenen Thriller, die man in einem Rutsch verschlingt. Auch diesmal empfehle ich ihre neuestes Werk sehr gerne weiter!



Das Versprechen eines Sommertages - Elena Sonnberg

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     


    • Taschenbuch: 448 Seiten
    • Verlag: ‎ Goldmann Verlag, Originalausgabe (21. Mai 2025)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 344249561X
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3442495610
    • Genre: Roman, Gegenwartsliteratur


Goldmann Kurzbeschreibung:
Seit ihrer Jugend liebt Isabelle die Urlaube auf der Trauminsel Mallorca, wo ihre Eltern eine Finca besitzen. Aber diesem Sommer sieht sie mit gemischten Gefühlen entgegen: Ihre Ehe steckt in der Krise, das Familienleben mit zwei Kindern ist chaotisch, und dann steht auch noch die große Feier zur goldenen Hochzeit ihrer Eltern an. Ihnen zuliebe versucht Isabelle, sich nichts anmerken zu lassen und die Zeit auf der Insel zu genießen – die traumhaften Strände, das glitzernde Meer, das warme Leuchten der Sonne. Doch dann bringt ihr Bruder überraschend einen alten Freund mit: Ben, mit dem Isabelle vor fünfzehn Jahren den schönsten Sommer ihres Lebens verbrachte. Und den sie insgeheim nie vergessen konnte …

Meine Bewertung: * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Sommer, Sand und Meer...was passt besser zu diesem tropischen Juli als Romane, die in den beliebtesten Urlaubsländern der Österreicher,  Schweizer und Deutschen spielen. Deshalb habe ich zum neuen Roman von Elena Sonnberg aka Adriana Popescu gegriffen.

Die Eltern von Isabelle verbringen ihren Lebensabend in einer Finca auf Mallorca. Sie feiern in Kürze ihre Goldene Hochzeit und Isabelle, ihr Mann Stefan und die Kinder sind natürlich eingeladen. Allerdings steht die Ehe von Isabelle und Stefan nach 15 Jahren vor dem Aus. Aus Rücksicht auf die Eltern und ihre besonderen Feierlichkeiten wollen sie den Schein wahren, um das Fest nicht zu stören. Während Isabelle noch versucht heile Welt zu spielen, hat sich Stefan gefühlsmäßig bereits von seiner Frau entfernt. Das gemeinsame Immobilienbüro soll nach dem Sommer zwar weiter bestehen und beiden die Möglichkeit geben weiterzuarbeiten.
Isabelle war neben ihrem Beruf immer für die Familie da. Sie war Mutter, Partnerin und Tochter hat sich, wie so viele von uns, zu wenig um sich selbst gekümmert. Auf der Finca trifft sie auch auf Ben, den besten Freund ihres Bruders Daniel, der einen Sommer lang mehr für sie war. Bei einem gemeinsamen Roadtrip, bei dem Isabelle damals für ihren verletzten Bruder kurzfristig eingesprungen ist, sind sich Ben und sie näher gekommen. Doch nach dem Sommer ging er für ein Jahr nach Australien. Der Kontakt brach ab und dann lernte Isabelle Stefan kennen....

Hinter dem Namen Elena Sonnberg steckt Adriana Popescu, von der ich bereits einige Bücher gelesen habe. Diesmal nimmt sie uns mit auf eine emotionale Reise voller Erinnerungen, zweiter Chancen und einem Abschied.
Die Charaktere sind authentisch und man erhält einen Einblick in die Gefühle und Gedanken der Figuren. Besonders mit Isabelle habe ich mitgelitten und ihre Zweifel gespürt. Alte Gefühle kommen hoch und bringen Isabelle in eine Zwickmühle. 

Die Entwicklung der Charaktere ist gelungen und vor allem Isabelle bemerkt, wie viel sie bisher für andere zurücksteckt hat, während ihr kaum Anerkennung oder Respekt entgegen gebracht wurde.
Auch die anderen Charaktere und Nebenfiguren sind lebendig dargestellt, vielschichtig und haben schnell mein Herz berührt. Ihre Eltern sind mir besonders ans Herz gewachsen, die eine Liebe leben, die viele Jahre überdauert hat.
Das Setting auf Mallorca wird äußerst bildhaft und stimmungsvoll dargestellt. Da ich selbst bereits zwei Mal auf dieser schönen Insel war, habe ich doch einiges wiedererkannt.

Was mir gefehlt hat, war etwas mehr Tempo. Ich empfand es fast als zu ruhig und unspektakulär. Trotzdem mochte ich den Roman gerne, der nicht nur die Wohlfühlatmosphäre rüberbringt, sondern auch Tiefe hat und einige unbequeme Wahrheiten ans Tageslicht bringt. Die Geschichte lässt einem nachdenklich, aber auch hoffnungsvoll zurück.

Fazit:
Ein lebensnaher Roman, den es aber als Sommerlektüre etwas an Leichtigkeit fehlt. Das Setting versprüht hingegen das gewünschte Sommerfeeling und führt uns an die Nord-Ostküste von Mallorca. Es geht um alte Gefühle, eine Ehe, die vor dem Aus steht und einer Familie, die trotzdem nicht auseinander bricht.
 


 

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