- Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
- Verlag: HarperCollins Hardcover; 1. Edition (28. Januar 2025)
- ISBN-10 : 3365007431
- ISBN-13 : 978-3365007433
- Genre: Roman, zwei Zeitebenen,
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| Die Bildrechte liegen beim Verlag |
Die Astoria ist das älteste seetüchtige Kreuzfahrtschiff der Welt. Seit über siebzig Jahren trägt es die Menschen übers Meer und hat schon unzählige Schicksale bestimmt. Nach einer Kollision mit dem Luxusschiff Andrea Doria wurde es an die DDR verkauft und fortan für Urlaubsreisen eingesetzt. Auf seinen Fahrten bis in die Karibik geraten das Schiff und seine Passagiere auch zwischen die Fronten des Kalten Krieges. Die Stewardess Simone und der Matrose Henri haben sich vor vielen Jahren auf diesem Schiff kennengelernt. Heute treten sie noch einmal eine Kreuzfahrt mit der Astoria und damit auch eine Reise in ihre Vergangenheit an. Denn sie begegnen dabei der Schwedin Frida, die als Kind die Schiffstaufe erlebt hat und deren Geschichte ebenfalls ganz eng mit der des Schiffes verbunden ist.
Mit den Romanen von Kati Naumann kann man nichts falsch machen. Die Autorin lässt uns tief in die Geschichte der DDR eintauchen und erzählt in all ihren Büchern über diese Zeit, als Deutschland geteilt war. Dabei verwendet sie nicht alltägliche Themen, die spannend erzählt werden.
Als Binnenlandkind, auch wenn ich die Donau fast vor der Haustüre habe, interessieren mich Schiffe eher weniger. Kati Naumanns Romane sind allerdings - egal zu welchen Thema - immer äußerst lesenswert. Sie bringt in "Fernwehland" diese Besonderheit der "Völkerfreundschaft", die insgesamt unter zwölf verschiedenen Namen gefahren ist, auch mir sehr nahe. Neben dem ersten Kreuzfahrtschiff der DDR, welches in internationale Gewässer fahren durfte, erfahren wir auch mehr über die sächsische Binnenschifffahrt vor der Wende. Und wer nun denkt, dies sei langweilig, liegt total falsch!
Als "Astoria" hatte die "Völkerfreundschaft" ihre letzten Ausfahrten und Henri hat jahrelang gespart, dass er noch einmal mit "seinem Schiff" auf Reisen gehen kann. Nach dem Tod seines Vaters konnte er sich mit seinem Erbe diesen langersehnten Wunsch erfüllen. Gemeinsam mit Simone geht er auf die Reise, bei der sie Frida und später auch die junge Elli kennenlernen.
Die Seefahrt liegt Henri im Blut, denn auch sein Vater Erwin und seine Mutter Dora waren auf der "Diesbar", einem Binnenschiff auf der Elbe, unterwegs. Doch Reisen und neue Länder kennenlernen waren in der damaligen DDR nicht vorgesehen.
Als Leserin spürt man die Liebe zur See aus jeder Zeile, die diese Familie prägt. Aber nur Henri erreicht sein Ziel in internationalen Gewässern fahren zu dürfen. Er wird Matrose und lernt Simone kennen, deren Herz ebenfalls für das Meer und die Seefahrt schlägt - bis eines Tages etwas Schlimmes passiert.
Deutsch-deutsche Geschichte, wie sie nur Kati Naumann erzählen kann. Atmosphärisch wunderbar und großartig recherchiert. Eine Geschichte, die ich in kurzer Zeit inhaliert habe und gerne noch ewig weitergelesen hätte.... Leseempfehlung!



















