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Blutzahl - Thomas Enger und Jørn Lier Horst

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     

    • Taschenbuch: 480 Seiten
    • Verlag: ‎ Blanvalet Taschenbuch; Deutsche Erstausgabe Edition (21. September 2020)
    • Übersetzer: ‎ Maike Dörris und Günther Frauenlob
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3734108942
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3734108945
    • Originaltitel : ‎ Nullpunkt
    • Genre: Thriller
    • Reihe: ja - Band 1 um Alexander Blix

Blanvalet Kurzbeschreibung:
An dem Tag, als die Autorin Sonja Nordstrøm verschwindet, sollte sie zur Premiere ihres Buches »Ewige Erste« erscheinen. Dass sie nicht auftaucht, veranlasst die Promi-Reporterin Emma Ramm, Nordstrøm zu Hause aufzusuchen. Die imposante Villa ist leer, doch eine am Fernseher angebrachte Zahl weckt Emmas Neugierde: die Nummer Eins. Alexander Blix vom Osloer Dezernats für Gewaltverbrechen ist der nächste, der eine Zahl findet: die Nummer Sieben, und zwar auf der Leiche eines Mannes, der in Sonja Nordstrøms Sommerhaus gefunden wird ... Was Emma und Alexander noch nicht wissen: Ein Countdown hat begonnen, und er wird in Blut enden.

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Die beiden norwegischen Thriller-Autoren Thomas Enger und Jørn Lier Horst haben sich zusammengetan und gemeinsam eine Reihe geschrieben, die sowohl Spannung, Tempo und eine düstere Atmosphäre mitbringen. Das Duo finde ich gelungen! Von Thomas Egel habe ich bisher noch nichts gelesen, Jørn Lier Horst "Wisting" Reihe habe ich nach dem ersten Band nicht weiter verfolgt. Der Cold Case war mir etwas zu ruhig und zu schnell durchschaubar.

Sonja Nordström ist Autorin und hat soeben ihr neues Buch veröffentlicht. Als sie nicht zum TV Interview erscheint und auch ihre anderen Tagestermine nicht wahrnimmt, macht dies Promi-Reporterin Emma Ramm stutzig. Wer lässt sich so eine Chance entgehen für sein neues Werk keine Werbung zu machen? Emma fährt zur Villa der Autorin und findet Sonja tot im Wohnzimmer. Auf ihrem TV-Gerät klebt eine Notiz mit der Nummer 1. Kurze Zeit später findet man eine männliche Leiche in Sonjas Sommerhaus mit der Zahl 7. Der Osloer Kommissar Alexander Blix vom Dezernat für Gewaltverbrechen ist irritiert. Als eine weitere Leiche mit einer Nummer auftaucht, weiß er, dass es sich um einen Serienmörder handelt, der einem Countdown gleich mordet....

Thomas Enger und Jørn Lier Horst haben mit "Blutzahl" einen tollen Reihenauftakt geliefert, dem es nicht an Spannung fehlt. Ihre beiden Protagonisten Alexander und Emma ergänzen sich perfekt. Die Journalistin, die sich im Promibereich tummelt, ist ehrgeizig und tough, während Alexander lieber im Hintergrund agiert.  Emma leidet außerdem an der Erbkrankheit Alopezie (Haarausfall), die bei ihr besonders ausgeprägt ist. Alexander hat, wie leider fast aller Ermittler in Thriller, eine schwere Vergangenheit, die er gegenüber seinem Team verschweigt. Allerdings übermittelt er Emma einige sensible Informationen über den aktuellen Stand der Ermittlungen und bekommt durch sie neue Gedankenanstöße, die ihm oftmals die Sachlage aus einer anderen Perspektive sehen lassen. Die teilweise grausamen Morde und die detaillierte Schilderung der Tatorte lassen einen Blick hinter die Kulissen der prominenten Opfer zu. Was oftmals von außen glänzt, ist innen drinnen ganz schön schmutzig.....

Erzählt wird in zwei Erzählsträngen und jeweils aus der Sicht von Alexander und Emma. Die Kapitel sind kurz und enden mit einem Cliffhanger, was die Spannung forciert. Es gibt jede Menge überraschende Wendungen und falsche Fährten, die den Leser in die Irre führen. Auch das Privatleben wird gut in die Handlung miteingewoben und lässt einen kleinen privaten Blick hinter die Fassaden zu. Die Opferauswahl fand ich nicht ganz logisch und einige Vorfälle wirken schon etwas konstruiert, wie auch der Anlass der Mordserie. Aber auch im wahren Leben ist oftmals ein nichtiger Bewegrund Ursache für einen Mord....

Ich werde mir den zweiten Band sicher noch aus meiner Bücherei mitnehmen und schauen, ob mir die Reihe weiter zusagt. Der Auftaktband reiht sich
problemlos in die Riege deutscher und skandinavischer Thrillerautoren ein....spannend und temporeich, aber nicht wirklich etwas Neues.

Cover:

 von links nach rechts:
das norwegische Originalcover, die dänische, die englische, tschechische, hebräische und portugiesische Ausgabe

Fazit:
Ein temporeicher Thriller des Autorenduos, die mich mit ihrem Auftaktband fesseln konnten. Jedoch weist auch dieser Thriller die altbekannten "Fehler" auf: ein Ermittler mit dunkler Vergangenheit oder einem Suchtproblem, sowie einem etwas zu konstruierter Plot. Trotzdem spannend und gut zu lesen.


Wisting und der Tag der Vermissten - Jørn Lier Horst

    Die Bildrechte liegen beim Verlag


    • Broschiert: 464 Seiten
    • Verlag: Piper Paperback; Auflage: 4. (1. Oktober 2019)
    • Übersetzer: Andreas Brunstermann
    • ISBN-10: 3492061419
    • ISBN-13: 978-3492061414
    • Originaltitel: Katharina-koden
    • Genre: Krimi, Thriller 
    • Reihe: ja - Cold Cases Band 1

PIPER Kurzbeschreibung:
Seit 24 Jahren hat Kommissar William Wisting ein Ritual: Am Jahrestag des Verschwindens von Katharina Haugen nimmt er sich die Fallakten erneut vor. Dieser Cold Case lässt ihm einfach keine Ruhe. Jedes Jahr trifft er zudem Martin Haugen, den Ehemann der Vermissten und damaligen Hauptverdächtigen, dem nie eine Schuld nachgewiesen werden konnte. Doch dieses Jahr sind zwei Dinge anders: Aus Oslo reist Adrian Stiller an, der in einem anderen Fall über die Fingerabdrücke von Martin Haugen gestolpert ist. Und als Wisting Haugen wie immer treffen will, ist dieser spurlos verschwunden.

Meine Bewertung: * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Es war wieder einmal Zeit für einen skandinavischen Krimi/Thriller. "Wisting und der Tag der Vermissten" ist mir auf einigen Blogs aufgefallen und deswegen habe ich das Buch aus meiner Bücherei mitgenommen. Das war schon vor der Coronakrise...aber manchmal dauert es eben bis die Rezension auf meinem Blog auch dazu geschrieben ist.

Cold Cases werden in diesem Genre immer beliebter seit Jussi Adler-Olssen seine Bestseller rund um das Dezernat Q zu schreiben begonnen hat. Hier haben wir es aber mit keinem richtigen Team zu tun, sondern mit einem Kommissar, der seit 24 Jahren versucht einen seiner alten Fälle doch noch aufzuklären.
Damals verschwand die gebürtige Österreicherin Katharina Haugen spurlos. Hinterlassen hat sie einen gepackten Koffer, einen verblühten Rosenstrauß und einen Zettel mit  komischen Zeichen und Zahlencodes.
Jedes Jahr fährt William Wisting am Jahrestag des Verschwindens Richtung Norden, um Martin Haugen zu treffen, dem Ehemann der damaligen Vermissten. Dieses Jahr bekommt Wisting Hilfe, denn der aus Oslo angereiste junge Ermittler Adrian Stiller ist bei einem weiteren Vermisstenfall über die DNA-Spuren von Martin Haugen gestolpert und setzt Wisting auf den Mann an. Wie jedes Mal fährt er am Jahrestag zu ihm, doch diesmal ist Haugen nicht anwesend und auch telefonisch nicht erreichbar. Gleichzeitig versucht Stiller, ohne Wissen von Wisting, dessen Tochter Line ebenfalls auf die beiden Kriminalfälle anzusetzen. Die Journalistin, die sich in Karenz befindet und gerne wieder arbeiten möchte, greift sofort zu. Die Polizei versucht mit Hilfe von neuen Zeitungsartikeln und Podcasts die Menschen an die Fälle zu erinnern und eventuell neue Spuren zu finden. Line, Wisting und Stiller versuchen Ähnlichkeiten in den beiden Mordfällen zu finden und dem Täter auf die Spur zu kommen...

Die ersten hundert Seiten fand ich sehr interessant. Wisting ist ein authentischer und eher ruhiger Ermittler, der immer zum Kern der Sache kommt. Die Polizeiarbeit wird realistisch dargestellt und nimmt viel Platz ein. Seine Tochter Line blieb mir fast ein bisschen zu blass und Stiller hatte etwas geheimnisvolles, undurchschaubares. Er kam mir sehr ehrgeizig und auch mediengeil vor. Obwohl es auch viele private Einblicke in Wistings Familie gibt, fehlte mir trotzdem ein bisschen die Nähe zu den Figuren.

Die Geschichte fand ich eher gemächlich. Sie wird aus der Sicht von Wisting, aber auch aus der Perspektive seiner Tochter Line erzählt. Als Leser rätselt man von Anfang an mit und leider habe ich sehr bald durchschaut, wer der Täter ist. Ich habe wohl wirklich einfach schon zu viele Thriller gelesen.
Für mich war die Spannung nur teilweise vorhanden....zu Beginn und dann am Ende, als die Geschichte richtig Fahrt aufnimmt. Ob ich weiter lesen werde, kann ich noch nicht sagen, denke aber eher nicht...da gibt es wesentlich spannendere Thriller-Reihen, die ich noch weiterlesen möchte.

Schreibstil:
Jørn Lier Horst schreibt ruhig und anschaulich, oftmals detailliert und bildhaft. Die Kapitel sind kurz gehalten, das Tempo eher gemächlich. Die Beschreibung der norwegischen Landschaft im Herbst wird sehr lebendig und bildhaft dargestellt. Man spürt bereits die nahende Ankunft des Winters und der nebeligen Tage, die der Geschichte eine tolle Atmosphäre geben.


Cover:
 
 von links nach rechts:
das norwegische Originalcover, die englischsprachige Ausgabe, das Cover aus Polen, der Ukraine und  Schweden

Fazit:
Ein Thrillerauftakt, der mich nicht ganz überzeugen konnte. Sehr ruhig und atmosphärisch, aber leider zu schnell durchschaubar. Ein interessanter Cold Case, den ich gern gelesen habe. Trotzdem werde ich wahrscheinlich die Reihe nicht weiter verfolgen.


 

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