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Die Mauern von Porto - Mario Lima

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

    • Broschiert: 368 Seiten
    • Verlag: Heyne Verlag; Originalausgabe Edition (8. Februar 2021)
    • ISBN-10 : 3453441133
    • ISBN-13 : 978-3453441132
    • Genre: Krimi
    • Reihe: Band 2 um Inspektor Fonseca



Heyne Kurzbeschreibung:
Ein neuer Fall führt Inspektor Fonseca und sein Team in den ältesten Teil von Porto, in das enge und verwinkelte Bairro da Sé. Nach einem Brand findet die Feuerwehr zwei Skelette, eingemauert in einem alten, leerstehenden Haus. Es handelt sich um zwei weibliche Mordopfer, die Mordkommission nimmt die Ermittlungen auf. Auch die Bewohner des Bairro sind nicht untätig, denn der Fall wühlt alte Konflikte wieder auf, jeder scheint etwas zu wissen. Und jeder will Gerechtigkeit. Als ein weiterer Mord geschieht, muss Fonseca schnell handeln...

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Mario Lima ist das Pseudonym des deutschen Autoren Manfred Lührs, der seit Jahren in Portugal seinen Wohnsitz hat. Ich habe bereits den zweiten Band seiner Inspektor Fonseca Reihe gelesen, der mit gut gefallen hat. Bei Lovelybooks durfte ich nun in einer Leserunde mit dem Autor seinen dritten Band lesen. 

Inspektor Fonseca hat es diesmal mit einem grausamen Mord zu tun. Im ältesten Viertel von Porto Bairro da Sé werden bei einem Brand in einem leerstehenden Haus zwei eingemauerte skelettierte Leichen gefunden. Doch der Fall wird viel zu schnell zu den Akten gelegt, weil die beiden Frauen vor bereits 22 Jahren ermordet wurden und in Portugal Mord bereits nach 15 Jahren verjährt. Ana ist empört und auch Fonseca gefällt diese Vorgehensweise nicht, jedoch sind sie gegen die Justiz machtlos. Mit Teresa Marinho, die aus Angola stammt und Tété genannt wird, kommt eine neue Kollegin hinzu. Sie kommt von der Abteilung Korruptionsbeskämpfung aus Lissabon und hat sich zur Mordkommision versetzen lassen. Hier hofft sie mehr gegen die Korrpution tun zu können. Doch schon mit dem ersten Mordfall, der nach 15 Jahren verjährt ist, steht sie wieder vor den Hürden der Gesetzgebung. Als ein weiterer Mord geschieht, der im Zusammenhang mit dem alten Fall steht, versuchen Fonseca, Rui, Ana und Tété alles um den Täter zu enttarnen und vor Gericht zu bringen....

Der neue Kriminalfall spielt im Drogenmilieu. Korruption und Unterdrückung sind ebenfalls Themen, die der Autor eingebaut hat. Der Leser ist den polizeilichen Ermittlungen immer um einiges voraus - die Spannung ist trotzdem gegeben. Die Ermittlungsarbeiten stehen im Mittelpunkt und werden sehr eindringlich, sowie realistisch beschrieben. 

Mit seiner neuen Protagonistin Tété geht der Autor auf die portugiesische Geschichte der Kolonialherrschaft und den Nelkenkrieg in Angola ein. Diese Informationen fand ich sehr interessant. Zusätzlich bringt Teresa frischen Wind in die Ermittlergruppe.

Die Spannung steigt langsam, aber kontinuierlich an. Obwohl dem Leser der Täter bekannt ist, geht es dem Autor diesmal ganz besonders darum, Gerechtigkeit walten zu lassen. Immer wieder schlüpfen Menschen durch die Lücken des Gesetzes, weil sie korrupt sind oder an den Spitzen der Gesellschaft stehen.

Schreibstil:
Mario Lima schreibt flüssig und mit landestypischen Flair. Die Figuren sind mir diesmal näher gekommen und vorallem Tété habe ich sofort ins Herz geschlossen. Sie bringt frischen Schwung ins Ermittlerteam.
Habe ich im letzten Krimi noch bemängelt, dass der Autor zu wenig Lokalkolorit eingeflochten hat, spürt man in "Die Mauern von Porto" sehr viel von der portugiesischen Atmosphäre. Vorallem das alte Viertel, das inzwischen restauriert und zum UNESCO Weltkulturerbe zählt, wird sehr bildhaft und einprägsam beschrieben. Man wandert durch die verwinkelten Gassen, bedauert den Verfall der Häuser und spürt die Hoffnungslosigkeit der Menschen.
Die eingestreuten portugiesischen Wörter werden in einem Glossar am Ende übersetzt. Sie ergeben aber auch ohne Portugiesischkenntnisse im Zusammenhang Sinn. Auf der Umschlaginnenseite findet man einen Plan von Porto.

Fazit:
Ein spannender Kriminalroman, der diesmal sehr von der Atmosphäre und seinem gesellschaftskritischen Hintergründen lebt. Mir hat dieser dritte Fall viel besser als sein Vorgänger gefallen und ich freue mich schon auf den nächsten Krimi aus Porto.

Vielen Dank an den Heyne Verlag und an Lovelybooks für das Rezensionsexemplar, sowie an den Autor für die Begleitung der Leserunde

Die Reihe um Inspektor Fonseca:

  1. Barco Negro
  2. Tod in Porto  *Rezi*
  3. Die Mauern von Porto

Tod in Porto - Mario Lima

    Die Bildrechte liegen beim Verlag



    • Broschiert: 384 Seiten
    • Verlag: Heyne Verlag; Auflage: Originalausgabe (10. Juni 2019)
    • ISBN-10: 3453439597
    • ISBN-13: 978-3453439597
    • Genre: Krimi
    • Reihe: ja - Band 2 rund um Inspektor Fonseca



Heyne Kurzbeschreibung:
Das Team von Inspektor Fonseca hatte schon mit eisbeschlagenen Vinho-Verde-Gläsern auf den wohlverdienten Sommerurlaub angestoßen, als plötzlich ein Mann brasilianischer Herkunft erschossen neben seinem Sportwagen aufgefunden wird. Wenig später taucht ein Video auf, das mit dem Fall in Verbindung steht: Eine Zunge und ein Paar Ohren, genagelt an eine Holztür. Die „brasilianische Methode“ mit Spitzeln umzugehen. Das Video hatte acht Empfänger. Sind weitere Morde geplant? Wie viel weiß der Arbeitgeber des Ermordeten, ein windiger Immobilienmakler? Und was hat die Tochter eines berühmten Anwalts aus Sao Paulo mit dem Ganzen zu tun?
 
Meine Bewertung: * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Für mich ist dieser zweite Band der Einstieg in das Team rund um Inspector Fonseca. Man kann jedoch "Tod in Porto" problemlos ohne Vorkenntnisse lesen.

Mario Lima ist das Pseudonym eines deutschen Autors, der seit Jahren in Portugal lebt. In seinem zweiten Kriminalroman dreht sich alles um die brasilianische Mafia, die Porto und das Ermittlerteam der Polícia Judiciária rund um Chefinspektor Fonseca in Atem hält. Statt den wohlverdientesn Urlaub anzutreten, müssen Fonseca, Dino, Anna und Pinto wegen Mordes ermitteln. Ein Toter wurde in einem Industriegebiet nahe einer Disco erschossen. Die Spuren führen zu einer Immobilienfirma, bei der das Opfer gearbeitet hat. Doch Pinto und Ana treffen auf eine Mauer des Schweigens. Als ein weiterer Mann brutal ermordert wird drängt die Zeit, doch was ist das Motiv? Drogen? Geldwäsche oder rivalisierende Banden? Als dann auch noch ein verstörendes Video die Runde macht, das eine Zunge und ein Paar Ohren angenagelt an eine Holztür zeigen, ist man sicher, dass die Spur zu den Brasilianern führt, die damit unangenehme Spitzel beseitigen. Und welche Rolle spielt die Halbjapanerin Talita, die in Sao Paulo von der kriminellen Vereinigung PCC entführt wurde und nun ebenfalls in Porto mit einer Horde Security aufgetaucht ist?

Mario Lima hat sich in seinem zweiten Krimi rund um Inspector Fonseca die brasilianische Unterwelt zum Thema gemacht. Ddurch verliert das Buch leider sehr an Lokalkolorit. In meinen Augen hätte es an jedem anderen Ort genauso spielen können. Einzig der Bezug Portugals zu seiner ehemaligen südamerikanischen Kolonie ist ersichtlich. Jedoch erfährt man sehr viel über die Machtverhältnisse in Sao Paulo, wie über die Polícia Militar do Estado und die kriminelle Vereinigung, Primeiro Comando da Capital (PCC).

Die Charaktere sind nur teilweise gut ausgearbeitet. Ana und Pinto sind sympathische Figuren, die für mich greifbar waren. Ein kleiner Einblick in ihr Privatleben und einige charakteristische Handlungen im Laufe der Ermittlungsarbeit machten sie für mich real und sympathisch. Fonseco hingegen blieb mir zu blass. Ihn konnte ich nicht wirklich einordnen. Vielleicht wird er aber im ersten Band etwas genauer vorgestellt, was ich leider nicht beurteilen kann, da ich diesen nicht gelesen habe.

Wie in jedem Krimi steht die Ermittlungsarbeit im Vordergrund und die hat mir gut gefallen, auch wenn die Polizei lange keinen Durchblick und auf gut Glück ihre Nachforschungen betrieben hat. Der Hintergrund hinter all den Morden ist jedoch sehr komplex. Die Spannung bleibt großteils die ganzen 384 Seiten aufrecht und steigert sich im letzten Drittel zum Höhepunkt.
Das Ende ist logisch aufgebaut und birgt noch die eine oder andere Überraschunge.

Schreibstil:
Mario Limas Schreibstil ist lebendig und lässt sich sehr gut lesen. Die eingestreuten portugiesischen Wörter werden in einem Glossar am Ende übersetzt und bringen etwas Lokalkolorit in den Krimi. Sie ergeben aber auch ohne Portugiesischkenntnisse im Zusammenhang mit der Geschichte Sinn.
Auf der Umschlaginnenseite ist zusätzlich ein Plan von Porto abgebildet...eine tolle Beigabe des Verlages.

Fazit:
Ein sehr komplexer Krimi, der sich mit der brasilianischen Unterwelt und dem Zuzug dieser in Portugal befasst. Solide Ermittlungsarbeit, spannende Themen und ein guter Schreibstil konnten mich an den Krimi fesseln. Jedoch fehlte mir das portugiesische Lokalkolorit und die Ermittler waren mir zu blass. Ich vergebe deshalb 3 1/2 Sterne von 5.


Vielen Dank an den Heyne Verlag und an Lovelybooks für das rezensionsexemplar, sowie an den Autor für die Begleitung der Leserunde
 

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