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Just Friends - Haley Pham

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     


    • Taschenbuch: 288 Seiten
    • Verlag: ‎ Adrian & Wimmelbuchverlag, 1. Auflage (‎ 2. April 2026)
    • Übersetzer: ‎Sabine Schulte
    • Seitenzahl der Print-Ausgabe ‏ : ‎ 288 Seiten
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3985853746
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3985853748
    • Originaltitel: Just Friends
    • Genre: Young Adult, Liebesroman


Adrian Kurzbeschreibung:
Blair und Declan waren in ihrer Kindheit unzertrennlich – beste Freunde, die einander besser kannten als jeden anderen. Doch als ein impulsiver Kuss sie von Freunden zu Mehr machte, änderte sich alles. So schnell wie ihre Romanze begann, zerstörte ein Moment alles und hinterließ nur Herzschmerz und Stille. Jetzt, vier Jahre später, kehrt Blair in ihre Heimatstadt Seabrook zurück, um ihre Mutter zu unterstützen und sich um ihre Großtante Lottie zu kümmern, deren Gesundheit sich zunehmend verschlechtert. Um über die Runden zu kommen, bewirbt sich Blair um eine Arbeit in einem Café – nur um herauszufinden, dass es von niemand anderem als Declan geleitet wird. Dem Jungen, den sie liebte. Dem Jungen, den sie verlor. Dem Jungen, der ihr Herz immer noch schneller schlagen lässt. Als Blairs Weg sich immer wieder mit dem von Declan kreuzt, reißen alte Wunden wieder auf, Geheimnisse werden enthüllt und die Funken fliegen erneut. Aber könnte ihre Zukunft jemals frei von ihrer Vergangenheit sein?

Meine Bewertung: * * undeinhalb

Buch zur ABC Challengne

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Reiselust Challenge

Meine Meinung:
Diesen Young Adult oder Liebesroman mit dem Trope Second Chance habe ich über Buchcontact erhalten. Ich lese ja zwischendurch immer wieder gerne Liebesromane, die aber oftmals sehr unterschiedlich bei mir "ankommen". Dieses Debüt der (mir unbekannten) Contant Createrin Haley Pham  hat noch etwas Luft nach oben.

Auf zwei Zeitebenen, wobei der Gegenwartsstrang den größeren Teil einnimmt, lernen wir Blair und Declan kennen. Die beiden sind seit ihrer Kindheit gute Freunde und kennen einander besser als irgendjemand sonst. Am Ende der Highschool wurde aus Freundschaft Liebe und die beiden ein Paar. Doch das Glück währt nur kurz, denn ein tragischer Vorfall lässt das junge Glück zerbrechen.
Vier Jahre später kommt Blair wieder zurück in ihren Heimatort. Ihre Großtante Lottie liegt im Sterben. Blair möchte ihre Mutter unterstützen und von Lottie Abschied nehmen. Um etwas Geld zu verdienen, bevor sie nach New York zieht und ihren neuen Job beginnt, sucht sie sich Arbeit. Sie bewirbt sich in einem Café in Seabrook. Umso größer ist der Schock, als sie beim Vorstellungsgespräch Declan gegenüber steht......

Der Beginn der Story und die Rückblicke in die Vergangenheit haben mir sehr gut gefallen. Man erfährt, wie Lottie wichtig für Blair und ihre Mutter wurde. In einer schwierigen Zeit, als ihr Vater die Familie verließ und ihre Mutter ohne Geld, Wohnung und Arbeit zurückblieb, war es Lottie, die sie bei sich aufnahm. Als echte Selfmade-Frau hatte sie sich nach ihrer Flucht aus Saigon mit großer Entschlossenheit ein kleines Minimarkt-Imperium aufgebaut. Von ihr und ihrer Mutter hat Blair gelernt, unabhängig zu bleiben, sich nicht auf Männer zu verlassen und ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. 
Mir fehlte es trotzdem an gemeinsamen Erlebnissen und Rückblicken. Es wird immer wieder erwähnt wie groß die Trauer von Blair um Lottie ist, aber über die Beziehung zueinander erfährt man zu wenig, außer den oben genannten Fakten. Ich hoffte eine besondere und emotionale Dynamik zwischen Blair, ihrer Mutter und Lottie zu erleben und zu verstehen, warum es für diese drei Frauen aus unterschiedlichen Generationen so wichtig ist, als Familie zueinanderzufinden. Leider hoffte ich vergeblich, dabei hätte die Handlung so viel mehr Potenzial gehabt. Dafür nahm die Liebesgeschichte, die ein ziemliches Hin und Her war, den gesamten Raum ein. Obwohl Declan wirklich eine sogenannte "Green Flag" war, hatte ich Probleme die Chemie zwischen ihnen zu fühlen. Das Ende war mir dann absolut zu kitschig! 

Es gab zwar viele Dialoge, jedoch hätte ich am liebsten gesagt: Show! - don't tell. Das war wahrscheinlich auch der springende Punkt, warum mich die Geschichte nur teilweise berühren konnte.
Leider gab es auch einige Fehler, die das Lektorat übersehen hat. Mich stören Fehler leider immer sehr, da ich selbst oft lektoriert habe. Hier würde ich empfehlen, nochmals ein Auge darauf zu werfen!

Cover:
von links nach rechts:
das englischsprachige Originalcover, das spanische und das englische "large Print" Buch, welches mir vom Cover her eigentlich am besten gefällt.

Fazit:
Leider konnte mich diese Small Town Second Chance Geschichte nur mäßig überzeugen. Sie war mir eindeutig zu kitschig, obwohl ich die Anziehung zwischen Declan und Blair nur teilweise fühlen konnte. Auch der Schreibstil war etwas holprig, was allerdings auch an der Übersetzung liegen könnte. Für mich leider eher eine kleine Enttäuschung.


Vielen Dank an Buchcontact für das Rezensionsexemplar!

Die Spur der Vertrauten - Christelle Dabos

    Die Bildrechte liegen beim Verlag



    • Gebundene Ausgabe: 640 Seiten
    • Verlag:  Rotfuchs, 1. Auflage (8. Oktober 2025)
    • Übersetzer: ‎ Amelia Thoma, Nadine Püschel
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3757102223
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3757102227
    • Lesealter: ‎ Ab 14 Jahren
    • Originaltitel: ‎ Nous
    • Genre: Dystopie


Rotfuchs Kurzbeschreibung:
Claire und Goliath leben in einer Welt, in der das «Wir» über allem steht. In der jeder Mensch den Instinkt besitzt, dem Allgemeinwohl zu dienen. Individualität existiert nicht. Doch was passiert, wenn sie doch an die Oberfläche kommt? Goliath bleiben nur noch wenige Wochen, um das Leben eines anderen Menschen zu retten und damit ein «Tugendhafter» zu werden. Claire steht vor ihrem Abschluss an der Schule der Vertrauten. Claire weiß, was sie riskiert, wenn sie von diesem Weg abkommt. Doch dann verschwindet ein Schüler und niemand außer Claire scheint es zu bemerken. Wie soll man im Schatten bleiben, während man ermittelt? Claire und Goliath tun sich zusammen, um den Vermisstenfällen in ihrem Sektor auf den Grund zu gehen. Doch der Fall ist viel größer, als sie sich beide vorstellen können. Und dann beschäftigt Claire noch ein ganz anderes Geheimnis - eines, das sie in Lebensgefahr bringen könnte ...

Bewertung: * abgebrochen

Meine Meinung:
Buchcontact hat mir diese Dystopie leider unangefragt zugeschickt und hier zeigt sich wieder einmal, dass man sich bewusst für ein Rezensionsexemplar deshalb entscheidet, weil man sich für die Geschichte interessiert und das Buch lesen möchte. Für mich ist dies ein Kriterium und so war ich sehr überrascht, als dieser Klopper plötzlich in meinem Briefkasten lag. Ich mag Dystopien, aber hier kam ich weder in die Geschichte, noch konnte ich eine Verbindung zu den Charakteren aufbauen.
Ich habe das Buch auf Seite 200 abgebrochen. 

Die Welt in der Claire und Goliath leben bestimmt das "Wir" oder wenn man sich den Originaltitel übersetzt: NOUS - was eben "wir" bedeutet. Es gibt keine Individualität, sondern das Gemeinwohl ist bestimmend. Mit ihren angeborenen Instinkten sorgen die Menschen dafür, dass die Gesellschaft reibungslos verläuft. Doch ist das wirklich so?

Man wird direkt in die Geschichte geworfen, wobei das Worldbuilding komplex und verwirrend ist. Es wird nicht wirklich erklärt. Der Schreibstil ist anspruchsvoll. Die Sätze sind oftmals verschachtelt und lange. Das Lesen ist anstrengend und als Kinder- oder Jugendbuch kann ich die Geschichte nicht wirklich empfehlen. Außerdem gab es auch bis zu meinem Abbruch eine etwas brutale Szene für die ein Erzengel zuständig war, der ohne Grund jemand ermordete. Er ist bereits in die höchsten Kreise aufgestiegen und hat seine Aufgabe erfüllt, die daraus bestand 1001 Leben zu retten. Warum mordet er plötzlich?
Hier wird bereits angedeutet, dass zwar vom großen WIR gesprochen wird, aber es wie überall in Gemeinschaften Menschen gibt, die andere kontrollieren wollen. 

Die Handlung wird aus verschiedenen Sichtweisen erzählt, wobei Claire und Goliath die Hauptfiguren sind - soweit ich eben gelesen habe. Claire scheint etwas zu verbergen und ein Geheimnis in sich zu tragen. Außerdem will sie gemeinsam mit Goliath nachforschen, wohin manche Menschen verschwinden. Hier hätte ich mir eine spannende Suche erwartet, aber bis Seite 200 hatte die noch gar nicht begonnen...

Nachdem ich einige Rezensionen überflogen habe und viel bemängelten, dass sie die Geschichte am Ende etwas ratlos zurückgelassen hat, wollte ich mich nicht noch durch weitere 460 Seiten quälen!


Vielen Dank an Buchcontact und den Rotfuchs Verlag für das (unangefragte) Rezensionsexemplar


Oracle - Ursula Poznanski

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     

    • Gebundene Ausgabe: 432 Seiten
    • Verlag: ‎ Loewe (16. August 2023)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3743216582
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3743216587
    • Genre: Jugendthriller



Loewe Kurzbeschreibung:
Ich sehe was, was du nicht siehst, und das wird wahr Als Kind hat Julian merkwürdige Visionen. Das sind nur Fehlschaltungen im Hirn, sagt seine Therapeutin, bedeutungslose Trugbilder. Und mit den richtigen Medikamenten sind die auch verschwunden. Jahre später wird Julian mit einer schockierenden Erkenntnis konfrontiert. Einige seiner Visionen scheinen wahr geworden zu sein. Sieht er Schatten, die die Zukunft vorauswirft? Könnte er also schlimme Ereignisse verhindern? Oder tritt er damit noch größere Katastrophen los? 

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Ich war mir etwas unsicher, ob ich den neuen Jugendthriller von Ursula Poznanski lesen werde, weil mich ihr letztes Jugendbuch "Shelter" nicht wirklich vom Hocker gerissen hat. Dann habe ich ganz überraschend von Buchcontact die Anfrage bekommen, ob ich das Buch lesen möchte und habe sofort zugesagt....und nicht bereut.

In "Orcale" lernen wir Julian kennen, der seit seiner Kindheit unter merkwürdigen Erscheinungen leidet. Er sieht manche Menschen nur teilweise, da Trugbilder Teile des Körpers oder des Kopfes verdecken. Manchen Menschen wabbert auch Nebel aus den Augen, was Julian natürlich richtig verstört. In der Schule wird er wegen seines komischen Verhaltens gemobbt und ist deswegen seit einigen Jahre in psychologischer Behandlung. Durch die Einnahme von Tabletten sind die Trugbilder tatsächlich verschwunden. Aus diesem Grund erlauben ihm seine Eltern etwas selbstständiger zu werden. Zum Studium zieht er in ein Studentenwohnheim und erlebt erstmals richtige Freundschaften. Doch das Klassentreffen mit seinen ehemaligen Mitschülern wirft ihn wieder zurück. Er erfährt, dass zwei seiner Schulkameraden Unfälle hatten und sie genau dort verletzt wurden, wo er die Trugbilder gesehen hat. Kann Julian etwas Ereignisse aus der Zukunft voraussehen? Um dies herauszufinden, trifft er eine folgenschwere Entscheidung....

Schon nach wenigen Seiten war ich mitten in der Geschichte. Ursula Poznanski ist bekannt für ihre coolen Ideen mit mystischen Einschlägen und besondere Rätsel, die sie gekonnt in ihrer Handlung einbaut. Der Schreibstil ist flüssig und das Buch liest sich schnell, auch wenn es in der Mitte einige kleinen Längen hat.

Oftmals sind mir bei Poznanskis Jugendbücher die Figuren zu blass. Bei "Oracle" hatte ich allerdings mit Julian einen Protagonisten, den ich mir gut vorstellen und mit dem ich mitfühlen konnte. Seine Sorgen und Ängste gingen mir nahe, denn die Visionen beeinträchtigen Julians Leben stark. Leider trifft er aber auch oftmals sehr leichtsinnige Entscheidungen und wirkt etwas naiv für sein Alter. Ich habe es mir so erklärt, dass er sich deswegen so verhält, weil er kaum Freunde hatte und in seinem Leben mit den Trugbildern festgesteckt ist. Julian hatte ein sehr einsames Leben, bis er in das Studenten-Wohnheim gezogen ist.
Robin, Julians Freund, ist sehr gut dargestellt und hat etwas Farbe in die Geschichte gebracht, genauso wie Pia und ihr Hund Kinski. Die Nebenfiguren bleiben hingegen ein bisschen blass. Weil es aber wirklich jede Menge sind, fand ich die Charakterzeichnung im Allgemeinen gut gewählt. Einzig zu Armin hätte ich gerne noch ein bisschen mehr erfahren.

Für einen Thriller war mir die Spannung zu wenig, aber es ist ja ein Jugendbuch/Jugendthriller. Ich muss aber sagen, dass ich mich trotzallem sehr gut unterhalten habe und zu keiner Zeit gelangweilt war - im Gegenteil: Ich wollte unbedingt weiterlesen und war gespannt, wie Ursula Poznanski alles auflösen wird. Gott sei Dank gab es keine fragwürdige Wendung, wie bei Shelter. Diesmal war ich mit dem Ende einverstanden und fand es logisch und nachvollziehbar.

Fazit:
Ursula Poznanskis neuer Jugendthriller hat wieder eine geniale Grundidee und liest sich flüssig und unterhaltsam. Richtige Spannung kommt erst am Ende auf, welches für mich diesmal logisch und gut aufgelöst wurde. "Oracle" hat mir auf jeden Fall um einiges besser als "Shelter" gefallen und kann es weiterempfehlen.


Vielen Dank an Claudia Asholz von Buchcontat für das Rezensionsexemplar!
  • weitere Rezensionen findet ihr bei

Nicoles Bücherwelt

FELIX BLOM: Der Häftling aus Moabit - Alex Beer

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     

     

    • Broschiert: 368 Seiten
    • Verlag: Limes Verlag; Originalausgabe Edition (26. Oktober 2022)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3809027596
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3809027591
    • Genre: Historischer Krimi



Limes Kurzbeschreibung:
Berlin, 1878: Der Gauner Felix Blom wird nach drei Jahren Haft aus dem Gefängnis entlassen. Doch in Freiheit ist nichts mehr so, wie es mal war: Sein Hab und Gut gepfändet, seine Verlobte ist mit jemand Neuem liiert. Alle Versuche, an Geld oder Arbeit zu kommen, scheitern. Aber dann hat Blom eine geniale Idee: Warum sich nicht mit der neuen Nachbarin zusammentun? Die ehemalige Prostituierte Mathilde führt eine Privatdetektei, allerdings sind die Aufträge rar, da man ihr als Frau diese Arbeit nicht zutraut. Ihr erster Fall führt die beiden gleich auf die Spur eines mysteriösen Mörders, der seinen Opfern Briefe mit der Botschaft zukommen lässt: „In wenigen Tagen wirst Du eine Leiche sein.“ Als auch Blom eine solche Karte unter seiner Tür durchgeschoben bekommt, wird die Sache persönlich

Meine Bewertung: * * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Als ich in der Vorschau das neue Buch von Alex Beer gesehen habe, war ich etwas irritiert. Eine neue Reihe? Was ist mit August Emmerich und Jakob Rubinstein?
Nachdem ich nun "FELIX BLOM - Der Häftling von Moabit" gelesen habe, freue ich mich umso mehr, dass es diesen tollen Protagonisten gibt.

Meisterdieb Felix Blom wird nach dreijähriger Isolationshaft aus dem Gefängnis entlassen. Doch der Neustart gestaltet sich schwierig. Ohne Geld und Job und einem fiesen Polizisten, der darauf schaut, dass Felix erfolglos bleibt, wird es nicht einfach. Die Auflage, dass er wieder zurück ins Gefängnis muss, wenn er innerhalb von drei Tagen keine Unterkunft und keine Arbeit gefunden hat, ist kaum zu erfüllen. Außerdem scheint seine große Liebe Auguste bereits mit einem anderen Mann liiert zu sein. Von einem alten Bekannten wird ihm eine Bleibe im Armenviertel angeboten, in dem er aufgewachsen ist. Felix muss zugreifen, obwohl er nie wieder zurückkehren wollte. Und genau dort trifft er auf Mathilde Voss. Die ehemalige Edelprostituierte hat ein Detektivbüro eröffnet, wird jedoch von ihren männlichen Kollegen terrorisiert. Mathilde und Felix ergreifen die Chance....Felix benötigt einen Job und Mathilde einen Mann, der nach außen hin die Detektei präsentiert. Gemeinsam versuchen sie herauszufinden, wer Felix damals reingelegt hat und er deswegen unschuldig ins Gefängnis wandern musste.
Doch nicht nur dieser Fall will gelöst werden, denn bereits am zweiten Tag in seinem neuen Zuhause wird ihm eine Karte auf edlem Karton vor die Tür gelegt. Darauf steht: „Binnen weniger Tage wirst Du eine Leiche sein.“ Blom ist nicht der einzige Empfänger dieser Karten, denn in Berlin treibt sich ein Mörder herum, der diese Karten verteilt. Ein Toter wurde bereits gefunden....

Zu diesem Zeitpunkt bekommen die beiden neuen Partner tatsächlich einen Fall zu bearbeiten. In einer Porzellanfabrik verschwinden plötzlich Lieferungen aus China. Blom und Voss müssen in der Berliner Unterwelt nachforschen, in der gerade ein Bandenkrieg herrscht. Dabei erfahren sie von einem weiteren Toten, der dieselbe Nachricht, wie Blom erhalten hat....

Ich liebe den Schreibstil und die Geschichten von Alex Beer einfach. Mit Felix Blom ist ihr erneut ein toller Protagonist gelungen. Der Meisterdieb ist ein Charmeur und Lebenskünstler, der unschuldig verurteilt wurde. Trotzdem ist er kein Unschuldsengel und steht auch zu seinen zuvor ausgeübten Diebstählen.

Alex Beer fängt die damalige Atmosphäre wieder perfekt ein - egal ob Wien oder Berlin. Zum Zeitpunkt der Handlung, im Jahr 1878, findet der Berliner Kongress statt. Die Polizeipräsenz ist groß und doch gelingt es einem Mörder seine Opfer mitten in Berlin zu töten. Und genau dort versuchen Mathilde und Felix ihren ersten Fall zu lösen.
In überraschenden Wendungen und mit immer neuen Tatverdächtigen gelingt es der Autorin die Spannung immer hoch zu halten. Dabei hatte ich die Lösung jederzeit vor Augen....doch gesehen habe ich sie nicht. Das ist Krimi wie er sein sollte! Chapeau!

Fazit:
Alex Beer erzählt die spannende Geschichte des Gauners und Hochstaplers Felix Blom, der nach seiner Haftentlassung zum Meisterdetektiv wird.  Ein toller Auftakt einer neuen Reihe! Ich liebe Felix Blom schon jetzt!

Vielen Dank an Buch Contact für das Rezensionsexemplar!

Der Hunger nach Leben - Ella Zeiss

    Die Bildrechte liegen beim Verlag


     

    • Taschenbuch: 384 Seiten
    • Verlag: ‎ Tinte & Feder (16. August 2022)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 2496711689
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-2496711684
    • Genre: Historischer Roman
    • Reihe: ja - Wege des Schicksals, Band 1  

     

Amazon Kurzbeschreibung:
Ukraine 1930: Fassungslos muss der elfjährige Noah zusehen, wie sein Vater als Volksverräter verleumdet und verurteilt wird. Die Familie verliert alles, was sie je besaß. Von nun an versucht Noah alles, um seine Mutter und seine Geschwister vor dem Verhungern zu bewahren. Als er auf einem seiner Streifzüge Jakobine kennenlernt, wird sie sein Lichtblick in der harten Zeit. Auch wenn die Not groß ist, gibt er nie auf. Zehn Jahre später hat Noah sich endlich eine sichere Zukunft erarbeitet und den Mut gefunden, um Jakobines Hand anzuhalten, da zwingt ihn das Schicksal erneut auf einen anderen Weg …

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Ella Zeiss hat mich mit ihrer "Tage des Sturms" Dilogie vor Jahren extrem begeistert. Band eins "Wie Gräser im Wind" ist ein absolutes Lieblingsbuch von mir.
Nun hat die Autorin eine weitere Dilogie um das Schicksal Russlanddeutscher veröffentlicht. Diese ist ähnlich angelegt, erzählt jedoch über das Schicksal von Menschen in einer deutschen Siedlung in der damaligen Gegend rund um Chortitza, der heutigen Ukraine.

Auch der erst elfjährige Noah Haffner wohnt mit seiner deutschstämmigen Familie in der damaligen russlandmennonitischen Siedlung Großweiden. Wir erleben, wie sich das Leben durch die Zwangskollektivierung und die Herrschaft der Sowjets nach und nach verändert. Viel zu schnell müssen Noah und seine kleinen Geschwister erwachsen werden, als der Vater eines Tages unschuldig als Volksverräter verhaftet wird. Die Familie wird enteignet und muss im Stall unterkommen. Die hochschwangere Mutter und Noahs kleine Geschwister hungern und er muss als Ältester irgendwie für Essen sorgen. Als Betteljunge versucht er jeden Tag verzweifelt Nahrung für die Familie zu finden. Doch die Ausgrenzung innerhalb der Siedlung und auch durch das Regime wird immer schlimmer...
Mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges verschlechtert sich die Situation der deutschstämmigen Russen noch mehr.

Auch in diesem Roman erzählt die Autorin wieder über das Schicksal der Russlanddeutschen. Im Nachwort erzählt Ella Zeiss, dass ihre Geschichte auf Aufzeichnungen eines Zeitzeugen basiert. Dies lässt die wirklich grausamen Schilderungen noch furchtbarer erscheinen. Wir erfahren von Denunzierungen und Enteignungen. "Politische" Säuberungen und Massenexekutionen sind Gang und Gäbe. Ganze Familien werden inhaftiert oder nach Sibirien ins Straflager geschickt. Es ist schier unglaublich was Menschen einander antun können und was man alles aushält. Ich fragte mich immer wieder, wie viele Schicksalsschläge ein einzelner Mensch ertragen kann.

In diesem ersten Teil bleibt die meist hoffnungslose Grundstimmung das ganze Buch über erhalten. Das war für mich nicht immer einfach, denn diese Hoffnungslosigkeit zieht einem beim Lesen ziemlich runter.
Für Noah ist seine Liebe zu Jakobine ein großer Hoffnungsträger und etwas, was ihn immer wieder an eine positive Wandlung des Schicksals glauben lässt. Für mich war diese Liebe aber leider nicht richtig greifbar. Obwohl es auch kleine positive Entwicklungen gibt, endet der erste Teil mit einem weiteren schlimmen Schicksalsschlag und einem Cliffhanger.
Natürlich werde ich weiterlesen und hoffe, dass der zweite Teil etwas positiver in seiner Grundstimmung sein wird, was ich aber nach diesem Ende und dem Zeitraum in dem er spielt, bezweifle.

Ich habe neben der oben erwähnten Dilogie bereits ein weiteres Buch zu diesem Thema gelesen, welches sich auf ein Tagebuch der Schwiegermutter des Buchautors bezieht. "Roter Herbst in Choritza" von Tim Tichatzki kann ich euch sehr ans Herz legen. Es beginnt bereits 1919 mit dem Sturz des Zaren und endet 1945. Wer sich für das Schicksal der Russlanddeutschen und deren Vertreibung interessiert, dem kann ich dieses Buch ebenfalls sehr ans Herz legen.

Fazit:
Ella Zeiss schreibt mitreißend und bildhaft. Die sehr intensive Geschichte hat mich tief bewegt und erschüttert, kommt für mich aber nicht ganz an die "Tage des Sturm" Dilogie heran. Trotzdem möchte ich diesen Roman empfehlen, denn er erzählt über ein wichtiges zeitgeschichtliches Thema der Russlanddeutschen.

Vielen Dank an Buchcontact für das Rezensionsexemplar!

[Das Kino am Jungfernstieg] Der Filmpalast - Micaela Jary

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

    • Broschiert: 400 Seiten
    • Verlag: Goldmann Verlag; Originalausgabe Edition (15. Februar 2021)
    • ISBN-10 : 3442488478
    • ISBN-13 : 978-3442488476
    • Genre: Historischer Roman, Familiensaga
    • Reihe: ja - Band 2 der Kino Saga



Goldmann Kurzbeschreibung:
1944: In den Babelsberger Filmstudios passiert ein Unglück mit fatalen Folgen. Sieben Jahre später: Der internationale Filmstar Thea von Middendorff kehrt zur Eröffnung der Berliner Filmfestspiele nach Deutschland zurück – jene Frau, die für das Unglück damals verantwortlich war, was sie aber zu verheimlichen wusste. Auf ihrer Spur befindet sich der britische Journalist John Fontaine, der Thea von Middendorff nun mit einem Interview kompromittiert. Das bringt wiederum die Hamburger Kinobesitzerin Lili Paal auf den Plan, die ebenfalls von der alten Geschichte weiß – und in die Fontaine hoffnungslos verliebt war...

Meine Bewertung: noch * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Nachdem ich vor nicht allzu langer Zeit den ersten Teil der Reihe gelesen habe, fand ich sehr schnell in die Geschichte, die am Ende des ersten Bandes sehr abrupt endet. Band zwei schließt nahtlos an den Vorgänger an.

Leider konnte mich auch der zweite Band nicht wirklich überzeugen. Das lag vorallem an Lili, mit der ich große Schwierigkeiten hatte. Was war bitte aus der selbstbewussten und erfolgreichen Cutterin aus Teil 1 geworden? Ich erkannte sie kaum wieder. Unsicher, voller Zweifel und total fremdbestimmt lässt sie alles über sich ergehen. Der "Nebel im Kopf", der sie seit dem Unfall vor fünf Jahren begleitet, wird immer wieder als Ausrede benutzt, statt sich endlich den Dingen zu stellen. Nach fünf Jahren sollte sie ihr Leben doch endlich in den Griff bekommen, auch wenn Frauen zu dieser Zeit weder ein Bankkonto besitzen, noch arbeiten durften, wenn ihr Mann damit nicht einverstanden war. Schwager Paul und Halbschwester Hilde nutzen Lilis Situation noch mehr aus, ebenso wie Lilis Ehemann Albert. Doch dann trift sie den Journalisten John Fontaine wieder, der damals mit ihr im Unfallauto saß......

Intrigen und Enthüllungen bringen etwas Spannung in die Geschichte, die mir trotzallem zu sehr Liebesgeschichte war und zu wenig Filmflair in den Roman brachte. Das titelgebende Kino scheint überhaupt nicht mehr auf. Es wurde zu einem Tanzclub umgebaut, in dem Lilis Mann Albert auftritt. Deshalb frage ich mich, wieso es, sowohl als Übertitel für die Trilogie, als auch für den Untertitel "Der Filmpalast" herhalten darf? Ja, es geht auch um einen Filmdreh mit der international gefeierten Schauspielerin Thea von Mittendorff, die aus ihrem Exil kommend wieder nach Deutschland einreist. Ihre Rolle in ihrem neuen Film birgt jedoch noch einige Überraschungen für die Diva, denn es gibt nur zwei Personen, die wissen, was damals vor sieben Jahren in den Babelsberger Filmstudios passiert ist.....

Den nostalgischen Charme der 1950iger Jahre konnte die Autorin wieder sehr gut einfangen. Auch die Charaktere sind sehr lebendig gezeichnet. Wir treffen viele Figuren aus dem Vorgängerband wieder.
Die Wohnungsnot und die Kriegsschäden in Hamburg werden wieder sehr bildhaft beschrieben. Viele Menschen leben einquartiert bei anderen Familien, wie auch Lili und Albert. Das Trümmergrundstück ihrer Eltern erweckt jedoch die Begierde ihres Schwagers und ihrer Halbschwester Hilde. Durch Intrigen versucht er die Hälfte des Hauses Lili abspenstig zu machen. Auch die Beziehung zu Albert wird immer angespannter und als verheiratete Frau ist sie von ihm abhängig. Er trifft die alle Entscheidungen. Lili wird erst munter, als er ihr verbietet zu arbeiten....doch da sind wir schon wieder im letzten Teil des Buches angelangt. Und für mich steht damit auch fest, dass ich den dritten Teil nicht mehr lesen werde.
Die drei Sterne vergebe ich vorallem für die bildhafte und authentische Beschreibung der damaligen Zeit und der wunderbar eingefangen Atmosphäre. Die Story selbst konnte mich allerdings nicht überzeugen.

Fazit:
Leider konnte mich der zweite Teil noch weniger überzeugen, als schon Teil Eins. Damit ist für mich klar, dass ich den Abschlussband nicht mehr lesen werde. Mir fehlt es an Spannung, an Kinoflair und an einer Protagonistin, die mich überzeugen konnte. Schade!

Ich bedanke mich ganz herzlich beim Buch Contact für das Rezensionsexemplar!

Die verstummte Liebe - Melanie Metzenthin

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

    • Taschenbuch: 461 Seiten
    • Verlag : Tinte & Feder (12. Januar 2021)
    • ISBN-10 : 2496703929
    • ISBN-13 : 978-2496703924
    • Genre: Historischer Roman
    • Reihe: Band 3 bzw. die Vorgeschichte zu "Im Lautlosen" und "Die Stimmlosen"



Tinte & Feder Kurzbeschreibung:
England 1896: Von der eigenwilligen Helen Mandeville erwartet ihre Familie vor allem eine standesgemäße Heirat. An ihrer Verlobung mit James Mitchell, einem schneidigen Anwalt mit besten Verbindungen, geht kein Weg vorbei. Aber dann verliebt Helen sich auf einer Bildungsreise in den deutschen Arzt Ludwig Ellerweg. Für ihn riskiert sie es, für immer mit ihrer Familie zu brechen. Sie löst ihr Verlöbnis und reist heimlich nach Hamburg, um Ludwig zu heiraten. Es ist für beide die große Liebe und die Geburt ihres Sohnes Fritz macht ihr Glück komplett. Doch dann erfährt Helen, dass ihre Mutter im Sterben liegt und sie reist zurück nach England – nicht ahnend, dass der erste Weltkrieg ausbrechen und ihr Leben vollkommen verändern wird.

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Mit "Die verstummte Liebe" hat Melanie Metzenthin eine Art Vorgeschichte zu ihrer Reihe "Leise Helden" geschrieben. Ich habe beide Bücher ("Im Lautlosen" und "Die Stimmlosen") in meinem SuB Regal und werde sie jetzt nacheinander befreien.

Leider spoilert der Klappentext wieder ziemlich und ich bin froh, dass ich ihn nicht gelesen habe, sondern das Buch alleine wegen der Autorin, deren Bücher ich liebe, angenommen habe. 

Wir befinden uns im Jahre 1896 in Großbritannien. Helen Mandeville wächst in einem gutbürglichen Haus auf. Nachdem ihr Bruder Henry an Kinderlähmung erkrankt, fällt es Helen zu, einen geeigneten Ehemann zu finden, der die Bankgeschäfte und das Gut der Mandevilles später führen kann. Der Anwalt James Mitchell ist für ihren Vater der geeignete Kandidat. Weder Henry, noch Helen, sind darüber erfreut. Helen versucht die Verlobung so lange wie möglich hinauszuzögern. Es gelingt ihr den Vater zu überreden, vorher noch eine Europareise anzutreten. Dabei lernt sie den charmanten Arzt Ludwig Ellerweg kennen und lieben. Die Eltern sind gegen diese Verbindung, doch Helen will nicht auf ihre große Liebe verzichten und bricht mir der Familie. Sie heiratet Ludwig und lebt in Hamburg. Als Arztgattin hilft sie in der Ordination mit und geht dabei auf. Die Ehe ist glücklich und wird mit der geburt von Sohn Fritz gekrönt. Als ihre Mutter im Sterben liegt und Helen nach England reist, um sich von ihr zu verabschieden, ahnt sie nicht, dass ihr der Erste Weltkrieg dazwischen kommt. Es gibt keine Möglichkeit mehr zu Ludwig und ihren gemeinsamen Sohn Fritz zu gelangen. Zusätzlich ist sie plötzlich Feindin im eigenen Land.... 

Melanie Metzenthin zeigt in dieser fesselnden und berührenden Geschichte wieder ihre wunderbare Art zu schreiben. Mit emotionaler Tiefe erzählt sie über das Leben von Helen Mandeville. Die sympathische und wagemutige junge Frau, die weiß was sie will, wird im Laufe der Zeit und durch unglückliche Umstände zu einer verbitterten und kaltherzigen Frau. Durch eine einzige falsche Entscheidung hat sie eine furchtbare Kettenreaktion ausgelöst, die nicht nur ihr Leben, sondern auch das Leben anderer zerstört hat. Die Veränderung von Helen, die innerlich zerissen ist, tat mir anfangs weh, doch  im Laufe der Geschichte konnte ich oftmals nur den Kopf über sie schütteln.

Der Autorin gelingt es fantastisch, die damalige gesellschaftliche und politische Epoche darzustellen. Wie von ihr gewohnt hat sie hervorragend recherchiert und setzt ihr Wissen gekonnt in ihrem Roman um. Sie fesselt den Leser an die Seiten und man hat das Gefühl direkt mit den Hauptprotagonisten zu leben, lieben und leiden. Natürlich darf bei der Autorin auch der medizinisiche Aspekt nicht fehlen.

Die Charaktere sind lebendig und facettenreich beschrieben. Sie sind nicht schwarz-weiß gemalt, sondern mit Fehlern ausgestattet, die sie realistisch und glaubwürdig darstellen.Sie entwickeln sich weiter und entwickeln Persönlichkeit.

Das Ende bleibt etwas offen, soll aber, wenn man die anderen Bände gelesen hat, stimmig sein.

Fazit:
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung zu dieser aufwühlenden Geschichte, die als Vorgeschichte zur Reihe "Leise Helden" erschienen ist. Melanie Metzenthin versteht es zu fesseln und einen Roman zu erzählen, der unter die Haut geht.

Vielen Dank an BUCH CONTACT für das Rezensionsexemplar!

Und dann kam Mr. Willow - Anna Saalbach



    • Taschenbuch: 304 Seiten
    • Verlag: MIRA Taschenbuch; Auflage: 1 (7. August 2017)
    • ISBN-10: 3956496833
    • ISBN-13: 978-3956496837
    • Genre: Liebesroman

Mira Kurzbeschreibung:
Gerade dachte Mirka noch, der Mann ihrer Träume würde ihr in London einen Heiratsantrag machen. Doch statt eines Rings schenkt er ihr die ganze Wahrheit: Er ist mit einer anderen verlobt, und die erwartet sein Kind. Völlig aufgelöst sitzt Mirka im Park, als plötzlich ein zerknautschter Corgi vor ihr hockt. Kurz entschlossen tauft sie ihn Mr. Willow und nimmt ihn mit sich. Schon bald entpuppt er sich nicht nur als guter Zuhörer, sondern scheint auch genau zu wissen, wer Mirkas Mr. Right ist.

Meine Bewertung:  * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Ist der kleine Hund auf dem Cover nicht absolut herzig? Er hat mein Herz im Sturm erobert. Die Geschichte selbst leider nicht so wirklich.
Der Ausgangspunkt des Romanes ist nicht wirklich neu. Mirka wird von ihrem langjährigen Freund zu einem romantischen Wochenende nach London eingeladen. Sie erhofft sich den langersehnten Heiratsantrag und bekommt den Laufpass. Die Tochter des Chefs ist bereits mit ihm verlobt und auch noch schwanger. Mirka fällt aus allen Wolken und ist zutiefst verstört. Sie flüchtet in den angrenzenden Park, wo sich ihr ein kleiner Corgi anschließt und nicht mehr von ihrer Seite weicht. Mirka entschließt sich nicht ohne Hund, den sie Mr. Willow nennt, nach Haus zu fahren. In Deutschland angekommen steht sie kurz davor alles hinzuschmeißen. Ihr Lehrerjob fühlt sich schon längere Zeit nicht mehr richtig an und eine neue Wohnung wäre doch auch nicht schlecht....

Eine Story, die bereits sehr oft zum Thema gemacht wurde. Hier kommt es letztendlich auf die Ausführung der Geschichte und der Schreibweise der Autorin an. In diesem Genre erwartet ich mir keine hochtrabende Literatur. Trotzdem sollte sie glaubwürdig und humorvoll sein, zu fesseln wissen und ein paar unvorhersehbare Wendungen beinhalten. Ich lasse dabei auch gerne meine Seele baumeln und möchte meine Sorgen ausblenden. Das traf bei diesem Roman leider nur teilweise zu.
Der lockere Schreibstil lässt sich sehr zügig lesen, doch den Charakteren fehlt es an Tiefe. Diese sind teilweise oberflächlich beschrieben und nicht authentisch.
Mirka ist eine sehr naive und gutgläubige Person, deren Emotionen ich nicht immer nachvollziehen konnte. Reuben, ihr Freund, ist ein Ekelpaket sondergleichen. Er ist eindeutig überzeichnet. Auch David konnte micht nicht überzeugen. Die Wandlung des anfangs unfreundlichen und unsympathischen Sonnenbrillenträgers zum liebevollen Typen, fand ich nicht glaubwürdig. Diese kam sehr plötzlich und war mir zu widersprüchlich.
Die Liebesgeschichte konnte mich ebenfalls nicht wirklich überzeugen, denn hier fehlte es eindeutig an Emotionen. Ich fühlte absolut kein romantisches Knistern oder überhaupt irgendwelche Gefühle, außer die anfangs große Abneigung gegeneinander. Auch die Zufälle wurden von der Autorin überstrapaziert! Sicherlich gibt es auch im wahren Leben oft Dinge, die man einfach nicht glauben kann, aber diese wiederholten zufälligen Treffen waren einfach zu viel. Eine gewisse Vorhersehbarkeit erwartet man sich als Leser hier ebenso, aber diese sollte doch im Rahmen bleiben. Die Story ist viel zu stark konstruiert und bleibt leider nicht wirklich lange im Gedächtnis.

Obwohl ich jetzt sehr viel Negatives geschrieben habe, ist der Roman auch sehr kurzweilig und lässt sich zügig lesen. Mr. Willow ist ein süßer kleiner Kerl, dem allerdings ebenfalls ein paar nicht sehr realistische Charakterzüge angedichtet wurden. Welcher Hund bleibt wohl über Stunden (Zugfahrt von England nach Deutschland) ohne zu bellen oder winseln in einer Tasche und rührt sich kaum? Trotzdem konnte der süße und lebhafte Corgi mein Herz rühren und hat der Geschichte etwas Spezielles gegeben.
Unterhaltsam ist der Roman allemal und man verbringt ein paar nette Stunden mit Mira, Mr. Willow, Ruben und David. 
Bei Liebesromanen greife ich wohl doch in Zukunft lieber wieder zu realistischen und oft auch ernsteren Themen. Trotzdem mag ich auch zwischendurch lockere Romane aus diesem Genre, die jedoch realistisch bleiben sollten.

Schreibstil:
Anna Saalbach hat einen sehr lockeren und flüssigen Schreibstil, der sich zügig weglesen lässt. Der Humor ist gelungen und die Kapitel haben eine angenehme Länge.

Fazit:
"Und dann kam Mr. Willow" ist leider eine eher lauwarme Geschichte mit zu vielen Zufällen, blassen Charakteren und einer großen Vorherhsehbarkeit. Sie lässt sich aber sehr zügig lesen, ist humorvoll und besonders der kleine Corgi erobert das Herz im Sturm. Für mich leider zu kontruiert und farblos. Eine Geschichte, die nicht lange im Gedächtnis bleiben wird. Kann man lesen, muss man aber nicht.

Vielen Dank an den BUCH CONTACT Berlin für das Rezensionsexemplar!

Ein Sommergarten in Manhattan - Sarah Morgan



    • Taschenbuch: 384 Seiten
    • Verlag: MIRA Taschenbuch; Auflage: 1 (12. Juni 2017)
    • Übersetzer: Jutta Zniva
    • ISBN-10: 3956496701
    • ISBN-13: 978-3956496707
    • Genre: Liebesroman
    • Originaltitel: Sunset in Central Park
    • Reihe: ja - Band 2 der From Manhattan with Love Serie




Mira Kurzbeschreibung: 
Pflanzen sind Frankie die liebsten Lebewesen. In New York verschönert sie als Blumen-Dekorateurin die Feste der Reichen und Schönen mit kostbaren Gestecken – doch ihre wahre Liebe gilt den Dachgärten der Stadt. Als der attraktive Bruder ihrer besten Freundin sie für ein exklusives Gartenprojekt einspannen will, stimmt sie zu – ohne zu wissen, dass es ihre Gefühle bald auf eine harte Probe stellen wird …

Meine Bewertung: * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zu Hufis großer Stall Challenge

Meine Meinung:
Teil 2 der "From Manhattan with Love" Serie von Sarah Morgan hatte ich zuerst nicht auf meiner Wunschliste, nachdem der erste Teil für mich eher Mittelmaß war. Als das Buch dann herauskam, fing ich doch immer wieder an damit zu liebäugeln. Und als mich die nette Frau Isele von Buch Contact fragte, ob ich den Roman rezensieren möchte, habe ich dann zugesagt. Ich wollte doch irgendwie wissen, wie es mit den drei Mädels im Big Apple weitergeht. Sie scheinen sich ja doch ein bisschen in mein Herz geschlichen zu haben ;)

Im zweiten Band geht es um Frankie, die zurückhaltende Gärtnerin aus der Clique rund um Paige und Eva. In iherer Welt gibt es keine Beziehungen, die ewig halten, denn Liebe und Happy Ends lassen sich bei Frankie nicht vereinbaren. Zu viele zerbrochene Beziehungen hat sie schon gesehen und seit frühester Kindheit weiß sie, was diese anrichten können. Mit Matt, dem großen Bruder von Paige verbindet sie seit dieser Zeit eine tolle Freundschaft, doch in letzter Zeit fühlt sie Schmetterlinge im Bauch, wenn sie ihn sieht. Als Matt nach dem Ausfall einer Kollegin auf Frankie's Hilfe bei der Gestaltung einer exklusiven Dachterrasse hofft, sagt sie zu und fühlt sich gleichzeitig wahnsinnig unsicher. Wieso verspürt sie plötzlich so ganz andere Gefühle, wenn sie an Matt denkt?

Wie schon in "Schlaflos in Manhattan" war mir die Liebesgeschichte zu kitschig...sorry!
Im Vergleich zum ersten Band der Reihe, wo ich die Charaktere der drei Freundinnen etwas klischeehaft und flach fand, ist Sarah Morgan bei ihrer Hauptprotagonistin im zweiten Teil eine tolle Charakterstudie gelungen. Den Wandel von Frankie, die aufgrund ihrer Kindheit von Ängsten und Zweifeln geplagt ist, zu einer jungen Frau, die ihr Selbstbewusstein wiederfindet, fand ich sehr einfühlsam erzählt. Trotzdem empfand ich die Entwicklung der Beziehung ein bisschen zu schnell, vorallem wenn man um Frankies jahrelangen Selbstzweifel weiß, wenn sie an Puffin Island und ihre Mutter denkt.
Matt, ihr Love Interest, wurde sehr einfühlsam beschrieben. Wer den ersten Band gelesen hat, weiß ja, dass er sich immer um seine Schwester Paige sorgte. Diese Eigenschaft lässt ihn sehr warmherzig wirken und macht ihn sympathisch. Natürlich wird er auch als sexy und unwiderstehlich beschrieben....Klischee an!

Paige tritt in diesem Buch sehr in den Hintergrund, während Eva mit ihrer romantischen Ader, ihrer Freundin mit Rat und Tat zur Seite steht. Das beginnt bei der richtigen Garderobe für Frankie für das Wochenende auf Puffin Island, sowie ihren humorvollen Kommentaren bis hin zur anlehnenden Schulter bei Problemen. Eva muss man einfach gern haben und deswegen werde ich auch den letzten Band lesen müssen, um zu erfahren wie die Dritte im Bunde die große Liebe findet ;)

Natürlich weiß man auch schon zu Beginn, wie die Geschichte ausgehen wird, aber bei Liebesgeschichten geht es ja eher darum wie der Weg bis dahin abläuft und was die Autorin daraus macht.
Sarah Morgan hat bei ihrem zweiten Teil "Ein Sommergarten in Manhattan" ein paar Probleme eingebaut, die der Geschichte etwas mehr Tiefe geben sollen, was aber nur teilweise gelungen ist. Dazu waren mir doch einige Passagen zu klischeehaft und zu kitschig.
Jedoch hat mich die Autorin auch sehr positiv überrascht. Den Kern des Problemes ihrer Protagonistin konnte Sarah Morgan dem Leser sehr gut vermitteln. Die Aussage, dass man nicht für die Schwächen und Fehler seiner Eltern verantwortlich ist und man sein Leben selbst in die Hand nehmen soll, kommt zu 100% an. 

Ein netter Liebesroman für zwischendurch, einfach zum Seele baumeln lassen. Leider für mich wieder zu kitschig, aber auch unterhaltsam. Da ich nun die beiden ersten Bände gelesen habe, werde ich auch noch Band 3, Evas Geschichte, lesen, die mir mittlerweile richtig ans Herz gewachsen ist. Mit ihrem Motto "Wenn das Leben dich nervt, streu Glitzer drauf" sorgt sie immer wieder für positive Stimmung. 
 
Schreibstil:
Sarah Morgan lässt sich durch ihren luftig leichten und unverkennbar romantischen Schreibstil sehr gut lesen. Man fliegt durch die Seiten und auch der Humor kommt nicht zu kurz.
Wie bereits im ersten Band steht über jedem Kapitel ein sehr treffsicherer Spruch, der mich oft zum Schmunzeln brachte und auf die Ereignisse im nächsten Kapitel eingeht.

Cover:


Die englischsprachigen Cover sind beide in pink gehalten und das rechte wurde auch bei der deutschen Übersetzung verwendet. Das französische Cover in der Mitte sieht gänzlich anders aus und zeigt ein Liebespärchen im Park, was sehr gut passt.

Fazit:
Ein netter Nachfolgeband rund um die Clique von Paige, Frankie und Eva, der unterhält und ein kurzweiliges Lesevergnügen bietet. Nicht mehr und nicht weniger. Etwas nachdenklicher als das erste Buch der Reihe, aber natürlich mit dem gewünschten Happy End.


 Vielen Dank an den BUCH CONTACT für das Rezensionsexemplar 

Die Manhattan Reihe:
 


Der dritte Band erscheint am 9. Oktober 2017
 

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