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Verborgen - Eva Björg Ægisdóttir

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

    • Broschiert: 368 Seiten
    • Verlag: ‎ KiWi-Paperback; 1. Edition (8. Februar 2024)
    • Übersetzer: ‎ Freyja Melsted
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3462005863
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3462005868
    • Originaltitel ‏ : ‎ Næturskuggar
    • Genre: Thriller, Krimi
    • Reihe: ja - Band 3 der Forbidden Island Reihe



KiWi Kurzbeschreibung:
Die Kleinstadt Akranes ist zutiefst erschüttert, als beim Brand eines Einfamilienhauses ein junger Mann ums Leben kommt. Als sich im Zuge der Ermittlungen von Kommissarin Elma und ihrem Team herausstellt, dass es sich um Brandstiftung handelt, sehen sie sich schnell mit einem äußerst komplexen Fall mit verschiedenen Verdächtigen konfrontiert. Und die letzte Online-Recherche des mutmaßlichen Opfers legt nahe, dass man es eventuell nicht nur mit einem, sondern mit zwei Morden zu tun haben könnte.
Ein paar Monate vor dem Brand: Eine junge Holländerin tritt eine Stelle als Au-pair-Mädchen in Akranes an, um sich nach dem Tod ihres Vaters ein neues Leben aufzubauen. Doch die zunächst so perfekt wirkende Familie, in der sie unterkommt, hat offenbar ihre ganz eigenen Probleme.

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Mit dem dritten Band der Reihe von Eva Björg Ægisdóttir habe ich mir das Ziel gesetzt abzuwägen, ob ich die Reihe fortsetzen werde oder nicht. Der zweite Band hat mich nämlich nicht so richtig abgeholt, aber den dritten fand ich nun wieder besser. Ich bin mir aber unsicher, ob es überhaupt weiter gehen wird mit Elma und ihrem Team.

Als in Akranes ein Einfamilienhaus brennt, wird die Leiche eines jungen Mannes gefunden. Marino scheint im Schlaf vom Feuer überrascht worden zu sein und die Polizei geht von einem Unglück aus. Doch die Obduktion zeigt, dass der junge Mann bereits vor dem Feuer tot gewesen sein muss.
Elma und
Sævar beginnen zu ermitteln und stoßen bald auf weitere Ungereimtheiten. Lise, ein niederländisches Mädchen, welches als Au Pair bei der benachbarten Familie von Marino gelebt hat, scheint Island nicht verlassen zu haben. Sie ist unmittelbar nach dem Brand verschwunden. Hat sie etwas mit dem Mord an Marino zu tun? Oder hängen die beiden Fälle gar nicht zusammen?
Bald bemerkt Elma, dass es sich hier um einen viel komplexeren Fall handelt, als ursprünglich angenommen.

Der Krimi beginnt wieder eher ruhig, wird aber zum Ende hin richtig spannend. Diesmal legt die Autorin mehr wert auf die Familienkonstruktionen und wir bleiben in einem engen Personenkreis. Es sind zwar noch immer jede Menge fremdländisch klingende isländische Namen, die man sich merken muss, aber im Vergleich zu den beiden Vorgängern sind sie überschaubar. Landschaftsbeschreibungen sind in diesem Band der Reihe eher selten, was ich schade finde.
Der Krimi spielt diesmal großteils in der Gegenwart. Nur kleine Rückblenden aus der Sicht eines Opfers, geben eine sehr bedrückende Story wieder, die zu Herzen geht.

Auch das Privatleben der Ermittler spielt eine Rolle und ist wieder Teil des Krimis. Hörður leidet unter dem Tod seiner Frau. Eigentlich wollte er sich eine Auszeit gönnen, doch er stürzt sich nun doch lieber in den neuen Fall. Und es gibt auch noch eine Überraschung, die ich natürlich nicht verraten möchte....nur eines: Elma gerät in Lebensgefahr

Die Spannungskurve steigt zum Schluss hin sehr an und hat mich das Buch nicht mehr aus der Hand legen lassen. Das Ende ist spannend und schlüssig.

Cover:

von links nach rechts:
das isländische Originalcover, das niederländische, das französische und das estnische Cover

Fazit:
Der dritte Teil der Reihe hat mir wieder besser gefallen als der Vorgänger und hat mich überzeugt hier weiterzulesen, falls es noch einen weiteren Band geben sollte.


Vielen Dank am Kiepenheuer & Witsch für das Rezensionsexemplar!

Verlogen - Eva Björg Ægisdóttir

    Die Bildrechte liegen beim Verlag


     

    • Broschiert: 368 Seiten
    • Verlag: ‎ KiWi-Paperback; 2. Edition (7. September 2023)
    • Übersetzer: ‎ Freyja Melsted
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3462002961
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3462002966
    • Originaltitel: Stelpur sem ljuìga
    • Genre: Thriller, Krimi
    • Reihe: ja - Band 2 der Forbidden Island



KiWi Kurzbeschreibung:
Im Spätherbst wird in einem Lavafeld in Westisland eine Leiche entdeckt. Es handelt sich um Maríanna, eine alleinerziehende Mutter, die vor sieben Monaten spurlos verschwand und von der man annahm, dass sie Selbstmord begangen hatte. Doch Maríanna ist zweifelsfrei ermordet worden, und Kommissarin Elma und ihr Team müssen den Fall neu aufrollen. Maríannas fünfzehnjährige Tochter Hekla wohnt inzwischen bei Pflegeeltern, und scheint dort zufriedener zu sein als bei ihrer Mutter. Warum? Fünfzehn Jahre zuvor liegt eine junge Mutter auf der Entbindungsstation, verzweifelt, weil es ihr nicht gelingt eine Verbindung zu ihrer neu geborenen Tochter zu knüpfen. Der Beginn einer komplizierten und konfliktreichen Beziehung. Für das Ermittlungsteam um Elma und Sævar wird der zunächst einfach scheinende Fall immer komplexer, je mehr sie herausfinden. Zumal immer neue Details über Maríannas Vergangenheit ans Licht kommen. 

Meine Bewertung: * * * undeinhalb 

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Den zweite Band rund um die isländische Kommissarin Elma und ihr Team fand ich gegenüber dem ersten Band leider etwas schwächer. Die Handlung spielt wiederum in Akranes, einer Hafenstadt in Island, nördlich von Reykjavik.

In einer Höhle in einem Lavafeld wird eine tote Frau gefunden. Es handelt sich um Marianna, eine alleinerziehende Mutter, die bereits vor sieben Monaten als spurlos verschwunden gemeldet wurde. Damals wurde von Selbstmord ausgegangen, doch bei der Obduktion zeigt sich schnell, dass Marianna getötet wurde. Elma und Sævar beginnen zu ermitteln, was sich als nicht so einfach herausstellt. Der Tod von Marianna ist doch schon einige Monate her und die Annahme, dass es sich um Selbstmord handelt, hat die Polizei nicht gerade eifrig ermitteln lassen. Nun soll Elma die Versäumnisse ihrer Kolleg:innen nachholen. Diese besteht auch darin im Umkreis der Familie von Marianna zu recherchieren. Neben ihren Eltern im Norden Islands gibt es noch die 15-jährige Tochter Hekla, die mittlerweile bei einer Pflegefamilie wohnt. Diese kennt sie bereits länger, da sie bereits als Kleinkind immer wieder Zeit bei den Pflegeeltern verbrachte, die Marianna und Hekla unterstützten.

Der Krimi beginnt nach dem Leichenfund wieder gemächtlich und es dauert bis etwas mehr Spannung aufkommt. In diesem zweiten Band lernen wir die private Seite von Elma, wie auch von Sævar etwas besser kennen. Im ersten Teil war mir Elma noch etwas zu blass, was sich nun ein bisschen ändert. Ich hatte auch das Gefühl, dass Sævar Elma gerne besser kennenlernen würde und sich auch privat eine Freundschaft oder mehr vorstellen könnte. Der Fokus liegt deshalb etwas mehr bei den beiden Ermittlern, während Hördur, der Chef der beiden, und auch Elmas Familie diesmal nur eine Nebenrolle bekommen. Deshalb kam es für mich zu einigen Längen. Auch der Kriminalfall bewegt sich eher langsam und die Ermittlungen sind zäh.

Zwischendurch lesen wir immer wieder Kapitel aus der Sicht einer Mutter, die ihre problematische Beziehung zu ihrem Kind beschreibt. Es beginnt mit der Geburt des ungewollten Mädchens bis zum 13. Lebensjahr und hat mir oft richtig Gänsehaut verschafft. Die Lieblosigkeit und der Hass, den beide in sich tragen, ist schwer zu ertragen.
Mit diesem Handlungsstrang hat mich die Autorin richtig gecatcht. Man rätselt die ganze Zeit, wer hier erzählt und hat bald seine eigene Meinung gebildet. Doch die Autorin versteht es wahnsinnig gut den Leser auf eine falsche Fährte zu schicken und enthüllt ein absolut überraschendes Ende, welches ist sehr gelungen fand. 

Mit den vielen isländischen Namen ist es auch diesmal nicht so einfach den Überblick zu behalten. Am Ende gibt es jedoch ein hilfreiches Personenregister.

Ich werde sicher auch noch den dritten Band lesen, erhoffe mir aber etwas mehr Spannung.

Cover:

von links nach rechts:
das isländische originalcover, das englischsprachige, das estnische, das französische und das niederländische Cover

Fazit:
Etwas schwächer als der erste Band der Reihe. Die Ermittlungen laufen zäh, aber der zweite Handlungsstrang um eine Mutter ist absolut gelungen. Noch gebe ich der Autorin eine weitere Chance und erhoffe mir vom dritten Band etwas mehr Spannung.

Vielen Dank am Kiepenheuer & Witsch für das Rezensionsexemplar und die Geduld!

Verschwiegen - Eva Björg Ægisdóttir

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     

     

    • Broschiert: 368 Seiten
    • Verlag: ‎ KiWi-Paperback; 1. Edition (12. Januar 2023)
    • Übersetzer: ‎ Freyja Melsted
    • ISBN-10 : ‎ 3462002589
    • ISBN-13 : ‎ 978-3462002584
    • Originaltitel : ‎ Marrið í stiganum
    • Genre: Thriller
    • Reihe: ja - Band 1 der Forbidden Island Reihe

     

KiWi Kurzbeschreibung:
Als in der Nähe des Leuchtturms der isländischen Stadt Akranes die Leiche einer zunächst unbekannten jungen Frau gefunden wird, stellt sich schnell heraus, dass sie keine Fremde in dem kleinen Ort ist. Polizistin Elma, die selbst in Akranes aufgewachsen und nach dem Ende ihrer Beziehung aus Reykjavík in den Ort ihrer Kindheit zurückgekehrt ist, übernimmt die Ermittlungen zusammen mit ihren Kollegen Saevar und Hördur. Gemeinsam stoßen sie auf ein Geheimnis in der Vergangenheit der Toten, dessen Folgen bis heute nachwirken. Im Zuge der weiteren Ermittlungen entdecken Elma und ihr Team nach und nach eine Reihe weiterer, lang verborgener Verbrechen, die die gesamte Community der Stadt erschüttern. 

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Polizistin Elma kehrt nach dem Ende ihrer Beziehung von der isländischen Hauptstadt Reykjavik in ihren Heimatort Akranes zurück.
Schon bald hat sie - auch im normaler Weise verschlafenen Akranes - alle Hände voll zu tun, denn am Fuße des alten Leuchturmes wird eine unbekannte Frauenleiche gefunden. Gemeinsam mit ihren Kollegen Sævar und Hördur, der die Ermittlungen leitet, versuchen sie die Identität der Toten zu klären. Diese wird bald festgestellt, denn die junge Frau wurde in Akranes geboren und verbrachte ihre Kindheit in der Kleinstadt, die sie als Teenager verließ und nie wieder zurückkam. Doch warum ist sie diesmal in dem von ihr ungeliebten Heimatort zurückgekehrt? Und warum hat sie weder ihrem Ehemann, noch ihrer Freundin, von der Reise erzählt?

Zu Beginn geht es etwas beschaulich los. Eva Björg Ægisdóttir stellt uns Ort und Protagonisten vor. Dabei erhält man einen Einblick in eher Alltägliches, aber auch in die rauhe Landschaft im Westen Islands. Doch nach und nach baut sich die unterschwellige Spannung immer mehr auf und man klebt an den Seiten des Buches.
Die Ermittlungen führen Elma, Sævar und Hördur zurück in die Vergangenheit. Diese Rückblenden in die Kindheit eines kleinen Mädchens waren sehr beklemmend zu lesen. Sie sind in einer anderen Schriftart und mit der Zeichnung eines Leuchturmes von der Geschichte in der Gegenwart abgegrenzt.
Durch den psychologischen Hintergrund, den Elma hat, richtet sie im Gegensatz zu ihren Kollegen, ihr Augenmerk auf die Kindheit der Toten und erfährt dabei Schreckliches. Die Einblicke in die Psyche des Kindes gelingt der Autorin großartig und hat mich erschüttert.
Erst nach und nach werden die Puzzleteile aufgedeckt und die beiden Handlungsstränge führen zusammen.

Die Anzahl der Figuren ist hoch und die für uns ungewöhnlichen isländischen Namen machen es dem Leser nicht immer leicht.
Der Krimi, den ich fast als Psychothriller deklarieren würde, übt außerdem jede Menge Gesellschaftskritik. Die eingeschworene Gemeinschaft, die Mauscheleien zwischen den "angeseheren" Einwohnern im Ort und die Angewohnheit einfach wegzuschauen und den Dingen ihren Lauf zu lassen, macht wütend.

Der Schreibstil der Autorin ist gut zu lesen und bildhaft. Island finde ich als Setting spannend, weil die raue Natur und die Einöde von Elmas Heimat wahnsinnig viel zur Stimmung beitragen.
Elma selbst blieb mir in diesem ersten Teil noch ein bisschen zu blass, doch die Figur hat Potential. Ich hoffe, dass sie im Nachfolgeband, den ich auf jeden Fall lesen werde, etwas greifbarer wird.

Der Krimi ist vielschichtig und anfangs ruhig. Nach dem ersten Drittel wird er aber temporeich und packend. Die Auflösung hat mich überrascht. Viele unentdeckte Geheimnisse kommen nach und nach ans Licht und leider bekommt am Ende nicht jeder, was er eigentlich verdient hätte.

 Cover:

 von links nach rechts:
das englische, das isländische Originalcover, das französische, polnische und niederländische Cover

Fazit:
Mir hat dieses Debüt der islandischen Autorin Eva Björg Ægisdóttir sehr gut gefallen. Man braucht zwar eine Weile um alle Figuren kennenzulernen und sich an die für uns ungewöhnlichen Namen zu gewöhnen, aber danach konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Ich empfehle es auf jeden Fall gerne weiter!

Vielen Dank an Kiepenheuer & Witsch für das Rezensionsexemplar!

 

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