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Das Geheimnis des Winterhauses - Sarah Lark




    • Gebundene Ausgabe: 528 Seiten
    • Verlag: Bastei Lübbe (Lübbe Ehrenwirth);
      Auflage: 2. Aufl. 2017 (24. November 2017)
    • ISBN-10: 3431040799
    • ISBN-13: 978-3431040791
    • Genre: Familiensaga

Bastei Lübbe Kurzbeschreibung:
Wien, Gegenwart: Für Ellinor bricht eine Welt zusammen, als eines Tages durch Zufall ein lang gehütetes Geheimnis ans Licht kommt: Ellinor und ihre Mutter sind mit dem Rest der Familie nicht blutsverwandt. Auf der Suche nach ihren familiären Wurzeln macht sich Ellinor auf den Weg nach Dalmatien und Neuseeland, wo sie einer tragischen Liebesgeschichte und einem großen Familiendrama auf die Spur kommt ... Diese Reise bringt ihr Leben durcheinander und ihre Ehe ins Wanken. Wird sie am Ende Geborgenheit und ihr Glück finden?

Meine Bewertung: * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Bastei Lübbe Challenge

Meine Meinung:
Vor einigen Jahren habe ich die Bücher der Autorin verschlungen. Da ich ein großer Neuseelandfan bin, war vor allem die Weiße Wolke Saga mein absolutes Highlight. Die letzten Romane haben mir dann schon weniger gefallen und vorallem "Eine Hoffnung am Ende der Welt" fand ich richtig schlecht. Deswegen hatte ich eine Sarah Lark Pause eingelegt.
Nachdem dieser Roman wieder sehr gute Bewertungen erhalten hat, habe ich ihn mir aus meiner Bücherei mitgenommen. Leider hat er meine Erwartungen nicht ganz erfüllt.

Das begann damit, dass die ersten Kapitel in Wien spielen, die Autorin aber überhaupt keinen Wien-Bezug herstellen konnte. Der Roman hätte genauso in Deutschland, England oder den USA spielen können. Das fand ich schade! Dann führt der Weg unser Hauptprotagonistin nach Dalmatien ins ehemalige Jugoslawien, dem heutigen Kroatien. Ellionor (auch ein sehr "österreichische Name"!) ist Historikerin und weiß nicht, als sie in Kroatien ankommt, dass diese Gegend einmal zu Österreich gehört hat?! Ich dachte ich lese nicht richtig! Bei uns in Österreich weiß jedes kleine Kind, welche Länder einmal zur Habsburger-Monarchie gehört haben. Und die Autorin willl mir erzählen, dass eine österreichische Historikerin das NICHT weiß?!! Hier hätte ich das Buch fast in die Ecke gepfeffert! Man sollte nicht nur über Neuseeland richtig recherchieren, sondern auch über andere Gegenden, über die man schreibt Bescheid wissen bzw. der Protagonistin die richtigen Worte in den Mund legen!

Aber beginnen wir mit der Geschichte, die uns die Autorin hier erzählen will. Wie schon erwähnt befinden wir uns zuerst in Wien, wo Ellionor durch eine schwere Nierenerkrankung (die sich im späteren Verlauf irgendwie in Luft aufgelöst hat!) ihrer Kusine Karla erfährt, dass sie nicht mit dem Rest der Familie verwandt ist. Ihre Großmutter Dana wurde damals adoptiert und in Ellionor erwächst der Wunsch ihre wahren Wurzeln zu suchen. Der erste Weg führt sie nach Dalmatien, wo sie auf Geschichten über ihren Urgroßvater Franjo Zima stößt. Dieser hat Liliane, die Tochter einer großen Winzerfamilie, zuerst geschwängert und dann sitzen gelassen. Gemeinsam mit seinem Freund verschwand er in einer Nacht-und-Nebel Aktion nach Neuseeland, um als Gumdigger das große Geld zu verdienen. Liliane wurde verheiratet und ihr das Kind weggenommen (Großmutter Dana). Ellionor reist daraufhin mit ihrem unsympathischen Ehemann Gernot, der sich von ihr aushalten lässt, weil er als Künstler noch immer auf seinen Durchbruch wartet, nach Neuseeland. Gernot möchte in Auckland in einer Galerie seine Bilder ausstellen, während sich Ellionor auf die Suche nach Spuren ihres Urgoßvaters macht. Ellionor verliert sich immer mehr in die Geschichte ihrer Vorfahren. Sie findet im Tagebuch von Dana, ihrer Großmutter, viele Hinweise, doch führen auch einige Spuren lange Zeit nirgendswohin. Alte Briefe und ein Autor, der über die Geschichte einer Geliebten von Franjo ein Buch geschrieben hat, decken weitere Geheimnisse auf....

Der Roman spielt auf zwei Zeitebenen und der Vergangenheitspart, der bis ins Jahr 1904 zurückreicht,  ergibt sich aus Tagebucheinträgen und Briefen. Schreibstil und Schriftart sind dementsprechend verschieden und angepasst.
Die Charaktere sind gut gezeichnet, wobei die Männer diesmal eher schlecht wegkommen. Franjo, der seinen Namen später auf Frank Winter ändert, ist ein Hallodri. Mit seinem Charme und seiner sprachlichen Überzeugungskraft fällt er immer wieder auf die Füße und bricht sämtliche Frauenherzen. Trotzdem ist ihm das Glück nur teilweise hold. Ich fand seine Beschreibung gelungen.
Gernot, Ellionors Ehemann in der Gegenwart, ist ein Ich-bezogener Schmarotzer, der auf Kosten seiner Frau lebt und es versteht sie zu manipulieren und klein zu halten. Er ist eitel und empfindet kaum Empathie für andere Menschen.
Ellionor hingegen ist eine sehr sympathische, jedoch zu leichtgäubige Frau, die wenig Selbstwertgefühl hat. Ihr sehnlichster Wunsch nach einem Kind hat sich ebenso nicht erfüllt, wie ein fixes Standbein für Gernot.

Der Part in der Vergangenheit hat mir sehr gut gefallen. Der Gegenwartsstrang konnte mich allerdings nicht wirklich überzeugen. Hier war doch vieles vorhersehbar und fühlte sich nicht immer ganz rund an. Der Epilog fiel außerdem sehr kitschig aus und wäre meiner Meinung nicht wirklich mehr vonnöten gewesen.

Schreibstil:
Der Schreibstil ist wie gewohnt flüssig und sehr bildhaft. Jedoch finde ich, dass die Autorin diesmal ihren Roman anders angelegt hat. Mich hat das nicht gestört, denn ich finde es gut, wenn man sich verändert. Da Sarah Lark bereits viele Neuseelandromane geschrieben hat, war auch das Thema der Harzgewinnung und der Kauribäume etwas ganz Neues und sehr interessant zu lesen. Die Autorin erklärt den Beruf des Gumdiggers anschaulich. Viele junge Männer aus dem Süden sind damals nach Neuseeland ausgewandert. Ähnlich den Goldgräbern wurde auch ihnen das schnelle Geld versprochen, war jedoch Schwerstarbeit und nur für die ersten Arbeiter auch gewinnbringend.

Die Landschaftsbeschreibungen sind wie immer überaus gelungen und sehr bildgewaltig. Hier hat Sarah Lark wieder Bilder im Kopf entstehen lassen.

Fazit:
Ein Roman mit einigen Schwächen. Der Gegenwartsstrang war vorhersehbar, konnte mich nicht überzeugen und war auch noch schlecht recherchiert. Der Vergangenheitsstrang konnte mich jedoch überzeugen und hat mich auch an der Geschichte dranbleiben lassen.


Eine Hoffnung am Ende der Welt - Sarah Lark



    • Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
    • Verlag: Bastei Lübbe (Lübbe Hardcover); Auflage: 1. Aufl. 2015 (10. Dezember 2015)
    • ISBN-10: 3785725434
    • ISBN-13: 978-3785725436
    • Genre: Historischer Roman, Roman


Bastei Lübbe Kurzbeschreibung:
In den Wirren der 1940er Jahre verschlägt es die junge Helena mit ihrer Schwester Luzyna nach Persien. Als sie Aufnahme in Neuseeland erhalten sollen, keimt Hoffnung in Helena auf. Doch nur eine der jungen Frauen wird für die Verschickung ausgewählt. Zur gleichen Zeit bricht James McKenzie aus Neuseeland auf. Gegen den Willen seiner Eltern will der wagemutige Flieger in Europa für die Ideale der Freiheit kämpfen. Das Schicksal führt James' und Helenas Wege zusammen ...

Meine Bewertung: * * undeinhalb


Buch zur Weltenbummler Challenge

Darum geht's:
Die beiden polnischen Schwestern Luzyna und Helena verlieren im zweiten Weltkrieg in Sibirien ihre Eltern und werden 1944 von den Alliierten nach Persien gebracht, wo sie in einem Auffanglager unterkommen. Das ferne Neuseeland nimmt davon ein paar Hundert polnische Waisenkinder auf und bietet ihnen Asyl. Luzyna erhält die Genehmigung, während die neunzehnjährige Helena bereits zu alt für die Aufnahme ist. Doch als Luzyna zu spät kommt, nimmt Helena ihren Platz ein und erreicht schließlich Neuseeland. In Pahiatua auf der Nordinsel werden die Ankömmlinge im "Polish Childrens Camp" untergebracht. Helena möchte gerne in Neuseeland bleiben, doch sie hütet gleich zwei Geheimnisse....

Meine Meinung:
Ich liebe die Neuseelandromane von Sarah Lark, auch wenn ich bis jetzt nur die Neuseelandsaga (1. Im Land der weißen Wolke, 2. Das Lied der Maori, 3. Der Ruf des Kiwis) komplett und von der Kauri Trilogie erst Band Eins (Das Gold der Maori) gelesen habe. Deshalb freute ich mich schon sehr auf dieses neue Buch, das (noch) keiner Reihe angehört und das ich unabhängig lesen konnte. Leider war "Eine Hoffnung am Ende der Welt" eine herbe Enttäuschung!

Während die Romane der Autorin normaler Weise zwischen 600 und 900 Seiten haben, hat diese Geschichte nur 400 Seiten und erschien mir wie ein "Geschichtengerüst". Oberflächlich und vorhersehbar der Inhalt, viele Szenen nur angerissen oder schnell abgewickelt...irgendwie kein Wunder, wenn die Autorin normaler Weise für eine ähnliche Geschichte die doppelte Seitenanzahl benötigt. Mir fehlte hier sowohl die Tiefe, als auch eine neue Story. Die Charaktere entsprechen leider sehr den Klischees und hatten kaum Ecken oder Kanten. Helena ist zwar eine liebenswürdige junge Frau, die einige Geheimnisse verbirgt, doch auch bei ihr fehlte mir das gewisse Etwas.
Mit James McKenzie erleben wir einen jungen Mann, der sich gegen den Willen seiner Eltern freiwillig für den Krieg gemeldet hat. Er ist ein tollkühner Flieger und liebt seine Maschine. Doch steht er vor dem Kriegsgericht, da er sich weigerte Bomben über deutsche Städte abzuwerfen. Beide Handlungsstränge verknüpfen sich diesmal schon relativ früh und Helena findet Zuflucht auf Kiward Station.

Sarah Lark Leserinnen wird Kames McKenzies Elterhaus, nämlich Kiward Station, bekannt vorkommen, denn die Farm war bereits Schauplatz in der ersten Neuseelandsaga. Wer eines der drei Bücher (oder alle drei) gelesen hat, wird auf einige gut bekannte Charaktere treffen.
Und auch alle, die sich noch nicht mit der Maori-Kultur auseinander gesetzt haben, werden in diesem Roman viel darüber lernen und interessante Dinge erfahren. Wer schon Neuseelandkenner ist, wird vieles bereits wissen und trotzdem noch das eine oder andere dazulernen. Die Liebe, die die Autorin zu diesem Land verbindet, erkennt man in jedem ihrer Romane und ist durch die Zeilen hindurch spürbar. Gerne lasse ich mich immer wieder "ins Land der weißen Wolke" entführen, doch hoffe ich das nächste Mal auf eine etwas ausgereiftere und nicht so vorhersehbare Geschichte!

Wunderschön finde ich die Innengestaltung des Buches, gezeichnet von Tina Dreher (Sie illustrierte bereits die Cover der Jahrhundert-Saga von Ken Follet oder die Zeitenzauber Reihe von Eva Völler). Bei jedem Kapitel findet man in der rechten oberen Ecke eine kleine Zeichnung, die Bezug zum Aufenthaltsort der Protagonisten nimmt. Auch im ersten Drittel des Buches entdeckt der Leser einige Bilder, wie das rechts abgebildete und am Ende findet man eine wunderschöne Illustration, die man aufklappen kann. Auf der Innenseite des Covers findet man eine Karte von Europa, Afrika, Asien,  Australien und Neuseeland.
Auch das Cover wurde von Tina Dreher gestaltet.

Während die Geschichte mehr oder weniger sehr vorhersehbar abläuft, kommt auf den letzten hundert Seiten etwas Spannung auf und ließ mich an die Vorgängerromane der Autorin denken, die mich immer wieder begeistert haben. Leider war dies hier nur selten der Fall....

Interessant fand ich allerdings das Nachwort der Autorin, die über ihre Recherchen berichtete. Kaum jemand weiß, dass wegen des Hitler-Stalin Paktes der Großteil ostpolnischer Bürger zunächst nach Sibirien verbannt wurde. Die Überlebenden wurden später von den Alliierten nach Persien in ein Lager gebracht, wo anschließend rund 800 Menschen, vorwiegend Kinder und Jugendliche von Neuseeland aufgenommen wurden. Das Polish Childrens Camp gab es wirklich und war zuerst als Übergangslösung gedacht, aber nach Übernahme der Kommunisten in Polen nach Ende des Zweiten Weltkrieges, wurden die meisten Flüchtlinge eingebürgert.

Schreibstil:
Das Buch liest sich sehr leicht und ist sicher nicht gehobene Literatur, aber der Schreibstil ist flüssig und angenehm. Leider vermisste ich hier sowohl die Spannung, als auch etwas Neues. Habe ich in meiner letzten Sarah Lark Rezension noch geschrieben: "Wie üblich fesselnd geschrieben mit der richtigen Dosis Abenteuer, Gefühl und Historie", kann ich diesen Satz diesmal nur bedingt recht geben.

Fazit:
Meiner Meinung nach das bisher schlechteste Buch der Autorin: vorhersehbar, flache Charaktere, oberflächlich. Einzig die Landschaftsbeschreibungen und die Erzählungen rund um die Maori-Kultur sind wieder gelungen und lassen Fernweh aufkommen. Die Geschichte drumherum ist zu konstruiert und langweilig....leider!


Die Insel der roten Mangroven - Sarah Lark


    • Gebundene Ausgabe: 672 Seiten
    • Verlag: Bastei Lübbe; Auflage: Aufl. 2012 (16. November 2012)
    • ISBN-10: 3785724608
    • ISBN-13: 978-3785724606
    • Genre: historischer Roman, Familiensaga 
    • Reihe: ja - 2. Band

 

Bastei Lübbe Kurzbeschreibung: 
Jamaika, 1753: Deirdre, die Tochter der Engländerin Nora Fortnam und des Sklaven Akwasi, lebt behütet auf der Plantage ihrer Mutter und ihres Stiefvaters. Die jungen Männer der Insel umschwärmen sie trotz ihrer anrüchigen Herkunft. Doch Deirdre zeigt an keinem Interesse - bis der junge Arzt Victor Dufresne um ihre Hand anhält. Nach einer prunkvollen Hochzeitsfeier schiffen sich Victor und Deirdre ein nach Saint-Domingue auf der Insel Hispaniola - und was dort geschehen wird, soll alles verändern - ...

Meine Bewertung:  * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Band 2 zu Sarah Larks Karibikreihe kann auch gut alleine gelesen werden, greift jedoch manchmal ein bisschen zurück auf die Geschehnisse in Band 1 "Die Insel der tausend Quellen" *meine Rezi*

Nach der sehr aufregenden Geschichte um Nora im ersten Buch, widmet sich die Autorin nun Deidre, Nora's Tochter, die auf der Plantage Cascarilla Gardens ihrer Eltern sehr frei aufwächst. Ihre Liebe gilt den Pferden und ihre Freundin ist die Farbige Amali, die auch ihre Zofe ist. Die unkonventionelle Art wie die Fortnams die Farbigen auf ihrer Plantage behandeln, kommt bei den anderen Plantagenbesitzern nicht so gut an. Von Freibriefen, die die Sklaven auf Cascarilla Gardens erhalten, halten sie schon gar nichts. Dies macht die Fortnams eher zu Aussenseitern und macht Nora Kopfzerbrechen betreffend Deirdres Heiratsaussichten. Auch ein gut gehütetes Geheimnis um die Herkunft ihrer Tochter lässt sie nicht so leicht verheiraten, wobei diese auch kaum Interesse an den jungen Männern der Umgebung zeigt. Als sie jedoch den jungen Arzt Victor Dufresne kennenlernt, der ebenso wenig von der Sklavenhaltung hält wie die Fortnams, verliebt sie sich in ihn. Victor kommt vom französischen Teil der Insel Hispaniola, dem heutigen Haiti. Seine Eltern besitzen eine der größten Plantagen in der Nähe von Cap Francais. Nach der Heirat folgt Deirdre dem jungen Arzt in dessen Heimat, beginnt sich dort aber bald zu langweilen und findet kaum Zugang zur feinen Gesellschaft, während ihr Ehemann versucht seine Artpraxis aufzubauen. Eines Nachts bringt der schwarze Pirat Big Caesar seine schwer verletzte Gefährtin Bonnie zu Victor. Deirdre ist fasziniert von Caesar und lässt sich auf eine verhängnisvolle Affäre ein....

Im zweiten Handlungsstrang, der parallell zu Deirdres Geschichthe erzählt wird, lernt der Leser den freien Sklaven Jefe und die Sklavin Bonnie kennen. Die Beiden leben auf den Grand Cayman, den Kaimaninseln,  sind befreundet und träumen von einem anderen Leben. Während Jefe voller Zorn auf die Weißen ist und ein großer Kämpfer, wie sein Vater werden will, möchte Bonnie nur weg vom brutalen Metzger Dayton, der sie immer wieder misshandelt und vergewaltigt. Heimlich ist sie auch noch in Jefe verliebt und möchte einfach nur bei ihm bleiben. Beide flüchten auf ein Piratenschiff. Aus Bonnie wird der Junge Bobbie und aus Jefe wird Little Black Caesar.

Ein großer Teil des Romans wird von der Sklaverei und den Aufständen der Schwarzen gegen ihre weißen Herren eingenommen. Im Vergleich zu "Der Fluch der Zuckerinsel" von Nora Berger, das ich erst vor kurzem gelesen habe und das etwa zur selben Zeit auf der Insel Martinque spielt, wird in diesem Buch sehr genau auf die Missstände der Sklaverei und den Aufständen der Farbigen gegen den weißen Plantagenbesitzern eingegangen. Sarah Lark entführt den Leser sogar direkt in den Dschungel zum Anführer Macandal und lässt uns sehr direkt am Leben der Aufständischen teilhaben. Genauso bildhaft beschreibt sie das Leben auf den Plantagen, die heruntergekommen Sklavenquartiere und die Brutalität der Aufseher. Sarah Lark schafft es, die Entwicklung der Sklavenaufstände sehr gut aufzuzeigen. Nachdem ich ja erst ein Buch zu diesem Thema gelesen habe und auch hier die Unterschiede zwischen den einzelnen Inseln hervorgehoben werden, konnte ich einige Vergleiche zu dessen Entwicklung erkennen.

Schreibstil:
Sarah Larks Geschichten aus fremden und faszinierenden Ländern fesseln immer wieder. Die Autorin versteht es sehr genau die passende Dosis Spannung, Gefühl und das Leben aus vergangen Zeiten einzusetzen. Ihre Geschichten sind nicht unbedingt anspruchsvolles hohes Niveau, sie führen den Leser aber augenblicklich in eine andere Welt um dort gerne zu verweilen. Sie versteht es ihren Familiensagen Leben einzuhauchen und baut gekonnt Spannung auf. In diesem Roman verbindet sie außerdem zwei Handlungsstränge, die sich im Laufe der Geschichte miteinander verknüpfen.

Die Charaktere sind sehr gut gezeichnet, wobei ich den Hass, den Ehrgeiz und den Egoismus von Jefe richtig spüren konnte, Bonnie's Herzensgüte mich verzauberte, es jedoch Deirde etwas an Tiefgründigkeit fehlte. Als Hauptprotagonistin bleibt sie etwas blass. Sie ist eine eher egoistische Protagonistin, die zwar als heißblütig und wild beschrieben wird, aber nicht unbedingt sehr sympathisch rüberkommt.

Cover:
Wunderschön. Es lädt zum Traumen ein und beschreibt genau die Landschaft dieser Insel (ich war schon in der Dominkanischen Republik, den anderen Teil der Insel Hispaniola).

Fazit:
Sarah Lark ist einfach ein Garant für wunderbare und faszinierende Geschichten, die uns zum Träumen vom Leben in ferne Länder einladen. Wie üblich fesselnd geschrieben mit der richtigen Dosis Abenteuer, Gefühl und Historie. Alles vorhanden, was Sarah Lark Fans lieben!


Die Reihenfolge der Familiensaga:

  1. Die Insel der tausend Quellen
  2. Die Insel der roten Mangroven

Die Insel der tausend Quellen - Sarah Lark



Amazon Kurzbeschreibung:
London, 1732: Nach dem Tod ihrer ersten großen Liebe geht die Kaufmannstochter Nora eine Vernunftehe mit einem verwitweten Zuckerrohrpflanzer auf Jamaika ein. Aber das Leben in der Karibik gestaltet sich nicht so, wie Nora es sich ertäumt hat. Der Umgang der Plantagenbesitzer mit den Sklaven schockiert sie zutiefst, und sie entschließt sich, auf ihrer Zuckerrohrfarm manches zum Besseren zu wenden. Überraschend unterstützt sie dabei ihr erwachsener Stiefsohn Doug, als er aus Europa anreist. Allerdings versetzt seine Rückkehr manches in Aufruhr - vor allem Noras Gefühle. Doch dann verliert Nora durch ein tragisches Ereignis plötzlich alles, bis auf ihr Leben ...

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge
Buch zur Wälzer Challenge
Buch zur Deutschsprachigen Autoren Challenge

Meine Meinung:
Wer Sarah Lark mag, weiß was den Leser erwartet!
Diesmal finden wir uns nicht in Neuseeland wieder, sondern der Schauplatz des Buches liegt größtenteils in der Karibik und zwar auf der Insel Jamaika. Jamaika kommt von Chaymaka, das heißt so viel wie "Insel der tausend Quellen" und somit sind wir auch beim Titel des Buches.

Lark's Schreibstil ist wie immer flüssig und angenehm zu lesen. Die Geschichte wird in der 3. Person erzählt. Über die einzelnen Kapitel sieht man das Bildnis eines Kolibris, die jeweilige Überschrift und die Zeitspanne angegeben. Auf der Innenseite des Covers findet man eine Karte von Jamaika.

London 1729:
Die junge Kaufmannstochter Nora Reed träumt gemeinsam mit ihrer heimlichen Liebe, den verarmten Adeligen Simon Greenborough, von einem Leben in der Karibik. Zusammen wollen sie auswandern und wie so viele Engländer zu dieser Zeit, in der großen weiten Welt mit dem Anbau von Zuckerrohr, ihr Glück versuchen. Doch Simon stirbt an der Schwindsucht. Nora, gefangen in ihrer Trauer, will keinen Anderen als Ehemann und kapselt sich vollkommen ab. Nach zwei Jahren Trauer nimmt sie schließlich den Antrag des älteren Plantagenbesitzers Elias an und geht mit ihm nach Jamaika, um sich wenigstens diesen Wunsch zu erfüllen.
Sie ist begeistert von der Schönheit der Insel, doch entsetzt über die Behandlung der Sklaven. So entschließt sie sich auf der Plantage einiges zu ändern und erhält später auch Unterstützung vom Sohn ihres Ehemannes.
Und so erwartet dem Leser hier einiges an Überraschungen, aber auch Altbewährtem.

Sicher ist viel von der Handlung vorhersehbar, genauso wie das Happy End. Trotzdem versteht es die Autorin durch die erfrischende Erzählung und bildhaften Darstellung der Insel, sowie den Ritualen und Geisterbeschwörungen der Schwarzen, den Leser total zu fesseln. Man taucht ein in die farbenfrohe Welt der Karibik und leidet mit den verschiedenen Protagonisten mit.
Die 704 Seiten sind wahrlich schnell gelesen!
Einen halben Stern Abzug gebe ich für die letzten 150 Seiten, die mir in manchen Bereichen doch etwas zu weit hergeholt waren. Trotzdem wieder eine wunderbare Geschichte!

Fazit: Wieder ein wunderbares Buch von Sarah Lark, das uns diesmal die Schönheit von Jamaika erleben lässt. Fesselnde Handlung, interessante Details über die Insel....alles vorhanden, was Sarah Lark Fans lieben!

Das Gold der Maori - Sarah Lark


Amazon Beschreibung:
Kathleen und Michael wollen Irland verlassen. Das heimlich verlobte Paar schmiedet Pläne von einem besseren Leben in der neuen Welt. Aber all ihre Träume finden ein jähes Ende: Michael wird als Rebell verurteilt und nach Australien verbannt. Die schwangere Kathleen muss gegen ihren Willen einen Viehhändler heiraten und mit ihm nach Neuseeland auswandern - Michael gelingt schließlich mit Hilfe der einfallsreichen Lizzie die Flucht aus der Strafkolonie, und das Schicksal verschlägt die beiden ebenfalls nach Neuseeland. Seine große Liebe Kathleen kann er allerdings nicht vergessen

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Wälzer Challenge
Buch zur Weltenbummler Challenge
Buch zur Deutschen Autoren Challenge


Meine Meinung:
Die erste Trilogie von Sarah Lark habe ich verschlungen, trotzdem hat es doch etwas gedauert, bis ich  mit dieser neuen - ebenfalls eine Trilogie - angefangen habe.
Obwohl es doch einige ähnliche Begebenheiten in diesem Buch zur Wolken- Trilogie gab, fand ich es wieder wunderbar in die Welt Neuseelands einzutauchen.
Die Geschichte von Kathleen und Michael wurde wieder sehr spannend erzählt. Sie beginnt in Irland zur Zeit, als die große Hungernot herrscht und man wegen eines gestohlenen Laibes Brot oder einem Sack Korn im Gefängnis landet und dann ab in die neue Welt geschickt wird. Ich konnte es kaum erwarten zu erfahren, wie es Kathleen in Neuseeland und Michael in Australien ergeht. Auch Lizzie lernen wir kernen, die ich sofort ins Herz geschlossen habe. Diese drei Hauptpersonen wachsen uns schnell ans Herz - jede sehr bildhaft von der Autorin dargestellt - mit allen guten und schlechten Eigenchaften.

Sarah Lark oder Ricarda Jordan (unter diesemn Namen schreibt die Autorin historische Romane) versteht es einizgartig den Leser Neuseeland näherzubringen. Hier erfahren wir von den ersten Besiedelungen im Land, von Walfangstationen und dem Goldrausch. Natürlich dürfen auch die Maori nicht fehlen. Als Neuseelandfan
liebe ich es immer wieder etwas Neues über "das Land der weißen Wolke" zu lesen.
Den zweiten Teil "Im Schatten des Kauribaumes" werde ich mir ein bisschen  später aus der Bücherei holen, denn der dritte Teil soll dann im April erscheinen. So muss ich nicht allzu lange warten...

Fazit: Wieder ein toller Auftakt zu einer Neuseeland-Trilogie von Sarah Lark. Auch dieses Buch hat mir genauso gut wie die Wolken-Trilogie gefallen und war zu keiner Zeit - trotz der 752 Seiten-  langweilig.

Der Ruf des Kiwis - Sarah Lark

 Amazon Kurzbeschreibung

Neuseeland, Canterbury Plains 1908: Gloria wächst auf Kiward Station auf. Ihre glückliche Kindheit endet jäh, als sie mit ihrer Großkusine Lilian in ein englisches Internat geschickt wird. Während Lilian sich dem Leben in der alten Welt anpasst, beginnt Gloria ihre Eltern dafür zu hassen, dass sie ihr ein neues Leben aufgezwängt haben. Um jeden Preis will sie nach Neuseeland zurück. Sie schmiedet einen verwegenen Plan, der sie in höchste Gefahr bringt ... Das Schicksal nimmt seinen Lauf und einmal mehr zeigt sich, wie tiefe Gefühle die Menschen verzweifeln lassen können oder sie stark machen. Spannend und mitreißend schildert Sarah Lark die Geschichte einer neuseeländischen Familie, verwoben mit der Tradition der Maori. Der dritte, in sich abgeschlossene Band der Bestsellertrilogie

Fazit: + + + +
Der dritte Band der Trilogie von Sarah Lark.
Obwohl alle drei Bücher um die 800 Seiten haben, habe ich alle drei in kurzer Zeit verschlungen. Am besten hat mir der erste Band gefallen: Das Land der weißen Wolke. Der dritte Band schließt an die Geschichte der Hauptdarstellerin im ersten Buch, Gwyneira, genauso an wie im 2. Buch. Diesmal geht es aber bereits um die Urenkelin Gloria und ihre Kusine Lilian. Im zweiten Drittel driftet mir die Geschichte etwas ins Unglaubwürdige ab...die Reise von Gloria von den USA nach Neuseeland....das ist etwas gewöhnungsbdürftig!! Sonst hat mir auch dieser Band sehr gut gefallen und ich freue mich schon auf das neuerste Buch von Sarah Lark, das obwohl es wieder einen ähnlichen Titel hat, keine Fortsetzung dieser Reieh ist!

Martina
 

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