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Wie Träume im Sommerwind - Katharina Herzog

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     

     

    • Broschiert: 352 Seiten
    • Verlag: Rowohlt Taschenbuch; 1. Edition (18. Mai 2021)
    • ISBN-10 : 3499275252
    • ISBN-13 : 978-3499275258
    • Genre: Gegenwartsliteratur



Rowohlt Kurzbeschreibung:
Es ist ein bezaubernder Ort – der Rosenhof auf Usedom, der sich seit Generationen im Besitz der Familie Jung befindet. Anders als ihre Schwester hat es Emilia auf der Ostseeinsel nach der Schule aber nicht mehr ausgehalten, und sie ist nach Paris gegangen. Doch dann hat Clara einen schweren Autounfall und bittet ausgerechnet sie, sich um ihre beiden Kinder zu kümmern. Emilia ist mit dieser Aufgabe vollkommen überfordert. Außerdem steht die Rosengärtnerei kurz vor der Insolvenz. Als sie herausfindet, dass ihre Schwester nach Kent reisen wollte, um dort nach Wegen zu suchen, den Familienbetrieb zu retten, fliegt sie zusammen mit Claras bestem Freund Josh und ihrer rebellischen 13jährigen Nichte Lizzy ins Land der Rosen. Ihre Reise führt die drei vom berühmten Sissinghurst Garden über die Domstadt Canterbury bis zu dem kleinen Küstendorf St. Margaret´s at Cliffe. Emilia stößt dabei nicht nur auf eine verschollen geglaubte Rose, sondern auch auf die Geschichte einer großen, verbotenen Liebe. Und auch lange vergessene Gefühle für Josh erwachten erneut ... 

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Katharina Herzogs Autorenleben verfolge ich bereits seit sie noch unter ihrem Klarnamen Katrin Koppold geschrieben und selbst veröffentlicht hat. Ich mag ihre leichteren Sommerromane und lasse mich gerne in fremde Länder oder an das Meer entführen.

In ihrem neuen Roman lernen wir Emilia kennen, die auf dem Rosenhof ihrer Eltern in Usedom aufgewachsen ist. Seit ihrer Kindheit liebt sie Düfte und möchte Parfümerin werden. Als sie einen der schwer zu ergatternden Plätze an der "Ecole de Givaudan" in Paris bekommt, rückt ihr Berufswunsch immer näher. Doch dann fällt sie zweimal bei der Abschlussprüfung durch und ihr großer Traum zerplatzt. In Pauls Bistro schiebt sie Nachtschichten, um ihre kleine Wohnung bezahlen zu können. Ihren Eltern hat sie noch immer nicht gebeichtet, dass sie durchgefallen ist. Doch ein plötzlicher Anruf mit der Schocknachricht, dass ihre ältere Schwester Clara einen schweren Autounfall und seitdem im künstlichen Tiefschlaf liegt, holt sie zurück in die Heimat. Auf dem Rosenhof warten jedoch weitere Herausforderungen auf sie. Clara bittet Emilia in einer Verfügung, sich um ihre beiden Kinder Lizzy und Felix zu kümmern. Lizzy, die pubertierende 13jährige, ist aufeinmal gar nicht mehr "handzahm", wie es Emilia gewohnt ist. Und der 5jährige Felix leidet daran, dass sein leiblicher Vater ihn zu sich und seiner zweiten Frau holen möchte.
Als Emilia in Claras Zimmer einen Brief aus England findet, der ein Foto einer ganz besonderen Rose mit den Namen "Beauty of Claire" zeigt, versucht Emilia mehr darüber zu erfahren. Außerdem findet sie heraus, dass Clara wenige Tage nach dem Autounfall nach Kent geflogen wäre.

Für Emilia war ihre große Schwester immmer ihr Vorbild: wunderschön, intelligent, beliebt und vernünftig. Nur einmal scheint sie über die Stränge geschlagen zu haben, denn Lizzy ist ein uneheliches Kind und den Namen des Vaters hat Clara nie verraten. Emilia war dagegen das krasse Gegenteil - wild und unangepasst. Umso mehr leidet sie unter der Situation, dass Clara im künstlichen Tiefschlaf liegt und sie "Mutterersatz" sein soll. Emilia versucht auf ihre Art Clara zu helfen und heraus zufinden, was damals passiert ist, als ihre ältere Schwester im Jahr 1999 die Sommermonate in Kent bei der Freundin ihrer Mutter verbracht hat. Gemeinsam mit Lizzy fliegt sie nach Südengland und erhofft sich Antworten auf die Frage nach der "Beauty of Claire", die sie für Clara finden möchte und die anscheinend nach ihr benannt wurde. Außerdem wäre diese besondere Rose ein großer Gewinn für den Rosenhof ihrer Eltern, der in einer Krise steckt.

Die Autorin erzählt die Geschichte auf zwei Zeitebenen, wobei die Gegenwart den überwiegenden Anteil hat. In Rückblenden aus dem Jahr 1999 erleben wir mit Clara einen unvergesslichen Sommer in Kent. Auf Sissinghurst Castle erlebt sie nicht nur die einzigartige Pracht der Gärten, sondern lernt ihre große Liebe kennen. Dadurch erfährt der Leser -noch vor Emilia-  einige Geheimnisse und die Zusammenhänge um die "Beauty of Claire".

Katharina Herzog erzählt in ihrem gewohnt leichten und atmosphärischen Schreibstil über die Liebe zu den Düften,  den Rosen, über Schwesternliebe und Geheimnisse. Das Zusammenspiel von Rosen und Düften hat mir sehr gut gefallen. Zusätzlich habe ich noch mehr über Sissinghurst Castle erfahren. Dabei ist mir Vita Sackville-West "wieder über den Weg gelaufen". Sie ist mir erst vor kurzem in Martina Sahlers "Die englische Gärtnerin" begegnet. Eine sehr außergewöhnliche Frau, die sich neben dem Schreiben von Novellen und Theaterstücken, sehr für die Gartengestaltung interessierte und die Sissinghurst Castle zu dem machte, was es heute ist: eine der beliebtesten Gartenanlagen der Welt.
Viele kleine Szenen, die ans Herz gehen, haben mich mitfühlen lassen mit Emilia und ihrer Familie. Ich konnte den Duft der Rosen riechen und fühlte mich auf Usedom und in Kent sehr wohl. Ebenso sorgte ich mich mit Emilia um ihre Schwester und um den Rosenhof. Das Familiendrama spitzt sich immer mehr zu und man hofft auf eine Genesung von Clara, während man gleichzeitig auf das Lüften des Geheimnisses wartet. Ich habe mich keine Sekunde gelangweilt und diesen Roman sehr gerne gelesen.
Zum Ende hin handelte Emilia etwas unreif. Sie hat für mich nicht wie eine über 30jährige gewirkt. Etwas mehr Potenzial hätte ich mir auch von der alten Liebe zwischen Emilia und Josh erhofft. Ich mag es zwar lieber ohne kitschige Liebesgeschichte, aber diese Jugendliebe konnte ich schwer greifen. Deshalb gibt es auch einen Stern Abzug.

Neben dem wunderschönen Cover muss ich noch die Karte von Usedom auf der Innenklappe der Broschur erwähnen, wie auch das Personenverzeichnis hinten.

Fazit:
Ein Wohlfühlroman, der uns in die Welt der Düfte und Blumen entführt, ein Familiendrama und eine Liebesgeschichte mit leisen Tönen...all das beinhaltet "Wie Träume im Sommerwind" und bringt dem Leser wohlige Lesstunden. 

Vielen Dank an den Rowohlt Verlag für das Rezensionsexemplar!

Der Wind nimmt uns mit - Katharina Herzog



    • Broschiert: 368 Seiten
    • Verlag: Rowohlt Taschenbuch; Auflage: 2. (16. April 2019)
    • ISBN-10: 3499275279
    • ISBN-13: 978-3499275272
    • Genre: Liebesroman, Roman


Rowohlt Kurzbeschreibung:
Maya bindet sich weder an Orte noch an Menschen. Obwohl die Reisebloggerin erst 32 ist, hat sie schon fast die ganze Welt gesehen. Nur an einen Ort möchte sie niemals: Nach La Gomera. Dort wohnt ihre Adoptivmutter Karoline. Dass Karoline nicht ihre leibliche Mutter ist, hat Maya vor Jahren durch einen Zufall erfahren, und bis heute hat sie ihr nicht verziehen. Doch dann wird Maya schwanger, und Tobi, der Mann, mit dem sie eine flüchtige Affäre hatte, hält sich ausgerechnet auf der Kanareninsel auf. Nur widerwillig fliegt Maya dorthin, zu den Aussteigern und Künstlern, zu ihrer Mutter. Sie ahnt nicht, dass es die wichtigste Reise ihres Lebens sein wird.

Meine Bewertung: * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Im Flugzeug nach und von Lissabon hat mir der neue Roman von Katharina Herzog kurzweilige Stunden bereitet. Auch wenn ich nicht in Spanien bzw. den Kanarischen Inseln Urlaub gemacht habe, so hat mich der südländische Charme auch in Lissabon eingeholt. Und die Autorin "kenne" ich ja schon sehr lange, denn ich habe bereits ihre Bücher als Selfpublisher unter ihrem Klarnamen Katrin Koppold gelesen.

In "Der Wind nimmt uns mit" lernen wir Maya kennen, die als Reisebloggerin rund um die Welt chattet. Seit sechs Jahren bleibt sie allerdings der Insel La Gomera fern, wo ihre Adoptivmutter Karoline lebt. Bis heute hat sie dieser nicht verziehen, dass sie ihr nicht die Wahrheit über ihre wahre Herkunft erzählt hat. Als sie durch einen One-Night-Stand schwanger wird, versucht sie den Mann, von dem sie nur den Namen Tobi und einige wenige Details kennt, durch ihren Blog zu finden. Dass er sich auf La Gomera aufhalten soll, zieht Maya kurz die Füße weg, doch dann überwindet sie ihre Ängste und fliegt an jenem Ort, den sie niemals besuchen wollte...
Auf der esoterisch angehauchten Finca de la Luz findet sie erstmals eine Bleibe und lernt die Inselbewohner besser kennen.

Wechselnde Perspektiven lassen uns als Leser nicht nur Maya und Karoline in der Gegenwart kennenlernen, sondern auch Karoline als Studentin in den 1980er Jahren. Die Abschnitte werden durch die jeweiligen Namen und der Jahreszahl (bei Karoline) erkenntlich gemacht. Dabei erfahren wir häppchenweise was vor mehr als 30 Jahren passiert ist und tauchen in Karolines damaliges Leben ein.

Die Beschreibungen der Charaktere und der Insel sind sehr anschaulich. Trotzdem blieben die Figuren leider etwas an der Oberfläche. Manche von ihnen fand ich auch zu überzeichnet.
Karoline nahm mir im Gegenwartspart zu wenig Platz ein und blieb mir fremd. Nur im Rückblick ins Jahr 1983 oder 1984 kam sie mir als Studentin näher. In diesem Abschnitt konnte ich ihre Gefühle und ihre besondere Beziehung zu ihrem Vater sehr gut nachvollziehen.
Maya hingegen fand ich viel zu unreif für ihre 32 Jahre. Vorallem als Reisebloggerin, die durch die Welt reist und vollkommen auf sich alleine gestellt ist, war sie mir zu naiv und zu wankelmütig.

Die bildhaften Landschaftsbeschreibungen machen Lust die zweitkleinste der Kanarischen Inseln zu besuchen, doch die Darstellung der sehr durchgeknallten Inselbewohner, die noch dem Hippie-Kult frönen, ließ mich etwas davon Abstand nehmen. Trotzdem würde ich gerne einmal den merkwürdigen Gesängen der Gelbschnabelsturmtaucher lauschen, das Künstlerdorf El Guro besuchen oder zur Schweinebucht (das klingt so nach Piraten!) wandern.

Der rote Faden des Romans ist die Selbstfindung ...sich zu "ankern"...und verzeihen zu können. 
Die Handlung ist etwas vorhersehbar und ich vermisste im Gegenwartsstrang die Tiefgründigkeit, wie auch etwas mehr Spannung. Trotzdem hat sich die Geschichte wunderbar lesen lassen und sie konnte mich durchgehend unterhalten.
Irritiert war ich durch eine angebliche Schwester von Karoline, die nie mehr erwähnt wird und Karoline später sogar als Einzelkind dargestellt wurde. Fehler wie diese sollten dem Lektorat auffallen!

Schreibstil:
Die Autorin hat einen wunderbaren Schreibstil, der mich schon in ihren anderen Romanen überzeugen konnte und mich in ihren Geschichten versinken lässt. Er ist locker-leicht, lebendig und dialoglastig. 

Fazit:
"Der Wind nimmt uns mit" kann leider nicht an "Zwischen dir und mir das Meer" anschließen, das von mir  volle fünf Sterne erhalten hat. Der Roman unterhält und ist als leichte Urlaubslektüre wie geschaffen, jedoch wird er wohl eher nur durch das wunderschöne Cover in Erinnerung bleiben. Ich bin allerdings davon überzeugt, dass Katharina Herzog mit ihrem nächsten Buch wieder an die gewohnte Qualität anschließen kann.
Vielen Dank an die Autorin und den Rowohlt Verlag für das Rezensionsexemplar!

Zwischen dir und mir das Meer - Katharina Herzog




    • Broschiert: 352 Seiten
    • Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verlag;
      Auflage: 1 (24. April 2018)
    • ISBN-10: 3499274205
    • ISBN-13: 978-3499274206
    • Genre: Gegenwartsliteratur, Familienroman



Rowohlt Kurzbeschreibung:
Lena führt ein zurückgezogenes Leben auf Amrum. Sie sammelt Meerglas am Strand, das sie zu Schmuck verarbeitet. Damit möchte sie sich etwas von dem zurückholen, was ihr die See einst genommen hat: Vor fast 20 Jahren ist Lenas Mutter, eine gebürtige Italienerin, morgens zum Schwimmen gegangen und nie zurückgekehrt.
Als Lena eines Tages auf dem Heimweg den Italiener Matteo trifft, knistert es überraschend heftig zwischen den beiden. Aber am nächsten Morgen ist Matteo ohne ein Wort des Abschieds fort. Er hat eine Mappe zurückgelassen, in der Lena Fotos ihrer Mutter Mariella als junge Frau findet: so strahlend, wie Lena sie nie erlebt hat. Zusammen mit ihrer Schwester Zoe reist Lena an die Amalfiküste, um etwas über die geheimnisvolle Vergangenheit ihrer Mutter zu erfahren - und um Matteo, den Mann mit den meergrünen Augen, wiederzusehen ...

Meine Bewertung: * * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Die Bücher von Katrin Koppold lese ich schon sehr lange. Ihre ersten Romane (Aussicht auf Sternschnuppen, Zeit für Eisblumen, Sehnsucht nach Zimtsternen und Hoffnung auf Kirschblüten) habe ich noch mit den alten Covern, die ich direkt über die Autorin gekauft habe, bevor der Rowohlt Verlag die Bücher übernommen und nochmals im Verlag veröffentlicht hat. Letztes Jahr hat die Autorin unter dem Pseudonym Katharina Herzog ihren Roman "Immer wieder im Sommer" veröffentlicht, der ein Bestseller wurde. Nun folgte ein weiterer Sommerroman unter diesem Pseudonym.

Dabei geht es um die beiden sehr unterschiedlichen Schwestern Lena und Zoe, die vor 20 Jahren ihre Mutter verloren haben. Die gebürtige Italienerin, und gute Schwimmerin, kam von ihrem frühmorgendlichen Bad im Meer nicht mehr zurück. Beide Töchter reagieren auf den Tod der Mutter völlig verschieden. Während Zoe eine extrovertierte, lebenshungrige junge Frau ist, die in der Weltgeschichte herumreist und keine Gefahr auslässt, lebt Lena eher zurückgezogen auf Amrun. Sie arbeitet als Krankenschwester in einem Hospitz und sammelt Meerglas am Strand, das sie zu wunderschönen Schmuckstücken verarbeitet. Doch schwimmen geht sie nicht mehr. Die Ungewissheit, was damals passiert ist, laässt Lena einfach nicht los.
Eines Tages taucht der junge Italiener Matteo Forlani bei ihr auf, der sich nach ihrer Mutter Mariella erkundigt und kurz darauf fluchtartig ihr Haus verlässt. Lena ist irritiert. Sie erkundigt sich im Hotel nach dem Mann und erfährt, dass er überstürzt abgereist ist. Im Hotel hat er eine Mappe zurückgelassen, die Fotos von Lenas und Zoes Mutter als Jugendliche zeigen. Das erweckt die Neugier der beiden Mädchen, die kaum etwas über ihre Mutter wissen. Die abenteuerlustige Zoe schlägt Lena vor an die Amalfiküste zu reisen, wo ihre Mutter aufgewachsen ist. Dort soll Lena den geheimnisvollen Matteo suchen und Mariellas Geheimnis lüften.. ..

In einem zweiten Handlungsstrang erfahren wir mehr über Mariellas Kindheit und Jugendzeit in Italien. Diese spielt in den 1970er Jahren. Mariella wächst ebenfalls ohne Mutter in eher ärmlichen Verhältnissen auf. Ihr Vater Antonio arbeitet als Zitronenpflücker bei den reichen Forlanis. Mariella findet in Francesca Forlani eine sehr gute Freundin und schwärmt für ihren älteren Bruder Alfi. Doch ihr Vater ist mit der Freundschaft zu den Kindern seines skrupellosen Chefs nicht wirklich einverstanden...

Während sich die beiden Handlungsstränge abwechseln, die sich perfekt ergänzen, gibt der Part aus der Vergangenheit immer genauso viel preis, dass er im Gegenwartsstrang nicht zu viel verrät. Denkt man zu Beginn, dass man hier eine Geschichte vor sich hat, die ähnlich gestrickt ist, wie so viele andere, die zur Zeit die Buchläden überschwemmen, wird man sehr bald bemerken, dass es hier anders ist. In diesem berührenden Roman steht nicht die Liebesgeschichte im Vordergrund, sondern die Identitätssuche der Schwestern und deren Zusammenfindung. Überraschende Wendungen verblüffen und die gut ausgearbeiteten Charaktere überzeugen. Besonders berührt hat mich der Vergangenheitsstrang um Mariella und ihr Geheimnis.

Die Autorin hat einen wunderbaren Schreibstil. Man taucht sofort in die Geschichte ein und erst wieder auf, wenn man die letzte Seite gelesen hat. Katharina Herzog konnte mich verzaubern und mitnehmen an die Amalfiküste. Obwohl ich noch nie dort war, hatte ich das blaue Meer, die Felsen, den Strand und die Zitronenhaine vor Augen. Leider hatte ich keinen Limoncello in der Nähe, den Zitronenlikör der beschrieben Region, der sich wie ein roter Faden durch die Geschichte zieht. Aber ein Glas Zitronenlimonade oder Zitroneneis passt sicher auch zu dieser sommerlichen Lektüre...

Schreibstil:
Die Autorin schreibt sehr lebendig und mit viel Atmosphäre. Man reist mit ihr an die Amalfiküste und sieht den Klippenspringern bei ihren atemberaubenden Sprüngen zu. Am Abend sitzt man im Freien und trinkt Limoncello....die Sehnsucht nach dem Sommerurlaub lässt grüßen!
Die einzelnen Charaktere sind lebendig und facettenreich dargestellt. Sie konnten mein Herz berühren. Dabei sind Zoe und Lena so unterschiedlich, dass man gar nicht weiß, wen von den beiden jungen Frauen man sympathischer findet. Beide haben viel zu lernen und entwickeln sich weiter.
Über den einzelnen Kapiteln ist ein Zweig mit Zitronen gezeichnet. In diesem steht der Name von einer der beiden Protaginistinnen: Lena oder Mariella. So weiß man auf einem Blick, in welcher Zeit das jeweilige Kapitel spielt.

Noch ein Wort zum Cover. Der Rowohlt Verlag hat hier wirklich ein wundervolles und farbenrpächtiges Cover erschaffen, das inspiriert und ein echter Hingucker ist.

Fazit:
Ein wundervoller Sommerroman, der nach Italien entführt und den man kaum aus der Hand legen kann. Mit überraschenden Wendungen, die verblüffen, hält die Autorin den Leser bei der Stange, aber auch die tolle Atmosphäre und die lebendigen Charaktere überzeugen zu 100%. Eine Leseempfehlung!


Vielen Dank an die Autorin und den Rowohlt Verlag für das Rezensionsexemplar!

Sehnsucht nach Zimtsternen - Katrin Koppold


    • Taschenbuch: 320 Seiten
    • Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform (30. Mai 2014) 
    • ISBN-10: 1499733372
    • ISBN-13: 978-1499733372
    • Genre: Liebesroman
      Reihe: ja - 3. Teil der Sternschnuppen-Reihe



Amazon Kurzbeschreibung: 
Märchen hat Lilly schon immer geliebt, aber nach der Trennung von ihrem Mann scheint es für ihr Leben kein Happy End zu geben. Den Kummer über die Trennung kann sie nur mit einer Unmenge von Schokolade betäuben, die Wohnung muss sie sich mit Frauenheld Jakob teilen und dann meldet sich auch noch Anton bei ihr – der Kerl, der ihr vor über fünfzehn Jahren das Herz gebrochen hat und den sie auf der Hochzeit ihrer Schwester wiedersehen wird. Einziger Lichtblick ist der attraktive Nachbar von gegenüber. Dabei hat Lilly gerade beschlossen, die Finger von Prinzen zu lassen und sich voll und ganz auf die inneren Werte bei Männern zu konzentrieren. Doch was wäre die Liebe, wenn sie sich Vorschriften machen lassen würde?

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

                        Buch zur Weltenbummler Challenge



Erstmal euch allen einen schönen Valentinstag!
Heute passend zu diesem "Tag der Liebe" habe ich einen Liebesroman von Katrin Koppold für euch. Vor kurzem ist der vierte Band der Reihe um die Baum-Schwestern erschienen, der bald auch bei mir einziehen wird. Deshalb habe ich noch schnell zu Band 3 gegriffen und das Buch in einem Schwung durchgelesen.

Meine Meinung:
Im dritten Teil der Sternschnuppen-Reihe geht es diesmal um die dritte Schwester, Lilly, eine der beiden Zwillingsschwestern. Man kann diese Geschichte aber auch ohne Vorkenntnisse der anderen Bände lesen, da jeder Roman eine in sich abgeschlossene Geschichte enthält. Trotzdem würde ich empfehlen sie in der Reihenfolge zu lesen, denn da es sich um eine Familie handelt, entwickeln sich die Personen weiter und auch deren Lebens- und Familiengeschichten.

Lilly ist die Zwillingsschwester von Mia und trotzdem komplett anders als ihre Schwester. Sie selbst beschreibt sich als "scharzes Schaf" der Familie, was die guten Gene betrifft, denn während ihre Schwestern alle groß, schlank und blond sind, ist sie eher klein, rundlich und rothaarig.
Außerdem ist sie seit zehn Jahren mit Torsten zusammen und seit einem Jahr mit ihm verheiratet. Die Schwiegerfamilie, insbesondere ihre Schwiegermutter akzeptiert sie noch immer nicht und als ihr Torsten plötzlich mitteilt, dass er sich in jemand anderen verliebt hat, steht sie vor den Scherben ihres Glücks. Noch dazu hat sie ihren Job wegen Torsten aufgegeben und hatte vor kurzem eine Fehlgeburt. Außerdem gehört die Wohnung auch noch Torstens Eltern und Jakob, ihr Untermieter, schleppt jede Nacht eine andere Frau an. 

Lilly verkricht sich und badet in Selbstmitleid. Nur Jakob bekommt mit, wie sehr sie leidet. Er scheint doch nicht so ein Macho zu sein, wie Lilly angenommen hat. Außerdem verbindet die Beiden die Sorge um ihre zukünftige Bleibe. 
Es dauert nicht lange und kurz darauf dann steht plötzlich ihr Leben auf den Kopf, denn ihr Vater hat einen Umfall. Dabei stellt sich heraus, dass er seitdem ihn Lilly's Mutter verlassen hat, ein kleines Alkoholproblem hat. Lilly nimmt ihn kurzerhand zu ihr in die Wohnung, gemeinsam mit ihrem Opa. Dieser verdreht in der Zwischenzeit den Frauen im Seniorenheim gegenüber den Kopf. Als auch noch ein ziemlich attraktiver neuer Nachbar in das Wohnhaus einzieht, ist Lilly plötzlich gleich von zwei Männern umschwärmt. Auf der Hochzeit ihrer Schwester Helga, die in wenigen Wochen gefeiert wird, soll sie auch noch ihre Jugendliebe Anton wiedersehen. Das Chaos ist bald perfekt! Und Lilly fragt sich: "Wer davon ist ein Frosch und wer der wirkliche Märchenprinz"?
 
Mehr möchte ich hier nicht mehr verraten, außer dass ich das Buch innerhalb eines Tages durch hatte!
Es hat mich verzaubert, der Humor kommt auch nicht zu kurz und obwohl man sich denken kann, wie die Geschichte wohl ausgehen wird, fieberte ich dem Ende entgegen.
 
Doch trotz der "Happy End Story" gibt es zwischen den 320 Seiten Inhalt nicht nur reine "heile Welt", sondern diese doch leichtere Lektüre hat auch einige Problemthemen eingebaut: Fehlgeburten, Alokoholprobleme, Selbstverwirklichung, Tod, Ehebruch.....
 
Cover:
Wieder einfach wunderschön!!! Ehrlich gesagt finde ich diese Cover viel schöner als die zukünftigen vom Rohwolt Verlag, aber auch diese sind toll und den Originalcovern angelehnt. Trotzdem freue ich mich die "alten" Cover mit Widmungen von Katrin in meinem Bücherregal zu haben!
 
Schreibstil:
Den Schreibstil von Katrin Koppold mag ich schon seit ihrem ersten Roman "Aussicht auf Sternschnuppen". Ich liebe jedes einzelne ihrer Bücher, auch wenn ich sonst nicht so der Liebesroman-Typ bin. Die einzelnen Charaktere sprühen wieder vor Leben und ich hatte immer ein Bild vor mir im Kopf. Sie alle konnten mein Herz berühren. 

Fazit:
Auch das dritte Buch rund um die Familie Baum konnte mich wieder verzaubern und einige Stunden in eine (Märchen-)welt entführen. Nach dem Zuklappen hat man einfach ein Lächeln auf den Lippen und den Wunsch bald das nächste Buch der Autorin zu lesen.

Die Reihe:
  1. Aussicht auf Sternschnuppen (meine Rezi)
  2. Zeit für Eisblumen (meine Rezi)
  3. Sehnsucht nach Zimtsternen
  4. Hoffnung auf Kirschblüten

Zeit für Eisblumen - Katrin Koppold


    • Taschenbuch: 314 Seiten
    • Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform (7. August 2013)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 1492100323
    • ISBN-13: 978-1492100324
    • Genre: Roman
    • Reihe: ja (2. Band aus der Sternschnuppen-Reihe)


  

Amazon Kurzbeschreibung:
Nach der Geburt ihres Sohns Paul gerät Fees Leben völlig aus den Fugen: In den meisten Kleidern sieht sie aus wie eine zu fest gestopfte Weißwurst, der Job als Moderedakteurin wächst ihr zunehmend über den Kopf und ihr Freund scheint sie mit ihrer verhassten Kollegin zu betrügen. Als sie auf der Arbeit einen folgenschweren Fehler begeht und von ihrem Chef in Zwangsurlaub geschickt wird, beschließt sie ihr Leben zu ändern. Fee trennt sich von Sam und macht sich zusammen mit ihrer Mutter und dem elf Monate alten Paul auf ins winterliche Irland. Fernab vom Stress und der Hektik der Großstadt versucht Fee zu sich selbst finden. Und sie möchte David wiedersehen, einen Straßenmusiker, mit dem sie einst eine leidenschaftliche Affäre hatte, und den sie seitdem einfach nicht vergessen kann.

Meine Bewertung: * * * * *

Buch zur Deutschsprachigen Autoren Challenge 2013

Meine Meinung:
Mit der Autorin Katrin Koppold bin ich seit ihrem wundervollen Debütroman "Aussicht auf Sternschnuppen" in Kontakt und habe auch bei ihrer Facebook-Fan-Aktion zu ihrem neuen Roman "Zeit für Eisblumen" mitgemacht und ihr Taschenbuch gewonnen. Nochmals vielen herzlichen Dank!
Auch dieser neue Roman aus ihrer "Sternschnuppen-Reihe um die vier Schwestern Helga, Fee, Lilly und Mia konnte mich wieder bezaubern.

In "Zeit für Eisblumen" geht es um Felicitas, genannt Fee. Sie ist eine erfolgreiche Redakteurin mit ihrer eigenen Modekolumne "Fees Welt" (fast wie Martinas Welt...was? LOL). Nach der Geburt ihres Sohnes Paul ist sie sehr schnell wieder in ihren Job zurückgekehrt, denn Fee ist ein Typ, der alles perfekt machen will und in ihrem Job aufgeht. Doch das ist nicht der einzige Grund warum sie sobald wieder wieder ganztags arbeitet: Sam, ihr Lebensgefährte und Papa von Paul hat nach seiner Diplomprüfung als Apotheker, nicht wie erwartet die Apotheke seines Vater übernommen, sondern eine Ausbildung zum Biologie und Chemielehrer begonnen. So ist Fee noch immer die Alleinverdienerin und meistens auch diejenige, die sich um den Haushalt kümmern muss. Auch im Büro kämpft sie um ihre Kolumne, die ihr ihre Kollegin Monika streitig machen will. So ist es auch nicht verwunderlich, dass ihr bald alles über den Kopd wächst. Nach einigen Panickattacken, die weder Sam noch ihre Familie ernst nehmen, schickt sie ihr Boss in den Zwangsurlaub. Und Fee macht Nägel mit Köpfen: Sie trennt sich von Sam, bucht einen Flug nach Irland und überredet ihre Mutter mit ihr und Paul die nächsten Wochen auf der grünen Insel Urlaub zu machen....im November. Dort möchte sie ihre Gedanken ordnen und David wiedersehen, eine Liebelei, die ihr nicht aus dem Kopf geht.

Anfangs hatte ich ein bisschen Schwierigkeiten Fee sympathisch zu finden. Sie ist egoistisch und ihre Welt besteht aus vielen Oberflächlichkeiten: schicke Klamotten, die Welt der Stars und Starlets, Reichtum....Sie kann Sam nicht verstehen, der mehr leben möchte und auf Reichtum verzichtet. Auch zu Paul kann sie keine richtige Beziehung aufbauen und der Kleine verbringt den ganzen Tag in der Kinderkrippe. Zu ihrer eigenen Mutter hat sie auch kein richtig gutes Verhältnis und trotzt wie ein kleines Kind, als ihr diese eröffnet, dass sie über eine Scheidung nachdenkt. Doch nach und nach erfährt der Leser von Fee's Problemen, die sie geschickt vor den anderen verbirgt oder herunterspielt. Dazu möchte ich hier nicht mehr verraten...doch so werden einige Handlungen verständlicher. Was mir sehr gut gefallen hat, war die Wandlung von Fee im Laufe des Buches. Hier muss ich der Autorin ein großes Kompliment aussprechen. So ist Fee anfangs sehr Ich-bezogen,  wird jedoch im Laufe der Geschichte immer sympathischer und findet zu sich selbst.

Auch die Nebencharaktere sind alle sehr facettenreich beschrieben. Keine einizige Person blieb blass.
Die Landschaft Irlands...obwohl im Winter und meistens im Regen und in der Kälte....hat die Autorin so interessant beschrieben, dass mein Kopfkino all die wunderschönen Plätze vor Augen hatte.

Cover:
Was soll man viel dazu sagen? Einfach ein Traum!!!

Schreibstil:
Trotz der ernsteren Töne ist auch hier der Schreibstil wieder sehr flüssig und locker. Die Geschichte enthält Tiefgang, wird gefühlvoll erzählt und die wunderbar ausgeabeiteten Charaktere lassen den Leser richtig mitleiden und -freuen.


Fazit:
Die Autorin hat hier eine wirklich wunderschöne Geschichte mit Tiefgang geschrieben. Ist "Aussicht auf Sternschnuppen" eher eine Mischung aus Roadtrip, Liebesgeschichte und ein Buch voller Humor, so ist "Zeit für Eisblumen" viel tiefgründiger und befasst sich mit dem Thema "postpartale Depression". Eine wunderbare Geschichte! Leseempfehlung!




Aussicht auf Sternschnuppen - Katrin Koppold


    • Taschenbuch: 296 Seiten
    • Verlag: Aureolus Verlag
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 1482689855
    • ISBN-13: 978-1482689853
    • Genre: Roman

Link zur Autorin

Amazon Kurzbeschreibung: 
Helga fällt aus allen Wolken, denn ihr Freund scheint sie mit einer heißblütigen Italienerin zu betrügen. Diesen Kerl wollte sie heiraten und mindestens vier Kinder mit ihm haben? Hals über Kopf folgt Helga Giuseppe zum Flughafen, muss dort aber feststellen, dass alle Flüge auf unbestimmte Zeit gestrichen sind. Sie kann nur noch einen Mietwagen ergattern, den sie sich zu allem Überfluss aber teilen muss: Mit Nils. Schauspieler, Kettenraucher und bald mehr als eine zufällig Reisebekanntschaft.
Ihr Weg führt die unfreiwillige Fahrgemeinschaft von Verona über den Gardasee bis hinunter in die Hügel der Toskana. Und am Ende erkennt Helga, dass es sich lohnt, den Griff nach den Sternen zu wagen.

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Deutschsprachigen Autoren Challenge 2013

Buch zur Chaos Challenge AGAIN

Meine Meinung:
Dieses Buch habe ich mir direkt über die Autorin gekauft, dank der lieben Fabella, die dafür Werbung gemacht hat und einem Gewinnspiel auf der facebookseite von katrin Koppold. Da ich leider kein Glück hatte, aber das Buch trotzdem lesen wollte, war es mein erster Direktkauf (mit Signierung) bei einer Autorin =). Den link zu ihrer Homepage könnt ihr oben finden und meine Blogpost zur Ankunft des Buches und wie die liebe Post damit umgesprungen ist hier.

Dieser Debütroman von Katrin Koppold hat mich wirklich super unterhalten. Ich habe genau das bekommen, was ich erwartet hatte: einen lustigen Liebesroman, nicht zu kitschig und mit einer kleinen Überraschung fast am Schluss.
Unsere Protagonistin Helga, die ihren altmodischen Vornamen nicht ausstehen kann, führt ein ruhiges, geordnetes Leben mit ihrem italienischen Lover Giuseppe. Sie ist alles andere als spontan und führt Listen mit "Für und Wieder" bevor sie sich überhaupt entschließen kann eine Entscheidung zu treffen. Auch ihrem Äußeren widmet sie sich nicht besonders und kleidet sich eher dezent und unauffällig. Doch nachdem sie eine SMS von einer Angela auf den Handy ihres Freundes findet, die es kaum erwarten kann ihn wiederzusehen, ist es vorbei mit Helgas unentschlossenen Handeln, denn Giuseppe hat für das Wochenende eine angebliche Geschäftsreise nach Italien geplant. Mit Hilfe ihrer Schwester Fee gelangt sie zum Flughafen, doch die Aschewolke, die der isländische Vulkan Eyjafjallajökull ausspuckt, legt ganz Mittel- und Nordeuropa lahm.
(ja, daran kann ich mich sehr gut erinnern, denn auch ich hatte ein Flugticket zu diesem Zeitpinkt von Wien nach Stuttgart ...seufz!). Nichts geht mehr, außer die dem Flughafengebäude gegenüberliegende Autovermietung, die noch genau EINEN Smart zur Verfügung hat....ohne Klimaanlage versteht sich. Und diesen muss Helga haben! Aber sie ist nicht alleine! Während sie mit einem ungehobelten Mann am Schalter um ihren Smart kämpft, sieht sie auch noch Giuseppe mit einer jungen Blondine und einer älteren Frau ein Auto besteigen. In ihrer Notlage schlägt sie ihrem Gegenüber "car-sharing" vor und so machen sich zwei sehr unterschiedliche Charaktere auf den Weg in die Toskana.

Das Cover ist wirklich wunderschön, besonders die limitierte und veredelte Ausgabe, die man nur direkt über die Autorin bestellen kann.

Die Charaktere der einzelnen Personen rund um Helga, besonders ihre liebenswerte Familie, sind authentisch dargestellt, ebenso wie die Landschaften auf den Weg in die Toskana. Mein Kopfkino konnte sich richtig austoben.
Der amüsante Schreibstil der Autorin und die ewige Kabbelei der beiden Protagonisten haben mich einfach köstlich unterhalten. Sowohl Helga mit ihrem Gezicke, als auch Nils, ihr kettenrauchender Mitfahrer, sind alles andere als einfache Charaktere und am liebsten würden sie sich gegenseitig die Augen auskratzen. Die Dialoge im Buch sind einfach köstlich! Natürlich sind viele Handlungen vorhersehbar und manche Situationen ganz schön unrealistisch, so dass sie schon wieder wahr sein könnten (was haben wir noch schon alle für einen Blödsinn angestellt!), trotzdem  konnte ich eine Weile total in dieser Geschichte versinken und erst wieder auftauchen, als ich die letzte Seite zugeklappt hatte. Ein wirklich erfrischendes Debüt einer sympathischen Autorin. Den halben Stern Abzug gebe ich für die kleine Geschichte rund um Lydia und Lorenzo. Ich hätte die Geschichte entweder weggelassen oder mehr ausgebaut....so war es weder Fisch noch Fleisch. Außerdem fand ich ein paar kleine Schreibfehler....

Fazit: Eine wirklich amüsante Geschichte, die den Leser mit einem Lächeln und einem wohligen Gefühl im Bauch zurück lässt...zum Zurücklehnen und Entspannen.



 

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