- Taschenbuch: 562 Seiten
- Verlag: BoD – Books on Demand; 1. Edition (20. Juni 2024)
- ISBN-10 : 3759733727
- ISBN-13 : 978-3759733726
- Genre: Familiensaga, historischer Roman
- Reihe: ja - Band 4 der die von Bahlow Saga
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| Die Bildrechte liegen bei der Autorin |
Amazon Kurzbeschreibung:
Apia, 1947: Das Ende des Zweiten Weltkriegs bringt Westsamoa einen neuen Aufschwung, der auch für die von Bahlows spannende Begegnungen bereithält. Die ersten Touristen erreichen die Südsee und sogar Hollywood wird auf die Schönheit Westsamoas aufmerksam. Nicht immer zur Freude der Einheimischen. Während Emilie sich allein um ihre Tochter Rose kümmern muss, trifft Paul eine unerwartete Entscheidung und Jack sorgt mit seiner Ankündigung, Tamalele verlassen zu wollen, für Aufruhr. Doch nicht nur die aufkeimenden Familienzwistigkeiten bedrohen die Zukunft der Plantage, sondern auch die zunehmende Industrialisierung. Eine Tatsache, welche die von Bahlows schon bald vor eine alles entscheidende Frage stellt: Wer soll Tamaleles Erbe antreten?
Meine Bewertung: * * * undeinhalb
Buch zur Weltenbummler Challenge
Die Bücher der Saga sollten der Reihe nach gelesen werden
Meine
Meinung:
Gemeinsam mit der lieben Nicole von "Zeit für neue Genres" habe ich den vierten Band der von Bahlow Saga gelesen, die uns wieder nach Apia in Westsamoa führt.
Ein traumhaftes Setting, welches abermals von den Amerikanern "gestört" wird. Diesmal jedoch nicht durch Soldaten während des Zweiten Weltkrieges, wie im dritten Teil der Saga, sondern von reichen Amerikanern, die den Tourismus entdecken. Dazu aber später....
1947. Wir sind in der Zeit nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Neben den gewohnten Figuren, wie Martha, Jack, Gertrud, Paul, Emilie oder Hans, haben wir in diesem Band auch eine Reihe neuer Charaktere - die sogenannte nächste Generation. Sefina, Vincent, Blair, Mimi...alle diese Namen muss man sich merken, wobei einzig Sefina zur Familie von Bahlow gehört. Sie wurde von Helene als "die Hüterin der Geheimnisse" auserwählt und hadert sehr mit dieser Last, die sie auf ihren jungen Schultern trägt.
Paul hat Westsamoa verlassen und lebt in New York ein Leben voller Dekandenz. Hier kann er seine Neigungen ausleben, verbringt seine Nächte in diversen Clubs und verkehrt mit der Upper Class. Als er dem New Yorker Nachtleben den Rücken kehrt, führt sein Weg zurück nach Tamalele, wo die Familie von Bahlow ums Überleben kämpft. Der Kokosnusskäfer zerstört die Kokospalmen, die für die Kopra Produktion auf Tamalele wichtig sind. Doch Martha weigert sich andere Ideen anzunehmen und es kommt zum großen Streit. Emilie, die mit ihrer Tochter Rose ebenfalls in die Heimat zurückgekehrt ist, versucht andere Einkommensquellen zu finden.
Auch die Neuseeländer übernehmen nach dem Krieg wieder sämtliche wichtigen
Posten und beschneiden weiterhin das Selbstbestimmungsrecht der
Samoaner. Dies geht soweit, dass Einfuhr und Ausfuhr stark reglementiert
wird und das Alkoholverbot aufrecht bleibt.
Hans hat sich tatsächlich zu einem pflichtbewussten Mann verändert und von Aumoe liest man diesem Band leider gar nichts mehr.
Mit Mimi kommt frischer Wind auf die Plantage, allerdings nicht der, der gewünscht wird. Die hochnäsige Ehefrau von Paul, die aus der Upper Class New Yorks stammt, bringt die Reichen und Schönen auf die Insel. Der erste Tourismus überfordert die Inseleinwohner etwas, nur Aggi versucht das Beste daraus zu machen. Als auch noch ein Filmteam aus Hollywood mit Schauspielstar Gary Cooper anreist, um den Film "Welcome to Paradise" zu drehen, sind nicht alle davon begeistert...
In diesem vierten Band hatte ich leider sehr oft das Gefühl keine der
Figuren mehr richtig zu verstehen. Jeder ist in sich gekehrt, es gibt
kaum Kommunikation und vorallem Paul und Emilie handeln für mich völlig
fragwürdig. Auch Sefina gibt eine wichtige Beobachtung nicht weiter,
die für Tamaleles Bestand extrem bedeutend ist. Das Gefühl des Zusammenhalts fehlt plötzlich...
Gefallen haben mir die Szenen betreffend des Filmdrehs und auch die Aufregung, die damit auf die Insel gebracht wird. Hollywood und der anfängliche Tourismus bringen Licht und Schatten auf die Insel. Der beginnende Koreakrieg 1950 ändert für Westsamoa vieles und auch der beginnende Tourismus erlahmt wieder.
Alexandra Fischer hat mit den historischen Hintergründen rund um den Koreakrieg und den beginnenden Tourismus wieder sehr interessante Details in ihre fiktive Familiensaga miteinbezogen. Ihr lebendiger Schreibstil und die sehr bildhafte Erzählweise ist immer wieder ein Genuss.
Die Kapitel sind in Jahre unterteilt, beginnend mit dem Jahr 1947 und
enden im Jahr 1953. Auch die Erzählperspektive wechselt mit den Kapiteln. So bekommt man einen sehr guten Einblick in die vielschichtigen Charaktere. Leider konnte ich diesmal aber keinen wirklichen Zugang zu einigen - von mir in den Vorgängerbänden sehr gemochten Figuren - mehr finden.
Leider plätscherte auch die Handlung, vorallem in der Mitte des fast 600
Seiten starken Romans, sehr dahin. Auf den letzten hundert Seiten kam es
dann komprimiert zu vielen überraschenden Wendungen, die ich teilweise
jedoch sehr unglaubwürdig fand.
Die Kapitelanfänge sind durch
ganzseitige gezeichnete Hintergrundbilder hervorgehoben. Zu Beginn des Romans gibt
es einige Fakten zum geschichtlichen Hintergrund und eine Landkarte der Inseln des Südpazifiks, Australiens und Japans.
Mir tut es richtig weh, denn ich liebe diese Saga sehr, aber diesem Band kann ich leider nur 3 1/2 bzw. 3 Sterne geben. Den nächsten Band werde ich trotzdem lesen, denn ich möchte natürlich wissen, wie es mit den von Bahlows weitergeht.
Fazit:
Obwohl ich diesen vierten Band gerne gelesen habe, ist er für mich der bisher schwächste der Familiensaga. Die Handlungsweisen vieler geliebter Figuren waren für mich nicht richtig nachvollziehbar. Mir fehlte vor allem im Mittelteil die Spannung und wartete auf überraschende Wendungen, die nicht eintrafen. Erst auf den letzten hundert Seiten überschlugen sich die Ereignisse, die mich nicht alle richtig überzeugen konnten.
Die von Bahlow-Saga:
- Der Traum vom Horizont *Rezi*
- Die Rückkehr zum Horizont *Rezi*
- Die Kinder des Horizonts *Rezi*
- Das Erbe des Horizonts















Hallo Martina,
AntwortenLöschenja, der Band ist zu sehr geplätschert. Da sind wir uns einig. Und die Motivation vieler Figuren war unklar bzw. hat es keinen Sinn ergeben. Aber ich bin trotzdem sehr auf den Abschlussband neugierig.
Liebe Grüße
Nicole