Die Wundärztin - Heidi Rehn
Amazon Kurzbeschreibung:
Deutschland im Dreißigjährigen Krieg: Die kluge Söldnertochter Magdalena arbeitet als Wundärztin im kaiserlichen Tross. Bald entbrennt sie in großer Liebe zu dem Kaufmannssohn Eric, der seit dem Tod seiner Eltern allein lebt. Doch es ist eine verbotene Liebe, denn die Väter der beiden standen sich einst in Feindschaft gegenüber. Nach einer Schlacht verschwindet Eric spurlos – und Magdalena muss eine folgenschwere Entscheidung treffen …
Fazit: * * *
Inhalt und meine Meinung:
Prolog:
Magdeburg Ende Mai 1631: Durch eine mutige Rettungsaktion wird die sechsjährige Magdalena durch den wenig älteren Eric aus der brennenden Stadt geführt und sind seitdem schicksalshaft miteinander verbunden.
Das Buch spielt im dreißigjährigen Krieg und besteht aus vier Teilen:
Belagerung, Lager, Flucht und Frieden
Belagerung:
Der erste Teil geht über die ersten 127 Seiten und beginnt meiner Meinung sehr kitschig. Ich war stark am überlegen, ob ich da nun weiterlesen sollte, aber gab nicht auf.
Hier wird vorallem die Liebesbezeihung zwischen Magdalena und Eric beschrieben und die Intrigen, die ihre Kusine Elsbeth schmiedet, die Ihrerseits bei den Männern nichts anbrennen lässt. Auch Magdalenas Mutter ist eine sehr unsympathische Person, die nur an Ihre eigenen Bedürfnisse denkt und die Nichte vor der eigenen Tochter stellt. Nur Ihr Vater ist Magdalenas neben Eric einziger Halt und der stirbt in Ihren Händen im Feldlazarett.
Lager:
Mittelhessen 1646
Jahre später arbeitet Magdalena als Wunderärztin im kaiserlichen Tross und findet Eric wieder, der jedoch schwer verwundet ist und nach seiner Genesung hingerichtet werden soll. Treue Verbündete findet Magdalena in ihrem väterlichen Freund und Mentor, Meister Johann und in der betagten, etwas kauzigen aber lebensklugen Hebamme Roswitha.
Hier will ich nicht allzu viel über die Vorgänge schreiben, sonst verrate ich den größten Teil des Inhalts. Ich finde aber, dass sich hier das Buch zum besseren wendet und die Autorin mehr Spannung aufkommen lässt, auch wenn mich die immer wiederkehrenden schwülstigen Absätze, wo alle Männer Magdalena an die Wäsche wollten, etwas nervtötend fand.
Flucht:
Franken 1646
Magdalena und Rupprecht sind in den Händen der Feinde gelandet und arbeiten auch im feindlichen Lager als Wundärzte. Magdalena findet anfangs allerdings mehr Trost im Branntwein, als Verwundete zu versorgen und läßt Rupprecht den Vortritt. Durch einen Vorfall findet Sie aber wieder mehr und mehr zu sich selbst und nimmt Ihr Schicksal wieder in die Hand, soweit es möglich ist. Nach der Gefangenschaft bei den Schweden baut Sie sich ein neues Leben auf...
Frieden:
Ende gut - alles gut...wie und was passiert müsst Ihr selber lesen ;)
Sehr viel historischen Hintergrund erfährt man hier nicht, auch wenn die Protagonistin des Romanes mitten im dreißigjährigen Krieg lebt. Man liest zwar von Schlachten und Hungersnöten, aber im Vordergrund steht die Liebesgeschichte zu Eric und die Intrigen, die rund um das Paar geschmiedet werden. Auch die Beschreibungen als Wundärztin konnten mich nicht überzeugen. Selbst Eric fand ich etwas blass und ich war mir bis zum Schluss nicht sicher, ob er wirklich diese uneingeschränkte Liebe für Magdalena empfindet.
Alles in allem ein leicht zu lesender Roman, der nicht ganz meinen Erwartungen gerecht werden konnte, aber ganz nett zu lesen ist, wenn man die ersten 130 Seiten hinter sich gebracht hat ;)
Nun wartet noch Teil 2 in der Bücherei auf mich...hm..mal sehen, ob der besser wird.
1 Kommentar:
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Schade, denn das Buch liegt auch noch hier bei mir!
AntwortenLöschenLiebe Martina, ich wünsche dir ein wundervolles Wochenende mit ganz viel Sonne und Lesespaß ;)
Liebste Grüße, Tanja