Amazon Kurzbeschreibung:
Nach dem Tod ihres geliebten Mannes hat die erfolgreiche Seidenweberin Fygen Lützenkirchen in Spanien ein neues Glück gefunden, und in Köln steht ein Generationenwechsel bevor, denn Fygens Tochter Lisbeth muss das Erbe ihrer Mutter antreten – ein Erbe, das ihr Neid und Missgunst so mancher Seidmacherin der Stadt einbringt. Doch Lisbeth gibt nicht auf …
Bewertung: * * * *
Buch zur "Deutschsprachigen Autoren-Challenge und zur "BUCHsalat Challenge"
Meine Meinung:
"Die Tochter der Seidenweberin" ist der 2. Teil des historischen Romanes "Die Seidenweberin" von Ursula Niehaus. Zum besseren Verständnis sollte man zuerst den ersten Teil gelesen haben, denn die Geschichte greift doch recht oft zurück in die Vergangenheit und erwähnt Dinge oder man bekommt Andeutungen, die bereits im ersten Teil geschehen sind.
Zu Beginn des Buches treffen wir noch die Protagonistin des ersten Teiles, Fygen, die sich nach dem Tod ihres Mannes Peter aus dem Seidengeschäft zurückgezogen hat. Wegen mangelhaften Seidenlieferungen aus Valencia macht sie sich auf den Weg nach Spanien, wo Sie ihren zweiten Mann kennen lernt und in Spanien bleibt und das Geschäft ihrer Tochter Lisbeth übergibt.
Genau dort musste ich leider einen Stern abziehen, denn die Geschichte mit der Überfahrt, wo Fygen von ihrem zukünftigen Mann gerettet wird, ist mir zu klischeehaft. Auch erfährt man im Rest des Buches nicht mehr wirklich viel über Fygen, nachdem sie sich in Spanien niedergelassen hat. Das war mir etwas zu aprupt.
Lisbeth ist mir auch gleich zu Beginn genauso sympathisch wie ihre Mutter. Sie tritt vorallem gegen die Ausbeutung der nicht so gut gestellten Seidenweberinnen ein und macht sich so die eine oder andere Feindin. Durch ihren gut gestellten Mann Mertyn Ime Hofe, der dem Reichsrat angehört, kann sie aber doch einge Dinge bewirken, doch fordert damit immer mehr ihre Feinde heraus. Zum Inhalt möchte ich nicht mehr verraten....
Das Handwerk der Seidenweberinnen wird sehr gut und detailreich dargestellt, ebenso das Färben der Stoffe, die damals noch mit allen möglichen natürlichen Mittelchen (wie z. Bsp. mit Urin) eingefärbt wurden.
Der Schreibstil von Ursula Niehaus ist sehr flüssig und anschaulich.
Sehr gut gefallen hat mir, dass die Autorin im letzten Teil des Buches Begriffe erklärt, ebenso wie die doppelte Buchhaltung im Buch als Neuerung aus Italien vorstellt wird und die Familien Lützenkirchen und Ime Hofe tatsächlich gelebt haben und historisch belegt sind.
Fazit: ein würdiger Nachfolgeroman zum 1. Band "Die Seidenweberin" (man sollte den ersten Band gelesen haben), flüssig und interessant geschrieben, für Leser historischer Romane absolut lesenswert.
















Schöne Rezension! Der 1. Teil hat mir ja richtig gut gefallen, also werde ich mir bestimmt auch den 2.Teil holen. ;-)
AntwortenLöschenLiebe Grüße, Debbie
Lasse dir mal liebe Grüße da :)
AntwortenLöschenUnd ich empfehle dir die Büchereihe 'Visionen der Nacht' zu lesen :D Liebe Grüße Lina
Liebe Martina,
AntwortenLöschenda haben wir uns wohl gegenseitig Zuwachs für den Wunschzettel geliefert ;-)Deine Rezension klingt ganz danach, als könnte mir die Geschichte der Seidenweberin auch gefallen.
Dir wünsche ich viel Spaß mit einer guten Tasse Kaffee und meiner aktuellsten Empfehlung :-)
Liebe Grüße
Susanne