Die Tochter des Zementbarons - Sylvia B. Barron

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     

     

    • Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
    • Verlag: ‎ Brunnen; 1. Edition (24. August 2022)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3765536652
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3765536656
    • Genre: Historischer Roman, christlicher Roman



Brunnen Kurzbeschreibung:
Ein Roman aus der Zeit des ersten Weltkriegs, mit viel Liebe zum Detail recherchiert. Blaubeuren 1914, der Erste Weltkrieg steht kurz bevor. Anna Kran, Tochter eines Zementwerkbesitzers und überzeugte Nationalistin, möchte einen Beitrag für ihr Vaterland leisten und Lazarettschwester werden. Doch ihr Vater traut ihr diese Arbeit nicht zu. In ihrem Eifer, ihn von ihrer Tatkraft zu überzeugen, fügt sie anderen Menschen unbewusst Leid zu. Erst ein verletzter Fremder, eine tragische Nachricht und Gott, der schon lange um ihr Herz wirbt, ändern ihre Sicht auf die Dinge … 

Meine Bewertung: * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Der Roman ist mir bereits auf Instagram aufgefallen und hat mein Interesse geweckt, denn in "Die Tochter des Zementbarons" ist die Hauptfigur Anna Kran eine überzeugte Nationalistin.

Anna ist in einer wohlhabenden Familie aufgewachsen und mit ihren 22 Jahren noch immer etwas weltfremd. Sie ist die typische Vertreterin der reichen Bevölkerung, die sich als von Gott gegeben ansehen und denkt, dass es ihnen zusteht in diese Kreise hineingeboren worden zu sein. Anna hat deshalb meine Sympathie lange Zeit nicht wirklich errungen. Sie ist der festen Überzeugung, dass sich ihr 17jähriger Bruder Gerhard freiwillig für den Kriegseinsatz zu melden hat, um das Vaterland zu verteidigen. Sie schreckt auch nicht davor zurück junge Sozialisten zu verraten und diese an die Front zu schicken. Einer davon ist Johann, der im Zementwerk ihres Vaters arbeitet und seine hochschwangere Frau Mina zurücklassen muss, die bald kein Einkommen mehr hat und kaum ihr Kind versorgen kann.
Trotzallem möchte Anna selbst etwas bewegen und selbst für Kaiser und Vaterland einstehen. Sie möchte sich zur Lazarettschwester ausbilden lassen und setzt sich gegen ihren Vater durch. Anna kümmert sich um die ersten Verletzten, die in ihrer Heimatstadt Blaubeuren eingeliefert werden. Dabei ist auch der evangelische Pastor Hans Wilhelm, der aus Santoppen, im ehemaligen Ostpreußen, kommt....

Ich kann nicht genau sagen, warum mich die Story nicht wirklich mitgenommen hat. Mich nervte Anna auf vielen Ebenen. Ihre Lazarettschwesterausbildung kam mir sehr unzulänglich vor und war wahrscheinlich im Vergleich zu ähnlichen Ausbildungen im Zweiten Weltkrieg einfach noch harmloser und dieser Zeit geschuldet. Ich kenne aus Büchern bisher nur die Einsätze von Lazarettschwestern ab 1940, die oftmals sofort nach der Ausbildung an die Front geschickt wurden und Grauenhaftes erleben mussten. Anna hingegen wechselt gerade mal Verbände und bringt ein Glas Wasser zu trinken....für eine wohlbehütetet Tochter eines reichen Fabrikanten aber sicher schon ein großer Fortschritt.
Gefallen hat mir, dass sich Anna weiterentwickelt und langsam ein richtiges Bild von der Welt der Arbeiter und des Krieges bekommt. Sie bereut und versucht einiges wieder gut zu machen. Ihre Wandlung erfolgt Schritt für Schritt und ist somit authentisch dargelegt.

Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet und ich konnte mir jeden von ihnen bildlich vorstellen. Sie haben Ecken und Kanten und wirken lebendig.

Für mich nahm auch die Liebesgeschichte etwas zu viel Raum ein. Anna entflammt zuerst für Ludwig und kurze Zeit später für Hans Wilhelm. Diese Verliebtheiten konnte ich nicht nachempfinden.

Ein besonderes Stilmittel sind die Feldpostbriefe, die die Autorin eingebaut hat und die in einer anderen Schriftart gedruckt sind. Sie sind von Gerhard an seine Familie und von Johann an Mina gerichtet. Dabei verwendet er unsichtbare Tinte, die Mina von den wahren Schrecken des Krieges erzählen. Die verwendeten Schriftarten lassen sich leider nicht sehr gut lesen, was ich sehr schade fand.

Die Leserinnen der Leserunde waren vom Buch begeistert. Ich kann mich der Begeisterung leider nicht anschließen, denn der Funke ist irgendwie nicht übergesprungen. Die Charaktere und die Entwicklungen hat die Autorin allerdings sehr gut dargestellt, ebenso wie die Unsinnigkeit des Krieges. Macht euch daher bitte selbst ein Bild, wenn euch der Inhalt interessiert.

Fazit:
Ein historischer Roman mit christlichen Aspekten, der den Wandel einer jungen Frau von einer begeisterten Nationalistin zu einer Skeptikerin aufzeigt. Tolle Figurenbildung und Einblicke in soziale Ungleichheiten. Trotzdem konnte mich der Roman und vorallem die Liebesgeschichte nicht wirklich abholen.


 Vielen Dank an den Brunnen Verlag und an Lovelybooks für das Rezensionsexemplar!

Das Unrecht - Ellen Sandberg

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     

     

    • Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
    • Verlag: ‎ Penguin Verlag; Originalausgabe Edition (26. Oktober 2022)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3328602542
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3328602545
    • Genre: Spannungsroman, Drama



Penguin Kurzbeschreibung:
Jedes Jahr, wenn der Herbst naht, wird Annett von einer inneren Unruhe erfasst. Dann macht sich die Narbe an ihrem Arm bemerkbar, dann werden die Erinnerungen an den Sommer 1988 und an die Clique von damals wach. Fünf Freunde, die sich blind vertrauten, bis einer von ihnen zum Verräter wurde. Jetzt, Jahrzehnte später, begreift Annett, dass sie ihren inneren Frieden erst finden wird, wenn sie sich der Vergangenheit stellt. Kurz entschlossen fährt sie nach Wismar. Zurück an die Ostsee, in ihre alte Heimat. Doch je mehr sie dort über die Ereignisse jenes Sommers herausfindet, umso deutlicher wird: Sie hätte die Vergangenheit besser ruhen lassen, denn der Verrat von damals reißt ihr Leben erneut in einen Abgrund …

Meine Bewertung: * * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
"Das Unrecht" ist der neuerste Roman von Ellen Sandberg aka Inge Löhnig. Mit ihren Spannungsromanen begeistert sie mich immer wieder - manchmal mehr und manchmal weniger, aber "Must reads" sind ihre Geschichten bisher alle gewesen. Und dieses Buch hat mich wieder richtig beeindruckt.

Ellen Sandberg erzählt wieder auf zwei Zeitebenen. Der Roman wechselt zwischen den Jahren 1988 und 2016.
Im Jahr 1988 treffen sich die Freunde Peggy, Sandro, Volker, Annett und Mischa regelmäßig in einer alten Villa. Sie leben in der DDR, in Wismar, und als junge Student:innen träumten sie von Freiheit und Gerechtigkeit. Doch das System unterdrückt ihre Träume und Wünsche auf vielen Ebenen und selbst der gewünschte Studienplatz hängt von der Parteitreue und der Familie ab. Vorallem Mischa setzt diese Bevormundung zu und er denkt an Flucht...

Der Handlungsstrang aus dem Jahre 2016 wird abwechselnd aus der Sicht von Annett und ihrem Ehemann Volker erzählt. Nicht ganz dreißig Jahre später knabbert Annett noch immer an einem Vorfall in diesem Spätsommer im Jahr 1988, ein Jahr vor dem Mauerfall. Und jedes Jahr um diese Zeit wird sie unruhig und zerbricht sich den Kopf, wer von den Freunden Verrat begangen hat. Bis sie es nicht mehr aushält und nach Wismar aufbricht und der Vergangenheit auf die Spur kommt.

In Annets Ehe kristelt es gewaltig, denn Volker will nicht akzeptieren, dass sich seine Frau der Vergangenheit endlich stellen will. Sie möchte unbedingt herausfinden, was damals wirklich passiert ist, als sie selbst im Gefängnis wegen Staatsflucht saß. Die Szenen der Flucht, die Folgen der Verhöre und die Zeit im Gefängnis in der DDR-Zeit werden mit aller Gnadenlosigkeit auserzählt. Was Ellen Sandberg hier offen legt, hat mich entsetzt und mir teilweise die Luft zum Atmen genommen. Es grenzt fast an Psychothriller und hat mich wirklich mitgenommen.
Ich habe an den Seiten geklebt und konnte diese Story über Verrat, Schuld, b
esitzergreifende manische Liebe und Rache kaum aus der Hand legen. Auch wenn ich bald einen Verdacht hatte, wer der Verräter war, war mir noch nicht klar, wie er es geschafft hat bzw. die Fluchtpläne erfahren hat.

Zum Ende hin gibt einen gewaltigen Knall! Ich habe einige Dinge schon kommen sehen, wollte aber nicht glauben, dass die Autorin diesen Schluss wählt. Ich war richtig entsetzt und trotzdem fand ich es passend - auch wenn ich es mir anders gewünscht hätte. Vielleicht sind einige Leser mit diesem Ende nicht zufrieden - ich finde es aber absolut gelungen. 

Fazit:
Wieder ein sehr interessanter und spannender Roman, der mich fesseln konnte und für mich zu den besten Büchern der Autorin zählt. Leseempfehlung!


Der Totentanz zu Freiburg - Astrid Fritz

    Die Bildrechte liegen beim Verlag


    • Taschenbuch: 304 Seiten
    • Verlag: ‎ Rowohlt Taschenbuch; 1. Edition (13. Dezember 2022)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 349900593X
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3499005930
    • Genre: Historischer Krimi, historischer Roman
    • Reihe: ja - Band 7 um die ehemalige Begine Serafina



Rowohlt Kurzbeschreibung:
September 1419: Armenapothekerin Serafina und Stadtarzt Adalbert Achaz sind glückliche Eltern der einjährigen Kathrin. Gemeinsam schauen sie sich ein Possenspiel auf dem Michaelismarkt an, in dem Serafinas Sohn Vitus die Magd spielt. Grell geschminkt und mit einer roten Perücke verkleidet, verfolgt die Magd mit einem Brotmesser in der Hand im Stück einen Bauern. Das Publikum duckt sich lachend weg, die Magd flieht von dannen. Dann folgt der Schock: Ein Zuschauer liegt da, mit einem Messer in der Brust. Es ist der reiche Gerbermeister Oblathus. Damit beginnt ein ganz persönlicher Albtraum für Serafina.

Meine Bewertung: * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

**Wer die Vorgängerbände noch nicht kennt, kann auch ohne Probleme
später einsteigen**

Meine Meinung:
Mittlerweile sind wir beim siebenten Band um die ehemalige Begine Serafina angelangt. Sie ist inzwischen Mutter einer einjährigen Tochter, als ihr Sohn Vitus mit der Gauklertruppe wieder nach Freiburg kommt.  Zum Michaelsmarkt wird ein Possenstück aufgeführt in dem Vitus eine Magd spielt. Doch diesmal steht der Auftritt der Gaukler unter keinem guten Stern. Dieser endet für den reichen Gerbermeister Oblathus tödlich. Vitus wird des Mordes beschuldigt, denn jeder der Zuschauer hat gesehen, dass die Magd, in deren Kostüm Vitus stecken sollte, das Messer geführt hat. Doch Vitus wurde selbst überfallen und sitzt zusammengeschnürt wie ein Paket im Wohnwagen...Serafina greift ein, denn sie muss ihren Sohn beschützen, der als Teil der Gauklergruppe sofort verurteilt werden würde....

Serafina und Adalbert stecken in der Zwickmühle, denn niemand weiß, dass Vitus Serafinas unehelicher Sohn ist. Er wird seit Jahren als ihr Patenkind gehandelt. Nun ist es an der Zeit für Vitus einzugestehen, doch zuerst muss Serafina seine Unschuld beweisen. Dass ist aber schwieriger als gedacht, denn die Ratsherren sind überzeugt davon, dass Vitus der Täter ist. Als ein zweiter junger Mann aus der Gauklergruppe nicht auffindbar ist und dieser tot aufgefunden wird, wird ihm auch dieser Mord angehängt. Somit ist Feuer auf dem Dach...

Der historische Krimi beginnt zuerst eher langsam und bedächtigt. Die kleine Kathrin ist der Sonnenschein der Familie und steht zuerst im Mittelpunkt. Erst als es Vitus an den Kragen geht, versuchen Serafina und Adalbert den wahren Mörder zu finden. Achaz wird jedoch aus den Reihen der Ratsherren ausgeschlossen, weil er privat involviert ist. Außerdem scheint es kein Motiv für den Mord am Gerbermeister zu geben. Für Serafina ergeben sich aber mit der Zeit immer mehr Hinweise und langsam gibt es auch immer mehr Motive für den Mord...
Damit steigt die Spannung und man ist schnell durch das Buch, denn "Der Totentanz zu Freiburg" hat leider keine 300 Seiten und das merkt man diesem Band leider etwas an. Die Vorgänger hatten zwar auch nicht wirklich mehr Seiten, aber die Spannungskurve begann viel früher und baute sich immer mehr auf. Diesmal war es mir ein bisschen zu wenig.

Interessant ist die Schilderung der damaligen Gesetze und die gerichtliche Verurteilung eines nicht anwesenden Täters. Die damaligen Lebensumstände sind wieder wunderbar beschrieben. Die Sprache ist historisch angepasst. Am Ende des Romans befindet sich ein Glossar für viele der mittelalterlichen Begriffe.

Fazit:
Ein sehr persönlicher Fall für Serafina, der einiges in ihrem Leben verändern wird. Für mich war der siebente Band aber leider etwas schwächer als die Vorgänger und vorallem viel zu kurz. 

Vielen Dank an den Rowohlt Verlag und an Lovelybooks für das Rezensionsexemplar!

Die Reihe rund um Begine Serafina:

  1. Das Aschenkreuz
  2. Hostienfrevel   *meine Rezi*
  3. Das Siechenhaus   *meine Rezi*
  4. Tod im Höllental *meine Rezi'
  5. Die Tote in der Henkersgasse  *meine Rezi*
  6. Die Wölfe vor den Toren  *meine Rezi*

 

Die Töchter der Ärztin - Helene Sommerfeld

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     

    • Taschenbuch: 512 Seiten
    • Verlag: ‎ dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG; 3. Edition (16. November 2022)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3423220260
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3423220262
    • Genre: Familiensaga
    • Reihe: ja - Band 1 der Thomasius Schwestern




dtv Kurzbeschreibung:
Berlin und Afrika, 1928. Henny und Antonia sind die Töchter der berühmten Ärztin Ricarda Thomasius. Obwohl sie unterschiedlicher nicht sein könnten, verbindet sie die Liebe zur Medizin. Während Henny sich in Berlin eine Praxis für Onkologie aufbaut und für Furore sorgt, träumt die jüngere Toni davon, an den Ort ihrer Kindheit, Ostafrika, zurückzukehren. Nun, mit 27, ist sie auf dem Schiff, das sie diesem Traum näher bringt – gegen den Willen ihrer Mutter, die lange in Afrika gelebt hat. In Daressalam angekommen, fühlt Toni sich sofort zu Hause. Doch die Liebe zu einem geheimnisvollen Mann und ihre unkonventionelle Hilfe für Einheimische bringen sie in große Gefahr. Als Nachricht aus Afrika kommt, dass Toni verschollen ist, muss Familie Thomasius eine Entscheidung treffen …

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Nach der erfolgreichen Trilogie um die Ärztin Ricarda Thomasius erschien nun im dtv Verlag der Nachfolgeband um ihre beiden Töchter Henny und Toni. Vorkenntnisse sind zwar hilfreich, aber nicht unbedingt erforderlich, da das Autorenduo immer wieder Vergangenes erklärt. Einzig die große Anzahl an Figuren könnte für Neueinsteiger etwas verwirrend sein. Hilfreich ist das zu Beginn angeführte Personenverzeichnis.

Henny führt in Berlin eine Praxis für Onkologie und hat sich ein neuwertiges Röntgengerät angeschafft. Ihre jüngere Schwester Henny steht kurz vor dem Abschluss ihres Medizinstudiums und benötigt noch Praxis für ihre Dissertation. Henny möchte Toni gerne bei ihr anlernen, doch die jüngere Schwester hat ganz andere Pläne. Sie hat sich in Ostafrika für eine Assistenzstelle beworben und eine Zusage bekommen. Statt Berlin ist ihr Ziel Daressalam in Tanganjika, dem heutigen Tansania.

Abwechselnd begleiten wir die beiden Schwestern auf ihrem weiteren Lebensweg. Es gibt auch immer wieder Einblicke in das Leben von Ricarda und ihrem Mann Siegfried. 
Der Abschnitt in Tansania hat mir wesentlich besser gefallen und las sich richtig abenteuerlich. Toni arbeitet neben ihrer Assistenzstelle im Krankenhaus, wo nur Engländer behandelt werden, auch mit einer Diakonisse zusammen, die die Einheimischen betreut. Es fehlt an sämtlichen Medikamenten und Geräten. Toni wird vor vielen Entscheidungen gestellt, die ihr das Leben in Ostafrika nicht wirklich leicht machen.

In Berlin wird Henny von ihrer Vergangenheit eingeholt. Ihr Ex-Mann Victor ist von Hollywood nach Berlin zurückgekehrt und will seine Tochter Vicky kennenlernen. Henny ist alarmiert. Will Victor ihr Vicky wegnehmen?

Auch in Freystetten, wo Ricarda aufgewachsen ist, kommt es zu einigen Vorfällen, die die Familie fast entzweit.
Der Roman wird aus der Sicht der drei Frauen erzählt. Dadurch erhalten wir Einsicht in die verschiedenen Ansichten der Frauen.

Die leichte Geschichte hat mich gut unterhalten, jedoch blieb auch vieles an der Oberfläche. Familien- und Liebesdramen haben im Berliner Handlungsstrang mehr Platz eingenommen, als die medizinische Komponente. Deshalb konnte mich auch der Handlungsstrang in Tansania mehr begeistern. Das Ende ist etwas abrupt und lässt schon auf den Folgeband hinfiebern.

Gefallen hat mir der kleine Bezug zur Reihe um die Polizeiärztin Magda Fuchs, die ich ebenfalls gelesen habe und in der Zeit etwas vor diesem Roman spielt. 

Fazit:
Fortsetzung der Ärtzinnen-Saga, die sich nun hauptsächlich um die beiden Töchter von Ricarda Thomasius dreht. Leichte und spannende Lektüre, die abwechselnd in Berlin und Ostafrika spielt. Die medizinische Komponente kommt im Vergleich zum Familiendrama etwas zu kurz. 

Vielen Dank an Lovelybooks und an den dtv Verlag für das Rezensionsexemplar!

TTT #608 - 10 tolle Bücher mit einem winterlichen Titel

 

Es ist wieder Listen-Donnerstag und wie jeden Tag dieser Woche fragt uns Aleshanee nach ganz bestimmten Büchern. Heute suchen wir

10 tolle Bücher mit einem winterlichen Titel
(Worte wie Winter, Frost, Eis, Schnee, Kälte usw. sind gesucht)

Wir beginnen frostig, lieben den Schnee, es wird kalt und eisig und natürlich gibt es diese Wörter nur im Winter

____________________________

FROST:

Allie Reynolds
FROSTGRAB
Thriller

Die Snowboarderin Milla trifft auf einer einsamen Lodge in den französischen Alpen ihre Clique von früher wieder. An diesem Ort haben sie vor zehn Jahren gemeinsam trainiert, bis eine Tragödie alles zunichtemachte. Doch was Milla als harmloses Wiedersehen ansah, entwickelt sich schnell zum gnadenlosen Psychospiel. Plötzlich sind die Handys verschwunden, und die Seilbahn steht still. Dann ist der Erste von ihnen tot. Die eisige Bergspitze droht zum Grab für sie alle zu werden, wenn sie nicht ihr düsterstes Geheimnis offenbaren. Und jeder hat etwas zu verbergen. Besonders Milla.

meine Rezension
____________________________________________

SCHNEE:

Katrin Bursegg
Unter dem Schnee

Roman

Schloss Schwanenholz, Ende Dezember 1978: Fünfzig Jahre führte Luise von Schwan die Baumschule auf dem Gut an der Ostsee mit strenger Hand. Nun wird die Gräfin beerdigt. Doch als die Trauerfeier beginnt, fegt ein heftiger Schneesturm über das Land. Bevor das Familienanwesen von der Außenwelt abgeschnitten wird, trifft ein ungebetener Gast aus Frankreich ein. Wer ist die geheimnisvolle Frau, die behauptet, Luises Tochter zu sein? Und hat Luise tatsächlich während des Zweiten Weltkriegs Zwangsarbeiter auf dem Gut ausgebeutet? Fünf Tage, in denen die Familie mit verborgenen Wahrheiten konfrontiert wird. Fünf Tage, die das Schweigen beenden, das sich jahrzehntelang über alles senkte wie Schnee.

meine Rezension
______________________________________________

Lotti Meier
Pfoten im Schnee
Roman

Die erfolgreiche Modedesignerin Lotti Meier hat alles: einen gutdotierten Job, eine schöne Wohnung, ein Ferienhaus in den Schweizer Bergen. Aber richtig glücklich macht sie das schon seit Längerem nicht mehr. Sie ist vierzig Jahre alt, fühlt sich lustlos und müde, als sie spontan eine Hundeschlittentour in Lappland bucht. Dort verliert sie in der klirrend kalten Landschaft zwischen faszinierenden Polarlichtern, endlos weiten Wäldern und Seen ihr Herz – erst an die bewundernswert treuen und starken Huskys und später an einen Mann. Für ihren Traum, in der Stille und Abgeschiedenheit des hohen Nordens zu leben, gibt sie alles auf. Doch der Neustart nördlich des Polarkreises, weit weg von allem, was sie bisher kannte, verläuft ganz anders als erwartet. Nach einem herben Rückschlag muss sie für ihre Huskys kämpfen und gemeinsam mit den anhänglichen Vierbeinern baut sie sich doch noch das Leben auf, das sie sich schon so lange erträumt hat.

meine Rezension
_____________________________________________

Esther Destratis
Neuschnee des Lebens
Roman

Seitdem die Schriftstellerin Minnie an Heiligabend von ihrem Ehemann verlassen wurde, kann sie mit dem Fest der Liebe nichts mehr anfangen. Zwischen unerfülltem Kinderwunsch und verletzenden Worten hat sie nicht nur ihre große Liebe, sondern auch die Muse für das Schreiben verloren. Lange Zeit hat Minnies Verlag Geduld mit ihr gehabt, doch nach fast zwei Jahren ohne Neuveröffentlichung schickt der Verleger sie ausgerechnet im frostigen Dezember nach Lappland, in ein abgelegenes, aber gemütliches Holzhäuschen am See. In der fast unberührten Natur von Nordschweden soll sie mithilfe von winterlichem Ambiente wieder Inspiration für einen neuen Liebesroman finden, der zur Weihnachtszeit spielt.

Meine Rezension
___________________________________________

KALT

Viveca Sten
Kalt und still
Krimi

Hanna Ahlander ist 34, als ihre Welt kurz vor Weihnachten in sich zusammenfällt. Ihr Freund verlässt sie für eine andere und ihr Vorgesetzter legt ihr nahe, den Dienst bei der Stockholmer Polizei zu quittieren. Nachdem sie nicht bereit war, einen kriminellen Kollegen zu decken, stellt sich das Polizeikorps gegen sie. Zum Glück gibt es in dieser Männerwelt auch Frauen: Etwa ihre ältere Schwester, die sie flugs nach Åre schickt in ihr leer stehendes Ferienhaus. Hanna badet noch in Selbstmitleid, als eine Vermisstenmeldung sie erreicht. Nach einer Party ist die junge Amanda nicht nach Hause gekommen. Bei Minus 20 Grad zählt jede Stunde. Hanna beteiligt sich an der Suchaktion und hält Augen und Ohren offen. Bald weiß sie mehr als die örtliche Polizei …

meine Rezension
__________________________________________________

EIS

Marco Hasenkopf
Eisflut 1784
Historischer Roman

Ein faszinierender Kriminalroman inmitten der größten Naturkatastrophe der frühen Neuzeit. Cöln 1784: Mitten im härtesten Winter seit Menschengedenken geht ein Serienmörder in der Stadt um. Amtmann Henrik Venray und die eigenwillige Apothekerwitwe Anna-Maria Scheidt begeben sich auf die Jagd nach ihm und müssen nicht nur gegen eine Bestie in Menschengestalt, sondern auch gegen Kälte und Hunger kämpfen. Zu allem Überfluss droht eine Schmelzwasserflut von unvorstellbarem Ausmaß über Cöln und das Rheinland hereinzubrechen. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

meine Rezension

______________________________________________
 
EIS + WINTER

Anne Barns
Eisblumenwinter
Roman

Mit ihrer Karamellwerkstatt auf Rügen lebt Pia erfolgreich ihren Traum. Und doch ist sie nicht glücklich. Denn Paul, der Mann, den sie liebt, lebt gut fünfhundert Kilometer entfernt auf der Insel Juist. Als ihre Großmutter sie bittet, sie auf eine Reise zu den Orten ihrer Kindheit zu begleiten, sagt Pia zu. Eine Auszeit mit ihrer Oma ist genau das, was sie jetzt braucht. Gemeinsam begeben sie sich auf Spurensuche in die Vergangenheit. Dabei entdecken sie eine Liebesgeschichte, die Zeit und Grenzen überdauert hat – und bis heute nachwirkt.

meine Rezension
_________________________________________

WINTER

Daniel Mason
Der Wintersoldat
Historischer Roman

Der hochbegabte Wiener Medizinstudent Lucius meldet sich beim Ausbruch des Ersten Weltkrieges freiwillig und landet im eisigen Winter 1914 in einem Behelfslazarett in den Karpaten, wo ihm die junge Nonne Margarete erst alles beibringen muss. Als ein schwer traumatisierter, aber äußerlich unverletzter Soldat eingeliefert wird, begeht Lucius einen gravierenden Fehler. Daniel Masons aufwühlender Roman erzählt eine Geschichte von Krieg und Heilung, von unverhoffter Liebe, von verhängnisvollen Irrtümern und von Sehnsucht und Sühne.

meine Rezension

__________________________________________

Philipp Kerr
Winterpferde
Jugendroman

Es ist ein eisiger Winter 1941 auf Askania-Nowa, wo sich das jüdische Mädchen Kalinka versteckt hält. Hier in dem alten Naturreservat leben auch die seltenen Przewalski-Pferde. Sie scheinen zu spüren, dass Kalinka eine von ihnen ist – denn wie Kalinka sind sie in großer Gefahr vor den Nazis, die Askania-Nowa besetzen.
Mit Hilfe des treuen Tierwärters Max flieht Kalinka mit zwei Pferden und einem Wolfshund Hunderte von Kilometern über die weiße Steppe der Ukraine. Doch können ein Mädchen und drei Tiere der Übermacht der Deutschen entkommen?


meine Rezension
_______________________________________

Daniela Ohms
Winterhonig
Historischer Roman

"Winterhonig" erzählt von einer lebensgefährlichen Liebe in einer archaischen, grausamen Welt, die noch gar nicht so lang Geschichte ist. Inspiriert von den Erlebnissen ihrer eigenen Großmutter, lässt uns Daniela Ohms die Zeit des Zweiten Weltkriegs aus Sicht der Landbevölkerung erleben: Das harte, entbehrungsreiche Leben, das Mathilda als zehntes Kind eines Bauern führt; die Anstrengungen, die der junge Karl unternimmt, um seine Abstammung vor den Nazis geheim zu halten; die Liebe der beiden, die nicht sein darf, bringt sie Mathilda doch in große Gefahr; die Schrecken des Krieges, der drohende Tod durch Bomben oder Verrat. Und über allem die Hoffnung.

meine Rezension
__________________________________________

Wie kalt und frostig wird es heute bei euch?

 

Verschwiegen - Eva Björg Ægisdóttir

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     

     

    • Broschiert: 368 Seiten
    • Verlag: ‎ KiWi-Paperback; 1. Edition (12. Januar 2023)
    • Übersetzer: ‎ Freyja Melsted
    • ISBN-10 : ‎ 3462002589
    • ISBN-13 : ‎ 978-3462002584
    • Originaltitel : ‎ Marrið í stiganum
    • Genre: Thriller
    • Reihe: ja - Band 1 der Forbidden Island Reihe

     

KiWi Kurzbeschreibung:
Als in der Nähe des Leuchtturms der isländischen Stadt Akranes die Leiche einer zunächst unbekannten jungen Frau gefunden wird, stellt sich schnell heraus, dass sie keine Fremde in dem kleinen Ort ist. Polizistin Elma, die selbst in Akranes aufgewachsen und nach dem Ende ihrer Beziehung aus Reykjavík in den Ort ihrer Kindheit zurückgekehrt ist, übernimmt die Ermittlungen zusammen mit ihren Kollegen Saevar und Hördur. Gemeinsam stoßen sie auf ein Geheimnis in der Vergangenheit der Toten, dessen Folgen bis heute nachwirken. Im Zuge der weiteren Ermittlungen entdecken Elma und ihr Team nach und nach eine Reihe weiterer, lang verborgener Verbrechen, die die gesamte Community der Stadt erschüttern. 

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Polizistin Elma kehrt nach dem Ende ihrer Beziehung von der isländischen Hauptstadt Reykjavik in ihren Heimatort Akranes zurück.
Schon bald hat sie - auch im normaler Weise verschlafenen Akranes - alle Hände voll zu tun, denn am Fuße des alten Leuchturmes wird eine unbekannte Frauenleiche gefunden. Gemeinsam mit ihren Kollegen Sævar und Hördur, der die Ermittlungen leitet, versuchen sie die Identität der Toten zu klären. Diese wird bald festgestellt, denn die junge Frau wurde in Akranes geboren und verbrachte ihre Kindheit in der Kleinstadt, die sie als Teenager verließ und nie wieder zurückkam. Doch warum ist sie diesmal in dem von ihr ungeliebten Heimatort zurückgekehrt? Und warum hat sie weder ihrem Ehemann, noch ihrer Freundin, von der Reise erzählt?

Zu Beginn geht es etwas beschaulich los. Eva Björg Ægisdóttir stellt uns Ort und Protagonisten vor. Dabei erhält man einen Einblick in eher Alltägliches, aber auch in die rauhe Landschaft im Westen Islands. Doch nach und nach baut sich die unterschwellige Spannung immer mehr auf und man klebt an den Seiten des Buches.
Die Ermittlungen führen Elma, Sævar und Hördur zurück in die Vergangenheit. Diese Rückblenden in die Kindheit eines kleinen Mädchens waren sehr beklemmend zu lesen. Sie sind in einer anderen Schriftart und mit der Zeichnung eines Leuchturmes von der Geschichte in der Gegenwart abgegrenzt.
Durch den psychologischen Hintergrund, den Elma hat, richtet sie im Gegensatz zu ihren Kollegen, ihr Augenmerk auf die Kindheit der Toten und erfährt dabei Schreckliches. Die Einblicke in die Psyche des Kindes gelingt der Autorin großartig und hat mich erschüttert.
Erst nach und nach werden die Puzzleteile aufgedeckt und die beiden Handlungsstränge führen zusammen.

Die Anzahl der Figuren ist hoch und die für uns ungewöhnlichen isländischen Namen machen es dem Leser nicht immer leicht.
Der Krimi, den ich fast als Psychothriller deklarieren würde, übt außerdem jede Menge Gesellschaftskritik. Die eingeschworene Gemeinschaft, die Mauscheleien zwischen den "angeseheren" Einwohnern im Ort und die Angewohnheit einfach wegzuschauen und den Dingen ihren Lauf zu lassen, macht wütend.

Der Schreibstil der Autorin ist gut zu lesen und bildhaft. Island finde ich als Setting spannend, weil die raue Natur und die Einöde von Elmas Heimat wahnsinnig viel zur Stimmung beitragen.
Elma selbst blieb mir in diesem ersten Teil noch ein bisschen zu blass, doch die Figur hat Potential. Ich hoffe, dass sie im Nachfolgeband, den ich auf jeden Fall lesen werde, etwas greifbarer wird.

Der Krimi ist vielschichtig und anfangs ruhig. Nach dem ersten Drittel wird er aber temporeich und packend. Die Auflösung hat mich überrascht. Viele unentdeckte Geheimnisse kommen nach und nach ans Licht und leider bekommt am Ende nicht jeder, was er eigentlich verdient hätte.

 Cover:

 von links nach rechts:
das englische, das isländische Originalcover, das französische, polnische und niederländische Cover

Fazit:
Mir hat dieses Debüt der islandischen Autorin Eva Björg Ægisdóttir sehr gut gefallen. Man braucht zwar eine Weile um alle Figuren kennenzulernen und sich an die für uns ungewöhnlichen Namen zu gewöhnen, aber danach konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Ich empfehle es auf jeden Fall gerne weiter!

Vielen Dank an Kiepenheuer & Witsch für das Rezensionsexemplar!

Mord auf der Trabrennbahn - Beate Maly

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     

     

    • Taschenbuch: 240 Seiten
    • Verlag: ‎ Emons Verlag (22. September 2022)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 374081585X
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3740815851
    • Genre: Historischer Krimi
    • Reihe: ja - Band 7 (Ernestine Kirsch und Anton Böck) 



Emons Kurzbeschreibung:
Ein charmanter, intelligenter und warmherziger Schmökerkrimi. Frühling 1925: Ernestine und Anton besuchen gern und regelmäßig die Wiener Trabrennbahn in der Krieau. Sie liebt die flirrende Stimmung, den Nervenkitzel beim Wetten und das illustre Publikum. Er begeistert sich mehr für die Jause in der Meierei. Als es während eines Rennens zu einem tragischen Unfall kommt, der tödlich endet, ist Ernestines Neugier geweckt. Für ihren Geschmack profitieren deutlich zu viele Menschen vom Tod des angeblich Verunglückten ... 

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Im siebenten Fall, in dem die pensionierte Lehrerin Ernestine Kirsch und ihr Apothekerfreund Anton Böck "ermitteln", verschlägt es sie in die Wiener Krieau.

Das Paar ist in das ehemalige Kutscherhaus gezogen, denn Antons Tochter Heide steht kurz vor der Hochzeit mit ihrem Erich. So bleibt Erich, Heide und Töchterchen Rosa mehr Platz und Anton uns Ernestine sind trotzdem in der Nähe des Paares und der Enkeltochter.
Ernestine hat Freikarten für die Trabrennbahn in der Krieau bekommen. Sie ist schon neugierig, wie so ein Pferderennen abläuft und wie das mit den Pferdewetten funktioniert...nicht, dass sie selbst um Unsummen wetten möchte, aber so ein klein bisschen....

Anton ist jedoch weniger erfreut über die unverhoffte Einladung. Lieber würde er im Café einen Apfelstrudel zu sich nehmen, als über Pferdewetten zu grübeln. Prompt passiert ein Unglück. Der favorisierte Jockey Emil Novotny wird vor dem Rennen tot aufgefunden. Der sportliche junge Mann soll von der Leiter gefallen sein, was Ernestine sofort misstrauisch werden lässt. So führt sie ihr nächster Weg wieder zur Trabrennbahn und der nächste Tote ist auch nicht weit...

Gewohnt humorvoll und mit vielen Wiener Flair erzählt Beate Maly in ihrem siebenten Krimi ihre Kriminalgeschichte rund um das ältere Hobby-Ermittlerpärchen Ernestine und Anton. Erich Felsberg, der zukünftige Schwiegersohn von Anton, spürt den beginnenden Antisemitismus im Job. Er braucht dringend ein Erfolgserlebnis, denn sein Chef und sein Kollege sind nicht wirklich judenfreundlich. Deshalb lässt er Ernestine diesmal auch ungehindert herumschnüffeln und beratschlagt sich sogar mit ihr.

Wir kennen alle bereits Anton Faible für gutes Essen, doch diesmal standen mir Antons Essensgewohnheiten fast zu viel im Vordergrund.

Die Auflösung ist diesmal schneller zu erraten, trotzdem hat dieser cosy Krimi wieder viel Spaß gemacht. Er lebt vorallem von den beiden einzigartigen Charakteren und der bildhaften Beschreibung von Wien in den späten Zwanziger Jahren. Oftmals sucht man die Plätze im Internet, die es leider nicht mehr alle gibt. Die Wiener Trabrennbahn in der Krieau ist jedoch noch immer ein wichtiger Bestandteil von Wien und neben den Pferderennen auch manchmal Location für Konzerte.

Fazit:
Wieder ein Wiener cosy Krimi mit viel Charme, der allerdings ein bisschen ruhiger ist und bei dem ich den Mörder bald erraten habe. Trotzallem wieder amüsante und leichte Krimikost aus den 1920igern mit einem unverwechselbaren Ermittlerpärchen.

Die Reihe rund um Ernestine Kirsch und Anton Böck:
  1. Tod am Semmering *gelesen vor meiner Bloggerzeit*
  2. Tod an der Wien   *Rezi*
  3. Mord auf der Donau
  4. Tod in Baden  *Rezi*
  5. Mord im Auwald  *Rezi folgt*
  6. Mord auf dem Eis  *Rezi*
  7. Mord auf der Trabrennbahn
 

Martinas Buchwelten Copyright © 2012 Design by Antonia Sundrani Vinte e poucos