[Die Frauen vom Löwenhof] Solveigs Versprechen - Corina Bomann



    • Taschenbuch: 688 Seiten
    • Verlag: Ullstein Taschenbuch; Auflage: 3. (27. Dezember 2018)
    • ISBN-10: 3548289991
    • ISBN-13: 978-3548289991
    • Genre: Historischer Roman, Familiensaga
    • Reihe: ja - Band 3 der Frauen vom Löwenhof


Ullstein Kurzbeschreibung:
Nach einem Unfall liegt Solveigs Welt in Scherben. Gerade noch glaubte die junge Braut, die Zukunft glänzend vor sich zu sehen. Traurig zieht sie zurück auf den Löwenhof zu ihrer Mutter und Großmutter. Dort wird sie gebraucht, die Zeit hat dem ehrwürdigen Gut zugesetzt. Solveig hat viele Ideen, doch welcher Weg ist der richtige? Ein Besucher aus Amerika und ein attraktiver Geschäftsmann aus Stockholm stoßen für Solveig die Tür auf in die weite Welt. Doch kann sie die Trauer um ihr verlorenes Glück wirklich schon loslassen? Solveig will noch einmal von vorne anfangen, für den Löwenhof und auch für eine neue große Liebe.

Meine Bewertung: * * *  undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge 

Meine Meinung:
Im letzten Band der Löwenhof Trilogie von Corina Bomann befinden wir uns in den späten 60iger und Anfang der 70iger Jahre des letzten Jahrhunderts. Jahre des Umdenkens und der "Befreiung" von Vorschriften und Traditionen.

In dieser Zeit begegnen wir Solveig, der Tochter von Mathilda und Agnetas Enkelin. Sie studiert Veterinärmedizin in Stockholm und hat sich erst vor kurzem verlobt. Doch ein schlimmer Schicksalsschlag vernichtet ihre Zukunftspläne. Voller Trauer zieht sie sich auf den Löwenhof zurück. Dort stellt sie schnell fest, dass das Gut in finanziellen Schwierigkeiten steckt. Durch die fehlende Unterstützung des königlichen Hofes und dem rückläufigen Gebrauch von Pferden im täglichen Leben, werden die Einnahmen immer geringer. Als ein reicher Amerikaner eine größere Anzahl an Pferden kauft, rät ihnen der begleitende Stockholmer Werbefachmann zur Modernisierung. Doch Mathilda und Agneta wollen nichs davon hören. Solveig ist den Neuerungen gegenüber aufgeschlossener, fühlt sich aber auch der Familientradition gegenüber verpflichtet. Doch langsam wird es eng und die drei Frauen stehen kurz vor dem Verkauf. Kann Solveig den Hof retten?

Leider flacht die Geschichte im letzten Band der Trilogie, rund um die drei Lejongårds-Frauen, im Finalband etwas ab. Es gibt kein Familiengeheimnis und die Handlung verläuft etwas unspektakulär. Corina Bomann hat zwar immer wieder einige Twists eingebaut, die überraschende Wendungen bringen und die Spannung anheben, jedoch werden die Probleme viel zu schnell gelöst. Auch die Geschichte rund um Magnus und seinen Sohn wurde mir etwas zu glatt abgehandelt. Das nimmt der Geschichte leider etwas die Spannung und den Schwung. Ich hatte immer wieder das Gefühl, dass nun endlich etwas passieren muss, doch plötzlich ist die Spannung wie eine Seifenblase zerplatzt. Trotzdem fühlte ich mich meistens gut unterhalten, denn Corina Bomanns Schreibstil ist einfach gut und flüssig.

Die Lösung zur Rettung des Gutes fand ich gut gelöst und alle Pferdefreunde werden diesmal noch mehr Freude mit der Geschichte haben. Historische Begebenheiten gibt es in diesem Teil nur einen: die 1972 in München stattfindenden Olympischen Sommerspiele, die durch den Terroranschlag an der israelischen Olympiamannschaft in die Geschichte eingegangen ist. Bomann hat auch die Liebesgeschichte des heutigen Schwedenkönigs mit der damaligen Stewardess Silvia Sommerlath eingebaut, was mir gut gefallen hat. Die Liebesgeschichte rund um Solveig hingegen konnte mich nicht wirklich überzeugen. Außerdem fand ich ihre Entscheidung schlussendlich nicht wirklich richtig. Um nicht zu spoilern kann ich nur sagen, ich hätte anders gehandelt.

Schreibstil:
Gewohnt flüssig und angenehm zu lesen ist hingegen der Schreibstil. Man fliegt genauso wieder durch die fast 700 Seiten, wie schon in den Vorgängerbänden. Der Roman ist sprachlich hervoragend erzählt, jedoch hat mich die Geschichte rund um Solveig nach etwa der Hälfte nicht mehr wirklich mitgerissen. Schweden selbst kam mir auch in diesem Teil etwas zu wenig vor. Das Buch hätte eigentlich überall in Europa spielen können.

Fazit:
Der Abschluss der Trilogie kann leider mit den Vorgängerbänden nicht mithalten. Die Geschichte plätschert eher dahin und hat wenig Höhen und Tiefen. Trotzdem fliegt man wieder durch die Seiten und ich fühlte mich gut unterhalten. Schade, dass Solveigs Geschichte nicht an die ihrer Mutter und Großmutter herankommt.

Die Frauen vom Löwenhof Trilogie:
  1. Agnetas Erbe  *Rezi*
  2. Mathildas Geheimnis *Rezi*
  3. Solveigs Versprechen 

1 Kommentar:

  1. Hallo Martina,
    vielleicht wusste die Autorin selbst nicht, was in unserer "modernen" Welt spannendes passieren könnte?
    Als großer Schwedenfan finde ich es schade, dass dieser Roman, wie du schreibst, überall hätte spielen können. Ich denke, grad in den 70er Jahren ist in Schweden doch genug spannendes passiert, gewerkschaftlich und so.
    Als Nicht-Pferdefan interessiert mich dagegen die Geschichte um die Pferde nur so bedingt :D
    LG
    Daniela

    AntwortenLöschen

Mit Nutzung der Kommentarfunktion akzeptierst du die Speicherung deiner Daten. Mehr dazu in der Datenschutzerklärung dieses Blogs.

 

Martinas Buchwelten Copyright © 2012 Design by Antonia Sundrani Vinte e poucos