Unterschriftenliste gegen teure Buchversendung in Österreich

Heute gab es wieder einen offenen Brief betreffend der Postgebühren in Österreich, die ja seit der Erhöhung im Mai einfach eine Frechheit sind. Bereits am 19. Mai habe ich gepostet *klick hier*, dass ein offener Brief an die Misterin geschrieben wurde und nun fordert die IG Autorinnen Autoren zu einem offenen Protest und einer Unterschriftenliste auf! Wir wollen auch in Österreich eine eigene Rubrik Bücherpost wie in Deutschland!!
Hier der Newsletter, der heute im Büro ankam:
Die IG Autorinnen Autoren ruft zum Protest gegen die neuen Tarife auf und sammelt Unterschriften gegen die „bücherfeindlichen österreichischen Posttarife“. Unterstützungserklärungen sind sowohl von Einzelpersonen als auch von Einrichtungen willkommen. Die Unterschriftenliste wird der für Verkehr, Innovation und Technologie zuständigen Ministerin Doris Bures sowie dem Österreichischen Bundeskanzler Werner Faymann und dem Österreichischen Vizekanzler Michael Spindelegger überreicht.

Hier der Aufruf der IG Autorinnen Autoren im Wortlaut:

Wir protestieren gegen die bücherfeindlichen österreichischen Posttarife

Nicht zum ersten Mal erweist sich die Tarifpolitik der österreichischen Post als Verhinderungsmaßnahme für den Bücherversand. Die mit der Umstellung von einem Tarif nach Gewicht auf einen Tarif nach Gewicht und Format verbundene letzte Gebührenerhöhung im Mai dieses Jahres überbietet aber noch alles bisher Dagewesene. Wer zu den neuen Posttarifen Bücher innerhalb Österreichs verschickt, zahlt üblicherweise für das Porto mehr als doppelt so viel wie in Deutschland, und wer Bücher von Österreich aus nach Deutschland oder in die Schweiz schicken will, reist am besten gleich selbst über die Landesgrenze und gibt sie dort auf – eine Praxis, die aus Kostengründen inzwischen häufig üblich ist, denn nicht selten übertrifft beim Auslandsversand der Versandtarif den Preis für das Buch.

Leidtragende dieser Tarifpolitik sind nicht nur Verlage, betroffen sind alle, die ein Buch auf dem Postweg verschicken oder als Empfänger die Portokosten tragen sollen bzw. müssen. Überdies haben die neuen Posttarife dazu geführt, daß es ohne Beratung auf der Post kaum noch möglich ist, die richtige Versandart bzw. die korrekte Frankierung zu eruieren.

Ein von der IG Autorinnen Autoren Ende Mai dieses Jahres an die zuständige Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie, Doris Bures, gerichtetes Schreiben mit der Bitte um eine Korrektur dieser gegen Bücher und somit gegen das Lesen gerichteten Posttarife blieb bis heute unbeantwortet. Eine Änderung der Tarife für den Buchversand ist dort offenbar weder ein Thema noch ein Anliegen.

Die Unterzeichneten fordern die umgehende Einführung eines verbilligten Versandtarifs für Bücher wie in Deutschland und ein klares Bekenntnis zur Bedeutung des Lesen und des Buchs, das zu 99,5 Prozent noch immer in gedruckter und nicht in digitaler Form kursiert.

Mit freundlichen Grüßen
Gerhard Ruiss
IG Autorinnen Autoren
Wien, 8. November 2011


Die IG Autorinnen Autoren bittet darum, Unterstützungen durch Einzelpersonen und Organisationen per E-Mail mit Bekanntgabe des Namens, der Tätigkeit und eines Absenderortes an Gerhard Ruiss zu senden (gr@literaturhaus.at).

 



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1 Kommentar:

  1. Da bin voll dafür (die horrenden Portokosten hatten wir ja schon mal diskutiert).

    LG
    Sabine

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