- Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
- Verlag: Festa Verlag; . Auflage, 10. Februar 2021
- Übersetzer: Eva Brunner
- ISBN-10 : 3865528783
- ISBN-13 : 978-3865528780
- Originaltitel: The Silent Companions
- Genre: Historischer Gruselroman, historische Mysterynovelle
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| Die Bildrechte liegen beim Verlag |
England, 1866: Als Elsie den reichen Erben Rupert Bainbridge heiratet, glaubt sie, nun ein Leben im Luxus vor sich zu haben. Doch nur wenige Wochen nach ihrer Hochzeit ist sie bereits verwitwet. Und dazu schwanger. Elsie bezieht das alte Landgut ihres verstorbenen Mannes. Da ihre neuen Diener ihr gegenüber äußerst reserviert sind, hat Elsie nur die ungeschickte Cousine ihres Mannes zur Gesellschaft. Zumindest glaubt sie das. Doch in ihrem neuen Zuhause existiert ein verschlossener Raum. Als sich dessen Tür für sie öffnet, findet sie ein 200 Jahre altes Tagebuch und eine beunruhigende, lebensgroße Holzfigur – eine stille Gefährtin ...
Meine Bewertung: * * * *
Buch zur Weltenbummler Challenge
Buch zur "Music meets book" Challenge
Meine Meinung:
Gemeinsam mit anderen lieben Bloggern haben wir bei Sabine von Buchmomente "Die stillen Gefährten" von Laura Purcell gelesen. Bis auf Aleshanee war es wohl für den Rest der Gruppe das erste Buch der Autorin (wenn ich mich nicht irre).
Die Erwartungen waren hoch, denn die Bücher der Autorin werden immer wieder sehr gut bewertet.
Gemeinsam mit anderen lieben Bloggern haben wir bei Sabine von Buchmomente "Die stillen Gefährten" von Laura Purcell gelesen. Bis auf Aleshanee war es wohl für den Rest der Gruppe das erste Buch der Autorin (wenn ich mich nicht irre).
Die Erwartungen waren hoch, denn die Bücher der Autorin werden immer wieder sehr gut bewertet.
England 1865. Elsie Bainbridge ist noch nicht lange verheiratet, als sie bereits zur Witwe wird. Ihr Mann Rupert ist bei einem Umfall ums Leben gekommen und die hochschwangere Elsie soll auf dessen Landgut "The Bridge" ziehen - so wie es eigentlich vorgesehen war. Begleitet wird sie von Sarah, der Cousine ihres Mannes.
Bei ihrer Ankunft muss Elsie feststellen, dass das Landhaus noch nicht fertig renoviert ist und sich im umliegenden Dorf hartnäckige Gerüchte halten. Das Landhaus soll verflucht sein, seitdem eine der Vorfahren der Familie Bainbridge als Hexe angeklagt und verbrannt wurde. Das Dorf wirkt heruntergekommen und die Bewohner meiden das Anwesen und die Bewohner. Auch die Dienerschaft verhält sich äußerst merkwürdig.
Elsie fühlt sich in den kalten und ungemütlichen Gemäuern unwohl. Sie ist einsam und hört während der Nacht immer wieder scharrende Geräusche. Auch Sarah hört das komische Knarren und Knirschen.
Elsie fühlt sich in den kalten und ungemütlichen Gemäuern unwohl. Sie ist einsam und hört während der Nacht immer wieder scharrende Geräusche. Auch Sarah hört das komische Knarren und Knirschen.
In einem verschlossenen Raum finden die beiden das Tagebuch von Anne Bainbridge aus dem Jahr 1635 und eine Holzfigur, einen stillen Gefährten. Dieser scheint sie zu beobachten...und auf mysteriöse Weise scheinen sich die Gefährten zu vermehren....
Während Sarah immer mehr in Anne Bainbridges Tagebuch versinkt und sich von ihrer stummen Tochter Hetta nah fühlt, wird Elsie immer ängstlicher...
Während Sarah immer mehr in Anne Bainbridges Tagebuch versinkt und sich von ihrer stummen Tochter Hetta nah fühlt, wird Elsie immer ängstlicher...
Die Autorin nimmt sich Zeit um Hintergründe, Personen und Szenen einzuführen. Erzählt wird aus verschiedenen Perspektiven und auf zwei bzw. drei Zeitebenen, denn zu Beginn befinden wir uns in einer psychischen Einrichtung. Elsie wurde dort als Brandopfer eingeliefert und erzählt einem behandelten Arzt ihre Geschichte.
Der Schreibstil ist der Zeit angepasst und sehr atmosphärisch. Die Charaktere sind sehr gut gezeichnet und facettenreich dargestellt.
Elsie ist nicht unbedingt eine Sympathieträgerin, aber sie tat mir trotzdem leid in ihrer Situation: hochschwanger, nur kurz verheiratet und jetzt Witwe und in einem düsteren Herrenhaus "untergebracht", welches keinerlei Geborgenheit gibt, sondern eher zum Fürchten ist. Sie vermisst ihr altes Zuhaue und ihren Bruder Joylon mit dem sie gemeinsam die Streichholzfabrik ihrer Eltern geführt hat.
Sarah ist eine etwas naive Figur, jedoch liebenswürdig und hilfsbereit. Sie steht Elsie zur Seite, die sie jedoch mit Missachtung straft.
Das Setting mit Großbritannien im viktorianischen Zeitalter ist eine meiner liebsten Epochen und eignet sich perfekt für historische Schauerromane oder Gruselgeschichten. Die angespannte gruselige Atmosphäre ist von Beginn an allgegenwärtig und zieht sich bis zum Ende durch die Geschichte. Man möchte unbedingt wissen, was es mit den Geräuschen, den seltsamen Vorkommnissen und den Geheimnissen um die "Stillen Gefährten" auf sich hat und kann das Buch schwer aus der Hand legen.
Die titelgebenden Holzfiguren habe ich mir wie eine lebensgroße Figur auf einem Holzsockel vorgestellt, die jedoch nicht platt, sondern eher reliefartig aussieht. Es war super interessant, wie unterschiedlich wir uns alle die stillen Gefährten vorgestellt haben.
Aber nicht nur die titelgebenden Figuren haben zum diskutieren angeregt, sondern auch das Ende. Es wird nicht alles aufgelöst und lädt zu Spekulationen ein. Einige von uns hatten diese eine Meinung dazu, die anderen waren anderer Meinung, wie das Ganze nun wirklich passiert ist und welche Rolle Elsie gespielt hat. Man bleibt deshalb mit einigen Fragen zurück, was für mich leider nicht gänzlich zufriedenstellend war. Ihr wisst ja - ich hasse offene Enden!
Ganz so schlimm war es nicht, aber einige Fragen hätte ich trotzdem gerne beantwortet gehabt.
Ganz so schlimm war es nicht, aber einige Fragen hätte ich trotzdem gerne beantwortet gehabt.
Cover:
von links nach rechts:
das englische Cover, das spanische, weitere englischsprachige Cover und das tschechische
Fazit:
Eine atmosphärischer und geheimnisvoller Schauerroman, der im viktorianischen Zeitalter spielt und von Beginn an fesselt.
Schade, dass das Ende noch Fragen aufwirft und somit etwas unzufriedenstellend bleibt. Trotzdem werden wir im Herbst wieder gemeinsam das nächste Buch der Autorin lesen. Ich freue mich schon darauf!
















Hi Martina!
AntwortenLöschenIch bin sehr gespannt wie eure Meinungen dann zu dem oder den weiteren Bücher dann ausfallen werden :)
Ich fand das hier ja richtig gut und gerade das Ende, wo man nicht wirklich weiß wie es jetzt tatsächlich war oder sich es so denken kann wie man möchte, ziemlich genial.
Das muss man ja auch erstmal hinbekommen, dass beide Möglichkeiten funktionieren können ;)
Liebste Grüße und ein schönes Wochenende!
Aleshanee
Hallo Martina,
AntwortenLöschenschön, dass es euch großteils gefallen hat, auch wenn das Ende nicht vollkommen aufgelöst wird. Aber ich mag es ja recht gern, wenn man zum Schluss selbst etwas spekulieren darf. Leider muss ich dich vorwarnen, dass es bei Laura Purcell eigentlich nie alle Fragen beantwortet werden und das zu ihrem Stil zählt.
Liebe Grüße
Nicole