- Taschenbuch: 512 Seiten
- Verlag: Rowohlt Taschenbuch; Auflage: 2. (18. Juni 2019)
- ISBN-10: 3499272245
- ISBN-13: 978-3499272240
- Übersetzer: Sabine Längsfeld, Katharina Neumann
- Originaltitel: Who loves ya, Rabbit Hayes
- Genre: Gegenwartsliteratur
- Reihe: ja - Band 2 der Rabbit Hayes Romane
Die 41jährige Mia Hayes, genannt «Rabbit», stirbt an Krebs. Sie hinterlässt eine große Lücke im Leben ihrer Eltern, ihrer Geschwister, ihrer besten Freundin - und vor allem der 12jährigen Tochter Juliet. Rabbits Mutter verliert ihren unerschütterlichen Glauben und fast auch die Liebe zu ihrem Mann. David, Rabbits Bruder, muss mit der auferlegten Vaterrolle zurechtkommen, denn Juliet lebt jetzt bei ihm. Grace, Rabbits Schwester, findet heraus, dass auch in ihr die Gefahr schlummert, zu erkranken - das lässt sie zu drastischen Maßnahmen greifen. Und Juliet könnte ihre Mutter mehr gebrauchen denn je: Sie hat sich zum ersten Mal in ihrem Leben verliebt
Meine Bewertung: * * * *
Buch zur Weltenbummler Challenge
Man sollte hier auf jeden Fall "Die letzten Tage der Rabbit Hayes" zuerst lesen!
Meine Meinung:
"Für immer Rabbit Hayes" ist eines dieser Bücher, die mich dieses Jahr überrascht haben und zwar weil nach langer Zeit ein zweiter Band erschienen ist. Neben "Erebos 2" und "*Postscript" ist es die dritte "unverhoffte" Fortsetzung eines Bestsellers.
"Die letzten Tage der Rabbit Hayes" war eine Achterbahn der Gefühle. Die sterbenskranke Mia, genannt Rabbit, die im Hospitz ihre letzten Tage verbringt, war für viele - wie auch für mich - eine ganz besondere Geschichte. Eine, die von der Autorin mit sehr viel Fingerspitzengefühl erzählt wurde und nebenher trotz des schwierigen Themas mit jeder Menge Humor punkten konnte. Kann das auch Band 2 war meine Frage? Nicht ganz, finde ich, aber das hatte ich auch erwartet.
"Für immer Rabbit Hayes" beginnt, wo Band 1 aufgehört hat...Rabbit Hayes ist tot und ihre Familie muss lernen mit diesem großen Verlust umzugehen. Vorallem ihre erst 12jährige Tochter Juliet, um die sich ihr Onkel Davey kümmern soll, der jedoch als Mitglied einer Band großteils in den USA wohnt oder durch die Weltgeschichte tourt. Der Rest der Familie fürchtet deswegen den Kontakt zu Juliet zu verlieren und auch, dass Davey nicht imstande ist seine Vaterrolle einzunehmen. Und er ist auch anfangs sehr von der neuen Verantwortung überfordert, die er als erwachsener Mensch übernehmen soll. Rabbits Mutter Molly verliert durch ihre Trauer den Glauben, der ihr während der Krankheit Halt gegeben hat und auch ihre Ehe mit Jack droht daran zu scheitern. Dieser zieht sich immer mehr zurück und verkriecht sich auf dem Dachboden. Grace wiederum erfährt, dass sie das BRCA-2-Gen ebenfalls in sich trägt und weiß nicht, wie sie damit weiterleben soll. Und Rabbits beste Freundin Marjorie fühlt sich verloren und allein gelassen.
Jeder versucht mit seiner Trauer anders umzugehen und Anna McPartlin schafft es diese innere Zerissenheit und die Verschiedenartigkeit der Trauer wundervoll darzustellen. Man erfährt wie der Schmerz eine Familie fast auseinander bringen kann oder sie schlussendlich noch mehr zusammenwachsen lässt. Es gibt Streitereien und Missverständnisse und dennoch gibt es auch wieder viele humorvolle Momente. Einzig Juliet bleibt in diesem Chaos dabei fast auf der Strecke, obwohl sich doch alle Familienmitglieder für sie das Beste wünschen....
Anna McPartlin lässt in der Fortsetzung alle Charaktere aus ihrer Sicht erzählen, die wir als Leserinnen fortan bei ihrer Trauer begleiten und ihre Gefühle hautnah miterleben. Was mir nicht so gut gefallen hat, war die teilweise etwas derbe Sprache. Im ersten Band war sie für mich Ausdruck des Schmerzes und des Leids von Rabbit. In dieser Fortsetzung finde ich sie nicht wirklich angebracht.
Cover:
Was ich etwas seltsam finde ist, dass ich weder auf der Homepage von Anna McPartlin noch sonstwo eine englische Originalausgabe finden konnte. Die deutsche Fortsetzung ist zwar gelistet und auch ein Originaltitel, aber sonst nichts. Deswegen kann ich euch heute auch leider kein anderssprachiges Cover zeigen...
Fazit:
Eine würdevolle Fortsetzung, die sich mit dem Unterschied der Trauerbewältigung auseinandersetzt und aufzeigt, wie selbst eine eingeschworene Familiengemeinschaft fast daran zerbrechen kann. Sehr gefühlvoll und mit viel Empathie erzählt.
Die Reihe rund um Rabbit Hayes:
- Die letzten Tage von Rabbit Hayes *Rezi*
- Für immer, Rabbit Hayes
















Hallo liebe Martina.
AntwortenLöschenich weiß noch, wie emotional Band 1 für mich war. Umso schöner ist es, durch deine gelungene Rezension zu erfahren, dass die Fortsetzung ebenfalls lesenswert ist. Wird vermerkt.
Liebste Grüße, Hibi
Hallo Martina
AntwortenLöschenDas klingt sehr gut. Ich finde es eine gute Idee von der Autorin, die Thematik Trauer anzusprechen. Ich werde das Buch lesen. Schöne Besprechung von dir.
Liebe Grüße von der Gisela vom Lesehimmel.