Sehnsucht nach St.Kilda - Isabel Morland

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    • Taschenbuch: 400 Seiten
    • Verlag: Knaur TB; Auflage: 2. (4. November 2019)
    • ISBN-10: 3426524228
    • ISBN-13: 978-3426524220
    • Genre: Roman, Gegenwartsliteratur



Knaur Kurzbeschreibung:
St.Kilda, 1930: Nach einem harten Winter stehen die letzten Inselbewohner der einsamsten und abgelegensten Insel Großbritanniens vor einer dramtischen Entscheidung. Unter ihnen befindet sich auch die ,kleine Annie, die nichts ahnt, dass die Welt, wie sie sie kennt, bals für immer verschwinden wird.

Viele Jahrzehnte später betritt Annies Enkelin Rachel das erste Mal die Insel, die einst die Heimat ihrer Großmutter war. Eigentlich hatte sie ihren schottischen Wurzeln für immer abgeschworen, doch ihre Situation als alleinerziehende Mutter zwingt sie dazu, sich neu zu orientieren...

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Knaur Challenge

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Puh, dieser Roman hat wirklich eine Ewigkeit zu mir gebraucht! Sowohl die Autorin, als auch ich, waren schon am Verzweifeln! Insgesamt 3x wurde das Buch verschickt (wahrscheinlich aber nur 2x) und nach fast 5 Wochen hatte ich dann beide Bücher am selben Tag im Briefkasten. Soo lange habe ich noch nie auf ein Buch warten müssen!
Deswegen habe ich es dann auch gleich weggelesen, auch wenn ich natürlich das Schlusslicht in der Lovelybooks Leserunde war!

Auf zwei Zeitebenen erzählt Isabel Morland die Geschichte der Insel St. Kilda und ihren Einwohnern und dessen Nachkommen. Bis 1930 lebten auf der Insel, die zu den Äußeren Hebriden gehört, nur mehr wenige Familien unter einfachsten Bedingungen. Die wahren Begebenheiten rund umd die letzten Jahre auf der einsam gelegenen westlichsten Insel Großbritanniens und der Evakuierung ihrer Bewohner ist ergreifend.  Im Vergangenheitsstrang erleben wir die letzten Jahre auf St.Kilda mit der kleinen Annie McVicca, die wir auch im Gegenwartsstrang als 83jährige Frau kennen lernen. Als 8jährige hat sie damals nicht begriffen, dass sie St.Kilda für immer verlassen muss. Annie hat nie wirklich verwunden, dass sie nicht mehr nach St.Kilda zurückkehren konnte, als auch ihren besten Freund Finley aus den Augen verlor. Alle Einwohner der Insel wurden nicht zusammen aufgenommen, sondern auf verschiedene Gebiete in Schottland aufgeteilt.

Ihre Enkelin Rachel lebt in Lodon und ist nach dem Tod ihres Mannes die Alleinerzieherin des gemeinsamen Sohnes Sam. Sie kommt kaum über die Runden und arbeitet in zwei Jobs, die immer noch zu wenig Geld einbringen. Als sie gekündigt wird, beschließt sie mit ihrem Sohn zu ihrer Großmutter zu fahren und ein neues Leben aufzubauen. Doch die beiden Frauen leben in unterschiedlichen Welten, Erst ein kurzfristiges Angebot für 4 Wochen als Köchin für ein Workshop-Team von freiwilligen Helfern und Forschern auf St. Kilda, bringen Großmutter und Enkelin näher...

Die wunderbaren bildhaften Beschreibungen der wind- und sagenumwobenen Insel haben mein Herz erobert, genauso wie Rachel bei ihrem Job die Liebe zur ehemaligen Heimat ihrer Großmutter findet. Isabel Morland hat in ihrem Roman dieses Inselkleinod für Basstölpel wieder etwas Leben eingehaucht, denn St. Kilda ist tatsächlich seit der Evakuierung 1930 unbewohnt. Nur eine kleine Militärbasis befindet sich dort und wie im Roman gibt es Helfer, die die wenigen Häuser auf der Insel instand halten. Man erhält einen tiefen Einblick in das damalige Leben, das beschwerlich und von Wind und Wetter abhängig war. Isabel Morland erzählt aber auch, wie es dazu kam, dass man die letzten Bewohner aussiedeln musste. Viele Schicksale sind herzergreifend und berührten mich sehr. Auch die schottische Mythologie wird miteinbezogen.

Die Charaktere der Vergangenheit und der Gegenwart sind sehr authentisch und könnten Menschen wie du und ich sein. Man kann sich in diese hineinversetzen und man spürt ihre Ängste und Sorgen. Im Gegenwartsstrang erkennt man bald, wie Rachel dem Charme der Insel erliegt und auch endlich wieder der Liebe begegnet. Die Verschmelzung der beiden Stränge ist der Autorin wunderbar gelungen.
Am Buchanfang befindet sich eine Karte, ein Gedicht und über jedem Kapitel befindet sich eine bebilderte Einleitung....sehr schön gestaltet.

Fazit:
Die Autorin hat das Schicksal der letzten Bewohner von St.Kilda mit einem fiktiven Plot zu einer  wunderbaren Geschichte verwoben, die mich sehr schnell gefangen nahm. Die bildhafte Beschreibung und die lebendigen Charaktere konnten mich wirklich überzeugen. Gerne empfehle ich den Roman weiter!

Vielen Dank an Isabel Morland für 2-fache Zusendung des Buches, nachdem es vom Verlag nicht angekommen ist und für  die Engelsgeduld!

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