Das Haus aus Perlmutt - Esther Destratis

    Die Bildrechte liegen beim Verlag



    • Taschenbuch: 296 Seiten
    • Verlag: Independently published (15. Mai 2019)
    • ISBN-10: 1097210588
    • ISBN-13: 978-1097210589
    • Genre: Liebesroman


Amazon Kurzbeschreibung:
Giovannas Leben liegt in Trümmern. Ihre Tochter studiert in den USA, ihr Mann hat sie verlassen, sie hat ihr Haus verloren. Doch als sie am Tiefpunkt angekommen scheint, erinnert sie sich an einen Jugendtraum: nach Irland zu gehen. Schon bald lassen Landschaft und Menschen auf der grünen Insel sie ihren Kummer vergessen – allen voran der schüchterne Lichttechniker Shane. Als sie Monica kennenlernt, die wie eine Einsiedlerin in ihrem ehemaligen Bed & Breakfast haust, kommt Giovanna einem Geheimnis auf die Spur. Legenden ranken sich um Monicas Haus aus Perlmutt. Sind die Gerüchte wahr, dass Monica ihre Familie auf dem Gewissen hat? Kann Giovanna Monica zusammen mit Liam helfen, ihr Schicksal wieder in die Hand zu nehmen? Zwei Frauen, zwei miteinander verwobene Schicksale und der Wunsch nach einem glücklichen Leben.

Meine Bewertung:  * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Giovannas Welt bricht zusammen, als sie just am selben Tag, als ihre Tochter Ophelia für ein Jahr als Au Pair in die USA aufbricht erfährt, dass ihr Mann seit einem Jahr eine Affäre hat. Das Fass schlägt schließlich den Boden aus, als ihr dieser erklärt, dass Giovanna ausziehen soll, weil seine Freundin mit ihm ins gemeinsame Haus einziehen möchte. Nach dem allergrößten Schock erinnert sich Giovanna an ihren großen Traum vor der Hochzeit mit Henry: ein Studium in Irland. Sie packt daraufhin ihre Koffer, verlässt Zürich und erfüllt sich ihren Jugendtraum: eine Rundreise durch Irland von dem Geld, das sie für die Haushälfte von ihrem Mann erhält. Bald nimmt sie die grüne Insel mit den liebenswerten Menschen gefangen. Als sie die einsame Monica kennenlernt, die von den anderen Einwohnern gemieden wird, versucht sie zu helfen und herauszufinden, welches Geheimnis diese verbirgt...

Der Verlust des Ehemannes/Verlobten, sowie meistens auch des Jobs, ist momentan ein sehr beliebtes Thema in diversen Frauen- und Liebesromanen. Nachdem ich die bezaubernde Leseprobe gelesen hatte, wollte ich trotz des bereits zu oft duchgekauten Themas, diesen Roman gerne lesen und hatte bei der Lovelybooks Auslosung Glück.
Die ersten Seiten bis Giovanna nach Irland aufbrach, waren auch wunderschön zu lesen und ich trauerte und fieberte mit Giovavanna mit. Ich fasste es nicht, dass sie sich von ihrem Ehemann und seiner Geliebten schikanieren lässt und sich viel zu wenig wehrt. Doch dann bricht Giovanna ihre Zelte in der Schweiz ab und versucht ihren Lebenstraum zu leben. Sie ist eine äußerst sympathische Protagonistin, der man all diesen Herzschmerz nicht wünscht und man hofft, dass sie in Irland ihre neue Heimat findet.

 »Ich will mit leichtem Gepäck nach Irland reisen. Und alles Materielle, was wir haben, ist sowieso nur eine Leihgabe im Leben«.

Ab dem Zeitpunkt, als sich Giovanna in Irland befindet, empfand ich die Geschichte leider nicht mehr so authentisch, sondern teilweise vorhersehbar und stereotyp. Kaum unterwegs, liegt Giovanna schon der erste tolle Typ zu Füßen! Muss das sein? Sie hat eine 20jährige Ehe hinter sich, da verliebt man sich nicht mal eben gleich wieder. Ich konnte auch keine Funken zwischen den Beiden sprühen sehen bzw. empfand ich diese plötzliche Verliebtheit total unrealistisch. Vorallem...muss man sich sofort wieder einen Mann aufgabeln? Kann man als Frau nicht alleine Spaß haben? 
Von der erwarteten Rundreise, die mir die Insel näher bringen hätte sollen, hätte ich mir mehr erwartet. Esther Destratis hat aber die Beschreibungen der Insel und vorallem der freundlichen und hilfsbereiten Menschen sehr lebendig und bildhaft dargestellt. Man fühlt sich sehr schnell auf der grünen Insel angekommen. Giovanna landet schlussendlich bei Monica, die früher ein Bed & Breakfast mit ihren Eltern bewirtschaftet hat. Die mittlerweile ältere Frau lebt zurückgezogen in ihrem Haus und wird von den Bewohnern gemieden. Es ranken sich einige Gerüchte um ihre Person. Obwohl Monica sich anderen Menschen verschließt, lässt sie Giovanna bei ihr übernachten und freundet sich mit ihr an.

Die Autorin zeigt in ihrem ersten Roman, dass es nie zu spät ist, seine Träume Wirklichkeit werden zu lassen! Mit der einsamen und geheimnisvollen Monica hat sie eine weitere Figur entworfen, die man mögen muss, bei der man aber auch unbedingt wissen möchte, was in ihrer Vergangenheit passiert ist. Ganz besonders ans Herz gewachen ist mir allerdings Liam, der Monica aus ihrem Schneckenhaus herauslocken kann. Giovannas Freundin Jasmina aus Zürich ist ebenfalls ein sehr liebenswerter Charakter, den man schnell ins Herz schließt. Sie ist die Einzige, die nach dem Eheaus zu Giovanna hilft und sie unterstützt.

Esther Destratis hat zum Ende hin alle offenen Fragen beantwortet, bis hin zu jeder Nebenfigur. Das fand ich großartig, denn oftmals bleiben nach dem Beenden eines Romans einige Fragen zu Handlungsträngen oder Figuren offen. Das Ende war mir dann leider etwas zu Happy End-lastig. Eines hätte mir genügt, aber nicht eine Fülle von glücklichen Enden...das war mir ehrlich gesagt zu viel!

Schreibstil:
Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Er ist flüssig, emotional und die Dialoge sind humorvoll. Man versinkt sehr schnell in der Geschichte.
Die Kapitel haben eine angenehme Länge. Über jedem steht der Name der Protagonistin, aus deren Leben wir gerade lesen.

Fazit:
Ein netter Wohlfühlroman mit liebenswerten Charakteren, aber noch kleinen Schwächen. Leichte Lektüre für zwischendurch - zum Seele baumeln lassen und besonders für Happy End und Irland Liebhaber.
Vielen Dank an die Autorin für das Rezensionsexemplar und die sehr nette Leserunde

Neu eingezogen im August

Meine lieben Bücherwürmer!

Der Stapel, der unten abgebildet ist, ist eigentlich größtenteils noch im Juli bei mir eingezogen, denn meine Neuzugänge im letzten Monat habe ich euch ja bereits zu Beginn des Monats gezeigt. Ende Juli wollte ich keinen weiteren Post betreffend Neuzugänge einstellen, deswegen sind es heute bereits acht Bücher, die hier eingezogen sind. Es sind doch mehr geworden, als ich eigentlich vor hatte (naja, wem geht es anders?). Dabei war ich eigentlich brav....liest selbst!

Ich war zwei Mal in Wien unterwegs und jedes Mal ging nur ein Buch mit. Ein einziges Buch ist doch nicht viel, oder? Ich bin schon ganz anders aus Wien zurückgekommen ;) Und dann habe ich tatsächlich auch noch einen Mängelexemplarladen entdeckt und war brav! Ich habe nur Karten gekauft und kein einziges Buch!
Dann habe ich im Juli auch die liebe Nicole getroffen und wir haben ebenfalls ein Buch ausgetauscht.
Drei Rezensionsexemplare sind auch noch eingezogen und zwei Mal hatte ich bei Lovelybooks Glück.

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Christine Kabus
Das Geheimnis der Fjordinsel
Historischer Roman

Ostfriesland, 1980. Für die junge Rike bricht nach dem Tod ihres geliebten Großvaters eine Welt zusammen. Gleichzeitig erfährt sie, dass ihre Großmutter nicht vor langer Zeit gestorben ist - wie sie angenommen hatte -, sondern eines Tages plötzlich verschwand. Warum hat sie ihre Familie damals so überstürzt verlassen? Eine erste Spur führt Rike nach Norwegen, auf eine kleine Insel im Oslofjord, wo sie auf ein Geheimnis stößt, das zurückreicht in die Zwanzigerjahre - in die Zeit der Prohibition und die gefährliche Welt der Schmuggler ...

Bei Lovelybooks habe ich den neuen Norwegenroman von Christine Kabus für eine Leserunde gewonnen. Darauf freue ich mich schon sehr.
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Carmen Mola
Er will dich sterben sehen
Thriller

Die 22-jährige Susana verschwindet nach ihrem Junggesellinnenabschied spurlos. Was die Polizei vorfindet, als man sie Tage später zum Fundort der Leiche ruft, weckt das kalte Grauen: Die junge Frau wurde ermordet, indem man ihr Löcher in den Schädel bohrte und Würmer einführte, die bei lebendigem Leib das Gehirn fraßen. Dann stellt sich heraus, dass Susanas ältere Schwester auf dieselbe Art und Weise umgebracht wurde – und für diese Tat sitzt ein Mann hinter Gittern. Hat man den Falschen verurteilt und weggesperrt? Oder gibt es einen Nachahmer? Und warum mussten beide Schwestern ausgerechnet am Vorabend ihrer Hochzeit sterben? 

Von diesem Thriller habe ich die Leseprobe gelesen und war begeistert. Hier hatte ich bei Lovelybooks kein Glück und deswegen ist dieser Thriller eines der Bücher, die ich mir in Wien gekauft habe.
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Anstey Harris
Find mich da, wo Liebe ist
Roman

Grace stand vor einer großen musikalischen Karriere, bis ein traumatisches Ereignis alles veränderte. Nun repariert sie in ihrem kleinen englischen Dorf Musikinstrumente. Ihr Leben dreht sich vor allem um David, ihre große Liebe. Seit acht Jahren führt Grace mit ihm eine Beziehung, die über alle Zweifel erhaben ist. Und seit acht Jahren wartet sie sehnsüchtig darauf, dass David seine Frau verlässt. Doch dann passiert etwas, das alles infrage stellt. Kann Grace mit der Hilfe ihres lebenslustigen Lieblingskunden Mr Williams und der durchgeknallt-herzlichen Teenagerin Nadia den Neuanfang wagen?

Bei diesen Roman hatte ich auch kein Glück und später in Wien gekauft. Als ich den Klappentext gelesen habe, wusste ich, dass ich das Buch lesen muss, denn es geht um eine Frau, die Instrumentenbauer ist.  Nachdem ich selbst in einem Musikgeschäft arbeite ein absolutes MUSS
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Christine Jaeggi
Das Gemälde der Tänzerin
Roman

Helena hat alles verloren: Ihre Zukunft als talentierte Ballerina, ihre große Liebe und die Unabhängigkeit. Inzwischen ist sie arbeitslos und lebt am Existenzminimum. Als sie endlich einen Job als Zimmermädchen erhält, scheint sich das Schicksal zu wenden. Nur soll sie ausgerechnet in dem Schweizer Hotel arbeiten, dessen Besitzer vor vielen Jahren ihr Leben zerstört hat. Doch Helena hat keine Wahl, sie braucht den Job. Eines Tages erfährt sie im Hotel von dem tragischen Schicksal eines 1942 ermordeten Zimmermädchens. Der Mord scheint mit einem verschollenen Gemälde zusammenzuhängen. Helena beschließt, dem Rätsel auf den Grund zu gehen und das Gemälde zu suchen, doch auch der attraktive Krimiautor Noah ist ihm bereits auf der Spur. Als Noah Helena um einen Gefallen bittet, droht ein jahrelang gehütetes Geheimnis ans Licht zu kommen

Hier hatte ich Glück bei Lovelybooks und ich bin gerade mitten im Roman
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Jane Harper
Zu Staub
Thriller

Zwei Brüder treffen sich am Zaun, der ihre Farmen voneinander trennt. Tief im Outback sind sie einander die einzigen Nachbarn. Ihre Häuser liegen vier Stunden Autofahrt voneinander entfernt. Cam, der mittlere Bruder, der die Familienranch verwaltete, liegt tot zu ihren Füßen. Er ist allein in der Hitze gestorben. Die beiden Männer bringen ihren Bruder heim auf die Ranch. Aber in der tiefen Trauer wächst das Misstrauen. Was, wenn Cam keines natürlichen Todes gestorben ist? Was, wenn Isolation und Einsamkeit hier im Nirgendwo die Menschen verändern - zum Bösen?

Yeah, das neue Buch von Jane Harper. Ihre ersten beiden Thriller "The Dry/Hitze und  "Ins Dunkle" habe ich mit Begeisterung gelesen. Zu Staub ist über den Rowholt Verlag eingezogen und auch hier bin ich mitten drin.
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Julia Freidank
Das Brauhaus an der Isar
Historischer Roman

Bayern 1897. Antonia Pacher verlässt den verarmten Hof ihrer Familie, um in München Geld zu verdienen – und entdeckt die schillernde Welt der Schwabinger Boheme. Als die junge Frau schließlich Arbeit in einer Brauerei erhält, muss sie von Anfang an um ihren Platz im Unternehmen kämpfen. Denn unter den Angestellten – Schankmädchen, Brauburschen und Brauknechten – findet Antonia nicht nur Freunde, sondern auch Gegner, die ihr bei jeder Gelegenheit Steine in den Weg legen. Dass es zwischen ihr und dem Erben der Brauerei, dem unberechenbaren Melchior Bruckner, gewaltig knistert, macht das Ganze nicht eben leichter.
Melchiors ehrgeizige Mutter Franziska kämpft ebenfalls. Sie will endlich den großen Erfolg und auf dem Oktoberfest ausschenken. Doch auch sie hat Feinde, konkurrierende Bierbrauer, die bereits eine vernichtende Intrige in Gang gesetzt haben …

Ebenfalls vom Rowohlt Verlag eingezogen. Ich bin schon gespannt auf diesen historischen Roman
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Silke Böschen
Träume von Freiheit
Historischer Roman

An einem sonnigen Wintermorgen 1875 herrscht großer Andrang im Hafen von Bremerhaven. Gleich wird die „Mosel“ ablegen. Ihr Ziel: New York. Plötzlich zerreißt ein Knall die Luft. Menschen, Tiere, ganze Fuhrwerke werden durch die Luft geschleudert. Eine Dynamit-Explosion mit vielen Toten und Verletzten. Die „Thomas-Katastrophe« macht weltweit Schlagzeilen. Beim Begräbnis stehen sich zwei Frauen gegenüber. Die eine hat gerade fast ihre gesamte Familie verloren. Die andere ist die Ehefrau des „Dynamit-Teufels“. Beide Frauen beginnen ein neues Leben, bis die eine, Jahre später, unvermittelt in New York vor der Tür der anderen steht …

Ein historischer Roman, den mir der Gmeiner Verlag zur Verfügung stellt. Die ersten hundert Seiten sind richtig gut! ich bin gespannt, wie es weiter geht.
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J.D. Barker
Das Mädchen im Eis
The fFurth Monkey
Thriller
Band 2

Seit Monaten herrschen in Chicago Minustemperaturen, als die Leiche der jungen Ella Reynolds eingefroren im See gefunden wird. Sie wurde vor drei Wochen vermisst gemeldet – der See ist seit Monaten zugefroren. Die Medien beschuldigen den berüchtigten Four Monkey Killer Anson Bishop, aber Detective Sam Porter will nicht glauben, dass er damit etwas zu tun hat. Er kennt den Serienkiller gut, denn er hat ihn geschnappt und laufen lassen, und er hat noch eine Rechnung mit ihm offen. Porter hat sich auf ein gefährliches Spiel eingelassen, währenddessen verschwindet ein Mädchen nach dem anderen …

Dieses Buch habe ich von Nicole bekommen.  Wir haben Bücher getauscht (ich habe "Wenn ich tot bin" weiter gegeben). DANKE LIEBE NICOLE!
Zuerst muss ich aber Band 1 lesen, damit ich "Das Mädchen im Eis" lesen kann. Die Bücher sind alles andere als dünn....
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Tja, vorbestellt ist auch schon Erebos 2 und natürlich werde ich mir auch noch den neuen Gruber und die neue Riley kaufen. Aber das dauert noch ein bisschen...

Was ist bei euch so eingezogen? Oder wartet ihr auch auf eine Vorbestellung?


Dein ist die Schuld - Maria Höfle

    Die Bildrechte liegen beim Verlag


    • Taschenbuch: 316 Seiten
    • Verlag: Piper Spannungsvoll (2. November 2018)
    • ISBN-10: 3492501885
    • ISBN-13: 978-3492501880
    • Genre: Krimi

Piper Kurzbeschreibung:
Die siebzehnjährige Elena wird tot im Foyer des katholischen Elitegymnasiums St. Sebastian aufgefunden. Schnell stellt sich heraus, dass sie schwanger war und genauso schnell ergeht von höchster Stelle die Anweisung, sämtliche Ermittlungen einzustellen. Doch weder die Polizistin Dorothea Keusch aus Kufstein noch ihr Kollege Konstantin Schmitt von der Mordkommission glauben an den offiziell deklarierten Selbstmord. Auf Schmitts Drängen beginnt Keusch, eigenmächtig zu ermitteln und setzt damit ihre Karriere aufs Spiel. Bei den Nachforschungen stößt sie auf haarsträubende Abgründe ganz unterschiedlicher Art. Um jedoch der Wahrheit wirklich auf den Grund zu gehen, muss sie sich ihrer eigenen Vergangenheit stellen…

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Nachdem ich gestern einen internationalen Psychothriller rezensiert habe, der europaweit sehr gehypt wird und mich überhaupt nicht überzeugen konnte, stelle ich euch heute einen österreichischen Krimi vor, der wirklich spannend und interessant geschrieben ist. Man muss nicht immer zu den maßlos beworbenen Büchern greifen, die meistens doch enttäuschen...denn das Gute liegt so nah!

Für mich ist die Autorin Maria Höfle noch ein unbeschriebenes Blatt, doch ich werde sicherlich in Zukunft nach weiteren Werken von ihr Ausschau halten.
In "Dein ist die Schuld" begeben wir uns in ein erzkonservatives Elitesgymnasium in Tirol, wo die Leiche der 17jährigen Schülerin Elena Goldschmied entdeckt wurde. Sie hat sich angeblich von der Brüstung gestürzt und war zudem noch schwanger. Dorothea Keusch, Polizistin in Kufstein, glaubt nicht an Selbstmord, doch ihr sind die Hände gebunden. Der Fall geht zuerst an die Mordkommission zur Untersuchung und wird sehr schnell als Selbstmord ad acta gelegt. Dorothea lässt die Tote keine Ruhe. Kurz darauf kontaktiert sie Konstantin Schmitt von der Mordkommission in Innsbruck und schlägt ihr vor für ihn weiter zu recherchieren. Trotz einem unguten Gefühl ist sie bald mit seinem Vorschlag einverstanden, denn Dorothea träumt schon lange von einer Stelle bei der Abteilung Leib und Leben. Ihr Chef, der Frauen lieber verheiratet und hinter dem Herd sieht, unterstützt sie nicht, als tatsächlich eine Stelle frei wird. Dorothea ist enttäuscht und geht auf Konstantins Vorschlag ein. Doch mit den nicht genehmigten Nachforschungen riskiert sie ihren Job und setzt ihre Karriere aufs Spiel....

Dorothea Keusch hat mir als Figur sehr gut gefallen. Sie ist ein interessanter und vielschichtiger Charakter, hat Archäologie studiert und nach dem Tod ihres Vaters, einem Polizeibeamten, zur Polizei gewechselt. Intern wird sie wegen ihren guten Spürnase "Miss Marple" genannt. Als Kind besuchte sie ebenfalls ein katholisches Gymnasium und wurde wegen ihrer dicklichen Figur gemobbt. Die Gefühlswelt unserer Polizistin wird von der Autorin sehr gut beschrieben. Oftmals dachte ich mir jedoch, dass Dorothea zwischen Privat und Job etwas mehr differenzieren sollte. Sie hat als Person noch einiges Entwicklungspotential, lässt sich aber trotzdem nicht unterkriegen. Ihre Alleingänge fand ich nicht immer gut, waren aber nicht ganz unglaubwürdig, da sie Konsequenzen mit sich zogen.

Die Spannung baut sich langsam auf und lässt auch dem Leser Zeit mitzurätseln. Die Autorin hat sich in ihrem Debüt zusätzlich wichtigen Themen wie Mobbing, Abtreibung, Rechtsradikalismus und Missbrauch gewidmet. Das Ende und die Auflösung waren für mich überraschend, aber logisch.
Sehr gerne würde ich noch mehr über Dorothea Keusch und Konstantin Schmitt lesen und hoffe auf eine Fortsetzung.

Schreibstil:
Maria Höfle hat einen fesselnden und flüssigen Schreibstil. Ihre Charaktere sind lebendig gezeichnet und ich hatte alle Figuren - bis hin zu den einzelnen Nebencharakteren - immer vor Augen. Die Autorin schafft es hervorragend Gefühle zu transportieren. Die Beschreibung von Kufstein ist gelungen und versprüht Lokalkolorit.

Fazit:
Ein toller Debütkrimi, den ich empfehlen kann. Eine vielschichtige Ermittlerin, bildhafte Beschreibungen und Kufstein und ein spannender Fall. Von der Autorin und ihrem Ermittlerteam möchte ich noch gerne mehr lesen.

Vielen Dank an die Autorin für das Rezensionsexemplar!

Die stumme Patientin - Alex Michaelides



    • Broschiert: 384 Seiten
    • Verlag: Droemer HC (2. Mai 2019)
    • Übersetzer: Kristina Lake-Zapp
    • ISBN-10: 3426282143
    • ISBN-13: 978-3426282144
    • Genre: Thriller, Psychothriller


Droemer Kurzbeschreibung:
Blutüberströmt hat man die Malerin Alicia Berenson neben ihrem geliebten Ehemann gefunden – dem sie fünf Mal in den Kopf geschossen hat. Seit sieben Jahren sitzt die Malerin nun in einer geschlossenen psychiatrischen Anstalt. Und schweigt. Kein Wort hat sie seit der Nacht des Mordes verloren, lediglich ein Bild gemalt: Es zeigt sie selbst als Alkestis, die in der griechischen Mythologie ihr Leben gibt, um ihren Mann vor dem Tod zu bewahren. Fasziniert von ihrem Fall, setzt der forensische Psychiater Theo Faber alles daran, Alicia zum Sprechen zu bringen. Doch will der Psychiater wirklich nur herausfinden, was in jener Nacht geschehen ist?

Meine Bewertung: * *

Buch zur Knaur Challenge

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Wieder ein total gehyptes Buch, das meine Erwartungen nicht erfüllen konnte. Bei diesem hochgelobten Thriller, der als internationaler Spannungsbestseller angepriesen wird, muss ich mich leider in die Kategorie derjenigen einreihen, die dem nicht zustimmen können.
Der Plot klingt spannend und hat meine Neugierde geweckt, doch die Umsetzung hat mir nicht gefallen.

Alicia Berenson ist des Mordes an ihrem Ehemann angeklagt und wird in die Psychiatrie eingewiesen. Seit sieben Jahren ist sie dort Patientin und genauso lange spricht sie schon nicht. Zuvor war sie eine erfolgreiche Künstlerin, ihr Mann Gabriel ein renommierter Fotograf. Als Beweislage für den Mord genügte der Polizei damals, dass man Alicia mit einer Pistole in der Hand neben dem blutüberströmten Ehemann fand.
Theo Faber ist seit kurzem in derselben Anstalt als Psychiater tätig. Schon seit langer Zeit fasziniert ihn Alicia und ihr einzigartiger Fall. Deswegen hat er sich für die Stelle im "The Grove" beworben. Er möchte Alicia zum Sprechen bringen und versucht sich an verschiedenen Therapien.

Die Geschichte wird hauptsächlich aus der Sicht von Theo erzählt. Viel zu lange folgen wir seinen Gedanken über seine Ehe mit Karen und zusätzlich erleben wir seine "Besssenheit" von Alicia. Was interessierte mich sein Privatleben oder seine Schwärmerei für Alicia? Ich wollte Spannung und wissen, ob wirklich Alicia die Mörderin ist und wie der Fall aufegerollt wird.
Seinen Wunsch Psychiater zu werden erklärt er damit, dass er den Beruf gewählt hat, um sich selbst zu therapieren (echt jetzt?!) Hatte der Autor dieselbe Motivation diesen Beruf zu erlernen? Dann möchte ich bitte nie in die Situation kommen einen Psychiater zu benötigen!
Und liegt es wirklich in der Hand eines einzigen Arztes die Medikation der Patientin einzustellen? Wird dies weder überwacht, noch abgesprochen? das kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen....

Die vielgerühmte Spannung suchte ich vergeblich. Eine Erzählung reiht sich an die andere. Zeitweise musste ich mich sogar zwingen weiterzulesen.
Mir blieb der Ich-Erzähler des Buches fremd und viele Sympathiepunkte konnte er ebenfalls nicht ergattern. Generell fand ich die Charaktere flach. Einzig Alicia war eine interessante Figur, jedoch blieb sie ja fast das ganze Buch über stumm. Interessante Einblicke in ihren Charakter bekam man als Leser jedoch durch ihr Tagebuch, dessen Auszüge in kursiver Schrift und mit Datum versehen in die Geschichte eingefügt wurde.

Einige Zufälle fand ich zu konstruiert. Oftmals versucht der Autor den Leser auf eine falsche Fährte zu locken, die jedoch so offensichtlich ist, dass man weiß, dass sie ins Leere führt.

Das einzige Positive am sogenannten Psychothriller war das Ende, das mich überraschen konnte, auch wenn ich es rückblickend doch ersichtlich finde. Leider kam die Spannung am Schluss einfach zu spät. Für das gute Ende sind auch meine zwei Bewertungs-Sterne. Der Rest wirkt konstruiert und unglaubhaft.
Ich bin froh, dass ich das Buch nur aus der Bücherei geliehen hatte....


Cover:


von links nach rechts:zwei englischsprachige Cover, das italienische, und zwei portugiesische Cover

Fazit:
Für mich war dieser Psychothriller leider eine einzige Enttäuschung. Zu konstruiert, zu langatmig, zu blass ...genauso wie die unsympatischen Charaktere. Von mir gibt es keine Leseempfehlung! Sorry!


Die Lichtsammlerin - Beatrix Kramlovsky



    • Broschiert: 256 Seiten
    • Verlag: hanserblau (13. Mai 2019)
    • ISBN-10: 3446261923
    • ISBN-13: 978-3446261921
    • Genre: Roman, Familienroman


Hanser Kurzbeschreibung:
Großmutter, Mutter und Tochter. Dazwischen zwei Kontinente, ein Jahrhundert und ein Geheimnis, das die Familie zerreißt: Marys Großmutter Rosa wird wie eine Heilige verehrt. Wenn Mary nach dem Grund fragt, bleibt ihre strenge Mutter Erika stumm. Wollte sie doch mit der Flucht nach Australien in den 1940er Jahren alles hinter sich lassen. Als alte Frau kehrt Erika in ihre Heimat zurück, und die Erinnerung kommt mit aller Macht wieder. Sie erzählt, und ihre Tochter Mary begreift, warum für die Frauen ihrer Familie Liebe immer nur Verlust bedeutet hat.
Beatrix Kramlovsky erzählt mitreißend die Geschichte dreier starker Frauen, die sich in den Zerwürfnissen des 20. Jahrhunderts behaupten.

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Die österreichische Autorin Beatrix Kramlovsky erzählt in ihrem Roman "Die Lichtsammlerin" von drei Frauengenerationen innerhalb einer Familie. Die Besonderheit an der Geschichte, bei der sich manche Leser in der Leserunde  etwas schwer taten ist, dass die Autorin nicht chronologisch erzählt, sondern in der Zeit springt. Das erfordert ein genaues Lesen und Konzentration. Ich kam allerdings sehr schnell und ohne große Probleme in die Geschichte, die großteils in Österreich, aber auch in Australien, spielt.

Wir begleiten Rosa, ihre Tochter Erika und Enkelin Mary über zwei Jahrhunderte und zwei Kontinente.
Mary, die nie wirklich eine gute Beziehung zu ihrer Mutter hatte, erhält die Nachricht, dass diese an Alzheimer erkrankt ist und Hilfe benötigt. Doch Mary lebt in Australien, wo sie geboren wurde. Österreich ist ihr fremd. Ihre Mutter Erika hat sich in Australien nie wohl gefühlt und litt an Heimweh. Sie ist nach dem Tod ihres Mannes Albert in die alte Heimat nach Österreich zurückgekehrt. Widerwillig reist Mary zu ihr nach Linz. Obwohl die Alzheimerkrankheit fortschreitet, erfährt Mary doch so einiges aus der Vergangenheit ihrer Mutter und Großmutter und kommt endlich Erika etwas näher.
Rosa, die eigentlich Herma hieß, ist die titelgebende "Lichtsammlerin". Ihre Mutter Juliane war bereits zur Jahrhundertwende weitblickend und hat ihren Töchtern eine fundierte Ausbildung ermöglicht, um im späteren Leben auf eigenen Füßen stehen zu können. Eine Ansicht, die nur sehr wenige Eltern zu dieser Zeit hatten. So wird aus Rosa eine Frau, die ihren eigenen Weg geht und sich trotz des Krieges ihre Menschlichkeit bewahrt und Menschen in Not hilft. Obwohl sie selbst nach ihrer Heirat im Dorf ihres Mannes als Außenseiterin galt, wird sie doch heimlich bewundert. Die Ausgrenzung spürt auch Erika, die im kleinen Dorf bei Linz weder Tochter eines Bauern, noch eines Arbeiters ist, die die Mehrheit der Dorfbewohner ausmacht. Sie wird verspottet (heute würde man von Mobbing sprechen), findet keine Freunde und ist meist nur von Erwachsenen (später auch Zwangsarbeiter aus Ungarn) umgeben. Erst durch Hanni, die sie im Lyceum kennenlernt, findet sie eine Freundin. Es entsteht eine wunderbare lebenslange Freundschaft. Ihren Mann zuliebe verlässt sie nach dem krieg österreich und wandert mit ihm nach Australien aus. Doch fernab der alten Heimat wird sie nie glücklich. Dies erkennt auch ihr Mann Albert.....
"Es sind nicht ihre schwachen Augen. Sie sieht das Schöne hier nicht, weil die Erinnerung an das Verlorene alles verdeckt."

Ihre Tochter Mary ist hingegen eine richtige Australierin und kann sich kein anderes Heimatland vorstellen. Nach der Trennung von ihrem griechischstämmigen Mann widmet sie sich liebevoll ihren beiden Söhnen. Als berufstätige Alleinerzieherin hat sie es nicht einfach. Sie gehört jedoch bereits einer anderen Generation Frauen an, denn Mary stellt ihre Selbstständigkeit und das Wohl ihrer Söhne über die Pläne ihres neuen Lebensgefährten Jerry.

Ab den zweiten Abschnitt ist man in der Geschichte gefangen. Versucht man zu Beginn noch alle Informationen den jeweilligen Frauen zuzuordnen, hat man ab diesem Zeitpunkt das Gefühl diese wenigstens teilweise zu kennen, denn Beatrix Kramlovsky deckt immer nur Bruchstücke aus der Vergangenheit der Protagonisten auf. Die Aufarbeitung der Familiengeschichte und die Auswirkungen auf die nachfolgende Generation ist der rote Faden durch diesen Mehrgenerationenroman. Manchmal hatte ich das Gefühl, dass ein etwas pessimistischer Grundton über der Geschichte liegt.

Rosa und ihre Familie fand ich sympathisch und bereits sehr aufgeklärt. Erika wirkt als Erwachsene für mich eher kalt und voreingenommen. Für sie ist ihre Mutter keine "Lichtgestalt", sondern sie fühlte sich von ihr verlassen, während fremde Menschen ihre Unterstützung erhielten. In ihrer Tochter Mary erkennt Erika einen Wesenszug ihrer Mutter wieder und baut im Hinterkopf eine emotionale Sperre zu ihr auf. Erst durch die Reise nach Österreich erhält Mary einige Antworten auf ihre Fragen. Dadurch versucht die Emotionslosigkeit ihrer Mutter besser zu verstehen. Mary ist eine Frau der Gegenwart, die für mich in der Geschichte allerdings am blassesten blieb. Zu ihr und zur erwachsenen Erika konnte ich leider keine richtige Beziehung aufbauen.

Der Inhalt und die Gedanken rund um diesen Mehrgenerationenroman regt zum Nachdenken an. Was ist für uns Heimat? Wie viel bedeutet unsere Herkunft? Auch die Themen Familie und das Verhältnis zwischen Mutter und Tochter sind konstant vorhanden.

Schreibstil:
Der Schreibstil ist anspruchsvoll, oftmals poetisch und der Plot dicht. Man sollte diesen Roman nicht parallel mit einem anderen Buch und eher zügig lesen, dann ist man völlig in der Geschichte drinnen. Zeitsprünge und einige Figuren erfordern anfangs die ganze Konzentration. Trotzdem fand ich die Erzählung sehr intensiv.

Fazit:
Kein einfacher Roman, aber eine bewegende Geschichte über die oftmalige Sprachlosigkeit der im Krieg geborenen Frauen und Männer ihren Kindern gegenüber. Ein intensives Leseerlebnis, das man am Besten in einem Zug durchliest und dabei kein anderes Buch parallel liest. Für mich eine neuentdeckte österreichische Autorin, von der ich noch mehr lesen möchte.

Vielen Dank an den Verlag hanserblau für das Rezensionsexemplar und an die Autorin für die sehr intensive Lesebegleitung.

Aufbruch in ein neues Leben - Linda Winterberg



    • Taschenbuch: 400 Seiten
    • Verlag: Aufbau Taschenbuch; Auflage: 1 (12. Juli 2019)
    • ISBN-10: 3746635462
    • ISBN-13: 978-3746635460
    • Genre: Historischer Roman 
    • Reihe: ja - Band 1 der großen Hebammen Saga



Aufbau Kurzbeschreibung:
Berlin 1917: Edith, Margot und Luise könnten unterschiedlicher nicht sein, als sie sich bei der Hebammenausbildung kennenlernen. Was sie jedoch verbindet, ist ihr Wunsch nach Freiheit und Selbständigkeit – als Flucht vor dem dominanten Vater, vor der Armut der Großfamilie oder den Schatten der Vergangenheit. In einer Zeit, in der die Welt im Kriegs-Chaos versinkt, ist die Sehnsucht nach Frieden genauso groß wie das Elend, mit dem die drei Frauen täglich konfrontiert sind. Aber sie geben nicht auf, denn sie wissen, dass sie jeden Tag aufs Neue die Chance haben, Leben zu schenken …

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Mit "Aufbruch in ein neues Leben" startet Linda Winterberg ihre neue Trilogie rund um drei junge Frauen, die sich in Berlin, Neukölln, des Jahres 1917 als Hebammen ausbilden lassen möchten. Luisa, Edith und Margot kommen aus sehr unterschiedlichen Schichten, haben aber denselben Berufswunsch.

Luisa hat früh ihre Eltern verloren und ist bei ihrer Großmutter in Ostpreußen aufgewachsen. Schon als Kind begleitete sie die Landhebamme zu den Hausgeburten und ging ihr dabei zur Hand. Damit sie selbst einmal praktizieren darf, benötigt sie allerdings eine fundierte Ausbildung mit Zeugnis.
Margot kommt aus ärmlichen Verhältnissen und bekommt durch die Fürsorge die Möglichkeit eine bezahlte Ausbildung zu erhalten. Sie hofft damit ihrer Mutter und den Geschwistern finanziell unter die Arme zu greifen. Ebenfalls möchte sie ihrem Leben eine neue Richtung geben.
Edith hingegen kommt aus einer reichen jüdischen Unternehmerfamilie. Für eine Frau aus der Oberschicht ist ein Beruf nicht erwünscht, doch Edith möchte die Ausbildung ohne dem Einverständis ihrer Eltern durchziehen.

Linda Winterberg hat mit dem Auftakt ihrer Trilogie rund um die drei Hebammenschülerinnen ein sehr interessantes Thema aufgegriffen. Mit Begeisterung habe ich bereits die Reihe rund um die Nightingale Schwestern von Donna Douglas gelesen. Noch habe ich mir ein paar Bände davon aufgehoben und deshalb habe ich mich sehr gefreut eine ähnliche Thematik in Linda Winterbergs neuem Roman zu finden. Während man bei Donna Douglas in London kurz vor dem Zweiten Weltkrieg Schwesternschülerinnen begleitet, ist man hier in Berlin während des Ersten Weltkrieges. Die Ausbildung zur Hebamme steht ebenfalls im Kontrast zu derjeningen als allgemeine Krankenschwester. In diesem Roman steht vorallem die Geburtshilfe und die medizinische Versorung der Mütter und der Neugeborenen im Mittelpunkt, denn die Säuglingssterblichkeit liegt zu dieser Zeit bei 18%.

Die drei sehr unterschiedlichen Frauen freunden sich im Laufe der Ausbildung immer mehr an. Während man zu Beginn jede von ihnen besser kennenlernt, verfolgt man gespannt ihren gemeinsamen Weg. In den Wirren des Krieges werden sie mit allerlei Leid konfrontiert, aber auch eigene Schicksalschläge muss die eine oder andere am eigenen Leib erfahren. Hunger, Not und Kälte sind im letzten Kriegsjahr allgegenwärtig. Die Spanische Grippe findet ebenso Erwähnung, wie den Versuch durch die politische Umwälzungen den Krieg zu beenden.
Die Charaktere sind sehr individuell und lebendig beschrieben. Man bangt, leidet und freut sich mit den Frauen mit. Hier entsteht sofort Kino im Kopf.

Während mich der Beginn und das Ende fesseln konnten, hatte der Mittelteil für mich manchmal einige Längen. Ich hatte des öfteren das Gefühl, dass vieles zu glatt geht und die Aneinanderreihung der Geburten hatten den Charakter einer Aufzählung. Hier hätte ich mir etwas weniger Geburten, dafür auch ein bisschen mehr drumherum gewünscht, wie mehr Alltag aus der Hebammenausbildung.
Doch schon bald war ich wieder gefangen in der Geschichte. Vorallem im letzten Drittel wird der Roman genauso, wie ich es mir vorgestellt hatte...voller Intensität und Dramatik, die fesselt und berührt.

Die Handlung wird sehr realitätsnah erzählt, wobei man leider auch den einen oder anderen liebgewonnen Charakter loslassen muss. Ich sage nur: Taschentücher bereithalten! Und auch das Ende hat einen bittersüßen Beigeschmack, wenn man weiß wie es geschichtlich weitergehen und was den drei Frauen noch bevorstehen wird. Ich freue mich schon auf Band 2, der im Januar erscheinen wird.

Schreibstil:
Der Schreibstil, der unter Pseudonym schreibenden Autorin, ist sehr lebendig, bildgewaltig und emotional. Ihre Figuren sind authentisch und individuell. Innerhalb kurzer Zeit habe ich mich mit den drei Freundinnen mitgelitten und mitgefreut. Das Kopfkino kommt sehr schnell in Fahrt.
Linda Winterberg alias Nicole Steyer hat wie gewohnt wieder vortrefflich recherchiert. Im Nachwort erfahren wir noch einige Fakten zur Gründung der ersten Hebammenlehranstalt in Neukölln und einen kleinen Einblick in die Zeit des Ersten Weltkrieges.

Fazit:
Ein gelungener Auftakt der Hebammenreihe, der mich unterhalten und in das letzte Kriegsjahr des ersten Weltkrieges mitgenommen hat. Obwohl mir die Reihe rund um die Nightingale Schwestern von Donna Douglas noch immer besser gefällt, liest sich Band 1 rund um Margot, Edith und Luise wirklich sehr gut. Neben der Ausbildung und der Freundschaft der drei Frauen wird ebenso auf die politischen Hintergründe eingegangen. Ich freue mich schon auf den Nachfolgeband.


Mein Lesemonat Juli

Hallo meine Bücherwürmer!

Ich wünsche euch einen schönen Sommer und wer noch seinen Urlaub vor sich hat einen schönen Urlaub!
Wie sah mein Juli buchtechnisch aus?
Ich habe 14 Bücher gelesen und rezensiert. Obwohl ich eine Woche Urlaub hatte, wurden es diesmal nicht die obligatorischen 15 Bücher. Ich habe zwar noch einige Bücher gelesen, aber leider noch keine Rezension dazu geschrieben - deswegen kommen sie im nächsten Lesemonat. Insgesamt waren es 5.817 Seiten, was trotzdem eine höhere Seitenanzahl als im Vormonat ergibt.
 Das dickste Buch hatte diesmal 672 Seiten, das dünnste 280.

Auch diesen Monat habe ich ein 5 Sterne Buch gelesen, das erst im nächsten Monat auf meiner Liste aufscheinen wird, weil ich die Rezi noch nicht geschrieben habe.
Letzten Monat habe ich eines davon in den Juli mitgenommen und ein weiteres habe ich diesen Monat gelesen und rezensiert. Sonst hat der Juli stark begonnen und dann leider stark nachgelassen...

Hier mein Monatsrückblick:



Juli:
  1. Auf den zerbrochenen Flügeln der Freiheit - Rebecca Michéle  (500 Seiten)   5 Sterne
  2. Wenn ich tot bin - Karen Sander   (288 Seiten)   4 1/2 Sterne
  3. Die Maske der Gewalt - Jennifer B. Wind  (432 Seiten)   4 1/2 Sterne
  4. Bis wir wieder fliegen - Ella Simon   (400 Seiten)   4 Sterne
  5. Zeit aus Glas - Ulrike Renk  (488 Seiten)   4 Sterne
  6. Dunkelsommer - Stina Jackson  (352 Seiten)   3 1/2 Sterne
  7. Veilchenshow - Joe Fischler  (328 Seiten)   3 Sterne
  8. Die Stunde der Inseltöchter - Sarah Morgan  (416 Seiten)  4 1/2 Sterne
  9. Mehr als die Erinnerung - Melanie Metzenthin   (379 Seiten)    5 Sterne
  10. Die Frauen von Salaga - Ayesha Harruna Attan  (280 Seiten)   3 1/2 Sterne
  11. Die Saphirtochter - Dinah Jefferies  (400 Seiten)   2 1/2 Sterne
  12. Tod in Porto - Mario Lima  (384 Seiten)   3 1/2 Sterne
  13. Das Verschwinden der Stephanie Mailer - Joël Dicker  (672 Seiten)   3 1/2 Sterne
  14. Hannah und ihre Brüder - Ronald H. Balson  (498 Seiten)   3 Sterne
    Juli Gesamtseitenanzahl: 5.817
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Es gab zwei sehr, sehr gute Romane mit 5 Sternen, die beide zur Zeit des ersten Weltkrieges angesiedelt sind. Einer spielte in Irland, der andere in Deutschland.

Den  ♥♥♥ Lieblingsbuch-Status ♥♥♥  hat aber nur einer der beiden erhalten....

MEIN LESEHIGHLIGHT IM JULI


Dieses Buch hat mich emotional sehr mitgenommen. Es ist grandios geschrieben!

MEINE ENTTÄUSCHUNG IM JULI


So ein schönes Setting und auch kein schlechter Plot...aber die Umsetzung. Das war gar nichts....leider!
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Im Juli hatte ich eine Woche Urlaub, die ich genutzt habe um Freundinnen zu treffen. Außerdem  habe mir ein Musical angeschaut. Die Hitze hat mir teilweise auch wieder sehr zu schaffen gemacht.
Sonst war der Juli aber ein eher ruhiger Monat.

Bei meinen Challenges war ich nur bei der Weltenbummler Challenge fleißig und habe zusätzlich vier neue Länder besucht: Ghana, Portugal, Polen und Sri Lanka. Die Knaur Challenge hat stagniert und bei der Bastei Lübbe Challenge habe ich ein Buch geschafft.
 Und wie war euer Monat so?

Meine Challenges:
Weltenbummler Challenge: 379 Punkte (+ 79 Punkte)
Knaur Challenge: 9/20 (-)
Bastei Lübbe Challenge: 5/15 (+1)
 

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