- Broschiert: 384 Seiten
- Verlag: Droemer HC (2. Mai 2019)
- Übersetzer: Kristina Lake-Zapp
- ISBN-10: 3426282143
- ISBN-13: 978-3426282144
- Genre: Thriller, Psychothriller
Droemer Kurzbeschreibung:
Blutüberströmt hat man die Malerin Alicia Berenson neben ihrem geliebten Ehemann gefunden – dem sie fünf Mal in den Kopf geschossen hat. Seit sieben Jahren sitzt die Malerin nun in einer geschlossenen psychiatrischen Anstalt. Und schweigt. Kein Wort hat sie seit der Nacht des Mordes verloren, lediglich ein Bild gemalt: Es zeigt sie selbst als Alkestis, die in der griechischen Mythologie ihr Leben gibt, um ihren Mann vor dem Tod zu bewahren. Fasziniert von ihrem Fall, setzt der forensische Psychiater Theo Faber alles daran, Alicia zum Sprechen zu bringen. Doch will der Psychiater wirklich nur herausfinden, was in jener Nacht geschehen ist?
Meine Bewertung: * *
Buch zur Knaur Challenge
Buch zur Weltenbummler Challenge
Meine Meinung:
Wieder ein total gehyptes Buch, das meine Erwartungen nicht erfüllen konnte. Bei diesem hochgelobten Thriller, der als internationaler Spannungsbestseller angepriesen wird, muss ich mich leider in die Kategorie derjenigen einreihen, die dem nicht zustimmen können.
Der Plot klingt spannend und hat meine Neugierde geweckt, doch die Umsetzung hat mir nicht gefallen.
Alicia Berenson ist des Mordes an ihrem Ehemann angeklagt und wird in die Psychiatrie eingewiesen. Seit sieben Jahren ist sie dort Patientin und genauso lange spricht sie schon nicht. Zuvor war sie eine erfolgreiche Künstlerin, ihr Mann Gabriel ein renommierter Fotograf. Als Beweislage für den Mord genügte der Polizei damals, dass man Alicia mit einer Pistole in der Hand neben dem blutüberströmten Ehemann fand.
Theo Faber ist seit kurzem in derselben Anstalt als Psychiater tätig. Schon seit langer Zeit fasziniert ihn Alicia und ihr einzigartiger Fall. Deswegen hat er sich für die Stelle im "The Grove" beworben. Er möchte Alicia zum Sprechen bringen und versucht sich an verschiedenen Therapien.
Die Geschichte wird hauptsächlich aus der Sicht von Theo erzählt. Viel zu lange folgen wir seinen Gedanken über seine Ehe mit Karen und zusätzlich erleben wir seine "Besssenheit" von Alicia. Was interessierte mich sein Privatleben oder seine Schwärmerei für Alicia? Ich wollte Spannung und wissen, ob wirklich Alicia die Mörderin ist und wie der Fall aufegerollt wird.
Seinen Wunsch Psychiater zu werden erklärt er damit, dass er den Beruf gewählt hat, um sich selbst zu therapieren (echt jetzt?!) Hatte der Autor dieselbe Motivation diesen Beruf zu erlernen? Dann möchte ich bitte nie in die Situation kommen einen Psychiater zu benötigen!
Und liegt es wirklich in der Hand eines einzigen Arztes die Medikation der Patientin einzustellen? Wird dies weder überwacht, noch abgesprochen? das kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen....
Die vielgerühmte Spannung suchte ich vergeblich. Eine Erzählung reiht sich an die andere. Zeitweise musste ich mich sogar zwingen weiterzulesen.
Mir blieb der Ich-Erzähler des Buches fremd und viele Sympathiepunkte konnte er ebenfalls nicht ergattern. Generell fand ich die Charaktere flach. Einzig Alicia war eine interessante Figur, jedoch blieb sie ja fast das ganze Buch über stumm. Interessante Einblicke in ihren Charakter bekam man als Leser jedoch durch ihr Tagebuch, dessen Auszüge in kursiver Schrift und mit Datum versehen in die Geschichte eingefügt wurde.
Einige Zufälle fand ich zu konstruiert. Oftmals versucht der Autor den Leser auf eine falsche Fährte zu locken, die jedoch so offensichtlich ist, dass man weiß, dass sie ins Leere führt.
Das einzige Positive am sogenannten Psychothriller war das Ende, das mich überraschen konnte, auch wenn ich es rückblickend doch ersichtlich finde. Leider kam die Spannung am Schluss einfach zu spät. Für das gute Ende sind auch meine zwei Bewertungs-Sterne. Der Rest wirkt konstruiert und unglaubhaft.
Ich bin froh, dass ich das Buch nur aus der Bücherei geliehen hatte....
Cover:
von links nach rechts:zwei englischsprachige Cover, das italienische, und zwei portugiesische Cover
Fazit:
Für mich war dieser Psychothriller leider eine einzige Enttäuschung. Zu konstruiert, zu langatmig, zu blass ...genauso wie die unsympatischen Charaktere. Von mir gibt es keine Leseempfehlung! Sorry!

















Huhu Martina :D
AntwortenLöschenDas ist echt schade, denn das Buch wollte ich auch noch unbedingt lesen ;/ Zumal ich ja Psychothriller liebe ... Aber es ist echt ein schweres Genres, ich merke immer wieder, dass mich hier auch nu noch wenige Bücher so richtig umhauen können!
Liebe Grüße
Jessi
Liebe Jessi,
Löschenich finde auch, dass es sehr schwer ist bei Psychothriller uns Leser noch zu überzeugen, wenn man überwiegend dieses Genre liest.
Liebe Grüße
Martina
Ich würde es auch eher dem Genre 'Drama' zuordnen.
AntwortenLöschenJoy Fielding hat ein paar gute Psychothriller geschrieben - fand ich zumindest früher in meinen Anfängen -, aber mittlerweile lese ich auch sie nicht mehr regelmäßig. Genau wie Sebastian Fitzek.
Sehr gut fand ich zum Beispiel diese 3 Psychothriller:
1. Andrea Fehringer & Thomas Köpf - Die Poesie des Tötens
2. Tammy Cohen - Während du stirbst
3. Sigge Eklund - Das Labyrinth
Aber das ist natürlich auch immer Geschmacksache.
Ich habe mir "Die stumme Patientin" ja zweimal angehört. (ich hatte einfach das Ende vergessen) So als Unterhaltung fand ich es ok. Nichts Herausragendes, nichts, was lange im Gedächtnis bleibt, aber eben auch nicht sterbenslangweilig.
Wenn man den Erzählungen Theos lauscht, weiß man eigentlich direkt, worauf die Geschichte hinaus laufen wird. Das Ende überrascht im ersten Moment trotzdem. Wenn man jedoch darüber nachdenkt, dann ergibt es einen Sinn.
Ich würde es jetzt nicht unbedingt jemanden empfehlen, aber ich habe mich die paar Stunden gut unterhalten gefühlt. Wobei ich nicht weiß, ob ich es (zu Ende) gelesen hätte, aber bei einem Hörbuch bin ich meist gnädiger.
Liebe Grüße
Jane