Das Haus aus Perlmutt - Esther Destratis

    Die Bildrechte liegen beim Verlag



    • Taschenbuch: 296 Seiten
    • Verlag: Independently published (15. Mai 2019)
    • ISBN-10: 1097210588
    • ISBN-13: 978-1097210589
    • Genre: Liebesroman


Amazon Kurzbeschreibung:
Giovannas Leben liegt in Trümmern. Ihre Tochter studiert in den USA, ihr Mann hat sie verlassen, sie hat ihr Haus verloren. Doch als sie am Tiefpunkt angekommen scheint, erinnert sie sich an einen Jugendtraum: nach Irland zu gehen. Schon bald lassen Landschaft und Menschen auf der grünen Insel sie ihren Kummer vergessen – allen voran der schüchterne Lichttechniker Shane. Als sie Monica kennenlernt, die wie eine Einsiedlerin in ihrem ehemaligen Bed & Breakfast haust, kommt Giovanna einem Geheimnis auf die Spur. Legenden ranken sich um Monicas Haus aus Perlmutt. Sind die Gerüchte wahr, dass Monica ihre Familie auf dem Gewissen hat? Kann Giovanna Monica zusammen mit Liam helfen, ihr Schicksal wieder in die Hand zu nehmen? Zwei Frauen, zwei miteinander verwobene Schicksale und der Wunsch nach einem glücklichen Leben.

Meine Bewertung:  * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Giovannas Welt bricht zusammen, als sie just am selben Tag, als ihre Tochter Ophelia für ein Jahr als Au Pair in die USA aufbricht erfährt, dass ihr Mann seit einem Jahr eine Affäre hat. Das Fass schlägt schließlich den Boden aus, als ihr dieser erklärt, dass Giovanna ausziehen soll, weil seine Freundin mit ihm ins gemeinsame Haus einziehen möchte. Nach dem allergrößten Schock erinnert sich Giovanna an ihren großen Traum vor der Hochzeit mit Henry: ein Studium in Irland. Sie packt daraufhin ihre Koffer, verlässt Zürich und erfüllt sich ihren Jugendtraum: eine Rundreise durch Irland von dem Geld, das sie für die Haushälfte von ihrem Mann erhält. Bald nimmt sie die grüne Insel mit den liebenswerten Menschen gefangen. Als sie die einsame Monica kennenlernt, die von den anderen Einwohnern gemieden wird, versucht sie zu helfen und herauszufinden, welches Geheimnis diese verbirgt...

Der Verlust des Ehemannes/Verlobten, sowie meistens auch des Jobs, ist momentan ein sehr beliebtes Thema in diversen Frauen- und Liebesromanen. Nachdem ich die bezaubernde Leseprobe gelesen hatte, wollte ich trotz des bereits zu oft duchgekauten Themas, diesen Roman gerne lesen und hatte bei der Lovelybooks Auslosung Glück.
Die ersten Seiten bis Giovanna nach Irland aufbrach, waren auch wunderschön zu lesen und ich trauerte und fieberte mit Giovavanna mit. Ich fasste es nicht, dass sie sich von ihrem Ehemann und seiner Geliebten schikanieren lässt und sich viel zu wenig wehrt. Doch dann bricht Giovanna ihre Zelte in der Schweiz ab und versucht ihren Lebenstraum zu leben. Sie ist eine äußerst sympathische Protagonistin, der man all diesen Herzschmerz nicht wünscht und man hofft, dass sie in Irland ihre neue Heimat findet.

 »Ich will mit leichtem Gepäck nach Irland reisen. Und alles Materielle, was wir haben, ist sowieso nur eine Leihgabe im Leben«.

Ab dem Zeitpunkt, als sich Giovanna in Irland befindet, empfand ich die Geschichte leider nicht mehr so authentisch, sondern teilweise vorhersehbar und stereotyp. Kaum unterwegs, liegt Giovanna schon der erste tolle Typ zu Füßen! Muss das sein? Sie hat eine 20jährige Ehe hinter sich, da verliebt man sich nicht mal eben gleich wieder. Ich konnte auch keine Funken zwischen den Beiden sprühen sehen bzw. empfand ich diese plötzliche Verliebtheit total unrealistisch. Vorallem...muss man sich sofort wieder einen Mann aufgabeln? Kann man als Frau nicht alleine Spaß haben? 
Von der erwarteten Rundreise, die mir die Insel näher bringen hätte sollen, hätte ich mir mehr erwartet. Esther Destratis hat aber die Beschreibungen der Insel und vorallem der freundlichen und hilfsbereiten Menschen sehr lebendig und bildhaft dargestellt. Man fühlt sich sehr schnell auf der grünen Insel angekommen. Giovanna landet schlussendlich bei Monica, die früher ein Bed & Breakfast mit ihren Eltern bewirtschaftet hat. Die mittlerweile ältere Frau lebt zurückgezogen in ihrem Haus und wird von den Bewohnern gemieden. Es ranken sich einige Gerüchte um ihre Person. Obwohl Monica sich anderen Menschen verschließt, lässt sie Giovanna bei ihr übernachten und freundet sich mit ihr an.

Die Autorin zeigt in ihrem ersten Roman, dass es nie zu spät ist, seine Träume Wirklichkeit werden zu lassen! Mit der einsamen und geheimnisvollen Monica hat sie eine weitere Figur entworfen, die man mögen muss, bei der man aber auch unbedingt wissen möchte, was in ihrer Vergangenheit passiert ist. Ganz besonders ans Herz gewachen ist mir allerdings Liam, der Monica aus ihrem Schneckenhaus herauslocken kann. Giovannas Freundin Jasmina aus Zürich ist ebenfalls ein sehr liebenswerter Charakter, den man schnell ins Herz schließt. Sie ist die Einzige, die nach dem Eheaus zu Giovanna hilft und sie unterstützt.

Esther Destratis hat zum Ende hin alle offenen Fragen beantwortet, bis hin zu jeder Nebenfigur. Das fand ich großartig, denn oftmals bleiben nach dem Beenden eines Romans einige Fragen zu Handlungsträngen oder Figuren offen. Das Ende war mir dann leider etwas zu Happy End-lastig. Eines hätte mir genügt, aber nicht eine Fülle von glücklichen Enden...das war mir ehrlich gesagt zu viel!

Schreibstil:
Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Er ist flüssig, emotional und die Dialoge sind humorvoll. Man versinkt sehr schnell in der Geschichte.
Die Kapitel haben eine angenehme Länge. Über jedem steht der Name der Protagonistin, aus deren Leben wir gerade lesen.

Fazit:
Ein netter Wohlfühlroman mit liebenswerten Charakteren, aber noch kleinen Schwächen. Leichte Lektüre für zwischendurch - zum Seele baumeln lassen und besonders für Happy End und Irland Liebhaber.
Vielen Dank an die Autorin für das Rezensionsexemplar und die sehr nette Leserunde

2 Kommentare:

  1. Hallo Martina,

    ja, beide Romane drehen sich um Neustart und Veränderung.

    Zuviele positive Enden finde ich auch übertrieben und bin mehr der Fan von angedeutetem Ausgang oder etwas weniger Liebes-Drama am Ende.

    Liebe Grüße
    Barbara

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    1. Ja, ich auch. Hier gab es plötzlich einige Paare und ein Baby...das war mir zuviel des Guten.

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