- Gebundene Ausgabe: 240 Seiten
- Verlag: Rowohlt Kindler, 1. Auflage (17. Juli 2026)
- ISBN-10 : 346300089X
- ISBN-13 : 978-3463000893
- Genre: Gegenwartsliteratur
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| Die Bildrechte liegen beim Verlag |
Freundinnen für immer. Aber was ist, wenn das Leben dazwischenkommt? Eigentlich dachten Henri, Merle und Katharina, dass ihre Freundschaft sich nie verändern würde. Dass sie für immer leicht, unbeschwert und selbstverständlich bleiben würde. Doch jetzt mit Anfang dreißig klafft der Alltag der drei immer weiter auseinander und aus täglichen Treffen sind mühsame Terminfindungen geworden. Während Henri ihren Traum vom eigenen Kino verfolgt und von einer Party zur nächsten zieht, kennt Merle lange Nächte nur noch, weil ihr Baby nicht schlafen will. Und Katharina liebt zwar ihren Job in der Buchhandlung, ihrer Gefühle für ihren Partner ist sie sich aber nach zehn Jahren Beziehung nicht mehr sicher. Plötzlich scheint das, was sie trennt, schwerer zu wiegen als die Gemeinsamkeiten von früher. Während jede für sich mit den Herausforderungen des Erwachsenseins kämpft, wächst die Sehnsucht nach der alten Nähe und Leichtigkeit.
Meine Bewertung: * * * *
Buch zur Weltenbummler Challenge
Buch zur Reiselust Challenge
Meine Meinung:
Henri, Merle und Katharina sind seit dem gemeinsamen Studium die besten Freundinnen und haben fast jeden Tag gemeinsam verbracht. Eigentlich dachten die Drei, dass diese Freundschaft nie auseinandergehen könnte und ihr gemeinsames Leben so weitergehen würde. Doch mit Anfang dreißig hat das Leben Henri, Merle und Katharina in verschiedene Richtungen geführt. Sie sind erwachsen geworden und jede von ihnen verfolgt einen anderen Lebensentwurf. Und obwohl die drei jungen Frauen mit ihren eigenen Herausforderungen beschäftigt sind, wird ihnen immer wieder bewusst, wie sehr sie die gemeinsamen Treffen, die vertrauten Gespräche und die Nähe zueinander vermissen....
Henri, Merle und Katharina sind seit dem gemeinsamen Studium die besten Freundinnen und haben fast jeden Tag gemeinsam verbracht. Eigentlich dachten die Drei, dass diese Freundschaft nie auseinandergehen könnte und ihr gemeinsames Leben so weitergehen würde. Doch mit Anfang dreißig hat das Leben Henri, Merle und Katharina in verschiedene Richtungen geführt. Sie sind erwachsen geworden und jede von ihnen verfolgt einen anderen Lebensentwurf. Und obwohl die drei jungen Frauen mit ihren eigenen Herausforderungen beschäftigt sind, wird ihnen immer wieder bewusst, wie sehr sie die gemeinsamen Treffen, die vertrauten Gespräche und die Nähe zueinander vermissen....
Auf nur 240 Seiten begleiten wir Katharina, Merle und Henri und erleben eine kurze Zeitspanne aus ihrem Leben. Ich konnte mich sowohl mit Katharina, als auch mit Merle identifizieren - aber auch Henris Erfahrung durch den Tod ihrer Großmutter ist mir nicht fremd. Deshalb fiel es mir trotz des heutigen Altersunterschiedes nicht schwer, mich in die jungen Frauen hineinzuversetzen.
Jette Kötschau lässt ihre Protagonistinnen aus ihrer Sicht erzählen:
Merle, die sich nach der Geburt ihres Sohnes völlig überfordert und zunehmend isoliert fühlt. Von ihrem Partner bekommt sie nur wenig Rückhalt. Während er sich dem Hausbau und seinen Freunden widmet, vereinsamt Merle immer mehr.
Katharina, die in einer langjährigen Beziehung steckt und sich seit Jahren ein Kind wünscht. Doch ihr Partner vertröstet sie immer wieder auf später, während Katharina leidet. Doch Katharina will nicht mehr warten und sieht sich in der Partnerschaft nicht ernst genommen. Sie beginnt ihre Beziehung und die gemeinsame Zukunft immer mehr in Frage zu stellen.
Henri, unabhängig und freiheitsliebend, möchte sich ihren großen Kindheitstraum vom eigenen Kino erfüllen. Das Verhältnis zu ihrer Mutter ist schwierig. Henris Großmutter, bei der sie größtenteils aufgewachsen ist, liegt im Sterben und konfrontiert Henriette mit schmerzhaften Erinnerungen und schwierigen emotionalen Entscheidungen.
Jette Kötschau bringt uns die jungen Frauen näher, die absolut echt und mitten aus dem Leben gegriffen wirken. Vor allem die Gefühlswelt von Merle, Kathi und Henri beschreibt die Autorin erstaunlich greifbar. Die Autorin bringt eine feinde Beobachtungsgabe
Denkt sich nicht jeder von uns, dass die Freundschaften, die wir während der Schulzeit geschlossen haben, ewig währen würden? Manchmal geht man gemeinsam durch eine lange Zeit und irgendwann merkt man, dass man sich verändert hat. Mit viel Glück ist man mit einer der damaligen besten Freundinnen noch regelmäßig in Kontakt, doch dann kommt oft das Leben dazwischen. Man driftet in neue Lebensformen ab, lernt neue Leute kennen und findet oftmals nicht mehr die Zeit diese Freundschaften intensiv zu pflegen.
Die Erkenntnis, dass man sich zwar wiederfinden, aber die Freundschaft nicht immer dort anknüpfen kann, wo man aufgehört hat, tut oft weh. Nicht jede Freundschaft lässt sich zurückholen. Manchmal bleibt nur die Möglichkeit, einander auf einer neuen Ebene zu begegnen - mit anderen Erwartungen, aber auch mit mehr Verständnis und Wertschätzung.
Das Ende erschien mir dann etwas zu plötzlich und abrupt und lässt einige Gedanken und Überlegungen für die Lesenden offen.
Das Ende erschien mir dann etwas zu plötzlich und abrupt und lässt einige Gedanken und Überlegungen für die Lesenden offen.
Fazit:
Ein feinfühliger und ruhiger Roman über Freundschaft, Familie, Mutterschaft, Partnerschaft und das Erwachsenwerden. Eine Geschichte, die deutlich macht, wie Freundschaften Halt geben, aber auch schmerzen können.
Ein feinfühliger und ruhiger Roman über Freundschaft, Familie, Mutterschaft, Partnerschaft und das Erwachsenwerden. Eine Geschichte, die deutlich macht, wie Freundschaften Halt geben, aber auch schmerzen können.
Vielen Dank an den Rowohlt Verlag für das Rezensionsexemplar!















Hallo liebe Martina,
AntwortenLöschendas klingt nach einer gar nicht so leichten Geschichte, zumal alle drei Frauen so ihre Schwierigkeiten mit den Beziehungen der ihnen nahestehenden Personen haben. Ich finde, die beschriebenen Situationen sind auch gar nicht so abwägig und gerade das macht es dann natürlich auch wieder interessant.
Das Thema Freundschaften ... ja, bei mir sind auch sehr viele Freundschaften im Sande verlaufen. Manche sind irgendwie kaum merklich ausgelaufen (jeder ist seinen Lebensweg weitergegangen, man hat sich immer weniger getroffen und dann schließlich entfremdet). Manche Beziehungen sind auch abrupt geendet. Nach Jahren wieder zueinander zu finden ist gewiss nicht immer einfach. Bei manchen Personen mag das auf Anhieb funktionieren, weil einen eben der bestimmte Funke verbindet. Bei manchen hat man sich vielleicht dann wirklich einfach auseinandergelebt. Dass die Autorin dieses Thema aufgreift, finde ich auch sehr interessant. Ich bin neugierig geworden, ob es den drei Frauen gelingt, nach der langen Zeit der Trennung wieder zueinander zu finden.
240 Seiten sind für so eine Erzählung, die ja auch zugleich drei Geschichten aufgreift, nicht viel, finde ich. Du schreibst, dass dir das Ende zu abrupt kam. Vielleicht wären ein paar mehr Seiten eine gute Lösung gewesen? Wie denkst du darüber?
Vielen Dank für diese wirklich interessante Buchvorstellung.
Ganz liebe Grüße
Tanja :o)
Liebe Tanja,
Löschenich fand das Ende deswegen etwas abrupt, weil es irgendwie offen blieb, aber nicht so, dass es mich richtig gestört hat. So lange waren die Freundinnen auch nicht "getrennt"...also keine Jahre, aber doch so, dass sie nach dem Studium sich immer mehr entfernt haben - eben wegen ihrer Lebensumstände. Ich fand die Geschichte sehr authentisch und es wirkte wie ein kurzer Abschnitt aus ihrem Leben und dem versuch wieder zueinander zu finden. Es ist sehr aus dem leben gegriffen und wie du auch sagst, passiert es leider viel zu oft, dass Freundschaften sich im Sand verlaufen, wenn man zum Beispiel einen neuen Job beginnt, umzieht, Mama wird, sich vielleicht für ein Sabbatical im Ausland entscheidet usw. Es gibt so viele Abschnitte...die Einschneidendsten sind jedoch das Ende der Schulzeit, finde ich....und dann wenn man eine Familie gründet.
Für mich haben die 240 Seiten gereicht, um das Wesentlichste zu erfassen und mich mehr damit zu beschäftigen.
In meinem Alter ist natürlich eher ein Rückblick in diese Zeit.
Liebe Grüße
Martina