Das Mädchen mit dem Drachen - Laetitia Colombani

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     

    • Gebundene Ausgabe: 272 Seiten
    • Verlag: ‎ S. FISCHER; 1. Edition (23. Februar 2022)
    • Übersetzer: ‎ Claudia Marquart
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3103974906
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3103974904
    • Originaltitel : ‎ Le cerf-volant
    • Genre: Roman



Fischer Kurzbeschreibung:
Am Golf von Bengalen will Léna ihr Leben in Frankreich vergessen. Jeden Morgen beobachtet sie das indische Mädchen Lalita, das seinen Drachen fliegen lässt. Als Léna von einer Ozeanwelle fortgerissen wird, holt Lalita Hilfe bei Preeti, der furchtlosen Anführerin einer Selbstverteidigungsgruppe für junge Frauen. Léna überlebt und zusammen mit Preeti schmiedet sie einen Plan, der nicht nur Lalitas Leben grundlegend verändern wird. 

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Laetitias Colombanis Roman "Der Zopf" hat mich vor Jahren wirklich sehr beeindruckt und noch heute wirkt er bei mir nach. Nun hat die Autorin ihren neuen, und sicher nicht nur von mir heiß ersehnten Roman "Das Mädchen mit dem Drachen" veröffentlicht und kehrt damit nach Indien zurück. 
Léna hat einen schweren Verlust erlitten und steht an einer Wegkreuzung in ihrem Leben. Sie möchte abschalten und über ihre weitere Zukunft nachdenken. Sie reist spontan nach Indien, wo sie die Bekanntschaft mit einem kleinen Mädchen macht, welches jeden Tag ihren Drachen am Strand steigen lässt. Als Léna eines Tages in Not gerät, holt das kleine Mädchen Hilfe bei Preeti, der Anführerin der örtlichen Roten Brigade, die Frauen Selbstverteidigung beibringt. Sie schließt Freundschaft mit den beiden, die der Kaste der Dalit, der Unberührbaren, angehören.
Léna erfährt, dass den Dalit und vorallem generell Mädchen keine Bildung ermöglicht wird. Sie ist seit zwanzig Jahren Lehrerin und beschließt daraufhin ihrer Retterin Lalita die Bildung schenken, die dem lernfreudigen Mädchen aktuell verwehrt bleibt. Ihr Plan, eine Schule in Bengalen zu errichten, stellt sich jedoch als schwieriger heraus, als gedacht.

Als Leser begleiten wir Léna zwei Jahre lang und man bemerkt sehr schnell: Hier treffen zwei Welten aufeinander: Das Leben einer idealistischen westeuropäischen Frau und das von jungen indischen Mädchen und Frauen, die der niedrigsten Kaste angehören und keinerlei Zukunft vor sich haben. Sie gelten als unrein und dürfen nur die niedrigsten Arbeiten verrichten.
Léna denkt natürlich wie wir Europäer und ist entsetzt über die Armut, die Kinderarbeit, Zwangsehen oder sexuelle Übergriffe. Sie sieht für sich eine neue Aufgabe und beginnt alles für die Gründung einer Schule vorzubereiten. Trotz ihres Engagements stößt sie bei den meisten der Dörfler auf Widerstand. Alte Traditionen und der Glaube, dass Mädchen keinen Wert haben, lässt sich nicht von einem Tag auf den anderen auslöschen. Léna gibt aber nicht so schnell auf und findet bei Preeti Unterstützung. Diese setzt sich schon seit einigen Jahren für junge Mädchen und Frauen ein und übt mit ihnen Kampfsporttechniken, um sich vor Übergriffen und Vergewaltigungen zu schützen.

Als Leser begleiten wir Léna zwei Jahre lang bei ihrem Projekt. Der Schreibstil von Laetitia Colombani ist dabei eher einfach, aber auch poetisch. Dies ergibt genau den Widerspruch, die auch die beiden Kulturen mit sich bringen. Die Autorin schafft mit wenigen Worten intensive Schilderungen. Es gibt kaum Dialoge, aber viel indirekte Rede.
Die Charaktere sind  trotz des schmalen Büchleins sehr gut dargestellt und ich hatte die Figuren sehr eindringlich vor meinen Augen.

Besonders der letzte Abschnitt des Buches hat mich tief ergriffen. Der Roman lebt vorallem durch die starken Kontraste im Leben der Dalit und der Kastenstruktur, die eigentlich schon seit Jahrzehnten verboten ist, aber noch immer ausgeführt wird. Ich hätte es für gut befunden, wenn die Geschichte noch ein bisschen länger oder  ausführlicher gewesen wäre.

Cover:

Die beiden Cover aus Frankreich und Spanien sind fast ident und haben ebenfalls eine grelle Hintergrundfarbe, wie das deutsche Cover.


Fazit:
Ein eindrucksvoller und realitätsnaher Roman, der die noch immer fest verankerten Strukturen und Traditionen des Kastensystems in Indien aufzeigt. Für alle, die bereits "Der Zopf" gelesen haben, kann ich diese kleine weiterführende Geschichte um Lalita empfehlen. Aber auch allen anderen Lesern, die sich für die Lebensumstände der Frauen in Indien interessieren. Auch wenn die Geschichte für mich nicht ganz an den Zopf heranreicht, gebe ich eine Empfehlung ab.

Vielen Dank an den S.Fischerverlag und an Lovelybooks für die Möglichkeit diesen Roman voran lesen zu dürfen.

Mostbarone - Helmut Scharner

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     

     

    • Taschenbuch: 316 Seiten
    • Verlag: ‎ Gmeiner-Verlag; 2022. Edition (9. Februar 2022)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3839201810
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3839201817
    • Genre: Regionalkrimi, Krimi


Gmeiner Kurzbeschreibung:
Mostviertel, Niederösterreich: Franz Haider, Primus des Vereins Mostbarone, liegt erschlagen vor seinem Mostheurigen. Als Tatwaffe wurde die Mostflasche eines Konkurrenten verwendet, der die Tat vehement abstreitet. Major Brandner findet heraus, dass der Ermordete sich in seinem Amt als Vereinsprimus nicht nur Freunde gemacht hat und obendrein eine Affäre hatte. Die Zahl der Verdächtigen wächst, doch konkrete Beweise fehlen. Da stellt ein weiterer Mord die bisherigen Ermittlungen auf den Kopf …

Meine Bewertung: * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Man kann diesen vierten Band  (im Gegensatz zu den Vorgängerbänden) unabhängig von den ersten drei Bänden lesen

Meine Meinung:
Mit "Mostbarone" schickt Helmut Scharner den aus den Vorgängerbänden bereits bekannten Kommissar Brandner vom LKA Niederösterreich, zu einem Mord nach Neuhofen an der Ybbs. In der Zwischenzeit wurde Brandner vom Kommissar zum Major befördert.
Diesmal geht es sprichwörtlich um den Most, der im niederösterreichischen Mostviertel, in dem auch ich lebe, das "Nationalgetränk" ist. Naja, nicht ganz...es ist eigentlich die Mostbirne aus der man nicht nur den Most, sondern auch Fruchtsäfte, Edelmost, Schnaps, Birnen-Frizzante oder auch Essig herstellen kann. Diese Produkte werden von den Bauern bei Mostheurigen oder auch "Ab Hof" verkauft. Zu den ausgewählten Höfen, die ganz besonders gute Qualität liefern, gehören die Mostbarone. Und genau so einer liegt tot vor seinem Hof - erschlagen mit einer Mostflasche eines Konkurrenten. Der Tote ist noch dazu der Primus der Mostbarone, Franz Haider. Seine Frau verdächtigt sofort einen Kontrahenten, mit dem ihr Mann erst vor kurzem einen Streit hatte. Die Mordwaffe trägt zusätzlich noch das Logo des Bauern. Aber wäre das nicht zu offensichtlich?
Brandner erfährt, dass der Ermordete sich in seinem Amt als Vereinsprimus nicht nur Freunde gemacht hat und er scheint obendrein eine Affäre gehabt zu haben. Die Verdächtigen werden immer mehr und Brandner beginnt zu ermitteln....

Der Regionalkrimi spielt im Sommer 2020 und Helmut Scharner hat die Corona Pandemie ebenso in die Geschichte miteinfließen lassen, wie auch die Reisebeschrämkungen. Letztere bringen die geplante Urlaubsreise von Branders Familie gehörig durcheinander. Seine beiden Teenagertöchter wollten nach Mallorca ans Meer, doch nun ist Österreichurlaub angesagt. Im Westen und im oberösterreichischen Seengebiet gibt es so kurzfristig keine freien Zimmer mehr und so bucht Brandners Frau Eva eine Woche in einem Hotel mit Pferdegestüt unweit der Blindenmarkter Auseen. Sie ahnt nicht, dass ihr Mann genau in dieser Gegend ermittelt.

Ich bin gut in den Krimi eingestiegen und liebe es, wenn ich die Orte kenne, die der Autor im Buch beschreibt.  Nach dem ersten Mord geht es zuerst um Befragungen und um das Motiv. Man beginnt als Leser fleißig mitzuraten und stellt nacheinander seine eigenen Hypothesen auf. Die Handlung bewegt sich eher gemächtlich und beginnt nach den ersten 120 Seiten etwas zu schwächeln. Die Gedanken von Brandner und seiner Familie, die in kursiver Schrift dargestellt werden, haben mich eher im Lesefluss ausgebremst bzw. wurden mir zu oft eingesetzt. Das Privatleben des Majors und seiner Familie war mir diesmal zu präsent und hat leider die Ermittlungen in den Hintergrund gestellt. Doch ab der Mitte des Krimis beginnt die Geschichte langsam eine überraschende Wendung zu nehmen und wird immer spannender. Ab diesem Zeitpunkt konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen und habe den Rest in einem Rutsch durchgelesen.
Helmut Scharner gelingt es nach dem Durchhänger in der Mitte einige spannende Wendungen einzubauen. Der Krimi gewinnt an Fahrt und endet in einem tollen Showdown. Die Auflösung des Falles konnte mich auf jeden Fall überzeugen.

Schreibstil:
Helmut Scharner schreibt flüssig und sehr dialoglastig. Die Kapitel sind kurz gehalten und am Kapitelanfang findet man Ort, Datum und Uhrzeit. Es gibt auch Kapitel, die einige Wochen vor der Tat spielen und in Rückblenden erzählt werden. Wechselnde Perspektiven sorgen für Dynamik.
Der Regionalkrimi ist atmosphärisch und birgt viel Lokalkolorit. Leser, die nicht aus der Gegend kommen, erfahren zusätzlich mehr über die Herstellung von Most und über die Rituale rund um die Mostbarone. Einiges davon war auch mir neu ;) 

Fazit:
Ein eher gemächtlicher Regionalkrimi, der im letzten Drittel aber sehr an Fahrt aufnimmt und mit einem tollen Ende glänzt. Bis dahin empfand ich allerdings das Privatleben des Ermittlers als zu präsent. Als Mostviertlerin hat mir natürlich das Lokalkolorit sehr gefallen und ich freue mich auf weitere Krimis aus meiner Gegend.

Vielen Dank an den Gmeiner Verlag für das Rezensionsexemplar!

Gejagt im Eis - Odd Harald Hauge

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    • Broschierte Ausgabe: 344 Seiten
    • Verlag: ‎ Benevento; 1. Edition (19. Oktober 2021)
    • Übersetzer: ‎ Nina Hoyer
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 371090112X
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3710901126
    • Originaltitel: ‎ Storebjorn
    • Genre: Thriller



Benevento Kurzbeschreibung;
Martin Moltzau kennt die Arktis wie seine Westentasche – ein Paradies für Abenteurer aus Eis, Schnee und weißer Weite. Spitzbergen ist die Heimat von Eisbären und Polarfüchsen. Das ehemals florierende Bergbaugebiet ist heute entmilitarisierte Zone. Auf der Insel im arktischen Ozean bietet Moltzau Schneemobiltouren für Touristen an. Bei den neuen Gästen beschleicht ihn jedoch ein ungutes Gefühl. Die amerikanische Familie will unbedingt eine verfallene, russische Bergbausiedlung besuchen, obwohl die Route extrem gefährlich ist. Als das Wetter umschlägt, gerät die Situation außer Kontrolle: Die Tochter verschwindet im Nebel und ein schwer bewaffneter russischer Spezialtrupp heftet sich an Moltzaus Fersen. Der Abenteurer gerät zwischen machtpolitische Fronten. Verfolgt von den Russen, beginnt eine wilde Jagd durchs Eis. Kann Moltzau der weißen Hölle entkommen? 

Meine Bewertung: * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Diesen Thriller der in der Arktis, nämlich in Spitzbergen spielt, habe ich über den Benevento Verlag erhalten. Mir hat nicht nur der Klappentext, sondern natürlich auch das außergewöhnliche Setting sofort zugesagt. Spitzbergen, eine Inselgruppe, die zu Norwegen gehört, aber durch den sogenannte Spitzbergen-Vertrag anderen Staaten unbegrenzte Abbaurechte an den Bodenschätzen gewährt. Besonders die Russen nutzen diese Rechte intensiv. Sie förderten Kohle und errichteten zwei Bergbausiedlungen, von denen eine seit 1998 aufgegeben wurde. Sie heißt Pyramiden und ist heute ein Lost-Place und eine Touristenattraktion.

Extremsportler und bekannter Tour-Guide der Insel, Martin Moltzau, bietet für Touristen Schneemobiltouren an. Seine neue Gruppe ist eine Familie aus den USA, die für viel Geld ein paar Tage Extremurlaub gebucht hat. Börsenmakler James Parker, seiner Frau Sarah und ihre 30-jährige eigenwillige Tocher Cindy, möchten neben der gebuchten Tour unbedingt auch nach Pyramiden, der verlassenen Bergbaustadt. Moltzau nerven die Amis von Beginn an, die sich als äußerst kompliziert herausstellen. Sein ungutes Gefühl bestätigt sich sehr schnell, als gleich zu Beginn der Tour die Probleme beginnen. Doch das ist erst der Anfang, denn es spielt nicht nur das Wetter verrückt, sondern es häufen sich die kleinen und großen Katastrophen und die Tour wird zum Wettlauf auf Leben und Tod. Den in der Arktis lauert nicht nur die Kälte, sondern auch hungrige Eisbären.
Als Cindy in Pyramiden dann auch noch verschwindet und die Gruppe nach dem Verlassen der Bergstadt von einer schwerbewaffneten Gruppe Russen verfolgt wird, wird es meiner Meinung nach immer unglaubwürdiger. Neben Martin Moltzau erbleicht sogar James Bond. Moltzau flüchtet vor seinen Verfolgern mit einem verletzten Bein, in nassen Kleidern, ohne Schuhe und versucht sich mit actionsgeladenen Stunts auf seinem Schneemobil in Sicherheit zu bringen.
Hier reißt die Story nur mehr die wunderschönen Landschafts- und Umgebungsbeschreibungen heraus. Die gewünschte Spannung kommt zu Beginn auch noch nicht wirklich auf, steigt aber ab der Verfolgungsjagd rasant an.
Zusätzlich gibt es noch eine kleine Nebenhandlung - eine Schiffsreise, auf der sich einige weitere böse Menschen versammelt haben und Spitzbergen anzielen. Diesen Handlungsstrang hätte es nicht wirklich gebraucht, auch wenn er am Ende Sinn ergibt.

Die Charaktere sind furchtbar klischeehaft und sehr einfach gestrickt. Die Amis sind ziemlich dümmlich dargestellt, die Russen sind die bösen Killer, die sich alleine mit Wodka am Leben erhalten. Die Figuren haben weder Ecken noch Kanten und der Held der Geschichte ist der Norweger, der alle von ihnen austrickst.

Mich verwundert, dass der Autor, der selbst Extremsportler ist und Schneemobiltouren in Spitzbergen anbietet, seinen Protagonisten solche unglaubwürdige Szenen auf den Leib geschrieben hat. 


Cover:
Das norwegische Cover finde ich auch nicht schlecht, vorallem wirkt es "aufregend" und passender für einen Thriller. Man sieht auch die Schneemobile und der Eisbär schaut auf jeden Fall gefährlicher aus, als auf dem deutschen Cover ;)

Fazit:
Mich konnte dieser Thriller leider nicht überzeugen, vorallem wegen seinen sehr übertriebenen Actioneinlagen und den klischeehaften Figuren. Gelernt habe ich allerdings einiges über Spitzbergen und der nördlichsten Geisterstadt Pyramiden. 

Vielen Dank an Benevento für das Rezensionsexemplar!

Weil wir träumten - Antonia Michaelis

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     

     

    • Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
    • Verlag: ‎ Thienemann Verlag; 1. Edition (27. Januar 2022)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3522202775
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3522202770
    • Genre: Jugendroman



Thienemann Kurzbeschreibung:
Madagaskar mit seinen Traumstränden, exotischen Tieren und Blütenmeeren – das reinste Paradies für Emma! Hier kann sie endlich all die Einschränkungen vergessen, die ihre Herzkrankheit mit sich bringt. Doch als Emma die Madegassin Fy kennenlernt, erfährt sie von Armut, Gewalt und einem schrecklichen Geheimnis, den Schattenseiten des Paradieses.

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Madagaskar - wer denkt bei der Insel im Indischen Ozean nicht unwillkürlich an Palmen, Strand, Meer, sowie an Lemuren und Affenbrotbäume. Doch die Menschen auf der Insel leiden durch den Klimawandel immer mehr und mehr an Hunger und der Gegensatz zwischen Arm und Reich ist eklatant.

Die schwer herzkranke Emma wünscht sich nichts sehnlicher, als eine Reise zur Mitte des Lebens. Für sie ist das der Urwald Madagskars. Der Wunsch geht für die 16jährige in Erfüllung, als ihre Urgroßmutter Elise sie für drei Wochen auf die Insel begleitet. Das wunderbare Setting hat mich sofort gefangen genommen. Doch die Autorin zeigt vorallem auch die andere Seite Madagaskars - ein Leben voller Armut, Hunger und Gewalt.
Als Emma die etwa gleichaltrige Fy kennenlernt, fühlen sich die beiden voneinander angezogen und eine tiefe Freundschaft entsteht.

Erzählt wird hauptsächlich aus zwei wechselnden Perspektiven, jeweils aus der Ich-Perspektive. Dabei schreibt Emma ihre Erlebnisse in eine Art Reisetagebuch, während Fy ihre Geschichte ihrem Baby Onja erzählt. Während Emma zu Beginn noch die Annehmlichkeiten der europäischen Touristen genießt, lernt sie durch Fy die andere Seite kennen. Fy lebt in Armut und kämpft täglich um ihr Leben und das ihrer Familie. Durch sie erfährt Emma von den Schattenseiten der Insel, wie Gewalt, Missbrauch und Kinderarbeit.
Mit Fy habe ich mitgelitten, besonders als sie einen Schicksalsschlag nach dem anderen erlebt und das obwohl sie kaum etwas hat, um für sich und ihr Kind zu sorgen. 

Zitat von Antonia Michaelis:
„Es geht in meinem Buch darum, dass wir immer nur das sehen, was wir sehen sollen. Die malerische Armut, das romantische Drittweltland, die hübschen Afrikaner in der Wüste, die schönen fremden Kulturen. Und das, was eigentlich im Argen ist, sehen wir nicht, wollen wir nicht sehen, lassen wir einfach links liegen. Das ist ja so schön einfach.“

Emmas Handlungen konnte ich nicht immer verstehen und oftmals hätte ich sie am liebsten geschüttelt. Hier kommt sicher auch mein Alter durch, denn ihre oftmals kindischen Aktionen konnte ich nicht nachvollziehen, denn es hätten sich auch einige andere Lösungen gefunden. Auf der anderen Seite fühlt sich die immer überbehütete Emma erstmals wie ein "normaler" Mensch, ohne dass jemand von ihren gesundheitlichen Einschränkungen weiß. Ihre Kindheit hat sie großteils im Krankenhaus verbracht und konnte nie wie ein normales Kind leben. Dass sie dieses Gefühl auskosten will, kann ich wiederum sehr gut verstehen.
Emmas Gedankenwelt und Gefühle werden besonders im letzten Drittel sehr eindringlich beschrieben.
Sie ist auf der Suche nach dem echten Leben, nach Intensität und Liebe - alles Dinge, die ihr bisher verwehrt blieben. Und trotzdem fand ich Emmas selbstlose und unsagbar dummen Aktionen, um Fy und ihrer Familie zu helfen, für meinen Geschmack zu übertrieben. Die Entwicklung, die sie während ihrer Zeit in Madagaskar durchmacht, ist jedoch deutlich zu erkennen.
Die Autorin überrascht uns auch mit einigen unvorhergesehenen Wendungen, die der Geschichte noch mehr Spannung gibt.

Die Welt der Geister und der Träume hat bei den Madagassen eine sehr große Bedeutung und erhalten auch in der Geschichte viel Raum. Durch den poetischen und oftmals märchenhaften Schreibstil der Autorin fühlt man sich oftmals ebenfalls in einer Art Traumwelt, aus der man unsanft in die harte Wirklichkeit geschubst wird. Denn  Antonia Michaelis greift viele Themen, wie das Recht auf Bildung, Zwangsprostitution, Gewalt, Armut, Hunger, Krankheit, Tod, Mord, Gefängnis, Missbrauch und Kinderarbeit auf. Diese schweren Themen gehen unter die Haut.
Die Autorin hat selbst zwei Jahre lang mit ihrer Familie auf Madagaskar gelebt. Wir bekommen durch sie hervorragende Eindrücke von der Insel und der dortigen Lebenssituation. Sie hat ihre Geschichte rund um Emma und Fy durch Erzählungen und ihrer eigenen Erfahrungen auf der Insel entstehen lassen. Diese ist so authentisch wiedergeben, dass man meinen könnte, es sei eine wahre Geschichte. 
Das Ende rührt zu Tränen und ich brauchte noch einige Zeit um alles sacken zu lassen und meine Rezension schreiben zu können.

Fazit:
"Weil wir träumten" ist ein hochemtionales Jugendbuch über eine ganz besondere Freundschaft, Mut und vielen schwierigen Themen, die man sonst nicht so oft in diesem Genre findet. Ein einfühlsamer Coming-of-Age Roman, der unter die Haut geht.

Vielen Dank an den Thienemann Verlag und an Lovelybooks für das Rezensionsexemplar!

Mord auf dem Eis - Beate Maly

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     

     

    • Taschenbuch: 256 Seiten
    • Verlag: ‎ Emons Verlag (21. Oktober 2021)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3740812028
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3740812027
    • Genre: Historischer Krimi
    • Reihe: ja - Band 6 (Ernestine Kirsch und Anton Böck)



Emons Kurzbeschreibung:
Ein wunderbarer Schmökerkrimi aus dem verschneiten Wien der 20er Jahre. Winter 1924: Während die Stadt im Schnee versinkt, verbringen Ernestine und Anton viel Zeit im Wiener Eislaufverein und vergnügen sich beim beliebten Rundtanz. Doch die winterliche Idylle wird jäh zerstört, als eine junge Eiskunstläuferin ermordet wird. Ernestines und Antons detektivisches Gespür ist gefragt, und die beiden stürzen sich in einen neuen Fall, der erschütternder nicht sein könnte..

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
"Mord auf dem Eis" ist der sechste Fall rund um die pensionierte Lehrerin Ernestine Kirsch und ihrem Freund Anton Böck.
Beate Maly entführt uns diesmal zum Wiener Eislaufverein. Wir schreiben das Jahr 1924. Die Vorweihnachtszeit lässt die Menschen ein bisschen die Sorgen der Nachkriegszeit vergessen und sie strömen zur Eisbahn in der Wiener Innenstadt. Auch die kleine Rosa, Antons Enkelin, lernt mit großer Begeisterung Schlittschulaufen. Ernestine überredet ihren Anton beim Rundttanz mitzumachen, wo sie auch die neuen Hoffnungsträger für die nächsten Winter-Olympiade kennenlernen. Anton lockt allerdings nur das Versprechen sich nach dem Rundtanz eine gute Nachspeise in der Kantine einzuverleiben. Während er genüßlich seine Kuchen und Torten verspeist, beobachtet Ernestine die Menschen um sich herum. Die winterliche Idylle wird jäh zerstört, als eine junge Eiskunstläuferin ermordet wird. Ernestines Neugier ist geweckt und sie versucht hinter den Kulissen mehr über die junge Frau zu erfahren. Diese scheint sich jede Menge Feinde gemacht zu haben. Ihre eigenen Interessen standen dabei immer im Vordergrund, wenn sie Vortele für sich, wie gute Trainingsstunden, herausholen konnte.
Kommissar Erich Felsberg, Heide's Freund und "Bald-Schwiegersohn" von Anton, ist nicht begeistert, dass Ernestine herumschnüffelt, auch wenn sie ihm schon bei anderen Fällen entscheidende Tipps gegeben hat. Im Kommissariat greift in letzter Zeit der Antisemitismus um sich und Erich werden von einem Kollegen immer mehr Steine in den Weg gelegt. Aber Ernestine wäre nicht Ernestine, würde sie aufgeben und so steckt sie wieder einmal ihre Nase in Angelegenheiten, die sie nichts angehen und kommt dabei den Mörder immer näher. Da passiert ein weiterer Mord....

Der historische Krimi lebt vorallem durch das sympathische Seniorenpärchen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Die Wiener "Miss Marple" und ihr eher schüchterner Apothekerfreund bekennen sich öffentlich noch immer nicht als Paar, obwohl sie das ehemalige Kutscherhäuschen neben der Apotheke renovieren. Anton wird in Zukunft dort mit Ernestine wohnen, während Heide und Erich mit Rosa nach der geplanten Hochzeit das Obergeschoß übernehmen. Doch Ernestine ist sich nicht sicher, ob sie wirklich ihre Eigenständigkeit aufgeben soll...

Während das Verbrechen bei dieser Reihe eher im Hintergrund steht, ist dieser Fall trotzdem spannend geschrieben und ich hatte die  257 Seiten sehr schnell gelesen. Beate Maly schreibt flüssig und sehr bildhaft.
Sie schafft es wieder ganz wunderbar die historische Stimmung und das Wiener Lokalkolorit einzufangen. Der Humor kommt ebenfalls nicht zu kurz.
Die Sprache ist der Zeit angepasst. Die Kapitel sind kurz gehalten.

Besonders hervorheben möchte ich das wunderschöne Cover vom Emons Verlag, das wieder im Jugendstil gehalten ist und hervorragend zu den Vorgängerbänden passt. Für mich ist es bisher das schönste Cover der Reihe. 

Fazit:
Ich mag das rüstige Schnüfflerpärchen und die Reihe sehr, wobei die einzelnen Teile doch sehr unterschiedlich  sind. Diesen Teil fand ich wirklich gelungen und spannend und die Atmosphäre auf der Wiener Kunsteislaufbahn wurde fantastisch eingefangen. Für mich der bisher beste Teil der Reihe.

Die Reihe rund um Ernestine Kirsch und Anton Böck:
  1. Tod am Semmering *gelesen vor meiner Bloggerzeit*
  2. Tod an der Wien   *Rezi*
  3. Mord auf der Donau
  4. Tod in Baden  *Rezi*
  5. Mord im Auwald  *Rezi folgt*
  6. Mord auf dem Eis

TTT #560 - 10 Neuerscheinungen, auf die ich mich dieses Jahr freue

 

Heute wagen wir einen Blick in die nahe Zukunft!
Aleshanee vom Blog Weltenwanderer
möchte heute unsere zehn Bücher sehen, auf die wir uns dieses Jahr ganz besonders freuen. Die Verlagsvorschauen gehen ja nur bis August/September, also werde ich mal schnell auf meinen Wunschzettel schauen und was sich da so tummelt...

Warum warte ich ganz besonders auf diese Bücher?
 
"Das Mädchen und der Totengräber" von Oliver Pötzsch ist der zweite Teil seiner Totengräber-Reihe, die ich unbedingt fortsetzten möchte

Genauso ist es bei der Reihe um das Grandhotel von Caren Benedkt der Fall, wo bald der dritte Teil erscheinen wird.

"Das Glück riecht nach Sommer" von Meike Werkmeister kommt auf meine Wunschliste, weil mir bisher die Bücher der Autorin sehr gut gefallen haben 
 
"Die sieben Männer der Evelyn Hugo" von Taylor Jenkins Reid beobachte ich schon seit zwei Jahren. Das Buch war ein Hit im englischsprachigen Raum und wird nun endlich übersetzt. Ich warte schon sehnsüchtig auf die deutsche Ausgabe, die ich bereits vorbestellt habe.

"Die Spur" von Jan Beck ist ebenfalls ein Teil einer Reihe, die ich fortsetzten möchte.

"Mutterherz" von Tess Gerritsen. Endlich erscheint ein neuer Band rund um Rizzoly & Isles

"Die Lichter von Barcelona" von Pere Cervantes sind mir in der Verlagsvorschau aufgefallen und haben mein Interesse geweckt.

"Todesrache" von Andreas Gruber ist der nächste Teil der Reihe um Maarten S, Sneijder und Sabine Nemez.

"Die Lügen" von Lesley Kara habe ich erst vor ein paar Tagen bei Lovelybooks entdeckt und wanderte gleich auf meine Wunschliste, weil ich ihren Vorgänger "Das Gerücht" für gut befunden habe

"Über Carl reden wir morgen" ist endlich wieder neuer Roman von Judith W.Taschler, die auch den Verlag gewechselt hat.

Worauf wartet ihr voller Spannung?

Der Friesenhof - Fenja Lüders

    Die Bildrechte liegen beim Verlag


    • Broschiert: 352 Seiten
    • Verlag: ‎ Lübbe; 2. Aufl. 2021 Edition (23. Dezember 2021)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3785727631
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3785727638
    • Genre: Familienroman
    • Reihe: ja - Band 1 um den Friesenhof



 Lübbe Kurzbeschreibung:
Ostfriesland, 1948: Um den Verkauf des Familienhofs im friesischen Marschland abzuwenden, fängt die junge Gesa als Packerin in einem Teehandel an. Fasziniert von dieser für sie neuen und aufregenden Welt steigt sie bald zur rechten Hand des Juniorchefs auf, dem Kriegsheimkehrer Keno. Die beiden kommen sich näher, aber Keno ist ein verheirateter Mann. Und auch Gesas Herz ist nicht frei. Ihr Verlobter gilt als in Russland verschollen. Als böse Gerüchte die Runde machen, droht Gesa alles zu verlieren, was sie sich aufgebaut hat.

Meine Bewertung: * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Ostfriesland - für mich ein unbeschriebenes Blatt. Bisher habe ich diese Gegend nur buchtechnisch bereist, aber leider nicht im richtigen Leben. Marschland ist mir bergverwöhnte Österreicherin völlig unbekannt.
Fenja Lüders bringt mir mit ihrem neuen Roman "Der Friesenhof - Auf neuen Wegen" diese Gegend näher.

Leider haben wir hier wieder einen Klappentext, der nicht wirklich zum Inhalt des Buches passt. Das Thema Tee ist kaum oder nur wenig behandelt. Vielmehr geht es um den titelgebenden Friesenhof und das bäuerliche Leben nach dem Krieg. Und es steht auch nicht Gesa im Mittelpunkt, sondern viel mehr ihre jüngere Schwester Hanna.
Die Geschichte beginnt mit dem Tod des Vaters, Onno de Vries, der plötzlich und unerwartet an einer Blutvergiftung stirbt. Es bleiben seine Ehefrau und die gemeinsamen Töchter Gesa und Hanna, sowie die alte Tanti übrig. Der einzige Sohn blieb im Krieg. Zu dieser Zeit ist es üblich, dass nur ein männliches Oberhaupt den Hof weiterführen soll und der Streit ums Erbe beginnt. Günther, der Mann der dritten Schwester Helga, beansprucht den Hof für sich. Sollten die Familie sein Ansinnen ablehnen, besteht er auf die Auszahlung des Erbes von Helga, welches Günther bei der Hochzeit als unzureichend fand. Hanna und Gesa sind empört und versuchen alles, damit ihr Schwager den Hof nicht bekommt. Während Hanna gemeinsam mit den Knechten und Flüchtlingsfrauen den Hof so gut es geht bewirtschaftet, versucht Gesa auswärts zusätzlich Geld zu verdienen. Doch die Vorurteile sind groß und die eingefahrenen Ansichten der Dörfler nur schwer zu vertreiben. Können sie den Hof retten?

Fenja Lüders erzählt die Geschichte abwechselnd aus der Perspektive von Gesa und Hanna, wobei nicht die im Klappentext erwähnte Gesa im Vordergrund steht, sondern Hanna. Das hat mich bereits bei der Leseprobe etwas verwirrt, ist aber eigentlich egal.
Was mich viel mehr störte, war der Tee, der nur am Rande vorkam. Der Untertitel "Die Teehändler-Saga" lässt einen anderen Inhalt erwarten, wobei wieder der Titel "Der Friesenhof" perfekt zur Geschichte passt. Irgendetwas ist da beim Verlag schief gelaufen, denn der Leser hat andere Erwartungen an die Geschichte. Das ist schade, denn die Handlung lässt sich sehr flüssig lesen und wir erleben einige interessante und spannende Vorfälle, die mich das Buch kaum aus der Hand legen ließ.

Die Autorin greift in ihrer Geschichte eine Vielzahl von Themen auf. Dies sind vorallem die gesellschaftlichen Rollenbilder der damaligen Zeit, aber auch das Schicksal von Fremdarbeitern, die Nachwirkungen des Nationalsozialismuses bis hin zu sexuellem Missbrauch.
Hingegen vermisst habe ich die Einblicke in den Teehandel. Die Abschnitte rund um Gesa im Teekontor greifen zwar das Thema auf, aber schon bald rückt die Liebesgeschichte in den Vordergrund. Diese konnte mich leider nicht richtig abholen. Der bereits verheiratete Keno war mir nicht wirklich sympathisch. Außerdem konnte ich mir nicht vorstellen, dass Gesa innerhalb weniger Wochen die richtige Ostfriesenmischung beherrscht, womit andere Jahre benötigen.

Besonders gut umgesetzt fand ich hingegen die anhaltende Feindlichkeit und die Vorurteile gegenüber den ehemaligen Fremdarbeitern. Wie tief diese Vorurteile verwurzelt sind erleben wir an Tomek, der Knecht auf dem Friesenhof ist. Nach Kriegsende kehrt er nicht nach Polen zurück, sondern er sieht seine Zukunft in Deutschland. Dies liegt nicht nur daran, dass alle seine Familienangehörigen tot sind, sondern auch an Hanna. Doch eine Beziehung zwischen einen Fremdarbeiter und einer Bauerntochter ist unmöglich.

Wenn ich auch einige Kritikpunkte habe - die Autorin konnte trotzallem mit ihrem wunderbaren Schreibstil punkten. Die Geschichte liest sich flüssig und bildhaft. Ebenso hat Fenja Lüders viel Lokalkolorit einfließen lassen. Die Nachkriegszeit wurde sehr treffend dargestellt und man muss hier oftmals kräftig schlucken, wenn  die Auswüchse des braunen Mobs noch immer vorhanden sind.
Die zahlreichen Charaktere wurden authentisch dargestellt, obwohl manche etwas eindimensional und schwarz-weiß gezeichnet wurden.

Fazit:

Der Auftakt der neuen Teehändler-Saga von Fenja Lüders lässt mich etwas zwiegespalten zurück. Der Klappentext verspricht eine andere Geschichte, als wir sie tatsächlich erhalten. Wer sich darauf einlässt nur wenig Tee zu finden, bekommt eine turbulente, teils tragische Familiengeschichte präsentiert, die viele andere Themen aufzeigt und von einer schwierigen Zeit erzählt. Die Geschichte rund um Gesa konnte mich allerdings trotzdem nicht wirklich begeistern, während ich Hanna ins Herz geschlossen habe.

Vielen Dank an die Bloggerjury für das Rezensionsexemplar

 

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