- Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
- Verlag: Thienemann Verlag; 1. Edition (27. Januar 2022)
- ISBN-10 : 3522202775
- ISBN-13 : 978-3522202770
- Genre: Jugendroman
| Die Bildrechte liegen beim Verlag |
Thienemann Kurzbeschreibung:
Madagaskar mit seinen Traumstränden, exotischen Tieren und Blütenmeeren – das reinste Paradies für Emma! Hier kann sie endlich all die Einschränkungen vergessen, die ihre Herzkrankheit mit sich bringt. Doch als Emma die Madegassin Fy kennenlernt, erfährt sie von Armut, Gewalt und einem schrecklichen Geheimnis, den Schattenseiten des Paradieses.
Meine Bewertung: * * * *
Buch zur Weltenbummler Challenge
Meine
Meinung:
Madagaskar - wer denkt bei der Insel im Indischen Ozean nicht unwillkürlich an Palmen, Strand, Meer, sowie an Lemuren und Affenbrotbäume. Doch die Menschen auf der Insel leiden durch den Klimawandel immer mehr und mehr an Hunger und der Gegensatz zwischen Arm und Reich ist eklatant.
Die schwer herzkranke Emma wünscht sich nichts sehnlicher, als eine Reise zur Mitte des Lebens. Für sie ist das der Urwald Madagskars. Der Wunsch geht für die 16jährige in Erfüllung, als ihre Urgroßmutter Elise sie für drei Wochen auf die Insel begleitet. Das wunderbare Setting hat mich sofort gefangen genommen. Doch die Autorin zeigt vorallem auch die andere Seite Madagaskars - ein Leben voller Armut, Hunger und Gewalt.
Als Emma die etwa gleichaltrige Fy kennenlernt, fühlen sich die beiden voneinander angezogen und eine tiefe Freundschaft entsteht.
Erzählt wird hauptsächlich aus zwei wechselnden Perspektiven, jeweils aus der Ich-Perspektive. Dabei schreibt Emma ihre Erlebnisse in eine Art Reisetagebuch, während Fy ihre Geschichte ihrem Baby Onja erzählt. Während Emma zu Beginn noch die Annehmlichkeiten der europäischen Touristen genießt, lernt sie durch Fy die andere Seite kennen. Fy lebt in Armut und kämpft täglich um ihr Leben und das ihrer Familie.
Zitat von Antonia Michaelis:
„Es geht in meinem Buch darum, dass wir immer nur das sehen, was wir
sehen sollen. Die malerische Armut, das romantische Drittweltland, die
hübschen Afrikaner in der Wüste, die schönen fremden Kulturen. Und das,
was eigentlich im Argen ist, sehen wir nicht, wollen wir nicht sehen,
lassen wir einfach links liegen. Das ist ja so schön einfach.“
Und trotzdem fand ich Emmas
selbstlose und unsagbar dummen
Aktionen, um Fy und ihrer Familie
zu helfen, für meinen Geschmack zu übertrieben. Die Entwicklung, die sie während ihrer Zeit in Madagaskar durchmacht, ist jedoch deutlich zu erkennen.
Die Autorin überrascht uns auch mit einigen unvorhergesehenen Wendungen, die der Geschichte noch mehr Spannung gibt.
geschubst wird. Denn as Recht auf Bildung, . Diese schweren Themen gehen unter die Haut.
Die Autorin hat selbst zwei Jahre lang mit ihrer Familie auf Madagaskar gelebt.
Das Ende rührt zu Tränen und ich brauchte noch einige Zeit um alles sacken zu lassen und meine Rezension schreiben zu können.
Fazit:
"Weil wir träumten" ist ein














Hi Martina!
AntwortenLöschenIch mag ja viele Bücher der Autorin sehr gerne und sie hat darin immer wieder eine ganz besondere Art, aus den Geschichten etwas außergewöhnliches zu machen, etwas, das einen berührt und so schnell nicht wieder loslässt.
Das scheint ihr hier auch wieder gelungen zu sein!
Ich hab das Buch auf jeden Fall natürlich auf meiner Wunschliste :)
Liebste Grüße, Aleshanee
Hallo liebe Martina,
AntwortenLöschendas klingt nach einer sehr emotionalen Geschichte, die nichts beschönigt.
Das, was du über den Schreibstil schreibst hat mich schon sehr angesprochen, auch das Setting klingt sehr interessant. Du hast mich mit deiner Rezension gekriegt.
Das Buch werde ich mir mal auf die Merkliste schreiben.
Vielen Dank für diese interessante Buchvorstellung.
Ganz liebe Grüße
Tanja :o)
Liebe Martina
AntwortenLöschenDas Buch ist mir - vielleicht aufgrund des komplett unscheinbaren Covers? - noch gar nicht begegnet. Was du aber schreibst, klingt grandios und sehr bewegend.
Lieben Dank für den Tipp
Livia
Ich finde, dass die Themen gut gewählt und auch herübergebracht werden, doch die Altersempfehlung des Verlages ab 14 kann ich so nicht unterstützen. Dafür ist es meiner Meinung nach eine zu schwere Kost. Oder die Lesenden sollten gut begleitet werdet.
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