- Broschiert: 352 Seiten
- Verlag: Lübbe; 2. Aufl. 2021 Edition (23. Dezember 2021)
- ISBN-10 : 3785727631
- ISBN-13 : 978-3785727638
- Genre: Familienroman
- Reihe: ja - Band 1 um den Friesenhof
| Die Bildrechte liegen beim Verlag |
Lübbe Kurzbeschreibung:
Ostfriesland, 1948: Um den Verkauf des Familienhofs im friesischen Marschland abzuwenden, fängt die junge Gesa als Packerin in einem Teehandel an. Fasziniert von dieser für sie neuen und aufregenden Welt steigt sie bald zur rechten Hand des Juniorchefs auf, dem Kriegsheimkehrer Keno. Die beiden kommen sich näher, aber Keno ist ein verheirateter Mann. Und auch Gesas Herz ist nicht frei. Ihr Verlobter gilt als in Russland verschollen. Als böse Gerüchte die Runde machen, droht Gesa alles zu verlieren, was sie sich aufgebaut hat.
Meine Bewertung: * * * undeinhalb
Buch zur Weltenbummler Challenge
Meine
Meinung:
Ostfriesland - für mich ein unbeschriebenes Blatt. Bisher habe ich diese Gegend nur buchtechnisch bereist, aber leider nicht im richtigen Leben. Marschland ist mir bergverwöhnte Österreicherin völlig unbekannt.
Fenja Lüders bringt mir mit ihrem neuen Roman "Der Friesenhof - Auf neuen Wegen" diese Gegend näher.
Leider haben wir hier wieder einen Klappentext, der nicht wirklich zum Inhalt des Buches passt. Das Thema Tee ist kaum oder nur wenig behandelt. Vielmehr geht es um den titelgebenden Friesenhof und das bäuerliche Leben nach dem Krieg. Und es steht auch nicht Gesa im Mittelpunkt, sondern viel mehr ihre jüngere Schwester Hanna.
Die Geschichte beginnt mit dem Tod des Vaters, Onno de Vries, der plötzlich und unerwartet an einer Blutvergiftung stirbt. Es bleiben seine Ehefrau und die gemeinsamen Töchter Gesa und Hanna, sowie die alte Tanti übrig. Der einzige Sohn blieb im Krieg.
Wenn ich auch einige Kritikpunkte habe - die Autorin konnte trotzallem mit ihrem wunderbaren Schreibstil
punkten. Die Geschichte liest sich flüssig und bildhaft. Ebenso hat Fenja Lüders viel Lokalkolorit einfließen lassen. Die Nachkriegszeit wurde sehr treffend dargestellt und man muss hier oftmals kräftig schlucken, wenn die Auswüchse des braunen Mobs noch immer vorhanden sind.
Die zahlreichen Charaktere wurden authentisch
dargestellt, obwohl manche etwas eindimensional und schwarz-weiß gezeichnet wurden.
Fazit:
Der
Auftakt der neuen Teehändler-Saga von Fenja Lüders lässt mich etwas zwiegespalten zurück. Der Klappentext verspricht eine andere Geschichte, als wir sie tatsächlich erhalten. Wer sich darauf einlässt nur wenig Tee zu finden, bekommt eine turbulente, teils tragische
Familiengeschichte präsentiert, die viele andere Themen aufzeigt und von einer schwierigen Zeit erzählt. Die Geschichte rund um Gesa konnte mich allerdings trotzdem nicht wirklich begeistern, während ich Hanna ins Herz geschlossen habe.
Vielen Dank an die Bloggerjury für das Rezensionsexemplar














Hey liebe Martina
AntwortenLöschenWie schade, dass dich dieser Reihenauftakt nicht komplett überzeugen konnte. Ich kann die Kritik sehr gut nachvollziehen. Es kann schon irgendwie irritierend sein, wenn die Geschichte so gar nicht den Erwartungen entspricht.
Schade auch, dass dir die Figuren nicht alle so gut gefallen haben, aber es freut mich sehr, dass du zumindest Hanna ins Herz schliessen konntest.
Fenja Lüders hat mich ja leider mit ihrer Kaffee-Trilogie nicht überzeugen können, weshalb ich erst mal die Finger von der Reihe lasse.
Alles Liebe an dich
Livia