Frühstück mit Elefanten - Gesa Neitzel

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     

    • Taschenbuch: 368 Seiten
    • Verlag: ‎ Ullstein Taschenbuch; 6. Edition (7. September 2018)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3548377343
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3548377346
    • Genre: Reisebericht, biografischer Roman


     


Ullstein Kurzbeschreibung:

Gesa Neitzel wagt sich von Berlin in den Busch. Ihr Ziel: die Ausbildung zur Safari-Rangerin in Afrika. Das bedeutet fast ein Jahr in einfachen Zeltlagern. Ohne Internet, ohne Badezimmer, ohne Türen ― dafür aber mit Zebras, Erdferkeln und Skorpionen. Die Ausbildungsinhalte bestehen aus Fährtenlesen, Überlebenstraining, Schießübungen. Wie schlägt sich eine junge Frau in dieser fremden Welt? Kann sie sich auf ihre Instinkte verlassen? Funktionieren die eigentlich noch? Sie erzählt von atemberaubenden Begegnungen mit Elefanten und Löwen, vom Barfußlaufen durch die Savanne, von langen Nächten unterm Sternenhimmel ― und von einem Leben, das endlich richtig beginnt.

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Schon lange schleiche ich um dieses Buch herum und habe es mir vor einigen Monaten über rebuy gekauft. Nun war es endlich so weit und ich hatte Lust mit Gesa Neitzel Afrika zu erkunden. Ihre Erlebnisse hat die junge Frau in diesem Roman aufgeschrieben.

Spannend und äußerst interessant erzählt Gesa zuerst über ihr Leben in Berlin und ihr Gefühl irgendwann falsch abgebogen zu sein. Sie fühlt sich wie in einem Hamsterrad und träumt immer mehr davon etwas völlig anderes zu machen. In ihr wächst der Wunsch heran, in Afrika eine Ausbildung zur Rangerin zu absolvieren. Gesa geht nicht blauäugig an dieses Abenteuer heran, sondern macht sich lange Gedanken darüber. Trotzdem spürt man eine Spur Naivität durch, als sie im Camp ankommt und ihre Ausbildung beginnt. Gleichzeitig spüren wir ihre Sorgen und ihre Unsicherheit. Das macht sie umso menschlicher, denn es gehört großer Mut dazu sein gewohntes Leben hinter sich zu lassen.
Wir alle haben doch hin und wieder den Wunsch auszubrechen und seinen Traum zu leben. Doch an der Umsetzung hapert es dann meistens...nur wer wirklich gänzlich dahinter steht, wird das Abenteuer auch beginnen.

Gesa hat sich diesen Wunsch erfüllt und sich ein Jahr Auszeit genommen. In dieser Zeit möchte sie eine Ranger-Ausbildung absolvieren und über ihr Leben und ihre Ziele nachdenken. Ich muss zugeben, dass mich der schwarze Kontinent nicht wirklich reizt. Mich zieht es eher nach Neuseeland oder Asien, aber die bildhaften Beschreibungen der afrikanischen Wildnis und Tierwelt haben mich sofort in den Bann geschlagen. Die Erfahrungen, die Gesa macht, sind spannend erzählt. Man fühlt sich direkt mit der jungen Frau verbunden und begleitet sie bei ihren Abenteuern. Gemeinsam schwitzt man vor den Prüfungen, die sie ablegen muss, sitzt aber auch mit ihr am Lagerfeuer, schaut einem Elefanten ins Auge und nimmt wieder einmal Abschied von einem liebgewonnenen Reisebegleiter. Man fühlt sich jederzeit wie mitten drin im Abenteuer.

Der Schreibstil ist locker und leicht zu lesen. Gesa Neitzel beschreibt die Landschaft, die Tier- und Pflanzenwelt und die Menschen, denen sie während ihrer Ausbildung begegnet, sehr bildhaft und empathisch.
Die Schönheit der Wildnis wirkte auf mich als Leser äußerst lebendig beschrieben. Das enorme Wissen, das sich Gesa in dieser Zeit über die Natur aneignete, ist bemerkenswert. Nach ihrer Zeit in Afrika lebt Gesa nach ihrem neuem Motto: Lebe den Augenblick.

In der Mitte des Buches findet man Fotos von Gesas Stationen in Botswana, Südafrika, Namibia und ihren Urlaub auf Sansibar.

Fazit:
Ein lesenswerter Erlebnisbericht einer jungen Frau, die sich auf die Suche nach sich selbst begibt und eine Rangerausbildung in Afrika absolviert. Spannend und lebendig erzählt.

TTT #584 - Zeige 10 Bücher in deren Titel kein E vorkommt


Heute haben wir wieder ein etwas anderes Thema beim Top Ten Thursday, das unsere liebe Aleshanee jeden Donnerstag veranstaltet. Wir suchen nämlich

10 Titel, in denen kein E vorkommt

 

Ich habe diesmal echt lange gesucht! Kaum zu glauben, wie viele "E's" in Buchtitel sind oder generell in Wörter.
Deshalb sind auch Bücher aus 2018 dabei, Bücher, die keine 4 oder 5 Sterne bekommen haben und auch welche, die ich bereits irgendwann gezeigt habe...sorry!
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Hard Land - Benedicht Wells
Nachttod - Johanna Mo
Blutgrund - Peter Glannniger
Samy - Zdenka Becker
Johanna - Renate Welsh
Kranichland - Anja Baumheier
Natrium Chlorid - Jussi Adler Olsen
Troubadour - Christoph Görg
Tschick - Wolfgang Herrndorf
Mit Hanna nach Havanna - Theresia Graw
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Den link zu meinen Rezensonen findet ihr direkt, wenn ihr auf den Titel klickt.
Viel Spaß!


Kaltherz - Henri Faber

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     

     

    • Broschiert: 416 Seiten
    • Verlag: ‎ dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG; 1. Edition (18. Mai 2022)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3423220120
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3423220125
    • Genre: Thriller



dtv Kurzbeschreibung:
Acht Minuten. Länger war die fünfjährige Marie nicht alleine. Doch als ihre Mutter zum Auto zurückkommt, ist Marie spurlos verschwunden. Kommissarin Kim Lansky übernimmt den Fall. Es ist ihre letzte Chance, sich als Ermittlerin zu beweisen. Die Suche nach der Wahrheit führt sie in die dunkelsten Kapitel ihrer eigenen Vergangenheit – und zu einer erschreckenden Frage: Warum bleiben gerade in München so viele Kinder verschwunden?

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Henri Fabers erster Thriller "Auswegslos" habe ich bereits gelesen, aber auch noch immer nicht rezensiert...oh weh! Deswegen werde ich heute gleich meine Rezension zu "Kaltherz" tippen, damit ich noch alles gut im Gedächnis habe. Den Thriller habe ich innerhalb von zwei Tagen durchgelesen, denn "Kaltherz" bietet neben Spannung und zahlreichen Wendungen auch facettenreiche Figuren.

Als Clara Lippmann ihre fünfjährige Tochter Marie alleine im Auto zurücklässt, um die Toilette aufzusuchen, ist das Mädchen bei ihrer Rückkehr spurlos verschwunden. Die bereits angeschlagene Ehe der Lippmanns gerät noch mehr ins Wanken. Clara ist psychisch labil und leidet an Schuldgefühlen. Sie begeht einen Selbstmordversuch und landet im Krankenhaus, während ihr Ehemann Jürgen seine Karriere noch mehr voranzutreiben versucht. Nach vier Monaten hat die Polizei noch keinerlei weitere Hinweise, als der leitende Kommissar an einem plötzlichen Herztod verstirbt. Kim Lansky erhält ihre letzte Chance sich zu beweisen, nachdem sie aus anderen Abteilungen wegen ihrer unkonventionellen Art geflogen ist. Ihre Ansicht von Recht und Gerechtigkeit steht nicht immer im Einklang mit dem Gesetzbuch. Sie kommt aus einem schwachen sozialen Umfeld, was ihr gleichzeitig auch einige Vorteile verschafft, weil sie genau weiß, wie Menschen aus dieser sozialen Schicht handeln. Kommissar Rizzi, der aus demselben Umfeld kommt und seit ihrer Kindheit ein guter Freund ist, holt Kim in die Abteilung für Vermisstenfälle. Und es dauert nicht lange bis Lansky eine Spur findet....

Henri Faber schreibt schlicht, aber fesselnd und dynamisch. Der Thriller ist in fünf Teile gegliedert. Die kurzen Kapitel animieren zum sofortigen weiterlesen. Henri Faber hat einen ziemlich komplexen und raffinierten Plot aufgebaut, der mit vielen Wendungen überrascht. Auch der Titel des Buches wird erklärt, was ich immer als ein schönes Detail empfinde.
Der Autor lässt die einzelnen Figuren aus der Ich-Perspektive erzählen. Besonders interessant fand ich dabei den Einblick in Maries Gedankenwelt. Ihre Sicht der Dinge wurden sehr authentisch geschildert.
Aber auch die restlichen Charaktere sind intensiv dargestellt und sehr facettenreich.
Der Thriller ist voller unerwarteter Wendungen und konnte mich absolut fesseln. Wie auch schon bei "Ausweglos" ist von Anfang an nichts, wie es zu sein scheint.

Es gibt auch kleine Kritikpunkte. Manchmal fand ich einzelne Figuren doch etwas überzeichnet. Und warum haben wir hier schon wieder eine kaputte Ermittlerin? Außerdem mochte ich die unangebrachten Aussagen des Autors zu Frauen, die Mode von der Stange anziehen oder deren Gegenteil "aufgebrezelten Business-Barbies" sind, nicht. Diese abfälligen Bemerkungen gab es nur gegenüber weiblichen Figuren, während dies bei männlichen nie vorkam. Normalerweise fallen mir solche Dinge nicht auf, aber hier empfand ich die negativen Bewertungen von weiblichen Äußerlichkeiten unangebracht. Dies fand ich ein wenig schade, auch wenn dies wohl gerade Meckern auf hohem Niveau ist.

Das Ende hält einige Überraschungen bereit und wirklich alle ungeklärten Fragen wurden zufriedenstellend beantwortet.

Fazit:
Ein spannender Psychothriller, der mit zahlreichen überraschenden Wendungen und facettenreichen Figuren glänzt. Ich empfehle "Kaltherz" gerne weiter.

 

Mein Lesemonat Juli

 Hallo meine lieben Bücherwürmer!

Puh, was für ein heißer Juli! Ich bin ja alles andere, als ein Sommerkind und die hohen Temperaturen sind so gar nichts für mich. Die letzten tage war es dann wieder angenehmer und es hat auch geregnet. Die Natur braucht den Regen sehr und meine Blumen sehen nun auch wieder etwas besser aus.

Wart ihr schon auf Urlaub oder steht er noch bevor? Ich war ja schon in Schweden und habe jetzt noch eine Woche Urlaub zuhause. Die Tage sind größtenteils mit Treffen lieber Freundinnen geplant, die ich nur selten sehen kann, weil sie weiter weg wohnen und mit Musical- oder Kinobesuchen. Darauf freue ich mich schon sehr.

Nun schauen wir aber mal auf den Lesemonat zurück...

Im Juli habe ich 12  Bücher gelesen und rezensiert. An Seiten waren es 4.829 - mein bisher schlechtester Monat....zuvor war es noch der Juni.  
Das dickste Buch hatte 506, das dünnste 287 Seiten.
Es werden in nächster Zeit wohl keine 15 Bücher mehr pro Monat werden, denn auch diesen Monat sind es wieder weniger und ab September wird es dann wieder sehr stressig in der Arbeit. Da wird weniger Lesezeit übrig bleiben. So ist das eben....

Die Genres waren wieder gemischt, wenn auch nicht so stark, wie in der letzten Zeit.
Ich habe Romane, Krimis, historische Romane und historische Krimis, sowie Thriller gelesen.

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 Juli:
  1. Die Verdammten - Astrid Korten  (376 Seiten)   4 Sterne
  2. Friedhofsengel - Regine Seemann  (320 Seiten)  4 1/2 Sterne
  3. Diabolischer Engel - Petra K. Gungl  (372 Seiten)   3 1/2 Sterne
  4. Caffè in Triest - Günter Neuwirth  (440 Seiten)  3 Sterne
  5. Der Duft von Marienkäfern - Dany Matthes   (287 Seiten)  3 1/2 Sterne
  6. Eine Frage der Chemie - Bonnie Garmus  (464 Seiten)  4 1/2 Sterne
  7. Die Hafenärztin: Ein Leben für das Glück der Kinder - Henrike Engel  (464 Seiten)  4 1/2 Sterne
  8. Hard Land - Benedict Wells  (352 Seiten)  5 Sterne
  9. Der Duft der Kirschblüten - Rosalie Schmidt  (448 Seiten)  3 Sterne
  10. Die versteckte Apotheke - Sarah Penner  (384 Seiten)   4 Sterne
  11. Die Rückkehr zum Horizont - Alexandra Fischer (506 Seiten)  4 Sterne
  12. Fuchsmädchen - Maria Grund  (416 Seiten)  2 1/2 Sterne
    Juli Gesamtseitenzahl: 4.829

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    Mein HIGHLIGHT im Juli


    Eindeutiger Sieger des Monats Juli ist "Hard Land" von Benedict Wells. Ein wunderbarer Roman, der mich in meine Zeit als Jugendliche zurückversetzt hat.
    Ebenso eindeutig ist leider auch meine Low Light....

    Meine ENTTÄUSCHUNG im Juli
 
Ich liebe Skandinavien, aber bei Thrillern ist es immer so eine Sache... mit kaputten Ermittlern ist "Fuchsmädchen" von Maria Grund wirklich nicht zu überbieten.
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Bei der Weltenbummler Challenge werde ich immer schlechter. Dies ist mein bisher schwächster Monat, weil ich ganz 5x in Deutschland und 2x in den USA war und somit immer nur einen Punkt pro Land bekommen habe.
Somit sind es insgesamt nur 29 Punkte....puh 🙈 sich die Augen zuhaltendes Affengesicht Emoji — Bedeutung, Kopieren und  Einfügen


Meine Challenges:
Weltenbummler Challenge: 400 Punkte  (+29 Punkte)
besuchte Länder: 7 (Deutschland, Großbritannien, Italien, Österreich, Samoa, Schweden, USA)

Fuchsmädchen - Maria Grund

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     

    • Broschiert: 416 Seiten
    • Verlag: ‎ Penguin Verlag; Deutsche Erstausgabe Edition (24. Januar 2022)
    • Übersetzer: ‎ Sabine Thiele
    • ISBN-10 : ‎ 3328107053
    • ISBN-13 : ‎ 978-3328107057
    • Originaltitel: ‎ Dödssynden
    • Genre: Thriller
    • Reihe: ja - Band 1 der Berling und Pedersen Reihe



Penguin Kurzbeschreibung:
Eisige Kälte herrscht an jenem Sonntag auf der Insel vor der Küste Schwedens, als man die Leiche eines jungen Mädchens in einem verlassenen Kalksteinbruch entdeckt. Das Verstörende an dem Fall: Die Tote hat eine unheimliche Fuchsmaske bei sich. Ermittlerin Eir bleibt nichts anderes übrig, als sich auf die Zusammenarbeit mit ihrer neuen Kollegin Sanna einzulassen. Denn nur Tage später ist eine weitere Frau tot – und auch in ihrer Wohnung finden sich Hinweise auf eine Maske. Ein eiskalter Serienmörder hinterlässt eine blutige Spur auf der Insel und muss gestoppt werden. Doch mit Schrecken erkennt Eir, dass nicht nur das nächste Opfer vor dem Killer retten muss – auch Sanna birgt ein dunkles Geheimnis und droht, vom Strudel ihrer Vergangenheit in den Abgrund gerissen zu werden … 

Meine Bewertung: * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Schwedische oder generell skandinavische Thriller sind immer so eine Sache. Sie können richtig gut sein oder genau das Gegenteil. Schwierig wird es fast immer bei den Figuren und das gilt auch für "Fuchsmädchen". Man hat das Gefühl, dass in Schweden fast nur kaputte Menschen leben. Da ich das Land erst vor wenigen Wochen besucht habe, kann ich das kaum behaupten. Natürlich sieht man nicht hinter die Fassade jedes Menschens, aber mich nervt es wirklich schon eine Weile, dass es bei den skandinavischen Thrillern nur kaputte Ermittler gibt. Viel zu selten gibt es Ausnahmen. Bei diesem Thriller leider nicht.

Als bei einem verlassenen Kalksteinbruch die Leiche eines jungen Mädchen gefunden wird, steht für die Polizei schnell fest, dass es Selbstmord war. Im Wasser wird jedoch eine Fuchsmaske gefunden, die Rätsel aufgibt. Kurze Zeit später wird eine weitere Leiche entdeckt. Eine ältere Frau wurde in ihrem Haus brutal ermordet, vom gehbehinderten Mann fehlt jede Spur. Die kreuzförmige Wunde am Hals und ein weiterer Hinweis auf Tiermasken lassen die beiden Ermittlerinnen Sanna Berling und Eir Pedersen stutzen. Sie befürchten, dass die erste Tote keinen Selbstmord begangen hat und sich ein Serienmörder auf der Insel herumtreibt....

Eigentlich ist die Idee mit den Masken und ihrer Bedeutung dahinter gelungen. Auch der eigentliche Hintergrund zu den Todesfällen ist interessant, jedoch ist die Umsetzung schlecht.
Sprachlich ist der Thriller in Ordnung. Man braucht bei einer Geschichte in diesem Genre keine hochtrabenden oder poetischen Sätze. Der Thriller liest sich gut, auch wenn er lange Zeit benötigt um endlich in Fahrt zu kommen. Es gibt etliche Längen und die Spannungskurve fällt zeitweise sehr ab.

Die Autorin beschreibt zwar einige sehr blutige Details, jedoch lebt ein Thriller nicht nur davon. Es gibt Gewaltexzesse bei Kindern und viel Wind um die sieben Todsünden, doch im Großen und Ganzen wirkt der Fall viel zu konstruiert und plakativ. Auch die Auflösung überzeugt nicht.

Es hapert aber nicht nur am Fall selbst, sondern auch an den beiden Ermittlerinnen. Sanna Berling, die Polizistin vor Ort, wohnt in einer alten Garage, ist tablettenabhängig und trauert um Mann und Kind, die vor zehn Jahren Opfer einer Brandkatastrophe wurden. Ihre neu zugeordnete Kollegin Eir Pedersen ist gewaltbereit und wurde strafversetzt, denn sie verliert leicht ihre Selbstbeherrschung. Ihre drogenabhängige Schwester wohnt kurzfristig bei ihr, um die sich Eir kümmert. Außer diesen offensichtlichen Fakten bleiben die beiden Figuren jedoch oberflächlich und blass. Von den geworbenen "starken Frauen" ist weit und breit keine Spur! Und vorallem - wer lässt eine schwer traumatisierte Polizistin in den Außendienst zurück?
Auch die Nebenfiguren sind alles andere als Sympathieträger. Es wimmelt von unfähigen Müttern, Sexualstraftätern, Psychotikerinnen und religiösen Fanatikern. Ich brauche nicht immer sympathische Charaktere, aber wenn es nur davon wimmelt, wird es für mich anstrengend.

Zusätzlich wird die Insel alles andere als fremdenverkehrstauglich beschrieben. Kälte, Einöde und Dunkelheit sind die Hauptattribute des Settings. Die düstere Atmosphäre wird dadurch noch verstärkt.

Für mich war dieser Thriller leider eine Enttäuschung, obwohl die Autorin für "Fuchsmädchen" mit dem Crime Award nominiert wurde. Ich empfehle euch selbst ein Bild zu machen, wenn ihr skandinavische Thriller mögt. Wenn ihr dem schwedischen Krimi/Thriller sowieso skeptisch gegenübersteht, dann rate ich dazu die Finger davon zu lassen.

Cover:

von links nach rechts:
das schwedische originalcover, das italienische, das eher horrormäßige Cover aus Estland und das spanische. Sehr unterschiedliche Darstellungen meiner Meinung nach, auch wenn auf drei von vier ein Haus abgebildet ist.

Fazit:
Für mich war dieser Thriller leider nichts. Maria Grund hat Langeweile mit brutalen Szenen gekoppelt, die Figuren sind alles andere als Sympathieträger und die Auflösung überzeugt ebenfalls nicht. Ich werde die Reihe nicht weiterverfolgen!

Die Rückkehr zum Horizont - Alexandra Fischer

     

    • Taschenbuch: 506 Seiten
    • Verlag: ‎ BoD – Books on Demand; 1. Edition (5. April 2022)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3755748835
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3755748830
    • Genre: Familiensaga
    • Reihe: Band 2  der Bahlow-Saga

     

Amazon Kurzbeschreibung:
Apia, 1925: Aufgrund der wirtschaftlichen Lage in Deutschland kehren die Schwestern Helene und Martha mit ihren Kindern nach Westsamoa zurück, das mittlerweile unter neuseeländischer Verwaltung steht. Sie übernehmen die elterliche Plantage Tamalele und versuchen, in der ehemaligen deutschen Kolonie wieder Fuß zu fassen. Doch nicht nur ihre gegensätzlichen Charaktere sorgen für Spannungen in der Familie, sondern auch die Entwicklung ihrer Kinder, die völlig unterschiedlich auf die neue Heimat reagieren. Als die Weltwirtschaftskrise ihre Schatten auf die Südsee wirft und der Mau-Aufstand der Samoaner die Inseln erschüttert, werden Helene und Martha auf eine harte Probe gestellt. Wird es ihnen gelingen zusammenzuhalten, um das Erbe ihrer Familie zu retten?

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Den ersten Band "Der Traum vom Horizont" habe ich 2016 gelesen und war damals wirklich begeistert. Die Autorin hat sich Zeit genommen mit ihrer Fortsetzung, die nach sechs Jahren nun dieses Jahr erschienen ist. Gleichzeitig gab es auch ein Cover-Relounch für den ersten Band, damit die beiden Bände zusammenpassen. Glücklich bin ich damit nicht, denn ich fand das Cover des damaligen ersten Bandes schöner und außerdem habe ich jetzt zwei unterschiedliche Bücher im Regal...hm, der innere Monk schreit hier ganz laut. Kennt ihr das auch?

In einer gemeinsamen Leserunde auf meinen Blog haben die liebe Nicole und die liebe Sabine mitgelesen, die ebenfalls den ersten Band bereits kannten. Wir waren nun richtig gespannt auf die Fortsetzung....

Wir schreiben das Jahr 1925. In "Die Rückkehr zum Horizont" begleiten wir die Schwestern Helene und Martha, ehemalige von Bahlows, die nach Samoa reisen. In Deutschland sieht Helenes Ehemann Siegfried keine Zukunft mehr und stellt einen Antrag in die Südsee zurückkehren zu dürfen, nachdem die deutsche durch die neuseeländische Verwaltung der Insel abgelöst wurde. Vorallem dank Aumoe, der ein Halbblut ist, wird diese genehmigt. Helene ist alles andere als glücklich, denn sie verbindet nur schlimme Erinnerungen an ihre Zeit auf Samoa, während Martha überglücklich ist, mit ihren beiden Söhnen Aumoe und Paul in "die Heimat" zurückkehren zu dürfen. Auf Samoa angekommen, fällt die Begrüßung des neuseeländischen Bevölkerung nicht gerade herzlich aus. Sehr schnell merkt die deutsche Familie, dass sie nicht willkommen sind. Unwissentlich wird ihnen die ehemalige Plantage Tamalele, die damals ihre Eltern betrieben haben, zugeteilt.

Während Helene und Martha um ihr Glück kämpfen und sich eine neue Heimat aufbauen möchten, entwickeln sich ihre Kinder unterschiedlich. Helenes Sohn Hans, der Deutschland nie verlassen wollte, muss hart arbeiten, während Aumoe seinen Vater aufsucht und die Plantage verlässt. Gertrud und Emilie, die beiden Töchter von Helene, müssen ebenfalls mithelfen, denn die chinesischen Zwangsarbeiter sind nicht immer gewillt hart zu arbeiten. Eine große Hilfe ist Jack Riddel, der neuseeländische Verwalter.
Mit steigenden Alter der Kinder werden die Konflikte untereinander immer größer. Vorallem die Frauen sind wieder gefordert, während die Männer ihre Kämpfe ausfechten und Hass die Familie zu entzweien droht.
Ebenso brodelt es auf der Insel, denn die Neuseeländer wollen die Einwohner nicht anerkennen und beginnen sie immer mehr zu unterdrücken. Auch den Deutschen werden immer mehr Steine in den Weg gelegt und die Stimmung auf der Insel ist mehr als angespannt. 

Alexandra Fischer hat das Problem der Inselbevölkerung, ihre Unterdrückung und die politischen Probleme zwischen den Deutschen und Neuseeländern sehr lebendig dargestellt. Historische Ereignisse werden gut in die Handlung eingewoben, damalige Lebensumstände sowie die Kultur und die Unterdrückung der Samoaner sehr gut dargestellt. In der Mitte des Romans überwogen für mich allerdings die politischen Quereleien zu sehr und es kamen ein paar Längen auf.

Die Charaktere sind sehr lebendig gezeichnet und entwickeln sich weiter, wenn auch nicht alle in eine positive Richtung.
Der Schreibstil ist wie immer bei Alexandra Fischer sehr bildhaft und lebendig. Auch das Leben auf Samoa und die wunderschöne Inselwelt wird authentisch und ausdrucksstark beschrieben. Diesmal legt die Autorin aber den Fokus mehr auf den geschichtlichen und politischen Hintergrund. 

Das Buch ist wunderschön gestaltet. Die Kapitelanfänge sind durch ganzseitige Hintergrundbilder hervorgehoben. Zu Beginn des Romans gibt es eine Landkarte mit den beiden Inseln Samoas, die nach dem Ersten Weltkrieg Neuseeland und der USA zugeteilt wurden. Ebenfalls gibt es noch eine kurze Einführung zu den geschichtlichen Hintergründen betreffend der Übernahme nach dem großen Krieg.

Fazit:
Die Fortsetzung einer spannenden Familiensaga in der farbenprächitgen Kulisse von Samoa. Für mich war dieser zweite Teil etwas schwächer als Band 1. Das Ende lässt auf einen dritten Band hoffen, denn nicht alle Handlungsstränge wurden aufgelöst.

Die von Bahlow-Saga:

  1. Der Traum vom Horizont  *Rezi*
  2. Die Rückkehr zum Horizont

TTT 583 - Zeige uns 10 Bücher mit einem blauen Cover

 

Jede Woche stellt die liebe Alesheanee für uns ein Thema zum Top Ten Thursday zusammen.
Diesmal ist es wieder ein visuelles: Wir suchen

10 Bücher mit einem blauen Cover

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Eisflut 1784 - Marcus Hasenkopf 
Krone des Himmels - Juliane Stadler
Mord auf dem Eis - Beate Maly
Die Totenärztin - René Arnour
Frostgrab - Allie Reynolds
Der süße Himmel der Schwestern Lindholm - Andreas Russo
Wir gegen euch - Fredrik backman
Die Mitternachtsbibliothek - Matt Haigh
Schweige still - Michael Robotham
Land im Sturm - Uwe Schiewe
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Heute findet ihr den link zu den Büchern direkt im Titel...sorry, akuter Zeitmangel ;)
Welche Bücher finde ich heute bei euch?



 

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