- Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
- Verlag: HarperCollins Hardcover; 1. Edition (21. Juli 2022)
- Übersetzer: Julia Walther
- ISBN-10: 3365001506
- ISBN-13: 978-3365001509
- Originaltitel: The Lost Apothecar
- Genre: Historischer Roman, zwei Zeitebenen
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| Die Bildrechte liegen beim Verlag |
HarperCollins Kurzbeschreibung:
Gift, Rache und ein geheimer Frauenbund Im London des 18. Jahrhunderts raunen sich Frauen hinter vorgehaltener Hand zu, dass es einen Ausweg aus besonders gewalttätigen Ehen gebe: Eine junge Apothekerin rettet sie mit tödlichen Arzneien aus der Not, eine versteckt übermittelte Nachricht genügt. Doch was, wenn aus der Retterin die Gejagte wird? Knapp 200 Jahre später stößt die Historikerin Caroline Parcewell auf die außergewöhnliche Geschichte der giftmischenden Apothekerin und setzt damit unerwartete Ereignisse in Gang – nicht nur ihr eigenes Leben wird nicht mehr dasselbe sein …
Meine Bewertung: * * * *
Buch zur Weltenbummler Challenge
Meine
Meinung:
Wow, der Klappentext und vorallem auch die Leseprobe hat mich richtig geflasht! Umso mehr habe ich mich gefreut, dass ich nach einer Absage bei vorablesen bei Lovelybooks Glück hatte und dieses Schmuckschmuck lesen durfte.
Ich muss zugeben, dass ich mir mit meiner Rezension sehr schwer tue. Die Geschichte hat mich auf den ersten 200 Seiten richtig geflasht und ich war mir sicher hier ein weiteres 5 Sterne Buch in meinen Händen zu halten. Doch leider konnte die Autorin die Spannung nicht durchgehend aufrecht halten. Ich hatte plötzlich keine Mühe mehr das Buch kurz zur Seite zu legen und das Ende war mir etwas zu konstruiert. Trotzdem lässt sich die Geschichte sehr flüssig lesen und ich habe mich wirklich gut. Nur nach dem fulminanten Beginn war ich etwas enttäuscht. Das ist jedoch Meckern auf hohem Niveau, weil man sich ganz einfach wünscht, dass die Geschichte genauso spannenend und interessant weitergeht....
London 1792. Als Leser lernt man zuerst Nella kennen, die Apothekerin aus dem Klappentext, die sich nach dem frühen Tod ihrer Mutter und einer unglücklichen Liebe zwar weiter den geliebten Kräutern widmet, jedoch auf andere Weise. Während ihre Mutter in ihrer Apotheke Arzneien herstellte, um Kranke zu heilen oder deren Leid zu mildern, hat sich Nella auf die dunkle Seite begeben. Wer kennt sie nicht, die Pflanzen, die in der richtigen Dosierung verabreicht, statt hilfreich plötzlich tödlich sind? Genau damit handelt Nella. Hinter einer gut getarnten Adresse bereitet sie genau diese Form von Arzneien zu. Es sind Giftmischungen für Frauen, die sich vor übergriffigen Dienstgebern, untreuen Ehemännern oder geldgierigen Brüdern schützen wollen und diese ins Jenseits befördern. Dabei hält sich Nella an zwei Regeln. Regel Nummer Eins: Einer Frau darf niemals Leid zufügt werden. Regel Nummer Zwei: Jede ihrer Kundinnen wird in ihrem Tagebuch
verewigt, um sie für die Nachwelt "unsterblich" werden zu lassen.
Als eines Tages das zwölfjährige Dienstmädchen Eliza in Nellas
Apotheke auftaucht, setzt sich ein gefährliche Abfolge von
Ereignissen in Gang, in deren Folge Nella gezwungener Maßen gegen ihre eigene Regel verstoßen muss.....und so nimmt das Unglück seinen Lauf.
Zweihundert Jahre später findet die Amerikanerin Caroline bei einem "mudlarking" (im Flussschlamm nach Wertgegenständen suchen) eine Phiole mit einer seltsamen Gravur. Um sich von ihren Eheproblemen abzulenken, stürzt sie sich auf die Recherche zur Herkunft ihres Fundes und stößt auf die Giftmischerin aus dem 18. Jahrhundert. Gemeinsam mit einer Bibliothekarin sucht Caroline hinter das Geheimnis ihres Fundes zu kommen...
Erzählt wird die Story aus drei unterschiedlichen Sichtweisen und zwar aus der von Nella, der zwölfjährigen Eliza und Caroline. Der Perspektivenwechsel
treibt das Lesetempo voran. Die Figuren sind nicht vollkommen umd machen Fehler und genau das macht sie auch glaubwürdig und sympathisch.
Zu Nella und Eliza fand ich sofort Zugang. Die Autorin hat die düstere Atmosphäre von London im späten 18. Jahrhundert wunderbar eingefangen. Durch den altertümlichen Stadtplan, der auch in der Geschichte eine wichtige Rolle spielt, können wir den Figuren durchs alte London folgen und der alte Apothekerschwur auf der ersten Seite stimmt den Leser bestens auf die Geschichte ein.
Bei Caroline tat ich mich hingegen etwas schwerer. Fand ich ihre Neugierde anfangs noch spannend, waren mir ihre Nachforschungen teilweise etwas zu weit hergeholt. Mir fiel es schwer zu glauben, dass eine Touristin innerhalb kürzester Zeit die versteckte Location findet, die zweihundert Jahre lang unentdeckt geblieben ist. Ihre Recherche verlief für mich ebenfalls viel zu glatt. Außerdem fragt man sich, ob die Machenschaften der Apothekerin nicht schon viel früher hätte auffliegen
müssen. Und zu Ende hin hat die Autorin einen überraschenden Plottwist im Vergangenheitsteil eingebaut, der für mich leider nur unglaubwürdig wirkt.
Am Ende des Romans gibt es interessante
Zusatzinformationen zu Nellas Giftapotheke und den unterschiedlichem Gebrauch von Kräutern, Pflanzen oder Käfern.
Cover:
Der Roman wurde schon in sehr viele Sprachen übersetzt!
Von links nach rechts:
das englische Originalcover, das Harper Collis Gott sei Dank auch für die deutsche Ausgabe übernommen hat, danach das italienische, das französische, das niederländische, das litauische, das spanische und das portugiesische Cover
Noch ein Wort zum Buch hinter dem Umschlag. Das Hardcover ist innen genauso wundervoll bedruckt wie das abnehmbare Cover. Auf lilafarbenen und blauen Untergrund findet man die Blumen vom Cover wieder - ein wahres Schmuckstück!
Fazit:
Der
Debütroman von Sarah Penner begann wirklich extrem stark und verfing
sich danach leider etwas in Unglaubwürdigkeiten. Wem dies nicht stört,
der wird hier einen aufregenden Roman auf zwei Zeitebenen mit
einem Hauch Magie vorfinden, der auf jeden Fall in Erinnerung bleiben
wird.
Den nächsten Roman der Autorin werde ich auf jeden Fall lesen und ich bin schon gespannt, welchem Thema sie sich widmen wird.
















Hallo Martina,
AntwortenLöschenah ich finde das auch immer total schade, wenn ein Buch super gut anfängt und dann das Niveau nicht ganz halten kann. Oftmals ist das ja bei Reihen so, dass der erste so genial ist und die Nachfolger dann nicht oder ich hatte es auch erst bei Cinderella ist tot. Da ging es mir genauso.
Es ist schön, dass es trotzdem unterhaltsam war, aber am Ende bleibt trotzdem etwas Wehmut zurück.
Die Geschichte klingt auf jeden Fall immer noch interessant und eigentlich hätte ich auch mal wieder Lust auf so ne 2-Zeitebenen Geschichte. Mal gucken, was die Zeit so hergibt ;).
Liebe Grüße,
Steffi vom Lesezauber
Hallo Martina,
AntwortenLöschenschade, dass dich das Buch nach den ersten 200 Seiten weniger begeistert hat, aber alles in allem klingt es trotzdem interessant und meine Neugier ist weiterhin geweckt. Ich hatte es letztens auch in der Hand und es ist wirklich wunderschön, auch unter dem Cover.
Liebe Grüße,
Sandra
Es ist ein wirklich gutes Buch, aber dadurch, dass es zu beginn wirklich toll war, war ich ein bisschen enttäuscht, wie es weiter verlief...
LöschenLG Martina
Liebe Martina
AntwortenLöschengestern war ich in einer Buchhandlung am Schmökern, habe aber "Die versteckte Apotheke" nicht gefunden. Ich war gespannt auf das Aussehen des Hardcovers, wenn du schon so vorschwärmst :-)
Das Cover ist eh ein Eyecatcher (das Original- und das deutsche Cover gefallen mir am besten) und ich wollte es erst auch sofort lesen, der Inhalt hört sich vielversprechend an, doch dann wurde ich ein bisschen unsicher und wollte erst erste Meinungen abwarten. Deine geht in die von mir gedachte Richtung, deshalb werde ich es sicher mal noch, aber nicht zeitnah lesen.
Liebe Grüsse
Anya
Mir hat das Buch damals auch sehr gut gefallen. Das Cover ist einfach hinreißend.
AntwortenLöschenLiebe Martina
AntwortenLöschenDas Buch ist mir schon einige Male begegnet und obwohl die Beschreibung spannend klingt, hat mich bis jetzt keine Rezension so wirklich überzeugt.
Deshalb habe ich mich schon sehr auf deine Rezension gefreut und bin mir nun sicher, dass die Geschichte nichts für mich ist. Ein toller Start, der dann aber nachher an Sog verliert und auch, was du zu Carolines Nachforschungen schreibst, schrecken mich eher ab.
Lieben Dank für die sehr aussagekräftige Rezension.
Alles Liebe
Livia