Der Morgen davor und das Leben danach - Ann Napolitano

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     

    • Broschiert: 416 Seiten
    • Verlag: Diana Verlag; Deutsche Erstausgabe Edition (10. Mai 2021)
    • Übersetzer: Carola Fischer
    • ISBN-10 : 3453360486
    • ISBN-13 : 978-3453360488
    • Originaltitel : Dear Edward
    • Genre: Gegenwartsliteratur



Diana Kurzbeschreibung:
An einem Sommermorgen besteigen der zwölfjährige Edward und seine Familie ein Flugzeug, das sie von New York nach Los Angeles bringen soll. Auf halbem Weg über das Land, stürzt das Flugzeug ab. Edward ist von einhundertsiebenundachtzig Passagieren der einzige Überlebende. Was geschah in den Stunden davor? Wie geht sein Leben nach dem schmerzvollen Verlust weiter? Die atemberaubende Odyssee eines Jungen, dessen einsames Herz wieder lernen muss zu lieben. 

Meine Bewertung: * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Der Roman von Ann Napolitano erzählt das Schicksal des erst 12jährigen Edward, der bei einem Flugzeugabsturz von 187 Passagieren als Einziger überlebt hat. Ein Thema, bei dem einem die Gänsehaut über den Rücken läuft und über das ich gerne lesen wollte. Auch die Leseprobe hat mir sehr gut gefallen und deshalb habe ich mich gefreut, dass ich für die Vorab-Leserunde bei Lovelybooks ausgewählt wurde.

Ich fange diesmal nicht von vorne, sondern mit dem Nachwort der Autorin an, das mich fasziniert hat. Sie hat acht Jahre an diesem Buch gearbeitet und hat die beiden Flugzeugkatastrophen des Fluges 771 der Afriqiyah Airways von Südafrika nach Libyien, bei dem ein 9jähriger niederländische Junge der einzige Überlebende war und den Absturz der Air France Maschine Flug Nr. 447 von Buenos Aires nach Paris zur Inspiration für ihre Geschichte genommen.
Nachdem ich die letzte Seite gelesen hatte, musste ich googeln und war entsetzt über die Vorkommnisse, die zum Absturz der Air France führten. Das Gespräch des Piloten und des Co-Piloten wird im Roman wiedergegeben und man kann es auch auf Wikipädia nachlesen. Ich muss zugeben, dass ich mir nun noch mehr Gedanken mache, wenn ich mich in die nächste Maschine setzen werde - wann immer das auch sein wird.

Die Autorin erzählt im Wechsel beginnend vom Morgen des Abfluges und dem Leben von Edward nach dem Absturz. Den deutschen Titel finde ich daher sehr gut gewählt.
In der Gegenwart begleiten wir Edward auf seinem Weg zurück ins Leben. Seine Tante und sein Onkel geben ihm ein neues Zuhause, aber haben selbst Probleme mit dem Tod ihrer Angehörigen umzugehen. Einen besonderen Platz nimmt Shay ein. Sie ist gleichaltrig und das Nachbarmädchen. Ihr Umgang mit Edward war genau richtig und hat ihm in dieser schweren Zeit sehr viel geholfen.
Zu Beginn war ich etwas irritiert, dass einige Passagiere des Fluges sehr genau beschrieben wurden und mir eigentlich Edward und seine Familie (Vater, Mutter und Bruder Jordan) viel zu kurz kam. Erst im weiteren Verlauf der Geschichte wird klar, warum die Autorin diese Art der Erzählung gewählt hat. Trotzdem gefiel mir genau deswegen die zweite Hälfte etwas besser, als sich der Fokus mehr auf Edward richtete und auch sein Umgang mit der Trauer etwas mehr Raum erhielt. Für mich hätte dies schon früher sein sollen und die Mitreisenden, denen viel Platz eingeräumt wird, hätten mehr im Hintergrund bleiben sollen. Zusätzlich fand ich die Beschreibung dieser ausgewählten Passagiere oftmals als sehr exaltiert...typisch amerikanisch, finde ich. Edward war zwar die zentrale Figur, kommt meiner Meinung aber als Person zu kurz. Man erfährt zu wenig über seine Gefühle und Gedanken auf seinen langen Weg zurück ins normale Leben.

Sehr gut gefallen und sehr genau recherchiert hat Ann Napolitano die letzten Begebenheiten kurz vor dem Absturz. Durch das bereits bekannte Ende wächst das Unbehagen beim Lesen potentiell an und ließ mich an meinen Fingernägeln knabbern.

Die Übersetzung war leider nicht immer glücklich. Es gab so einige Fehler und auch komisch klingende Sätze, die dem Lektorrat auffallen hätten müssen. Richtig gestört habe ich mich aber nicht daran...da habe ich schon andere Fehler in Büchern erlebt, die ich weniger akzeptieren konnte. Trotzdem haben diese Grammtik- und Rechtschreibfehler ab und zu den Lesefluss unterbrochen.

Cover:

von links nach rechts: drei englischsprachige Ausgaben, danach das portugiesische, das litauische, das dänische und das französische Cover

Fazit:
Ein sehr interessantes Thema, das die Autorin nur teilweise so vermitteln konnte, wie es ich es mir gewünscht hätte. Etwas mehr tiefgründiger Inhalt und den Fokus auf Edward und seine Gefühle hätten mir besser gefallen. Obwohl ich Mitleid mit Edward empfand, kam er mir nicht richtig nahe. Trotzdem eine interessante Lektüre zu einem nicht alltäglichen Thema.

Vielen Dank an den Diana Verlag und an Lovelybooks für das Rezensionsexemplar!

Meine Neuzugänge (noch) aus dem April

 Hallo meine Bücherwürmer!

Im April habe ich euch gar nicht meine Neuzugänge gezeigt. Das muss ich noch nachholen. Deshalb habe ich diese heute noch schnell für euch, bevor ich euch die Mai Neuzugänge zeigen werde. 

Entschuldigt bitte den sehr "orangenen Ton" des Fotos. Zeitlich habe ich kurz vor dem Sonnenuntergang fotografiert...das sieht man ;)

 __________________________________________
 


Benedict Wells
Hard Land
Gegenwartsliteratur

Missouri, 1985: Um vor den Problemen zu Hause zu fliehen, nimmt der fünfzehnjährige Sam einen Ferienjob in einem alten Kino an. Und einen magischen Sommer lang ist alles auf den Kopf gestellt. Er findet Freunde, verliebt sich und entdeckt die Geheimnisse seiner Heimatstadt. Zum ersten Mal ist er kein unscheinbarer Außenseiter mehr. Bis etwas passiert, das ihn zwingt, erwachsen zu werden. Eine Hommage an 80’s Coming-of-Age-Filme wie ›The Breakfast Club‹ und ›Stand By Me‹ – die Geschichte eines Sommers, den man nie mehr vergisst.
 

Ein absolutes Wunschbuch, das ich mir gekauft habe und nun wartet gelesen zu werden. Nach dem "Der große Sommer" von Ewald Arenz wollte ich nicht unbedingt gleich wieder einen Coming-of-Age Roman, der in den 1980igern spielt lesen, aber bald....

_____________________________________

Frederic Hecker
Rachekult
Thriller
Band 2

In Frankfurt herrscht drückende Hitze, als ein enger Freund von Kriminalhauptkommissar Fuchs an ominösen Verbrennungen stirbt. Während Fuchs gemeinsam mit der jungen Fallanalystin Lara Schuhmann in dem rätselhaften Fall ermittelt, geschieht ein weiterer Mord. Der perfide Killer arbeitet mit ebenso ungewöhnlichen wie brutalen Mordwerkzeugen, doch die Taten erscheinen willkürlich. Bis eine Spur mitten in die Reihen der Polizei führt. Fuchs muss sich dem dunkelsten Kapitel seiner Vergangenheit stellen, um weitere Morde zu verhindern – und nicht selbst zum Opfer zu werden.

Ich habe bei der Bloggeraktion rund um "Kleine Wunder um Mitternacht" den ersten Preis gewonnen und durfte mir 3 Bücher aus dem Programm von Limes, Blanvalet und Penhaligon aussuchen. "Rachekult" ist ein Buch davon

___________________________________________

Stephanie Butland
Die Frau auf dem Foto
Historischer Roman

In jedem Foto steckt ein Leben – niemand weiß das besser als die ehemalige Star-Fotografin Veronica Moon. Deshalb hatte sie als junge Frau mit dem Fotografieren begonnen. Und deshalb hat sie vor Jahren damit aufgehört.
Doch nun wird eine Ausstellung über ihr Lebenswerk für die Fotografin zu einer Reise in die Vergangenheit: von jenen wilden Tagen 1968, als sie in der Feministin Leonie Barratt eine Freundin fürs Leben findet, bis zu Leonies tragischem Tod, über den Veronica bis heute schweigt.
Die Ausstellung leitet ausgerechnet Leonies Nichte Erica, die so vieles von Veronica wissen möchte. Ist endlich die Zeit gekommen, ihr Schweigen zu brechen und die Vergangenheit loszulassen?

Dieses Buch hat mir der Droemer Knaur Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

______________________________________

Anne Stern
Fräulein Gold - Der Himmel über der Stadt
Historischer Roman
Band 3

Berlin, 1924. Hulda Gold arbeitet in der neuen Frauenklinik in Berlin-Mitte und versorgt dort die Frauen und ihre Neugeborenen. Die Geburtshilfe ist modern, Berlin am medizinischen Puls der Zeit. Doch es kommt zu einem tragischen Todesfall: Eine junge Schwangere stirbt bei einer Operation, die ausgerechnet der ehrgeizige Chef-Gynäkologe Egon Breitenstein durchführt.
Zufällig stößt Hulda auf Ungereimtheiten, die einen üblen Verdacht keimen lassen. Die Mauer des Schweigens, die sich in der Klinik aufbaut, ist für die Hebamme aber kaum zu durchdringen. Ein Dickicht aus Ehrgeiz und falschen Ambitionen umgibt die Ärzte, die bereit sind, ihr männliches Imperium zu verteidigen – wenn nötig, bis zum Äußersten.

Der dritte Band der Hulda Gold Reihe ist ebenflass bei mir eingezogen. Vielen Dank an den Rowohlt Verlag

_______________________________

Marie Lacrosse
Das Kaffeehaus - Falscher Glanz
Historischer Roman

Die junge Sophie von Werdenfels tritt ihre Stelle als Kaiserin Sisis Hofdame an. Doch im Hofstaat hat sie es schwer. Insbesondere die Gräfin Marie Festetics, Sisis Favoritin, verfolgt jeden ihrer Schritte mit Eifersucht und Argwohn. Sophie erlebt das vordergründig glamouröse, hinter den Kulissen jedoch zutiefst bigotte Leben am Kaiserhof mit. Als Hofdame muss sie auch an der Hochzeit ihrer großen Liebe Richard mit Amalie von Thurnau teilnehmen. Als sie selbst gegen ihren Willen mit einem viel älteren Adeligen verheiratet werden soll, flieht sie vom Hof ins Kaffeehaus ihres mittlerweile schwer kranken Onkels. Dort übernimmt sie die ersten Leitungsaufgaben …

Danke an die Autorin Marita Spang/Marie Lacrosse, die mir auch den zweiten Band zur Verfügung gestellt hat (und mich auch wieder im Nachwort erwähnt hat)

_______________________________________________

Roxanne Bouchard
Der dunkle Sog des Meeres
Thriller

Die Bewohner des kanadischen Küstenörtchens Caplan führen ein ruhiges Leben im Rhythmus des Meeres. Doch als die junge Catherine Day auf der Suche nach ihrer leiblichen Mutter in den Ort kommt und kurz darauf deren Leiche in einem Fischernetz gefunden wird, beginnen alte Geheimnisse die Wasser der malerischen Küste zu trüben. Frisch aus der Großstadt nach Caplan gezogen, wird Sergent Joaquín Morales in die Untiefen des merkwürdigen Todesfalles geworfen. Statt sich dem Auspacken seiner Kisten widmen zu können, sieht er sich mit dem eigenwilligen Verhalten der Dorfbewohner konfrontiert – denn diese haben ihren ganz eigenen Umgang mit der Wahrheit: Verhöre driften in Plaudereien ab, und Beweise treiben mit den Gezeiten davon. Schon bald muss Sergent Morales erkennen, dass sich dieser Fall keine Regeln aufzwingen lässt.

Bei Lovelybooks hatte ich nach längerer Zeit wieder einmal Glück und habe das Buch zur Leserunde gewonnen.

_______________________________________________

Lisa Wingate
Die Glasperlen Mädchen
Historischer Roman

1875: Nachdem der Amerikanische Bürgerkrieg das Land in Chaos gestürzt hat, werden drei Frauen auf ihrer Reise nach Texas zu unfreiwilligen Weggefährtinnen: Lavinia, die Tochter weißer Plantagenbesitzer, ihre Halbschwester Juneau Jane sowie Hannie, eine ehemalige Sklavin. Jede der drei ist in eigener Mission unterwegs, während es Lavinia und Juneau jedoch um ihr Erbe geht, sehnt sich Hannie nach ihrer Familie, die von Sklavenhändlern verschleppt wurde. Einzig drei blaue Glasperlen sind Hannie als Andenken geblieben – und als Erkennungsmerkmal, sollte sie ihre Liebsten je wiedersehen …
1987: Als die frischgebackene Lehrerin Benedetta Silva das erste Mal die Schule in Augustine, Louisiana, betritt, ist nichts wie erwartet: Statt moderner Klassenzimmer und lernfreudiger Schüler begegnen ihr Armut sowie Skepsis gegenüber Fremden und jeder Art von Fortschritt. Eines Tages kommt ihr eine Idee: Wenn die Schüler Neuem gegenüber so unaufgeschlossen sind, wie verhält es sich dann mit der Vergangenheit? Kurz darauf ruft sie ein Ahnenforschungsprojekt ins Leben – und stößt dabei auf eine alte Geschichte, die alles verändert ...

Das zweite Buch, das ich mir vom Bloggergewinn ausgesucht habe. Das dritte erscheint erst im Juni und kann ich euch dann erst auch im Juni vorstellen, wenn ich es erhalten habe.

___________________________________

Da ich mit den Neuzugängen jetzt ja hinterher hinke, werdet ihr  im Mai dann auch noch meine Mai Neuzugänge sehen....irgendwann später.

Für heute aber ist es genug ;) Kennt ihr etwas von meinen April Neuzugängen?

 


Was von Dora blieb - Anja Hirsch

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     

     

    • Gebundene Ausgabe: 336 Seiten
    • Verlag: C. Bertelsmann Verlag; Originalausgabe Edition (15. März 2021)
    • ISBN-10 : 357010396X
    • ISBN-13 : 978-3570103968
    • Genre: Familiensaga


Bertelsmann Kurzbeschreibung:
Isa steckt in einer Ehekrise. Tief verletzt flüchtet sie an den Bodensee. Im Gepäck alte Briefe und Tagebücher ihrer rätselhaften Großmutter Dora. Um den Schmerz zu verdrängen, befasst sie sich mit deren Geschichte: Dora studierte in den 1920er Jahren zusammen mit dem Bergarbeitersohn Frantek und der extravaganten Maritz am Bauhaus des Ruhrgebiets, der heutigen Folkwangschule. Aus einer intensiven Freundschaft entsteht ein Liebesdreieck. Später heiratet Dora einen Verwaltungsdirektor der I.G. Farben. Gesprochen wurde darüber in Isas Familie kaum. Welche Rolle spielte Isas Großvater im Zweiten Weltkrieg? Und warum besuchte ihr Vater eine der berüchtigten Napola-Schulen? Je tiefer Isa in ihre Familiengeschichte vordringt, umso klarer wird ihr Blick auf Dora ― und auf sich selbst.

Meine Bewertung: * * 

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Dieser Roman, der sich unter anderen mit der Geschichte der Kriegsenkel beschäftigt, war mir bereits in der Vorschau aufgefallen und ist sofort auf meine Wunschliste gewandert. Bei Lovelybooks hatte ich Glück und durfte den Roman in einer Leserunde lesen.
Leider fand ich schon zu Beginn kaum in die Geschichte, was ich sehr bedaure, weil das Buch eigentlich genau in mein Genre passt.

Überhaupt nicht identifizieren konnte ich mich mit Isa, der Enkelin, die sich auf Spurensuche macht. Isa erzählt aus ihrer Sicht in der Ich-Form. Sie hat sich vor kurzem von ihrem Mann getrennt und steckt in einer Sinnkrise. Bei einem Besuch bei ihrer Mutter am Bodensee händigt ihr diese einen Koffer mit alten Briefen und Tagebüchern ihrer Großmutter aus. Dabei ist ihr Gustav, ein etwas dubioser Mann, den sie kennenlernt, eine Hilfe. Warum diese Figur in die Geschichte eingeführt wurde und was er bezweckte, ist mir noch immer nicht klar, außer dass er Isa einige Tipps betreffend der Nachforschungen gab.
Der Gegenwartsstrang konnte mich so überhaupt nicht überzeugen. Isa blieb mir völlig fremd und die Erzählung ihrer Suche war unglaublich langweilig.

Der Vergangenheitsstrang, der in der dritten Person erzählt wird, gefiel mir wesentlich besser, konnte mich aber auch nicht überzeugen. Besonders hervorgehoben wurde die Kinder- und Jugendzeit von Dora, als sie die extravagante Maritz kennenlernt. Gemeinsm mit Frantek, Doras Freund aus Kindertagen, beginnen die drei ein Kunststudium am Bauhaus des Ruhrgebietes in den 1920iger Jahren. Die Zeitsprünge sind groß, denn die nächsten Szenen aus Doras Leben befassen sich mit dem Kennenlernen mit dem wesentlich älteren Max, den sie nach einer unglüchlichen Liebe heiratet. Er ist Verwaltungsdirektor der I.G. Farben. In den folgenden Szenen erfahren wir mehr über Doras Sohne Rudolf und Gottfried, Isas Vater, der später an einer der berüchtigten Napola Schulen unterrichtet wird. Aus Gottfrieds Zeit bei der Napola und danach erzählt der dritte Abschnitt des Romans, den ich am spannendsten fand.
Während man diese Fragmente aus Doras Leben erfährt, bleibt der Bezug zum Naziregime komplett unklar. Als Leser erhält man nur Bruchteile. Dabei verliert sich die Autorin oftmals in Kleinigkeiten, erzählt bis ins Detail von Nichtigkeiten, lässt jedoch das Wichtigste außen vor. Man erhält keinerlei Einblicke in Doras Denken und Fühlen während des Kriegens. Dabei schickten Max und Dora ihren Sohn in eine Napola Schule und die I.G. Farben hatte ebenfalls einiges mit den Nazis zu tun. Gerade der Bezug zum Zweiten Weltkrieg und die Folgen für die Kinder und Enkelkinder wären für mich das Interessanteste am Roman gewesen. Oder wollte die Autorin damit die Sprachlosigkeit dieser Generation aufzeigen? Ich weiß es, ehrlich gesagt, nicht.

Beide Frauen entwickeln sich im Laufe der Geschichte kaum weiter und verharren in ihrem konventionellen Rollenbild, auch wenn Dora kurz versucht aus dieser Rolle zu schlüpfen.
Meine Gedanken schweiften beim Lesen immer wieder ab und ich begann teilweise Seiten zu überfliegen und hatte trotzdem nicht das Gefühl etwas zu verpassen. Die Sprache der Autorin ist sehr detailverliebt, die Formulieren sind oftmals sehr poetisch. Das hat mir gut gefallen - allerdings beschreibt sie Szenen, die total unwichtig sind, wie einen Waldspaziergang bis ins kleinste Detail, aber über die Gedanken und Gefühle von Dora während des Zweiten Weltkrieges erfährt man kaum etwas. Dora erschien mir als eine kalte Frau, die ihre Söhne ziemlich lieblos erzog. Genaueres kann ich aber zur Geschichte nicht wirklich sagen, denn die bleibt derartig an der Oberfläche, dass ich mich am Ende selbst frage, was eigentlich von Dora blieb? Mir fällt dazu nicht wirklich etwas ein...

Fazit:
Das war leider gar nicht meins! Sprachlich zwar teilweise sehr anspruchsvoll, aber inhaltlich bewegt sich dieser Roman nur an der Oberfläche. Man weiß am Ende nicht sehr viel mehr, als zu Beginn. Die Bilder von Dora ergeben kein Ganzes und bleiben Blitzlichter in einer doch so ereignisreichen Zeit. Die Story hätte so viel mehr Potenzial gehabt. Schade!

Vielen Dank an den C.Bertelsmann Verlag und an Lovelybooks für das Leseexemplar!

Glück hat einen langsamen Takt - Mechtild Borrmann

    Die Bildrechte liegen beim Verlag


     

    • Gebundene Ausgabe: 192 Seiten
    • Verlag : Droemer HC; 2. Edition (1. April 2021)
    • ISBN-10 : 3426282631
    • ISBN-13 : 978-3426282632
    • Genre: Kurzgeschichten



Droemer Kurzbeschreibung:
Von Menschen im Schatten, am Rande der Gesellschaft und manchmal auch der Legalität erzählen Mechtild Borrmanns Geschichten: Da ist der 17-jährige Till, der noch nie verliebt war – bis er die neue Freundin seines Vaters kennen lernt. Da ist Christa, die von klein auf unter der Kälte und Bigotterie ihrer Mutter gelitten hat – bis ein einziger Satz ihr Leben dramatisch verändert. Und da ist der alte Karl Petzold, der kaum noch weiß, dass er sein Leben vergisst, und sich wundert, weshalb sein Sohn seinen Sessel aus dem Wohnzimmer trägt … In klarer, schnörkelloser Sprache werden diese und andere ganz alltägliche Schicksale zu Momentaufnahmen des Menschseins. Mal erschütternd, mal anrührend, mal versöhnlich handeln die Erzählungen der vielfach preisgekrönten Autorin vom Hadern und Verzweifeln, von der Wut und von Versöhnung, von großen Träumen, kleinem Glück und der Schönheit des Augenblicks.

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Ich habe zu diesem Buch gegriffen, obwohl ich kein Kurzgeschichtenfan bin, weil ich die Bücher von Mechtild Borrmann wirklich sehr gerne lese. Ihre Geschichten sind immer wieder etwas ganz Besonderes. Dabei kommt ihre Spitzfindigkeit bei diesen "short stories" ebenfalls sehr zum Ausdruck.

In dieser Kurzgeschichtensammlung erzählt die Autorin zwanzig sehr vielfältige Geschichten, die eine große Themenvielfalt aufweisen. Sie beschreibt Momente des Glücks, der Trauer, des Verständnisses oder lässt den Leser die Verzweiflung des Protagonisten spüren. Jede einzelne erzählung hat mich mehr oder weniger bezaubert und eingenommen, nachdenklich oder traurig zurückgelassen. Manchmal blitzt der unterschwellige schwarze Humor durch, sowie die Subtiliät ihrer Gedanken. Es sind Momentaufnahmen eines Lebens, ohne das Handeln der Figuren zu bewerten oder in Frage zu stellen.

Herauspicken möchte ich die Geschichte um die Wirtin Elisabeth Gräser, und ihrer besten Freundin Lore. Hier lernen wir zwei Frauen kennen, die aufzeigen, was wirkliche Freundschaft bedeutet.
Nachdenklich gestimmt hat mich auch der Brief einer Mutter an ihren Sohn, der als verurteilter Mörder im Gefängnis sitzt. Spielt die Erziehung wirklich eine Rolle oder kommen Mörder bereits zur Welt?
Schockiert hat mich das Schicksal einer jungen und blitzgescheiten Ukrainerin, die als Au-Pair in den Westen kommt und nicht die vermeintliche Familie vorfindet, in deren Haushalt sie kommen soll....
Geschmunzelt habe ich über die Geschichte eines Ehepaares, das sich jedes Jahr ihren Weihnachtsbaum im Topf nach Hause holt, um diesen später im Garten einzupflanzen. Nach Jahrzehnten ähnelt dieser mehr einem Wald und keinerlei Sonnenlicht dringt mehr ins Haus. Doch auch nach vielen Bitten der Ehefrau bleibt ihr Mann seiner Tradition treu...doch diese weiß sich zu helfen...

Fazit:
Die große Themenvielfalt der Kurzgeschichten und die Fragmente aus dem Leben verschiedener Menschen haben mir gut gefallen. Ein Buch, das man auch gut verschenken kann und vielleicht den einen oder anderen neuen Leser für die Autorin gewinnen kann.


Vielen Dank an den Droemer Knaur Verlag für das Rezensionsexemplar

Ein neuer Anfang für die Liebe - Susan Anne Mason

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     

     Gebundene Ausgabe: 384 Seiten

    • Verlag: Brunnen; 1. Edition (5. Januar 2021)
    • Übersetzer: Evelyn Schneider
    • ISBN-10 : 3765507636
    • ISBN-13 : 978-3765507632
    • Originaltitel : The Brightest of Dreams. Canadian Crossings 3
    • Genre: christlicher Roman, historischer Roman



Brunnen Kurzbeschreibung:
1919: Allein und mittellos kämpft sich Julia Holloway in Toronto durchs Leben. Als sie in eine missliche Lage gerät, kommt ihr Quinten "Quinn" Aspinall zu Hilfe. Der sanfte junge Mann ist eigentlich auf der Suche nah seinen Geschwistern, die als billige Arbeitskräfte nach Kanada verschifft wurden. Aus Dankbarkeit schließt sich Julia Quinn bei der Suche an, doch dann erfährt sie, dass Quinn auch ihretwegen nach Kanda gekommen ist - um ein Versprechen zu erfüllen! Was hat es damit auf sich? Und wird Quinn bei seiner Suche erfolgreich sein? Die gestaltet sich nämlich schwieriger als gedacht...

Meine Bewertung: * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Schon länger habe ich keinen christlichen Roman mehr gelesen, doch das Thema der Kinderverschiffung während des Ersten Weltkrieges hat mich sofort gefangen genommen. Bisher habe ich erst wenige Romane betreffend Waisenkinder, die als billige Arbeitskräfte eingesetzt wurden, gelesen. 

Dies ist mein erster Roman von Susan Anne Mason und ich habe erst später bemerkt, dass es sich hier eigentlich um eine Reihe handelt und ich Band 3 der "Canadian Crossings" Reihe in Händen halte. Es kann allerdings jeder Band einzeln gelesen werden und sie sind auch in sich abgeschlossen.

Als Quinn Aspinall aus dem Ersten Weltkrieg zurückkehrt, findet er seine Mutter im Armenhaus und erfährt, dass seine Geschwister in eines der Waisenhäuser des Dr. Barnados abgeschoben wurden. Als er sich auf die Suche nach Becca, Cecil und Harry macht, stellt er fest, dass alle drei ohne Einverständis der Mutter nach Kanada verschifft worden sind. Alleine und von ihren Geschwistern getrennt, werden sie als billige Arbeitskräfte im Sinne des British Home Children Programm eingesetzt. Quinn überquert den Ozean und begibt sich auf die Suche nach seinen Geschwistern. Doch der ehemalige Kammerdiener des Earls of Brentwood hat noch eine weitere Aufgabe vor sich. Er soll für seinen Arbeitgeber sein Mündel Julia finden, die nach einem Streit mit ihrem Onkel, ebenfalls nach Kanada gereist ist, und die er aus dem Haus gejagt hat. Als Belohnung verspricht er Quinten eine eigene kleine Farm und Land.
Als Quinn in Toronto ankommt, läuft er Julia schneller über den Weg, als er dachte. Bei Mrs. Hariett Chamberlain erhält er zunächst Unterkunft und auch Hilfe betreffend der Suche nach seinen Geschwistern...

Das Leben der Kinder, die meistens als billige Arbeitskräfte auf Farmen eingesetzt werden, ist schlimm. Oftmals werden sie schlechter als das Vieh behandelt und überleben ihre Freiheit, die sie mit 18 Jahren erhalten, nicht mehr. 

Der Anteil des Romans, bei dem sich Quinten auf die Suche nach seinen Geschwistern macht, hat mir sehr gut gefallen, jedoch war er mir zu kurz. Man erfährt zwar einiges über die Missstände und das schwere Los mancher Kinder, aber ich fand es nicht ausreichend. Das ist schade, denn ich hätte hier noch viel intensiver zu diesem Thema lesen wollen. In der zweiten Hälfte des Romans steht viel mehr die Liebesgeschichte im Fokus, die durch die Standesunterschiede und den daraus resultierenden Problemen besteht. Die Suche und das Schicksal der Geschwister von Quinn steht nicht mehr im Vordergrund und ist abgeschlossen. 

Die Charaktere sind - bis auf den üblichen Bösewicht - sehr liebevoll gezeichnet. Ganz besonders habe ich Mrs. Chamberlain, kurz genannt Mrs. C, ins Herz geschlossen. Quinten war mir doch fast zu gut um wahr zu sein und bei der Liebesgeschichte hatte ich das Problem, dass mir das ewige Hin und Her zwischen Quinn und Julia mit der Zeit ziemlich auf die Nerven ging. Ebenso fand ich die 180° Wendung eines Charakters als sehr unglaubwürdig. Trotzdem konnte mich der Roman von Susan Anne Mason gut unterhalten. Wer mehr nach einer Liebesgeschichte sucht, wird hier sicherlich fündig. Auch die damaligen gesellschaftlichen  Verhältnisse wurden sehr gut dargestellt. Der Lokalkolorit hat mir allerdings etwas gefehlt. Der Roman hätte genauso gut in Großbritannien oder den USA spielen können.

Der Schreibstil der Autorin ist harmonisch, angenehm und unterhaltsam. Vorallem die erste Hälfte des Buches hat mir sehr gut gefallen. Die üblichen eingefügten Gebete und Gedanken der einzelnen Charaktere an Gott sind für einen christlichen Roman bezeichnend. Die Aufmachung des Buches ist wunderschön und sieht edel aus.

Cover:

zwei englischsprachige Buchcover habe ich gefunden. Kein Vergleich zum tollen deutschen Cover, oder?

Fazit:
Ein netter historischer Roman, der sich dem Thema der Kinderverschiffung annimmt, aber damit etwas zu sehr an der Oberfläche bleibt. Sonst hat mich die Geschichte aber gut unterhalten und hat mir angenehme Lesestunden beschert.

Vielen Dank an den Brunnen Verlag für die Bereitsstellung des Rezensionsexemplares  über Lovelybooks


[Die Frauen von der Purpurküste] Claires Schicksal - Silke Ziegler

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     

     

    • Taschenbuch: 448 Seiten
    • Verlag: Ullstein Taschenbuch; 1. Edition (15. März 2021) 
    • ISBN-10 : 354806213X
    • ISBN-13 : 978-3548062136
    • Genre: Famliensaga
    • Reihe: ja - Band 3 der Frauen von der Purpurküste



Ullstein Kurzbeschreibung:
Mehr als 1000 Kilometer liegen zwischen Emma und ihrer Vergangenheit, als sie die Nachricht vom Schlaganfall ihres Vaters erreicht. Seit einem Streit vor einigen Jahren hat sich der Kontakt zwischen ihnen auf Telefonate beschränkt, entsprechend gemischt sind ihre Gefühle, als sie in ihre südfranzösische Heimat reist. Als wäre das nicht genug, trifft Emma nach ihrer Ankunft am Strand auf ihre erste große Liebe – und bemerkt, wie sehr sie Léon all die Jahre vermisst hat. In der Pâtisserie, in der sie kurzfristig aushilft, findet sie Briefe einer Mutter an ihre Tochter, die 1942 in einem Internierungslager zur Welt gekommen sein muss. Das Schicksal dieser Frau, die bereits wusste, dass sie ihre Tochter nie würde aufwachsen sehen, geht ihr nahe und lässt sie ihre eigenen Entscheidungen überdenken. Kann sie sich mit ihrer Vergangenheit aussöhnen, ehe es zu spät ist? 

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

 Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Selten fange ich bei einer Reihe mit dem letzten Band an zu lesen, aber da alle Teile in sich abgeschlossen sind, war es gar kein Problem und die anderen beiden Bücher werde ich noch nachholen =)

Emma ist gebürtige Französin und lebt seit einem Streit mit ihrer Familie in Deutschland. In Stuttgart, wo auch ihre Tante lebt, hat sie sich ihren Berufswunsch erfüllt. Sie arbeitet im Stuttgarter Zoo, der Wilhelma, als Tierpflegerin. Als sie eines Tages von ihrem Bruder die Nachricht bekommt, dass ihr Vater einen Schlaganfall erlitten hat, macht sie sich mit gemischten Gefühlen auf nach Südfrankreich. In Collioure, ihrer Heimatstadt am Meer, bezieht sie die Ferienwohnung ihrer Tante, die sich oberhalb einer Pâtisserie befindet. Als wäre ihr bevorstehender Besuch im Krankenhaus nicht schon schlimm genug, trifft sie als Erstes auch noch auf ihre erste große Liebe Léon und spürt, dass sie noch immer nicht mit ihm abgeschlossen hat.

Die Geschichte beginnt mit einem Prolog aus der Vergangenheit. Im Internierungslager in Rivesaltes begegnen wir 1942 der Krankenschwester Jeanne und einer jungen namenslosen jüdischen Mutter. Diese hat erst vor kurzem eine Tochter geboren, die sie Claire genannt und aus Sicherheitsgründen in die Obhut eines naheliegendes Heimes gegeben hat. Sie schreibt ihrer Tochter Briefe und erzählt ihr von ihrer Vergangenheit in Deutschland und ihrer Flucht vor dem Naziregime. Diese Briefe findet Emma eines Tages in einem Versteck in der Abstellkammer ihrer Ferienwohnung.  Sie beginnt zu lesen und ist erschüttert vom Schicksal dieser Frau, die bereits ahnt, dass sie ihre Tochter niemals wiedersehen wird.
Emma beginnt durch die Leküre dieser Briefe zu begreifen wie wichtig Familie ist. Zusätzlich fühlt sie sich in Collioure wieder sehr heimisch, vorallem nachdem sie den Kontakt zu ihrem Bruder, seiner Frau und den Kindern sehr schnell wieder aufgenommen hat. Auch der zweiten Frau ihres Vaters beginnt sie anders zu begegnen, als damals vor sieben Jahren. Durch das Zusammentreffen am Krankenbett ihres Vaters beginnt sie sich mit dem Streit von damals auseinanderzusetzen und lernt dabei auch ihren Vater besser kennen. Auch Léon läuft ihr immer wieder über den Weg und die beiden versuchen auf freundschaftlicher Basis an damals anzuknüpfen, was nicht so ganz funktioniert.

Die Briefe, die Emma findet und im Laufe der Geschichte nacheinander liest, sind sehr berührend und gaben der Geschichte eine Tiefe. Mir blutete das Herz beim Lesen und ich fühlte mit der jungen Mutter mit. Aber auch der Familienkonflikt hat so einige Überraschungen parat. Emma versucht sich mit dem Backen ihrer geliebten Macarons abzulenken und lernt dabei weitere interessante Frauen kennen, die Leser, die bereits die anderen Bände gelesen haben, wiedererkennen werden.
Die beiden Zeiten wurden sehr gut miteinander verknüpft und verbinden Gegenwart und Vergangenheit. Die Autorin hat dazu auch noch eine kleine Überrashcung parat.

Ich mochte diese Geschichte rund um Emma und ihre Familie sehr. Der Schreibstil von Silke Ziegler ist sehr lebendig und bildhaft. Das Flair des Mittelmeers mit ihrer wunderbaren Kulisse hatte ich sehr lebendig vor Augen. Ich habe einen virtuellen Urlaub an der französichen Purpurküste erlebt, habe die Sonne auf meiner Haut gespürt und die salzige Meeresluft gerochen. Außerdem hatte ich (leider) pausenlos Lust auf Macarons....

Fazit:
Ein atmosphärischer und bildhafter Roman, der mit dem Vergangenheitsstrang das Schicksal einer jüdischen jungen Frau Tiefe in die Geschichte rund um Emma und ihre Familie bringt. Lebendige Figuren und die wunderbare Kulisse in Südfrankreich runden die Handlung wunderbar ab. Gerne komme ich wieder zurück nach Collioure und hole Band 1 und 2 noch nach.

Vielen Dank an die Autorin für das Rezensionsexemplar und die Nachverlosung bei der Lovelybooks Leserunde


Mein Lesemonat April

 Hallo meine Bücherwürmer!

Ich wünsche euch einen schönen Feiertag! Heute blicken wir wieder zurück auf den letzten Lesemonat. Für mich war er erfolgreich und ich kann mich nicht beschweren.

Wettertechnisch hatten wir noch nicht wirklich Frühling, denn es war ein sehr kalter April. Trotzdem blühen nun doch die Tulpen und Narzissen um die Wette und auch die ersten Bäume haben ihr Blütenkleid bekommen.
Nachdem ich im März bei Instagram und FB gesperrt und dann doch wieder freigeschalten wurde, wurde im April mein gmx Account gehackt. Ich weiß ja echt nicht, was los ist, denn nun ist 15 Jahre nie was passiert und dann innerhalb von 2 Monaten gleich alles....

Ab Montag werden wir aus dem harten Lockdown austreten und dürfen uns sogar im Mai generell auf weitere Öffnungen freuen - für all diejenigen, die bereits geimpft sind, die einen Antikörpertest oder einen Corona-Test nachweisen können. Noch bin ich etwas skeptisch, aber wir werden sehen. Geimpft sind bisher ja nur diejeningen ab 60 und Risikogruppen, was nicht den Großteil der Bevölkerung betrifft.

Ich habe im April - wie schon im Vormonat - 16 Bücher gelesen und rezensiert. Diesmal waren doch einige dickere Bücher dabei bzw. fast alle über 400 Seiten. Das wirkt sich gleich in der Gesamtseitenanzahl aus. Es waren insgesamt 6.796 Seiten. Das dünnste Buch hatte 240 Seiten, das dickste 608.
Die Auswahl an 5 Sternen war diesmal eindeutig, denn ich hatte nur ein Buch, das alle 5 Sterne erhalten hat. Aber viele schrammten sehr knapp vorbei. Nur zwei Bücher konnten mich nicht wirklich überzeugen bzw. waren so im Mittelfeld.

Den April habe ich lesetechnisch größtenteils in Deutschland verbracht, einige Male war ich in Großbritannien und einmal in Österreich, Italien, Griechenland und Japan.

Hier wieder ein kleiner Überblick:

 April:

  1. Der Fall des Präsidenten - Marc Elsberg  (608 Seiten)  4 1/2 Sterne
  2. Finsterdorf - Peter Glanninger  (440 Seiten)  5 Sterne
  3. Finstere Havel - Tim Pieper  (304 Seiten)   4 1/2 Sterne
  4. Bernsteinsommer - Anne Barns  (384 Seiten)   3 1/2 Sterne
  5. Dampfer ab Triest - Günter Neuwirth  (471 Seiten)   4 Sterne
  6. Das Kino am Jungfernstieg: Der Filmpalast - Micaela Jary  (400 Seiten)   3 Sterne
  7. Was wir sehen, wenn wir lieben - Kristina Moninger   (448 Seiten)   4 1/2 Sterne
  8. Kleine Wunder um Mitternacht - Keigo Higashino  (416 Seiten)   4 1/2 Sterne
  9. Schicksalshafte Zeiten - Linda Winterberg  (400 Seiten)   3 1/2 Sterne
  10. Geteilte Träume - Ulla Mothes  (448 Seiten)  3 Sterne
  11. Der Wind singt unser Lied - Meike Werkmeister   (464 Seiten)   4 1/2 Sterne
  12. Die Mitternachtsbibliothek - Matt Haig  (320 Seiten)   3 1/2 Sterne
  13. Die Wahrheit der Dinge - Markus Thiele  (240 Seiten)  4 Sterne
  14. Die Komplizen des Todes - Kirtsen Sawatzki  (397 Seiten)  4 Sterne
  15. Fürchte die Schatten - Michael Robotham  (480 Seiten)  4 Sterne
  16. Palais Heiligendamm: Ein neuer Anfang - Michael Grünig  (576 Seiten)  4 1/2 Sterne
    April Gesamtseitenanzahl: 6.796

 ************************

Mein HIGH LIGHT im April


Die Überraschung des Monats! Peter Glanninger, ein österreichischer Autor, von dem ich noch nichts gelesen habe und dann gleich ein 5 Sterne Buch. "Finsterdorf" kann ich euch empfehlen!
Sicherlich hat auch noch mitgespielt, dass der Krimi unweit meiner Heimat spielt, aber in der Leserunde waren alle wirklich begeistert.

Meine ENTTÄUSCHUNG im April


Hat mich schon der erste Band rund um das Kino am Jungfernstieg von Micaela Jary nicht überzeugt, so wurde es leider auch bei Band 2 nicht besser und ich werde die Reihe nicht mehr fortsetzen. Ich weiß, dass ich hier etwas aus dem Rahmen falle, weil das Buch eigentlich ganz gute Bewertungen bekommen hat, aber meines war es leider nicht.
___________________________________

Wie ist denn euer Lesemonat April so verlaufen? 
Bei meinen Challenges war ich leider nicht so erfolgreich, aber das werden wir schon wieder aufholen ;)
 


Ein Blick auf meine Challenges:
Weltenbummler Challenge: 219 Punkte (+52)
besuchte Länder: 6
(Deutschland, Griechenland, Großbritannien, Italien, Japan, Österreich)
#12für2021: 3/12 (0)


 

Martinas Buchwelten Copyright © 2012 Design by Antonia Sundrani Vinte e poucos