Unter dem Vanillemond - Petra Pfänder




    • Broschiert: 304 Seiten
    • Verlag: MIRA Taschenbuch; Auflage: 1 (11. Januar 2016)
    • ISBN-10: 3956492706
    • ISBN-13: 978-3956492709
    • Genre: Familiensaga, Landscape, Roman


Mira Kurzbeschreibung: 
Ein geheimnisvoller Liebesbrief, ein altes Foto, ein lang gehütetes Familiengeheimnis ...
Nach dem Tod ihres Vaters steht Annabel Hansen vor einer schweren Entscheidung: Was soll mit der Vanilleplantage geschehen, die ihr Vater auf Madagaskar betrieben hat? Nur widerwillig macht die junge Hamburgerin sich auf den Weg ins ferne Afrika und wird sofort gefangen genommen von der exotischen Schönheit der Insel: Von der tropischen Landschaft, den fremden Gerüchen, der Farbe des Indischen Ozeans. Plötzlich versteht sie, was ihren Vater immer wieder hierher gezogen hat. Doch als sie in seinen Unterlagen einen zärtlichen Liebesbrief und das Foto einer schönen Fremden findet, ahnt sie, dass die Insel noch mehr Geheimnisse birgt. Geheimnisse, die ihr bisheriges Leben in einem völlig anderen Licht erscheinen lassen ...

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Annabel Hansen ist eine erfolgreiche Anwältin, die kurz vor ihrem größten Erfolg steht: die Junior-Partnerschaft in der Kanzlei, in der sie arbeitet. Da erhält sie die Nachricht vom Tod ihres Vaters, der in Madagaskar an einem Herzinfarkt gestorben ist. In all den Jahren wurde die Kluft zwischen ihnen immer größer und mit jeder Reise zur tropischen Insel entfernten sich Annabel und ihr Vater voneinander. Der Vanillekontor in Hamburg, mit all seinen exotischen Gewürzen, den ihr Vater betrieb, blieb Annabel fremd, genauso wie ihre einzigen Verwandten, Onkel Bernd, der Bruder ihres Vaters, und seine Frau Marlene. Die Beiden betreiben seit Jahren eine Vanilleplantage auf der afrikanischen Insel. Kurz vor der Abreise findet sie in seinen Unterlagen einen romantischen Liebesbrief von ihm und ein Foto einer schönen Fremden. Annabel nimmt sich kurzfristig Urlaub und fliegt nach Madagskar, um ihr Erbe zu regeln und das Geheimnis um die unbekannte Frau auf dem Foto zu lösen. Als sie auf der tropischen Insel ankommt, verfällt auch sie den Reizen des exotischen Landes. Obendrein scheint der Mann, der einmal ihr Vater gewesen war, hier ein ganz anderer Mensch gewesen zu sein.

Gleich zu Beginn ist man mitten drin in der Geschichte rund um Annabel und dem Vermächtnis ihres Vaters. Die Autorin versteht es wunderbar die exotische Landschaft und den Charme der Insel zu beschreiben. Man riecht die Vanille, spürt die Hitze und sieht die bunte Flora und Fauna vor sich. Auch die Dorfgemeinschaft, die Bräuche der Insel und besonders der Glauben an die Fadys, den Geboten und Tabus der Einheimischen, werden bildlich dargestellt und beschrieben. Man fühlt sich während des Lesens in einer völlig fremden Welt und taucht ein in die wunderbare Landschaft von Madagskar.
 
Annabel ist zu Beginn des Romans eine eher kühle Hauptprotagonistin, die durch den frühen Tod ihrer Mutter und der immer größer werdenen Kluft zwischen ihr und ihrem Vater, ihre Passion im Job sucht und findet. Bereits als Kind ein Außenseiter, gibt sie beruflich alles und doch macht sie der Erfolg allein nicht glücklich. Erst die Ankunft auf Madagskar lässt sie etwas innehalten und ihr Leben überdenken....sie "entschleunigt" sich selbst und stellt bald überrascht fest, wie wohl sie sich damit fühlt. Die Veränderungen machen sie zu einer warmherzigen Frau, die beginnt über ihr Leben und das des Vaters nachzudenken. Auch die Verunsicherung über die völlig neue Seite ihres Vaters, die ihr durch die Dorfbewohner näher gebracht wird, kann man durch die Zeilen spüren.

Das Familiengeheimnis, welches den roten Faden der Geschichte bildet, habe ich jedoch sehr bald "durchschaut". Auch wer hinter den geheimnisvollen Übergriffen steht, die Annabel immer mehr in Gefahr bringen, war mir viel zu schnell klar. Vielleicht habe ich einfach schon zu viele Bücher dieser Art gelesen....trotzdem muss ich sagen, dass mich der Roman sehr gut unterhalten hat und mich während meines traurigen Ausblickes aus meinem Fenster in einem nasskalten April, träumen hat lassen von Sonne, traumhaften Stränden, dem Dschungel und den Duft von Gewürzen.

Neben all der Vorhersehbarkeit muss ich auch noch das eher abrupte und sich etwas an den Haaren herbeigezogene Ende erwähnen. Hier hätte ich mir noch ein paar mehr Erklärungen gewünscht und eine etwas realistischere Rettungsaktion.....

Cover:
Das Cover muss ich einfach noch erwähnen, denn ich finde es wirklich gelungen und es lädt genauso zum Träumen ein, wie die Geschichte selbst.

Fazit:
Wer sich gerne auf eine faszinierende Reise in ein exotisches Land begibt und noch dazu ein Geheimnis lüften möchte, ist hier goldrichtig! Die wundervolle bildhafte Beschreibung der Landschaft, der Menschen und den Bräuchen der Insel, sind für mich das Highlight des Romans. Einen Stern Abzug für das eher unglaubwürdige Finale und der kleinen Vorhersehbarkeit.... trotzdem eine tolle Geschichte zum Abtauchen in eine exotische Welt!

Mein Dank gilt dem Team vom Literaturtest für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

2 Kommentare:

  1. Hallo Martina! :)

    Ich freue mich, dass dich der Roman so begeistern konnte. Ich finde es auch immer ein wenig schade, wenn die Handlung so vorhersehbar ist, dass die Spannung ein wenig verloren geht... Aber das scheint deiner Begeisterung ja keinen Abbruch getan zu haben. :)

    Ich wünsche dir einen schönen Feiertag und viele gemütliche Lesestunden! LG, Nana ♥

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  2. Aus dieser Ecke der Welt lese ich gern Geschichten. :) Das Cover ist wirklich super schön.

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