- Gebundene Ausgabe: 576 Seiten
- Verlag: Goldmann Verlag (9. November 2015)
- ISBN-10: 3442313953
- ISBN-13: 978-3442313952
- Originaltitel: The Storm Sister
- Genre: Familiensaga
- Reihe: ja - Die sieben Schwestern, Band 2
Goldmann Kurzbeschreibung:
Der Wind und das Wasser, das sind die großen Leidenschaften in Allys Leben, die sie zu ihrem Beruf gemacht hat: Sie ist Seglerin und hat bei manch riskanter Regatta auf den Meeren der Welt ihren Mut unter Beweis gestellt. Eines Tages aber stirbt völlig überraschend ihr geliebter Vater Pa Salt, und Ally reist zu dem Familiensitz am Genfer See. Wie auch ihre fünf Schwestern wurde sie als kleines Mädchen von Pa Salt adoptiert und kennt ihre wahren Wurzeln nicht. Ihr Vater hinterlässt ihr aber einen rätselhaften Hinweis auf ihre Vorgeschichte – die Biographie eines norwegischen Komponisten aus dem 19. Jahrhundert, in dessen Leben die junge Sängerin Anna Landvik eine schicksalhafte Rolle spielte. Allys Neugier ist geweckt, und sie begibt sich auf Spurensuche in das raue Land im Norden. Sofort ist sie zutiefst fasziniert von der wilden Schönheit der Landschaft, aber auch von der betörenden Welt der Musik, die sich ihr dort eröffnet. Und als sie schließlich dem Violonisten Thom begegnet, der ihr auf unerklärliche Weise vertraut ist, fängt sie an zu ahnen, dass ihre jugendliche Liebe zur Musik kein Zufall war...
Meine Meinung: * * * * undeinhalb
Buch zur Goldmann Challenge 2016
Buch zur Weltenbummler Challenge
Man kann diesen zweiten Band
auch ohne Vorkenntnisse zu Band Eins lesen - ich empfehle aber trotzdem
immer die Reihenfolge bei Bänden einzuhalten!
Meine Meinung:
Da die Kurzbeschreibung schon relativ viel von der Geschichte verrät, verzichte ich diesmal auf mein "Darum geht's". Außerdem haben sicherlich die meisten, die "Die Sturmschwester" lesen wollen, bereits Band Eins "Die sieben Schwestern" gelesen und kennen den Teil um Pa Salt.
In Band 2 erzählt uns Lucinda Riley die Geschichte von Alkyone, gennant Ally. Nach Maia macht sich die zweitälteste der Adoptivtöchter auf, um ihre Herkunft und ihre Wurzeln zu finden.
Zuerst jedoch beginnt die Geschichte mit dem Tod von Pa Salt und wie Ally die Nachricht erfährt. Hier wird alljenen die Geschichte erklärt, die Band 1 nicht gelesen haben. Alle anderen erleben diese Tage nochmals aus der Sicht von Ally, die zum Todeszeitpunkt in der griechischen Ägäis herumschippert. Die Profiseglerin hat gerade einen Wettkampf hinter sich und in Theo, die große Liebe gefunden. Wie alle anderen Schwestern eilt sie sofort nach "Atlantis", wo sie wie ihre Schwestern einen Brief und die Koordinaten zu ihrer Herkunft erhält. Während die Zeit in Griechenland uns Ally ein bisschen näher bringt, sind die weiteren Passagen in "Atlantis" bereits bekannt. Der Autorin gelingt es jedoch den einen oder anderen neuen Aspekt einzubringen und die verschiedenen Sichtweisen zu denselben Geschehnissen gut darzustellen.
Ally ist zunächst skeptisch, ob sie der Spur in die Vergangenheit folgen soll. Der Brief von Pa Salt enthielt für sie den Hinweis auf eine Biographie eines norwegischen Komponisten aus dem 19. Jahrhundert. Ally beginnt zu begreifen, dass ihre eigene Faszination an der Musik in ihren Jugendjahren kein Zufall sein konnte und als sie ein weiterer Schicksalsschlag trifft, tritt sie die Reise ins Land der Fjorde, nach Norwegen, an.
Hier kommt es dann zum Wechsel der Zeiten, wie wir es von der Autorin gewohnt sind. Im zweiten Erzählstrang in der Vergangenheit lernen wir das junge Bauernmädchen Anna Landvik kennen, die durch ihre engelsgleiche Stimme auffällt. Die Chorleiterin empfiehlt sie weiter und so holt sie ihr zuküfntiger Lehrer und Mentor, Franz Bayer, nach Christiana, dem heutigen Oslo. Dort erlernt sie Stimmbildung und eine klassische Ausbildung, die sie schlussendlich als neuer aufgehender Stern ans Theater von Christiana bringt.
Anna ist eine noch sehr junge und naive Frau, deren Leben am Lande größtenteils aus Arbeit bestand. In Christiana wird sie nun verwöhnt und bald erliegt sie den Avancen des jungen Charmeurs Jens Halvorsen, der sie bittet mit ihm nach Leipzig zu gehen, um Musikwissenschaften zu studieren. Mehr möchte ich nun nicht mehr verraten.....
Sehr gut gefallen hat mir der historische Teil im Buch, der viel klassische Musik miteinbringt. Ich liebe Musik...bin zwar mehr der Hardrock-Fan ;), las aber mit großer Begeisterung, wie Anna den Komponisten Edvard Grieg kennenlernt und wie historische Begebenheiten rund um ihre Lebensgeschichte miteinbezogen wurden. Natürlich musste ich mir einige der Musikstücke von Edvard Grieg anhören und war erstaunt, wie viele ich davon bereits kannte! Gerade beim Schreiben der Rezi höre ich die Suite 1 und 2 zu "Peer Gynt". Die Geschichte von Ibsen spielt im Buch eine große Rolle. Die Autorin hat auch geschichtlich wieder hervorragend recherchiert. Auch im Erzählstrang der Gegenwart nimmt die Musik einen wesentlichen Teil ein.
Ebenso begeistert war ich von den bildhaften Beschreibungen der Landschaften. Zuvor die griechischen Inseln und dann die wunderbare Bergwelt und die Fjorde Norwegens. Die Zeit in Leipzig wurde dagegen als ziemlich beklemmend dargestellt, wobei auch der aufkommende Nationalsozialismus dazu beitrug.
Mir hat der zweite Teil von Lucinda Riley um einiges besser gefallen, als Band Eins. Was mich aber wiederum gestört hat, war die sehr unlogische Geschichte zu Pa Salt. Seine Töchter kennen nicht einmal seinen Nachnamen? Wie kann ein so bekannter und reicher Mann tot sein, ohne dass es irgendwo in der Zeitung steht? Ohne Begräbnis und ohne ärztliche Bestätigung? Ich glaube nicht an seinen Tod.....und was hat der Vater von Maias Exfreund damit zu tun? Ich denke es wird noch einige Bände brauchen bis dies aufgelöst wird....trotzdem passt es mir so gar nicht ins Bild...
Charaktere:
Anna ist zwar das naive Mädchen vom Lande, war mir aber sehr sympathisch. Sie ist mit der Zeit in ihre Rolle hineingewachsen und erwachsen geworden. Auch Ally erkennt wie wohl behütet sie und ihre Schwestern aufgewachsen sind und durchlebt eine sehr emotionale Zeit voller Höhen und Tiefen.
Schreibstil:
Die Bücher der Autorin lassen sich sehr gut und flüssig lesen. Während ich bei Band Eins einige Startschwierigkeiten hatte, fand ich hier sehr schnell in die Geschichte und war besonders im Erzählstrang der Vergangenheit tief in der Erzählung versunken.
Cover:
Einige sehr unterschiedliche Cover habe ich zum zweiten Band der "Sieben Schwestern" Reihe gefunden. Was sagt ihr dazu?
Fazit:
Der zweite Band der Reihe konnte mich mehr überzeugen und führt in die Welt der klassischen Musik und in die wunderbare Natur von Norwegens Fjorde. Eine sehr interessante Geschichte rund um Ally, Anna und die Musik von Edvard Grieg. Packend und emotional...ich freue mich schon auf Band 3.
Die Sieben-Schwestern-Reihe:
1. Teil: Die sieben Schwestern *Rezi*
2. Teil: Die Sturmschwester

















Liebe Martina,
AntwortenLöschenschön, dass dir der zweite Band so gut gefallen hat. Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich, obwohl ich die Bücher von Lucinda Riley sehr mag, hier noch nicht einmal Band 1 gelesen habe. Deine Rezi macht Lust darauf, endlich einmal anzufangen, wenn nur nicht noch so viele Bücher hier darauf warten würden, endlich gelesen zu werden *seufz*.
Liebe Grüße
Susanne
Liebe Susanne,
Löschenich lese gerade deinen Kommentar. Zu meiner Schande muss ich sagen, hier warten auch zig gefühlte 100 Bücher oder mehr auf meinem SuB, aber wenn du Band 1 gelesen hast, vielleicht wirst du dann auch etwas "süchtig" danach, wie es weitergehen wird. Bin gespannt.
LG HANNE
Liebe Martina,
AntwortenLöschennun hast du Buch 2 gelesen und deine Meinung mitgeteilt. Ich bin schon richtig hibbelig, wie es weitergehen wird.
Liebe Grüße Hanne
Ich kenn die Reihe nicht, aber ich muss sagen, dass mir richtig auffälit, wie viele tolle Cover Goldmann in letzter Zeit hat - da du ja eine Art Challenge machst, ist dir so etwas auch schon aufgefallen?
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