- Broschiert: 304 Seiten
- Verlag: Diana Verlag (5. Oktober 2015)
- ISBN-10: 3453291751
- ISBN-13: 978-3453291751
- Originaltitel: An Invisible Thread
- Genre: Gegenwartsliteratur, Biografischer Roman
Diana Kurzbeschreibung:
Laura ist eine erfolgreiche Verkaufsleiterin, die an einem normalen Montag durch die Straßen von New York hetzt. Sie hat keine Zeit, achtet kaum auf ihre Mitmenschen – auch nicht auf den kleinen Jungen, der sie um Kleingeld anbettelt. Sie ist schon an der nächsten Straßenecke, als sie plötzlich stehen bleibt – und umkehrt. Sie kauft dem hungrigen Maurice etwas zu essen und erfährt von seinem Leben. Von dem Tag an treffen sich Maurice und Laura jede Woche über Jahre hinweg, immer montags. Dies ist die Geschichte ihrer einzigartigen Freundschaft – die bis heute anhält.
Meine Bewertung: * * * *
Buch zur Weltenbummler Challenge
Darum gehts:
New York, 1986. Die erfolgreiche Singlefrau Laura geht wie jeden Tag durch die Straßen zu ihrer Arbeitsstelle, als sie ein bettelnder Junge anspricht. Ein alltägliches Ereignis in der Weltmetropole und doch dreht sich Laura nochmals um und lädt den Jungen zu McDonald's ein. Dieser Tag verändert das Leben von Laura und Maurice, dem elfjährigen Straßenjungen...
Meine Meinung:
Die Inhaltsangabe dieses biografischen Romans sprach mich eigentlich sofort an. Allerdings war mir anfangs nicht ganz klar, dass es sich hier um eine wahre Geschichte handelt und die Autorin aus ihrem Leben erzählt. So beschreibt Laura auch in der Ich-Form aus ihrer Sicht, wie sie Maurice kennenlernt und sich beider Leben dadurch drastisch verändert.
Während Laura eine sehr erfolgreiche Verkaufsleiterin ist, lebt Maurice in wahrlich unbeschreiblicher Armut und das mitten in New York. Es war wirklich sehr bedrückend zu lesen, wie Maurice's Familie die meiste Zeit in irgendwelchen Zimmern zusammengepfercht wohnten: die Großmutter, einige Onkels, die Mutter und Maurice's Geschwister. Alle leben einzig und allein vom Drogenhandel. Polizeirazzien und brutale Überfälle sind normal, tägliche Mahlzeiten selten. Maurice wird von Kindesbeinen an mit Gewalt, Drogen und dem Fehlen jeglicher Moral konfrontiert. Doch das findet Laura erst nach einiger Zeit heraus.
Trotzdem ist Maurice ein sehr wissbegieriger und intelligenter Junge, der weiß, dass er sich entscheiden muss, wie sein zukunftiges Leben aussehen soll.
Ihre wöchentlichen Verabredungen mit Maurice, immer Montags an derselben Ecke in Manhattan, ist der Beginn einer jahrelangen Freundschaft. Maurice erfährt das erste Mal in seinem Leben, dass er jemanden vertrauen kann und Laura findet in dem Jungen erstmals so etwas wie eine eigene Familie, nach der sie sich schon jahrelang sehnt. Zuerst denkt sich wahrscheinlich jeder Leser, dass diese selbstbewusste und erfolgreiche Frau nur kurz am Schicksal des kleinen Straßenjungens interessiert ist. Ob das so passiert oder nicht, müsst ihr selbst lesen....
Durch Rückblenden in ihre Vergangenheit erfahren wir, dass es auch Laura nicht einfach hatte und so finden sich zwei einsame Seelen, die sich gegenseiitig Halt geben. Erst durch Laura's neue Liebe scheint die Freundschaft der Beiden gefährdet....
Während Maurice ein durch und durch guter Junge ist, der seine Chance sieht und wahrnimmt, war mir Laura nicht immer sympathisch. Vorallem die Passagen nach dem Kennenlernen ihres zukünftigen Mannes, die ihre Loyalität in Frage stellt, möchte ich hier herausstreichen.
Obwohl das Buch zu Herzen geht, erreichte es mich nicht ganz. Die Treffen zwischen den Beiden blieben oft zu oberflächlich, einzig und allein die Rückblenden in Lauras Kindheit und die Einblicke in Maurice Leben, waren sehr zu Herzen gehende Passagen.
Man merkt dem Roman auch an, dass er aus den Staaten kommt. Wie auch in vielen amerikanischen Filmen tritt das übertriebene amerikanischer Pathos und Laura's Gottgläubigkeit oftmals in den Vordergrund. Damit kann ich nicht wirklich etwas anfangen. Hier ist besonders eine Stelle im Buch gemeint, die ich jetzt nicht spoilern möchte, die mir aber äußerst unglaubwürdig erschien.
Am Ende wird die Handlung noch von einem Brief seitens Maurice und einem Interview mit Laura Schroff abgerundet. Natürlich gehören auch Fotos der Hauptprotagonisten zu einem biografischen Roman dazu. Diese sind sowohl vorne, als auch hinten im Buchdeckel integriert. Die obligatorischen Danksagungen zum Schluss sind meiner Meinung etwas zu viel, aber da kann ich ein Auge zudrücken....
Fazit:
Ein Buch über Nächstenliebe und Freundschaft, die über Jahrzehnte bestehen bleibt. Ein Buch voller Hoffnung und Träume...... Wer gerne biografische Romane liest, den kann ich diese ungewöhnliche Geschichte empfehlen, auch wenn sie meine Erwartungen nicht ganz erfüllte.
Vielen Dank an das Bloggerportal und den Diana Verlag für das Rezensionsexemplar

















Hallo Martina,
AntwortenLöschenobwohl es dich nicht ganz überzeugt hat, hast du bei mir das Interesse geweckt. Kommt auf jeden Fall mal auf die "Will ich lesen"-Liste. Ich wünsche dir noch einen schönen Sonntag, Jana
Kommt direkt mal auf meine Beobachtungsliste - ich liebe dieses Genre ja..
AntwortenLöschenTolle Rezension übrigens! :)