Die Burg der Könige - Oliver Pötzsch


    • Gebundene Ausgabe: 944 Seiten
    • Verlag: List Hardcover (27. September 2013)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3471350837
    • ISBN-13: 978-3471350836
    • Genre: Historischer Roman



Amazon Kurzbeschreibung: 
1524. Die deutschen Lande werden von den Bauernkriegen zerrissen. Dem Adel droht der Verlust der Macht, dem Volk Hunger und Tod. Die Herrschaft Kaiser Karls V. ist in Gefahr. Da stoßen Agnes, die Herrin der mächtigen Burg Trifels, und Mathis, der Sohn des Burgschmieds, auf ein Geheimnis, das über die Zukunft der Krone entscheiden wird. 

Meine Bewertung: * * * * *


Buch zur Deutschsprachigen Autoren Challenge 2013

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Meine Meinung:
Bei diversen Rezensionen auf anderen Blogs wurde von diesem Buch bereits geschwärmt. Umso neugieriger war ich deshalb auf den neuesten historischen Roman von Oliver Pötzsch. Die über 900 Seiten waren für mich ausschlaggebend, die Geschichte während meines Weihnachtsurlaubes zu lesen, denn sonst hätte ich immer nur abends im Bett lesen können und bei so vielen Seiten wird man da zu oft aus der Handlung gerissen. Obwohl es ein wirklich dicker Wälzer ist, flogen die Seiten nur so dahin. Es kam zu keiner Zeit Langeweile auf, denn die Geschichte rund um die Vogtstochter Agnes ist wirklich spannend geschrieben.

Gleich zu Beginn werden die handelnden Personen vorgestellt, während der Autor im Anschluss an die Geschichte ein Nachwort, eine genaue Beschreibung seiner Protagonisten, einen kleinen Burgen- und Reiseführer rund um das Gebiet seines Romanes und eine Chronik des deutschen Bauernkrieges anhängt.
Man merkt darin seine große Liebe zum Historischen, zu Burgen und Klöster und diese Zeit des Umbruches in Deutschland.

Unsere Hauptprotagonistin Agnes ist die Tochter des verarmten Vogts Philipp Schlüchterer von  Erfenstein. Sie wächst ohne Mutter auf der Burg Trifels auf und liebt die Falknerei. Doch genauso oft wie im Wald mit ihrem Falken Parcifal, vergräbt sie sich in der Bibliothek. Ganz besonders liebt sie die alten Sagen um die Burg Trifels und die Heldengeschichten der Staufer, die sie noch bis in den Schlaf verfolgen. Ihre Träume werden immer realistischer und schlimmer, als ihr Falke eines Tages mit einen mysteriösen Siegelring mit dem Anlitz Barbarossas zurückgekehrt
Mathis, der Sohn des Schmiedes, ist ihr Freund aus Kindertagen. Zum Leidwesen seines Vaters interessiert er sich mehr für die neuen Feuerwaffen, statt dem schmieden von Dolchen und Schwertern. Schon bald lässt er sich mithineinziehen in die Aufstände der Bauern, denn sein handwerkliches Geschick bleibt nicht lange verborgen. Mathis schließt sich den aufständischen Bauern an und wird schon bald als Mörder und Aufständischer gesucht.

Während Mathis in diversen Schlachten kämpft, verhandelt der hoch verschuldete Burgvogt die Hochzeit mit dem Grafen Friedrich von Löwenstein-Scharfeneck aus und Agnes muss ihre geliebte Burg Trifels verlassen.
Die Handlung wird immer abwechselnd aus den Perspektiven von Agnes oder Mathis erzählt. Doch neben der Geschichte rund um die Beiden, geht es hier vorallem auch um die großen Bauernaufstände, dem Ende der Ritter, der Aufstieg der Kaufleute und die große Kirchenreformation.
Gleichzeitig kämpfen zwei Kaiser um die Macht: Karl V., Kaiser des Heiligen Römischen Reiches und Habsburger und Franz I., König von Frankreich. Beide versuchen entweder ihre Macht zu halten oder an sich zu reißen und die Burg Trifels und die Kurpfalz sind schon bald darin verwickelt, denn der Legende nach soll der Schatz der Staufer dort verborgen sein.
An diesem historischen Roman gibt es kaum etwas zu bemängeln. Einzig ein Ereignis im letzten Drittel (Abschluss im Kloster Goar) war für mich etwas unrealistisch.....trotzdem gebe ich die volle Punktezahl.

Cover:
Sehr edel und elegant in rot und silber gehalten. Innen drinnen ist für den Leser eine Landkarte in roter Farbe aufgedruckt. Am Beginn eines jeden Kapitels stehen wunderschön geschwungenen Buchstaben in Farbdruck, die an die alten Schriften der Mönche erinnern.


Schreibstil:
Fesselnd und sehr gut recherchiert liest sich dieser historische Roman von der ersten bis zur letzten Seite. Der Schreibstil ist flüssig und einnehmend. Wer die Bücher des Autors bereits kennt, weiß, dass er schreiben kann. Die Charaktere sind sehr lebhaft, einige Nebenfiguren sind sehr lebendig gezeichnet, andere weniger.

Fazit:
Ein toller historischer Roman, wunderbar recherchiert, der uns die Zeit der Kirchenreform und der Bauernaufstände sehr nahe bringt. Trotz der mehr als 900 Seiten kommt hier nie Langeweile auf! Leseempfhlung für alle Freunde des historischen Romans!


3 Kommentare:

  1. Hallo Martina,
    habe jetzt nur Dein Fazit gelesen, da das Buch schon gaaaanz oben auf meiner Wunschliste liegt. Bei der nächsten Bestellung ist es jetzt dabei :)
    LG Isabel

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  2. Hach das freut mich, dass dir das Buch auch so gut gefallen hat, liebe Martina.
    Liebe Grüße
    Susanne

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  3. Ich schleich schon ganz lange um dieses Buch herum und muss es mir jetzt dann doch mal zulegen. Aber sag mir eines: Ist da wirklich etwas in Richtung Fantasy dabei? Keine Ahnung woher ich das hab, aber irgendwie hab ich das mal gehört. Und Fantasy mag ich ja so gar nicht. Aber ich liebe die Bücher von Oliver Pötzsch und deswegen muss ich es eigentlich fast haben. ;-)

    Liebe Grüße
    Petzi

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