Herzgrab - Andreas Gruber


    • Taschenbuch: 544 Seiten
    • Verlag: Goldmann Verlag (18. November 2013)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3442480175
    • ISBN-13: 978-3442480173
    • Genre: Thriller

Amazon Kurzbeschreibung: 
Die junge Wiener Privatdetektivin Elena Gerink hat den Ruf, bisher noch jede vermisste Person gefunden zu haben. Doch die Suche nach dem verschwundenen weltbekannten Maler Salvatore Del Vecchio gestaltet sich schwieriger als gedacht. Als überraschend ein letztes Gemälde von ihm auftaucht, weist ihr das den Weg in die drückende Schwüle der Toskana. In Florenz trifft Elena auf ihren Ex-Mann Peter Gerink, der als Spezialist des Bundeskriminalamts nach einer in Italien verschwundenen Österreicherin sucht. Schon bald erkennen sie, dass die Ereignisse zusammenhängen – auf eine derart perfide und blutige Art und Weise, dass Elena und Peter dem Fall auch gemeinsam kaum gewachsen scheinen ...

Meine Bewertung: schwache * * * *undeinhalb

Buch zur Deutschsprachigen Autoren Challenge 2013

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Einmal um die Welt Challenge

Meine Meinung:
Andreas Gruber zählt seit dem ersten Buch, das ich von ihm gelesen habe (Rachesommer), zu meinen Lieblings-Thriller-Autoren. Deshalb habe ich mich schon sehr auf seinen neuersten Roman gefreut und gleich zu lesen begonnen, als ich mein letztes Buch beendet hatte.
Gewohnt spannend beginnt schon der Prolog, der uns in die Toskana entführt. Der Leser wird Zeuge eines Mordes und wie man später erfährt, ebenso einer Entführung.

Danach Ortswechsel nach Wien.
Monica Del Vecchio, eine junge Kunststudentin, bittet die Polizei um Hilfe, denn ihre Tante Teresa ist seit einer Familienfeier in Italien verschwunden. Die beiden Frauen haben schon seit Jahren der reichen Patriarchenfamilie Del Vecchio den Rücken gekehrt. Während der Ermittler Peter Gerink mit seinem Kollegen Dino Scatozza in die Toskana geschickt wird, um die Entführung aufzuklären, erfährt er vorher noch, dass auch Monica's Vater, der berühmte Maler Salvatore Del Vecchio, seit einem Jahr verschwunden ist. An Zufälle glaubt er nicht und so vermittelt er Monica an seine Frau Elena weiter. Obwohl die Beiden zurzeit getrennt leben, weil Elena einen One-Night-Stand mit seinem Kollegen Dino hatte, ist er von ihrem Spürsinn überzeugt.
Als plötzlich ein neues Werk des vermissten Malers auftaucht, stellt Elena in der Kunstszene Wiens Nachforschungen an. Und auch hier führen die Spuren in die Toskana.

Peter und Dino entdecken in der Zwischenzeit, dass in der Familie Del Vecchios etwas nicht stimmen kann. Nicht nur Teresa und Salvatore sind verschwunden, sondern auch die beiden Brüder Matteo und Lorenzo sind erst vor kurzem verstorben. Jemand scheint es auf die Familienmitglieder abgesehen zu haben. Doch die italienische Polizei ist korrupt und verweigert jegliche Zusammenarbeit, genauso wie Zanubia Del Vecchuio, das Familienoberhaupt.

Der Erzählstil von Andreas Gruber ist wie immer rasant und hält einem in Atem. Schon ab dem Prolog zog mich die Geschichte in seinem Bann.
Abwechselnd erzählen Elena und Peter von der Geschehnissen, wobei der Leser auf genau denselben Wissensstand wie das Noch-Ehepaar ist, bis sich am Ende alle Ereignisse zu einem großen Ganzen zusammenfügen.
Das Privatleben der Ermittler, sowie der Detektivin, spielt in diesem Buch ebenso eine Rolle, wie die Kunstszene Wiens. Der Humor kommt diesmal auch nicht zu kurz, denn Peter und Dino erhalten als einzig freies Zimmer die Honeymoon Suite eines eher zwielichtigen Hotels. Obwohl die beiden das perfekte Ermittlerpaar abgeben, steht die Affäre von Elena und Dino zwischen den beiden Männern und erschwert so einiges.
Trotzdem habe ich in diesem Buch etwas zu bemängeln. Ich fand diesmal die Sterotypheit der Guten und der Bösen, sowie die Darstellung der italienischen Polizei zu übertrieben und einseitig. Auch das Finale war mir etwas zu überzogen und fand ich bei weitem nicht so rund, wie in seinen Vorgängerbänden.
Faszinierend finde ich auch, dass sich, wie bei leider so vielen seiner Autorenkollegen und -kolleginnen, kein Buch dem anderen ähnelt, weder vom inhaltlichen, noch vom Ort des Geschehnisses, auch wenn Wien immer Ausganngsort ist. Das schaffen wriklich nur wenige!


Cover.
Passend zum letzten Erfolg "Todesfrist", auch wenn ich auf den ersten Blick die Pinzette und die Pinsel als Schier angeschaut habe...ähm...darf man doch als Österreicher, oder? ;) LOL


Schreibstil:
Der Schreibstil von Andreas Gruber ist richtig temporeich und mitreißend. Beginne ich eines seiner Bücher zu lesen, kann ich nicht mehr aufhören. Seine Charaktere sind wunderbar beschrieben und auch der Witz kommt diesmal nicht zu kurz, wobei es aber auch ganz schön blutig zugeht. Somit fehlt es der Geschichte eigentlich an nichts, was einen guten Thriller so ausmacht.

Fazit:
Wieder ein äußerst rasanter Thriller des Autors, spannend und temporeich.Während ich seinem letzten Thriller die Höchstnote geben konnte, werden es diesmal jedoch "nur" schwache viereinhalb Sterne, denn die übertriebene Darstellung der italienischen Polizei und das große Finale fand ich viel zu überzogen und etwas unglaubwürdig. Trotzdem wieder ein toller Gruber! Ich freue mich auf das nächste Buch!




1 Kommentar:

  1. stimmt Martina, die italienische Polizei war wirklich etwas klischeehaft dargestellt, sorgte andererseits aber auch für einige Schmunzler.
    LG Isabel

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