Der Knochenwald - Christina Henry

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     


     

    • Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
    • Verlag: ‎ Penhaligon Verlag; Deutsche Erstausgabe Edition (20. September 2023)
    • Übersetzer: ‎ Sigrun Zühlke
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3764532777
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3764532772
    • Originaltitel: ‎ Near the Bone
    • Genre: Horror, Dark Fantasy 

     

Penhaligon Kurzbeschreibung:
Mattie lebt mit ihrem Ehemann William allein in einer entlegenen Berghütte. Er ist ein gewalttätiger Mensch, den die junge Frau niemals verärgern darf. Doch als Mattie im Wald die verstümmelte Leiche eines Fuchses entdeckt, weiß sie, dass die Eheleute nicht alleine in der Wildnis sind. Wer – oder was – stößt jene seltsamen Schreie in der Nacht aus? Wessen krallenbewehrte Fußabdrücke sind im Schnee um die Hütte zu sehen? Als drei Fremde auf dem Berggipfel auftauchen und im Wald nach einer geheimnisvollen Kreatur suchen, weiß Mattie, dass die Neuankömmlinge William verärgern werden. Und wenn William wütend ist, passieren wahrlich schreckliche Dinge … 

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Schon länger habe ich immer wieder ein Auge auf die Geschichten von Christina Henry geworfen. Dabei sagten mir aber nicht alle davon zu. "Der Knochenwald" war aber sofort auf meiner Wunschliste und als ich das Buch tatsächlich in meiner Bücherei entdeckte, musste ich es mitnehmen.

Mattie lebt mit ihren um einiges älteren und gewalttätigen Ehemann William in einer abgelegenen Berghütte. Die Isolation ist von William gewollt, denn er verbirgt ein Geheimnis. Seine junge Ehefrau hält er wie eine Sklavin, die er züchtigt, wie es ihm gerade passt. Mattie kennt nichts anderes, obwohl sie hin und wieder Flash Backs hat, in denen sie sich an eine Schwester erinnern kann. Doch diese rinnerungen ergeben für sie keinen Sinn. Ihre Welt ist die abgelegene Hütte am Berg, Schnee, Kälte und ihr Ehemann, von dem die richtige Gefahr ausgeht. Unter keinen Umständen darf sie ihn verärgern.
Als Mattie einen grauenhaft zugerichteten Fuchs im Wald entdeckt, ist sie sicher, dass dieser von keinem menschlichen Wesen und auch von keinem Tier aus dem Wald getötet wurde. Die Spuren rund um den getöteten Fuchs sind riesig und können keiner normalen Kreatur gehören. Als sie William davon berichtet und sie immer wieder grauenhafte Schreie hören, macht er sich auf, nach dem furchteinflößenden Wesen zu suchen. Als auch noch drei Fremde am Berg auftauchen, die sich für die unheimliche Kreatur interessieren, weiß Mattie, dass ihr Mann dies nicht zulassen wird. Die Fremden und sie selbst sind in Gefahr, denn nicht nur das unsichtbare Monster im Wald, sondern auch das menschliche namens William, wollen ihren Tod. Denn William hat ein Geheimnis und dieses droht durch die Fremden ans Licht zu kommen, was um jeden Preis verhindert werden muss...

Der Schauplatz ist minimal und erinnerte mich irgendwie an "Die Wand".....eine einsam gelegene Hütte auf einem Berg und Wald drumherum. Mit nur wenigen Figuren, der rauen und eher ungemütlichen Winterlandschaft und einem angeblichen Monster, erschafft die Autorin einen spannenden Roman mit Thriller- und Horroranteilen. Zuerst aber lernen wir das menschliche Monster kennen: William, der seine Frau schlägt, hungern lässt und ihr befiehlt seine Söhne zu gebieren. Harter Tobak! Wer sich hier getriggert fühlt, sollte nicht zu diesem Buch greifen! Auf der anderen Seite erwartet man auch grausame Dinge, wenn man zu einer Geschichte dieses Genres greift.

Wir lesen aus der Sicht von Mattie und bekommen viele Einblicke in ihre Gefühlswelt und ihre Empfindungen. Sie lebt in ständiger Angst vor ihrem Ehemann. Nach und nach deckt Christina Henry Matties Vergangenheit auf. Ihre Figur und die von William sind großartig gezeichnet. Die drei Fremden haben mich hingegen nicht alle überzeugen können. Vorallem einer der drei Figuren ist kein empathischer Mensch und bringt Mattie manchmal in noch größerer Schwierigkeiten....

Die Atmosphäre ist düster und beklemmend. Der Schreibstil temporeich. Die Situation spitzt sich von Seite zu Seite immer mehr zu. Die Autorin spielt mit der Angst vor dem Unbekannten, dabei wird aber das Monster eher nebulös und mystisch dargestellt und nicht genau beschrieben. Der Spannungsbogen und das Grauen steigert sich von Seite zu Seite. Für reine Horrorleser wird sich der Grusel wahrscheinlich in Grenzen halten.
Zum Ende hin flachte die Geschichte dann etwas ab und das etwas offene Ende hat mir weniger gefallen. Man hat das Gefühl, dass man zum Schluss hin irgendwie alleine gelassen wird. Ein Epilog hätte die Handlung passend abgerundet.

Cover:

gefunden habe ich nur zwei englischsprachige Cover, wobei ich das rechte gruselig finde


Fazit:
Ein spannender Horrorthriller mit Gruselfaktor, dem am Ende ein bisschen die Luft ausgeht. Bis dahin allerdings ein gruseliges Erlebnis, wobei die größerer Gefahr vom menschlichen Monster ausgeht. 


6 Kommentare:

  1. Liebe Martina

    Schade, dass sich der Schluss nicht ganz rund angefühlt hat, aber was du sonst schreibst, klingt sehr spannend für mich Schisser noch erträglich gruselig ;-) Das Buch schaue ich mir einmal näher an.

    Ganz liebe Grüsse
    Livia

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Livia,
      die häusliche Gewalt ist sehr brutal dargestellt, aber der Rest liest sich nicht wirklich anders, als ein Thriller ;)
      LG Martina

      Löschen
  2. Guten Morgen Martina!

    Ich möchte ja jetzt auch endlich die Bücher der Autorin lesen, weil gefühlt jeden Monat ein neues kommt ...
    Den ersten Alice Band fand ich damals gut, hab da aber dann nie weitergelesen. Letztens dann aber zusammen mit Nicole hab ich mit Begeisterung Rotkäppchen gelesen und wurde dann doch sehr neugierig, wie wohl die anderen Bücher sind.

    Das hier klingt wirklich sehr gut und ich bin total gespannt! Dass der Schluss etwas offen bleibt - das kann eben auch nach hinten losgehen. An sich stört es mich nicht, es kommt immer darauf an, wieweit ich mir das dann selber "zurechtdenken" kann.

    Vielen Dank für deine Einblicke!

    Liebste Grüße, Aleshanee

    PS: Das rechte Cover von den englischen finde ich sehr genial!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich kenne ja sonst noch kein Buch der Autorin und weiß nicht, ob es für "geübte" Horrorleser vielleicht zu wenig ist. Die Bewertungen sind ja eher durchwachsen.
      LG Martina

      Löschen
  3. Hallo Martina,

    das klingt auf jeden Fall wieder gut. Schade, dass du mit dem Ende nicht ganz glücklich bist. Offene Enden an sich, mag ich sogar recht gern. Es kommt aber wirklich darauf an, ob es passt.

    Ich bin gespannt. Aber es dauert noch eine Weile, bis das Buch hier einzieht. Erstmal muss ich ein paar andere lesen. :D

    Liebe Grüße
    Nicole

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ein ganz offenes Ende ist es nicht...da hätte meine Bewertung anders ausgesehen, denn die mag ich überhaupt nicht ;)
      Man weiß schon einiges, aber es bleiben trotzdem Fragen offen und das Ende war mir etwas zu schnell abgehakt. Da hätte ein Epilog wirklich gut gepasst.
      Liebe Grüße
      Martina

      Löschen

Mit Nutzung der Kommentarfunktion akzeptierst du die Speicherung deiner Daten. Mehr dazu in der Datenschutzerklärung dieses Blogs.

 

Martinas Buchwelten Copyright © 2012 Design by Antonia Sundrani Vinte e poucos