Wintertraum in Kanada - Ruth Bennett

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    • Taschenbuch: 272 Seiten
    • Verlag: ‎ Lübbe; 1. Aufl. 2023 Edition (27. Oktober 2023)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3404192249
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3404192243 
    • Genre: Weihnachtsroman, Winterroman






Lübbe Kurzbeschreibung:

Sara und Paul haben sich eine Reise nach Kanada geschenkt. Sie erleben herrliche Tage in den schneebedeckten Landschaften. Die Nächte sind magisch, mit sternenübersätem Himmel und Polarlichtern. Zurück in Deutschland planen sie die Auswanderung in ihr Traumland Kanada. Übers Internet kaufen sie ein wunderschönes Haus am Okanagan-See, in dem sie ein Bed & Breakfast eröffnen möchten. Doch als sie in Kanada ankommen, entpuppt sich das idyllische Haus als total marode. Unter diesen Bedingungen wird es in der jungen Ehe recht turbulent. Und dann stehen nicht nur immer mehr unerwartete Gäste vor der Tür, sondern der kanadische Winter, der die Sanierung erschwert, aber dessen Zauber auch Wunder wirkt ...

Meine Bewertung: * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Endlich durfte ich nach sehr langer Zeit wieder bei der Leserunde der Lesejury mitlesen. Die Leseprobe hat mir sehr gut gefallen, doch leider hat der Roman meine Erwartungen nicht erfüllt.

Die Geschichte beginnt zu Weihnachten mit einer turbulenten Szene bei Sara's Eltern Jeannette und Richard. Sara und Paul wollen sich endlich ihren Traum erfüllen und eine Reise in ihr Traumland Kanada antreten. Im Hinterkopf haben sie bereits den Gedanken, möglicherweise später dorthin auszuwandern. Doch bereits die Ankündigung der Reise bringt die Mutter von Sara in Rage. Sie hat ihre eigenen Pläne und fühlt sich hintergangen.
Ich konnte bereits auf den ersten Seiten nachvollziehen, dass Sara und Paul liebend gerne flüchten und die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr nicht bei Saras Eltern verbringen wollen, denn Jeannette ist extrem übergriffig. Die Reise entpuppt sich als wunderschön und Sara und Paul verbringen traumhafte Tage. Vorallem der kleine Ort Springfield hat es ihnen angetan. Die Bewohner in der Nähe des Okanagan Lakes sind freundlich und zuvorkommend. Daraufhin steht für Paul und Sara fest, dass sie genau dorthin ziehen möchten. Zurück in Deutschland finden sie einige Zeit später auf einer Immobilienseite im Internet ein Haus am Okanagan See, welches sie bei ihrer Reise gesehen haben. Sie beschließen Hals über Kopf die Immobilie zu kaufen. Nachdem sie ihre Zelte in Hamburg abgebrochen haben und ihr Traumhaus beziehen wollen, erwartet sie eine Bruchbude. Die Heizung ist defekt, aus dem Wasserhahn läuft eine braune Brühe, der Kamin ist verstopft und sobald man ein elektrisches Gerät an den Stromkreislauf anschließt, fliegt die Sicherung raus. Handwerker sind rar und auf Monate hinaus ausgebucht und dann stehen nacheinander plötzlich Überraschungsgäste vor der Tür....

Was als schöne und interessante Geschichte beginnt, die uns in die traumhafte Winterlandschaft Kanadas führt, wird leider ab der Hälfte zu einem Roman, bei dem man immer öfters den Kopf schütteln muss. Dramen und unglaubwürdige Szenen wechseln sich ab. Die Beziehung von Paul und Sara beginnt zu bröckeln und den einzelnen Handlungssträngen fehlt es immer mehr an Tiefe. Vieles wird einfach nur angerissen und die Probleme mehrten sich. Es gab laufend Streitereien und es wurde keine positive Atmosphäre vermittelt. Ich muss bei einem Weihnachtsroman keine intellektuelle Lektüre haben und drücke auch gerne ein Auge zu, aber hier war es leider dann doch zu viel...zu viel Drama und absolut keine Wohlfühlatmosphäre. Der Humor, der mir zu Beginn gefallen hat, wirkte nach einiger Zeit ebenfalls ausgelutscht. Zusätzlich gab es in der ersten Hälfte leider auch einige größere Zeitsprünge, die mich ebenfalls gestört haben.

Sehr gefallen hat mir hingegen die bildhafte Beschreibung der Landschaft. Man bemerkt, dass die Autorin eine besondere Liebe zu Kanada hegt und diese auch wunderbar vermitteln kann. Auch die Dorfbewohner sind sehr lebendig beschrieben und man fühlt ihre Verbundenheit zueinander. Der Schreibstil hat mir ebenfalls gefallen, der mich ja bereits bei der Leseprobe überzeugen konnte.

Das Ende kommt dann so abrupt, dass man verwundert die letzte Seite zuschlägt und sich fragt, ob hier noch etwas fehlt oder ob die Autorin das Buch schnell fertig schreiben musste und dafür keine Seiten mehr zur Verfügung hatte. Sehr schade!

Fazit:
Alles in allem war der Roman leider eher enttäuschend, auch wenn der Schreibstil gut und die Beschreibungen sehr bildhaft waren. Ich hatte mir auf jeden Fall nach der überzeugenden Leseprobe mehr versprochen.

Vielen Dank an Bastei Lübbe und der Lesejury für das Rezensionsexemplar

 

4 Kommentare:

  1. Hallo liebe Martina,
    ich bin gerade dabei meine Weihnachtsleseliste für den Advent aufzustellen. Sie ist auch schon gut gefüllt und leider komme ich aktuell nicht so schnell mit dem Lesen voran, wie erhofft.

    Rezensionen zu Weihnachtsbücher sprechen mich gerade aber ganz besonders an. Daher musste ich mir deine heutige Leseempfehlung auch gleich genauer anschauen.

    In den letzten Jahren habe ich die Erfahrung machen müssen,dass Weihnachtsgeschichten (egal ob als Film oder Buch), oft nach Schema "F" daherkommen. Im Wesentlichen geht es darum, dass zwei Personen zueinanderfinden. Gerne auch um Familie und natürlich gibt es auch ein Happy End.

    Wenn auch klischeelastig, so kann das gut funktionieren, weil es eben so gut zu dem passt, was man sich unter Weihnachten vorstellt. Daher hast du mich in den Grundzügen mit diesem Roman auch neugierig gemacht.

    Das Setting scheint auch richtig gut gelungen. Schade allerdings, dass dann eben der Humor doch schnell verebbt ist und auch unnötige Dramen und unglaubwürdige Ereignisse das vorhandene Potenzial nicht bestmöglich ausgenutzt haben.

    Ich drücke die Daumen, dass das nächste Weihnachtsbuch voll zu überzeugen weiß :o)

    Liebe Grüße
    Tanja :o)

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    1. Liebe Tanja,
      ich habe bereits 4 Weihnachtsgeshcichten gelesen. Die anderen beiden rezensionen kommen noch. Mein erstes Buch "Love & Lebkuchen" war richtig süß! Das hat mir gut gefallen. Hat natürlich aber auch das von dir oben genannte Schema.

      Das Setting war bei "Wintertraum in Kanada toll", aber die Dramen wurden einfach viel zu viel und es war auch kein Wohlfühlbuch.

      Liebe Grüße
      Martina

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  2. Liebe Martina

    Ich habe mir das Buch mehrmals angeschaut und hätte bei der Leserunde auch mehrmals fast zugegriffen. Das Cover hat mich einfach sofort für sich eingenommen.

    Ich bin nun soooo froh, dass ich deine Rezension entdeckt habe und kann mich jetzt guten Gewissens anderen Büchern widmen :-D

    Alles Liebe an dich
    Livia

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  3. Hallo Martina,
    das Buch hatte ich bei meiner Auswahl mach einem winterlichen Weihnachtsroman auch in der engeren Auswahl. Leider sind mir bereits andere, nicht so positive Meinungen ins Auge gestochen, daher fiel meine Wahl auf einen Roman von HarperCollins.

    LG Andrea

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